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Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte

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Pappenheimer:
Naja, ich frage mich ja, was dieses sich nun noch weiter zurückhaltende preußische Korps auch noch ausrichten sollte. Bei der Geschwindigkeit des ersten preuß. Korps, das eintraf, würden die doch auch noch Stunden brauchen um auch nur in Geschützreichweite von Papelotte zu kommen. Wahrscheinlich ist bis dahin Mitternacht... Wenn es so unwahrscheinlich war, dass Wellington diesmal das Sammeln überstand, müsste schon ne Menge schief gehen, dass er die nächste Runde (Stunde?) überlebt. Die Franzosen müssen halt sehr vorsichtig gegenüber den Preußen agieren. Der Angriff mit Lobau gegen die britische Linke scheint ja am ehesten noch Aussichten zu haben, da alles, was man ins Zentrum warf, leicht mittlerweile auch zwischen "Briten" und Preußen aufgerieben werden könnte.

Was mir bei dem Spiel besser gefällt als bei vorigen, dass der Spieler von Napoléon eben auch zu knabbern hat und die Preußen einen eigenen Faktor darstellen, die aber auch was zu tun kriegen und nicht erst kommen, als Wellington alles weggeblasen hat.

tattergreis:
Die wichtige Frage ist meines Erachtens nicht, ob Wellingtons Truppen brechen, sondern wie spät es ist.
Wenn es erst Nachmittag ist, dann schwebt Napoleon noch in der Gefahr, eine vollständige Niederlage gegen zwei preußische Korps zu erleiden, ist es abends, dann könnte er einen strategischen Sieg erringen, einfach wenn er das Schlachtfeld behauptet (wir wissen ja, dass Grouchy bei Wavre gewinnt :) )
Wie schon erwähnt, ist das Eintreffen von preuß. Truppen im Raum Plancenoit viel interessanter und wirksamer als das Eintreffen am linken Flügel Wellingtons. Zieten würde durch Bedrohen der Nachschubwege Napoleon den angesprochenen Vorteil der inneren Linie ja wieder nehmen.

Clausewitz hat über den Feldzug von 1815 geschrieben, er hat vehement darauf hingewiesen, wie waghalsig Napoleon vorging. Und egal wie kritisch man TT als Simulation gegenübersteht  ;), so kann man doch auch bei diesem Spiel erkennen, dass selbst ein beeindruckender Sieg Napoleons gegen Wellington ihn nicht nach Brüssel führt.

Maréchal Davout:

--- Zitat von: D.J. am 01. Dezember 2020 - 14:27:23 ---Ooooh ... die Lage ist für Frankreich nicht von Übel, denn eure Lordschaft von Gernegroß und Möchtegern spürt das Schwitzwasser die Kerbe hinab perlen ;D
(Merksatz: Scheint dir die Sonne auf die Knifften, geht dir die Sanella stiften! :o)
Aber die Preußen!
Die könnten das erhoffte, weiße Gold sein, um den Hintern eurer Lordschaft wieder trockenzulegen!
Puuuuh, da bin ich echt unsicher, ob der Kaiser das noch richten kann, wenn diese ärgerliche Sache mit den Briten und ihren Lakaien länger dauert.
Ich bin gespannt, verwette aber keinen Sou an Sold, solange die Preußen ante Portas stehen ;)

--- Ende Zitat ---

 ;D Ja, den Sieg haben die Franzosen noch nicht in der Tasche!

Maréchal Davout:

--- Zitat von: Pappenheimer am 01. Dezember 2020 - 14:55:26 ---Naja, ich frage mich ja, was dieses sich nun noch weiter zurückhaltende preußische Korps auch noch ausrichten sollte. Bei der Geschwindigkeit des ersten preuß. Korps, das eintraf, würden die doch auch noch Stunden brauchen um auch nur in Geschützreichweite von Papelotte zu kommen. Wahrscheinlich ist bis dahin Mitternacht... Wenn es so unwahrscheinlich war, dass Wellington diesmal das Sammeln überstand, müsste schon ne Menge schief gehen, dass er die nächste Runde (Stunde?) überlebt. Die Franzosen müssen halt sehr vorsichtig gegenüber den Preußen agieren. Der Angriff mit Lobau gegen die britische Linke scheint ja am ehesten noch Aussichten zu haben, da alles, was man ins Zentrum warf, leicht mittlerweile auch zwischen "Briten" und Preußen aufgerieben werden könnte.

