Und trotzdem hat mich die Serie irgendwie unterhalten, wenn man die Gedanken beiseite schiebt und was ich hier tatsächlich gut fand im Gegensatz zu den andern Filmen, sie durften mal das Nutzen nach dem Sie benannt sind Musketen abfeuern.
Wobei mir hier in der Folge aufgefallen ist, dass sie die Funktionsweise der Waffen garnicht begriffen haben. Aber der Reihe nach.
"The Musketeers" EP 5 "The homecoming" (2014)Regie: Saul Metzstein
Darsteller: Luca Pasqualino, James Callis, Howard Charles, Hugo Speer, Michael Cochrane, Fiona Glascott, Anton Lesser, Ashley Walters
Handlung: Porthos wird angeklagt im Suff den Adligen de Mauvoisin ermordet zu haben und soll dafür augenblicklich vom Gerichtssaal weg hingerichtet werden [sic.!]. Während Capt. de Tréville beim König um eine Begnadigung ersucht, befreien ihn Maskierte vom Schinderkarren weg und töten dabei ein paar Gardisten des Kardinals, die scheinbar auch eine Art Stadtwache sind

. Sie bringen Porthos in einen Slum, wo er scheinbar aufgewachsen ist. Dieses Stadtviertel weckt die Begehrlichkeiten des Königs und des Kardinals, die es wegen der engen Gassen abreißen wollen. Dazu bietet sich Mauvoisins Vater an, der das Viertel [wem auch immer...] abgekauft hat und es sprengen will

. Derweil finden die 3 verbliebenen Musketiere heraus, dass der Ermordete Gemeindemitglied von Hugenotten IN PARIS [!!!] war [sic.!]. Anfänglich glauben sie, dass der Ermordete einen Anschlag vorhatte. Erst mit der Zeit klären sie auf, dass sein Vater unter dem Namen seines Sohnes das Schwarzpulver illegal [sic.!] kaufte, wofür sie ihn angeblich verhaften könnten. Schließlich dringen sie doch in den Slum ein, wo Porthos alter Freund Charon vorhat, nicht Porthos zu retten, sondern den Slum in Wahrheit in die Luft zu sprengen. Doch dann geht Porthos Jugendliebe Flea dazwischen, obwohl er sich damals gegen sie und für das Leben außerhalb des Viertels entschieden hatte...
Ich war ja schon viel Unsinn gewohnt von der Serie. Aber dass MITTEN in Paris Hugenotten eine Kirche haben dürfen und man mit ein paar Fässern ein ganzes Stadtviertel sprengen kann, wo obendrein praktisch garkeine Geschäfte, Handwerker oder sonstwas ist, wovon die Menschen leben könnten, toppt schon alles. 1630 oder so! Weder D'Artagnan noch die anderen verwundern sich über eine Kirche von Hugenotten in Paris.

Die Serie liebt irgendwelche Motive aus dem 21. Jh. regelrecht naiv in die Vergangenheit zu versetzen wie hier Slums.
Leider fehlt der Folge nicht nur irgendwelche Logik - wem soll denn dieser Mauvoisin das Viertel abgekauft haben? - dem König? - sondern auch Action. Es gibt ein bisschen Rumgeballer. Es gibt nichtmal die sonst immerhin vorhandenen ansehnlichen Frauen - nur diese Flea in ihrem Kleid vom letzten Fantasy-Event mit ner Frise aus "Vikings". Leider sind ja nichtmal die Charaktere in sich koherrent. So wird in den anderen Folgen Tréville als Mann des Gesetzes aufgebaut und verhilft dann einem angeblich überzeugten Katholiken dazu nach dessen schwerwiegenden Verbrechen auch noch ein ebenso großes Verbrechen, das mit der Todesstrafe belegt ist - nämlich Selbstmord - hinzu zu fügen. Wie das am Ende überhaupt gehen sollte, wird auch nicht erklärt, da er zwar de Mauvoisin mit seiner Pistole allein lässt - warum der keine eigene hat, wo seine Schergen schwer bewaffnet sind [die er sich obwohl arm ja auch leisten kann...] bleibt auch fraglich. Denn de Tréville vergisst de Mauvoisin den unbedingt nötigen Schlüssel zum Aufziehen der Radschlosspistole zu übergeben.

Für Fans des Genres gibt es immerhin ein Wiedersehen mit Michael Cochrane - dem Hauptbösewicht aus der Sharpe-Serie!
Darsteller *
Bilder
Story
Fechtszenen