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Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte

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Maréchal Davout:

--- Zitat von: Riothamus am 31. August 2021 - 16:59:12 ---Auch von mir wieder ein großes Lob.

--- Ende Zitat ---

Oh danke, Riothamus! Schön, dass die Russen dir auch Freude machen. Wahre Leidenschaft kommt von dir ja immer, wenn ich Preußen zeige bzw. erfreute nachfragen, welches Regiment es ist plus alle Infos zu allen schlesischen Regimentern z.B. (was ich natürlich immer sehr gut fand!). Bei den Preußen bist du wohl am meisten drin bei Napo ;)

Riothamus:
Ja, die Preußen. Eine buntere Truppe gab es einfach nicht. Jedenfalls, wenn man sich nicht nur auf Linieninfanterie, Reserve und Landwehr nach Schema f beschränkt. Genau genommen wäre das auch ganz und gar nicht historisch korrekt. Viele tun es, weil sie es nicht besser wissen oder die Recherche zu teuer oder zu zeitaufwendig ist. Für manches sind auch keine Figuren zu bekommen, oder man muss Kompromisse machen.

Aber meine Kommentare sind derzeit generell kurz, weil sich die Arzttermine jagen und ich im Streß bin. Da bleibt nicht nur die Kreativität auf der Strecke.

Über Russen freue ich mich ja auch wegen der Ähnlichkeit zu den Preußen und einen habe ich ja schon mal bemalt. Aber generell halte ich mich ja zurück, wenn ich eine Uniform nicht schon mal bemalt habe oder wirklich sicher dazu bin. Die Kürassiere finde ich toll. Ich habe eben gerade viel um die Ohren. Und dann ist mir noch ein Buch zum Sumerischen für Autodidakten in die Hände gefallen, jemand braucht Hilfe bei der Ahnenforschung und ein Wespennest an falscher Stelle heischt ebenfalls Aufmerksamkeit...

Maréchal Davout:

--- Zitat von: Riothamus am 04. September 2021 - 14:08:45 ---Ja, die Preußen. Eine buntere Truppe gab es einfach nicht. Jedenfalls, wenn man sich nicht nur auf Linieninfanterie, Reserve und Landwehr nach Schema f beschränkt. Genau genommen wäre das auch ganz und gar nicht historisch korrekt. Viele tun es, weil sie es nicht besser wissen oder die Recherche zu teuer oder zu zeitaufwendig ist. Für manches sind auch keine Figuren zu bekommen, oder man muss Kompromisse machen.

Aber meine Kommentare sind derzeit generell kurz, weil sich die Arzttermine jagen und ich im Streß bin. Da bleibt nicht nur die Kreativität auf der Strecke.

Über Russen freue ich mich ja auch wegen der Ähnlichkeit zu den Preußen und einen habe ich ja schon mal bemalt. Aber generell halte ich mich ja zurück, wenn ich eine Uniform nicht schon mal bemalt habe oder wirklich sicher dazu bin. Die Kürassiere finde ich toll. Ich habe eben gerade viel um die Ohren. Und dann ist mir noch ein Buch zum Sumerischen für Autodidakten in die Hände gefallen, jemand braucht Hilfe bei der Ahnenforschung und ein Wespennest an falscher Stelle heischt ebenfalls Aufmerksamkeit...

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Späte Preußen die bunteste Truppe? Naja, eine französische Armee mit Verbündeten schlägt sie da noch, würde ich zumindest sagen. Bunt heißt da bei den Preußen ja oft, dass sie eben grünen, grauen, schwarzen Rock (statt blauem) etc. mit verpacktem Tschako und weißer oder grauer Hose kombinierten. Dann hier und da mal britische Uniformschnitte oder russische Uniformen. Finde das aber auch interessant und gut, dass es auch mit dieser vielen Abwechslung ein signifikant anders Aussehen ergibt, als z.B. eine französ. Armee.

