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Autor Thema: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Segelschiffen  (Gelesen 7378 mal)

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Pappenheimer

  • Edelmann
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    • Wackershofen Anno Domini / Landleben 17.Jh.
Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Segelschiffen
« Antwort #90 am: 24. April 2020 - 13:10:52 »

Übrigends habe ich die Piratenbraut damals gemocht. Für die Zeit (da waren Piratenfilme halt nicht in Mode) haben sie es ganz schön krachen lassen und ich denke so manches hat sich Fluch der Karibik da abgeschaut (Kutschenfahrt am Hafen). Schade das es so ein Mega Flop war. Hey und Frank Langella aka Skeletor, bloß nix gegen sagen  ;)
Da hast Du recht.
In den 1990ern war hinsichtlich Piratenfilmen ne Art Dürre.
Es gab diesen langweiligen Film mit Mario Adorf, der wie ne Aufwärmung der Low Budget Filme aus dem Italien der 1960er daher kam.
Ansonsten aber nix.
Vielleicht war den Filmleuten das Floppen von "Pirates" von Polanski ein mahnendes Beispiel es nicht nochmal zu versuchen.

Ich kenne die moderne "Pirates of the Caribean"/Fluch der Karibik-Reihe nur von Fotos her. Ich mag halt kein Fantasy. Aber man erkennt schon die Ähnlichkeit zur Piratenbraut, nur halt ohne starke weibliche Rolle.
Für mich ist "Fluch der Karibik" insgesamt aber weniger eine Wiederauflage des Piratengenres als eine andere Spielart des damals (wieder) in Mode kommenden aufwändigen Fantasyfilms.  Dass es nebenbei auch um Piraten geht, finde ich nicht sooo wichtig. Es gibt halt Gespenster (und nen gut aufgelegten, geschminkten Johnny Depp) und allerlei sonst abstruses, was den Film wohl zum Blockbuster machte.
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D.J.

  • Kaufmannstochter
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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Segelschiffen
« Antwort #91 am: 25. April 2020 - 07:39:42 »

;)
Vor allen Dingen Abstruses, was meine Frau und mich bei Teil 3 (oder war es 4?) aussteigen ließ, als es auf zu vielen Ebenen zu zu vielen Johnnys kam und wir nicht mehr wussten, wer denn jetzt wo und warum überhaupt und gääääähn ;)
Da war leider viel Style over Substance.
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Pappenheimer

  • Edelmann
  • ****
  • Beiträge: 3.886
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The black pirate (1926)
« Antwort #92 am: 30. April 2020 - 10:51:43 »

Aus Sicht des Stummfilms wohl ein Meilenstein, aus Sicht von heute eher langweilig: "The black pirate".

"The black pirate"
USA 1926
Regie: Albert Parker
Darsteller: Douglas Fairbanks sr., Billie Dove, Anders Randolf, Donald Crisp, Tempe Pigott

Handlung: Ein großes Schiff wird von Piraten überfallen und ausgeraubt, anschließend in die Luft gesprengt (wieso erfährt man nicht). Nur ein junger Mann in zerrissener schwarzer Kleidung und kurzen Hosen (echt wahr!) und sein Vater können sich retten. Doch der Vater stirbt und der junge Mann schwört den Seeräubern Rache. Als die Seeräuber einen Schatz auf derselben Insel, wo der junge Mann gestrandet ist, verstecken wollen, gibt es auch gleich eine Gelegenheit für ihn. Er tötet im Zweikampf den Piratenkapitän und wird von dessen Spießgesellen daraufhin mit an Bord genommen.
Dort gewinnt der junge Mann, der sich fortan "The Black Pirate" nennt, das Vertrauen der anderen Piraten indem er im Alleingang auf absurde Weise ein "Schiff" kapert. Nur einer der Piratenanführer hegt einen Verdacht gegen The black Pirate und beschließt dessen Pläne zu durchkreuzen. The Black Pirate will die junge Dame, die auf dem erbeuteten Schiff gefunden wurde, unter seinen Schutz stellen, überredet auch statt auch dieses Schiff zu sprengen es wegen seines Wertes selber zu behalten. Die wahren Absichten des Black Pirate werden aber rasch durchschaut und er wird über die Planke geschickt.
Mit Hilfe von halbnackten Soldaten und einem flachen Boot vermag es der Draufgänger aber die Seeräuber anzugreifen und seinen Widersacher zu besiegen.

