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Kaserne => Spielberichte => Thema gestartet von: Decebalus am 16. September 2019 - 10:53:04

Titel: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 16. September 2019 - 10:53:04
Ich denke mir, es wäre ganz nett, mal eine Übersicht darüber zu machen, was ich alles so spiele. Für mich ist es wie ein kleines Spiele-Tagebuch, für Euch vielleicht auch ganz interessant. Daher also dieser Thread. Das Ziel sind wirklich nur kleine Hinweise auf Spiele, nicht ganze Spielberichte, die werden nach wie vor eigene Threads bekommen. Auch bei den Bildern will ich nicht so streng sein und das ein oder andere schlechte Handy-Bild zeigen.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 16. September 2019 - 11:08:07
Los gehts. Das verlängerte Wochenende war Old Nosey zu Besuch, was uns Zeit gab diverse Sache zu zocken.

Song of Ice and Fire Tabletop

1. Spiel: Lannister mit Commander Old Sparrow gegen Nightwatch mit Alliser Thorne. Szenario: A Clash of Kings. Die Lannisters haben mich mit ihren üblichen schmutzigen Tricks eingemacht.

2. Spiel: Boltons mit Roose Bolton gegen Nightwatch mit Othell Yarwick. Szenario: Storm of Swords (das Belagerungsszenario). Das Szenario, an das wir bisher nicht ran wollten, ist wirklich gut und spannend, aber etwas länger als sonst. In der letzten Runde haben die Flayed Man dann doch den Sieg heim geholt, in dem sie eine weitere Mauer durchbrachen.

Hunt for Lützow [Bismarck (AH 1962)]

Eines meiner neuen kleinen Projekte ist eine Umsetzung des Avalon Hill-Spiels Bismarck mit Miniaturen. Wir machten ein kleines Testspiel quasi zum 80jährigen Jubiläum. Mit Kriegsbeginn ist die Deutschland, die dann gleich in Lützow umbenannt wurde, noch im Atalantik und wird von der Royal Navy gejagt. Kurz und spassig. Die Lützow wurde schließlich von der Norfolk gestellt, die konnte versenkt werden. Doch dann versenkten die Sword Fish der Ark Royal die Lützow.

(https://abload.de/img/imag11309pk8m.jpg)

Age of Napoleon

Danach eine Mega-Sitzung mit dem Brettspiel "Age of Napoleon". Nach leichten Einstiegsproblemen, was es ein richtig tolles Spiel, das vor allem als Erzählung wirklich eine alternative Geschichte der napoleonischen Zeit abgeben würde. Das Würfelglück kippte am Ende deutlich zu der Koalition, so dass nach einem Spiel ab 1805 doch im Jahr 1814 Paris erobert wurde.

(https://cf.geekdo-images.com/itemrep/img/kj2XGB9DZpyXu76PIUi1ATPzVTQ=/fit-in/246x300/pic1248514.jpg)

Crossfire

Und zum Abschluss noch ein Spiel Crossfire: Januar 1944. Die Russen müssen den Übergang über einen Fluss schaffen. Am Ende war die Feuerkraft der Deutschen doch zu groß und sie blieben davor liegen.

(https://abload.de/img/imag1136c8jp7.jpg)
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Maréchal Davout am 16. September 2019 - 12:16:26
Das wirkt ja wie ein geniales Spielewochenende - schön!

Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Sorandir am 16. September 2019 - 13:01:13
Sieht gut aus. Nur für Crossfire hätte ich mehr Gelände erwartet bzw. eingestzt, sonst wechselt die Initiative doch so schnell oder ?
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 16. September 2019 - 21:09:54
Sieht gut aus. Nur für Crossfire hätte ich mehr Gelände erwartet bzw. eingestzt, sonst wechselt die Initiative doch so schnell oder ?

Du hast durchaus Recht. Wir haben zwar die Stellungen als Sichthindernis gespielt, was schon mal mehr Luft schaffte, aber es war trotzdem zu wenig Gelände. Ich hab halt nicht mehr Wintergelände im Moment. Allerdings geht das weniger auf die Initiativwechsel - die passieren ja eher, wenn man Risiken eingeht. Und das muss man auch bei mehr Gelände. Das Problem ist eher, dass man taktische Optionen verliert, weil man Truppen weniger verschieben kann.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Frank Bauer am 17. September 2019 - 09:48:11
Sehr schöne Idee, dieser Thread.
Ich werde das mit Interesse verfolgen!

Die Nachtwache hat zweimal verloren? Wie konnte das passieren? Wir müssen demnächst (mit meiner bis dahin bemalten Nachtwache) mal wieder spielen.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 02. Oktober 2019 - 18:06:35
Letztes Wochenende war ja die große HOTT-Kampagne bei Blücher, von der hier auch schon andere ihre Armeen gezeigt haben.

Ich hatte mich ja extra aufgerafft und im Schnellverfahren eine Reptiliad-Armee (RAFM Figuren) angemalt. Meine kleinen Echsen waren allerdings nicht besonders erfolgreich, am Ende hatte ich den letzten Platz. Aber trotzdem und auch meiner Erkältung hat es Spaß gemacht.

(https://abload.de/img/imag1164wkji1.jpg)
Hier meine Schlacht gegen die Nachtgoblins. Der einzige Sieg, den ich eingefahren habe.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Planspieler am 02. Oktober 2019 - 18:18:31
Sehr gute Idee. Lese gerne was andere so treiben. Könnte auch mal etwas schreiben. Gelobe Besserung.
Grüße vom Planspieler
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Frank Bauer am 10. Oktober 2019 - 22:08:09
Die kleinen Echsen waren sehr niedlich und hatten den letzten platz nicht verdient.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: DonVoss am 11. Oktober 2019 - 17:09:31
Ha...die RAFM-Echsen hatte ich auch mal.
Cool die angemalt zu sehen...;)

Haben schon old-school-Charme.

...und ja, die Thread-Idee is geil. Muss ich mal klauen.

DV
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 15. Oktober 2019 - 16:20:19
Star Wars Event
Letztes Wochenende hatten wir eine Einladung des Hamburger Tabletop-Clubs zu einem
"Star Wars Event".
[Bilder folgen vielleicht noch, ich habe meine Kamera liegen gelassen.]

Jetzt muss ich ja gestehen, dass ich garnicht auf Star Wars stehe. Alles was es auch in Lego gibt, ist Kinderkram. Aber wenn einen nette Leute einladen, dann macht man doch trotzdem gerne mit.

Zuerst ging es zum "Outpost One" in Dassow, einer Star Wars Remake-Ausstellung mit Wachsfiguren, original großen Tie Fightern und allem, was das Herz des Star Wars Fans höher schlagen lässt. Beeindruckend für mich vor allem die Sammelleidenschaft eines einzelnen Fans, der hier Millionen investiert, die niemals wieder rein kommen können.
https://outpost-one.de/ (https://outpost-one.de/)

Starwars Legion 1
Danach war dann großes Treffen mit zahlreichen Star Wars Spielen. Da ich Armada schon kannte, X-Wing keine Lust hatte, also mal das Tabletop: Star Wars Legion. Zuerst ein Kennenlernspiel auf einem Wüstenplanet mit nicht-originalen, aber schön bemalten Figuren. Ich natürlich das Imperium!

Podracer
Dazwischen dann Podracer, das selbst entwickelte Spiel von Frank Becker. Sehr, sehr spassig. Es beruht auf den Bewegungschablonen von X-Wing, man muss also immer abschätzen, wie man jetzt fliegen kann. Von denen, die über das Ziel kamen, war ich der Letzte. Aber es gab ja auch noch die, die garnicht ankamen ...

Star Wars Legion 2: Mustafar (http://Star Wars Legion 2: Mustafar)
Und dann als krönender Abschluss das Spiel auf der großartigsten Platte der letzten Tactica. Ich wieder auf der Seite des Imperiums und wir mussten uns gegen Prinzessin Leia und ihre fiesen Knechte wehren. Es war ein oberspannendes Spiel. Am ende flüchtete Leia mit einem entführten Wissenscahftler unter eine Rampe. Aber sie konnte dem Imperium nicht entgehen: mein Walker und ein Stormtrooper-Bike sahen und erledigten sie. Das reichte dann für ein wohlverdientes Unentschieden.

