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Autor Thema: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte  (Gelesen 564 mal)

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D.J.

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Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« am: 12. Dezember 2018 - 07:07:45 »

Ein neuer Anfang
Durch den Foren-Dump ist mein Thread zum Aufbau meiner Franzosen für die Zeit von 1800 -1815 leider verloren gegangen. Den werde ich aber beizeiten nach und nach neu starten, der kommt also (etwas schlanker) wieder zurück. In der Zeit ohne das Sweetwater habe ich zudem sehr wenig an meinen Franzosen gemacht, aber dafür durch andere Spiele den einen oder anderen Kontakt knüpfen können, wo sich vielleicht weitere Interessenten für das historische Tabletop gewinnen lassen könnten.
Zum Einen mag das an dem von mir so heiß geliebten Maßstab 1:72 liegen, wo man recht preiswert große Armeen ausheben und auf relativ kleinem Platz ordentliche Schlachten spielen kann. Zum Anderen aber auch daran, dass es das erweiterte Regelwerk / Kampagnenbuch »Kugelhagel – Generals« gibt, welches sich dem ACW widmet. Der ACW ist nämlich, im Gegensatz zu den Napoleonischen Kriegen, in vielen Köpfen immer noch ein ein einfaches »Grau vs. Blau« mit wenigen Knöpfen zum zählen und somit gerade für Einsteiger in das historische TT ziemlich einfach aufgebaut.

Das habe ich mir zu Nutze gemacht, als ich die beiden Interessenten ansprach, die dann auch neugierig wurden und sich später evtl. auch mit »meiner« Epoche vertraut machen würden.
Also habe ich mir das Regelwerk »Generals« gekauft und beginne nun damit, zunächst eine kleine Armee der Südstaaten auszuheben, um erstes Material für Probespiele zu haben.
Da ich meine bestehende Sammlung an Franzosen aber ebenfalls nutzen möchte (und auch um den beiden zu zeigen dass das Knöpfchenzählen halb so wild ist) habe ich mir folgende "Alternative History" für die kommenden Spiele und den Aufbau der beiden kleinen ACW-Armeen ausgedacht.

Der ACW mit Franzosen und Briten als Alliierte der Union bzw. der Konföderierten in einer alternativen Historie

1860
Lincoln wird zum Präsident der USA gewählt. Die ersten Südstaaten erklären ihre Unabhängigkeit

1861
Weitere Staaten des Südens folgen in einer Art Domino-Effekt. Unionsgüter, Zollämter und Waffenarsenale werden von den Südstaaten konfisziert.
Der Kommandant der Garnison von Fort Sumter, Major Robert Anderson, verweigert die Übergabe des Forts an die Südstaaten. Brigadegeneral Pierre G.T. Beauregard beginnt mit der Belagerung von Fort Sumter.
Die Britische Elite symphatisiert derweil mit dem Süden, während das einfache Volk die Union bevorzugt. Es wird zwischen den Handelsbeziehungen mit der Union und dem Süden abgewägt und zunächst mit beiden der Handel aufrecht erhalten. Die Union liefert Weizen, die Konföderierten Tabak und Baumwolle gegen Waffen und andere Güter.
Fort Sumter wird schließlich 33 Stunden lang bombardiert und Major Anderson kapituliert.
Präsident Lincoln ordnet daraufhin für 90 Tage die Mobilmachung von 75.000 Soldaten an.
Mexiko, das durch den Bürgerkrieg zwischen Liberalen und Konservativen wirtschaftlich geschwächt ist, beschließt die Begleichung der Auslandsschulden einzustellen.
Bruchpunkt!
Noch bevor sich die Briten, Spanien und Frankreich auf eine gemeinsame Intervention in Mexiko einigen, spielt man in Frankreich bereits mit dem Gedanken an eine tatkräftigere Unterstützung der Konföderierten als nur durch reinen Handel. Langfristig will Napoelon III in Mexiko eine von Frankreich abhängige Monarchie etablieren. Ein starker Süden als Bündnispartner könnte dabei enorm hilfreich sein. Das Problem ist jedoch die geringe Akzeptanz der Sklaverei in den eigenen Reihen.
Im Dezember diesen Jahres landet eine spanische Flotte in Mexiko und Expeditionstruppen betreten das Land.

