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Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte

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Pappenheimer:

--- Zitat von: tattergreis am 07. Dezember 2020 - 09:41:21 ---Jena ist da viel einfacher. 

--- Ende Zitat ---
Zumindest das Eintreffen der 13.000 Mann unter Rüchel könnte man ähnlich wie bei Waterloo mit den Preußen verschieden ungewiss machen.
Obendrein wäre denkbar, dass die Preußen und Sachsen gewisse Siegbedingungen kriegen, die das Spiel interessant machen, z.B. halten bestimmter Stellungen bis zu einem gewissen Zeitpunkt oder wie bei meinem Rottofredo- und Pfaffenhofen-Szenario Sieg beim Retten einer bestimmten Anzahl von Einheiten (in Grande-Armee Brigaden). Auch hier wieder super spannendes Schlachfeld, das ich von eigener Anschauung her gut kenne.  8)

Maréchal Davout:

--- Zitat von: Pappenheimer am 07. Dezember 2020 - 08:41:02 ---Ich würde es an Deiner Stelle trotz der falschen Uniformen machen. Die Frage ist, ob und wie Du die Unübersichtlichkeit und den Nebel einbaust, ob es eine (unwahrscheinliche) Chance gibt, dass Bernadotte doch noch den Weg aufs Schlachtfeld findet oder ob es per Würfelwurf entschieden wird, wann der preußische Oberbefehlshaber ausfällt? Und können die Preußen ihre Einheiten dann noch schlechter bewegen, wenn FW III. am Ruder ist und die Preußen "steuert"?

Immerhin würden Deine Fachwerkhäuschen hübsch zu der Landschaft passen. Die Gegend bei Auerstedt ebenso wie bei Jena ist sehr reizvoll und ich würde mich schon auf bewaldete Hügel und Hochplateaus mit tiefen Einschnitten freuen.

--- Ende Zitat ---

Unübersichtlichkeit und Nebel: Da gibt es gute Grande Armée-Regeln einmal bzwl. Gelände/Terrain und dann einfach für Nebel.

Bernadotte würde ich wohl keine Chance geben. Vielleicht ein kleines Zusatznachspiel des Duells zw. Davout und Bernadotte (Davout wollte nach der Schlacht ja Bernadotte zum Duell fordern - wenn man ein bisschen was über Davout weiß, weiß man, dass das sonst nicht gerade seine Art war - wurde ihm dann aber ausgeredet) ;)

Bei dem Ausfall von Kommandeuren würde ich wieder einfach die normalen Regeln für den Ausfall von Anführern benutzen. Ich würde da auch keine erhöhten Chancen für den Tod von Leuten einbauen, die historisch tatsächlich gestorben sind, wie du es bei Roccoux gemacht hast. Die hatten real ja zufällig Pech, das kann, muss aber im Spiel nicht wieder passieren. Ich finde, dass es bei der Simulation nicht darum geht, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das historische Ergebnis geht, sondern um ähnliche Startbedingungen, was dann passiert, passiert. Wenn man, quasi einem rollenspielerischen Ansatz folgend, eine Person öfter in Gefahr/Nähe zum Gefecht begibt, kann das ja trotzdem passend sein.
FW III. hat sein recht schlechtes Rating als Oberbefehlshaber. Das wird dann einfach angewandt und führt zu einer schlechteren Lenkung der Truppen und weniger Command Points.

Maréchal Davout:

--- Zitat von: tattergreis am 07. Dezember 2020 - 09:41:21 ---Auerstedt lebt doch davon, dass die Preußen vollkommen  die Situation verkannten, am Besten man spielt diese Schlacht, ohne dass der Preußenspieler es weiß  :)
Auch Austerlitz lebt doch von einer Täuschung und der Inflexibilität der Alliierten, gar nicht zu sprechen von den Kommunikationsschwierigkeiten.

@MD: Das faszinierende an Auerstedt ist die enorme taktische Flexibilität der Franzosen, wie willst Du das denn darstellen?

Jena ist da viel einfacher.  :-\

--- Ende Zitat ---

Tattergreis, du solltest dir mal mein Spiel La Grande Armée von Sam Mustafa beschaffen und lesen (und spielen!). Vielleicht findest du dann auf einmal dein großtaktisches Lieblingswargame!?
Ich merke durch eure Überlegungen zu Szenarien, wie gut mir das Regelwerk vorkommt, weil es eben die angesprochenen Aspekte schon durch die allgemeinen Regeln berücksichtigt, so dass man nicht für jedes Szenario spezielle Sonderregeln braucht (das finde ich ziemlich gut an einem Regelwerk).