(https://tabletopdeutschland.files.wordpress.com/2019/02/tactica2019-65.jpg?w=474&h=711)
Hier einfach mal ein Fremdbild von der Tactica zum illustrieren.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 24. November 2019 - 00:51:33
Und wieder Spielewochenende mit Old Nosey. Zumindest der heutige Samstag war desaströs - macht aber nichts.

Denmark Strait [Victory at Sea]
Für meine kleinen WK2 Schiffe bin ich ja noch am Regeln ausprobieren. Daher ein Spiel mit Victory at Sea von Mongoose Games. Das klassische Szenario: Bismarck und Prinz Eugen gegen Prince of Wales und Hood. Schlechtes würfeln und insbesondere die Überlegenheit der Prince of Wales sorgten dafür, dass die Bismarck doch bald versenkt wurde. Und die Prinz Eugen hat gegen die grßen Pötte wirklich keine Chance. - Die Regeln funktionieren eigentlich gut, aber im Konkreten fand ich dann vieles doch nicht so ganz überzeugend. Da es in diesem Stil noch mehr Regeln gibt, werden wir sicher auch noch anderes testen.

Song of Ice and Fire
Spiel 1: Stark mit Brynden Tully gegen Bolton mit Ramsey.

Da ich doch langsam mal bemalt spielen will und bei mir ein paar bemalte Starks gelandet sind, wollte ich mal meine neue Liste testen: 2*Tully Sworn Shield+Outrider+Bowman+Sworn Swords (mit dem Blackfish)+Sansa+Roderick Cassel. Dagegen die Boltons mit allem was es gibt: Flayed Man+Hunde (mit Ramsey und Reak)+Cutthroads+Black Guard+Baelish+Varis. Das Szenario war "Dark Wings - Dark Words", das neue Szenario mit Missionskarten, das gut funktioniert. Ich hatte keine Chance gegen die Manipulationsmöglichkeiten der Boltons.

2. Spiel: Tully gegen Lannister mit Tywin

Die gleiche Armee von mir gegen eine fast klassische Lannister-Armee mit Knights+Hellebardiere+Guardsman+Mountan Man (mit Gregor)+Tyrion+Pycelle+Cersei. Das Szenario war Clash of Kings, die neue Fassung. Eigentlich ein ähnlicher Ablauf. Die Tullys können zwar wirklich viel einstecken, aber sie werden einfach über das Taktik-Deck fertig gemacht. Zudem machte ich hier auch noch richtige Spielfehler.

Commands & Colors
1. Ticinus
2. Trebbia

Zum Abschluß heute noch zwei simple C&C Spiele. Die Würfel sind heute nicht auf meiner Seite, so dass Rom zweimal über Karthago siegte.

Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 09. Dezember 2019 - 13:33:30
Am Sonntag ging es dann weiter:

Schlacht von Arsuf mit Griechen/Makedonen (DBA24)
Auf der Tactica wollen wir die Schlacht von Arsuf aus dem dritten Kreuzzug präsentieren. Von daher machte es Sinn, das Szenario schon mal auszuprobieren. Da die Figuren noch nicht fertig sind, mussten meine Griechen als Ersatz herhalten. Es wird wieder Ereignis-Karten geben, um die besonderen Ereignisse der Schlacht darzustellen. Jede Seite hat 2 Spieler und 2-3 DBA Armeen auf einem 6*8 Fuß-Tisch. Die Schlacht haben wir zweimal getestet und das hat auch sehr gut funktioniert. Jetzt müssen nur noch die Figuren angemalt werden.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 09. Dezember 2019 - 13:36:46
Eine Bekannte wollte mal den Klassiker der Card-Driven-Games kennenlernen.

Hannibal
Die Gelegenheit mal die neue Variante von Phalanx Games auszuprobieren. Größerer Plan und Figuren gefällt mir schon gut. Wir haben nur zwei Phasen durchgespielt (ging eigentlich flott) und ich habe als Hannibal ziemlich viele Römer verprügelt. Hannibal macht immer wieder Spaß!

(https://ksr-ugc.imgix.net/assets/015/965/497/c78449ab580b5f850c919495be78e0b0_original.jpg?ixlib=rb-2.1.0&crop=faces&w=1552&h=873&fit=crop&v=1492425538&auto=format&frame=1&q=92&s=05e4a241a75af37ace4a824f487e4ab6)
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 09. Dezember 2019 - 13:47:37
Dieses Wochenende mit der Freundin die Neuanschaffung getestet.

Black Orchestra

(https://www.gamesquest.co.uk/blog/wp-content/uploads/2018/08/Black-Orchestra-Board-Game-Box.jpg)

Black Orchestra ist ein Coop-Spiel (von daher Päarchen tauglich), indem man als Verschwörer versucht Hitler zu beseitigen. Die Spielmechanismen sind jetzt nicht besonders innovativ. Man muss seine Motivation hochhalten (damit man sich überhaupt traut, ein Attenta zu machen) und gleichzeitig verhindern, dass man zuviel Aufmerksamkeit der Gestapo bekommt. Und dann bewegt man sich auf dem Plan, sammelt Verschwörer um die Unterstützung von Hitler zu senken, "sammelt" Pläne, wie man Hitler beseitigen kann und Zubehör wie Sprengstoff, was man halt so braucht. Und dann finden laufend Ereignisse statt, die einem den Plan versauen. Aber diese Teile sind ziemlich gut abgestimmt und erzeugen ganz schön viel Spannung.

Das Spiel gilt als sehr schwer und so war es kein Wunder, dass wir als Admiral Canaris und Henning von Tresckow gleichzeitig verhaftet wurden, womit man das Spiel verloren hat. Das zweite Spiel dagegen lief deutlich besser. Carl Goedeler und Hans Oster haben den Vorteil, dass sie beide das Verschwörer-Deck manipulieren können. Und wir setzten schon ziemlich früh darauf, Hitler mit einer Bombe im Flugzeug zu töten. Wir hatten alles, was man braucht. Nur wollte Hitler nicht rum fliegen! Mit Kriegsausbruch wurde es dann immer schwerer, weil Hitler durch seine Anfangserfolge soviel Unterstützung findet. Aber das bekamen wir dann auch in den Griff. Und dann flog er von Wien zum Berghof. Die Gelegenheit! Und das Attentat war erfolgreich. "We killed Hitler!"
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Driscoles am 09. Dezember 2019 - 13:56:51
Black Orchestra habe ich auch. Super Spiel
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 17. März 2020 - 20:56:48
Auch dieses Wochenende mal wieder volles Programm mit Old Nosey! Freitag Abend bis Sonntag nachmittag eigentlich durchgezockt. War richtig gut.

Freitag Abend: Gestartet haben wir mit einem schönen Spiel Mythic Battles: Pantheon. Dafür haben wir eine Draft-Variante getestet, die ziemlich gut funktionierte. Zum Einsatz kam erstmals meine bemalt gekauften Figuren, das hat auch optisch richtig Spaß gemacht. Am Ende hat Ares seinen Vater Zeus verprügelt und das Spiel gewonnen.

(https://abload.de/img/img_20200314_022829ao8kq8.jpg)

Samstag: Zweimal Jagd auf die Bismarck. Siehe dazu extra Spielbericht
https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,24706.0.html (https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,24706.0.html)

Danach die neue Targaryen Box für Song of Ice and Fire getestet. Leider alles eher unbemalt. Das muss sich ändern! Die Targaryens, die eigentlich mehr Dothtraki darstellen, hatten wenig Chancen gegen meine Tully-Liste. Da die Stark-Taktik-Karten doch viel zusätzliche Bewegung ermöglichen, hat man garnicht so das Gefühl, gegen die reine Kavallerie-Liste der Dothtraki unterlegen zu sein.

