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Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
Maréchal Davout:
(Unbedingt die Zusammenfassung des bisherigen Anfang Teil 13 beachten!)
Hier sieht man, wie ich beginne, mehrere Brigaden (die, die nach links blicken) aus der Front abzuziehen, um sie ins Zentrum zu ziehen, die bald von der Garde massiv bedrängt werden wird. Wieder hat es eine Brigade (oben mitte) nicht zurück geschafft und die Flanke ist jetzt vor allem für die Artillerie Frankreichs offen. Jetzt kann diese Truppe nur der Schlamm retten!
Das Ende der Flanke gegenüber Kellermanns Kavallerie soll sich auch zurückziehen...
Hier mein Zentrum, dass sich nun geordnet hat, um den Angriff der Garde zu empfangen. Normalerweise ist der Raum zwischen Garde und meiner Linie nicht zu weit, um in einem Angriff vorzugehen, aber im Schlamm kann es zwei-drei Pulse dauern, in denen man der Artillerie (und auch Flankenfeuer ausgesetzt ist). Verstärkung von rechts ist wie gesagt auch unterwegs...
Hier die linke britische Flanke: Wie angekündigt, bekommen die Kürassiere eine "Breitseite" aus vier Batterien (davon schon zwei Preußische Batterien!) in die Flanke, was sie quasi wegfetzt (gebrochen, kann sich später sammeln).
In Pictons Korps waren zuletzt zwei französische Brigaden Infanterie eingebrochen. Im Gegenangriff greifen Hannoveraner in Grün und belg.-niederländ. leichte Kav. von Uxbridge die eine Brigade an und brechen sie. Die andere wird von einer schon stark geschwächten Infanteriebrigade vertrieben. So langsam sind hier die "Brigaden" aber auf Mannstärken von Bataillonen zusammengeschrumpft. Die nächsten französischen "Halbbrigaden" sieht man oberhalb schon durch den Schlamm heranmanövrieren.
Das Ganze im Überblick!
Nun greift die britische Kavallerie auf dem linken Flügel an. Vandeleurs Husaren und die Lifeguards greifen die geschwächten Kürassiere an und brechen sie! Hinter dem Gehöft sieht man die 2. leichte Kavalleriebrigade Vandeleurs herumschwenken und auch die reitende Artillerie des Detachements geht nah an die Reste der französischen Kavallerie und D´Erlons Flanke.
Dahinter rückt schon die preußische leichte Kavallerie, gefolgt von schwere Artillerie und Infanterie vor. Der Flankendruck auf Napoleon kann beginnen. Plan ist natürlich, im Zentrum und rechts zu halten, während ich von links die Franzosen aufrolle.
Hier das Geschehen aus Napoleons Sicht: Man sieht, dass kaum Reserven verblieben sind. Eilig werden einige Brigaden von Zentrum Richtung Preußenflanke beordert... D´Erlons Brigaden müssen wohl wo sie gerade stehen von der Offensive direkt in die Defensive übergehen.
Was wird im Zentrum passieren, wo die Garde angreift? Kann Napoleon seinen rechten Flügel angesichts der Briten und Preußen dort nochmal stabilisieren? Weiter heute Abend (hoffentlich)!
Pappenheimer:
Sieht ja wie erwartet miserabel für die Franzosen aus. La Haye Sainte zu nehmen war scheinbar nur ein Pyrrhussieg. Ich hätte beim Sichten Blüchers bereits Rechts von Angriff auf Verteidigung umgestellt. Nun ist's wahrscheinlich schon zu spät, ist ja kaum noch was vorhanden und das ohne nennenswerte Erfolge - von La-Haye-Sainte abgesehen.
Maréchal Davout:
Weiter geht es:
Rechts im Bild sieht man übrigens Blücher, der mit Hilfe der britischen Kavallerie und seinen Preußen die Flanke unter Druck setzt.
Auf der anderen Flanke passiert etwas Unvorhergesehenes: Ich hatte ja den Plan, mich zurückzuziehen, aber die 6 beim Bewegungswurf der ersten Einheit hieß, dass ich angreifen müsste und so griff meine Linie die Kürassiere an. Bei einem Angriff von Infanterie auf Kavallerie hat Infanterie einen Extranachteil.
Weil ich die Brigade nicht opfern wollte, gab ich meinen Rückverlegungsplan auf und ließ die anderen Brigaden an der Flanke auch vorrücken, so dass die feindliche Kavallerie sich nicht kombiniert auf meine isolierte Infanterie stürzen konnte.
Links oben sieht man die Infanterie, die zuvor nicht zurückgezogen war, aufgrund des Schlamms hatte sie durch die Artillerie keinen nennenswerten Schaden bekommen und konnte nun wieder in die Linie zurückgezogen werden.
Das Zentrum: links oben sieht man eine Brigade von D´Erlons Korps, die der Garde vor die Füße getrieben wurde durch einen Flankenangriff. Ich bin hin- und hergerissen, ob ich sie dort breche oder stehen lasse, um den Angriff der Garde zu behindern...
Beim ungewollten Angriff meiner Infanterie auf die Kürassiere gewinne ich doch tatsächlich und breche die angeschlagenen Kürassiere! Nun stehe ich nahezu in der Flanke der Artillerie oberhalb - da lässt sich aus der Not noch eine Tugend machen :)
Oben links breche ich die Infanterie vor der Garde und die Gardeinfanterie rückt prompt zum Gegenangriff vor!
Oben links sieht man wie die britischen Lifeguards D´Erlons Infanterie in die Flanke fällt!