1862
Die Briten versammeln Streitkräfte an der kanadischen Grenze zur Union.
Die Seeblockade der Häfen der Konföderierten stellt die Union noch vor große Probleme. Neun von zehn Schiffen kommen ungehindert durch.
Die alliierte Flotte aus Briten und Franzosen befindet sich kurz vor Mexiko und gerät in unruhige Gewässer. Dies nutzt ein Teil der französischen Streitkräfte um zu »desertieren«. Sie trennen sich von der Hauptflotte um in Charleston, South Carolina einzulaufen und sich den Konföderierten anzuschließen. Es sind fast ausschließlich »fremde« Regimenter, die sich unter dem Oberkommando von Colonel Philippe le Clerk den Konföderierten anschließen. So sind es unter anderem zwei leichte Infanterieregimenter der Iren, zwei Linienregimenter aus Westphalen und Kleve Berg und ein Regiment holländische Lanzenreiter, die in Charleston an Land gehen. Aber auch gut ausgebildete französische Soldaten beteiligen sich an diesem Coup. (hierzu erarbeite ich noch ein Armeelisten bzw. eine Truppenaufstellung der französischen Interventionstruppen)
Die Briten sind außer sich und schicken ihrerseits ihre Interventionstruppen über die kanadische Südgrenze auf Unionsgebiet.
Lincoln, der durch die Monroe-Doktrin und die Kämpfe gegen die Südstaaten nicht gegen die Intervention der alten Welt in Mexiko angehen kann, steckt in der Zwickmühle. Einerseits verlangt die Doktrin die absolute Unabhängigkeit der USA von der alten Welt, andererseits stehen jetzt nicht nur französische, spanische und britische Truppen quasi vor der Haustür (Mexiko), ein Teil hat sich sogar den rebellischen Südstaaten angeschlossen. Lincoln kann nicht anders und lässt die britischen Truppen gegen die, zugegebenermaßen eher vereinzelten, Proteste des Senats passieren.

Die Briten befinden schon nach den ersten Gefechten 1862, dass der amerikanische Bürgerkrieg unprofessionell und barbarisch geführt würde (vermutlich, weil sie nicht das alleinige Kommando haben). Sie stellen es ihren Truppen in den USA frei, ihren Dienst dort abzubrechen und heimzukehren, da eine vollständige Evakuierung zu aufwändig wäre, denn gleichzeitig zu dem Sezzessionskrieg in den »Kolonien« wenden sich die britischen Interessen verstärkt Russland und Griechenland zu. Eine weitere Verstrickung in die Angelegenheiten der Amerikaner scheint auf lange Sicht unergiebig. Derart gestrandet entschließen sich die britischen Interventionsstreitkräfte sich von der britischen Heimat loszusagen und endgültig für die Union zu stehen, zumal ihnen hier nach dem Kreig größere Möglichkeiten offen stehen, als in der alten Heimat.

Ähnlich ergeht es den Franzosen, die zuerst von Napoleon III entsandt wurden, der aber zugleich in Mexiko Truppen kämpfen lässt.´Die Mexikaner erweisen sich dabei als härtere Gegner, als zunächst vermutet. Durch den Rückzug ihrer spanischen und britischen Alliierten nach der »Charleston-Affäre« stehen die französischen Truppen dort alleine. Napoleon III beschließt, dass nur ein starkes Mexiko die Südstaaten beeindrucken und zu einem Bündnis führen würde. Und da die französischen Truppen in den Südstaaten offiziell sowieso als Deserteure gelten, lässt er sie letztendlich fallen.

Auch die Franzosen müssen sich jetzt für eine Seite entscheiden. Aber da sie bereits auf der Seite der Konföderierten Blut vergossen haben und die Briten und die Union sie als Deserteure, bestenfalls aber als äußerst unzuverlässige Bündnispartner ansehen, denen man nicht trauen kann, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als auf Seiten der Südstaaten zu bleiben. Sie ziehen sich nach Louisiana zurück, dass sie bis zum Ende des Bürgerkriegs verteidigen.