(https://abload.de/img/img_20200314_180209likpj.jpg)

Danach The Others: 7 Sins. (Ich bräuchte wirklich jemanden zum Bemalen.) Mit Rückspiel (gleiches Szenario, gleiche Helden, gleiche Sünde, aber anderes Gelände) gewann dieses Szenario zweimal die „Gier“. Im Nachhinein sind wir beide der Meinung, wir wissen jetzt, wie man spielen muss. The Others hat Szenarien, die immer drei Ziele haben, die man nacheinander abarbeiten muss. Bei diesem Szenario kommt schon nach dem ersten Ziel der Avatar (= das fette Monster), man muss also wohl noch vor dem Erreichen des ersten Zieles alles vorbereiten, damit man dann die anderen Ziele hinbekommt. Das gibt bestimmt noch einmal ein Testspiel.

(https://abload.de/img/img_20200314_210912sbkb0.jpg)

Am Sonntag dann die Schlacht von Nachod 1866. Ich suche immer noch ein flottes, einfaches Regelwerk, mit dem man Schlachten des Krieges von 1866 in 28mm auf großtaktischer Ebene spielen kann. Denn dann möchte ich gerne eine richtige Kampagne spielen. Von daher testen wir uns momentan durch verschiedenen Regeln.

Diesmal zuerst Volley & Bayonet mit wenigen Hausregeln für 1866. V&B ist ja ein Klassiker und funktioniert auch sehr gut. Ich bin nicht ganz warm mit dem etwas altmodischen System, dass Moral und Verluste völlig unabhängig voneinander funktionieren. Ansonsten wurde die Schlacht entschieden, weil ein österreichisches Regiment ein fast frisches preußisches Regiment in einem Nahkampf überrannte und damit die Division kollabierte. Sieg der Österreicher.

(https://abload.de/img/img_20200315_115906a7hk9r.jpg)

Danach gleiches Szenario, gleicher Aufbau mit Bloody Big Battles. BBB ist ja DAS neue Spiel für das 19. Jahrhundert, letztlich ein Fire&Fury-Clon, der wohl etwas einfacher ist. Spielt natürlich kein Mensch in 28mm, wir haben einfach eine Base gleich eine Einheit genommen und alle Formationen weggelassen (weil es ja nicht so gut geht, wenn eine Einheit nur eine Base ist). Das hat tatsächlich gut funktioniert. Ich war am Anfang ziemlich begeistert: das Aktivierungssystem hat Effekte, die irgendwie Sinn machen und nicht so zufällig sind wie Black Powder. Und die Schußphase fühlt sich wirklich wie ein Anrennen gegen das Dreyse-Nadelgewehr an. Aber irgendwie ging es trotzdem nicht richtig vorwärts. Letztlich war es ein riesiges Feuergefacht über die ganz Front, das sich jede Runde wiederholte. Und jedes Mal neu berechnet werden musste. – Die Suche geht also weiter.

(https://abload.de/img/img_20200315_133547a6vkhq.jpg)
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: D.J. am 18. März 2020 - 04:39:14
Ein schöner, bunter Strauß an Systemen, den du du da gespielt hast :)
Sportlich, sportlich :D
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Frank Bauer am 26. März 2020 - 16:42:23
Ich suche immer noch ein flottes, einfaches Regelwerk, mit dem man Schlachten des Krieges von 1866 in 28mm auf großtaktischer Ebene spielen kann. Denn dann möchte ich gerne eine richtige Kampagne spielen. Von daher testen wir uns momentan durch verschiedenen Regeln.

Diesmal zuerst Volley & Bayonet mit wenigen Hausregeln für 1866.
Danach gleiches Szenario, gleicher Aufbau mit Bloody Big Battles. BBB ist ja DAS neue Spiel für das 19. Jahrhundert, letztlich ein Fire&Fury-Clon, der wohl etwas einfacher ist.  Aber irgendwie ging es trotzdem nicht richtig vorwärts. Letztlich war es ein riesiges Feuergefacht über die ganz Front, das sich jede Runde wiederholte. Und jedes Mal neu berechnet werden musste. – Die Suche geht also weiter.

Interessante Einblicke in die leidige Suche nach einem guten Regelwerk. Es gibt so viel Mittelmäßiges und so wenig wirklich Durchdachtes, Gutes im Regeldschungel...
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 11. Mai 2020 - 13:51:57
Und wieder mal Wochenende mit Old Nosey.

Aus räumlichen Gründen war das Wochenende sehr Brettspiel-lastig. Auch das macht Spaß.

Samstag nachmittag:
(http://Song of Ice and Fire)
Song of Ice and Fire: Targaryan mit Khal Drogo gegen Baratheon unter Renly. Da unbemalt ohne Bilder. War ein schönes Spiel, aber letztlich chancenlos für Baratheon. Wer Bewegung mag, der ist mit den Dothraki ziemlich gut bedient.

Samstag abend und Sonntag früh:
Mythic Battle.

Erstes Spiel: Zeus gegen Aphrodite (ich). Zeus hatte  Heracles dabei und das war dann doch etwas viel Kampfpower. Vor allem habe ich die Tricks meiner Truppe mangels Erfahrung nicht gut genug ausgespielt. So hätte ich mit Hector Felder blockieren können und Medea hätte meinen Nemeischen Löwen fast unsterblich machen können.

(https://abload.de/img/mdjnx.jpg)

Zweites Spiel: Apollo gegen Athene (ich). Diesmal hatte ich die Prügel-Power mit dem Nemeischen Löwen und Heracles. Und das hat sich ausgezahlt. Klarer Sieg.

(https://abload.de/img/img_20200510_143025wfj6d.jpg)
Die Siegerin Athene mit ihrem Löwen.

Sonntag nachmittag:
Hannibal (CDG von Mark Simonitsch)

Ich liebe dieses Spiel! Es ist einfach unendlich spannend. Und sicher sidn die Schlachten eigentlich totales Glück, aber so gut und simpel verpackt, dass man total mitfiebert. - Ich war Hannibal und wir haben eine Aufbauoption gespielt, bei der Hannibal sich erstmal an Scipio Vater vorbeischleichen muss, um dann bei den Kelten jenseits der Alpen richtig was vorzufinden. Und dann hatte ich noch einen Scout so dass ich ohne Verluste über die Alpen gekommen bin.

Ich saß richtig fett in Italien, habe so langsam die Provinzen erobert. Nach zwei großen Belagerungen waren Capua und Neapel mir. Und dann wurde ich übermütig, habe Gisgo mit einer großen Armee alleine in Norditalien rumturnen lassen. Die Römer konnten dann (klassischer Fall von innerer Linie) erst die Pflaume Gisgo platt machen und dann dank Scipio Africanus Hannibal sogar einmal in Unteritalien besiegen. Hanno saß derweil in Carthago und hatte verboten, dass Hannibal Verstärkung bekommt. Als endlich diese Blockade vorbei war, konnte ich nur noch Risiko spielen, um Hannibal Truppen zuzuführen. Mago versuchte mit einer großen Armee durch das von Römern verseuchte Mittelmeer zu fahren - es ging schief und damit habe ich dann aufgegeben. - Langes Spiel, aber total cool.

(https://abload.de/img/img_20200510_1959459fjuf.jpg)
Ein Blick nach Italien. Rechts ist Hannibal, zweiter von rechts Scipio. Ganz hinten Hasdrubal, dessen Entsatz auch vernichtet wurde.

Sonntag Abend.
Wings of War. Diesmal später Krieg (irgendwie Okt. 1918). Beide Seiten mit zwei Jägern und einem Zweisitzer. Szenario war einfach ein Shootout und da sind die Zweisitzer doch ganz schön dominant, da sie eben auch nach hinten schiessen können. Und letztlich war ich dann doch überlegen und habe die Briten runtergeholt. Mein zweiter Jäger ist allerdings auf dem Rückflug abgebrannt, so dass nur mein Zweisitzer heil heimgekommen ist.

(https://abload.de/img/img_20200510_2321271cjzu.jpg)
Beide Zweisitzer fliegen parallel und die MGs beharken sich.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 13. Juli 2020 - 16:59:21
Und das nächste Wochenende:

Mythic Battles
Ein feines Spiel Hades gegen Zeus (ich). Und Hades hatte Orpheus dabei, der mit seinem Gesinge irgendwann meine ganze Truppe lahmgelegt hat. Hades konnte dann leicht gewinnen.