Gesundheitlich hoffe ich, dass alles gut ist/wird und die Arzttermine wieder weniger werden bei dir, Riothamus!

Ja, bei den Russen gibt es einige starke Ähnlichkeiten zu den Preußen und ich kann und werde sie ab 1813 auch in vielen Schlachten zusammen einsetzen können, was mich besonders freut. Mit Preußen allein geht da nämlich oft nicht viel, wie ich feststellen musste...

Summerisch für Autoditakten? Das klingt ja spannend! Halt uns da auf jeden Fall auf dem Laufenden :)

Riothamus:
Erstmal zum Sprachausflug:
Sumerisch ist ja eine agglutinierende Sprache, was -ja, gut, neben der ältesten Schrift- auch der Grund ist, dass ich sie mir mal näher anschauen will. Das macht es aber auch einfacher, weil es wenig Unregelmäßigkeiten zu lernen gibt und auch die schematische Art der Übersetzung, bei der erst die grammatische Struktur markiert wird, macht es einfacher als etwa im Lateinischen, egal, ob abgefragt oder 'gelesen' wird. Es gab sogar mal den Ansatz, im deutschen Lateinunterricht ähnlich zu verfahren. Das Ganze soll drei Bände umfassen und ist so leicht gestaltet, dass ich den ersten innerhalb eines Tages ein erstes Mal schnell durchgelesen habe. Natürlich hat es sprachlich Interessierte im Blick, die zwar eine gute Grundlage haben wollen, aber, wenn sie mehr Vokabeln wollen, selbst auf Wortlisten zurückgreifen können, die im Netz frei verfügbar sind und ab einem gewissen Punkt eher eine Grammatik heranziehen, wenn sie mehr wollen. Ähnlich ist es mit den Schriftzeichen, von denen es, als das System ausgereift war, je noch Angabe 600 bis 800 gab. Wenn der Student da gleich 600 lernt, sind es hier etwas über die Hälfte. Zugleich mit den Wortlisten sind im Netz auch die Zeichen verfügbar. Bisher gibt es ausführliche Grammatiken, Wortlisten und Unikurse. Das ist nicht jedermanns Sache. Es ist also nicht nur für den interessierten Laien, sondern eine generelle Einstiegshilfe. Sprachliche Vorbildung (außer Kenntnis des Englischen natürlich) wird nicht vorausgesetzt, hilft aber ungemein. Ob ich tatsächlich Vokabeln und Schriftzeichen lerne oder mir 'nur' die Grammatik mal genauer anschaue, kann ich noch nicht sagen. Wie gesagt, als agglutinierende Sprache erscheint mir Sumerisch interessant; andere wie Japanisch, Finnisch und Ungarisch bieten da zusätzliche Schwierigkeiten, während einfachere Sprachen weniger nützlich oder interessant sind. Ich habe mal über Türkisch nachgedacht, was ja auch hierzulande nützlich sein kann, aber dann fiel mir dies Buch in die Hände: Joshua Bowen, Megan Lewis, Learn to Read Ancient Sumerian An Introduction for Complete Beginners, o.O. 2020 (ISBN 9781734358605), falls sich noch jemand für abwegige Sprachen interessiert. Die weiteren zwei Bände müssen noch erscheinen. Alle 2 bis 3 Jahre wäre da nicht ungewöhnlich, aber natürlich nichts für ungeduldige. Dafür gibt es eine Youtube-Serie. Aber ich bevorzuge eben noch Bücher. In diesem Fall ist das Buch auch eindeutig von wesentlich höherer Qualität, dennoch hier der Link, falls jemand nur mal hineinschnuppern will: https://www.youtube.com/playlist?list=PLmXNllWcFFRMmBT5LPn34iPK1qENBgF1M