(Anmerkung: Durch die letzten »Ereignisse« sind die Eingreiftruppen der Briten und Franzosen also weiterhin eine begrenzte Ressource für Kampagnenspiele. Gleichzeitig kann ich damit aber auch sowohl die schönen Figuren der Napoleonischen Zeit in Aktion zeigen, als auch mit relativ wenigen ACW-Miniaturen bereits schöne Spiele zum Kennenlernen und Einsteigen in das Hobby anbieten.)

Quellen
https://de.wikipedia.org/…/Franz%C3%B6sische_Intervention_i…
https://de.wikipedia.org/wiki/Monroe-Doktrin
https://de.wikipedia.org/wiki/Angriff_auf_Fort_Sumter
https://de.wikipedia.org/wiki/Louisiana#Geschichte
« Letzte Änderung: 12. Dezember 2018 - 07:30:08 von D.J. »
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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #1 am: 12. Dezember 2018 - 07:08:10 »

Die ersten Käufe





« Letzte Änderung: 12. Dezember 2018 - 07:20:14 von D.J. »
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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #2 am: 12. Dezember 2018 - 07:15:59 »

Basteleien

Ohne schöne Geländestücke geht nichts ;)
Daher habe ich nebenher begonnen, ein etwas aufwändigeres Geländestück zu bauen, dass auch als Missionsziel gelten kann. Für die Zeit meiner Franzosen von 1800 - 1815 werde ich mir aber beizeiten die Bausätze von Italeri (Waterloo) holen und keine Eigenbauten basteln.


Hintergrund
Als Miles O'Brien im Jahre 1860 durch eine Erbschaft die Mittel dafür erhielt, kaufte er ein kleines Stück Land, etwa 30 Meilen nordwestlich von Fort Sumter. Er hatte Glück und stieß unter seinem Land auf eine Wasserblase. Er bohrte einen Brunnen für eine Handpumpe und zusammen mit seinen 5 Söhnen begann er ein kleines Haus zu bauen. Seine beiden ältesten Söhne, George und Ian, zogen derweil die Zäune für das Gehege, in dem O'Brien plante, eine kleine Viehzucht zu beginnen.
Dann wurde Lincoln Präsident, die Südstaaten sagten sich von der Union los und schließlich wurde Fort Sumter nach langer Belagerung angegriffen und von den Konförderierten Staaten übernommen. O'Brien, der nie ein Freund der Sklaverei gewesen war, floh von seinem Land und zog mit seiner Familie nach Norden.
Colonel Benjamin Martin, ein direkter Nachkomme des Helden des Unabhängigkeitskriegs Francis Marion, konfiszierte das Grundstück und ließ auf dem Gelände ein kleines Nachschublager für die Freiwilligen Truppen aufbauen.
O'Brien und seine Söhne konnten im Norden mit Hilfe der Mitgift ihrer Mutter ein florierendes Unternehmen gründen, dass unter anderem kriegswichtige Güter für den Norden produzierte.
Keiner der O'Briens betrat jemals wieder das Land ihres Vaters.

"Macht, das die Vorräte nicht nass werde'n", hat der Colonel gesagt. Aber nix davon, dass wir die Hütte vom alten O'Brien fertich bauen soll'n!




 "Komm zur Army!", ham'se gesagt. "Etwas Holz hacken, etwas Wasser pumpen, alles ganz leichte Arbeit", ham' se gesagt. Und jetzt? Statt Holz hacken hinter'm Klotz hocken und auf die Yankees schießen!




Mon dieu! Kannst du deine Muskäte nicht etwas schnellär laden?
Klar. Könnt' ich. Will ich aber grad' nich'.




Kantholz, Rundholz, Flachholz ... egal was, Hauptsache Deckung!
Ein Glück dass der alte O'Brien das Zeuch liegen gelassen hat!
Wenn das hier vorbei is' schick ich ihm ein Telegramm und tu mich bedanken, tu ich.