A Song of Ice and Fire
Targaryen mit Danarys und dabei die Unsullied mit Greyworm gegen Night Watch mit Jorah Mormont (ich). Die Unsullied sind ja die neue Wunderwaffe in SoIaF, mit Grey Worm kosten sie 11 Pkte. und sind auch krass. Aber ich habe sie irgendwann gekillt (Juchhu). Aber die vielen Dothraki-Reiter waren dann doch ein Problem, so dass auch dieses Spiel verloren ging. (Wird zum Thema.)

Brettspiel Pericles von Marc Hermann
Eigentlich ein Vierpersonenspiel über den Peleponessischen Krieg, aber man muss sich ja mal einspielen. Das Spiel hat unendlich viele Szenarien, darunter sind auch ganz kleine um die Regeln zu lernen. Und da haben wir uns mal eingearbeitet: eine Schlacht, ein Theater (Athen hat gegen Sparta gewonnen) und schließlich noch eine politische Abstimmung. - Wenn ich nur wüsste, wo man vier Spieler her bekommt, wäre das sicher sehr spannend.

The Others: 7 Sins
Wir haben zweimal (d.h. mit Rückspiel) das Szenario "Haven in Flames" gespielt. Die Sin war Zorn. Und wir sind einfach nicht gegen die Sünde angekommen. War aber spassig.

Operation "Rheinübung" fiktional (eigene Regeln)
Ich wollte ja die neueste Inkarnation meiner Mini-Kampagnen- und Schlachten-Regeln testen. Daher diesmal ein fiktionales Szenario: Was wäre wenn den Ausbruch der Bismarck in den Atlantik von der Tipritz (die war damals schon fertig, aber noch in der Trainingsphase) und der weiter gebauten Graf Zeppelin begleitet worden wäre?

Das Szenario war eigentlich von der Story richtig klasse, wenn ich auch als Brite komplett gescheitert bin. Die deutsche Flotte brach südlich von Island durch meinen Sperrgürtel durch, ohne dass ich sie gesichtet hätte. Ein Flugzeugangriff der Graf Zeppelin beschädigte sogar die Prince of Wales leicht. Ohne Sichtung der Deutschen durfte auch die Home Fleet nicht von Scapa Flow starten, so dass nur die Schiffe auf See es mit den Deutschen aufnehmen mussten. Irgendwann erkannte ich, dass der Deutsche zielgerichtet auf einen Convoy zu steuerte, um die Versorgung von England zu unterbieten. Kurz vor dem Convoy, mitten im Atlantik, fand endlich der Kreuzer Manchester die Deutschen. Diese ließen ihn nicht entkommen, so dass es zur Schlacht kam.

Die Schlacht war groß und episch. Nachdem die Manchester mit der Prinz Eugen und deutschen Zerstörern sich einige Zeit bekämpft hatten, kamen dann die Hauptflotten dazu. Ich hatte sowohl meine Einsatzflotte (Hood und Prince of Wales), als auch die Sicherungskräfte des Convoys (Rodney und Kreuzer Edinbourgh). Die Deutschen waren jetzt auch voll.

Das sah dann von oben so aus:
(https://abload.de/img/img_20200712_144318htkca.jpg)
Links sieht man die Graf Zeppelin, die versucht abzuhauen. Oben sind Bismarck, dahinter Tirpitz. Ganz rechts oben ist die Prinz Eugen, die nach dem Vorgefecht das Schlachtfeld verlässt, ganz rechts einer von zwei Zerstörern, die überlebt haben. In der Mitte die Manchester, etwas planlos nach dem Vorgefecht. Davor die Hood, dahinter Prince of Wales, dahinter der Kreuzer Suffolk. Und vorne die Rodney mit Kreuzer Edinbourgh.

In der Schlacht wurden schließlich die Hood und PoW und auf deutscher Seite die Bismarck versenkt. Tirpitz und Rodney konnten mit leichten Schäden entkommen. Die Graf Zeppelin erwischte ich auch nicht.

Danach war klar, dass die Deutschen (im Kampagnenspiel) nur noch nach Hause kommen mussten. Ihre U-Boote hingen an dem Convoy und versenkten Schiffe. Und ein Luftangriff der Graf Zeppelin brachte schließlich drei Torpedos gegen die Rodney ins Ziel, so dass diese versenkt wurde.

Und ich: Ich hatte inzwischen von Norden kommend die Home Fleet, von Süden kommend die Gibraltar Flotte (mit Ark Royal), aber ich konnte die Deutschen wieder nicht finden. Ich dachte, die brechen etwa mittig Richtung Irland durch. Aber nein, sie waren nach Süden abgedreht und fuhren von dort nach Brest. Und selbst die Prinz Eugen, die beschädigt nach Norden auswich, überlebte einen Luftangriff uns war dann ebenfalls verschwunden.

Spielergebnis: Versenkte Schiffe:
Briten: Prince of Wales, Hood, Rodney, fünf Kreuzer, neun Frachter.
Deutsche: Bismarck, zwei Zerstörer.
Eindeutiger Sieg der Deutschen!
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Maréchal Davout am 13. Juli 2020 - 21:43:43
was für coole Spiele es gibt und ihr spielt! Pericles klingt ja cool, das würde mich besonders interessieren...
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Frank Bauer am 17. Juli 2020 - 10:06:41
Pericles ist dann doch gleich mal was für Ende August!
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: ChrisBBB am 21. Juli 2020 - 14:54:49
Danach gleiches Szenario, gleicher Aufbau mit Bloody Big Battles. BBB ist ja DAS neue Spiel für das 19. Jahrhundert, letztlich ein Fire&Fury-Clon, der wohl etwas einfacher ist. Spielt natürlich kein Mensch in 28mm, wir haben einfach eine Base gleich eine Einheit genommen und alle Formationen weggelassen (weil es ja nicht so gut geht, wenn eine Einheit nur eine Base ist). Das hat tatsächlich gut funktioniert. Ich war am Anfang ziemlich begeistert: das Aktivierungssystem hat Effekte, die irgendwie Sinn machen und nicht so zufällig sind wie Black Powder. Und die Schußphase fühlt sich wirklich wie ein Anrennen gegen das Dreyse-Nadelgewehr an. Aber irgendwie ging es trotzdem nicht richtig vorwärts. Letztlich war es ein riesiges Feuergefacht über die ganz Front, das sich jede Runde wiederholte. Und jedes Mal neu berechnet werden musste. – Die Suche geht also weiter.

Hi Decebalus,

Vielen Dank für Ihres BBB Spielbericht. Es tut mir leid zu erfahren, dass das Feuergefecht zu lange gedauert hat, und dass die Suche danach weiter gehen muss. War es vielleicht daran, wie Sie die Faehigkeiten der Truppen bewertet haben? Wir haben auch ein Nachod-Szenario (und die Fortsetzung: Skalitz) gespielt und hatten eine ganz andere Erfahrung:
https://bloodybigbattles.blogspot.com/2020/04/austro-prussian-1866-pbem-nachod.html

Chris

Bloody Big BATTLES!
https://groups.io/g/bloodybigbattles
https://www.facebook.com/groups/1412549408869331/

Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 21. Juli 2020 - 17:08:29
Vielen Dank für Ihres BBB Spielbericht. Es tut mir leid zu erfahren, dass das Feuergefecht zu lange gedauert hat, und dass die Suche danach weiter gehen muss. War es vielleicht daran, wie Sie die Faehigkeiten der Truppen bewertet haben?

