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Autor Thema: Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker  (Gelesen 37694 mal)

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Alfadas Mandredson

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Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker
« Antwort #30 am: 05. November 2015 - 08:37:00 »

Combobreaker :whistling:

Wollte schon lange mal sagen, das ich dein Blog erste Sahne finde und immer wieder gerne reinlese.

GrĂŒsse
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Die Geschichte hat bewiesen, dass es keine unbesiegbaren Armeen gibt.

Strand

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Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker
« Antwort #31 am: 05. November 2015 - 09:55:54 »

Love me some Billy Idol in the morning. Those were the days! :)

Mit der CRISIS geht es mir wie mit der Salute: Trotz Erweiterung des Spieleangebots ist es mir zu kurz & zu weit weg. Ich bin vom Background eher Zocker als Shopper, und daher lohnt sich die Reise nur, wenn man ein langes Wochenende in einer grĂ¶ĂŸeren Runde daraus baut.
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moiterei_1984

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Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker
« Antwort #32 am: 05. November 2015 - 19:37:19 »

Ich denke das Sdkfz 247 wird ĂŒber kurz oder lang wohl auch den Weg in meine Sammlung finden. SpĂ€testens auf der Tactica werd ich da wohl am Stand stehen  :thumbup:

SiamTiger

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Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker
« Antwort #33 am: 08. November 2015 - 20:23:11 »

Ich bin zurĂŒck! Von einem kompletten Wochenende in Antwerpen, habe die Zeit abseits der Show damit verbracht die Stadt zu erkunden (dazu spĂ€ter mehr). Es war die 20. Crisis, veranstaltet von den Tinsoldiers of Antwerp, und ich beginne mit meiner \"Ausbeute\" von der Show.



Wieder einmal war die Show hervorragend geplant und umgesetzt. Hut ab! an die Veranstalter. Der Goodie-Bag der im 10 Euro Ticket enthalten ist, ist gut gefĂŒllt. Unter anderem zwei Gussrahmen (bei mir waren es Bolt Action Japaner und Conquest Games BogenschĂŒtzen, andere hatten Antares oder andere historische Gussrahmen drin), die Crisis Gazette, ein Acrylmaßstock, ein SchlĂŒsselanhĂ€nger und die Eventminiatur. Außerdem gab es einen JubilĂ€umsbutton fĂŒr 3 Euro und einen besonderen Kelch mit hellem oder dunklem Bier fĂŒr 4,8i0 Euro, die ich mir beide geholt habe um die Veranstalter zu unterstĂŒtzen. Die Miniatur in diesem Jahr wurde wieder einmal vom talentierten Paul Hicks modelliert und stellt Jean-Baptiste Decoster (die Miniatur könnte aber auch Ebenzer Scrooge darstellen :D ) da, den widerwilligen FĂŒhrer bei Waterloo.



Zusammen mit den beiden neuen Giants in Miniature Neuheiten, die ich bei Wargames Illustrated gekauft habe (und einen netten Bonus Simon de Montford als Abo-Inhaber bekam), landete die Eventminiatur in meiner Box limitierter SchÀtze.



Ich habe ein Set ResinschĂ€tze von Ristuls Market bei Annie, der Dice Bag Laddy, vorbestellt und die neuen Bases von Heer46 gekauft, die ihm Elmar von Stronghold Terrain gebaut hat. Bei Fantasy Warehouse habe ich mir die Rubicon Neuheiten sowie zusĂ€tzliche Opel Blitz besorgt, da auf der Spiel der Bestand zĂŒgig abverkauft war. Und bei Crooked Dice habe ich mich ĂŒber den neuen 7TV Dicestarter informiert und den Danger 5 Starter Cast fĂŒr 7TV gekauft.



Ein absolutes Muss ist der Besuch bei Games n Stuff, einem niederlĂ€ndischem HĂ€ndler, auf der Crisis. Denn wenn die Angebote machen, Junge, machen die Angebote. Oranger Sticker heißt 2 Euro pro Blister, kauf 5 - der 6. ist umsonst. Alles auf dem Bild unten waren zusammen 25 Euro. Hab mir ein paar nette Scheibenwelt-Miniaturen besorgt, ein paar Sci-Fi Packs und diese Wolsung Orks, die einen guten Satz Magier und Lehrling machen.



Wer sich ĂŒbrigens gefragt hat, wie die Perry Miniaturen gelagert und geliefert werden, manchmal als Blister, und manchmal in diesen kleinen schwarzen und grauen Boxen.



Ich hab mir etwas deutsche Besatzung fĂŒr die Opel Blitz und anderen Fahrzeuge meines Afrikakorps besorgt. Und zwei Vignetten, General Gordon\'s Last Stand nach dem GemĂ€lde von George W . Joy, und eine Napoleonische Szene aus Waterloo. Abschließend dann noch etwas UnterstĂŒtzung fĂŒr meine Kreuzritter, zusĂ€tzliche 4 Punkte fĂŒr die Bande.



Wow, was fĂŒr ein Wochenende. In den nĂ€chsten Tagen wird es die weitere Berichterstattung geben, wĂ€hrend ich mich erst mal ausruhe und einen angenehmen Sonntagabend genieße.