« Letzte Änderung: 12. Dezember 2018 - 07:31:48 von D.J. »
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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #3 am: 12. Dezember 2018 - 12:45:03 »

Schöne Sets, die Du Dir da ausgesucht hast. Ich fand die Konföderierte Kavallerie damals ganz großartig, als die rauskam. Auch die beiden Infanterieboxen haben teilweise echt coole Posen. Ich würde an Deiner Stelle noch nach dem alten Revell-Set Ausschau halten. Die Minis fand ich auch cool. Bei den Fahnenträgern wirst Du um einige Umbauten nicht rum kommen. Die sehen bei beiden Italeri-Sets lächerlich aus.
Das Geländestück macht schon gespannt auf mehr. Viel Spaß noch mit Deinem Projekt!  :)
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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #4 am: 12. Dezember 2018 - 16:29:26 »

Danke dir :)
Das Geländestück ist jetzt schon etwas weiter, aber die nächsten Tage werde ich wohl nicht zu Bildern, Basteln und Malen kommen. Daher dazu später mehr Bilder.

Die Packungen fand ich auch richtig gut :D
Da gab es keine Ausreißer in Sachen Gussgrate oder Detailprobleme. Die Minis sind richtig schön gestochen scharf aus dem Gussrahmen gekommen.
Mit den Fahnenschwenkern gebe ich dir vollumfänglich recht. Die sind etwas ... gewöhnungsbedürftig ;) Da werde ich wohl selber Hand anlegen und eigene Fahne bauen und / oder Figuren umbauen müssen. Da ich in den ACW historisch nicht so tief einsteigen möchte wie in meine Franzosen anno 1800 bis 1815, mache ich mir da aber nicht viel Gedanken drum. Da wird mir schon was einfallen.
Einzig die Liegendschützen ... die haben mir Kopfzerbrechen bereitet. Bis ich mir dachte, dass ich die vielleicht mit ein paar Knieenden als kleine Scharfschützeneinheit aufstelle. "Kleines Bataillon", "Plänkler", "Scharfschützen" ... das sollte die fehlende Artillerie ausgleichen.
Ja, richtig.
Meine Konföderierten bekommen keine eigene Artillierie. Dafür mag ich sie zu sehr Kavallerielastig. Außerdem bekommen sie eine Batterie der Franzosen mit Personal (man beachte: Alternative History), das reicht dann für die kleinen Spiele.

Wenn ich meine grobe Einteilung, die ich vor dem Kauf nach den Angaben von Plastic Soldier Review gemacht habe, umsetze, sind das 2 Einheiten Kavallerie, eine Einheit leichte Linieninfanterie (Milizen), 3 Linieninfanterie, ein paar Wachen für Geländestücke (oder eben Fahnenträger) und eine kleine Einheit Scharfschützen. Sieben Einheiten mit Zugriff auf eine Handvoll Franzosen sollte reichen.
Immerhin wil ich ja auch noch die Union mit drei Packungen bedienen (und denen evtl. auch ein paar Engländer zur Seite stellen, die ich auch für Napoleonische Spiele als Kennenlernspiele nutzen möchte)
Zu lange will ich mit diesem Projekt eigentlich nicht von meinen geliebten Franzosen entfernen.
Aber andererseits ... ;)
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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #5 am: 13. Dezember 2018 - 08:20:03 »

Tachschen D.J.,

ich hab deinen Napoleon-Thread mit großem Interesse verfolgt, leider hat die digitale Sintflut alles zerstört. Ich spiele im Moment selber mit dem Gedanken in das historische R&F einzusteigen. 1/72 finde ich sehr reizend, allerdings sind mir persönlich die meisten Posen zu "akitv", d. h. ich wünschte es gäbe mehr Sets mit "Marschierern".