Thanks for your interest.
I dont beleave, that it was the values of the troops (see below). Maybe it was more, that we are not used to the F&F system and so were slower than other players. And maybe there wasnt enough room, so all troops were standing in front of each other and blasting away.
----
Preußisches V. Corps
General von Steinmetz – T1 A (=turn 1, entry A)
1* Artillerie (Krupp) – T4 A
1* Ulanen – T2 A
9. Division: 3* Inf. – T1 A
10. Division: 2* Inf.  – T3 A, 2* Inf – T4 A

- Linien-Infanterie:   5 S   Trnd. NG
- Artillerie (Krupp)   2 RA
- Ulanen         2  Trnd. Cav. NG


Österreichisches VI. Corps – Feldmarschall Wilhelm von Ramming – T3 D
1* Artillerie (Smoothbore) – T3 D
1* Dragoner – T2 B
1. Brigade: 2* Inf., 1* Jäger – T1 B
2. Brigade: 2* Inf., 1* Jäger – T4 C
3. Brigade: 2* Inf. – T1 C
4. Brigade: 2* Inf. – T2 B

- Linien-Infanterie:   5 P TI   Trnd. ML
- Jäger:      3 S  Vet. ML
- Artillerie (Smoothbore)   2   SB
- Dragoner      2 P  Trnd. Cav. SM
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: ChrisBBB am 22. Juli 2020 - 10:13:06
OK, danke für die schnelle Antwort. Ihre Truppenbewertungen sehen im Allgemein in Ordnung aus (obwohl ich die österreichischen Jäger nicht als 'Skirmisher' eingestuft und die österreichischen Kanonen 'RA' gemacht habe). Das Gelände hat vielleicht einen wichtigen Effekt gehabt: Ihr Tisch sieht sehr offen aus, was unweigerlich zu langen Schusslinien und langwierigen, unentschlossenen Feuergefechten führt, da niemand eine Flanke finden oder lokale Überlegenheit erlangen kann.
Wie auch immer, Schade, dass BBB nicht nach deinem Geschmack war. Viel Glück bei Ihrer Suche!
Chris
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 16. September 2020 - 12:34:26
Wochenende 29./30.8.2020

Es ist inzwischen Tradition, dass einmal im Jahr Frank Bauer zu einem Spielewochenende eingeladen wird. Neben meinem Dauerspielpartner Old Nosey stieß diesmal auch Don Voss dazu. Wie es der Don danach ausdrückte, zeigte das Wochenende, dass man so ein Spieleevent zu viert auch in einer Zweizimmerwohnung abziehen kann.

Don Voss war zuerst da. Nach längeren Gesprächen starteten wir Freitag abend mit einem Spiel Mythic Battles. Nachdem die anderen zwei dann auch gekommen waren, wurde gleich noch eine Viererpartie Mythic Battles jeder gegen jeden angehängt. Ich mit Hermes, Frank Bauer mit Hades, der Don mit Zeus und Old Nosey mit Artemis. Ich ging gleich in Führung, da Hermes als der schnellste Gott gleich mal den anderen die wichtigen Omphalos-Steine wegschnappte. Leider machte ich dann einen entscheidenden Fehler, wurde dadurch von Hades blockiert und als Abstauber machte dann Zeus das Rennen.

Der Samstag begann mit einem großen DBA-Spiel auf einem 8*6‘ Tisch. Das Szenario war die Schlacht von Haliartos im Korinthischen Krieg (395 v. Chr.). Pausanias mit einer Spartaner Armee (Old Nosey) und Lysander mit den spartanischen Verbündeten aus Phokis und Orchomenos (Frank) gegen Thebaner (Don) und Athener (ich). Wir spielten den ganzen Tisch als Straße im Sinne der Regeln, also Marschmöglichkeit für Kolonnen. Damit waren auch große Bewegungen möglich. Am Ende setzen sich die Alliierten durch.

(https://abload.de/img/img_20200829_1307153vjnd.jpg)
Links die Thebaner, rechts die Spartaner von Pausanias.

Danach folgte ein großes Spiel Song of Ice and Fire. Viermal 30 Pkte., und zwar Brynden Tully (Don) und Rob Stark (ich) gegen Jon Snow (Frank) und Renly Baratheon (Old Nosey). Das gespielte Beta-Szenario „Here we stand“ war leider für mich etwas undurchschaubar, so dass wir zu Beginn ziemlich viele Punkte abgaben. Die Baratheon-Fußritter konnte ich ganz gut verprügeln, die Tyrell-Rosen-Ritter waren jedoch irgendwie unzerstörbar. Brynden Tully haute jedoch dank glücklicher Würfe die Nightwatch ziemlich zusammen. Böse Stimme behaupten ja, das war nur, weil wir das Stark-Deck teilen mussten (wie hatten nur eins) und damit öfter die guten Kommandanten-Karten bekamen. Am Ende haben wir dann gewonnen.

Frank Bauer wollte gerne das Brettspiel Hannibal kennenlernen, so dass ich es danach mit ihm spielte. Leider war das Glück etwas stark auf der römischen, d.h. meiner Seite. Das ist immer schlecht, wenn man jemand anderes mit einem Spiel anfixen will. Parallel spielten die anderen beiden noch einmal Song of Ice and Fire. Wie ich hörte, hat es den Don soweit erwischt, dass die ersten Figuren bestellt wurden.

Vier Spieler, da musste unbedingt etwas aus meinem Vorrat an Mehrpersonen-Brettspielen her. Ich hatte mir im Vorfeld schon Gedanken gemacht, aber dann war klar, dass es mein Favorit sein muss, da ich den sonst nie spielen kann. Daher am Abend also Battlestar Galactica. Wer das Spiel kennt, weiß, dass selbst vier Personen als nicht ideal gelten. Wir spielten die (offizielle) Variante, dass nicht mit Sympathisant, sondern mit weniger Ressourcen gespielt wird. Ich spielte Chief Tyrell und bekam direkt die Cylonen-Karte. Gleich zu Beginn ging es hoch her: zahlreiche Cylonen-Raumschiffe griffen die Galactica an. Valerie Boomer (Dn) als Pilot hatte alle Hände voll zu tun. Eigentlich spielte ich nur Mist: Zu Beginn wollte ich meine Gesinnung geheim halten und auch den anderen erstmal ein „normales“ Spiel ermöglichen. Von daher half ich zu Beginn ganz aufopferungsvoll den Menschen. Dann gegen Ende beschloss ich endlich einmal etwas gegen die Menschen zu machen, und boykottierte eine Krise, in dem ich die falsche Farbe reinwarf. Und da beschloss Gaius Balthar, der die gleiche Farbe hatte (Frank Bauer) keine Karte in die Abstimmung zu werfen. Womit allen klar war, dass ich der Cylon bin. Nachdem ich in die Brig geworfen worden war, outetete ich mich und wechselte auf das Cylonen-Mutterschiff. Eigentlich stand nur noch der letzte Sprung bevor und die Menschen hatten gewonnen. Ein Angriff auf die Galactica mit einem Cylonenschiff gelang mir noch. Ich drehte das Plättchen um und der Treibstoffvorrat sank von zwei auf eins. Dann der Sprung. Und der Admiral Saul Tigh (Old Nosey), der zwei Zielkarten zieht und eine davon auswählt, musste feststellen, dass beide zwei Triebstoff kosteten. Ich hatte doch noch gewonnen – obwohl es sich nicht ganz so anfühlte. War aber ein spaßiges Spiel.

Am Sonntag früh dann noch mal DBA auf dem großen Tisch, diesmal Kreuzzüge. Wilde Mischung aus offiziellen Armeen und zusätzlichen Elementen. Das Spiel biss sich ziemlich an dem von mir in die Mitte gelegten Fluss fest. Meinen Rittern gelang jedoch der Übergang und dann zeigte sich doch, dass Ritter einfach besser als muslimische Kavallerie sind. Sieg für meine Seite. (Aus den kritischen Kommentaren konnte man jedoch entnehmen, dass eine zukünftige Tactica unbedingt mal als Thema „Flußübergänge“ [Rubikon, Arnheim, Remagen] braucht. ;-) )

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Die Sarazenen marschieren an dem verhassten Fluß vorbei.

Damit endete ein cooles Wochenende, das mit tollen Spielern einfach viel Spaß machte.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Brummbär am 16. September 2020 - 12:51:23
Klingt super!
Vielen Dank für das Beispiel, dass auch in dieser Zeit noch richtig schöne Spieletreffs funktionieren können.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Brummbär am 16. September 2020 - 12:57:48
Übrigens: gerade das letzte Bild hat mir richtig gut gefallen. Bei uns wird im Moment auch an den Kreuzzügen gewerkelt. Allerdings in 15mm und für das Regelwerk Triumph. Wenn Euch DBA gefällt, schaut es Euch ruhig mal an...
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Bil am 16. September 2020 - 15:41:55
Das hört sich nach einem wirklich gelungenen Wochenende an. Und die Bilder unterstreichen das noch.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Strand am 16. September 2020 - 18:40:22
Galactica ist großartig, aber ich spiele es wirklich nur noch mit exakt 5 Personen. Alles andere ist nur halb so viel Spaß.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Sorandir am 16. September 2020 - 21:22:37
Cooler Wochenendbericht und schön wilde Mischung an Spielen. Hat Spaß gemacht zu lesen.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: DonVoss am 01. Oktober 2020 - 23:38:09
Ja, das Wochenende war mehr als inspirierend... :)

Ein toller kleiner Mini-Con im Wohnzimmer.
Die Auswahl war für mich zum großen Teil neu...bis auf DBA. Aber auch das kapiere ich ja nicht so richtig.... :D

Und obwohl ich sonst nicht so der Brettspieltyp bin, fand ich die Mischung wirklich cool.