Die taktische Flexibilität ist durch das modernere Kommandosystem der Franzosen (einen besseren Schlüssel für Command Point-Bezug im Vergleich zu traditionellen Armeen), bessere Bewegungswerte der Einheiten etc. berücksichtigt.
Mit Spielleiter zu spielen und den Preußenspieler passend zu den konfusen Verhältnissen zu briefen, ist eine super Idee (und auch nicht zu sagen, welche Schlacht man spielt).

Austerlitz habe ich hier auch schon als ausgearbeitetes Szenario liegen. Bei sowas macht es den meisten eben viel mehr Spaß, die Franzosen zu spielen. Aber was Pappenheimer über die Siegbedingungen sagt, weißt schon in eine interessante Richtung - es ist ja schon ein Erfolg, besser abzuschneiden als die historischen Vorbilder z.B..

Pappenheimer:

--- Zitat von: Maréchal Davout am 07. Dezember 2020 - 12:12:58 ---Bei dem Ausfall von Kommandeuren würde ich wieder einfach die normalen Regeln für den Ausfall von Anführern benutzen. Ich würde da auch keine erhöhten Chancen für den Tod von Leuten einbauen, die historisch tatsächlich gestorben sind, wie du es bei Roccoux gemacht hast. Die hatten real ja zufällig Pech, das kann, muss aber im Spiel nicht wieder passieren. Ich finde, dass es bei der Simulation nicht darum geht, eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das historische Ergebnis geht, sondern um ähnliche Startbedingungen, was dann passiert, passiert. Wenn man, quasi einem rollenspielerischen Ansatz folgend, eine Person öfter in Gefahr/Nähe zum Gefecht begibt, kann das ja trotzdem passend sein.
FW III. hat sein recht schlechtes Rating als Oberbefehlshaber. Das wird dann einfach angewandt und führt zu einer schlechteren Lenkung der Truppen und weniger Command Points.

--- Ende Zitat ---
Das klingt ja alles sehr plausibel - wobei die weniger Command Points dann doch eigentlich der Herzog von Braunschweig bekäme oder aber FW III., falls der Herzog fällt?

Die von Little Wars TV haben ja für ihre herrliche Marengo-Campagne auch vollkommen unpassende Minis verwendet und das tat dem Spaß nur teilweise einen Abbruch.

Ich denke, dass generell 1806 interessant ist auch von daher, weil man heute die Stärke der preußischen Truppen ja doch eher anders einstuft, als es noch vor 30-40 Jahren der Fall war, wo man die vielen Inovationen unter FW II und FW III übersah. Außerdem wird so manch einer, der sich intensiver mit den Schlachten beschäftigte z.B. den Preußen bei Jena eine erhebliche Widerstandskraft zubilligen.

Auf jeden Fall wäre der 1806er Feldzug mal was, was ich mit richtiger Spannung erwarten würde wie es bei Dir ausgeht, insbesondere wenn Du selber die Preußen spielst. Als Teaser vielleicht Saalfeld? Aber das ist für Grande Armee wahrscheinlich zu klein...

Maréchal Davout:
Der Herzog von Braunschweig ist auch nicht so hoch eingestuft. Erstmal kommt sein Rating zum Tragen, wenn der aber stirbt und FW III. übernimmt, wird aber dann mit dessen Rating jeden Spielzug gewürfelt, was so an Punkten kommt.
Wäre Wellington gestorben und Uxbridge hätte übernommen, hätten die Briten auch weniger Punkte ab dem Moment (es gibt ja die herrliche Szene im Film Waterloo, wo Uxbridge fragt, was der Plan denn sei, schließlich sei er der Second in Command und Wellington lapidar sagt, to beat the French - was super zu Wellington passt, der sehr viel selbst regelte und für den Fall seines Todes der Meinung wäre, soll der andere für seinen Ruhm sich doch auch eigene Gedanken machen).

Wenn ich statt 1806 stattdessen für dich eher andere, langweiligere Szenarien spiele, entschuldige ich mich hiermit schonmal im Vorfeld. Vor allem nehme ich es aber als Anregung, wie spannend 1806 sein könnte!

Im Austerlitsszenario gibt es so eine schöne Idee des Bereichs Alternatives/Play Balancing: Franz I. und Alexander von Russland machen einen Reitausflug anstatt dazwischen zu funken und behindern Kutuzow daher nicht im Kommando - schon steigt das Rating der russ.-österreich. Führung ;)

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