Epochen > Absolutismus und Revolution
1805 Gefecht bei Wertingen
Peter:
Die müde österreichische Infanterie begann sich davonzuschleichen und versuchte, ihre quadratischen Formationen intakt zu halten. Diese Formation ist nicht gerade einfach zu bewegen, selbst auf einem glatten Exerzierplatz, geschweige denn auf hügeligem Gelände über verschneitem Untergrund.
Gegen 17:00 Uhr war Oudinots Grenadierdivision südwestlich der Rückzugslinie Auffenbergs aufgetaucht und hatte von der Römerstraße bei Binswangen aus das Plateau erklommen. Die fleißigen Albert-Kürassiere, die den ganzen Tag heldenhaft die Flanke der österreichischen Infanterie verteidigt hatten, versuchten nun zu Hilfe zu kommen und die französischen Grenadiere anzugreifen, die den Hügel hinaufstiegen. Diese bildeten hastig selbst Quadrate, wurden aber auch von Fauconnets Husaren (9. und 10.) unterstützt, die durch die Lücken zwischen der Infanterie schwärmten und die zahlenmäßig unterlegene und erschöpfte österreichische Kavallerie überwältigten.
Dieses plötzliche Auftauchen französischer Infanterie entlang ihrer Route verunsicherte die müde österreichische Infanterie. Unter dem anhaltenden Druck durch Angriffe im Rücken und an den Flanken zerfielen die sich zurückziehenden Quadrate nach und nach, und der geordnete Rückzug endete in einer allgemeinen Niederlage. Die Franzosen fielen auf die flüchtenden Österreicher und töteten oder verwundeten etwa 400 und erbeuteten etwa 2.900 sowie 6 Kanonen und 6 Flaggen. Die süße Dunkelheit ermöglichte dem Rest die Flucht nach Gunzberg, etwa 24 Meilen südwestlich. Doch Auffenberg hatte in den nächsten beiden Tagen nur etwa 2.200 Menschen zusammenbringen können. Und diese waren verbraucht und als Kampftruppe praktisch nutzlos.
Peter:
Danach folgten weitere Schlachten
- 9. Oktober - Günzburg
- 11. Oktober - Haslach-Jungingen
- 11. Oktober - Dürnstein
- 14. Oktober - Elchingen
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