Sweetwater Forum

Epochen => Absolutismus und Revolution => Thema gestartet von: D.J. am 20. Dezember 2018 - 07:40:03

Titel: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 20. Dezember 2018 - 07:40:03
Da mein alter Aufbauthread einer französischen Armee für die Zeit von 1800 bis 1815, hier speziell für den Peninsular War, durch den Foren-Dump verloren ging, möchte ich ihn hier erneut aufbauen.
Vorab möchte ich mich aber für die zahlreichen Hilfen bedanken, die ich hier erhalten habe! Riothamus, Marechal Devault und Pappenheimer sind nur einige, die mir beim »Knöpfchenzählen« und mit viel Zuspruch und tatkräftiger Hilfe unter die Arme gegriffen haben.
Dafür möchte ich euch an dieser Stelle nochmal ganz herzlich danken  :)

Also dann ... 14. Juni anno 2018

Nachdem Saga bei mir, auch mangels aktiver Mitspieler, leider im Sande verlaufen ist, habe ich mir überlegt, meine alte Liebe neu zu beleben.
Historisches "spielen" mit 1:72 Miniaturen.
Diese Größe begleitet mich, wie bestimmt sehr viele andere auch, bereits seit meiner Kindheit. Damals waren die Schachteln von Minifigs und Airfix wie kleine Schatztruhen. Und auch heute noch, mit 51, hat sich an dem Gefühl so eine Schachtel in Händen zu halten und schließlich zu öffnen, nichts geändert. Da ist immer noch der Knirps in mir der vor Spannung und Freude kichern und Jauchzen möchte Ein Feeling, das mir bei anderen Maßstäben und Spielsystemen etwas verloren gegangen ist.
Im Urlaub fand ich in Garmisch-Partenkirchen einen Müller Drogeriemarkt. Von dieser Kette wusste ich seit einem Besuch in Nürnberg, dass sie ein recht ansehnliches Spielwaren- bzw. Modellbauprogramm führen. Also schaute ich online nach und fand die ersten Packungen meiner alten Liebe, Miniaturen aus der Zeit Napoleons in 1:72.
Einen Mitspieler habe ich dann auch rasch gewonnen, nachdem ich ihn mit einem Mitbringsel aus dem Urlaub vom Historischen TT überzeugt habe  ;)

Der Bestand
Folgende Boxen habe ich mir aus dem Urlaub mitgebracht bzw. kamen in den ersten Wochen nach dem Urlaub noch dazu

1 x Britische Infanterie von 1815 - Italeri 6095 (Mitbringsel zum shanghaien des Mitspielers)
2 x Italeri - 6002 - franz. Infanterie
1 x Italeri - 6080 - franz. Leichte Kavallerie
2 x Italeri - 6018 - franz. Garde Artillerie

Welche Regeln sollen es werden?

Da Warlordgames so frei waren, ihre Regeln zu Black Powder frei als pdf zum Download anzubieten, ist dies auf alle Fälle Fälle eines der Regelwerke, die ich gerne einmal bespielen möchte. Black Powder ist allerdings in Englisch und dem ersten Durchblick nach relativ komplex. Daher wird mit "Kugelhagel" definitv ein deutsches Regelwerk bei mir Einzug halten und Priorität genießen.

Nachtrag aus der Zukunft
Es sind defintiv die Regeln zu Kugelhagel geworden, nach denen wir spielen und unsere Armeen aufbauen. Inzwischen ist auch »Kugelhagel – Generals« dazugekommen, um weitere Mitspieler zu gewinnen
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Unboxing
Beitrag von: D.J. am 20. Dezember 2018 - 07:49:38
Britische Infanterie von 1815 - Italeri 6095

(http://666kb.com/i/dzocrawewrh20p5hc.jpg)

Von außen verspricht die Box einen ganzen Sack voll Rotröcke und gibt auch gleichzeitig auf der Rückseite Tipps für die Farbwahl. Wer sich hier wundert: Ja, auch Italeri hat Acrylfarben im Angebot und die Farb-Tipps beziehen sich in erster Linie auf die dort zusammengemischten Rezepturen. Dennoch, eine nette Hilfe, die ich gerne in Anspruch nehme, da sich sogar manche Farbtafeln und Bücher für historische Uniformen manchmal widersprechen und Italeri hier offenbar immer einen Mittelweg zwischen Authentizität und machbarer Farbwahl sucht.

(http://666kb.com/i/dzocsjfob92e3t69s.jpg)

(http://666kb.com/i/dzoct04322l4jx98g.jpg)

In der Box erwarten uns dann drei Gussrahmen voll Rotröcke. Die Posen der Soldaten sind gut gemischt und wissen mir zu gefallen, auch wenn ich eine (die im Halbknkien schießende) etwas unglücklich finde. Viel wichtiger jedoch ist, dass die Miniaturen alle ausnahmslos aus sehr guten Foremn stammen und sehr detailreich daherkommen! So gut hatte ich die 1:72er nicht in Erinnerung. Das kann natürlich auch an meinem Alter und der Zeit zwischen meinen letzten 1:72ern liegen, oder aber daran, dass ich in meiner Kindheit und Jugend meist Airtfix bzw. Minifigs hatte, die sich leider auch heute noch teilweise durch etwas ausgefranste Güsse mit einigem an Graten selber in den Wertungen nach unten drücken.
Die Italeri Miniaturen dieser Box beweisen aber, das Details und gute "Hinterschnitte" und Tiefen nicht alleine den 28mm Modellen von Perry & Co. vorbehalten sind.
Wer sich für die historische Korrektheit interessiert, dem empfehle ich einen Blick auf die Besprechung von Plastic Soldier Review.

Französische Linieninfanterie 180? - 1815 - Italeri 6002

(http://666kb.com/i/dzoctaosmf4fe2874.jpg)

Bei diesem Set scheint es sich, zumindest was die historische Korrektheit angeht, um eines der schwächeren Sets von Italeri zu handeln. Es kam erstmalig 1995 heraus und damals hat der Modellbauer sich offenbar einige "historische Freiheiten" herausgenommen, die ernstere Spieler eventuell vergraulen könnten. Ich selber muss gestehen, dass mir bei einem dicht gestellten Regiment von 1:72ern weder die fehlenden noch unkorrekt geschneiderten Schwalbenschwänze der Uniformjacken auffallen, noch ob es sich um drei vier oder mehr Knöpfe an den Gamaschen handelt. Da muss ich gestehen, passen meine Augen aber auch das "historische Gewissen", denn ich möchte eher spielen, denn alte Schlachte exakt zu simulieren.
Daher bin ich, sofern keine groben Schnitzer wie M16, Mac10, schusssichere Westen, Stahlhelme oder Bundeswehr-Knobelbecher eingebaut wurden, relativ schmerzfrei gegenüber solchen Fehlern.

(http://666kb.com/i/dzoctm5sfs6o1kjcw.jpg)

(http://666kb.com/i/dzocttgh8l1n4ka2o.jpg)

Denn dafür bietet auch dieses Set von Italeri wieder eine einwandfreie Verarbeitung mit wunderbaren Miniaturen. Auch die Posen gefallen mir, diesmal ohne Ausnahme, denn ich kann durch den Kauf einer zweiten Box z.B. ein vollständiges angreifendes Regiment bzw. Linie darstellen. Pro Box habe ich zudem zwei Kommando-Einheiten / Bases in den beiden identisch gegossenen Gussrahmen. Diese Kommandotrupps umfassen je einen Fahnen- / Adlerträger, einen Trommler, einen Captain, einen Sergeanten.
Bei den Adler / Standarten werde ich schauen, ob ich die vorgeschlagenen Muster des Modellierers übernehme, oder ob ich mit Hilfe von Papier die Standarten passend zum Peninsular War / Spanischen Unabhängigkeitskrieg anpassen muss.
Was kann man mit dem Inhalt der Box darstellen?
50 Mann abzüglich zwei Kommandanten mit Gefolge = 42 Soldaten pro Box.
Wenn ich die auf 6 Mann pro Base stelle habe ich 6 Bases Infanterie plus 2 Kommandobases = 2 Kleine Regimenter für die ersten Spiele "Kugelhagel". Wenn ich nur 4 pro Base unterbringe habe ich sogar 10 +2 Bases, was dann schon volle Mannstärke wäre².
Bei einer Box wären also schon erste Spiele "Kugelhagel" machbar, denn klein passt und vergrößern geht immer  Mit einer zweiten Box kann ich meine zwei kleinen 3-Base Regimenter die Sollstärke von 5 Bases erhöhen, habe noch Material / Soldaten für Ermüdungsmarker ... auch hier wieder für knapp 10 Duplonen unschlagbar in Preis-Leistung
Fazit
Historisch etwas freizügig zwischen 1806 (?) und 1815 wandernd, bietet dieses Set jedoch dem Einsteiger oder historisch nicht ganz so korrektem Spieler einen erstklassigen Start z.B. für das System Kugelhagel. Dort kann man mit zwei kleinen Einheiten a 3 Bases schon ordentlich spielen und mehr geht immer.
Die Details der Miniaturen sind sehr gut herausgearbeitet, der Kunststoff ist etwas weicher, als der der Briten (siehe oben)
Die Posen gefallen mir machen aber eine zweite Box vielleicht doch notwendig, wenn man eine ganze Linieneinheit gerne stürmend oder ladend darstellen mag.
Aber bei dem Preis ist das in meinen Augen eine lässliche Sünde.

Französische Garde- bzw. Linien Artilierie, Italeri 6018

(http://666kb.com/i/dzocui6xiyso00iyo.jpg)

Da rollt sie also an, die aufgeprotzte Artillerie meiner Franzosen
Zwei Boxen habe ich mir von dieser Packung gegönnt und damit (für Kugelhagel-Regeln) 4 Batterien mit mir leider unbekannter Ladung. Ich kann zu meinem Leidwesen keine 12-Pfünder von einer Kartätsche unterscheiden. Aber das soll mich nicht aufhalten
Aber wer Napoleon sagt und spielen will, der meint damit eben auch Kanonen, den der kleine Korse war immerhin ausgebildeter Kanonier, nachdem seine Mutter gegen eine Laufbahn bei der Marine interveniert hatte.
Ohne ordentliche Batterien an Artillerie geht der Napo-Spieler eben nicht aus dem Haus.

Die Packung kommt dann auch mit einem (meiner Meinung nach) absolute erstklassigem Material daher! Zwei Kanonen, ein Wagen mit Nachschub, zwei kleine Haufen Kanonenkugeln und eine Mannschaft.
Mon dieu!
Damit kann ich sowohl aufgeprotzte (vom Wagen gezogene und in Bewegung befindliche) Artilerie darstellen, als auch abgeprotzte (aufgestellte) 4 Kanonen mit zwei Mannschaften, die abwechselnd die Kanonen bedienen, während die jeweils andere mit Wasser gekühlt wird.
Die Posen der Figuren sind klasse. Da ist der Offizier mit dem Fernrohr, der "Kugelschlepper", der "Kühler" mit dem Wassereimer und der "Zünder" ... als ich die Packung im Urlaub öffnete, habe ich nur kurz reingeschaut und direkt die Rahmen wieder zurückgeschoben. Zu groß war der Drang vielleicht doch schon mal zu schauen, welche Minidioramen man auf einem Arti-Base basteln könnte.
Klinge ich begeistert?
Gut.
Denn ich bin begeistert
Egal ob da jetzt wirklich alles historisch korrekt ist (laut Plastic Soldier Review ist dieser Punkt sogar ausgezeichnet gelungen), die Figuren erzählen mir direkt mal eine Geschichte für ihre Bases.
Der Wagen, der Nachschub bringt. Der Offizier, der seine Mannschaft einweist, die Kugelhaufen, die Kisten, die Kanonen ... die ganze "Action" und Dynamik der Bewegungen in den Minis hat mich vor knapp zwei Wochen (und jetzt schon wieder) total umgehauen.
Es gibt, wie bisher bei all meinen Packungen von Italeri) sehr wenige Gussgrate, keine Brüche an dünnen Bereichen und wieder sehr viele schöne Details an den Minis.
Zwei Strich hoch und Feuer auf Kommando!

(http://666kb.com/i/dzocuxhc7rv9w1zwg.jpg)

(http://666kb.com/i/dzocv6jynfl6norgg.jpg)

Fazit
Ein absolut lohnenswerter Kauf, der auch historisch eher korrektere Spieler begeistern, zumindest aber erfreuen dürfte.
Feine Details, saubere Schnitte, schöne Posen mit einer sehr guten Dynamik.
Auch hier ein wunderbares Preis-Leistungsverhältnis.

Anmerkung außer der Reihe:
Bisher scheine ich überhaupt sehr viel Glück mit der Qualität meiner Packungen gehabt zu haben.
Historische Schnitzer ausgenommen habe ich bisher wirklich nur eine sehr hohe Qualität zum kleinen Preis bekommen und finde, das diese Packungen sich hinter keinem Blister von GW oder den Perry Brüdern verstecken müssen.
Sicher, 1:72 ist sehr klein zu bemalen und man wird nicht alle Details so schön rausarbeiten können, wie bei den 8mm größeren Cousins der kleinen 72er. Aber mit ein wenig Mühe lassen sich bestimmt schon auf die Bases kleine Dioramen zaubern, die ihre eigene Geschichte erzählen.
Wer also gerne mal unverbindlich in historische Systeme schnuppern möchte, ist mit 1:72 als Maßstab gut bedient, auch wenn er sicherheitshalber vorher in seiner Umgebung fragen sollte, ob dieser Maßstab dort bespielt wird. Der benötigte Lagerplatz ist im Gegensatz zu 28mm zudem sehr gering und dürfte keine Hemmschwelle bieten.

Französische Voltigeure (Scharfschützen / Plänkler / Leichte Infanterie), Zvezda 8042

(http://666kb.com/i/dzocvz6ltbvbm914w.jpg)

Sie sind endlich zu mir gekommen, meine Voltigeure der leichten Infanterie
Das Erste, was mir auffiel: Der Kunststoff "duftet" leicht aus. Ist mir bei den Italeri-Packungen nicht so aufgefallen. Der Geruch ist mir aber nicht unbedingt unangenehm gewesen. Das nächste, das mir auffiel: Die Rucksäcke muss man an die Minis kleben!
DAS wird spaßig, denke ich!

