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Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
Riothamus:
Nachdem ich gestern ziemlich lang geschrieben hatte, machte plötzlich der Browser dicht. Daher jetzt der erste Teil in Kurzversion:
Leipzig (160.000 Preußen) ist da -für absolute Zahlen- sicher der heißeste Kandidat. Aber da die Truppen der Allianz 1813/14 meist fröhlich durchmischt waren, gebe ich da nur zu 98% ein Urteil ab. Wenn es um die preußischen Truppen unter preußischem Kommando geht, war es allerdings mit weniger als 40.000 Mann Preußen (und 66.000 Russen) unter Blücher ein kleineres Ereignis.
Die preußische Heerschau finde ich natürlich besonders fein und großartig. Bemerke ich da einen Meilenstein hinter dem rechten Flügel? Das ist mal eine gute Idee für ein Geländestück. Einfach darzustellen und typisch für das 18. und 19. Jahrhundert. Ich werde nicht umhinkommen, solches zu kopieren. Auch die verbündeten Kontingente wissen zu gefallen.
Und der Baukasten für Gehöfte ist hervorragend gelungen. Ich würde alles einzeln basieren. Gehöfte sind ja recht groß und so sind dann auch Gebäude einzeln oder als Dörflein einsetzbar. Für eine häufiger benutzte Konfiguration würde ich mir eine extra-Base anfertigen, um alles schnell und einfach aufsetzen zu können und so den Aufbau zu beschleunigen. Werden darauf Wände, Türen und Fenster markiert, sind als Nebeneffekt auch alle Gebäude bespielbar.
Wenn eine Konfiguration häufiger gestellt werden soll, hilft es allerdings für diese eine eigene Base bereitzuhalten, auf die die Gebäude dann gestellt werden können. Sind die Mauern markiert, können Türen und Fenster ebenfalls leicht markiert werden, so dass nicht nur der Aufbau schneller geht, sondern auch jedes Gebäude auch ohne weiteres bespielbar ist. Ob dir solches gefällt, ist dann natürlich wieder eine andere Frage.
Was die Mauerhöhe angeht, erwecken die Zeichnungen und Gemälde auch bei mir den Eindruck, dass sie so hoch war, dass nicht hinüber geschaut werden konnte. Auf die genaue Höhe würde ich mich da aber nicht festlegen. Mit den heutigen Mauern auf dem Schlachtfeld gibt es ein paar Probleme. Einerseits sind wir im Schnitt heute größer und andererseits sind die Mauern auf dem Schlachtfeld heute wohl alle irgendwann verändert, ja bei Hougoumont sogar -teils vor der alten Mauer, teils auf ihren Resten- ganz neu gebaut worden. Davon lässt sich also auch nichts ableiten. Es bleibt also wieder einmal nur Sibornes Modell, wenn man noch genauer werden will.
Was die Mauerdicke angeht, ist die aufgrund der abschließenden Platten nicht richtig zu erkennen. Zudem waren Mauern - gerade Bruchsteinmauern - früher zumindest etwas dicker. Wenn wir dann noch bedenken, dass selten jemand so genau hinschaut, sehe ich da für Wargaminggelände eher kein Problem. (Zumal ja auch die Mauern auf dem Schlachtfeld tatsächlich auch als gewisses Annäherungshindernis gedacht waren, was ja auch in der Dicke symbolisiert werden kann, wenn es in Regeln darauf ankommt. Wir müssen ja bedenken, dass es dort sehr lange sehr unsichere Zeiten gab, die 1815 gerade einmal 100 Jahre zurücklagen. )
D.J.:
Ein beeindruckender Anblick, deine Preußen :) Da weiß ich dann ja, was ich da beizeiten noch vor mir habe und freue mich schon darauf :D
Maréchal Davout:
@Riothamus:
Danke für dein Lob und Feedback!
Es gibt sogar zwei Meilensteine in den Fotos (ein kleinerer vor und ein größerer hinter den Preußen), gefallen mir auch sehr.
Deine Tipps zu den Gebäuden finde ich sehr sinnig. Sie bestärken meine Pläne.
Das coole am Aufbau meiner Russen ist, dass längst bevor Borodino spielbar wird, genau diese typische Durchmischung von 1813/14 darstellbar wird.
Viele Grüße
Felix
Maréchal Davout:
--- Zitat von: D.J. am 11. Januar 2021 - 06:41:35 ---Ein beeindruckender Anblick, deine Preußen :) Da weiß ich dann ja, was ich da beizeiten noch vor mir habe und freue mich schon darauf :D
--- Ende Zitat ---
Danke! Freue dich! In Kunststoff würde ich bei der Landwehr heute wohl Strelets und HäT nehmen!
Riothamus:
Teil 2 meines Posts:
Was nun das Belgische Fachwerk eingeht, habe ich da das Problem, dass ich dazu keine eigene Anschauung habe, weil ich fast immer, wenn ich in Belgien war, nur durchgefahren bin. Es wird aber meist beim niederländischen Fachwerk mitbehandelt, wenn ich es richtig überblickt habe. Allerdings kommt Fachwerk hauptsächlich im Osten des Landes vor. Auf Abbildungen der Region südlich Waterloos habe ich keines gesehen. Doch mag es mir einfach nicht aufgefallen sein.
Mühlen gab es da. Westlich von Plancenoit muss eine gewesen sein. Napoleon nutzte sie zeitweise wegen des Überblicks. An Bildern habe ich jetzt nur das gefunden: https://www.waterlooassociation.org.uk/wp-content/uploads/2018/06/Mudford-G-e1530370966189-1024x769.jpg
Was nun das Kirchlein angeht, habe ich versucht, es mir genauer ins Gedächtnis zu rufen. Aber irgendwie gelingt es mir nicht, obwohl ich das Set mal selbst fast aus der Grabbelkiste des letzten Modellbauladens in 20 km Umkreis mitgenommen hätte. Ich meine es handelt sich im Original um etwas aus den 50er Jahren. Ich hatte jetzt versucht ein Foto zu finden, was mir nicht gelang. Aber du kannst ja vielleicht welche zeigen?
Auf dem Foto sind natürlich die Ständer zu sehen, auf denen der Helm des Turmes angebracht ist. Da würde ich ganz einfach mit Pappe, Plastik oder Styrodur die Wände mit romanischen oder barocken Schallöffnungen ergänzen. (Vielleicht geht das ja auch mit Magneten.) Wenn es eine Unebenheit zum unteren Teil des Turmes gibt, würde ich die einfach mit einem Pappstreifen hervorheben. Abgesetzte Stockwerke sind ja nicht ungewöhnlich. Dann wäre es ein Kirchlein, vielleicht aus einer kleinen Kapelle umgebaut, wie es sie öfter gegeben haben muss, bevor im 19. Jahrhundert soviele kleine Kirchen abgerissen und neu gebaut wurden. Es gab, glaube ich, noch ein oder zwei Sachen mehr, aber ich kann mich nicht erinnern.
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