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  • 02. Dezember 2021 - 10:06:28
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Endlich wieder da!

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 1 
 am: Heute um 09:38:52 
Begonnen von emigholz - Letzter Beitrag von tattergreis
Zitat
Tattergreis weiß das ja eh alles und fragt wohl nur aus Spaß?
Nein und ja, ich weiß nicht alles und ja, es macht mir Spaß, darüber zu diskutieren, mehr sogar, als über Knöpfchen.
Das Schöne an der Sache ist, dass man imho ganz emotionslos darüber reden kann/ können sollte. Die Weltkriege, die Shoa, Weimarer Republik und die Geschichte der Bundesrepublik/DDR sind für meine Generation (50+) weit emotionaler, aber ich habe noch nie eine emotional aufgeladene Diskussion über 70/71 erlebt.
Ich sehe die Kriegsschuld eindeutig bei Frankreich, der aggressive Nationalismus/Nationalstolz im Kabinett Napoleons III führte zu einer Situation, in der übersteigerte Forderungen in unangemessener Form an den preuß. König herangetragen wurden. Die Emser Depesche aus heutiger Sicht ist sicherlich kein akzeptabler Kriegsgrund, die Reaktionen der europäischen Nachbarn waren auch eindeutig in der Zuweisung der Rolle des Aggressors an Frankreich.
Als PM Boris seinen Brief an Macron wegen der Flüchtlingstragödien/-problematik auf Twitter veröffentlichte, habe ich an die Emser Depesche gedacht. Zum Glück haben sich die Zeiten geändert.

Ich hab die Regeln 1871 von Bruce Weigle (Xothian, ich will 1870 zurück!!!), aber die werde ich kaum je spielen, am liebsten wäre mir eine Variante von Altar of Freedom für diesen Krieg, die würde ich dann wirklich auch anwenden.
Taktisch gesehen finde ich diesen Krieg für TT eher langweilig, operativ dagegen sehr interessant, Freies Kriegsspiel à la Verdy wäre mein Traum

 2 
 am: Heute um 07:41:56 
Begonnen von emigholz - Letzter Beitrag von Bommel
Ich glaube Decebalus hatte zu den Regeln hier im forum mal eine Übersicht erstellt und sogar zu den einzelnen Regeln eine kurze Rezension geschrieben.
Ansonsten habe ich mir Blücher von Sam Mustafa besorgt. In seiner Facebook Gruppe gibt es eine Adaption für 1870 für dieses Regelwerk.
Und ich habe mir noch Bacchus 6mm Regelwerke zu dieser Epoche besorgt.

Ich habe beide noch nicht gelesen, geschweige denn ausprobiert. Aber ich hatte es mir natüelixh vorgenommen.

 3 
 am: Heute um 07:10:47 
Begonnen von emigholz - Letzter Beitrag von newood
... finde die Idee, hier einen Sammelpunkt für Fragen zur Epoche "1870/71" einzurichten sehr gut und würde mich freuen, wenn hier auch Empfehlungen
bzw. kurze Zusammenfassungen zum Stichwort

                "Spielregeln" bzw. "Regelsystemen"

bereitgestellt werden, mit denen man Gefechte in diesem Konflikt abwickeln
könnte.

Da gibt es bestimmt einiges am Markt für diese Epoche, was von Interesse
sein könnte, was aber nicht jeder kennt ...

Bestimmt gibt es auch Quellen für die Gestaltung von Szenarien, auch hier
wäre gut, wenn der Bereich  "1870/71" eine Übersicht bringt.

Nicht zuletzt halte ich es für außerordentlich wichtig, wenn diese Seite auch
unseren Gegner mit seinen Eigenheiten, Stärken, Schwächen und Auffälligkeiten objektiv darstellt, denn die Franzosen, kommen ja auch mit klingendem Spiel farbenfroh daher, müssen gebaut, bemalt, organisiert und auch auf einem Tisch
angemessen geführt werden.

mfg
micha / newood / mr. papertigers
02.12.2021 


 4 
 am: Heute um 03:50:24 
Begonnen von emigholz - Letzter Beitrag von DonVoss
Bitte im Themenfeld des Forums bleiben.... ;)