(http://666kb.com/i/dzocwg3bso1xgdo8w.jpg)

Alle drei Gussrahmen für die Truppen sind absolut (!) detailliert gearbeitet und haben (historisch passend) die große Feder der Voltigeure am »Deckel«. Das hebt sie schon so sehr gut von den einfachen Infateristen ab. Dazu kommen sehr gute Posen, bei denen ich mir jetzt schon überlege, wie ich eine Reservelinie und eine Reihe plänkelnder Voltigeure auf den Bases darstellen werde. Die Detailtreue scheint mir sogar noch um ein ode rzwei Prozent stärker zu sein, als bei den ohnehin schon sehr guten Italeri-Gussrahmen.
Das Plastik fühlt sich für mich einen Tacken weicher an, als der weicheste Gussrahmen der Italeri Packungen. Das bedeutet, dass ich beim Entfetten und Grundieren sehr gut auf eine ordentliche Deckung achten muss und nach dem Bemalen vielleicht doch über den Einsatz von Klarlackspray nachdenken sollte.
Der Kommandogussrahmen ist extra gehalten. Einzig das Horn erscheint mir arg groß geraten, aber was soll's? Die Franzosen waren schon immer ein wenig exaltiert, da passt so ein großes Horn für einen kleinen Bläser schon wieder

(http://666kb.com/i/dzocwrk2jfh0vt2bk.jpg)

Fazit
Mit der vorliegenden Zvezda Box macht man absolut nichts verkehrt. Egal ob Dioramenbauer oder TTler, hier bekommt man für sein Kleingeld in meinen Augen große Ware.
Für mich bedeutet das, dass ich mir demnächst mal die Kürassiere (schwere Reiterei) und evtl. die polnischen Lanzenreiter von Zvezda mal näher ansehe. Meine Sammlung umfasst jetzt zwar etwa 179 Figuren, aber geht ja bekanntlich immer und bei 1:72 sowieso

Nachtrag aus der Zukunft
Ich habe eine ganzen Rutsch fertig bemalter, holländischer Lanzenreiter geschenkt bekommen! Das war schon unglaublich und ich schäme mich auch ein wenig, dass ich sie noch nicht basen konnte.
Die Bemalung ist absolut grandios und sobald ich dazu komme, reiche ich hier ein Bild dieser famosen Miniaturen ein!

Französische leichte Kavallerie / Husaren, Italeri 6080

(http://666kb.com/i/dzocxhcth0dik9xxc.jpg)

Auf sie mit Gebrüll, für le général, für la grande Nation!
(fiktiver Schlachtruf meiner leichten Kavallerie)

Was wäre ein feines Gefecht zu Zeiten Napoleons ohne Linien tapferer Männer, das Donnern der Kanonen und ... dem grollenden Klang einer herangaloppierenden Einheit leichter Reiterei?
Richtig.
Arg langweilig
Deshalb, und weil ich mit jeweils zwei Packungen Artillierie und Linieninfanterie schon ausreichend Material an der Hand hatte bzw, bekommen würde, habe ich mir direkt noch einmal französische Husaren gegönnt.
Gefunden habe ich sie schon wieder auf der Onlineseite der Müller Drogeriemärkte, wo ich auch die anderen »Italeris« bereits entdeckt und gekauft hatte.
Drei große und ein Kleiner Gussrahmen sind in dieser prallen Packung enthalten.

(http://666kb.com/i/dzocy2a3k522xansw.jpg)

(http://666kb.com/i/dzocya8k164tm6sjk.jpg)

Auf den ersten Blick scheinen die (von mir scherzhaft als »Achsellüfter« bezeichneten Figuren) mit dem erhobenen Säbel in der Überzahl der vorhanden Posen zu sein. Aber da 1:72 Minis aus Weichplastik sind, kann mit kochendem Wasser und einer Schüssel Eiswasser die Minis soweit aufweichen, dass man ein oder zwei Reiter den Arm auch nach vorne strecken lassen kann, was sie noch dynamischer macht.
Warum das nicht vom Hersteller vorgesehen ist, versteht man, wenn man die wirklich prallvolle Packung in Händen gehalten hat. Da ist für solche Posen einfach kein Platz mehr gewesen.
Aber der Aufwand sich zwei oder drei Reiter entsprechend zurechtzubiegen (in kochendem Wasser erhitzen, den Arm mit dem Säbel vorsichtig nach vorne biegen und dann die Mini in Eiswasser "abschrecken") in Grenzen hält, sehe ich da keinen Minuspunkt.
Laut Plastic Soldier Review sind die Figuren historisch nicht ganz korrekt. Es würden Schafsfelle oder ähnliches über den Sätteln fehlen, wenn ich das richtig verstanden habe. Gut, das ist natürlich ärgerlich, wenn man historisch sehr korrekt spielen oder sammeln mag. Mich als reinen Spieler schreckt das weniger ab.
Im Gegenteil, ein Detail weniger, über dessen Bemalung ich mir den Kopf zerbrechen muss.
Die Qualität des Gusses ist wie bisher von Italeri gewohnt sehr gut. Die Details sind gut erkennbar, wenn auch nach innen zur Brust der Figur des Reiters hin teilweise etwas verwaschen. Aber das ist schon Meckern auf hohem Niveau, denn die vorhandenen Details wollen auch erst einmal vernünftig bemalt werden.
Trotz der wenigen Posen ist die Dynamik des Sets durch die Pferde sehr gut zu spüren und sorgt schon für kribbelige Finger, was den Aufbau der Bases betrifft.
Ansonsten gibt es wenig mehr zu sagen, als das was ich nicht bereits bei den anderen Italeri-Packungen meines Aufbaus beschrieben habe. Wenig bis keine Gussgrate, bis auf ein paar (an der Figur nicht gut erkennbare) Verwaschungen sind alle Hinterscheidungen und Tiefen sehr schön zu erkennen und ich denke, dass mit einem guten Dip oder Wash sich die Details dieser Minis auch wieder sehr gut herausarbeiten lassen.

Fazit
Kanonendonner vermischt sich mit dem Krachen der Musketen und dem Klang der Trommeln und Trompeten. Linie um Linie marschieren die Soldaten der Grande Nation nach vorne, drängen forsch und unerschrocken auf den rotberockten Feind ein.
Zufrieden blickt der kleine dicke General Diejäi Bonaparte auf den Spieltisch vor sich. Genüßlich zieht er eine Karte von Stapel, dreht sie um und grinst, als sie ein Pik As zeigt  ;)
3 Aktionen für seine Husaren! Hufe donnern plötzlich über das Schlachtfeld, die Husaren lachen und rufen ihre Lust am Zweikampf heraus.
Die Schlacht verläuft ganz nach seinem Willen.

French Grenadier Guards, Revell, Set 02570 / Gussrahmen aus der Packung Schlacht bei Waterloo 1815 - 200 Jahre

Platzhalter, Text und Bilder folgen
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Erste Bemalungen
Beitrag von: D.J. am 20. Dezember 2018 - 07:50:20
Letztes Jahr hatte ich ja schon begonnen meine Miniaturen zu bemalen. Ein erstes Spiel wurde dann auch mit halbfertigen Einheiten bereits gespielt, aber dann kamen Zeitmangel, Alltag und Krankheit dazwischen, sodass vieles halbfertig liegen blieb. Also habe ich mir für 2019 vorgenommen, zuerst einmal alle diese begonnen Projekte zu beenden, bevor ich mir neues Material zulege.
And here are the Results ;)

Les Règiments de Kleve-Berg et de Westphalie
Als Napoleon 1808 das neue Großherzogtum »Kleve-Berg« erschaffte, benannte er Düsseldorf als dessen Hauptstadt.
Düsseldorf? :o
Japp.  ::)
Für mich als Kölner eine derartige Beleidigung, dass ich umgehend ein Regiment des Großherzogtums bemannen musste.
Das Königreich Westfalen war eine künstliche Schaffung nach dem Frieden von Tilsit. König wurde Napoleons Lieblingsbruder Jerome. Hier wurde das Regiment Westphalie ausgehoben. Beide Regimenter haben in Spanien für Napoleon gekämpft. Die Desertastionsrate war aber unglaublich hoch, sodass ich beschloss beide Regimenter unter der Mindest-Sollstärke von 4 Bases darzustellen. Im Gegenzug sollten sich beide Regimenter bei jedem Spiel unterstützen, also als doppeltes Regiment auftreten.

(Quelle: https://thrifles.blogspot.com/2017/12/westfalen-und-kleve-berg-im-peninsular.html?fbclid=IwAR3LveqQOFH5TI_D4NqQ_CVxk9Zsi5YkE_AG2ROF7BGSNO7fOnR37fTMMRk)

(http://666kb.com/i/e0bqadhddne5v6kg0.jpg)

(http://666kb.com/i/e0bqapp6wm0imfmyo.jpg)


»Die Wildgänse kommen«
Nein, es handelt sich nicht um Richard Burton, Roger Moore, Richard Harris und Kollegen im gleichnamigen Antikriegsfilm, sondern um die Irische Brigade der Grande Armèe.
Sie gehören in den größeren geschichtlichen Kontext, der letztendlich zu dem - für unser Spiel interessanten - Punkt führte, an dem die Franzosen auch ausländische Söldner einsetzten.
Die irischen Söldner bzw. ihre Regimenter blieben dabei weitgehend unter sich und ihr Spitzname lautete Wildgänse.
(Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Brigade_irlandaise und https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A9giment_Irlandais )

Ich habe für mich entschieden, vorerst nicht die ganze Brigade Irlandaise auszuheben, sondern nur zwei Regimenter. Für die Uniformen habe ich die Vorgaben des »Règiment Irlandaise«, also grün und weiß als Hauptfarbe, übernommen. Genutzt habe ich eine Mischung aus Miniaturen der Packung Italeri #6002 »French Line Infantry« und Zvezda #8042 »French Voltigeurs«
Spieltechnisch (Kugelhagel) zählen die »Wildgänse« in meiner Armee zur Leichten Linieninfaterie, die auch plänkeln kann. Die Einheit »O'Gilwy« hat zudem von mir die Fähigkeit »Scharfschützen« erhalten. Um dies darzustellen besteht sie im Gegensatz zu ihrer Schwestereinheit »Berwick« aus 5 Bases, von denen aber 3 Bases nur mit jeweils 2 Schützen belegt sind. Ebenso hat »O'Gilwy« keine eigene Standarte, da ich sie plänkelnd dargestellt habe. Scharfschützen wedeln eben nicht mit grünen Tüchern, wenn sie angreifen ;)

(http://666kb.com/i/e0bqejs4nudjsp5hc.jpg)

(http://666kb.com/i/e0bqeu7r7zbfiapz4.jpg)


Französische Voltigeure (Scharfschützen / Plänkler / Leichte Infanterie)
Die Voltigeure waren eine Truppe der französischen Infanterie unter Napoleon, in denen vor allem kleinere und schnelle Männer eingesetzt wurden. Sie sollten urspürnglich mit der Kavallerie als »Beisitzer« hinten auf dem Pferd nach vorne zur Schlacht gebracht werden, wurden aber im Endeffekt Spezialisten für das zerstreute Gefecht, bzw. Plänkler. Sie waren sehr gute Schützen und damit eine ganz spezielle Truppe, die das Gefecht in kleinem Maßstab suchte, also weniger die großen Linien. Die Voltigeure wurden mehr und mehr von eigenständoigen Einheiten den verschiedenen Infanteriebataillonen zu geordnet.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Voltigeure )
Genutzt habe ich hierfür Zvezda #8042 - French Voltigeurs
Das Erste, was mir beim Auspacken auffiel: Der Kunststoff "duftete" leicht aus. Diese öfter genante Eigenheit von 1:72 Miniaturen ist mir bei den Italeri-Packungen bisher nicht so aufgefallen. Der Geruch war mir aber nicht unbedingt unangenehm gewesen. Alle drei Gussrahmen für die Truppen sind absolut (!) detailliert gearbeitet, aber das Plastik fühlte sich für mich einen Tacken weicher an, als der weicheste Gussrahmen meiner bisherigen Italeri Packungen. Das bedeutete, dass ich beim Entfetten und Grundieren sehr gut auf eine ordentliche Deckung achten musste und nach dem Bemalen vielleicht doch über den Einsatz von Klarlackspray nachdenken sollte.
Leider hat das nicht gut funktioniert und die Voltigeure haben mich letztes Jahr bereits mehrere Wochen gekostet, in denen ich immer wieder an ihnen arbeitete, denn sowohl Grundierung (grau) als auch später die Farben wischten sich immer wieder ab. Ich vermute, dass die Minis trotz gutem Spülen und abwaschen, immer noch Weichmacher (Nphalate) ausgedünstet haben. Vor ein paar Tagen habe ich endlich vier Bases mit Hilfe von Klarlack griffsicher fertigstellen können und verzichte vorerst auf den Kommandogussrahmen und sehe dieses Projekt vorerst als abgeschlossen an.

(http://666kb.com/i/e0bqkktzh4tenqccg.jpg)


Die Lanciers rouges
Ich bekam letztes Jahr ein großes Konvolut an Kavallerie geschenkt :D Dabei waren wunderbar bemalte, holländische Lanzenreiter, die ich jetzt endlich basen und einsetzen werde. Mein Anteil an diesen wundervollen Miniaturen ist also absolut gering bis nicht vorhanden, aber trotzdem wollte ich sie hier vorstellen, da ihre Basierung eines der Projekte ist, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen und in den letzten zwei Tagen abgeschlossen habe.
Es müsste sich um das Set »Esci # 218 - 'Polish Lancers' French Cavalry« handeln, dass hier genutzt wurde. http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=94

(http://666kb.com/i/e0bqmybvpsm8zeqdc.jpg)

Grenadiers à cheval de la Garde impériale
Hinter diesem sperrigen Namen versteckt sich ein Regiment der schweren Kavallerie, das Napoleon immer als taktische Reserve diente. Ihre größten Auftritte waren bei der Schlacht von Austerlitz, als sie die russische Gardekavallerie in die Flucht schlugen, einer drohenden Einkesselung in der Schlacht bei Preußisch Eylau entkamen oder als sie sie die bayerische Kavallerie in der Schlacht von Hanau zurückschlugen.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/…/Grenadiers_%C3%A0_cheval_de_la_G… )

Auch diese Miniaturen gehören zu dem Konvolut, dass ich letztes Jahr geschenkt bekam. Wie schon die Lanciers rouge hatte ich mir für dieses Jahr als eines meiner fixen Projekt vorgenommen, sie endlich zu basen und einzusetzen. Verwendet wurde vermutlich das Set »HaT #8013 - French Horse Grenadiers« Also auch hier ist mein Anteil an den Miniaturen minimal bis nicht vorhanden, aber ich finde dennoch, dass sie angemessen gezeigt werden sollten.