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Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker
« Antwort #34 am: 12. November 2015 - 08:04:49 »

Oh Junge! Was ein glorreiches Wochenende am letzten Samstag zur 20. (!) Crisis! Wieder einmal luden die Tinsoldiers of Antwerp in den Hangar 29 zur 15er Crisis und ich war bei weitem nicht alleine.



Wie gewohnt gibt es einen schicken Goodie Bag zusammen mit dem Ticket am Eingang, und die Gastgeber kĂŒmmern sich um ihre GĂ€ste und Aussteller. Direkt am Eingang wurde man von zwei Cosplayern begrĂŒĂŸt, einem Info-Stand (an dem es auch die limitierten Buttons und Waterloo Kelche gab) und dem gut organisiertem Catering.

Im ersten Teil meiner Berichterstattung möchte ich mit dem Vorurteil aufrĂ€umen, die Crisis wĂ€re nur eine Verkaufsveranstaltung. Es gibt zahlreiche Spieltische und die meisten sind fĂŒr Demo- und VorfĂŒhrspiele. Also packt mal fĂŒr einen Moment eure Geldbeutel weg und spielt eine Runde mit!

Zahlreiche Tische hatten historische Setting, wie die makedonische Schlacht oben, oder die zweite Weltkrieg und Napoleonischen Tische unten.


Manche hatten imposante GelÀndeaufbauten, wie der funktionierende Leuchtturm oder den eingeschneiten Bastogne Tisch des Kriegsmuseums.


Und von 40mm, ĂŒber 28 und 15mm bis hin zum kleinen Maßstab von Dystopian Wars, konnte man große Schlachten und Skirmishs finden.


Waterloo wurde hÀufig gesichtet, wie bspw. oben La Haie Sainte, aber es gab Abwechslung, wie die Aliens vs. Predator, maritimen oder erste Weltkriegs-Tische unten. Es gab sogar einen Crush the Kaiser Ableger in Mexico, haltet Fritz vom Tequila fern!


So eine Veranstaltung bietet natĂŒrlich ein paar RaritĂ€ten und seltene Anblicke, wie eine neuwertige Mighty Empires box (alle Miniaturen sind noch im Gussrahmen!) und jemand der seinen gerade erst gekauften Titan auf fehlende Teile prĂŒfte (das Teil war riesig!).


Ein Tisch der mich lÀnger befasst hat, war das Black Ops Spiel das vom Autor selbst betreut wurde - Guy Bowers. Es ist ein interessantes modernes Szenario, hier mit den vorbemalten 4Ground GebÀuden des mittleren Osten. Ich warte gerade selbst auf das bestellte Buch, da ich nicht die Chance hatte, eine Kopie auf der Show zu erstehen.


Nun habt ihr ein paar der Tische gesehen und hier gibt es den ersten Schnitt und das Ende von Teil 1 meiner Berichterstattung zur Crisis. Hoffe es hat euch gefallen und ich konnte euch davon ĂŒberzeugen, der Show nĂ€chstes Jahr eine Chance zu geben oder ein paar Bilder von Dingen die ihr verpasst hat.

Link: Tinsoldiers of Antwerp

SiamTiger

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Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker
« Antwort #35 am: 13. November 2015 - 07:08:37 »

Weiter geht es mit den HĂ€ndlern und Herstellern feiner Miniaturen. FB ist ein bekannter und regelmĂ€ĂŸiger Aussteller auf der Show. FĂŒr den Fall, dass ihr die Neuheiten auf der Spiel verpasst hat, konnte man diese hier auf der Crisis bestaunen und erstehen.



Eine weitere deutsche Firma auf der Crisis war das Fantasy Warehouse. Er wurde unterstĂŒtzt von Kraken Wargames, die gerade einen Kickstarter fĂŒr ihre Spielmatten laufen haben.



Die League of Augsburg / Warfare Miniatures haben einen Tisch zum Großen Nordischen Krieg abgedeckt.



Heer46 wurde durch Rubicon Models unterstĂŒtzt, die ein paar der kommenden Neuheiten sowie den Gussrahmen des neuen Hetzer Bausatz dabei hatten. Denis hat zu dem Carsten, Tightheadprop, eingeladen und er zeigte seine FĂ€higkeiten an der Airbrush. Ich muss Denis noch ĂŒberzeugen den Löwe in 1:56 herauszubringen.



Crooked Dice hat aktuell einen Dicestarter laufen fĂŒr die 2te Edition ihres 7TV Skirmish Regelwerks. Karl hat auf seinem Ipad ein paar Vorschaubilder der kommenden, neuen Miniaturen fĂŒr den Dicestarter dabei. Ich habe da ein Auge drauf.



Ein paar kleinere StÀnde an denen Fire and Sword, Mantic Games und Scale 75 zu sehen war.



Der belgische Tabletopclub Golden Goblins hatte einen Schiffsfriedhof und den Killa Kan Klas! aufgefahren.



Ein weiterer besonderer Gast war Gerard Boom, von Shifting Lands, mit seinen Schaumpappebauten. Wargames Illustrated unter neuer Leitung und einer brandneuen Palette an Figuren - Giants in Miniature. Und natĂŒrlich die Dice Bag Lady, die damals mit einem großen Tisch angefangen hat und mittlerweile einen kompletten Stand mit zahlreichen Produkten fĂŒllt.