Ich bin gespannt au deine weiteren Ergebnisse, mach weiter so!
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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #6 am: 13. Dezember 2018 - 12:10:40 »

Grüß dich :)
Den "Franzosen-Thread" werde ich nach und nach wieder aufbauen, da habe ich das Material noch im Speicher. Das kann nur etwas dauern, aber der Thread wird wieder auferstehen ;)

Das mit den Marschierern kann ich verstehen, die sind in der Tat rar gesät. Aber schau mal hier:
http://www.plasticsoldierreview.com/PeriodList.aspx?period=22#France-LineInfantry
Dort kannst du dir die Packs bzw. deren Inhalt ansehen. Es gibt einige, die mehr Marschierer haben und wenn ich nicht irre, gibt es sogar Packungen, wo die den Hauptteil ausmachen (Strelets? Hät? Ich bin da gerade unsicher  ??? ).

Wo du auch gut stöbern kannst, ist dieser Blog:
http://thrifles.blogspot.com/2017/12/westfalen-und-kleve-berg-im-peninsular.html

Spätestens zwischen den Feiertagen tut sich hier wieder was aktuelles :)
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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #7 am: 13. Dezember 2018 - 14:44:25 »

Tachschen D.J.,

ich hab deinen Napoleon-Thread mit großem Interesse verfolgt, leider hat die digitale Sintflut alles zerstört. Ich spiele im Moment selber mit dem Gedanken in das historische R&F einzusteigen. 1/72 finde ich sehr reizend, allerdings sind mir persönlich die meisten Posen zu "akitv", d. h. ich wünschte es gäbe mehr Sets mit "Marschierern".
Da gibt's mittlerweile ne Menge spezielle Sets nur mit Marschierern. Um welchen Zeitschnitt geht es denn?
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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #8 am: 13. Dezember 2018 - 15:12:18 »

1813/14/15, wobei Schwerpunkt auf den Befreiungskriegen und dem Frankreichfeldzug liegt.
Plastic Soldier Review kenn ich, ist eine sehr große Hilfe!
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D.J.

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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #9 am: 13. Dezember 2018 - 17:03:24 »

Zitat
1813/14/15, wobei Schwerpunkt auf den Befreiungskriegen und dem Frankreichfeldzug liegt.
Plastic Soldier Review kenn ich, ist eine sehr große Hilfe!

Dann kann ich dir auf alle Fälle drei Sets mit Link dahin nennen, die ich für mich auch in's Auge gefasst habe. Mein Plan ist ja, auf lange Sicht zu meinen Franzosen auch eine Handvoll Engländer für die Epoche 1800 - 1815 aufzunehmen. Vorteil wäre, dass ich sie als Verbündete in den geplanten ACW-Spielen einsetzen könnte, gleichzeit aber auch in meiner Lieblingsepoche.

Peninsular War British Infantry von HAT Set 8186
http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1448
Hier ist mein Plan sowohl eine marschierende Einheit, als auch kämpfende Truppe zu bekommen. Für mich wäre das der Einstieg bei den Engländern für beide Epochen.

British Infantry Command von HAT Set 8304
http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=2271
Hier bin ich unsicher, ob ich diese Offiziere und Gentlemen dann auch wirklich haben mag, da die Franzosen ja meine Hauptarmee bleiben sollen. Andererseits ... die kleinen 20mm Männers nehmen keinen großen Platz weg ;)

British Infantry on the March Strelets Set 141
http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1090
Das hier wäre allerdings definitv eines der Sets, die ich mir für meine Briten holen möchte, sobald die auf meine Agenda kommen. Das passt einfach zu gut in die Alternative Geschichtsschreibung des ACW, mit der ich meine beiden Mitspieler aus anderen Systemen zu Kugelhagel locken möchte. Die Union, recht locker und wild. Eben voll die Yankees aus "den Kolonien" ;) Daneben diese stramm marschierende Truppe disziplinierter Briten aus der Heimat ... ich glaube, das könnte auf der Platte richtig stimmungsvoll werden :)
Vielleicht konnte ich dir ja ein wenig helfen?
« Letzte Änderung: 13. Dezember 2018 - 17:06:44 von D.J. »
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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #10 am: 13. Dezember 2018 - 17:17:38 »

Danke für die vielen Hinweise, D.J. :)
Ich finde leider keine marschierende Infanterie der Franzosen in 1:72, die mich anspricht. Es gibt ein Set von Hät, da sind allerdings nur 24 Hanseln ohne Kommando drinnen. Für 8 Euro finde ich das aber etwas grenzwertig, denn
1.) Präferiere ich 1/72 aus finanziellen Gründen

und

2.) weil die “Masse“ in dem Maßstab so schön wirkt. 6 Minis pro Kompaniebase sollten es schon sein.