(http://666kb.com/i/e0bqogg7w85mj7xfk.jpg)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Gelände
Beitrag von: D.J. am 20. Dezember 2018 - 07:55:23
Tja, ich konnte nicht widerstehen und habe mir noch im alten Jahr auf ebay ein Konvolut an H0 Gebäuden geschossen :)
Diese sind alle auf die eine oder andere Art reperaturbedürftig, auf alle Fälle aber noch zu sehr Plastik, um als echtes TT-Gelände durchzugehen. Da habe ich also demnächst einiges zu tun beim Sichten, Umbauen, Reparieren und Altern der Gebäude.

(http://666kb.com/i/dzuj4d7j8x39e5uxf.jpg)

(http://666kb.com/i/dzuj4r73qn7ss4u6r.jpg)

(http://666kb.com/i/dzuj4xjj0cya1wc0j.jpg)

Natürlich werde ich nicht alle Gebäude verwenden können. Die Fliegenpilze zum Beispiel passen weder zu Napoleon noch zum ACW ;) Aber da mache ich mir keine Sorgen, irgendwer kann die bestimmt verwenden.
Die Größe der H0 Gebäude im Bezug auf die 1:72 Miniaturen meiner Armeen ist auch so ein Punkt. Den werde ich durch Umbauen und "höher ansetzen" richten. Eigene Bases, die Häuser höher ansetzen, damit die Türen höher wirken etc.
Es gibt viel zu tun.
Ich freu mich drauf.
 :D

Nachtrag:
Nach kurzer Recherche weiß ich jetzt auch, wie ich die Häuser "unbemerkt höher legen" kann, um den Höhenunterscheid 1:72 zu H0 (1:84) etwas abzumildern

Weyden, heute Weiden und ein Stadtteil Kölns, war um 1800 - 1815 ein sogenanntes "Straßendorf", also eine lose Dorfgemeinschaft, die sich an der mit Kopfsteinpflaster befestigten Aachener Straße im Laufe der Zeit zwischen Königsdorf (heute Frechen) und Junkersdorf (heute ebenfalls ein Stadtteil Kölns) gebildet hatte. Beidseitig der Aachener Straße standen um 1794 in Weyden sowohl kleinere Fachwerkhöfe (teils mit kleinen Gärten), kleinere Anwesen als auch ein größeres Landhaus mit einem sogenannten Wirtschaftsgebäude. Ebenfalls befand sich hier ein langgestrecktes Zollhaus auf der Aachener Straße, in dem in kurfürstlicher Zeit der entsprechende Zoll erhoben wurde.

Hier kann ich ansetzen, denn alle Häuser hatten neben der gepflasterten Straße auch leicht erhöht angelegte Trottoirs (Bürgersteige). Die Eingänge waren entweder ebenerdig mit diesen Bürgersteigen, oder leicht nach oben oder unten versetzt. Ich kann also die Gebäude auf eigene Bases mit Trottoir setzen, die Eingänge dabei um ca. 5mm erhöhen oder entsprechend tiefer ansetzen. Die Türrahmen kann ich notfalls auch verlängern bzw. mit wenigen Stufen arbeiten, was sie höher wirken lässt.
Wenn ich also eine Anlehnung an das Straßendorf Weyden anno 1794 erreiche würde der Größenunterscheid zwischen 1:72 Minis und H0 Gebäuden schon nicht mehr ganz so krass ausfallen und ich kann die Gebäude, wie geplant, als Spieltisch-Deko einsetzen.
:)

Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Mahud am 20. Dezember 2018 - 09:30:28
Oh, das wird was feines :D

Die Kürassiere von Zwezda habe ich auch.
Im Vergleich mit Revell/Italeri wirken die viel wichtiger.

Magst Du, wenn es ans bemalen geht Deine Erfahrungen mit uns teilen?

Habe mit Italeri Figuren bisher Pech gehabt ( Farbe blättert ab). Bei den Revell Minis hatte ich nie solche Probleme.
Grüße
Mahud
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Karsten am 20. Dezember 2018 - 09:39:12
Hallo Mahud,
hast Du die Figuren vorher entfettet und grundiert?
... Karsten
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 20. Dezember 2018 - 10:19:38
Hallo Mahud :)

Ja, auf alle Fälle werde ich dazu etwas schreiben und ein paar Bilder einfügen.
Bis dahin aber auf alle Fälle den Tipp von Karsten beachten!

Die 1:72er Miniaturen sind aus Weichplastik. Das lässt sich etwas anders bemalen, als die größeren 28mm Figuren.
Der Wichtigste Schritt ist das Entfetten.
Die gewünschten Miniaturen schneide ich aus dem Gussrahmen und klebe sie mit Holzleim auf Plastikdeckel von Pfandflaschen. Damit kann ich sie leichter handhaben, ohne die Finger auf die Miniaturen legen zu müssen. Die lassen sich dann auch leichter halten.

(http://666kb.com/i/dzogmhjiav0uzv69x.jpg)

(Foto vor dem Grundieren, nach dem Entfetten. Zwei Miniaturen wurden außer der Reihe zur Probe bemalt.)

Danach gebe ich sie kurz in ein lauwarmes Bad mit Spülwasser (ca. 2 Minuten), spüle sie klar ab und wo sich der Leim gelöst hat, klebe ich sie nach. Dabei habe ich dann Einweghandschuhe an, damit das Hautfett nicht wieder auf die Miniaturen kommt.

Wenn sie gut getrocknet sind, grundiere ich sie mit Acryllack. Ich selber verwende den von Armypainter, meist grau, weil ich dann sowohl dunklere Stellen leichter bearbeiten kann, als auch die hellen nicht so stark bemalen muss. Man kann aber auch direkt farbige Grundierung nutzen. Zum Beispiel blau, wenn man im ACW die Union vor sich hat, oder Grüntöne für die British Rifles oder den WWII. Ich selber bin da sehr vorsichtig, und bleibe lieber bei grauer Grundierung, weil sie die Farben nicht so sehr verfälscht. Weiße Grundierung kann dunkle Stellen erschweren und schwarze im Gegenzug die helleren.
Als Farben würde ich auf die von GW oder Valejo zurückgreifen. Die haben eine große Palette an Tönen und sie für den Modellbau perfekt.

Ich hoffe, der kurze Ausblick war hilfreich?
Mehr kommt wie gesagt auf alle Fälle, wobei ich aber nicht DER Maler vor dem Herren bin ;)
Aber für Einsteiger-Tipps sollte mein Können reichen :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Karsten am 20. Dezember 2018 - 10:26:33
Ich mache es tatsächlich so wie D.J. mit den gleichen Materialien. Hat sich somit wohl nicht nur bei mir bewährt.
... Karsten
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 20. Dezember 2018 - 10:34:13
@Karsten
Ich hatte beim Malen bisher nur ein paar Probleme mit sehr hellen Farben (Weiß und Gelb) und teilweise bei den Voltigeuren von Zvezda. Da wollte auch die Grundierung nicht so recht.
Gehst du mit einer Schicht Grundierung über die Miniaturen oder mit zwei dünnen?
Ich mache immer zwei sehr dünne Schichten drauf.
Dabei halte ich die Spraydose ca. 20cm von oben über die Miniaturen und "wedele" damit während des Sprühens nicht zu zügig und gleichmäßig einmal vor und einmal zurück über sie hinweg. Da sie auf den Verschlüssen stehen, bekommen sie so rundherum von dem Farbnebel genug ab.
Dann trocknen die Miniaturen (notfalls wirklich einen ganzen Tag, je nach Wetter. Die stehen dann überdacht auf dem Balkon, bevor die ganze Hütte nach nach der Grundierung müffelt :D ) anschließend stelle ich sie so in einer Reihe auf, dass ich ich die Seiten bearbeiten kann, ebenfalls mit "wedeln", Abstand und darauf achtend, dass ich gleichmäßig arbeite, ohne Details zu verdecken.

Ist etwas aufwändig, aber bisher haben wirklich nur die Zvezdas etwas Probleme gemacht.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Karsten am 20. Dezember 2018 - 11:03:56
@D.J.
Je nach Detailgrad der Modelle gehe ich ein- bis zweimal mit der Armypainter-Grundierung, so wie Du, an die Sache. Bei wirklich guten Modellen (mit viel Tiefe) zweimal leicht grundieren. Etwas mache ich dann doch anders. Ich stelle die Modelle in einen auf der Seite stehenden Karton und sprühe von der Seite. Der Karton bewirkt, dass der Sprühnebel sich leicht von allen Seiten auf das Modell legt und sich nicht im Raum verteilt. Man muß die Modelle natürlich trotzdem im Karton drehen und alle Seiten besprühen. Wie gesagt ganz leicht und dann um auch wirklich alles zu erwischen oft zweimal. Farbtöne sind bei mir auch grau bis helle Farben. Aufgrund der nachlassenden Sehkraft kann ich dann beim Bemalen auf einem dunklem Untergrund (schwarzes Holzbrett) durch den dadurch entstehenden Kontrast jedes Detail genau erkennen. Bei mir trockenen die Grundierungen recht schnell. So nach einer Stunde Trocknung gehe ich dann an die Feinarbeit. - Ja, die ganze Hütte müffelt nach Grundierung und ich bekomme jedes mal einen Anschiss von meiner Familie.
... Karsten
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 20. Dezember 2018 - 11:17:49
@D.J.
Je nach Detailgrad der Modelle gehe ich ein- bis zweimal mit der Armypainter-Grundierung, so wie Du, an die Sache. Bei wirklich guten Modellen (mit viel Tiefe) zweimal leicht grundieren. Etwas mache ich dann doch anders. Ich stelle die Modelle in einen auf der Seite stehenden Karton und sprühe von der Seite. Der Karton bewirkt, dass der Sprühnebel sich leicht von allen Seiten auf das Modell legt und sich nicht im Raum verteilt. Man muß die Modelle natürlich trotzdem im Karton drehen und alle Seiten besprühen. Wie gesagt ganz leicht und dann um auch wirklich alles zu erwischen oft zweimal.
Ah, das mit dem Karton habe ich schonmal gehört. Ich hatte aber bisher die Befürchtung, dass sich gerade bei den 1:72ern dichtere Wolken bilden könnten, die sich ungleichmäßig auf die Figuren legen.
Dann probiere ich das beim nächsten Grundieren mal aus, weil der Aufwand mit der windgeschützten Ecke auf dem Balkon doch recht groß ist (rundherum frei  :( )

Farbtöne sind bei mir auch grau bis helle Farben. Aufgrund der nachlassenden Sehkraft kann ich dann beim Bemalen auf einem dunklem Untergrund (schwarzes Holzbrett) durch den dadurch entstehenden Kontrast jedes Detail genau erkennen.
Oh, ein guter Tipp! Ich habe bisher auf grünen Schneidematten gearbeitet. Aber ein schwarzes Brett klingt gut, gerade auch weil meine Augen nicht mehr die besten sind.Danke dir  :)

Bei mir trockenen die Grundierungen recht schnell. So nach einer Stunde Trocknung gehe ich dann an die Feinarbeit. - Ja, die ganze Hütte müffelt nach Grundierung und ich bekomme jedes mal einen Anschiss von meiner Familie.
... Karsten

 ;D ;D ;D *lachflash*
Ja, diese Blicke kenne ich von meiner Holden, wenn die Minis nicht ausreichend gelüftet wurden :D
Daher mein Tipp an Mahud, die gut trocknen / lüften zu lassen.
Nicht, dass er nachher Ärger wegen meinen Tipps bekommt :D

@Mahud
Ich habe hier einen Blog gefunden, wo das Bemalen von 1:72 Miniaturen exzellent beschrieben wird!

https://tabletopdeutschland.com/2012/11/20/das-bemalen-von-weichplastikfiguren-teil-1-die-vorbereitung/

Besser kann ich es auch nicht erklären und nach diesem (für mich perfektem) Ratgeber bemale ich auch.
Ich habe den eben gesucht, konnte aber den Link nicht finden.
Wenn du aber noch weitere Fragen hast, nur zu :)
Dafür ist das Sweetwater ja da :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Gelände
Beitrag von: D.J. am 21. Dezember 2018 - 10:12:31
Ich habe gestern Gelände von Italeri und SCI bekommen, dass ich sowhl im ACW als auch hier nutzen kann. Der Einfachheit halber verlinke ich hier einfach mal auf meinen entsprechenden Aufbauthread für die Könföderierten im ACW ;)
https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23247.msg275772.html#new
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Mahud am 22. Dezember 2018 - 07:51:42
Moin
In Spüliwasser haben die Jungs gebadet.
Grundiert ( mit Armypainter Spray ) in der Werkstatt.
Und wie oben geschrieben hatte ich mit Rebellen ( und Esci ) noch nie diese Probleme...

