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Autor Thema: A Very German Civil War - Ein Interwar-What If-Projekt  (Gelesen 2363 mal)

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Decebalus

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A Very German Civil War - Ein Interwar-What If-Projekt
« Antwort #30 am: 11. September 2014 - 10:13:50 »

@ Camo

Vielen Dank fĂŒr die Bilder. Irregular hatte ich nur auf der Pfanne wegen Ihrer ziemlich gĂŒnstigen Figuren (28mm = 90cent). Aber die sind doch wirklich fĂŒr den Verwendungszweck ok.
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Camo

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A Very German Civil War - Ein Interwar-What If-Projekt
« Antwort #31 am: 11. September 2014 - 12:33:35 »

Die bemalten Bilder auf der Page sehen recht gut aus. Ist zwar Flash an den Modelle (besonders an der Dame), aber geht eigentlich noch. Sense und Mistforke sind lose, die Mistforke sieht aber etwas sehr dĂŒnn aus, mal sehen, was ich da mache.

Danke fĂŒr den Lanz-Tip, da werde ich mal schauen. ;)

Und komische Gedanken habe ich immer, Mansfeld. Das ist ja das schlimme mit mir. Vor allem kann man prima ALLES verbraten... Adlige, die ihre Rechte wiederhaben wollen, KirchenfĂŒrsten, die ihre GĂŒter und Rechte wiederhaben wollen, Rote, russische RevolutionĂ€re, Verbrecherbanden, die ihr eigenes Reich aufbauen wollen... das kann wirklich extremst bunt gemischt sein. ;)
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Noch sind wir zwar keine gefÀhrdete Art, aber es ist nicht so, dass wir nicht oft genug versucht hÀtten, eine zu werden.
(Douglas Adams)

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A Very German Civil War - Ein Interwar-What If-Projekt
« Antwort #32 am: 11. September 2014 - 12:50:40 »

Und das allerschlimmste dabei ist, daß es da durchaus reale AnsĂ€tze dazu gab. Im Gegensatz zu A Very British Civil War mĂŒssen wir die nur noch ein wenig ĂŒberspitzen, und dann haben wir es. Übrigens sollte man sich mal beim GelĂ€ndebau ĂŒberlegen, misthaufengroße Verwehungen aus Inflationsgeld als Bewegungshindernisse zu bauen :D
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\"Sir field marshal BlĂŒcher, how do you like London?\"

\"HIMMELHERRGOTT, was fĂŒr eine Stadt zum PlĂŒndern!\"

(soll er angeblich tatsÀchlich gesagt haben)

\"... it\'s duty for beer, brezel and world domination!\" (Riothamus)

\"Die geilen Sachen passieren eh wÀhrend dem Spiel und nicht bei der Ermittlung des Siegers. \" (Wraith)

Camo

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A Very German Civil War - Ein Interwar-What If-Projekt
« Antwort #33 am: 11. September 2014 - 13:29:47 »

Hörst du auf, mir tolle Ideen zu geben... LĂŒmmel ;)

Aber ja, im Endeffekt muss man nur ein wenig ĂŒberziehen und da oder dort etwas drehen. Schon erstaunlich.
Aber ich mag vor allem Humor... und das bekommt man trotz eines BĂŒrgerkriegsthemas durchaus da hinein. Muss mir noch eine \"Dorffahne\" basteln... wenn ich das nur könnte ;)
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A Very German Civil War - Ein Interwar-What If-Projekt
« Antwort #34 am: 11. September 2014 - 13:38:08 »

So etwas sollte doch nicht schwierig sein, wenn man erst mal weiß, wie das Gemeindewappen um 1920 ausgesehen hat. Ich wĂŒrde bei einer Heimwehr davon ausgehen, daß sie so etwas als Grundlage nehmen wĂŒrde. Entweder wĂŒrde man aus dem Heimatwappen selber ein Fahnenmuster bauen (z.B. bei rotem Turm auf gold eben goldene Fahne mit rotem Turm), oder eine Landesfahne mit dem entsprechenden Wappen in der Mitte (wenn also dieses Dorf ein bayerisches Dorf wĂ€re, blau-weiße Rauten im Hintergrund).

