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Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
Maréchal Davout:
@D.J.: deine ausführliche Beschäftigung mit den letzten Teilen der Schlacht hatte ich natürlich schon gesehen, gelesen und auf den einen Punkt ja auch schon inhaltlich reagiert (was zum Schach-Austausch führte. Habe mich sehr über deine ausführliche Reaktion gefreut! Wollte nur mit etwas (gespielter) Aufregung was zur Schachgeschichte sagen ;)
--- Zitat von: D.J. am 29. November 2020 - 08:21:46 ---Der Spieler "Wellington" hat bisher die Franzosen gut beschäftigt und ermüdet, so wie ich das (im positiven Sinne unglaublich üppig ausgestattete!) Geschehen überblicke. Da ist richtig Leben auf der Platte, da brennt die Hütte, um es mal so salopp auszudrücken :)
Dennoch wäre er mit seinen Truppen, in der bisher erspielten Lage, auf lange Sicht meiner Meinung nach nicht in der Lage, noch lange standzuhalten. Ich glaube, da würden die Franzosen unter dem Spieler "Napoleon" die Briten arg abnutzen und am Ende zwar ebenfalls arg geschwächt, aber als Sieger aus der Schlacht hervorgehen.
Mit den Preußen an der Flanke sieht das Spiel aber wieder ausgeglichener aus.
Es bleibt auf alle Fälle spannend :)
--- Ende Zitat ---
Freut mich, dass es dir gefällt. Die Analyse finde ich auch passig. Schön, dass man das zumindest im Groben verstehen kann. :D
Maréchal Davout:
--- Zitat von: tattergreis am 30. November 2020 - 10:55:04 ---
--- Zitat von: Maréchal Davout am 30. November 2020 - 06:38:54 ---Na, toll! Tattergreis sagt nichts zur Schlacht und DJ nimmt auch nicht Bezug auf meine Erläuterung und redet breit über Schach (ja, ist auch ein gutes Spiel...). ;)
--- Ende Zitat ---
Ist mir auch aufgefallen, dass ich z. Z. etwas weniger schreibe. Da ich im Augenblick überhaupt nicht spiele, kann ich keine AARs posten, und ich hab es m.E. mit der kritischen Kommentierung etwas übertrieben, weshalb ich einfach mal die Klappe halten wollte. Aber wenn Du mich schon nötigst :) , dann schreib ich mal all das auf, was mir in den Sinn gekommen ist.
Preußen Uniformfarbe: es gibt 2 Farbtöne Preußischblau von Vallejo, die sind signifikant anders als das Königsblau, welches ich für die Franzosen nehme. Ich sehe keine Probleme, die Farbunterschiede darzustellen. Die Uniformen der Linieninfanterie unterscheidet sich aber eh sehr von den Franzosen.
Preußen Organisation: mir gefällt die Gestaltung der preuß. Basen, weil sie nicht so überfüllt sind wie die der anderen Nationen. Man könnte eventuell noch einen Plänklerschirm andeuten.
Ich hab die Preußen (in 6mm) als Gegner meiner geliebten Franzosen gewählt, weil man sie sehr schnell bemalen kann und (vor allem) weil das taktische Konzept der Preußen noch interessanter ist als das der anderen Gegenspieler Napoleons. Als ich mit meinem Korps + Garde fertig war, empfand ich die Armee allerdings eher als unansehnlich, das wollte ich Dir allerdings nicht im Zusammenhang mit Deinen Truppen auf die Nase binden ;) Möchte aber noch anmerken, dass man den Preußen durchaus Farbtupfer geben kann, wenn man möchte.
--- Ende Zitat ---
Deine Kommentare: Ich finde sie eigentlich zumeist ganz witzig und auf jeden Fall bereichernd. Auch in anderen Threads, wo sie manchen manchmal auf die Nerven zu gehen schienen ;) Wenn ich darauf reagiere, erkläre etc. heißt das ja nicht, dass ich mich ärgere, nur, dass ich noch ein erweitertes Verständnis erzeugen will.
Preußen: Ja, Probleme, die verschieden darzustellen von den Franzosen hatte ich ja auch noch nicht. Das weniger überfüllte der Basen liegt eben daran, dass ich da auch dazugelernt habe. Man sieht das auch bei den meisten Briteneinheiten, wo vor allem vor (und ein wenig hinter der Truppe) Platz auf der Base ist und auch bei den neueren Legers-Einheiten (die hier bei Reille sind) oder den neueren Füsiliertruppen (hier bei D´Erlon), die durch HäT-Figuren dargestellt sind. Da habe ich auch eher so eine dreireihige Formation platziert mit Platz vor der Einheit. Bei meinen ersten Basen stehen vorn ja die Musketen über...