Für Franz. Linientruppen ist die Italeri Box 6060 oder war es 6066 wärmstens zu empfehlen.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 22. Dezember 2018 - 09:00:29
Dann kann es am Plastik liegen, evtl. am Weichmacher, der durch hohe Temperaturen schneller ausdünstet? Da habe ich mit meinen Zvezda-Voltigeuren auch so meine Probleme  :(

Für die Linientruppen ist das die Packung Italeri #6066. Die sieht richtig gut aus und steht auf meiner Einkaufsliste. Aber zuerst kommen (hoffentlich noch vor Weihnachten!) 3 Packungen preußische Infanterie von Revell zu mir :D
Ist ein Weihnachtsgeschenk von meiner Frau, die sich plötzlich doch sehr unsicher war, ob die Jungs das richtige für mich sind. Daher - und weil sie evtl. erst nach den Feiertagen ankommen - weiß ich jetzt schon Bescheid :D

http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=615

Langsam sollte ich mir mal eine Agenda für das nächste Jahr machen, was ich alles bemalen und bebauen will ;)

Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: tgsrt am 22. Dezember 2018 - 13:19:40
Oh ja, ne kleine Agenda wäre nicht das schlechteste....
Nächstes Jahr soll bei mir auch mal wieder  das eine oder andere in 1/72 laufen!
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 22. Dezember 2018 - 14:38:40
Na ja, meine Agenda für nächstes Jahr sähe ad hoc zusammengestellt so bei mir aus

Agenda 2019 – 1:72

Napoleonische Kriege / Peninsular War

Franzosen
- Lignes d'infanterie de Kleve-Berg, bisher 4 Bases, aufstocken auf 8 Bases für zwei Reihen (50% aus Italeri #6066)
- Lignes d'infanterie de Westphalie, bisher 4 Bases, aufstocken auf 8 Bases für zwei Reihen (50% aus Italeri #6066)
- Irlandaise O'Gilwy, 3 Bases leichte Linieninfant. + 2 Bases Plänkler, aufstocken auf 5 + 3
- Irlandaise Berwick, 3 Bases leichte Linieninfant + 2 Bases Plänkler, aufstocken auf 5 + 3
- Voltigeurs le 9ème, Zvezda-Miniaturen, neuer Versuch Grundierung / Bemalung
- Infanterie d'Ligne de 8ème, 5 Bases evtl aufstocken
- Gardegrenadiere der Alten Garde, alle Bases (5) überprüfen, aufstocken auf 10
- ber. Gardeartillerie, 4 Gussrahmen, fertig bauen, bemalen und basen
- Holländische Lanzenreiter basen
- Husaren / Leibgarde le General von 3 auf 6 Bases aufstocken
- Generalsstab aufpeppen / neue Bases entwerfen

Preußen
- 2 Packungen Revell #2580 preußische Infanterie fertig bauen, bemalen und auf 2 Einheiten verteilt basen
- 1 Packung Revell #2580 für geplantes Diorama in der Hinterhand halten
- evtl. russische bayrische Truppen als Verstärkung für die Preußen kaufen
- Russische Dragoner suchen und »anheuern«  ;)

ACW
- Konföderierte Infanterie fertigstellen, basen
- Konföderierte Kavallerie fertigstellen, basen
- Unionsinfanterie mit Zouiaven aufbauen (steht noch nicht fix im Raum)
- Unionsartillerie aufbauen (steht noch nicht fix im Raum)
- Unionskavallerie aufbauen (steht noch nicht fix im Raum)

Allgemein
- Gelände von Italeri einsatzbereit fertigbauen und bemalen
- Recherche zum Einsatz / Rheinüberquerung der Truppen von Major Boltenstern vertiefen
- Entscheidung über Größe des Dioramas zur Rheinüberquerung von Boltenstern
- Entwurf und Bau des Dioramas
- mehr als eine Partie im kommenden Jahr spielen ;)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: thrifles (Koppi) am 23. Dezember 2018 - 12:40:34
Boooaaaaahhhhh.
Da nimmst Du Dir ja tatsächlich einiges vor.
Plan am besten nicht zu viel, sondern lege einfach ganz langsam los.
Ich habe - gerade bei napoleonsichen Figuren - auch viel Zeit in der Vergangenheit verschwendet, weil meine Ansprüche dann doch zu groß waren, und ich gar nicht die Zeit hatte, alles umzusetzen, was ich eigentlich wollte.
Langsam anfangen, seinen Malstil optimieren, das bringt dann wirklich viel.
Wenn ein Vorschlag erlaubt ist:

Hast Du die Italeri Franzosen schon bemalt??? Wenn nicht. Verkauf sie, oder wirf sie weg, und kauf andere.
Die Marschierer haben die Muskete falsch geschultert, den kniend Schießenden fehlt das Bajonett - ein NO GO des Reglements (gilt übrigens auch für die Packung der Briten. Da fehlt den Schießenden ja auch das Bajonett) etc. etc.
Die Figuren sind im Grunde falsch modelliert.
O.K.; wenn Dir der Stil gefällt.
Aber solange die Möglichkeit besteht, würde ich sie tauschen. Sogar gegen die von mir verrissenen Hät Sets.
Zwar teuer aber historisch akkurater.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 23. Dezember 2018 - 13:58:40
Ja, das sieht natürlich alles erstmal nach richtig viel auf dem Teller aus.
Aber ich kenne mich, da sind die Augen jetzt schon größer als der Magen, also werde ich mir im Endeffekt nur die Punkte rauspicken, dir mir aktuell jeweils Spaß machen :)

Die Italeri-Franzosen sind zu einem Großteil schon bemalt. Die Fehler sind mir auch schon aufgefallen, aber da ich sie in erster Linie relativ flott zum schnellen Spielen bemalt habe, drücke ich da beide Augen zu. Auf Dauer (und das könnte für nächstes Jahr in der Tat ein Punkt werden) werde ich aber meine "Spielfiguren" durch korrektere Darstellungen ersetzen und dort werden dann auch neue Malerfahrungen mit einfließen. Die ersten Truppen waren ja mehr oder weniger "Speedpainting to play", aber jetzt - bzw. nächstes Jahr - geht der historische Genuß dann richtig los.

Hier mal die bisherige Sammlung bzw. zum Spielen aufgestellte Armee

Französische Armee bisher gesamt
(http://666kb.com/i/dzrnv33c3lkknplhc.jpg)


Regiments Kleve-Berg und Westpahlie (je 3 Bases)
(http://666kb.com/i/dzrnyoyz96ag3avb4.jpg)

Artillerie, Befehlshaber zu Fuß, Garde im Aufbau und Erschöpfungsmarker
(http://666kb.com/i/dzrnx9kaofqtajbpc.jpg)

Husaren, Kavallerie, Regiment 8éme, irische Wildgänse
(http://666kb.com/i/dzrnw8pwddj3dkbgg.jpg)

Da kann ich also in aller Ruhe (Kugelhagel) spielen und gleichzeitig im Hintergrund korrektere Darstellungen mit besseren Malfähigkeiten aufbauen, um die dann auszutauschen. Ich möchte eh mit der Zeit auf dünne MDF-Bases mit Einheitenbases umsteigen. Das ist dann die einfachste Möglichkeit, ohne die alten umbasen zu müssen :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: thrifles (Koppi) am 23. Dezember 2018 - 14:56:06
Ja. Das sind ja schon einige. ;D Also ... nicht wegwerfen. ;D
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 23. Dezember 2018 - 15:23:47
Nie im Leben nicht!
Die Miniaturen werde ich, sobald ich sie in ferner Zukunft gegen historisch korrekte Minis ausgetauscht habe, einem Anfänger schenken oder einem Dioramenbauer, der Füllmaterial benötigt, dass nicht unbedingt an prominenter Stelle steht. Ich sehe es in so einem Moment, wo diese Figuren für mich obsolet werden, lieber, wenn sich jemand anderes daran erfreut :)
Aber wie gesagt kann das noch etwas dauern.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 26. Dezember 2018 - 14:31:39
Und jetzt ist auch noch Gelände im Zulauf :D
https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23301.msg275702.html#msg275702
Es sind zwar H0 Gebäude, die mit 1:84 etwas kleiner sind als 1:72, aber wie dort im Post gesagt, werde ich mit ein paar Tricks die Optik des Betrachters versuchen zu verwirren ;)
Es sollen eh reine Dekostücke / Missionsziele für den Spieltisch werden. Dafür müssen sie leicht transportabel sein und im Notfall auch ohne großen Aufwand zu reparieren. Sollte das auch nicht mehr helfen ist für mich der "Verlustschmerz" immer noch wesentlich geringer, als hätte ich mir für den Preis des Konvoluts nur ein einziges Gebäude in exaktem Maßstab* gekauft ;)


*Als Beispiel sei der Bausatz einer Kirche von Italeri genannt. Die kostet ohne Versand um die 30-35€ und somit genau so viel, wie das Konvolut an H0 Gebäuden mit Versand insgesamt.
Außerdem habe ich da zwei Kirchen und eine kleine Kapelle, Fachwerkhäuser, eine Tränke, einen Brunnen ... passt schon so ;)
https://www.haertle.de/Plastikmodellbau/Militaria+Bausaetze/ITALERI+6174+Kirche+Militaer+Bausatz+1+72.html
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 26. Dezember 2018 - 15:27:14
Du kannst auch Pflanzen zur Kaschierung einer Erhöhung benutzen. Manchmal mag auch ein Fundament etwas erhöht werden können.

Aber es gab damals auch recht kleine Häuschen. Und da die Minis unterschiedlich ausfallen, passen die H0-Gebäude manchmal zu 15mm und zu 1/72. Einige Gebäude -wie das mit der Rampe- dürften im korrekten Maßstab nicht passend zur Zeit sein.

Wichtiger ist aber, dass unterschiedliche Größen für Gelände und Figuren nicht unüblich und manchmal von den Regeln geradezu erzwungen werden. Und in deinem Fall fällt es kaum auf...
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Driscoles am 26. Dezember 2018 - 17:43:18
Falls du für den Peninsular irgendwann Briten ausheben willst, kauf die hät Box Peninsular Briten. Infos gibts bei Plastic Soldier Review!
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 27. Dezember 2018 - 05:30:23
@Riothamus
Ja, daran dachte ich auch. Pflanzen und Fundamente sind der einfachste Weg, denke ich :)
Und wenn ich an einen Wochenendtrip nach England zurückdenke, gab es da auch ein Pub, wo man selbst als mittelgroßer Mensch den Kopf in der Tür leicht einziehen musste.

@Driscoles
Da hadere ich noch mit mir, ob es die Briten werden. Aber Hät habe ich in manchen Boxen eh schon ins Auge gefasst, weil eben historisch korrekt dargestellt. Es kann aber auch sein, dass ich mit der Zweitarmee in Richtung Befreiungskriege gehe? Ich bin da noch sehr unentschlossen.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 31. Dezember 2018 - 15:27:19
Und passend zum Jahreswechsel ist das ersteigerte Konvolut an H0 Gebäuden gekommen :)
Es waren mehr als gedacht. 6 Häuser passen durch ihre Architektur beim besten Willen nicht und zwei Kioske müssen für Basteleien meiner Frau herhalten. Die restlichen Gebäude sind richtig klasse. Eine der Kirchen hat zudem ein Wechseldach für den Turm Zwiebelturm / Spitzdach.

(http://666kb.com/i/dzztxp7r8ba22mlfk.jpg)

Alle Gebäude kann ich mit etwas Farbe altern und mit dem einen oder anderen Umbau verbessern

(http://666kb.com/i/dzzty4x3vwzcyvy0w.jpg)

Auch die Größe scheint mir trotz des Unterschieds H0 (1:84) zu 20mm (1:72) passend.

Der große General nebst Leibwache in trauter Eintracht mit dem Lützower Freikorps (noch in Arbeit)

(http://666kb.com/i/dzztzw0l36o8datc0.jpg)

Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: tgsrt am 31. Dezember 2018 - 15:30:50
schaut doch gut aus!
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 31. Dezember 2018 - 15:35:31
Japp :) Das sieht sogar besser aus, als ich erhofft habe!
Die Häuser etwas altern und vernünftig basen. Die eine oder andere Antenne abschneiden und insgesamt drei kleine Klebearbeiten. Als "mobiles Dorf" werde ich mir 5 oder 6 Häuser plus eine Kirche raussuchen, mit denen ich dann reinen Spielbetrieb für Treffen im Laden machen kann. Der Rest könnte ein kleines Diorama werden, wenn ich einen vernünftigen (repräsentablen) Platz im Bastelzimmer finde ;)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 31. Dezember 2018 - 19:26:14
Das passt doch super! Metalldachrinnen solltest du verholzen oder für ländliche Gebiete
ganz abtrennen.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 31. Dezember 2018 - 22:24:32
Das passt doch super! Metalldachrinnen solltest du verholzen oder für ländliche Gebiete
ganz abtrennen.
Wohnhäuser hatten schon Dachrinnen, halt aus einem Stamm und daher nicht sonderlich witterungsbeständig. Außer natürlich bei Dächern aus Stroh oder Ret.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 31. Dezember 2018 - 22:36:19
Aber eben nicht aus Metall. Daher soll er sie verholzen. Und im ländlichen Raum wurde noch um 1900 nicht immer mit Dachrinne gebaut.

Es gab auch Häuser, die nur über der Tür eine Rinne hatten.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 01. Januar 2019 - 10:12:47
Moin zusammen :)
Ja, die Rinnen. Da habe ich am ehsten von Museumsbesuchen und / oder Bildern eckige aus Holz im Kopf (?), einige wenige auch als Holzrohre. Klar, die sind für H0 Modellbahnen natürlich modern dargestellt und da werde ich mal schauen, wie ich damit umgehe.
Ich werde auf alle Fälle bei den Dorfgebäuden zum Spielen im Laden die Rinne vorerst entfernen, da mir das Verholzen auf so kleiner Fläche arg schwer erscheint, wenn sie schon verbaut wurden. Für die Gebäude, die ich mir als Diorama bzw. Fotohintergrund vorstelle, werde ich versuchen neue Regenrinnen zu bekommen. Ich bin mir nicht sicher, glaube aber, dass der letzte Modellbahnladen in Köln diese noch einzeln als Set hat. Die kann ich dann vor dem Anbringen einfacher bearbeiten.
Danke euch für den Tipp :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 02. Januar 2019 - 13:23:22
Busch hat auch authentische Gebäude. https://www.google.de/search?q=Busch+Haus+aus+Zaisenhausen+Modelleisenbahn&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwi6r-CDi8_fAhWno4sKHd4nCQ4Q_AUIDygC&biw=1680&bih=943
Hier mit hölzerner Regenrinne, halt ein Modell nach dem Gebäude in einem Freilandmuseum. Ich würde das sofort kaufen, wenn das zu einem erschwinglichen Preis z.B. gebraucht hier vor Ort zu kriegen wäre.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 03. Januar 2019 - 08:40:16
Ja, genau so hatte ich das im Kopf!
Ich weiß nicht mehr ob es ein Schulausflug eines meiner Kinder war, oder ein gemeinsamer Besuch in einem Freilichtmuseum. Aber diese Regenrinnen aus Holz hatten mich damals beeindruckt und die hatte ich auch vor meinem geistigen Auge für meine Häuser. Und ich glaube, bin mir aber nicht sicher, dass ich da im hiesigen Modellbahnladen einen entsprechenden Umrüstsatz mal gesehen habe.
Da frage ich demnächst nach, sobald ich wieder in der Nähe bin.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 03. Januar 2019 - 18:08:34
Wenn sie es nicht haben, frag, ob sie wissen, wer so etwas produziert. Im hiesigen Laden muss man auch immer drängeln. Er bestellt nicht gerne außer der Reihe, verrät einem dann aber doch Hersteller und teils sogar Nummer und Bezeichnung.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 04. Januar 2019 - 14:42:26
Hahahaha :D
Du scheinst den Laden zu kennen ;) Danke dir für den Tipp! Ich wäre sonst nämlich unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Jetzt nagel ich den fest  :P
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 04. Januar 2019 - 18:06:34
Ich bin übrigens schon fleissig am basteln. Da aber beide begonnenen Projekte (Dorfkirche und kleiner Landsitz) immer wieder mal einiges an Trockenzeit benötigen (Bases, Schotter etc.), kann das etwas dauern.
Hier aber mal ein paar Zwischenbilder