Ideologische Aussagen kann man dann machen, indem man dieser fahne dann in einer Ecke entweder ein eisernes Kreuz (reaktion) oder einen roten Stern bzw. Hammer und Pflug/Sichel/Zirkel/KornĂ€hre/Schnapsflasche/wasweißich hinzufĂŒgt...
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A Very German Civil War - Ein Interwar-What If-Projekt
« Antwort #35 am: 11. September 2014 - 13:49:56 »

Das wÀre ja einfach... und langweilig. Aber mal schauen, was man da so finden kann.

Wenn interesse besteht, kann ich die etwas gepimpten (unter Mithilfe von Shinkansen) \"Fraktionen\" hier mal reinstellen. \"Regionalinformationen\" - da stimme ich den Aussagen aus dem anderen Thread zu - sollten von \"Eingeborenen\" gemacht werden, das wird meist stimmungsvoller. ;)
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« Antwort #36 am: 11. September 2014 - 13:55:38 »

Interesse besteht eindeutig!
Wobei ich bis jetzt eher mit T&T bzw. Flying Lead operiere, aber BA habe ich ja auch in meiner Sammlung, und wie ich das sehe, kann man da auch ohne vertiefte Regelkenntnis eine Liste aufstellen. WĂŒrde ich fĂŒr die Franzosen und die Saarlegion gerne einmal machen...
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A Very German Civil War - Ein Interwar-What If-Projekt
« Antwort #37 am: 11. September 2014 - 14:04:31 »

Ist völlig ohne Regeln derzeit...

Zitat
A Very German Civil War



In den letzten Wochen des ersten Weltkrieges wurden die Weichen fĂŒr etwas gestellt, das so niemand erwartet hatte. Der Flottenbefehl vom 24. Oktober 1918, der die intakte deutsche Hochseeflotte in die bisher vermiedene Entscheidungsschlacht mit ihren englischen Gegnern fĂŒhren sollte, sorgte unter den Matrosen fĂŒr Unmut. Die Besatzungen der zur Vorbereitung auf den Angriff auf der Schilling-Reede vor Wilhelmshaven vor Anker gegangene Flotte meuterten in der Nacht vom 29. zum 30. Oktober 1918 gegen die durchgesickerten Befehle.
Auf drei Schiffen des III. Geschwaders („König“, „Markgraf“, „Großer KurfĂŒrst“) weigerten sich die Matrosen, die Anker zu lichten. Auf den Schlachtschiffen des I. Geschwaders „ThĂŒringen“ und „Helgoland“ kam es zur offenen Meuterei und zur Sabotage, aus Furcht, noch kurz vor Ende der Kampfhandlungen sinnlos den EhrgefĂŒhlen der Offiziere geopfert zu werden. Die Matrosen und Heizer ergaben sich erst, als am 31. Oktober schon die Torpedorohre einer Untersee- und Torpedoboote auf die „ThĂŒringen“ und die „Helgoland“ gerichtet worden waren. Widerstandslos ließen sie sich abfĂŒhren.
Die Marineleitung ließ ihren Angriffsplan fallen, aber damit war die Situation noch lange nicht unter Kontrolle. Nach erneuten Inhaftierungen suchten die Matrosen und Heizer Kontakt zu den Gewerkschaften, der USPD und der SPD. Bei einer Demonstration auf dem Großen Exerzierplatz fielen dann die ersten SchĂŒsse, aus denen dann ein allgemeiner Aufstand folgte.
Anfang November wurden nach zĂ€hen Verhandlungen die Inhaftierten freigelassen, doch entgegen der Absprachen rĂŒckten auswĂ€rtige Truppen zur Niederschlagung des Aufstandes an. Diese wurden von den AufstĂ€ndischen aber abgefangen und kehrten entweder um oder schlossen sich der Bewegung an. Versuche, den Aufstand unter Kontrolle zu bringen, zeitigten zwar ein paar Erfolge, konnten aber die Ausweitung der Revolution auf Deutschland nicht verhindern.