Vandeleurs zwei leichte Kavalleriebrigaden oben links haben hier gerade eine weitere Kürassierbrigade durch kombinierten Angriff geworfen. Meine reitende Artillerie hier wird maximal weit vor gefahren, um maximalen Schaden zur Unterstützung des Angriffs beizutragen.
Oben in der Mitte greifen die Grenadiere der Alten Garde meine vorderste Infanteriebrigade an und brechen sie im ersten Angriff, nun stehen sie vor einer Kavalleriebrigade von Uxbridge (hier durch die Scots Greys auf hellen Pferden dargestellt).
Hier sieht man, wie meine vorgeschobene, reitende Artillerie gerade beide Batterien reitende Artillerie der Franzosen auf der Flanke zerschossen hat. Außerdem wird deutlich, wieviel der preußischen Artillerie nun schon schießen kann. Unter anderem beginnen die Haubitzen auf dem Hügel ihre tödliche Arbeit.
Rechts von LHS rücken nun auch die Infanteriebrigaden Lobaus neben der Gardeartillerie zum Angriff auf die Infanterie des Prinzen von Oranien vor.
Auf der linken Flanke gebe ich nun die Verteidigung gänzlich auf und lasse alles vorgehen. Auch, dass die Lifeguards zurückgeschlagen werden, wird mich nicht aufhalten!
Hier die Preußenflanke aus französischer Sicht: Alle Brigaden D´Erlons bis auf vier sind gebrochen, ebenso die komplette schwere Kavallerie Milhauds. Ich rücke hier nun mit so viel leichter Kavallerie in den französischen Rückraum vor, wie möglich, um ein Sammeln der vielen gebrochenen Brigaden im Vordergrund unmöglich zu machen.
An der anderen Flanke wird auch eine zweite Kavalleriebrigade gebrochen, und ich stürme eine Batterie oberhalb in der Flanke. Im Gegenzug wird allerdings eine geschwächte Infanteriebrigade durch die Kavallerie gebrochen, allerdings halten hier noch die Nassauer die Flanke.
Soweit erstmal!
Maréchal Davout:
Mit vereinten Kräften wurde die Gardeinfanterie links unterhalb LHS nun gebrochen.
Die brit. Infanteriebrigade, die eine Batterie gestürmt hatte, wird von drei Batterien reitender französischer Artillerie gebrochen.
Nun beginne ich generell überall vorzurücken, denn durch den Flankendruck von Preußen, Uxbridge und Picton muss sich nun auch die Garde an zwei Fronten verteidigen - aber nur wenn ich im Zentrum auch vorgehe. Inzwischen bin ich aber ohnehin in der Überzahl und meine gut ausgeruhten Reserven erklimmen den matschigen Hügel...
Wilde Nahkämpfe sind die Folge, wo kaum eine Muskete mehr feuern kann, regieren Bajonett, Säbel und Kolben...
Hier sieht man aus französ. Sicht, wie D´Erlon nur noch über zwei Infanteriebrigaden verfügt (die anderen 10 sind gebrochen (unten im Bild). In der Mitte sieht man eine Kavallerietruppe in blau, das sind Vandeleurs Husaren, die ich weit vorrücken lassen konnte, um die Sammelräume für die Franzosen so weit wie möglich zu beschneiden (in 6 Zoll Umkreis einer Brigade kann sich niemand sammeln).
Mehrere Gardebrigaden sind auch gebrochen...
Ebenso die franz. Infanterie und Kavallerie am linken Rand (mittig) des Fotos...
Auch Napoleons Stab muss sich drigend wegbewegen, will er nicht überrannt werden.
Was unten im Foto zu sehen ist, sind die Brigaden, die sich nicht mehr sammeln durften, weil die notwendigen Räume durch meine leichte Kavallerie bedroht sind.
Selbst Hougomont kann sich bis zum Ende der Schlacht halten - die Besatzung hat sechs Infanteriebrigaden von Reille die gesamte Schlacht vom eigentlichen Hauptkampf abgehalten...
Am Ende bricht die französische Moral! Dem Großangriff von Preußen und Briten ist nichts mehr entgegen zu setzen. Es ist zwar ein quälend-langsamer, mühsamer Akt durch Regen und Matsch, aber letztlich sorgt die alliierte Überlegenheit an leichter Reiterei dafür, dass es eine vernichtende Niederlage für die Franzosen wird.
So endet das Spiel!
Maréchal Davout:
Nachbemerkung: Der Regen und Matsch hat das Spiel defintiv verlangsamt. Die preußische Infanterie, die ich hatte (immerhin 14 Brigaden!) sind samt und sonders nicht zum Einsatz gekommen, weil sie einfach zu langsam voran kamen.
Für die zwei weiteren preußischen Korps habe ich übrigens so unglücklich gewürfelt, dass sie es nicht mehr rechtzeitig in den Kampf geschafft haben.
Anfangs dachte ich, die Artillerie würde insgesamt durch den Schlamm ineffektiver, aber insgesamt wurde sie effektiver, weil alle so langsam wurden, dass sie auf Kernschussreichweite viel mehr Schüsse unterbringen konnte. Am Ende war mein Gegner überzeugt, dass die Artillerie zu effektiv ist, aber in normalen Schlachten ist es nicht ganz so schlimm.
Das nächste Mal will ich definitv wieder die Franzosen spielen, auch bei Waterloo! Einmal habe ich Waterloo mit Napoleon ja schon gewonnen und nun will ich die gesamte Schlacht nochmal auf dem großen Tisch schlagen und das Beste für Frankreich herausholen vielleicht dann bei Sonnenschein - Vive l´Empereur!
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