Dorfkirche
(http://666kb.com/i/e03znxr21itpliww0.jpg)

Zwischenstand, noch WIP
(http://666kb.com/i/e03zpjcb8puhfkfsw.jpg)

Kleiner Landsitz
(http://666kb.com/i/e03zxwi4jatrshybk.jpg)

Kleiner Landsitz, Zwischenstand, verteilt auf zwei Bases, noch WIP
(http://666kb.com/i/e03zy87d8mb35t534.jpg)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 10. Januar 2019 - 05:26:40
Damit sich hier auch mal wieder etwas tut:
Die Dorfkirche ist fertig :)

(http://666kb.com/i/e09jonuennc5q6y2o.jpg)

Daneben poliere ich meine bestehende Armee auf, da ich nächste Woche mit 2.500 Punkten Franzosen in Spanien einfalle und dort auf heftigen Widerstand durch Briten, spanische Guerillas und andere unangenehmen Zeitgenossen stoßen werde.
Dafür werde ich die bestehenden Regimenter Kleve-Berg und Westphalie minimal (jeweils um eine Base auf 4 Minimum) erweitern, meine beiden irischen Regimenter endlich trennen (da fehlt eine Base zum Glück), meine Voltigeure endlich basen ... es gibt viel zu tun bis nächste Woche, aber ich mache Bilder und berichte hier dann wie es weiterging :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Driscoles am 10. Januar 2019 - 08:39:53
Ein Tipp! Gib nochmal eine Zusatzrunde Sand auf die Base. Dann verschwinden die Sockel von den Figuren gänzlich und es sieht besser aus.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 10. Januar 2019 - 09:36:24
Du machst Dir aber eine Mühe.  :)

Das Eigenheim wirkt aber auch mit Bearbeitung noch sehr modern. Da sind alte Häuser einfach windschiefer, ungleichmäßigeres Fachwerk etc..

Die Kirche finde ich besser. Kommt mir irgendwie brandenburgisch oder so vor, von daher ideal vielleicht für sowas wie Großbeeren oder Dennewitz.

Zum Peninsular War passt natürlich nix. Geht mir aber auch so. Ich hab auch fast keine Gebäude, die auch mit beide Augen zudrücken für Italien hergehen. Dabei habe ich noch Colorno und sicherlich Piacenza auf der Agenda.  :-\
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 10. Januar 2019 - 15:39:19
@Driscoles
Oh! Das hatte ich dank meiner "tollen" Augen so nicht gesehen  :-\ Muss ich nochmal mit Leimsand dran. Danke dir  :)

@Pappenheimer
Joa, so ein wenig sollten die Häuschen schon gut aussehen. Mit der "Dorfkirche" gebe ich dir recht. Die ist auch eher für meine Preußen gedacht, die ich als Kanonenfutter und Gegner für die Franzosen für Anspiel-Events baue. Die war aber auch ein Experiment von mir, ob ich das überhaupt hinbekomme, mit dem Altern von H0 Gebäuden. In dem großen Konvolut war aber auch noch mehr drin :D Zum Beispiel diese wundervolle Kirche

(http://666kb.com/i/e09z6zkc0f6xir9q8.jpg)

(http://666kb.com/i/e09z7dd51zejgo2rk.jpg)

(http://666kb.com/i/e09z7mbhjvm3oi29s.jpg)

Oder diese kleinen Kappellchen

(http://666kb.com/i/e09z7zy726qf9kikg.jpg)

Da konnte ich noch nichts dran machen.
Bei dem "Herrenhaus" gebe ich dir absolut recht, das ist so noch nicht einsetzbar. Da schaue ich, ob ich Fachwerk selber ansetzen kann und ob ich da eine größere Tür mit Rundbogen und breiter angesetzt bekomme. Da muss ich aber noch nach Material suchen.
Nächsten Samstag werde ich auf alle Fälle auch ein paar unbehandelte Gebäude mitnehmen. Einfach um mal zu schauen, wie sich es sich damit spielt :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 10. Januar 2019 - 17:21:29
Ich denke, dass diese H0-Gebäude einfach auf die Zweckmäßigkeit für Modellbahnen ausgerichtet sind. Ich hab mir auch mal eine Kapelle besorgt. Oftmals sind die Kirchtürme bei H0 ziemlich riesig im Verhältnis zum Kirchenschiff, weil ein Kirchturm optisch einfach mehr her macht und natürlich gibt es vereinzelt solche Beispiele. Der Vorteil für den Modelleisenbahner ist, dass er ne Menge mehr Landschaft auf seiner Platte unterbringen kann. Nehmen wir z.B. maßstäbliche Gebäude in 1/72 so würde ein gescheites Wohnhaus - gut zu sehen an dem Italeri-Haus in meinen Spielen (z.B. bei Parma) - fast das ganze BUA ausmachen und man hat keinen Platz mehr um an den Flanken des "Dorfes" Bases von Truppen zu postieren. Von daher sind kleine aber maßstäblich halbwegs passende Gebäude ne gute Alternative wie ein kleiner Heuschober, eine Tagelöhnerhütte oder sowas für ein Dorf oder eben eine kleine Kapelle wie sie im realen Leben vielleicht eine Hofkapelle für einen einzeln stehenden Schwarzwaldhof gewesen wäre.
Solche Holzhütten haben auch den Vorteil, dass sie recht verbreitet sind und anders als spezifisches Fachwerk in viele Regionen passen.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 10. Januar 2019 - 17:48:57
Mit der rechten Kapelle hast du doch schon ein Gebäude, dass mediterran aussieht: Das Dach rot gefärbt, die Mauer und evt. das Fundament mit Strukturpaste 'verputzt' und die Bank entfernt und es sollte als Renaissance-Kapelle durchgehen.

Die Linke Kapelle schreit hingegen förmlich 20. Jahrhundert. Vielleicht fällt mir dazu später noch was ein.

Der zweiten Kirche lass ruhig ihr Turmdach. Gestalte es nur zum Bleidach um.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 11. Januar 2019 - 06:38:07
Ich denke, dass diese H0-Gebäude einfach auf die Zweckmäßigkeit für Modellbahnen ausgerichtet sind. Ich hab mir auch mal eine Kapelle besorgt. Oftmals sind die Kirchtürme bei H0 ziemlich riesig im Verhältnis zum Kirchenschiff, weil ein Kirchturm optisch einfach mehr her macht und natürlich gibt es vereinzelt solche Beispiele. Der Vorteil für den Modelleisenbahner ist, dass er ne Menge mehr Landschaft auf seiner Platte unterbringen kann.

Ja, das ist mir auch aufgefallen. Die Optik ist für H0 Bahnen natürlich perfekt, damit man dort Massen unterbringen kann, ohne den Platz für die Bahngleise zu sehr einschränken zu müssen.

Nehmen wir z.B. maßstäbliche Gebäude in 1/72 so würde ein gescheites Wohnhaus - gut zu sehen an dem Italeri-Haus in meinen Spielen (z.B. bei Parma) - fast das ganze BUA ausmachen und man hat keinen Platz mehr um an den Flanken des "Dorfes" Bases von Truppen zu postieren. Von daher sind kleine aber maßstäblich halbwegs passende Gebäude ne gute Alternative wie ein kleiner Heuschober, eine Tagelöhnerhütte oder sowas für ein Dorf oder eben eine kleine Kapelle wie sie im realen Leben vielleicht eine Hofkapelle für einen einzeln stehenden Schwarzwaldhof gewesen wäre.
Solche Holzhütten haben auch den Vorteil, dass sie recht verbreitet sind und anders als spezifisches Fachwerk in viele Regionen passen.

Das Konvolut habe ich letzten Endes bei ebay gekauft - und dafür auf die Kirche und die Häuser von Italeri verzichtet - weil zum Einen sind die Italeris nicht immer gut zu bekommen. Zum Anderen habe ich für den Preis von 2 1:72er Gebäuden einen ganzen Karton voll H0er bekommen die - wie du sagtest - mehr Platz auf der Matte lassen. Da habe ich lange (drei Tage) drüber nachgedacht und die H0er erst auf den letzten Drücker erworben.
Dazu kommt, dass ich auch die kleine Kirche, die Kapelle die Rio anspricht und den Heuschober auf den Bildern gesehen habe. Zusammen mit der "Dorfkirche" und einer "Stadtkirche" aus Backstein und mit Wechseldach (Zwiebel- und Spitzdach) und einer ganzen Reihe von "Ersatz- und Bitzlieferanten" war das Angebot am Ende doch zu gut.
Bei den Fachwerkhäusern muss ich schauen, wie ich die nutze und / oder umarbeite, oder ob ich sie für kleines Geld für WWII Gelände anbiete.

Mit der rechten Kapelle hast du doch schon ein Gebäude, dass mediterran aussieht: Das Dach rot gefärbt, die Mauer und evt. das Fundament mit Strukturpaste 'verputzt' und die Bank entfernt und es sollte als Renaissance-Kapelle durchgehen.
Danke dir für den tollen Tipp! :) Ich wusste nämlich nicht wie ich die umarbeiten sollte, da ich keine vernünftige Referenz fand  :-[
Klasse :D

Die Linke Kapelle schreit hingegen förmlich 20. Jahrhundert. Vielleicht fällt mir dazu später noch was ein.
Das wäre super, denn an der knabbere ich auch noch rum  :-\

Der zweiten Kirche lass ruhig ihr Turmdach. Gestalte es nur zum Bleidach um.
Danke dir auch hierfür :)
Blei dürfte kein Problem sein, notfalls, weil man das immer mal brauchen kann, hole ich mir den entsprechenden Farbton von Revell.

Danke für eure Hilfen  :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 11. Januar 2019 - 09:47:34
Ich hatte bei meiner Kapelle mal versucht einfach Shade drüber zu schmieren, aber das hat nicht geklappt. D.h. man sieht das Shade garnicht, vielleicht zu filigrane Vertiefungen.

Bin hier auf den Fortschritt gespannt, auch bei den Minis.

Jetzt hast Du doch bald genug bemalte Minis für ein nächstes Spielchen zusammen oder nicht?
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 11. Januar 2019 - 10:04:36
*Mal schnell reinhusch*
Kann man je ausreichend Minis haben? ;)
Ne, Spaß beiseite: bemalt habe ich fast alles, was ich für nächsten Samstag brauche. Da bin ich aber noch fleissig dran am Arbeiten, dass ich die fehlenden Miniaturen noch fertig bekomme. Ich merke schon, das mir ein paar Wochen Malzeit wegen Krankheit letztes Jahr fehlen  :-\

Die Kapelle werde ich evtl. erstmal per Pinsel mit den passenden Grundfarben des bisherigen Baus "grundieren". Danach shaden und highlighten ... müsste klappen.

Chef kommt ... I'll be back ;)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 11. Januar 2019 - 22:51:51
Da die Anzahl aller gleichzeitigen Minis endlich ist, ist erst mal zu fragen, ob es überhaupt ausreichend Minis gibt. Ich neige zu einem 'Nein!'.

Bei deinem 'Landsitz' könntest du das Kellerfenster halbieren oder ganz zukleistern, damit es archaischer wirkt. Dunklere Farben bei den Fensterrahmen dürften auch älter wirken.

Wahrscheinlich sind die Bilder futsch. Aber irgendwo hatte der Don mal gezeigt, wie mediterran wirkende Gebäude schnell zu basteln sind. Wenn ich mich korrekt erinnere, hatte er das Platzproblem dabei gelöst, indem er die Häuser zu schlank gestaltete.

Schreib doch mal für welche Gegenden du alles Gelände möchtest. Ob deine Minis durch Preußen, Sachsen und Thüringen laufen oder in Belgien marschieren ist ja schon ein Unterschied. Vielleicht fällt mir noch etwas ein, wenn ich spezifische Regionen vor Augen habe.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 12. Januar 2019 - 00:30:58
Da ich mir das Bild nochmal anschauen musste, als Doppelpost.

@ Landsitz:

Da hast du natürlich das Problem, dass das eher ein Stadthaus ist. Auf dem Land geht es aber als Pfarrhaus oder Schule durch. Bei einem Adelssitz auch als Verwaltungsgebäude mit Zimmern für Gärtner, Kutscher etc. unter dem Dach oder im Anbau. Gärtner, aber auch verdiente Mitglieder der Dienerschaft konnten sogar eine regelrechte kleine Wohnung mit eigenem Haushalt haben. Allerdings hatte längst nicht jeder Adelssitz eigene Räumlichkeiten für die Verwaltung. Auch ein Armenhaus, erbaut durch reichen Spender, wäre theoretisch möglich.

Das Dach und die Dachgauben sehen auch nicht richtig aus. Wenn du es hinbekämst, den Fachwerkanbau anders einzudecken, sähe es nicht mehr so glatt aus. Wie die Platzierung der Gauben zu ändern wäre, kann ich nicht sagen. Ich bin mir dabei auch noch nicht im Klaren, was da falsch (also modern) wirkt. (Vielleicht das Holz dunkel gestalten und altern?) Aber ich würde es sowieso erst mit einfacheren Änderungen versuchen:

Der Fries über der Tür, der steinerne Rahmen der Tür und die Treppe sollten aus demselben Stein sein. Damit es alt wirkt, solltest du auch die Fenster in den gemauerten Wänden mit steinernen Rahmen versehen. Ebenso sollten die 'Fensterbretter' aus demselben Stein sein. Und das Fundament sollte auch aus Sichtstein sein, wenn der Landsitz nicht zu ärmlich wirken soll. Sonst reicht auch irgendein Bruchstein. Keller und Fundamenthöhe bedeuten aber in jener Zeit schon etwas Wohlstand oder beruflich bedingter unterirdischer Lagerbedarf.