Die Handlung dieses Streifens kommt einem ziemlich plump vor und die Figuren sind ausgesprochen eindimensional in ihren Charakteren. Eine Entwicklung derselben findet praktisch nicht statt. Auch die Kämpfe wirken doch sehr gewollt und insbesondere die Kaperung des großen Schiffes vollkommen abstrus. Warum überwältigen ihn nicht die mehrere Dutzend Mann von der Besatzung? Weil er über zwei Drehbassen verfügt?
Am eigenwilligsten sieht aber das große "Schiff" aus. Man hat den Eindruck, dass die Macher noch nie ein Schiff gesehen haben. Das wirkt eher so wie Ritter Runkels Burgenschiff (siehe "Die schwimmende Burg" Mosaik von Hannes Hegen, Heft 91). Das Ding kann einfach unmöglich segeln. Erst diese Aufbauten wirken total lächerlich.
Sehr malerisch allerdings die Porträtierung der herrlich zerlumpten Seeräuber, die durchweg die interessanteren und glaubhafteren Figuren sind. Allen voran Crisp als MacTavish und De Grasse als Fairbanks Gegenspieler liefern gute Leistungen ab.
Es ist aber schon erstaunlich wie schwach dieser Film, der überwiegend offensichtlich im Studio entstanden ist, in Relation zu "Old Ironsides" geraten ist. Immerhin auch ein Stummfilm ebenfalls von 1926. Kaum 10-15 Jahre später war diese Art des Films wie "The black pirate" völlig antiquiert und Eroll Flynn oder Tyrone Power stellten einen agileren Seeräuber dar als es Fairbanks hier ist.
 
Darsteller **
Bilder *
Schiffe
Story *
« Letzte Änderung: 02. Juli 2020 - 15:58:59 von Pappenheimer »
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Pappenheimer

  • Edelmann
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    • Wackershofen Anno Domini / Landleben 17.Jh.
"The King's pirate" (1967)
« Antwort #93 am: 02. Juli 2020 - 16:19:13 »

Dieser Film ist ein Remake von "Gegen alle Flaggen". Da "Gegen alle Flaggen" nun auch nicht der wahnsinnig erfolgreiche Film war. Da man sich auch recht akribisch an die Vorlage hält, fällt es noch schwerer eine Notwendigkeit zum Kopieren zu erkennen.

"The king's pirate"
USA 1967
Regie: Don Weis
Darsteller: Doug McClure, Jill St. John, Guy Stockwell, Mary Ann Mobley

Handlung: Leutnant Fleming lässt sich an Bord eines Kriegsschiffes bestrafen um unter dem Deckmantel aus dem Dienst in der Marine ausgestoßen worden zu sein das Seeräubernest auf Madagaskar zu infiltrieren. Dabei steht ihm der geschickte Zucco zur Seite. Die Prinzessin Patna verfällt dem schneidigen Fleming, dem es natürlich gelingt den Seeräubern das Handwerk zu legen, obwohl Mistress Stephens ihm wohl beinahe auf die Schliche kommt.

Hier gilt 70 Prozent neu gedreht. Sämtliche Szenen mit Schiffsmodellen sind aus dem Originalfilm rein geschnitten, was den Film nochmal statischer macht als die Vorlage. Die Figur des akrobatischen Zucco als Flemings Buddy fügt nun auch keine interessante Facetten hinzu. Eigentlich bleibt der Fokus auf die starke Frauenrolle der Stephens, die natürlich - ein ewiges Thema im sowohl klassischen als auch spießigen Piratenfilm - zur Räson gebracht werden muss.
Das Hauptmanko ist hier einfach neben der schwachen Ausstattung und der trockenen Handlung das miserable Schauspiel von McClure. Dieser Typ hat einfach ein Dauergrinsen aufgesetzt, das er sich nichtmal verkneifen kann, wenn er ausgepeitscht wird. Dadurch wirkt der ganze Film unglaublich unglaubhaft.

Darsteller *
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