Seit dem 4. November war Kiel in der Hand der AufstĂ€ndischen, es folgten am 6. November Wilhelmshaven und am 7. November alle grĂ¶ĂŸeren KĂŒstenstĂ€dte sowie Hannover, Braunschweig, Frankfurt am Main, Stuttgart und MĂŒnchen. Nach dem erzwungenen Thronverzicht des bayrischen Königs Ludwig III. Rief die USPD in Bayern als erstem Land des Reiches die Republik aus. In den nĂ€chsten Tagen folgten die ĂŒbrigen deutschen Staaten, indem ihre FĂŒrsten entweder von sich aus abdankten oder fĂŒr abgesetzt erklĂ€rt wurden.
Die Arbeiter- und SoldatenrĂ€te entmachteten nur die FĂŒrsten und die bis dato allmĂ€chtigen militĂ€rischen Generalkommandos. Zivile Behörden und AmtstrĂ€ger blieben unangetastet, es wurde vielmehr versucht, eine der Revolution und der kĂŒnftigen Regierung verpflichtete Exekutive zu schaffen. Die Politiker allerdings versuchten, eine Radikalisierung der Revolution nach russischem Vorbild zu vermeiden und so gerieten sich die KrĂ€fte, die eigentlich ein Ă€hnliches Ziel hatten, aneinander. Als schließlich die entmachteten FĂŒrsten ihre immer noch nicht zu verachtende Macht mit in das Ringen warfen, zerbrach das ehemalige deutsche Reich wieder in seine Einzelstaaten, die  ihre jeweils eigene Agenda vorantreiben wollten. NatĂŒrlich trĂ€umte jeder weiterhin von einem umfassenden Staatsgebilde, doch unterschieden sich die TrĂ€ume je nach der Interessenlage der einzelnen Parteien.

In den einzelnen Kleinstaaten haben sich verschiedene Lager gebildet, die unterschiedlichen Einfluss haben, was aber offensichtlich unterlegene Parteien nicht davon abhĂ€lt, zur Not durch kriegerische Mittel zu versuchen, die Macht zu ĂŒbernehmen. Die Entente ist sich uneinig, ob sie die völlig zerstrittenen Kleinstaaten ĂŒberrollen soll, wobei sich dadurch erneut eine Einigung unter den Kleinstaaten abzeichnen könnte oder ob sich nicht durch gezielte Steuerung ein sehr viel grĂ¶ĂŸerer Gewinn erzielen lassen könnte. Die Bedrohung durch ein geeintes deutsches Reich ist auf jeden Fall vorbei, die Randstaaten sind in Verhandlungen mit den Entente-MĂ€chten, wobei sie einen recht schweren Stand haben, da zum einen keine stabile Regierung besteht und dadurch neben den Verhandlungen die eigene Machtbasis der Gruppierungen erhalten werden muss, zum anderen die internen KĂ€mpfe dafĂŒr sorgen, dass die Kleinstaaten nicht ganz ernst genommen werden. GrĂ¶ĂŸere BĂŒndnisse zwischen den Kleinstaaten werden auf jeden Fall durch die Entente verhindert.


Gruppierungen:

Spielbare Gruppierungen gibt es viele, man kann sie grob in die „großen Machtblöcke“ sowie die „regionalen Gruppen“ unterscheiden. Sie alle haben unterschiedliche individuelle und politische Interessen, ihre einzige Gemeinsamkeit ist der Wunsch nach Macht und Besitz.ich kĂ€mpfen.

Die großen Machtblöcke zuerst, sie sind regionenĂŒbergreifend, wenn auch nicht unbedingt zusammenhĂ€ngend.