Bei einer Tür an der Traufseite ist selbst bei ärmeren Häusern eine Dachrinne zumindest über der Tür.

Wenn du den Schornstein vergrößerst wirkt es auch älter. (Ohne das das in diesem Fall so sein müsste. Unsere Sehgewohnheiten erwarten eben an neueren Gebäuden schlankere Schornsteine. Selbst Experten fallen mitunter auf so etwas herein und sehen erst auf den zweiten Blick oder aus den Akten, dass ein Haus älter ist. Vielleicht ist also die einfachste Anregung: Überleg, was auf dich einige hundert Jahre alt wirkt.)
Titel: Alte Projekte, endlich beendet
Beitrag von: D.J. am 12. Januar 2019 - 09:30:57
Okay, da ich letztes Jahr zu viele Sachen angefangen und nicht beendet habe, hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen, zuerst diese Projekte nach und nach zu beenden. Oft waren es nur Kleinigkeiten, die fehlten, aber zu denen ich, wie er Teufel es will, irgendwie nie gekommen bin.
Die ersten dieser halbfertigen Projekte habe ich jetzt beendet und hier https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23301.msg275700.html#msg275700 (https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23301.msg275700.html#msg275700) eingestellt

Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 12. Januar 2019 - 09:42:36
Da die Anzahl aller gleichzeitigen Minis endlich ist, ist erst mal zu fragen, ob es überhaupt ausreichend Minis gibt. Ich neige zu einem 'Nein!'.

Dem gibt es nichts hinzuzufügen :D

Schreib doch mal für welche Gegenden du alles Gelände möchtest. Ob deine Minis durch Preußen, Sachsen und Thüringen laufen oder in Belgien marschieren ist ja schon ein Unterschied. Vielleicht fällt mir noch etwas ein, wenn ich spezifische Regionen vor Augen habe.

Jetzt haste mich erwischt!  :o :-[
Ich gestehe, dass ich mir darüber nicht viele Gedanken gemacht habe, da ich die Gebäude und die Spielfelder recht allgemein halten wollte. Sie sollten in erster Linie Sichtblocker, Missionsziele und Zierde sein. Wo die stehen sollten ... ich gestehe da eine ziemliche Unterlassungssünde.

@ Landsitz:
Da hast du natürlich das Problem, dass das eher ein Stadthaus ist. Auf dem Land geht es aber als Pfarrhaus oder Schule durch. Bei einem Adelssitz auch als Verwaltungsgebäude mit Zimmern für Gärtner, Kutscher etc. unter dem Dach oder im Anbau. Gärtner, aber auch verdiente Mitglieder der Dienerschaft konnten sogar eine regelrechte kleine Wohnung mit eigenem Haushalt haben. Allerdings hatte längst nicht jeder Adelssitz eigene Räumlichkeiten für die Verwaltung. Auch ein Armenhaus, erbaut durch reichen Spender, wäre theoretisch möglich.
Das sind doch schon gute Alternativen! Danke dir :)

Das Dach und die Dachgauben sehen auch nicht richtig aus. Wenn du es hinbekämst, den Fachwerkanbau anders einzudecken, sähe es nicht mehr so glatt aus. Wie die Platzierung der Gauben zu ändern wäre, kann ich nicht sagen.
An dem Punkt der Überlegungen war ich auch schon. Das war bereits, als ich nur die Bilder auf ebay sah und mit den Häusern von Italeri & Co. verglich. Letzten Endes habe ich dann aber die Augen zugedrückt und mir gesagt, "lieber halb gut und preiswert gekauft, als teuer und total mies selber gebaut!" Vor allem, weil die Gebäude ja wie gesagt eher lockeres Beiwerk werden sollten, denn detaillierter Anblick für ein Diorama. Da ist zwar auch etwas in Planung, aber das Projekt liegt noch in weiter Ferne und dafür werde ich dann auch tiefer in die Tasche greifen und exaktere Darstellungen suchen und kaufen.

Der Fries über der Tür, der steinerne Rahmen der Tür und die Treppe sollten aus demselben Stein sein. Damit es alt wirkt, solltest du auch die Fenster in den gemauerten Wänden mit steinernen Rahmen versehen. Ebenso sollten die 'Fensterbretter' aus demselben Stein sein. Und das Fundament sollte auch aus Sichtstein sein, wenn der Landsitz nicht zu ärmlich wirken soll. Sonst reicht auch irgendein Bruchstein. Keller und Fundamenthöhe bedeuten aber in jener Zeit schon etwas Wohlstand oder beruflich bedingter unterirdischer Lagerbedarf.
Bei einer Tür an der Traufseite ist selbst bei ärmeren Häusern eine Dachrinne zumindest über der Tür.
Wenn du den Schornstein vergrößerst wirkt es auch älter. (Ohne das das in diesem Fall so sein müsste. Unsere Sehgewohnheiten erwarten eben an neueren Gebäuden schlankere Schornsteine. Selbst Experten fallen mitunter auf so etwas herein und sehen erst auf den zweiten Blick oder aus den Akten, dass ein Haus älter ist. Vielleicht ist also die einfachste Anregung: Überleg, was auf dich einige hundert Jahre alt wirkt.)

Damit kann ich arbeiten :D
Danke dir (mir fehlt hier definitv ein Smily mit Daumen  :-\ )
Titel: Die Logistik - Lagerung und Transport der Armee
Beitrag von: D.J. am 13. Januar 2019 - 07:58:01
Eine Armee ist immer nur so schlagkräftig, wie ihre Logistik es zulässt. Oder auf gut Deutsch:
"Ohne Mampf kein Kampf"
:D

Für mich bedeutet Logistik aber in erster Linie, meine Miniaturen sicher und relativ komfortabel einlagern und transportieren zu können. Dafür habe ich mir vor einiger Zeit beim "T€di" mehrere Nähboxen aus Holz gekauft.
Im Grunde sind es keine Nähboxen, sondern Boxen zur Aufbewahrung von Garnspulen. Sie sind ca. 4cm hoch (Außenmaß, innen ca. 3,6cm) und haben innen drei abgetrennte Reihen à 4 cm Breite. Also perfekt für die Bases bei Kugelhagel.

(http://666kb.com/i/e0coujqg65h3a3h8g.jpg)

Diese Boxen habe ich mit einer Mischung aus Leinöl und "Piel Skin Wash" von Valejo behandelt. Dadurch wird das Holz geradezu imprägniert und es sieht auch schöner aus als unbehandelt.

(http://666kb.com/i/e0cowrg2xyhjt1fy8.jpg)


Da die Boxen aber nur die Höhe für Infanterie haben, musste auch eine Lösung für die Kavallerie her.
Hier griff ich auf die "Lankmoj Ablagebox" zurück, die es im 3er Set bei Ikea gibt.
https://www.ikea.com/at/de/p/lankmoj-ablagebox-3er-set-schwarz-weiss-goldfarben-00402262/?fbclid=IwAR0ytRGaa6csOmUVJzdHd4Tg3lGBhpPW9vJQv1_bQODJAH8ujIEWfgp99oI

In die Box passen 15 Bases zu 4x4cm rein und es ist Luft für Polstermaterial.
Diese Boxen eignen sich von der Höhe her vermutlich auch gut für 28mm Miniaturen, was ich aber noch nicht ausgemessen habe

(http://666kb.com/i/e0cp0xisvtwwe91xc.jpg)

Die weißen und gemusterten Ränder habe ich mit brauner Acrylfarbe bemalt, die Deckel aber bewusst schwarz gelassen, da sie ich sie somit scherzhaft Cercueil noir, "schwarze Schatulle" nennen kann.
An alle Boxen habe ich noch dünne Messingbeschläge angebracht, immerhin sollen die Boxen französische Soldaten transportieren.
Und das verlangt nunmal Stil :)

(http://666kb.com/i/e0cp0kk0b5ffdl3wg.jpg)

Nächsten Samstag ist s dann soweit.
Ich werde mit 2500 Punkten gegen aufmüpfige Spanier und rotberockte Briten antreten. Gerüchteweise sollen auch ein paar Schotten ihr Unwesen treiben, aber das wird sich zeigen :)

Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 14. Januar 2019 - 09:53:49
Schaut wirklich sehr stilvoll aus. Viel Spaß bei Deinem Spiel!  :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 14. Januar 2019 - 12:35:12
Danke dir :)
Ich freue mich schon riesig auf das Spiel :D

Off Topic
Ich werde übrigens parallel in den SYW einsteigen ;)
Das wird aber nur ein kleines Projekt, rein auf den beiden Packungen "Revell 02452" (Öster. & Preuß Infanterie) und "Revell 02453" (Öster. Dragooner & Preuß. Husaren) basierend.
Angedacht hatte ich eine Art "Battle in the Box" Projekt nach Don's Ideen :)
Es bleibt bei meinem Lieblingsmaßstab 1:72. Die Packungen ergeben je 6 Einheiten pro Seite, ein kleines Spielfeld (90*90cm) wird dann noch für kurze Spiele / kleine Missionen zwischendurch nach Kugelhagel (oder evtl. Black Powder, wenn ich mal dazu komme die Regeln zu lesen) entworfen / gebaut.
Dieses Projekt bekommt dann eine eigene Box nach dem obigen Prinzip und ist, sofern alles klappt, immer schnell griff- und spielbereit :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: tgsrt am 14. Januar 2019 - 12:54:17
Die Transportboxen sind nett!
sind die Bases lose drin oder hast Du die Boxen mit Ferrofolie ausgeschlagen?
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 14. Januar 2019 - 12:56:14
Noch sind die Boxen ohne Ferro, aber das ist geplant. Dann kann ich sie noch leichter verstauen.
Im Moment müssen sie eben rein waagerecht in die Tasche.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 14. Januar 2019 - 14:26:34
Ich werde übrigens parallel in den SYW einsteigen ;)
Das wird aber nur ein kleines Projekt, rein auf den beiden Packungen "Revell 02452" (Öster. & Preuß Infanterie) und "Revell 02453" (Öster. Dragooner & Preuß. Husaren) basierend.
Angedacht hatte ich eine Art "Battle in the Box" Projekt nach Don's Ideen :)
Es bleibt bei meinem Lieblingsmaßstab 1:72. Die Packungen ergeben je 6 Einheiten pro Seite, ein kleines Spielfeld (90*90cm) wird dann noch für kurze Spiele / kleine Missionen zwischendurch nach Kugelhagel (oder evtl. Black Powder, wenn ich mal dazu komme die Regeln zu lesen) entworfen / gebaut.
Das klingt doch sehr vielversprechend.  :)

Aber da fehlt Dir auf jeden Fall mindestens ein Geschütz. Ne Kanone und 4 Minis hätte ich sicher über. Lohnt halt nur nicht wirklich den Versand.

Ich würde mit der Menge an Minis an Deiner Stelle nen Skirmish-Regelwerk spielen. Soll ja bald was bei Osprey rauskommen und man kann im Prinzip alles verwursten.
Mit BP oder Kugelhagel bist Du über kurz oder lang dann doch wieder großtaktisch und verzettelst Dich. Kenne ich aus eigener Erfahrung. Hatte ja auch mit Skirmish angefangen (ne Abwandlung von den Perfect-Captain-Regeln) und mich dann gesteigert.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 14. Januar 2019 - 16:07:34
Das klingt doch sehr vielversprechend.  :)

Du bist es schuld :P
Du, und dein erstklassigen Spielberichte :D
So!
Jetzt habe ich es dir gegeben :D

Aber da fehlt Dir auf jeden Fall mindestens ein Geschütz. Ne Kanone und 4 Minis hätte ich sicher über. Lohnt halt nur nicht wirklich den Versand.

Das ist wohl wahr. Der Versand wäre heftig. Aber bei dem geplanten Spielfeld von 90*90cm eine Kanone ... da bin ich unsicher.
Sollte mich der Spaß an der Epoche richtig packen - immerhin gibt es da Kur Kölnische Truppen, die mich als Kölner ziemlich reizen - würde ich das evtl. vom Sidestep zur Zweitepoche erweitern. Dann müssen definitiv Kanonen mit rein :)

Ich würde mit der Menge an Minis an Deiner Stelle nen Skirmish-Regelwerk spielen. Soll ja bald was bei Osprey rauskommen und man kann im Prinzip alles verwursten.

Das ist in der Tat eine Überlegung wert.
Bisher ist es eben ein wenig der Reiz der Epoche, der Bezug zu meiner Heimatregion und die Möglichkeit, mit den Kugelhagel Solo-regeln auch mal daheim ohne Mitspieler kleinere Szenarien durchzuspielen. Da sind 6 Einheiten pro Seite ausreichend.

Sobald die Minis da sind, mache ich mal einen Thread dafür auf, da ich merkwürdigerweise sehr wenig über den SYW hier finde?
Muss man mal ändern ;)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: tattergreis am 14. Januar 2019 - 17:13:24
Gibt doch was:
https://sweetwater-forum.net/index.php?topic=7425.0 (https://sweetwater-forum.net/index.php?topic=7425.0)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Plasti am 14. Januar 2019 - 20:01:15
Hi D.J.
solltest Du zur Tactica kommen kann ich Dir Kanone und Bediener mitbringen.
Ebenso einzelne Posen aus den vier anderen Sätzen, zum auffüllen oder vervollständigen der Einheiten.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 14. Januar 2019 - 23:44:24
Und hier gleich die interessanteste Website für dich zum 7YW:
http://www.kronoskaf.com/syw/index.php?title=Main_Page

Da ist auch Literatur angegeben. Bei Münster und Paderborn ist viel in der Westfälischen Zeitschrift zu finden. (Früher trug sie den Titel: 'Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde') Die Digitalisate der WZ, für die letzten paar Jahre nur das Inhaltsverzeichnis finden sich frei herunterladbar hier auf den Seiten des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe: https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/finde/langDatensatz.php?urlID=2&url_tabelle=tab_periodika

(Links zu den PDFs finden sich klein und Blau an der Seite.) (Für Paderborn ist der wichtigste Titel bei Kronoskaf nicht angegeben: Franz Mürmann: Das Militärwesen des ehemaligen Hochstiftes Paderborn seit dem Ausgange des Dreißigjährigen Krieges. Münster 1938 (Dissertation Universität Münster). Diese Dissertation wurde ebenfalls in der WZ veröffentlicht (1939, Band 95).