Der Gesamteindruck der Preußen ist schon eintöniger als bei jeder meiner anderen Armeen, insofern kann ich das mit unansehnlich nachvollziehen und muss es nicht konkret auf meine Minis beziehen ;). Es ist eine weniger bunte, moderner wirkende Armee (was zur organisatorischen Modernität, die Riothamus bzgl. der preuß. Brigade angesprochen hatte, passt). Aber ich werde da auch noch ein paar Einheiten ergänzen, die eben nicht wie der Standard aussehen. Es gibt ja hellgraue, dunkelgraue Röcke bei bestimmten Einheiten. Russ. Legion in anderer Uniform.
Je mehr eher farbenprächtige Husaren ich ergänze, desto bunter wird es da noch. Insofern da nicht als nächstes die Totenkopfhusaren...
Die schönste Armee bleiben immer noch die Franzosen. Einerseits modern aufgestellt, andererseits farbenprächtig - mit tollen Exoten, aber auch die Linie sieht einfach gut aus und dank mehr Weiß, der Akzente, die Leichte und Grenadiere liefern bunter.
tattergreis:
--- Zitat ---Die schönste Armee bleiben immer noch die Franzosen.
--- Ende Zitat ---
Oui!
Die Westfalen und die Neapolitaner, so interessant sie auch sind, haben einfach nicht genügend Einheiten, um so vielfältig zu sein. Allein die Gardekavallerie und die schwere Kavallerie legen die Messlatte ziemlich hoch.
Maréchal Davout:
Genau!
Maréchal Davout:
--- Zitat von: tattergreis am 30. November 2020 - 10:55:04 ---Bataille de Mont Saint-Jean:
mir fehlt der genaue Überblick über die Situation am rechten Flügel Wellingtons, aber ich habe den Eindruck, dass die dortigen Truppen auch vor dem Zusammenbruch stehen. Das Zentrum ist m. E. verloren, die Armee wird zerschlagen. Eigentlich müsste Wellington den Rückzug antreten, um die englischen Truppen vor der Vernichtung zu bewahren (was für seine Karriere wichtiger als die Verteidigung Brüssels ist imho). Da es aber nur um das Gewinnen eines TT-Spiels geht, wird nun die anglo-alliierte Armee verheizt, um die Chancen der Preußen zu verbessern.
Der frühe Einsatz der Gardegrenadiere und Gardekavallerie ist ja ganz erfolgreich gewesen, Napoleon hat diese Truppen allerdings eher für den Coup de grâce aufgespart. Ist aber verständlich, weil der Franzosenspieler eben weiß, dass er möglichst schnell Wellington zerschlagen muss, da er sonst in eine hoffnungslose Unterzahl kommt. In gewisser Weise ist das Drehbuch für den Ablauf der Schlacht schon vor Spielbeginn klar. Die Alternativen sind nicht gerade üppig.
cheers
--- Ende Zitat ---
Man könnte aus dieser Analyse rauslesen, dass Waterloo eine langweilige Schlacht ist, weil die "Alternativen nicht [...] üppig" sind und vieles am Vorgehen "vor Spielbeginn klar". Aber interessant, spannend wird es beim Spielen komischerweise trotzdem und scheinbar ja auch beim Nachverfolgen als Leser, wie ich euren Rückmeldungen entnehme.
"Eigentlich müsste Wellington den Rückzug antreten, um die englischen Truppen vor der Vernichtung zu bewahren (was für seine Karriere wichtiger als die Verteidigung Brüssels ist imho). Da es aber nur um das Gewinnen eines TT-Spiels geht, wird nun die anglo-alliierte Armee verheizt, um die Chancen der Preußen zu verbessern."
Ich freue mich immer, wenn die Simulation, die sich aus Spielregeln und Entscheidungen der Spieler hier ergibt, deiner Analyse näher kommt, als du denkst! Aber ich möchte dem Verlauf nicht spoilernd vorgreifen (manches kommt euch vielleicht länger vor, als es im Spielverlauf ist, da ich hier zuletzt sehr ausführlich die Auseinandersetzungen Pulse für Pulse beschrieben habe. Schauen wir aber mal, wie lange die anglo-alliierte Armee verheizt werden kann... :)
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