Ich steh mit meiner Planung diesbezüglich aber noch ganz am Anfang, da lasse ich mich gerne von erfahrenen Spielern und Sammlern eines besseren belehren :)
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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #11 am: 13. Dezember 2018 - 17:31:04 »

Ha! Franzosen? Da bist du bei mir richtig :D
Da habe ich nämlich auch noch zwei Packungen im Auge, die ich mir aber wegen der anwachsenden Plastikhalde (oder eher dem Berg der unbemalten Schande  :-[ ) bisher mit der Selbstbeherrschung eines Samurai verkniffen habe zu kaufen ;)

Strelets Set 184 French Line Infantry Standing at Attention
http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=2670
Okay, nicht gerade die Marschierer, aber immerhin zu sechst auf einem Base sehen die bestimmt richtig gut aus.

Und von HaT das Set 8219 French Light Infantry Chasseurs (Marching)
http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1469
Etwas agiler, leichter Schritt ... könnte man evtl. sogar mit dem Strelets kombinieren.

Die Strelets gibt es bei ebay (einfach die komplette Bezeuchnung in google eingeben und shopping auswählen), das HAT ist schwerer zu kriegen, da musst du mal im regionalen Handel schauen, online ist das glaube ich im Moment nix drin.
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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #12 am: 13. Dezember 2018 - 17:34:41 »


Ich finde leider keine marschierende Infanterie der Franzosen in 1:72, die mich anspricht. Es gibt ein Set von Hät, da sind allerdings nur 24 Hanseln ohne Kommando drinnen. Für 8 Euro finde ich das aber etwas grenzwertig, denn
1.) Präferiere ich 1/72 aus finanziellen Gründen

und

2.) weil die “Masse“ in dem Maßstab so schön wirkt. 6 Minis pro Kompaniebase sollten es schon sein.

Ich steh mit meiner Planung diesbezüglich aber noch ganz am Anfang, da lasse ich mich gerne von erfahrenen Spielern und Sammlern eines besseren belehren :)
Das ist im Moment bei vielen Herstellern das Problem - vielleicht aus finanziellen Zwängen - dass sie zusehends weniger Minis in die Box machen und dann obendrein oft 3-4 gleiche Gussäste, also immer zuviele Offiziere etc.. Da ist Strelets noch verhältnismäßig fair.

Das Problem ist, dass 1/72 heute auch nicht mehr soooo billig ist, außer Du kommst zufällig an eine Sammlungsauflösung mit unbemaltem Zeug. Sonst kostet der Maßstab schon von daher ganz ordentlich, weil viele Sets rar werden. HäT z.B. hat so eine seltsame Strategie die Sets nur kurzzeitig und mit geringer Stückzahl herzustellen und danach auch nichts wieder aufzulegen.
Billig war 1/72 noch als es die Sets beim kleinen Modellbauhändler um die Ecke als sozusagen Nebenprodukt gab. Da waren die dann bisweilen deutlich günstiger als im Kaufhaus.
Wenn man etwas bereit ist hinzulegen, aber immernoch ein wenig günstiger bleiben will als mit 28mm, empfehlen sich auch Hersteller in Zinn. Aber da kenne ich mich zu Napo wenig aus. Ich würde immer bei den klassischen Sets in 1/72 zugreifen. Maréchal Davout zeigt ja besonders eindrücklich wie toll das aussehen kann.
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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #13 am: 13. Dezember 2018 - 23:29:08 »