Cheers,
Don
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Frank Bauer am 15. Oktober 2020 - 12:40:59
Oh Mann, ich war lange nicht mehr im Süßwasser, merke ich gerade. Das war ein tolles Wochenende. Auch wenn ich so ziemlich jedes Spiel verloren habe :-)
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 18. Oktober 2020 - 16:16:48
Muss ich dringend nachholen: Vor drei Wochen wieder Spielwochenende mit Old Nosey

1. Am Freitag Abend unser - jetzt schon klassischer Start - mit Mythic Battles: Pantheon. Insgesamt drei Spiele (eines war wohl Samstag abend, aber egal). Zuerst Zeus gegen Athene. Interessantes Spiel, da wir fast keine Monster hatten, und so sich vor allem die Truppen gegenseitig bekämpfen mussten. Danach Apollo gegen Athene. Zum Abschluss Hades gegen Hermes. Und Hermes hatte leider den Nemeischen Löwen dabei, der wieder mal alles dominierte.

(https://abload.de/img/3ojlu.jpg)
Apollo gegen Athene. Cerberus ist auch dabei.


2. Das große Projekt fürs Wochenende startete dann am Samstag. Lange geplant, aber zum ersten Mal, beschäftigten wir uns mit Chain of Command. Vor einigen Monaten hatte ich mir bemalte Amerikaner geholt, jetzt endlich meine uralten Deutschen um Unterstützungswaffen ergänzt, so dass es los gehen konnte. Insgesamt machten wir zwei Spiele, die dann fast den ganzen Tag dauerten. Neue Regeln brauchen doch erstmal etwas.
Erstes Spiel: Hier war noch ziemlich Kennenlernen angesagt. Meine Deutschen hatten eigentlich Probleme, aber dann mussten die Amerikaner doch mal ausprobieren, wie Nahkampf funktioniert. Und da waren die Würfel eindeutig: Klarer Sieg der Deutschen (zwei Uffze mit MPs helfen) und nicht nur die US-Section war vernichtet, sondern gleich mal die ganze Moral gebrochen.
Zweites Spiel: Gleich mal Panzer als Unterstützung ausprobieren. Wir spielten quer zum Tisch (machen die Profis eigentlich nie). Die Amerikaner ließen mich ganz in Ruhe einen Jump of Point auf der der rechten Flanke erobern. Aber links hatte ich eine Gruppe mit StG44 in ein Feld von Kratern gezogen und die wurden dann von allen Seiten unter Beschuss genommen, kamen aber da nicht mehr weg. Schließlich schloß sich sogar ein M10 an und befeuerte sie mit Granaten. Als sie gebrochen waren, wollte mein Leutnant dazu, um die Reste zu sammeln. Den Weg über das Feld überlebte er nicht. Mein Zug war gebrochen.

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Die fiesen Amerikaner. Zumindest eine Section davon.

(https://abload.de/img/b1kb7.jpg)
Mein Hetzer (übrigens großartig bemalt von Mike72), der zwar einen Bazooka-Angriff überlebte, aber ansonsten nicht viel erreichte.

Mein Fazit: Chain of Command bildet eigentlich nur einen kurzen Zeitraum ab: einen Angriff eines Zugs von vielleicht 15-30 Minuten. D.h. da passiert jetzt nicht so sehr viel auf dem Feld. Ein Fehler wirkt sich gleich aus und ist auch später nicht mehr zu korrigieren. Das ist aber ganz treffend umgesetzt, hat ein gutes Flair. Wir werden hier sicher noch öftre Spielen, um auch ein besseres Gefühl für gute Taktik zu bekommen.

3. Zum Abschluss am Sonntag früh gab es dann noch Song of Ice and Fire. Meine Starks diesmal geführt von Great Jon Umber gegen die Baratheons unter Renly. Macht immer wieder Spaß, aber diesmal habe ich doch Kritik: Die neuen Rosenritter in der Combo, wie ich sie hier erlebte, sind eine selbst laufende Maschine. Und Verluste mit fiesen Tricks reinbekommen, das lernt man bei dem Spiel. Aber normal ist man dabei noch selbst beteiligt (und wenn man nur den Panikwurf verpatzt). Hier könnte ich aber genauso aufs Klo gehen, meine Verluste laufen ganz ohne meine Beteiligung auf. Aber vielleicht muss ich nur an meinen Strategien feilen!?
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Sorandir am 18. Oktober 2020 - 22:00:14
Liest sich wieder sehr interessant,  aber ein paar Fotos mehr könnten es meinetwegen schon sein  :)
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Riothamus am 19. Oktober 2020 - 09:30:19
Die kurzen Berichte lesen sich gut und werfen schöne Streiflichter auf unbekannte Systeme.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 28. Oktober 2020 - 12:56:31
Und schon wieder ein Spielewochenende mit Old Nosey, diesmal Oktober 2020

Ja, ich weiß, ist wieder ziemlich das gleiche. Diesmal aber auf Wunsch von Sorandir mehr Bilder, allerdings vom Smartphone.

1. Diesmal starteten wir der Freitag Abend mit The Others: Seven Sins. Szenario war "Into the Breach", die Sünde war die Lust. Man muss hier Zivilisten finden und retten und nebenbei Monster platt hauen. Kein besonders erfolgreicher Start, im ersten Spiel als Sünde versagte ich kläglich und Helden konnten ziemlich billig gewinnen. Am Samstag morgen dann das Rückspiel: und diesmal klappte es auch nicht mit den Helden und die Sünde gewann.

(https://abload.de/img/img_20201024_000013ahjjns.jpg)
Leider, leider unbemalt. Trotzdem tolles Brettspiel, aber bunt wäre schon schöner.

2. Dann DBA 3.0. Wir hatten uns vorgenommen unsere Spätmittelalter-Figuren mal wieder auszuführen. Das erste Spiel: Burgund gegen das Heilige Römische Reich. Die Burgunder haben im Aufbau der Armee ziemlich viel Optionen, diesmal waren sie komplett als Schussarmee aufgestellt. Meine Ritter also im Galopp in den Beschuss von Bögen. Armbrüsten und fiesen Feuerwaffen. Die Verluste waren hoch, aber dann kam ich an und walzte alles nieder, was im Weg stand. Sieg der Deutschen.

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Der Aufbau. Vorne die Deutschen (die Zugochsen vor den Kriegswagen sind nur Show), hinten die Burgunder


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Meine Ritter stürmen auf den Feind


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Das Loch, dass meine Ritter in die Reihen der Gegner geschlagen haben (Irgendwann brauche ich doch noch mal Leichen, um für Fotos zu markieren, woe gerade Elemente vernichtet wurden)


Als zweites Spiel dann meine Reichstruppen gegen Schweizer. Meine linke Flanke wurde von einem Schweizer-Pikenblock angegriffen, während meine Ritter eine Umgehung um den Wald versuchten. Tja, die Umgehung dauerte etwas lange, während die Schweizer-Piken alles niederwalzten, was in ihren Weg kam. Sieg der Schweizer.