1) Monarch I (Aristokraten):
Dies sind die AnhĂ€nger der alten kaiserlichen Ordnung, die ihre alte Macht zurĂŒckerhalten wollen. Sie arbeiten mit der provisorischen Regierung in Berlin zusammen und erhalten von dort Gelder aus den schwarzen Etats. Sie haben ebenfalls die Erlaubnis, aus den Heimkehrern der aufgelösten Regimenter Soldaten zu rekrutieren und Material aus den ehemaligen Depots der kaiserlichen Armee zu empfangen. Damit sollen sie dann die demokratischen AuswĂŒchse beseitigen und die alte kaiserliche Ordnung wieder herstellen.

2) Monarch II (Separatisten):
Hier haben wir Mitglieder des Adels, die dem Kaiserhaus die BefĂ€higung absprechen, weiter das Reich zu regieren und deswegen eines der anderen europĂ€ischen AdelshĂ€user um Hilfe bitten, natĂŒrlich von einer der SiegermĂ€chte. Von diesem erhalten sie die Erlaubnis, in einem Kriegsgefangenenlager Soldaten zu rekrutieren. Diese werden dann oftmals mit der Uniform und der AusrĂŒstung der betreffenden Siegermacht ausgerĂŒstet und sollen dann das Reich (oder zumindest Teile davon) fĂŒr das jeweilige Adelshaus erobern. NatĂŒrlich darf das nicht zu offen sein, ansonsten wĂŒrde man die anderen SiegermĂ€chte ja gegen sich aufbringen.

3) Sowjets (Spartakisten):
Das Zentralkommitee in Moskau hat sie ermĂ€chtigt, im Rahmen der in KĂŒrze stattfindenden internationalen Revolution eine rote Republik zu grĂŒnden. Sie erhalten UnterstĂŒtzung durch den Rundfunk moskau und dĂŒrfen in russischen Kriegsgefangenenlagern auf dem Gebiet des ehemaligen deutschen Kaiserreichs Soldaten rekrutieren.  Auch die Matrosen schließen sich auf Befehl Moskaus der roten Sache an.

4) Katholische Liga:
Die Enteignungen durch Bismarck hat die katholische Kirche nie ĂŒberwunden, daher sieht sie nun ihre Gelegenheit, diese wieder rĂŒckgĂ€ngig machen zu können. Sie gibt Gelder fĂŒr die Finanzierung einer Streitmacht aus, im Gegenzug soll ihr dann von den siegreichen Truppen das eroberte Land ĂŒbereignet werden. Meistens werden sie Truppen durch weltliche Offiziere gefĂŒhrt, doch es kann auch vorkommen, dass die KirchenfĂŒrsten in heiligem Zorn selbst zur Waffe greifen.

5) Die protestantische Union:
Die protestantische Union sieht sich als SchutzbĂŒndnis fĂŒr die Interessen der protestantischen Sache. Doch auch sie versucht vor allem, die Enteignungen Bismarcks rĂŒckgĂ€ngig zu machen und finanziert dafĂŒr die Aufstellung von Truppen. NatĂŒrlich ist gegen neue Gebiete auch nicht viel einzuwenden.
6) Die freien StÀdte (Merkantilisten):
In Tradition des mittelalterlichen StĂ€dtebundes (z.B. der Hanse) verstehen sich diese StĂ€dte als Standorte von Handel, Verkehr und Wohlstand. Um ihre Interessen zu schĂŒtzen, stellen sie BĂŒrgerwehren auf und schließen untereinander SchutzbĂŒndnisse. NatĂŒrlich werden diese Truppen bei Bedarf auch eingesetzt, um sich ihre UnabhĂ€ngigkeit zu erstreiten.

7) Die Streifkorps (Individualisten):
Dies sind GlĂŒcksritter, die auf eigene Rechnung SöldnerverbĂ€nde aufstellen, die ihre Waffen dem Meistbietenden andienen. Diese können sich nur auf ihren Ruf verlassen, daher werden sie ihrem Auftraggeber so weit es geht die Treue halten, man sollte sich aber nicht darauf verlassen, dass sie mit ihm untergehen.