Achja, schön mal mit Kennern darüber plaudern zu können!
Kenne aus meiner Kindheit noch die guten alten Sachen von Italerie, Zvezda und Revell, die man zum Taschengeldpreis (ca 6€/40-50 Modelle) mitgenommen hat. Damit hat man gespielt. Und diese “Spieloptik“ hält mich halt davon ab diese Sets für TT zu verwenden. Und die Marschierer-Sets, die es bspw von Hät gibt, sind halt... gewöhnungsbedürftig. Man hat ja, wie gesagt, die Preise von 28mm-Plastik vor Augen und wenn sich das dann auf einmal nicht mehr viel gibt, dann stimmt etwas nicht.
Schade, aber vielleicht stirbt 1/72 auch gerade aus, weil sie zu spät ihr Potential fürs TT erkannt haben...?
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Re: Kugelhagel-Generals / 1:72 Armeeaufbau Konföderierte
« Antwort #14 am: 14. Dezember 2018 - 14:58:34 »

Achja, schön mal mit Kennern darüber plaudern zu können!
Kenne aus meiner Kindheit noch die guten alten Sachen von Italerie, Zvezda und Revell, die man zum Taschengeldpreis (ca 6€/40-50 Modelle) mitgenommen hat. Damit hat man gespielt. Und diese “Spieloptik“ hält mich halt davon ab diese Sets für TT zu verwenden. Und die Marschierer-Sets, die es bspw von Hät gibt, sind halt... gewöhnungsbedürftig. Man hat ja, wie gesagt, die Preise von 28mm-Plastik vor Augen und wenn sich das dann auf einmal nicht mehr viel gibt, dann stimmt etwas nicht.
Schade, aber vielleicht stirbt 1/72 auch gerade aus, weil sie zu spät ihr Potential fürs TT erkannt haben...?
Die "Spiel-Optik" ist aber auch durchaus Geschmackssache. Einige 28mm-Hersteller wie Minden, die bislang fast nur Marschierer gemacht haben, stellen jetzt auch feuernde Linien her oder planen wenigstens das zu tun.
Die Spielzeugoptik sehe ich vor allem bei vielen alten Sets von Airfix oder Strelets. Die Revell-Minis passen ja bspw. eher nicht zum Tabletop, da sie stärker nach Modellbau als nach Tabletop aussehen, also eher realistische Proportionen haben. Zvezda hingegen hat bei vielen Sets schon diese riesigen Köpfe und z.B. überdimensionierte Zöpfe und andere Details, die das Bemalen zwar erleichtern, aber neben Revell eher strange wirken. Der Nachteil bei diesen besseren Herstellern ist, dass man m.E. keine kompletten Armeen aus einem Hersteller machen kann, weil das dann langweilig wird auf die Dauer.

Eigentlich gibt's heute in 1/72 ähnlich 28mm die verschiedensten Preissegmente von fein detaillierten und realistischen Resinmodellen (Germania) im Hochpreissegment - da wird sich wohl keiner ne ganze Armee draus leisten, hab das jedenfalls noch nie gesehen - dann ein mittleres Preissegment mit massig Zinnsets von Artminiaturen und verschiedenen Herstellern bei Hagen, wo entsprechend die Qualität extrem unterschiedlich ist, und dann als Niederrigpreissegment die Plastikhersteller. Letztere sind m.E. am Aussterben. V.a. die früheren Marktführer wie Zvezda, Revell und Italeri legen maximal noch was auf und die Zahl der besseren Hersteller mit Output ist m.E. rückläufig v.a. bei alles anderem außer WK2. Ich selber hätte auch besser vor 10 Jahren ne gute Sammlung angelegt als jetzt irgendwelche Restbestände auf Ebay oder sonstwo zusammen zu lesen.

Napo in 1/72 sicher machbar, aber ne Frage der Recherche und halt, was Du magst.

Ich frag mich aber ehrlich gesagt, wozu 1/72 auch dieselben Marschierer etc. nochmal anbieten sollen, wo der Markt dafür in 15, 18 oder 28mm eh schon abgedeckt ist. Ich frage mich offen gestanden, ob Strelets und HäT mit der Strategie wirklich Erfolg haben.
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