Bei den Preußen waren die Uniformen ja gerade unterschiedlich geschnitten und die Neuuniformierung 1815 keineswegs abgeschlossen. Wir bauen ja selten komplette Armeen, und mit bis zu vier Uniformen pro Regiment, ist, bei richtiger Zusammenstellung, eine Einstiegshürde schon mal erleichtert. In dem Zusammenhang finde ich dann auch den Tschakoüberzug toll, den ja meist auch die anderen haben müssten. Genauso wie eine Dienstuniform und Lagermütze. Denken wir nur an die Französischen Einberufenen von 1814/15. Aber ich gebe zu, dass das bei mir damit zusammenhängt, dass jemand mal ernsthaft von den abwechslungsreichen Britischen Uniformen sprach - für mich der Inbegriff von zwar prächtig, aber eintönig und langweilig und noch dazu sehr schwer zu bemalen. So lange jemand nicht Brite ist, kaum eine Einsteigerarmee.

Ja, für 1813 haben Russen und Preußen ihre Truppenverbände pragmatisch gemischt. Schon bei den Österreichern war es weniger. Wer nur Bataillone verschiebt, dem fällt es weniger auf. So, ich muss eine Pause machen, die Hand macht beim Tippen nicht mehr mit. Wenn ich Pech habe, gibt es morgen einen Gips. Soviel zu allen meinen Hobbyplänen für dieses Jahr...

Maréchal Davout:

--- Zitat von: Riothamus am 05. September 2021 - 14:25:50 ---Wir bauen ja selten komplette Armeen, und mit bis zu vier Uniformen pro Regiment, ist, bei richtiger Zusammenstellung, eine Einstiegshürde schon mal erleichtert. [...] Aber ich gebe zu, dass das bei mir damit zusammenhängt, dass jemand mal ernsthaft von den abwechslungsreichen Britischen Uniformen sprach - für mich der Inbegriff von zwar prächtig, aber eintönig und langweilig und noch dazu sehr schwer zu bemalen. So lange jemand nicht Brite ist, kaum eine Einsteigerarmee.

--- Ende Zitat ---

Es ehrt mich, dass du schon wieder so viel geschrieben hast, Rio! :)

Zu den Armeen: Ich baue ja komplette Armeen, da ich sowas wie Waterloo, Austerlitz oder Aspern-Essling komplett spielen will. Eine Einheit ist eine Brigadebase, bei den Preußen ein Regiment. Dort will ich in der Regel nur eine der vorhandenen Uniformen repräsentieren (evtl. noch 2 Plänkler mit anderer Uniform). Sonderuniformschnitte und Farben sollten für mich über die Gesamtarmee verteilt so häufig vorkommen, wie sie im Schnitt auch real mengenmäßig vorkamen. Wenn also 3/4 aller Einheiten blaue Röcke, graue Hosen und den normalen Tschako trugen und ich mache 20 Regimenter, dann werden auch ca. 15 Bases so uniformiert.
Bei den Briten gebe ich dir recht, prächtig, aber nicht sehr abwechslungsreich. Immerhin gibt es die Grünröcke, 1815 Stovepipe- neben Belgic Shako, dann mal hannoversche Landwehr mit roten Mützen, Braunschweiger in Schwarz, Kavallerie bringt auch etwas Abwechslung rein. In Spanien waren sie wohl langweiliger als bei Waterloo was die Vielfalt anging ;) Da haben sie nur Portugiesen und Spanien an ihrer Seite teils und tragen die längste Zeit alle Stovepipe Shako.

Der Faktor, wie schwer etwas zu bemalen ist, ist aber auch nicht unwichtig. Nach meiner zwingenden Erstwahl Franzosen (kämpfen auf jedem Schauplatz, sind die schönsten und mir liebsten!), wählte ich erstmal Österreicher, die für mich ziemlich einfach zu bemalen waren, dann erst Briten und Preußen, die ich für Ligny und Waterloo dann doch mal haben wollte. Zuletzt die schönen Russen, als Schmankerl zum Schluss. Preußen direkt nach Frankreich hätte ich wegen der Mehrzahl blauer Röcke bei beiden Armeen schon nicht gemacht.

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