8) Die Sektierer (Kultisten):
In den ersten Nachkriegsjahren entstehen neue Gedanken und Ideologien fĂŒr die Bildung einer neuen Gesellschaftsform. Sie alle wollen vergangene Fehler durch neue Ideologien oder auch Mythologien vermeiden und sind im Normalfall ihrer Sache völlig ergeben.

9) Die Sozialisten: (Absolutisten):
Die Sozialisten (Parlamentarier) stehen fĂŒr eine demokratische Grundordnung in der die Macht im Staate von einem vom Volk gewĂ€hlten Parlament ausgeht. Doch manchmal muss auch der demokratische Wille mit Hilfe der Waffen durchgesetzt werden.

10) BauernbĂŒnde:
Durch die Seeblockade wĂ€hrend des großen Krieges kam es spĂ€testens am Ende des ersten Weltkrieges zu erheblicher Lebensmittelknappheit und UnterernĂ€hrung. Da die Bauern sich oftmals ÜberfĂ€llen, Enteignungen und anderen WillkĂŒrtaten ausgesetzt sahen, begannen sie sich in SchutzbĂŒndnissen zusammenzuschließen. Da die zurĂŒckkehrenden Soldaten zum Teil auch aus diesem Umfeld stammen, sind diese BĂŒndnisse nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.


Neben diesen großen Machtblöcken haben wir aber noch viele kleinere Gruppen, von denen wir hier nur einige darstellen möchten.

11) Monarch III (UnabhÀngiger Klein-Adel):
Nach der Kapitulation des deutschen Kaiserreiches werden in Versailles die Bedingungen fĂŒr einen Frieden ausgehandelt. KernstĂŒck dieses Vertrages sind die Reparationszahlungen.
Da man auf alliierter Seite sehr schnell erkannt hat, dass die sozialistische Nachfolgeregierung in Deutschland nicht in der Lage sein wird, diese Reparationszahlungen zu leisten, beschließt man teilweise die Gebiete des ehemaligen deutschen Reiches in eine Reihe von Kleinstaaten umzuwandeln.
DafĂŒr unterbreitet man Royalisten folgendes Angebot. Durch eine verpflichtende Übernahme eines Teils der Reparationszahlungen kann ein Monarch Anspruch auf bestimmte Gebiete innerhalb des ehemaligen deutschen Reiches erheben. Dieses Land wird ihm durch eine Schenkung ĂŒberschrieben. Durch eine RĂŒckschenkung an seine GlĂ€ubiger erhĂ€lt der Monarch im Gegenzug einen Kredit fĂŒr die nötigen Mittel zur AusrĂŒstung und Unterhaltung einer Streitmacht zum Zwecke der Eroberung und Befriedung des geschenkten Landes.
Da die dazu notwendigen AusschĂŒsse nicht nur von der Zentralregierung in Berlin, sondern auch von jeder Siegermacht gebildet werden, sind GebietsĂŒberscheidungen natĂŒrlich vorprogrammiert. Da aber nach Kriegsende fast jede Regierung der SiegermĂ€chte sich riesigen politischen Schwierigkeiten ausgesetzt sieht, gehen viele dieser kleineren UnregelmĂ€ĂŸigkeiten und StreitfĂ€lle einfach unter. Trotzdem ergreifen nicht wenige Adlige diese Gelegenheit, um ihrem Geschlecht wieder zu altem Ruhm und Ansehen zu verhelfen.

12) Separatisten:
Dies sind Gruppen, die es nie verstehen oder akzeptieren konnten, dass ihre Heimat Teil des Kaiserreiches war. Sie nutzen nun die Gelegenheit, greifen zu den Waffen und scharen Gleichgesinnte um sich, um ihrer Heimat wieder die alte Stellung in der Weltgeschichte zu sichern.