Ein schicker Dschungeltisch aus dem zweiten Weltkrieg, mit Bolt Action Miniaturen. Aber nicht mit zu verwechseln durch das 48 Storm Banner im Hitnergrund, das zu einem kompakteren Skirmish - ebenfalls WK 2., gehört.



More Terrain ist ein weiterer Stammgast der Crisis, mit vorbemalten / fertiggebauten GelĂ€nde in unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe.



Studio Tomahawk kĂŒmmert sich um die französische Übersetzung von Frostgrave und gab dem Spiel eine großartige Darstellung mit diesem gelungenem Spieltisch. Das französische Studio hat einige Übersetzungen, sogar aufpolierte Regelwerke, wie bei Dead Mans Hand, im Portfolio.



Das war Teil II meines Trips nach Antwerpen, bereitet euch auf den finalen dritten Teil vor!

Link: Tinsoldiers of Antwerp

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Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker
« Antwort #36 am: 13. November 2015 - 11:32:20 »

Auch wenn Orks darin herumlaufen, gefÀllt mir die Idee zu diesem \"Space Hulk in einer Regenrinne\" ausgesprochen gut. :)
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Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker
« Antwort #37 am: 13. November 2015 - 17:49:55 »

Vielen Dank fĂŒr die tollen Bilder! Ich hab\'s ja bisher leider nicht geschafft auf die Crisis zu fahren, da finanziell halt nur eine Messe pro Jahr drin ist, aber irgendwann ;-)

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Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker
« Antwort #38 am: 13. November 2015 - 19:07:43 »

Bereiten wir uns auf den finalen Part der Berichterstattung zur Antwerpener Crisis vor. Stronghold Terrain war ebenfalls vor Ort und hatten ihre liebevoll detaillierten
GelĂ€ndestĂŒcke und Miniaturen dabei, fĂŒr Saga, den zweiten Weltkrieg und sogar die finstere Zukunft.


Ich habe die Sachen schon im laufe des Jahres auf Facebook gesehen, aber jetzt endlich mal in \"echt\". Studio Miniatures hat ihre eigene Ritter der Kokosnuss Reihe - okay, sie nennen sie nicht so, aber ihr wisst was es ist, es ist Medieval Mayheim. Komplett mit den Rittern, den Nebendarstellern und sogar dem trojanischen Hasen.

Empress Miniatures, die einige der von Paul Hicks modellierten Miniaturen sowie Modern Combat inklusive Fahrzeugen abdecken, waren einer der ersten StÀnde die man sah, wenn man die Crisis betrat.

Der Tabletop Club der Hamburger Tactica hat zwei Tische angeboten, einmal Dust und einmal ein historisches Setting.

Bees Putty und Dust Studio hatten ein paar extravagante, aber interessante Modelle in ihren Vitrinen.


Und eine große Freude auf der Crisis ist es den großen Stand von Dave Thomas zu durchstöbern, er bringt die komplette Palette der Perry Miniatures.
Neben der unglaublichen Vielzahl an Blistern sieht man eine gefĂŒllte Vitrine voller schicker Miniaturen unterschiedlicher Epochen. Und die Zwillinge hinter der Firma sind ebenfalls da, Alan und Michael Perry. Die beiden modellierten vor sich hin und sprachen mit den Besuchern ĂŒberaktuelle und kommende Projekte. Und sie blieben das komplette Wochenende in Antwerpen und genoßen die Stadt.


Am Crisis Wochenende, war außerdem der Veröffentlichungstag von Beyond the Gates of Antares. Warlord Games neuestem Regelsystem, dass ihr Angebot um ein komplettes Sci-Fi System erweitert. Aber die Besucher sind auch mit Bolt Action und Black Powder glĂŒcklich gewesen.

Eine neue Firma war Klip and Play, mit steckbarem, vorgedrucktem Foamboard-GelÀnde. Interessantes Konzept und sieht ganz brauchbar aus.

Die Crisis war sehr angenehm und ich freue mich schon jetzt auf das nĂ€chste Jahr. Es gab einiges zu sehen, HĂ€ndler und Tische, und man sollte zumindest ein Mal diese großartig organisierte Show besuchen.

Außerdem, Antwerpen ist eine wirklich hĂŒbsche Stadt. Ich ĂŒbernachte ĂŒblicherweise in NĂ€he des Bahnhofs, aber ich werde das im nĂ€chsten Jahr eher in die Altstadt / an die Schelde verlegen. Die Stadt hat einige nette Seiten, ist groß aber nicht zu groß und viele Bereiche können zu Fuss erkundet werden. In direktem Umfeld der Crisis ist ein großes Hafengebiet, mit netten CafĂ©s und Bistros. Es gibt sogar ein Museum, nur wenige Minuten entfernt, das MAS. Die Ausstellungen kostet ein paar Euro Eintritt, aber die Aussichtsplattform ist kostenlos, von der man sogar die Halle der Crisis sehen kann.

Um es zusammenzufassen, ich möchte mich bei den Tinsoldiers of Antwerp bedanken fĂŒr diese tolle Veranstaltung, den befreundeten Tabletoppern fĂŒr die angenehmen GesprĂ€che und Antwerpen fĂŒr den angenehmen Aufenthalt.