Schön zurück zu Uniformfarbe und Knöpfchenzählen... :D

LG,
Don

 5 
 am: Heute um 02:52:13 
Begonnen von emigholz - Letzter Beitrag von Riothamus
Da wollten zwei den Krieg und der eine war geschickter darin, den anderen zu provozieren. Im Prinzip scheint mir das unbestritten, auch wenn der Anteil Frankreichs in Deutschland selten thematisiert wird, gerade so, als ob Bismarck wie ein Gott die Taten seiner Gegner gelenkt hätte. Eine entsprechend geschickte Verlautbarung hinsichtlich fehlerhafter Kommunikation in der preußischen Regierung, eine Rüge für die mehr als reißerische französische Übersetzung und eine frisierte Schilderung des Botschafters hätten schließlich Bismarcks Provokation ins Leere laufen lassen können. Napoleon wollte das Rheinland und einen schwachen Deutschen Bund, Bismarck ein Deutsches Reich und ein schwächeres Frankreich*, bevor jemand sagt, ich würde auf Affekte abstellen.

Schuld? Als ethische Frage hier im Forum leider ausgeschlossen, auch wenn die Frage hinsichtlich einer Zeit, in der Krieg als ehrenhaftes und legales Mittel der Politik galt, sehr interessant und keinesfalls trivial ist.

* Militär und Politik hatten in Preußen unterschiedliche Vorstellungen von Territorialgewinnen. Es wurde ein Kompromiss. Und in Frankreich ging es mal um die Rheingrenze, mal um die preußischen Rheinprovinzen.

Edit: Wieso ist der Thread eigentlich in Absolutismus und Revolution gelandet?

 6 
 am: 01. Dezember 2021 - 21:15:51 
Begonnen von Maréchal Davout - Letzter Beitrag von Maréchal Davout
Danke für den Zuspruch, Jungs! Freut mich :)

Sehr schöne Truppe :)
Und ja, Umbauen is schon schmerzhaft, in dem Maßstab und bei so schönen Figuren.

Ja, im ersten Moment ist es wegen der "schönen Figuren" schmerzhaft, aber ich nehme fast nur die mit Pistole direkt zur Seite schießenden (auf meinen Kav-Basen wirken die, als ob sie ihrem Nebenmann direkt in den Kopf schießen, also ist das nicht so schlimm, die zu verwenden) - habe da 15 oder so von.
Was den Umbau in dem Maßstab an sich angeht, macht mir das Spaß und ist auch nicht so wild. Eine schöne glatte, nicht zu kleine Klebestelle reicht mir da  :D

 7 
 am: 01. Dezember 2021 - 20:20:24 
Begonnen von emigholz - Letzter Beitrag von Jens von Tabletop Generals
@tattergreis, wahrscheinlich die Deutschen, in dem Fall Preußen.
Wie die Deutschen an fast allen Kriegen eine Schuld/Mitschuld haben. Außer an denen wo wir nicht beteiligt waren und auch da wird sich jemand finden der sagt das die Deutschen hätten da was besser machen können.

Finde die Schuldfrage ohnehin schwierig, finde man sollte eher schauen haben alle genug getan um den Krieg zu verhindern? Oder hat man nur einen Grund gesucht um alte Rechnungen begleichen zu können? Oder unterschätzt man den Gegner und überschätzt die eigenen Kräfte so das man vielleicht gar nicht erst versucht einen Konflikt zu vermeiden.

 8 
 am: 01. Dezember 2021 - 19:53:46 
Begonnen von emigholz - Letzter Beitrag von Maréchal Davout
Meine Frage zu 70/71 ist:
Wer hatte die Schuld am Ausbruch?
 8)

Bismarck, Preußens Machtstreben ist wohl eine tiefere Ursache für den Krieg. Kurzfristig war Napoleon III. natürlich durch seinen Stolz auch Mitschuld, dass er das Spiel Bismarcks (Emser Depesche und so) mitgespielt hat. Bevor ich jetzt differenzierter zu viel schreibe, warte ich erstmal, ob mir gar jemand widerspricht, wenn ich so verknappt relativ Offensichtliches schreibe. Tattergreis weiß das ja eh alles und fragt wohl nur aus Spaß?

 9 
 am: 01. Dezember 2021 - 18:58:28 
Begonnen von emigholz - Letzter Beitrag von tattergreis
Meine Frage zu 70/71 ist:
Wer hatte die Schuld am Ausbruch?
 8)

 10 
 am: 01. Dezember 2021 - 16:23:39 
Begonnen von meyer - Letzter Beitrag von meyer
Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen!