Was mir bei dem Spiel besser gefällt als bei vorigen, dass der Spieler von Napoléon eben auch zu knabbern hat und die Preußen einen eigenen Faktor darstellen, die aber auch was zu tun kriegen und nicht erst kommen, als Wellington alles weggeblasen hat.

--- Ende Zitat ---

Ich hätte auch gern gehabt, dass die Preußen alle früher gekommen wären. Pirch und Ziethen kommen nun zum spätest möglichen Zeitpunkt (vom Würfeln her), Bülow ist nur einen Zug früher gekommen als der spätest mögliche Zeitpunkt und hätte bei besserem Würfeln auch früher kommen können. Trotzdem finde ich gut, dass sie nicht zu fixen Zeitpunkten kommen.

Dein Rat für Napoleon, vorsichtig zu sein, ist gut. Wenn er jetzt unvorsichtig Brigaden gegen die Preußen verliert und seine Moral bricht, wäre es ein alliierter Sieg.

Ich schätze, es ist jetzt so 18:30-19 Uhr (gut zwei, zweieinhalb Stunden Helligkeit bleiben...). Es wird in der Tat knapp für die nachfolgenden preuß. Korps noch zur Wirkung zu kommen.

Spiel insgesamt: Ja, es ist knapper als jedes bisherige Spiel bei mir. Wenn ich bisher Napoleon spielte, habe ich so deutlich gewonnen, dass die Preußen dann auch egal waren und wenn ich Wellington war, war Napoleon auch so gut im Schach, dass er einfach kapituliert hat, sobald auch noch die Preußen kamen, diesmal ist es schon offener...

Maréchal Davout:

--- Zitat von: tattergreis am 01. Dezember 2020 - 15:47:16 ---Die wichtige Frage ist meines Erachtens nicht, ob Wellingtons Truppen brechen, sondern wie spät es ist.
Wenn es erst Nachmittag ist, dann schwebt Napoleon noch in der Gefahr, eine vollständige Niederlage gegen zwei preußische Korps zu erleiden, ist es abends, dann könnte er einen strategischen Sieg erringen, einfach wenn er das Schlachtfeld behauptet (wir wissen ja, dass Grouchy bei Wavre gewinnt :) )
Wie schon erwähnt, ist das Eintreffen von preuß. Truppen im Raum Plancenoit viel interessanter und wirksamer als das Eintreffen am linken Flügel Wellingtons. Zieten würde durch Bedrohen der Nachschubwege Napoleon den angesprochenen Vorteil der inneren Linie ja wieder nehmen.

Clausewitz hat über den Feldzug von 1815 geschrieben, er hat vehement darauf hingewiesen, wie waghalsig Napoleon vorging. Und egal wie kritisch man TT als Simulation gegenübersteht  ;), so kann man doch auch bei diesem Spiel erkennen, dass selbst ein beeindruckender Sieg Napoleons gegen Wellington ihn nicht nach Brüssel führt.

--- Ende Zitat ---

Also, wie eben geschrieben, wohl so 18:30 ist es. Es könnte noch für einen Einsatz von Pirch und Ziethen reichen. Hm... es ist so verführerisch, sie über die Straße (und da wo Bülow bei mir aufmarschierte) kommen zu lassen. Der Weg auf der anderen Seite des Bois de Ohain ist weiter ins Geschehen und es gibt keine Straße da (da ist die Befürchtung, dass man aufgrund der knappen Zeit vor Dunkelwerden nicht mehr ins Geschehen kommt)... Aber deine Argumente sind schon gut für einen Aufmarsch dort (Richtung Placenoit). Geht die Schlacht in einen zweiten Tag und Napoleon behauptet seinen Rückzugsweg, sollte dann eigentlich ein Eintreffen Grouchys spieltechnisch möglich sein? (wie cool wäre das denn?)

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