13) Weißrussen:
AnhĂ€nger des abgesetzten Zaren, die hier ein Gebiet fĂŒr sich erobern möchten, in dem sie die Vorbereitungen zu einer RĂŒckkehr MĂŒtterchen Russlands zur Zarenherrschaft betreiben können. Aber auch andere KrĂ€fte, die sich mit den Zaristen unter dem Banner der „Weißen“ zusammengetan haben und die Bolschewiki bekĂ€mpfen.

14) Kriminelle:
NatĂŒrlich gibt es derartige Elemente ĂŒberall, aber selten haben sie derartig viele Möglichkeiten wie in Zeiten eines BĂŒrgerkriegs. Diese Leute versuchen, sich ihr eigenes Reich zu erschaffen, wobei sie   noch viel weniger RĂŒcksicht auf Gesetze nehmen als bisher... natĂŒrlich nur, bis sie ihre eigenen Gesetze erlassen können.

15) AbtrĂŒnnige Angehörige der SiegermĂ€chte:
Diese Leute haben gekĂ€mpft und am Ende wurden sie ihrer Meinung nach einfach im Stich gelassen. Also haben sie das Thema in ihre eigenen HĂ€nde genommen und versuchen nun, sich das ihnen ihrer Meinung zustehende StĂŒck vom Kuchen zu nehmen.

16) Örtliche Milizen:
Von etwas verstĂ€rkten oder besser bewaffneten PolizeikrĂ€ften bis hin zu Gruppen von Farmern, die sich zusammengetan haben, um ihre Heime zu verteidigen ist hier alles zusammengefasst. Das ist verstĂ€ndlich, man muss die preisgekrönte Zuchtsau ja beschĂŒtzen! NatĂŒrlich auch ein Zusammenschluss der Eisenbahner, um die ZĂŒge – natĂŒrlich auch die Reisenden – zu beschĂŒtzen.

Das steht bisher. NatĂŒrlich noch lange nicht fertig.
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« Antwort #38 am: 11. September 2014 - 14:07:27 »

Geil, wird gleich ausgedruckt! :thumbup:

Und in dem Format werde ich etwas ĂŒber Französische Saarbesetzungstruppen und Saarlegion zu schreiben versuchen.
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« Antwort #39 am: 11. September 2014 - 14:18:13 »

Gerne. Freu mich drauf ;)

Nebenbei... in so einem Setting sind natĂŒrlich auch die Damen von Hinterland einsetzbar. ;)
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« Antwort #40 am: 11. September 2014 - 14:27:21 »

Da ich im Landesarchiv an der Quelle sitze, werde ich erst mal das vorhandene Material durchstöbern.

Es wird also ein wenig dauern, aber das wird sich wohl lohnen - bei kurzem Blick in die Datenbank weiß ich jetzt schon: in den Unterlagen des Landkreisamtes, in dem mein Dorf liegt, gibt es auch eine Akte von 1919 ĂŒber Einwohnerwehren :)
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« Antwort #41 am: 11. September 2014 - 14:45:21 »

Da ahnt man nichts Böses, und findet dann bei Wikipedia sowas:

http://de.wikipedia.org/wiki/Freistaat_Flaschenhals

 

Die RealitÀt ist eben immer noch am absurdesten... :blink_1:
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« Antwort #42 am: 11. September 2014 - 14:57:25 »

Jupp, das ist nett. Archiv... wollte ich immer mal hin bei uns. Mal schauen. ;)
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« Antwort #43 am: 14. Mai 2015 - 19:45:06 »

Auch hier mal etwas Neues... ein paar der superben Matrosen von Tsuba... wie immer ein Genuss, die zu bemalen:

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HveĂ°rungr

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« Antwort #44 am: 31. August 2015 - 12:27:09 »

Das ist ein interessantes Projekt

wie geht es eigentlich damit weiter? spielst Du schon oder sammelst Du noch?
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just. don\'t.