Link: Tinsoldiers of Antwerp

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Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker
« Antwort #39 am: 16. November 2015 - 07:05:27 »

Das hier wird eine Kurzreihe von Reviews ĂŒber neue BausĂ€tze von Warlord Games fĂŒr Bolt Action, beginnend mit dem SdKfz 251/1 Ausf. D Hanomag.


Das Sonderkraftfahrzeug 251 war ein mittlerer SchĂŒtzenpanzerwagen als Halbkette, der in großer StĂŒckzahl produziert wurde und von der Wehrmacht, sowie den StreitkrĂ€ften von Italien, Ungarn und RumĂ€nien eingesetzt wurde. Es war die Grundlage vieler Varianten und wurde von 4 verschiedenen Herstellern produziert, wurde aber trotzdem einfach Hanomag von Alliierten wie AchsenmĂ€chten genannt.

Dieser Plastikbausatz ist eine verbesserte Version des bereits verfĂŒgbaren Ausf. C, mit kleineren Verbesserungen und Zubehör. Ein solider Bausatz mit zwei Gussrahmen, einer Bauanleitung und einem Decalbogen.


Dies ist kein runterskalierter Italeri Bausatz, sondern eine Eigenentwicklung, mit Spielgebrauch im Kopf und kein Modellbausatz. Der Bausatz hat mittlerweile sogar Passagiere, aber keinen MG SchĂŒtzen mehr.
Die HĂŒlle hat sich verĂ€ndert um die Unterschiede uzm Ausf. C abzubilden, die restlichen Teile sind mehr oder minder identisch.


Der Zusammenbau gelingt schnell und einfach, man beginnt mit den Ketten und der Vorderachse, die an die untere FahrzeughĂŒlle geklebt werden.


Als nĂ€chstes folgen die Sitze, fĂŒr Fahrer und Besatzung. Hier fĂ€llt einem auch einer der Unterschiede zwischen Ausf. C und D auf, der trapezförmige Aufbau der TĂŒren ist bei der Ausf. C flach. Danach klebt man die untere Wanne auf das Fahrwerk.


Danach schließt man die Wanne mit der oberen FahrzeughĂŒlle und ergĂ€nzt weitere Ă€ußere Teile ĂŒber den Ketten und das MG an Front und Heck.


Die Unterschiede zwischen Ausf. D (Links) und Ausf. C (Rechts) kann man hier sehen, primÀr sind die Unterschiede die \"Backen\" an der Motorhaube und die Form des Hecks.
Der Hanomag wird mit weiteren Gussrahmen und / oder Resin und Zinnteilen fĂŒr weitere Varianten verwendet, wie dem Flammpanzerwagen, der hier auch noch rezensiert wird. Die Ausf. C ist
bereits als Pionierwagen und 251/10 3,7 cm PaK verfĂŒgbar. Ich habe nicht ganz verstanden, warum man das Chassis bei den weiteren Varianten, die Warlord Games anbietet (u.a. 251/22, 251/20 und Stuka zu Fuss) nicht durch den Plastikbausatz ersetzt anstelle die Ă€lteren, aufwendiger zu produzierenden ResinbausĂ€tze zu verwenden. Oder zu mindest durch einen
3-in-1 Bausatz mit mehreren Optionen zu ersetzen. Das wĂŒrde die Absatzzahlen der Grundgussrahmen steigern und die Kosten des aufwendigen, manuellen Resinguss reduzieren.
Aber vielleicht sind die Verkaufszahlen der Varianten nicht so hoch und man möchte die bereits verfĂŒgbaren Gussformen weiter nutzen.


Ich habe mich fĂŒr zwei der vier Besatzungsmitglieder entschieden, aber da ich diese als recht gedrungen empfinde habe ich die Köpfe durch die der regulĂ€ren Grenadiere ersetzt. Diese sind zwar etwas grĂ¶ĂŸer, aber verfĂŒgen ĂŒber mehr Details.


Und zum Schluss dann noch die Ansichten aus unterschiedlichen Winkeln.


Fazit
Warlord Games verlangt 17 GBP fĂŒr den Bausatz, for the kit, und bietet diesen auch im 3er Pack mit 30 Grenadieren fĂŒr 70 Pfund an. Das ist ein Pfund gĂŒnstiger als das Rubicon Model (aber ohne Abdeckplanen), ud gĂŒnstiger als die Resinvariante anderer Hersteller. Es ist schnell und einfach gebaut, hat eine anstĂ€ndige GussqualitĂ€t und keine LĂŒcken. Daher kann ich den Bausatz nur empfehlen. Es ist gut, dass dieser Bausatz ĂŒber etwas GepĂ€ck verfĂŒgt und die neue Besatzung, die besser ist als die in den Italeri-BausĂ€tzen aber immer noch nicht ganz auf dem Niveau der
regulÀren mehrteiligen InfanteriebausÀtze aus Plastik.

Die Ausf. D, wurde ab FrĂŒhjahr 1943 produziert und eignet sich fĂŒr Armeen der mittleren und spĂ€ten Kriegsjahre.

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« Antwort #40 am: 17. November 2015 - 07:35:46 »

Als nĂ€chstes dann bei den Reviews, die StuG III Ausf. G, ein kĂŒrzlich erschienender Bausatz aus der Kooperation von Warlord Games und Italeri.