Köln gibt es bei Kronoskaf hier:
http://www.kronoskaf.com/syw/index.php?title=Main_Page

Clemens August war nicht nur Erzbischof von Köln, sondern Bischof von insgesamt 5 Fürstbistümern; hier die Reichskontingente von Münster und Paderborn: http://www.kronoskaf.com/syw/index.php?title=Reichsarmee#Lower_Renish_-_Westphalian_District

Die Fürstbistümer Osnabrück und Hildesheim haben im 7YW meines Wissens keine Truppen gestellt.

Es mag dich interessieren, dass Clemens August bei seinen Landständen ein Feldhospital beantragte. Die lehnten das zunächst ab. Es ist aber nicht klar, was schließlich daraus wurde. Bei seinen Regimentern befanden sich Militärgeistliche, die sogar mit Zelten für Gottesdienste ausgerüstet waren, während die Soldaten nicht mal eine Decke hatten... Abgesehen wohl vom Kölner Kontingent -allerdings bin ich mir in dem Punkt Köln nicht so sicher- stellte Münster die Regimentsartillerie seiner Truppen, die aus bronzenen  4pfündern bestand.

Aus Paderborn haben sich Inventare und ein Bericht zum Verbleib des Materials durch den Kommandeur erhalten. Für die Artillerie Clemens August ergibt das für eine Regimentsartillerie folgendes Bild:
1 Stückjunker,
4 Feuerwerker,
4 Konstabler und eine
Munitionskarre mit 4 Pferden

Dazu werden am 1.7.1757 als Inventar erwähnt:
100 Kugeln,
15 Kartätschen,
3 Zentner Pulver und
Schanzzeug

"Die Fahnen", 1 Kanone und 3 Munitionswagen mit 12 Pferden (sic!) gingen den Paderbornern bei Saalfeld verloren. (Die Reste bestanden danach aus 50 Musketieren, den meisten Grenadieren und 1 Kanone.)

Um Offiziersstellen zu sparen, wurde die Zahl an Kompanien gerne mal verringert, was aber in der Regel nicht mit der Gesamtstärke zusammenhängt.

Ende des Krieges wurden in den mittleren und kleineren Territorien oft kleine Einheiten leichter Reiterei aufgestellt, um Räuber zu bekämpfen. (In Paderborn ein Zug Husaren. Wegen der kleineren Pferde waren Husaren günstiger aufzustellen und die Länder Clemens August waren wegen der Bewirtschaftung von Wildpferdebeständen sowieso gut aufgestellt, wenn nicht zu viele Pferde benötigt wurden.) Da ergeben sich sicher auch Skirmish-Möglichkeiten und Gelegenheiten die beiden Kölner berittenen Kompanien auszuführen.

Falls dich das Drumherum interessiert, du dich im Modellbau üben möchtest oder ein ungewöhnliches Missionsziel brauchst:
Seine Militärgeistlichen trugen ihre geistliche Tracht. (In Paderborn war es meist ein Franziskaner.) Das Inventar aus Paderborn erwähnt:
- 1 großes Zelt, nach Oberst von Kleist im 3. Jahr verfault
- 1 Kapellenkarren mit 4 Pferden, darin:
-- 1 vierkantige große tannene Kiste
-- 1 vergoldeter Messkelch mit Futteral
-- 1 reinsilberner Salbölbehälter in einem Beutel
-- 1 Altarstein
-- 3 Altartafeln mit Gebeten
-- 1 Altarglöckchen
-- 1 kleines hölzernes Kruzifix
-- 2 kleine Altarleuchter aus Messing
-- 2 kleine zinnerne Messkännchen
-- 1 kleines Messbuch mit hölzernem Untersatz
-- 1 gewöhnliches Evangelienbuch
-- 2 Altarbücher
-- 3 Handtücher
-- 2 Alben (Kleidungsstück)
-- 1 seidenes Messgewand mit Zubehör
-- 1 wollenes Messgewand mit Zubehör
-- 1 Antependium (Altarvorhang)
-- 2 Hornleuchter
-- 1 Schachtel für Hostien
(Davon war 1763 das meiste noch vorhanden. Und es dürfte bei seinen anderen Truppen ähnlich gewesen sein.)

Zu den Fahnen: Clemens August hat die Fahnen seinem Geschmack und seiner Herkunft angepasst. Für Paderborn, für das keine Fahne der Zeit beschrieben ist, machst du außerhalb seiner Regierungszeit mit Maria auf weißem Grund nichts falsch, auch wenn nur Andeutungen und Hinweise existieren. (Vgl. die Beschreibung der Kölner Fahnen bei Kronoskaf.) Für seine Regierungszeit kannst du es analog Köln und Münster machen, falls du überhaupt bis zu seinen dortigen Truppen kommst. Das Paderborner Wappen wäre rotes Kreuz auf silbernem Grund. Falls du dich am mittelalterlichen Banner orientieren willst, wäre es das Paderborner Wappen (https://de.wikipedia.org/wiki/Paderborn#Wappen), nur Rot auf Silber, statt Gold auf Rot. (Der letzte Paderborner Fürstbischof hat die Farben für seine Regierungszeit seinem Familienwappen angepasst. Da er der letzte war und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland die Heraldik weitgehend unbeachtet war, blieb es dabei.)

Mit dem Kölner Militär habe ich mich noch nicht beschäftigt; Münster und Paderborn liegen mir da näher. Ich hoffe, ich konnte dennoch Hilfe geben.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 15. Januar 2019 - 05:14:40
Da ich nicht schlafen kann, ein Doppelpost:

Die Münsteraner und Paderborner Sachen sind für dich interessant, weil die Truppen Clemens Augusts  bei der Reichsarmee oft zusammen eingesetzt wurden und zumindest zeitweise mit dem Münsteraner Generalmajor von Nagel einen gemeinsamen Kommandeur hatten. Daher erfährst du dort auch einiges zum Einsatz der Kölner Truppen.

Wegen der Artillerie habe ich nachgeschaut. Auch die Regimentsstücke des Kölner Reichskontingents kamen aus Münster. Die notwendigen Stichpunkte zur Uniformierung  der münsterschen Artillerie (und sogar zwei Karten zu Gefechtsaufstellungen des Kontingents Clemens Augusts) findest du in: Zeigert, Dieter: Das münstersche Heer im Siebenjährigen Krieg 1756-1763, in: Westfälische Zeitschrift, Zeitschrift für Vaterländische Geschichte und Altertumskunde, hrsg. von dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, vol. 137 (1987), page 25-87, hier online zu finden: https://www.westfaelische-geschichte.de/lit9352

Darin siehst du auch, dass die Gefechte im Rahmen von Kugelhagel bleiben, wenn sie denn mal über Skirmish-Größe hinausgehen.

Es geht um folgende 5 Regimenter, jeweils nur 1 Bataillon:

Münster: Nagel und Elverfeldt
Paderborn: Mengersen
Köln: Leibregiment und Wildenstein

Mit Gefangennahme der Truppen (1. April 1759 bei Meiningen und Wasungen die münsteraner Regimenter Nagel, Elverfeldt sowie das Kurkölner Leibregiment und März 1761 bei Saalfeld die Regimenter Mengersen und Wildenstein, jeweils bis auf gewisse Reste.) und der Besetzung der Territorien, die von Frankreich nach dem Tode Clemens August für feindlich erklärt wurden, endete für das Münsteraner und Kölner Militär der Krieg. Paderborn stellte hingegen, um seine Unabhängigkeit zu bewahren, sein Bataillon trotz Besetzung wieder auf, ob es überhaupt noch rechtzeitig eintraf oder die hohen Verluste eher unter -äh- selbsttätiger Entlassung zu verbuchen sind, ist nicht bekannt.

Pappenheimer, dich mag, wenn ich mich recht entsinne, interessieren, dass erbeutete Münsteraner Regimentsstücke an die Hannoveraner Jäger kamen.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 15. Januar 2019 - 05:19:00
Ihr seid die Besten! *freu* :D
Echt jetzt, das ist total Knüller, was ihr hier an Infos sammelt und Starthilfen gebt ... *Eichenlaub mit Sternchen*, wie du, Riothamus, immer sagst :D
Jetzt kann der Tag beginnen
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 15. Januar 2019 - 05:23:05
@tattergreis
Oh, klasse! Die Links habe ich nicht (mehr) gefunden. Ich wusste noch von vor dem Crash, dass da was war. Ich dachte aber, da wäre alles weg.

@Plasti
Die Tactica werde ich aus gesundheitlichen Gründen nicht schaffen (bin schon froh, wenn ich jobtechnisch derzeit einsatzfähig bleibe)
Nachtrag
Ich schreibe dich aber heute im Laufe des Tages mal per PN an :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Blüchi am 15. Januar 2019 - 05:51:59
Sicher das du mit den Revell Figuren glücklich wirst ? Würde da lieber zu Figuren aus Zinn greifen aus kleiner Produktion. Aber falls doch könnte ich mit einigen noch vorhandenen Revell Boxen unter die Arme greifen.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 15. Januar 2019 - 06:16:15
Sicher das du mit den Revell Figuren glücklich wirst ? Würde da lieber zu Figuren aus Zinn greifen aus kleiner Produktion.

Ja, da es bisher ja nur ein kleines Nebenprojekt bzw. eine Sammlung für Spiele nach den Solo-Regeln von Kugelhagel werden soll. Da reichen die beiden Revell Boxen mit jeweils 6 Einheiten zum SYW erstmal vollkommen aus. Der Peninsular War bzw. die napoleonische Epoche ist ja mein Hauptstandbein.

Aber falls doch könnte ich mit einigen noch vorhandenen Revell Boxen unter die Arme greifen.

Danke dir :)
Sollte ich entgegen meiner Pläne tiefer einsteigen, komme ich auf dich zurück!

Frage an alle:
Soll ich für das Projekt "SYW in 1:72" nicht lieber einen neuen Thread aufmachen und die Admins bitten, die Posts zum SYW dorthin zu verschieben?
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: tattergreis am 15. Januar 2019 - 10:06:31
Ja, ein Extra-thread ist immer von Vorteil. Verschoben werden muss doch noch gar nix, oder Du zitierst.

cheers
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 15. Januar 2019 - 10:58:58
Pappenheimer, dich mag, wenn ich mich recht entsinne, interessieren, dass erbeutete Münsteraner Regimentsstücke an die Hannoveraner Jäger kamen.
Hab zwar Hannoveraner, aber nur für Österreichischen Erbfolgekrieg. Die sahen dann später anders aus.

Zu den Revell-Minis.
Die Husaren sind allererste Sahne und eigentlich sind die Dragoner auch nicht so schlecht.
Bei den Österreichern missfällt mir eigentlich nur eine Pose, die mit dem Typ, der irgendwie an das Bajonett greift.
Ein Problem ist, dass die Nachgüsse immer schlechter wurden. Es gab ja die letzten 20-25 Jahre immer wieder Limitierte Neuauflagen.
Ich habe in letzter Zeit die Preußen als Hannoveraner bemalt. Heute mache ich mein zweites Bataillon fertig. Die haben halt eine eigene Ästhetik. Was furchtbar ist, ist dass v.a. die Gesichter nicht anständig modelliert wurden. Da die Beine so dünn sind, hat man auch praktisch keinen Platz um Details wie Schnallen oder Knöpfe drauf zu malen.
Die Artillerie ist ja eines der besten Ari-Sets in dem Maßstab.
Bei der Kavallerie ist eher die Krux, dass die Posen sehr energiegeladen sind und daher neben Zinnfiguren eher seltsam wirken. Revell-Pferde sind immer was tolles, ausgenommen das Problem mit überflüssigem Plastik zwischen den Beinen bei den Dragonergäulen.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 15. Januar 2019 - 14:06:10
Okay, ich habe einen eigenen Thread für das Thema "SYW - Battle in a Box mit Revell" aufgemacht :)

https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23435.msg277059.html#msg277059

Und zurück zum Peninsular War ...
Ich habe mir gestern abend noch schnell einen Brigadekommandeur gebastelt ;)

(http://666kb.com/i/e0ezh3s1kq5vwh534.jpg)

(http://666kb.com/i/e0ezh9qwovob0m22o.jpg)

Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 15. Januar 2019 - 14:55:56
Ich finde es cool wie Du die Pose des Generals aus der Italeri-Stabsbox verwendest. Sieht gut aus. Zur Uniform etc. habe ich nicht so die Ahnung.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 15. Januar 2019 - 15:01:16
Danke dir :)
Da ich schon einen Brigadekommandeur habe, der auf eine Karte zeigt ...

(http://666kb.com/i/e0f0sm09322x33aps.jpg)

... wollte ich den nächsten anders darstellen. Die Uniform müsste passen, da hatte ich für den ersten Kommandeur bereits letztes Jahr herumgesucht und diese Farbkombination entdeckt.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 15. Januar 2019 - 18:23:55
Schön geworden, der Brigadekommandeur und sein Pferd.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Plasti am 15. Januar 2019 - 18:34:17
Ich finde das Französische Stab Set von Italeri nach wie vor gut.

Und mit dem Set von Zvezda lassen sich schöne Sachen anstellen.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 16. Januar 2019 - 15:36:48
@Riothamus (Sorry, ich wollte den folgenden Satz allgemein halten und war mit meinem Kopf etwas weiter weg vom Thema  :-\  :-[ )
Danke dir :)
@All (<- so ist es richtig)
Ich weiß, die Äpfel sind etwas zu derber Humor, aber für das Spiel am Samstag bleiben die erstmal drauf ;)

@Plasti
Das Set von Italeri finde ich persönlich sogar einen Touch besser, als das von Zvezda. Ich konnte beide mit ihren Gussrahmen mal live vergleichen.
Das kann aber auch daran liegen, dass ich trotz intensiver Vorbehandlung mit den Zvezda-Minis bzw. dem verwendeten Kunststoff, auf dem Kriegspfad bin. Irgendwie hält bei denen keine Grundierung, wenn ich die vornehme (ich gehe also einfach mal davon aus, dass ich da irgendetwas falsch mache. Andere kommen ja prima mit denen hin)
Aber ich gebe nicht auf ;)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 16. Januar 2019 - 16:31:38

Das kann aber auch daran liegen, dass ich trotz intensiver Vorbehandlung mit den Zvezda-Minis bzw. dem verwendeten Kunststoff, auf dem Kriegspfad bin. Irgendwie hält bei denen keine Grundierung, wenn ich die vornehme (ich gehe also einfach mal davon aus, dass ich da irgendetwas falsch mache. Andere kommen ja prima mit denen hin)
Zvezda hat m.E. meistens sehr hartes Plastik, was oft eher bricht als sich verbiegt. Ich nehme den Primer von Valejo und der hält recht gut. Muss ja auch nicht vollflächig schwarz/grau oder so werden, sondern nur die Klebeeigenschaften der Grundierung gewährleisten.
Meine Frau hatte mal mit einer Billiggrundierung versucht Zvezdas zu bemalen und da geht laufend was ab. Wobei ich auch den Eindruck habe, dass bei Zvezda, wenn man dran kommt, eher öfter Abplatzungen auftauchen als bei vielen anderen Herstellern. Dafür sind halt die Posen schön und Details wie Knöpfe deutlich besser modelliert als z.B. bei vielen Herstellern in Zinn.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 16. Januar 2019 - 16:36:33
Ja, das wollte ich auch gerade schreiben. Grundierungen unterscheiden sich und nicht jede hält auf jedem Untergrund.