(https://abload.de/img/img_20201024_172119a6ak6p.jpg)
Der Aufbau. Links die Schweizer mit Lothringer-Ritter

(https://abload.de/img/img_20201024_173711abtk78.jpg)
Die Schweizer-Piken hauen alles platt


3. Danach spielten wir dann Chain of Command. Ich war als Deutscher der Angreifer, Szenario war "Attack on an objective". Irgendwie dachte ich, bei unseren vielen Support-Punkten würde es Panzer geben, aber am Ende hatten wir beide nur Infanterie-Unterstützung genommen. Die Amerikaner hatten ein 30cal-MG und das stellten sie direkt auf einen kleinen Hügel. Von dort konnte es fast alle Positionen bestreichen. Chain of Command ist schon ein Spiel, bei dem man clever sein muss. Und ich hatte keine Idee, wie ich mit diesem MG und den amerikanischen Sections umgehen sollte. In einem Telefon zwei Tage zuvor, hatte ich noch den Tip bekommen, an Rauchgranaten zu denken. In der Hitze des Gefechts habe ich das völlig vergessen. So scheiterte mein Angriff an der Feuerüberlegenheit der Amerikaner.

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Eine meiner deutschen Gruppen in einem Kraterfeld

(https://abload.de/img/img_20201024_222300kljyx.jpg)
Die amerikanische Stellung im Kirchhof

4. Am Abend dann noch ein Mythic Battles. Erstes Spiel Ares gegen meinen Apollo. Ares ist eine Kampfmaschine, wie sich auch hier zeigte. Am Ende erschlug er Apollo. Zweites Spiel Hermes gegen Artemis, diesmal gewann ich. Beide Sieger hatten den Nemeischen Löwen auf ihrer Seite, das wird langsam zum fortlaufenden Thema. - Den Löwen muss ich wohl mal einfach aus der Auswahl rausnehmen.

(https://abload.de/img/img_20201024_234925f3kyu.jpg)
Ares und sein Löwe


5. Am Sonntag starteten wir dann mal wieder einen Test für den preußisch-österreichischen Krieg von 1866. Diesmal der Versuch, DBA 3.0 dafür zu benutzen. Das große Problem ist, dass es sich um einen total asymetrischen Krieg handelte. Die Preußen mit ihren Nadelgewehren waren den Österreichern weit überlegen, deren Versuch mit Angriffskolonnen im Nahkampf zu gewinnen, scheiterte. Das Problem ist also, Regeln so hinzubiegen, dass die Preußen besser im Schiessen sind, der Österreicher-Spieler aber trotzdem etwas erreichen kann und seinen Spaß hat. Unser erstes Spiel wirkte sehr realistisch, was leider kein Spaß für mich war. Ich wurde einfcah nur zusammengeschossen. Dann versuchten wir es damit, dass der Österreich einfach mehr Elemente hat und spielten mit 18 gegen 12 Elementen. Änderte nichts am Ergebnis, die Feuerkraft setzte sich durch. - Die Zeit reichte dann nur noch zum Brainstorming und ich glaube, wir haben jetzt eine gute Lösung, in dem wir den Sturmkolonnen zum Angriff eine höhere Bewegung gegeben haben (so ähnlich, wie in DBA 2.2 Warbands waren), womit sie etwas schneller durch das Feuerfeld der Preußen kommen. Ein kleiner Test verlief jedenfalls erfolgreich. Der große Test wird es am nächsten Wochenende zeigen.

(https://abload.de/img/img_20201025_122021afhk3k.jpg)
Die Österreicher im ersten Spiel

(https://abload.de/img/img_20201025_122033a19kd6.jpg)
Die Preußen auf der anderen Seite
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Riothamus am 28. Oktober 2020 - 19:55:47
Wieder interessante Einblicke und es ist wohl für jeden etwas dabei. Besonders spannend wird, ob es zwischen Preußen und Österreichern jetzt ausgeglichen ist.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Sorandir am 28. Oktober 2020 - 21:16:43
Sieht alles gut aus (natürlich bis auf die Rohlinge). Hat sich definitiv gelohnt mehr Bilder zu zeigen   :)
Ihr habt wieder eine schöne Spielemischung zusammen bekommen. Vor allem die Fahnen bei den 28mm DBA Sachen kommen richtig gut.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: DonVoss am 28. Oktober 2020 - 23:10:19
Tolle Bilder und schöne Zusammenstellung... :D

Ich bin ja voll der Fan der alten Harlequine /Black Tree-Deutschen. Sehr coole Modelle.

Was ich immer toll bei dir finde, ist das DBA nicht nach DBA aussieht...wenn du verstehst was ich meine... ;)

DV
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Frank Bauer am 29. Oktober 2020 - 09:27:20

Was ich immer toll bei dir finde, ist das DBA nicht nach DBA aussieht...wenn du verstehst was ich meine... ;)
Treffend formuliert. Das kann ich nur unterstützen.

Wie jetzt, kein SoIaF dieses Mal?

Welche Figur repräsentiert auf dem ersten Foto denn die Sünde? Die Figur in der Mitte oder der unförmige Glurbsch links?
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 29. Oktober 2020 - 15:56:42
...
Wie jetzt, kein SoIaF dieses Mal?

Ab und zu muss auch mal Abwechslung sein.

Zitat
Welche Figur repräsentiert auf dem ersten Foto denn die Sünde? Die Figur in der Mitte oder der unförmige Glurbsch links?

Die Helden bei The Others werden im Spiel auch korrumpiert (ist ein zentraler Spielmechanismus) und starten z.T. schn etwas schräg. Daher ist Rose, die Frau in der Mitte, mit ihren Schlangen-Fortsätzen schon bei den Guten. Nein, die Sünde ist der "Glurbsch" links.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 14. Dezember 2020 - 13:42:12
Einmal kurzer Zwischenstop bei Old Nosey. Dann haben wir mehr gelabbert, als gespielt. Aber für eins reichte es doch:

Commands&Colors: The Great War
Wir spielten Szenario 44: Verdun. Sturm auf Douamont. Die letzte Erweiterung mit den Franzosen hat ja mehr Spezialfiguren gebracht, die den Truppen besondere Fähigkeiten geben. Mein Angriff als Deutscher auf der linken Flanke wurde dann auch entschieden durch den Offizier, der seine Truppen ein Feld mehr bewegen lässt. Ich konnte daher eine Truppe um den ganzen Stacheldraht herum führen. Am Ende schaffte ich es dann punktgenau, bevor die Zeit ablief, Douamont zu erobern. Tatsächlich hatte ich dann sieben Truppen gegen drei eingesetzt, hätte der Franzose früher Verstärkung von der rechten Flanke geholt, hätte es vielleicht nicht geklappt.

(https://abload.de/img/2020-12-1315.41.29hzj41.jpg)
Das Schlachtfeld von deutscher Seite. Links hinten ist Douamont zu sehen.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 28. Dezember 2020 - 01:19:20
Weihnachts-Zocken 2020

Die Freundin feiert mit Familie ... da lädt man sich doch seinen Kumpel ein. Old Nosey war über Weihnachten bei mir und außer Essen wurde mal wieder alles durchgespielt, was uns einfiel.

Die folgenden Berichte sind nicht in Reihenfolge, die Bilder sind schlecht (es ist einfach so dunkel) und zudem haben wir soviel gespielt, ich bekommen nicht mal mehr zusammen, wer jeweils gewonnen hat. Aber doch ein Gesamtü+berblick mit vielen Bildern.

1. DBA 3.0
Kreuzritter gegen Ayubiden.
Zwei Spiele.
Das haben wir tatsächlich als letztes gemacht. Und nicht überraschend, die Ritter sind einfach zu stark. Spaß gemacht hat es trotzdem.

(https://abload.de/img/2020-12-2712.00.07a5kja9.jpg)
Erstes Spiel: Links die Kreuritter, rechts die Ayubiden.

(https://abload.de/img/2020-12-2712.37.37eykka.jpg)
Es folgte der Quick-Kill gegen den Ayubiden General. Triumpf für Guido de Lusignan.

(https://abload.de/img/2020-12-2713.54.08a7ak2y.jpg)
Zweites Spiel. Das war irgendwie spannend, weil die Muslime komplett rechts auswichen und alles nach links verlagerten. Da ihnen dann aber die PIPs ausgingen, wurde es doch nichts mit dem Erfolg.

2. Mythic Battles

ist ja doch momentan eines unserer Favorites. Wir haben über mehrere Abende unzählige Spiele gespielt. Hier mal ein paar Bilder, die die Paarungen angeben, * ist der Sieger:

(https://abload.de/img/2020-12-2122.38.37hvkq1.jpg)
1. Neu angeschafft habe ich die Titanen, zwei waren schon bemalt. Daher hier gleich mal Ares gegen Enceladus*.