Das SturmgeschĂŒtz III AusfĂŒhrung G, SdKfz 142, ist ein Jagdpanzer auf Basis des Panzer III. Es war recht frĂŒh 1941 im Einsatz als PanzerjĂ€ger und wurde durchgehend bis zum Kriegsende eingesetzt. Es war sogar im Einsatz der finnischen Armee, RumĂ€nien, Bulgarien, Ungarn, Italien und Spanien. Nach dem Krieg hat die Sowjetische Armee ihre Beutefahrzeuge nach Syrien abgegeben, wo diese bis Mitte der 60er im Einsatz waren.

Es handelt sich um einen Italeri Bausatz, also herunterskalierten Modellbausatz, weshalb es hier seltener Optionen oder Varianten zu sehen gibt. Dieser hat aber zwei verschiedene GeschĂŒtze (kann auch als StuH 42 gebaut werden) und optionale SeitenschĂŒrzen.


Der Bausatz enthĂ€lt zwei Gussrahmen, mit dĂŒnnen GussĂ€sten, zwei BeilegeblĂ€ttern inklusive Bauanleitung und einem kleinen Decalbogen. Der Guss ist scharf und hat viele Details.


Der Bau beginnt mit den Ketten, links und rechts, mit vereinfachten Sektionen fĂŒr einfacheren Zusammenbau.


Nach dem der Kleber angezogen ist, wurde die untere Wanne zusammengebaut. Ich habe Auswuchtgewichte in die Wanne geklebt, 30g, die geben dem Bausatz ein besseres \"GefĂŒhl\" und hat etwas von den Die Cast BausĂ€tzen.


Im ersten Schritt wird die Frontpartie mit Ersatzketten zusammengebaut, danach die RĂŒckseite mit der Auspuffanlage.


Danach geht es weiter mit der oberen Seite der HĂŒlle. Das Kasematten-GeschĂŒtz ist beweglich und man kann zwischen der 7,5-cm-StuK 40 L/48 und dem 105-mm-ArtilleriegeschĂŒtz wĂ€hlen. Das Zweite ist kĂŒrzer, hat aber etwas mehr Dampf dahinter.


Die Kommandantenkanzel ist darauf ausgelegt offen dargestellt zu werden, kann aber auch geschlossen gebaut werden. Es gibt einige Teile zur Detaillierung der Oberseite, wie bspw. Werkzeug und die GeschĂŒtzblende des MG.


In diesem Schritt werden obere und untere HĂŒlle des Panzers \"verheiratet\" und alles was ĂŒbrig bleibt, sind die optionalen SeitenschĂŒrzen. Diese können hinzugefĂŒgt werden, sind historisch korrekt dafĂŒr aber recht feinteilig, und da es sich hier um ein Spielmodell und kein Vitrinenmodell handelt, habe ich mich dazu entschieden diese wegzulassen.


Hier der Vergleich zwischen der frĂŒheren Resinversion von Warlord Games und dem neuen, durch Italeri zugelieferten, Plastikbausatz.


In der Zwischenzeit wurde der Bausatz in Vallejo Schwarz grundiert per Airbrush. Die fertige StuG hat ein sehr charakteristisches und gelungenes Design, mit vielen Details, mehr als die alte Resinvariante.


Fazit

Der Preis ist um 3 Pfund auf 20 Pfund fĂŒr den Plastikbausatz gesunken, verglichen mit der Resinvariante die Warlord Games anbietet. Rubicon bietet mehr Optionen und Zuladung fĂŒr ebenfalls 20 Pfund. Andere ResinbausĂ€tze sind teurer, mit Ausnahme von Blitzkrieg Miniatures, die 18 Pfund fĂŒr ihren haben möchten. Der Detailgrad und die historische Korrekheit ist auf hohem Niveau, da die Modellbauer höhere AnsprĂŒche als die \"regulĂ€ren\" Tabletopper stellen.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf ist dieser StuG III Bausatz eine gute Wahl, aber evtl. zu \"fein\" fĂŒr manche Spieler. Daher ist es eine Frage des Geschmacks, fĂŒr welchen Bausatz man sich letzten Endes entscheidet.

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« Antwort #41 am: 19. November 2015 - 07:45:43 »

Nach dem StuG III kommt der \"Spender\" des Chassis, der Panzer III.



Der Panzer III, PzKpfw III, oder SdKfz 141, war ein mittlerer Kampfpanzer der deutschen Armee. Es war eins der wichtigsten Fahrzeuge 1941-42, aber das Chassis wurde bis Ende des Kriegs gebaut, da es fĂŒr die StuG III genutzt. Im Einsatz war der Panzer III in den frĂŒhen Jahren, da die SchlagkrĂ€ftigkeit nicht ausgereicht hat - selbst mit den Kampfwertsteigerungen - um mit den feindlichen Entwicklungen mitzuhalten.

Der Bausatz, ein Italeri Modellbausatz herunterskaliert fĂŒr Warlord Games, deckt die AusfĂŒhrungen J, L, M und N ab. Enthalten sind zwei Gussrahmen, zwei Beileger inklusive Anleitung und ein kleiner Decalbogen. Die GussqualitĂ€t ist solide und zeigt zahlreiche Details.

Der Zusammenbau beginnt mit den Ketten, welche aus mehreren Einzelteilen und kombinierten Kettengliedern zur einfacheren und schnelleren Montage.