Das sieht wirklich gut aus! Ist alles, was auf den Bildern zu sehen ist, aus Styrodur? Das sieht aus wie Gipsguss ( und das ist als Kompliment gemeint, wenn es tatsächlich Dtyrodur ist). Das Kopfsteinpflaster ist einfach mit einer Walze eingedrückt?

Ja, alles Styrodur. Habe ich mit dem Heißdrahtschneider zugeschnitten. Kopfsteinplaster und die Ziegelwände sind mit den Strukturwalzen von Gerard eingedrückt.

Sieht bisher prima aus. Insb. die feinen Fenster wissen zu gefallen.
Pass aber auf, dass es nicht zu eintönig wird. Alle Häuser mit dem gleichen Ziegelrot und Grau wirk schon sehr eintönig. Ein bisschen Auflockerung wäre meines Erachtens nach gut. Die komplett rechtwinkelig angeordneten Straßen lassen es eher abstrakt erscheinen. Das kann aber auch dem Regelkonzept geschuldet sein.

Das Sherlock Homes Spiel mag ich sehr, stelle es mir aber schwierig vor, das in ein Figurenspiel umzusetzen. Bin da aber sehr gespannt, wie Du das umsetzen wirst. Im Spiel werden die Pläne ja in erster Linie genutzt um Tathergänge zu rekonstruieren. Da laufen ja keine Figuren über dem Plan.
Ein Figurenspiel lebt ja in erster Linie von der Bewegung bzw. Position der Modelle zueinander und wie diese Bewegung/Position/Sichtlinie durch das Gelände beeinflusst wird.
Geht es Dir um das Darstellen/ggfs. Verhindern eines Verbrechens oder um die Aufklärung im Nachhinein. Im zweite Fall hätte des Spielfeld da eher die Funktion wie der Spielplan bei Cluedo.
Für mein Ripperspiel hatte ich damals als ganz grobe Grundlage das Kartenspiel "Mystery Rummxy - Jack the Ripper" verwendet. Daher stammt der Mechanismus der Verdachtspunkte, auf der dann das "Figurenspiel" aufgepfropft wurde.

Bin gespannt, wie es weiter geht.

Du warst der mit der tollen Ripper Platte oder, From Hell? Das war/ist ein wirklich schönes Projekt. Vielleicht erinnerst du dich, ich war jener, der gleich im Millers Court angefangen hat und alle Constables erledigte  ;D. Auf der Do or Dice.
Die Eintönigkeit versuche ich zu vermeiden, mit teils geputzten Häusern, einem grünen Pub, den freundlichen Highstreet Häusern mit ihren hellen Ziegeln. Andererseits waren die armen Viertel Londons ja schon sehr trist. Aber ich habe noch ein paar Häuser in Planung und werde deinen Rat berücksichtigen.
Mit dem rechtwinkligen Straßensystem hast du recht, wollte das so machen weil ich weitere Plattensegmente kompatibel gestalten möchte und alles ausschließlich mit Fassaden darstellen werde. Aber das wird mich bei zukünftigen Segmenten nicht davon abhalten, mal eine Straße schief zu setzen oder so einen kleinen unsymetrischen Platz einzubauen.
Die Gesamtstabiltät macht mir aktuell noch Sorgen, ich befürchte das beim Spielen Fassaden umfallen, aber hier wird es auch noch eine Lösung geben. Stützen sind schon dran, aber es ist alles so leicht  ;) .
Die Schwierigkeiten beim Umsetzen der Regeln sind mir bewusst, möchte da aber neue Wege gehen. Die Bewegung wird eine Rolle spielen, auch die Interaktion mit anderen Figuren und das Sammeln von Beweisen. Es wird auch "point and click" Elemente geben. Aber es wird kein klassisches Wargame (so wie deines ja auch schön untypisch war), der Kampf soll ganz klar die untergeordnete Rolle spielen. Vielleicht mal ein Faustkampf oder Pistolenduell, aber keine große Schießerei.
Das Aufklären eines Verbrechens wird die jeweilige Aufgabe sein. Also ist das Ganze klar auf Präsentation ausgelegt.
Ich bin auch sehr gespannt wie es weitergeht, weil alles an dem Projekt neu und das Ende noch offen ist.

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