(https://abload.de/img/2020-12-2213.10.58jxkvv.jpg)
2. Zeus gegen Kronos*

(https://abload.de/img/2020-12-2215.02.28d1jiy.jpg)
3. Hermes (nicht auf dem Bild) gegen Ares*

(https://abload.de/img/2020-12-2216.39.15w3j4d.jpg)
4. Hades gegen Zeus*

(https://abload.de/img/2020-12-2622.54.21m7ktf.jpg)
5. Apollo* gegen Athene. Das bemerkenswerte war hier, wie der Nemeische Löwe einfcah mal so von Herakles weggehauen wurde. Und noch bemerkenswerter, dass es dem eigentlich luschigen Bogenschützen Eurytos mit Unterstützung durch Medea gelang Hades umzuhauen.

(https://abload.de/img/2020-12-2700.37.465mjnd.jpg)
6. Zeus* gegen Ares. Ich dachte ja immer, Ares killt alles - denkste. Erstmal an Leonidas abgeprallt, dann von Herakles die Klippe herunter geworfen und schließlich umgehauen.

--- Fortsetzung folgt ---
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Frank Bauer am 28. Dezember 2020 - 06:54:33
Da hatte Ares aber keine schönen Weihnachten. Erst vom Titanen verprügelt und dann von Herakles herumgeschubst. Ich würde ihm raten, mal zum Vertrauenslehrer zu gehen, wenn so rauhe Sitten auf dem Schulhof ausgebrochen sind.  :D
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 29. Dezember 2020 - 01:11:45
3. Wings of War


Spät mit Wings of War angefangen zu haben, hatte ja den Vorteil, dass ich immer mal wieder ganz günstig an Flieger komme. Mein letzter Einkauf musste angespielt werden.

(https://abload.de/img/2020-12-2318.31.55-1ynji4.jpg)
Über die Adria fliegen zwei italienische Wasserflugzeuge. Die Piloten der Macchi 5 sind Domenico Arcidiacano und der US-Amerikaner Willis Bradley Haviland. Sie wollen einen österreichischen Hafen auskundschaften.

(https://abload.de/img/2020-12-2318.32.09s1k1n.jpg)
Zwei österreichische Albatros D III unter den Piloten Kurt Gruber und Brumowski stellen sich entgegen.

(https://abload.de/img/2020-12-2318.57.10xejym.jpg)
Hier zieht der erste Österreicher schon Rauch hinter sich her. Gruber wurde zuerst abgeschossen, Brumowski versuchte zu entkommen, doch auch das ging knapp daneben. Alle Abschüsse hatte Archidiacano gemacht.

(https://abload.de/img/2020-12-2319.51.59nvjlq.jpg)
Im zweiten Spiel hatten die Mittelmächte dann aufgerüstet. Zwei deutsche Albatros D V waren nach Triest verlegt worden und versuchten die Italiener aufzuhalten. Und es gelang: der Amerikaner wurde zuerst abgeschossen. Archidiacano leistete lange Widerstand, aber schließlich war Bäumer erfolgreich.

4. Napoleonisch CDG - Rosenberg gegen Eugene

Ich hatte schon länger die Idee, ein Card-driven-Game für napoleonisches Tabletop (ohne Würfel) zu designen. Jetzt war die Gelegenheit diese Regeln das erstemal  zu testen.

Kurz vor Wagram: Ein österreichisches Corps unter Rosenberg trifft auf ein französisches Corps unter Eugene de Beauharnais.

(https://abload.de/img/2020-12-2517.14.443jk42.jpg)
Rechts die Österreicher, links die Franzosen. Das Spiel verlief ziemlich gut, von daher würde ich sagen, der Test war ganz gelungen. Es fühlte sich auch napoleonisch an, wenn man auch noch einiges ausprobieren müsste. Tatsächlich war nur das Kampfsystem etwas zu unblutig, wodurch es dann ein Unentschieden gab - das ist jedoch leicht zu beheben.

5. Chain of Command


Amerikaner gegen Deutsche in der Normandie durfte auch nicht fehlen.

(https://abload.de/img/2020-12-2617.17.23cij9e.jpg)
Wir spielten einen Gegenangriff der Amerikaner, um einen gerade eroberten Stützpunkt wieder zu bekommen. Wie fast immer, war ich (als Deutscher) wieder zu offensiv, verzettelte mich in einen Kampf um das Haus rechts und verlor dort eine ganze Gruppe. Aber mein Panzerschreck-Team schoss einen M10 ab! - Ich weiß allerdings nicht, wie andere das machen. CoC macht echt Spaß, aber wir brauchen jedesmal ewig - diesmal bestimmt 5 h.

6. Songs of Ice and Fire - Ro Stark gegen irgendsoeinen Baratheon Typen (keinen König)


Tradition hat ja auch schon unser SoIaF-Spiel.

(https://abload.de/img/2020-12-2315.18.01eoj5v.jpg)
Rob Stark gegen die Rosenritter. Bäh.

Ich muss sagen, dass war das einzige Spiel, das mich frustiert hat. M.E. sind die Baratheons ein Design-Fehlgriff. Und zwar nicht, weil sie gut sind. Sondern weil sie dich fertig machen, ohne dass du irgendwas damit zu tun hast. das geht etwa so: Du hast mir eine gehauen, das heile ich. Wenn ich heile, bekommst du Wunden. Da läuft so eine Maschine ab, die deine Truppen tötet, du musst nicht mal dabei sein.

7. Legendary Encounters Alien


Fast schon Jahreswechsel-Tradition ist das Co-op-Spiel Legendary Encounter. Wir spielten immer wieder die gleiche Mission: Covenant. Nach zwei Spielen, schauten wir uns erstmal den Film an, den ich noch nicht kannte. Zumindest weiß ich jetzt, warum man diesem David nicht trauen darf.

Ein Spiel gewannen wir, um dann gegen David zu scheitern. Und außerdem festzustellen, dass wir eine grundlegende Regel falsch gespielt hatten. Zählt also nicht. - Alle anderen Spiele gingen schief (insgesamt 5 oder so?).

(https://abload.de/img/2020-12-2223.57.13y2jsj.jpg)
Ein nicht ganz untypisches Ende: Meiner Veterinärin platzt was aus dem Bauch.

Insgesamt eine tolle Zeit!
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Riothamus am 29. Dezember 2020 - 01:40:53
Das war wieder mal inspirierend.
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Sorandir am 29. Dezember 2020 - 20:58:22
Tolle Geschichten mal wieder. Danke fürs zeigen ... und die schönen Fotos  :)
Titel: Re: Was Decebalus spielt ...
Beitrag von: Decebalus am 14. März 2021 - 13:53:45
Normalerweise berichte ich ja nicht über jedes Brettspiel, das ich spiele, aber hier doch mal die Ausnahme:

Legendary Encounters: Alien

Ein zufällig zusammengestelltes Abenteuer: Lost Colony, Nobod van here you scream, Ruler of the Roost; Raumschiff: Auriga; Characters: Ripley No. 8, Call, Johner, Eugyn (also vom 4. Film).

Zwei Spieler! Spannend, nervenaufreibend, nicht zu schaffen.

Wir haben es insgesamt über 1 1/2 Tage fünfmal gespielt. Mit wechselnden Avataren.

Und dann: ENDLICH, im fünften Spiel. Mit dem Mercenary und Priest (die beide etwas OP sind):

(https://abload.de/img/img_20210313_164622qyjn8.jpg)
Der Final Enemy mit Stärke 11. Er fliegt, aber es gibt ein Stahlnetz, um ihn zu Boden zu zwingen, das kostet 5 Recruit-Punkte. Dazu muss erstmal das andere Alien am Boden besiegt werden. Danach habe ich 4 Recruit-Punkte, aber mein Partner hat ja einen Sergeanten, der 2 Recruit-Punkte Wert ist. Und ich habe ... mal zählen ... 10 Strike. S... ... Aber mein Partner hat die übertragbare Karte, die +1 Recruit und +1 Strike gibt. Und es geht genau auf. SIEG!!! Das fühlte sich wirklich befriedigend an.