WĂ€hrend der Kleber anzieht, wird die untere HĂŒlle vorbereitet fĂŒr die Zubehörteile. Dazu mĂŒssen an der Vorder- und RĂŒckseite kleine Löcher aufgebohrt werden, da es sich um optionale Teile handelt oder nicht bei jeder AusfĂŒhrung verbaut wurden. Die Kettensegmente werden links und rechts angebaut. Nun umdrehen und sicher gehen, dass die Teile gleichmĂ€ĂŸig abschließen, da die FĂŒhrung der Klebestellen ein wenig Spiel haben.

Die untere HĂŒlle wurde mit Auswuchtgewichten gefĂŒllt, 30 Gramm, um ein wertigeres GefĂŒhl zu erhalten. Manche BausĂ€tze erreichen dies mit einer Diecast Wanne. Als NĂ€chstes folgt die Auspuffanlage (die unterschiedlich sind ob man die AufĂŒhrungen J/L/N oder M/N wĂ€hlt) und das Aufsetzen der oberen HĂŒlle. Es kann sein, dass die Ketten ein wenig nach Innen klappen und man die Oberseite mit etwas Druck in Position bringen muss.

Nun ist die Wanne fertig und die detaillierten Einzelteile werden an der HĂŒlle angebracht. Neben Werkzeug und Ersatzteilen wird auch die Frontpanzerung angebracht.

Nun folgt der Turm, der je nach AusfĂŒhrung unterschiedliche Waffenoptionen besitzt, die 5 cm KwK 38 L/42 for Ausf. J, die 5 cm KwK 39 L/60 fĂŒr spĂ€te Ausf. J late, L oder M, oder die 7,5-cm-KwK 37 fĂŒr Ausf. N (und manche L oder M). In dieser Review wurde Ausf. M gebaut. Das GeschĂŒtz kann beweglich gebaut werden.

Nach der Wahl der Bewaffnung ist es Zeit den Turm zu bauen. Die Kommandantenkanzel kann geöffnet oder geschlossen gebaut werden. Manche Teile sind optional, wie bpsw. die Rauchgranatenwerfer.

Ich habe bereits eine Review zum Rubicon Model gemacht, und gerade die alte Resinvariante von Warlord Games nicht zur Hand, daher hier der Vergleich zwischen den PlastikbausĂ€tzen. Der Warlord/Italeri Bausatz hat mehr und historisch akkuratere Details (besonders die Scheinwerfer und Motorabdeckplatten sind falsch beim Rubicon Bausatz), aber Rubicon hat die gelungeneren Ketten. Beide BausĂ€tze bieten die gleichen Optionen, inklusive SeitenschĂŒrzen, lediglich Ausf. L fehlt bei Rubicon in der Box.

Und eine abschließende Rundumsicht des gebauten Panzer III Ausf. M ohne SchĂŒrzen.


Fazit
Warlord setzt den Panzer III mit 18 Pfund an, was dem Preis von Rubicon und Blitzkrieg Miniatures (hier allerdings aus Resin) entspricht. Im Bausatz sind die Teile fĂŒr vier verschiedene AusfĂŒhrungen enthalten, sowie optionale Teile und SeitenschĂŒrzen. Der Guss ist sauber und die Details zahlreich. Die SchĂŒrzen sind etwas zeitaufwendig und man braucht eine ruhige Hand. Der Rubicon Bausatz ist etwas einfacher zu bauen, aber historisch nicht genau und die SeitenschĂŒrzen sind vereinfacht / weniger detailliert.
Beide BausÀtze begegnen sich auf Augenhöhe, mit dem Warlord Games Bausatz einer NasenlÀnge voraus, da die typischen Rubicon Vorteile der mehr Optionen gekontert wurden und der Warlord Games Bausatz durch die Modellbaugene mehr und schÀrfere Details sowie die historische Genauigkeit besitzt.

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« Antwort #42 am: 20. November 2015 - 07:39:33 »

Basierend auf dem SdKfz 251/1 Ausf. D Hanomag, hat Warlord Games mit ein \"paar\" zusÀtzlichen Teilen einen kompletten Plastikbausatz des 251/16 Ausf. D Flammpanzerwagen herausgebracht.


Der SdKfz 251/16, oder mittlerer Flammpanzerwagen (bewaffnet mit zwei 1,4-cm-Flammenwerfern 42), wurde auf Basis des Ausf. D gefertigt. Diese Variante des Hanomag wurde den Panzergrenadieren zugewiesen und bedeutet deutlich mehr Gefahr als nur ein einfaches Transportfahrzeug.
FĂŒr 3 Pfund mehr gibt es einen weiteren Gussrahmen, ansonsten ist der Bausatz identisch (abgesehen von der angepassten Bauanleitung) zum 251/1 Ausf. D Hanomag.
In der Box enthalten sind drei Gussrahmen, eine Bauanleitung und ein kleiner Decalbogen.


Der Guss ist sauber und scharf, wie man es von den Warlord Games BausÀtzen gewohnt ist. Der Zusatzgussrahmen enthÀlt zwei Besatzungsmitglieder in Feuerschutzkleidung, die Flammenwerfer und Tanks.


Und natĂŒrlich die beiden Gussrahmen des Hanomag.


Der Bau beginnt mit der unteren Wanne, dem Ankleben der Ketten und Anbringen der Frontachse. Dies ist soweit wie beim regulÀren Bausatz.


Als nĂ€chstes folgt die untere HĂŒlle. Die Pumpen, der Tank und Sitze werden eingebaut, man sollte aber vorher eine Passprobe machen, da die Anleitung hier nicht sehr deutlich ist und es keine FĂŒhrungsnut gibt. Die SchlĂ€uche sind einfach verbaut, es könnte aber etwas stabiler sein.


Als nÀchstes folgt die \"Hochzeit\" der drei Hauptteile, Fahrwerk, untere und obere Wanne. Es passt gut zusammen, aber es könnte beim Bemalen einfacher sein, wenn man manche Teile des Interieur spÀter verbaut.


Die letzten Schritte sind die Besatzung zusammen mit den Flammenwerfern. Die SchlÀuche sind etwas anstrengend, da die Kugelgelenke der Klebestellen recht locker sitzen. Auch hier könnte es Sinn machen, erst nach dem Bemalen die Bauteile festzukleben.


Fertig gestellt inklusive der Besatzung an den Waffen sieht das Ganze aus unterschiedlichen Winkeln so aus.


Fazit
Zu erst einmal gefĂ€llt, dass man einen verfĂŒgbaren Plastikbausatz als Grundlage gewĂ€hlt hat und nicht einen einen Resinbausatz daraus gemacht hat. Und dass es sich komplett um Plastik handelt macht as ganze noch einfacher zu bauen als den Pionierwagen oder SdKfz 251/10 mit Resin und Zinnteilen.
20 Pfund sind ein fairer Preis, und ist 3 Pfund mehr fĂŒr einen Gussrahmen mit zusĂ€tzlichem Inhalt. Die QualitĂ€t des Guss und die Details sind ansprechend, aber verfĂŒgen natĂŒrlich ĂŒber die EinschrĂ€nkungen von Plastik. Ansonsten freue ich mich ĂŒber weitere BausĂ€tze wie diese, vielleicht einen Kombi-Bausatz fĂŒr den 251/9 und 251/10 oder einen fĂŒr 251/18 bis 20.

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Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker
« Antwort #43 am: 21. November 2015 - 17:05:07 »

Um nicht in einem Meer aus Zinn, Plastik und Resin zu ertrinken, ist es wichtig eine gewisse Übersicht zu haben und Struktur in sein Hobby zu bringen. Warum sich die Arbeit machen und nicht von Impulsiv- und LustkĂ€ufen leiten lassen? Nun, zum einen, alles was man sich einfach mal so ohne wirklichen Grund gekauft hat fehlt einem irgendwo am Hobbybudget an anderer Stelle und nimmt mental und physisch Platz weg, den etwas anderes einnehmen könnte. Daher habe ich mir eine Art SWOT Analyse fĂŒr meine Projekte ĂŒberlegt, die dem einen oder anderen vielleicht helfen könnten, etwas Übersicht bei den eigenen Projekten schaffen könnte.


Was bedeutet das im Speziellen? 4 Modelle die zusammen 30 Euro gekostet haben, gekauft einfach nur weil sie gĂŒnstig waren ohne Verwendungszweck, verdrĂ€ngen / belegen den Platz den ein großeres oder teureres Modell fĂŒr den gleichen Preis eingenommen hĂ€tte - oder umgekehrt. Aus dem Grund sollte man bei EinkĂ€ufen auch einmal fĂŒr und zu sich selbst Nein sagen können, aber auch sich von dem einen oder anderen trennen. Damit kommen wir zu dem Punkt, den ich in Angriff
nehmen möchte. Ich bewerte meine Projekte nach den Faktoren Emotion, Umsetzungswahrscheinlichkeit, Platz und \"Spiele ich das wirklich?\".






Emotion. Wie wichtig ist mir das Projekt? Hier tummeln sich in erster Linie limitierte und Sondermodelle. Aber auch andere Sachen, wie beispielsweise ein eigener Space Marine Orden, eine Themenarmee oder eine andere Motivation, sind Lieblingsprojekte und werden mit viel Begeisterung gehegt und gepflegt. Das lang recherchierte historische Projekt, die Sci-Fi Armee mit dem besonders ausgefallenem und zeitintensivem Paintjob oder die Zwergenarmee, zusammengestellt aus
den Miniaturen verschiedener Hersteller und passend basiert fĂŒr mehrere Systeme. HĂ€ufig sind es Einzelminiaturen, ohne Bezug zu einem grĂ¶ĂŸeren Projekt oder Spielsystem. In meinem Fall sind das hĂ€ufig GW Miniaturen aus den 90ern, alte Charaktermodelle aus den White Dwarfs meiner Kindheit oder auch zahlreiche Blood Bowl und Necromunda Modelle. Die bemalen sich quasi von selbst.

In manchen FĂ€llen löst man die Armee oder das Projekt auf und reduziert es auf das Wesentliche. Ich habe bspw. 22.000 Punkte Imperium um die ganzen Regimenter reduziert, besitze nun eine Vielzahl an Charaktermodellen aus 4-5 Editionen und nenne diese die grĂ¶ĂŸte Mordheim Bande der Gegend. Habe auch ungemein Platz gespart und Geld freigesetzt fĂŒr andere Projekte.




Umsetzungswahrscheinlichkeit. Auch wenn die Themenarmee Night Lords komplett mit Sprungmodulen nach der Sanguinus-Liste aus dem Blood Angel Codex nach einer tollen Idee klang, oder der Aufstand der Finno-Ugristischen Rebellen gegen den MongolenhĂ€uptling Chakka-Khan was ausgefallenes ist. Werde ich das Projekt wirklich abschließen? Hier spielen vor allem andere Faktoren noch mit. Wie langlebig ist das Projekt? Kann ich die Modelle vielseitig einsetzen, oder sind sie so selten, dass ich dafĂŒr gerade einmal ein bis zwei Hersteller gefunden habe, die oben drein auch noch mittelmĂ€ĂŸige QualitĂ€t abliefern. Sind die Umbaukosten oder der damit verbundene Aufwand so hoch, dass dies den Faktor Emotion komplett aufwiegt? Arena Rex bspw. sieht sehr schick aus, ewig habe ich auf Gladiatorenmodelle gewartet die schick sind, aber das Spiel ist einfach absurd teuer.

Hier haben Projekte mit Modellen die mir Spaß machen oder fĂŒr ein System dass hĂ€ufig gespielt wird, einfach einen hohen passiven Boni auf die Umsetzungswahrscheinlichkeit. Gerade wenn letzterer gegen Null geht, sollte man sich ĂŒberlegen sich von den Modellen zu trennen. Sie kosten nur Platz und können Kapital fĂŒr andere Hobbyinvestitionen freistellen.





Platz. Nicht jedem steht eine Lagerhalle respektive ein eigener Hobbyraum zur VerfĂŒgung. Der eine oder andere hat vielleicht ein eigenes Regal oder mehrere, aber Platz ist trotz der kleinen GrĂ¶ĂŸe der Modelle - gerade wegen dem Drumherum, also GelĂ€nde und Farben / Malzubehör - ein Thema.

Das spielt natĂŒrlich den Skirmishern in die HĂ€nde. Infinity, Hell Dorado, Mercs und Co kriege ich problemlos auf einem Regalboden unter, wobei Dystopian Wars da schon alleine die Preußen bei mir ein ganzes Brett belegen. Auch hier ist es wieder so ein Punkt, das Argument \"Das frisst kein Brot\" und passt auf eine Postkarte oder A5 Bogen, der zur lĂ€ngeren Geduld / Zögern vor dem Verkaufen beitrĂ€gt.





Mitspieler / Spiele ich das wirklich? Hier haben es gĂŒnstige Systeme recht einfach. Üblicherweise fehlt es bei einigen Systemen an Mitspielern (sofern es neben den klassischen GW Systemen nicht noch Freebooter, Warmachine, SAGA, Infinity oder Bolt Action sind). Wie wird man dem Problem Herr? Nun, bei Skirmishern kann
man mit einer zweiten, dritten oder vierten Fraktion das recht einfach \"lösen\". Dann leiht man dem anderen Spieler eine Armee, und nach ein paar Spielen wird er / sie seine eigene haben wollen. Bei grĂ¶ĂŸeren Systemen wird so etwas teuer, oder man muss wirklich dahinter stehen (*hust* Bolt Action ;) ).

Kurz um, was alleine ohne Gegen- /Mitspieler im Schrank versauert und auf lange Sicht keinen Einsatz mehr sieht, sollte unter dem Emotion noch einmal grĂŒndlich betrachtet werden und dann vielleicht den Platz rĂ€umen fĂŒr etwas Neues.

Dieser Beitrag ist ein StĂŒck weit zeitlos, und schwirrt seit fast 2 Jahren in meinen Kopf herum. Ich werde in den kommenden Wochen und Monaten jedes meiner (offenen) Projekte nach den 4 Aspekten bewerten und erlĂ€utern warum dieses System behalten oder abgestoßen wird.

Vielen Dank fĂŒr\'s Lesen, kommt bald wieder und hinterlasst einen Kommentar oder gebt mir ein Like auf Facebook, wenn euch dieses Blog gefĂ€llt!

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Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker
« Antwort #44 am: 23. November 2015 - 15:23:09 »

Mir persönlich genĂŒgt eine einfache Excel-Liste, um Überblick ĂŒber meinen Bestand zu haben, aber fĂŒr Leute, die Probleme mit ihrem Zinnberg haben, ist das sicherlich ein interessanter Ansatz.

Allerdings: Außer dem Platz wĂŒsste ich nicht, wie ich die von Dir angegebenen Kategorien vernĂŒnftig  messen könnte. Es wĂ€re alles BauchgefĂŒhl, dass sich nach Lust und Laune jeden Tag Ă€ndern kann. Und selbst dann: Platz ist auch nur eine Rahmenbedingung, die sich/man Ă€ndern kann. Damit das ganze funktioniert, mĂŒsste man sich sehr lange zu der Methode und den verwendeten Parametern bekennen. Aber: Warum sollte ich das tun? Es ist wirklich nur ein Hobby, was primĂ€r Spaß machen sollte (Ok, es sei denn, es hat jemand privat Spaß an SWOT-Analysen..., aber fĂŒr mich ist das ungefĂ€hr so spannend, wie die SteuererklĂ€rung).
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