Die Pferdeäpfel waren nicht der Grund für das fehlende Eichenlaub, auch wenn sie etwas groß geraten sind. Das neue Forum torpediert mich da etwas mit der Zugänglichkeit der Smileys. Also bin ich auf Eichenlaub-Sternchen-Diät.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 16. Januar 2019 - 16:40:30
Ja, das wollte ich auch gerade schreiben. Grundierungen unterscheiden sich und nicht jede hält auf jedem Untergrund.

Die Pferdeäpfel waren nicht der Grund für das fehlende Eichenlaub, auch wenn sie etwas groß geraten sind. Das neue Forum torpediert mich da etwas mit der Zugänglichkeit der Smileys. Also bin ich auf Eichenlaub-Sternchen-Diät.

Huch!
Sorry, ich wollte gar kein "@Riothamus schreiben"  :-[ Ich war in Gedanken bei einem deiner Recherchelinks zum SYW, tippte hier eine Antwort ... tut mir leid, ich wollte dich nciht direkt ansprechen, sondern das ganz allgemein posten, weil ich das gestern vergessen hatte. Das war ein Fehler meinerseits.  :-\

P.S.:
Eichenlaub ist schön, aber Lob und Kritik gehen auch ohne :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 16. Januar 2019 - 16:48:23
Das kann aber auch daran liegen, dass ich trotz intensiver Vorbehandlung mit den Zvezda-Minis bzw. dem verwendeten Kunststoff, auf dem Kriegspfad bin. Irgendwie hält bei denen keine Grundierung, wenn ich die vornehme (ich gehe also einfach mal davon aus, dass ich da irgendetwas falsch mache. Andere kommen ja prima mit denen hin)

Zvezda hat m.E. meistens sehr hartes Plastik, was oft eher bricht als sich verbiegt. Ich nehme den Primer von Valejo und der hält recht gut. Muss ja auch nicht vollflächig schwarz/grau oder so werden, sondern nur die Klebeeigenschaften der Grundierung gewährleisten.

Ah, das habe ich bei denen noch nicht versucht. Danke dir für den Tipp :)

Meine Frau hatte mal mit einer Billiggrundierung versucht Zvezdas zu bemalen und da geht laufend was ab. Wobei ich auch den Eindruck habe, dass bei Zvezda, wenn man dran kommt, eher öfter Abplatzungen auftauchen als bei vielen anderen Herstellern. Dafür sind halt die Posen schön und Details wie Knöpfe deutlich besser modelliert als z.B. bei vielen Herstellern in Zinn.

Das mit den Details ist wahr. Die Miniaturen sind m.M.n. größtenteils exzellent ausmodelliert und gegossen. Ja, das Plastik ist einen Tacken härter als gewohnt. Das ist dann die Kehrseite der Medaille.
Aber trotz dieser "Probleme" werde ich mir das eine oder andere Zvezda Set wohl noch holen :)
Notfalls eben für Figuren / Einheiten, wo es jetzt nicht so arg brennt und wo ich mir auch mal richtig lange Zeit lassen kann, also auch mal andere Sachen dazwischen schieben.
Mit Abstand sehen viele Dinge schon nicht mehr so ... pulsbeschleunigend* aus, wie zuerst gefühlt ;)


*geht bei mir gerne mal mit einem für Kölner untypischen Herrgottszeitensakramentikruzitürkensaupreißenzeuchsnochamoal! und einem Hitzeblick ala Superman einher :D
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Plasti am 16. Januar 2019 - 16:52:09
@D.J.
Ich mag das Zvezda Plastik auch nicht.
Manche Figuren vor allem die Kanonen Rohre haben die blöde Angewohnheit zu reißen.
Die "springen" auf und/ oder es bilden sich Risse.
Das nervt.
Von dem leichten Abbrechen möchte ich erst gar nicht anfangen.

Bist Du noch "gut aufgestellt" mit dem Italeri Franz.Stab Set?
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 16. Januar 2019 - 16:56:31
Bist Du noch "gut aufgestellt" mit dem Italeri Franz.Stab Set?

Ja, ich habe den doppelt, wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege (Ich habe ein wenig den Überblick über mein Plastik verloren  ;D )
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Plasti am 16. Januar 2019 - 16:58:18
Na dann is ja gut.

Dann werden wir ja noch weitere solcher schön bemalten Figuren sehen :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 16. Januar 2019 - 16:59:10
Definitiv :)
Und danke für das Lob :D
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 27. Januar 2019 - 11:46:49
Es hat etwas gedauert, aber jetzt habe ich den Bug gefunden, der mein Smartphone und meinen PC nicht miteinander kommunizieren ließ.
Will sagen:
Es kommen jetzt nach und nach die Bilder meiner einsatzbereiten Armee der Franzosen :)
(Erweiterungen sind natürlich geplant, aber die sind nicht mehr so dringend)

Als erstes meine Auswahl an Einheiten der Garde, mit denen ich auch eine gemischte Brigade aufstellen kann

(http://666kb.com/i/e0r1tgyrjfs5n3z7k.jpg)

Die mittlere Base der Garde Infanterie ist noch nicht eingefärbt, da ich hier ein neues Streu ausprobieren möchte, dass noch in der Lieferung ist.

(http://666kb.com/i/e0r1tzoat91d5o6io.jpg)

Garde Jäger, berittene Garde Grenadiere und die Garde Artillerie runden die Auswahl ab.
Und was natürlich nicht fehlen darf, ist der Briagedekommandeur, der gerade den Einsatz seiner Männer plant

(http://666kb.com/i/e0r1ra6uauerzliio.jpg)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 27. Januar 2019 - 12:24:35
Hier dann meine "Fremdenbrigade"

Die irischen "Wildgänse". Seit den Jakobiteraufständen in den Diensten der Franzosen sehen sie sich selber nicht mehr als Söldner.
Naja, Selbstbild und Realität eben ;)

(http://666kb.com/i/e0r2u0g4w0a3kcgsg.jpg)

Regiment Kleve-Berg, durch die hohe Dessertationsrate im Peninsluar War eine Base nur mit drei Figuren, statt als kleine Einheit mit nur 3 Bases, da mein Mitspieler und ich uns auf 5 Bases Normgröße für Infanterie geeinigt haben.

(http://666kb.com/i/e0r2ts6j17hfsp8n4.jpg)

Regiment Westphalie, wo sich die Begeisterung für Frankreich, Napoleon un deni paar bunte Bänder am Revers den Tschako oder schlimmeres wegschießen zu lassen. Auch hier wegen des hohen "Flüchtigkeitsgrades" eine Base mit nur 3 Miniaturen, statt nur drei Bases

(http://666kb.com/i/e0r2t5vczrr2edb7k.jpg)

"Ohne Mampf kein Kampf!", lautet der Leitspruch des Brigadekommandeurs, der sich trotz laufender Schlacht nur ungern von Wein, Baquette und Jeanette trennt (Letztere wegen mangelnder Bekleidung und brav im Zelt wartend nicht auf dem Bild) ;)

(http://666kb.com/i/e0r2stuzznwkbbytc.jpg)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Plasti am 27. Januar 2019 - 13:22:59
Da zeigst Du uns so viele Figuren und Jeanette bekommen wir nicht zusehen :'(
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 27. Januar 2019 - 13:30:18
Ich bin immerhin ein Gentleman und würde niemals die Blöße einer jungen ... hm ... Dame derart ausnutzen, als dass ich sie in alle rÖffentlichkeit herzeige, wie eine allgemein erhältliche Süßigkeit.
Mon dieu, ein wenig Sitte und Anstand müssen schon sein ;)

(Außerdem ist die noch in der Bestellung  ;D Ich hoffe, ich bekomme sie und ihre Kolleginnen, dann kann ich einen Troß aufbauen ;) )
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Plasti am 27. Januar 2019 - 14:26:23
Von entblößt zeigen war ja keine rede.
Nur die Dame sehen ;D.

Oh noch eine Troß?!
Falls Du noch etwas "Lagerleben" darstellen möchtest, ich kann Dir da auch aushelfen ;)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 27. Januar 2019 - 14:31:08
Ja, evtl.(!) kommt da aus Spaß am Basteln noch ein Troß. So ein bißchen Landleben eben ;) Das ist aber erstmal Sci-Fi, da ich für den SYW noch recherchiere, wer mit wem und warum und wieso und welche Flagge und welche Uniform ... das ist schon recht intensiv. Parallel bringe ich aber zuerst mal meine Konföderierten auf Trab, da ich für die dann noch ein paar Yankees hole und mir eine "Battle for one" Box bastele :D
"Also alles ganz locker und g'schmeidig", wie der Wiener sagen würde ;)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Plasti am 27. Januar 2019 - 14:59:11
Würde mich freuen so was zusehen.
Ich finde es "belebt" und wertet ein Spielfeld auf.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Käptain Jack am 28. Januar 2019 - 16:43:20
Einen kleinen Kritikpunkt hätte ich an der Basierung.
Wenn Du auf Deine Bases 4 Figuren pro Reihe stellen würdest, sähe es besser aus.
Gerade in der Napoleonischen Zeit standen die Truppen Schulter an Schulter. Da fehlt mit hier irgendwie das "feeling".
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 28. Januar 2019 - 16:54:40
Die Basierung basiert auf den Regeln von Kugelhagel (sorry für's Wortspiel) Eine Base mit 4*4cm hat für Linieninfanterie 4 Miniaturen. (Ein Batallion hat 20-24 Minis auf 5 - 6 Bases)

Sicher, ich könnte mehr (maximal 6, 9 ist nicht drin) Minis auf eine 4*4cm Base packen. Aber dann dann sieht es arg gedrückt aus. Das hatte ich bei einigen Linieninfanteribatallionen zuerst auch so gemacht. Aber je nach Ausführung / Proportionen der Figuren, passte da wortwörtlich kein Nasenhaar mehr zwischen die Figuren. Im übertragenen Sinn konnte da keiner seine Muskete laden, ohne dem Nebenmann die Augen auszustechen ;)
Also habe ich die wenigen Linieneinheiten, die zu sechst auf einem Base standen, auf vier Mann pro Base reduziert. Und die Plänkler, die in 28mm einzeln basiert sind, als Zweierteam auf einem Base dargestellt, was das Äquivalent zur Einzelbasierung der 2er Plänkler-Teams in 28mm ist.


Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 29. Januar 2019 - 19:39:44
Ich kenne das Problem. Selbst mit Zurechtschneiden der Bases der Plastikbasen der 1/72 Minis kommt man manchmal einfach nicht mit 2x3 pro Base hin, auch wenn dieser Schulter an Schulter Look besser ausschaut.
Die Gäule in 1/72 passen auch kaum auf 4x4cm. Ärgerlich wenn vorn und hinten bei weitaus sprengenden Pferden die Beine über die Base überstehen und man dadurch z.B. keine gescheite Kolonne hinkriegt.
Bei bulliger modellierten Figuren wie bei Zvezda sehen auch bei 4 Minis pro Inf.base diese auch voller aus.
Bei größeren Schlachten fällt die lichte Basierung auch nicht so arg ins Gewicht.

Ich habe bei meiner Infanterie immer eine Base mit 3 Miniaturen, weil das
A) den Offizier heraushebt, der ja eigentlich nicht im Glied stünde, sondern auf Gemälden z.B. immer mal außen links oder so
B) das Platz schafft für einen Würfel, der die Hits der Einheit darstellt
V.a. letzteres ist bei großen Schlachten Gold wert, wo man bei dichtem Gedränge kaum noch die Würfel mit den Hits den Einheiten zuordnen kann.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 30. Januar 2019 - 05:16:10
Oh ja, die Pferde  :-\
"Schlimm" im Sinne von "da passen nur 4 von auf eine Base" sind in der Tat die Zvezdas (die habe ich als Voltigeuere) und die Revells (Garde).
Die Idee mit den drei Minis für die Kommandobase um Platz für einen Würfel als Anzeige zu schaffen ... diese Idee klaue ich mir! Dann muss ich zwar nochmal umbasen, aber das eilt ja vorerst nicht.
Danke dir für den Tipp :D
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 11. Februar 2019 - 16:33:03
Ich erweitere einfach mal den Thread, da im Grunde kein neuer nötig ist. Ich erweitere nämlich den Aufbau meiner Franzosen nur um ein paar würdige Gegner, damit ich auch eine zweite Armee stellen kann.

Den Anfang machen eine handvoll Preußen. Genutzt habe ich die Minis von Revell, Set 02580 Prussian Infantry http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=615

Den Anfang machen die Lützower Jäger. Sie habe ich nach Kugelhagelregeln als Plänkelnde Truppe aufgebaut, also drei Bases zu vier und zwei zu zwei Minis.
Dahinter sind Lützower Ulanen, für die ich das Set Hät Set 8005 Prussian Uhlans http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=451 genutzt habe

(http://666kb.com/i/e16gea712wj5ya5fk.jpg)

Ohne tiefere Recherche einfach zwei Einheiten Linienmusketiere (nach Kugelhagel brauche ich davon zwei Bataillone und eines mit Füssilieren, damit ich eine Brigade stellen kann)

(http://666kb.com/i/e16ghgkuoh1qw8ao0.jpg)

(http://666kb.com/i/e16giw4z6eh68dfk0.jpg)

Als nächstes sind derzeit in Arbeit die besagten Linienfüsiliere, und eine Einheit Landwehr.
Danach kommen noch ein paar Briten, damit ich eine gute Punktzahl für zwei Spieler stellen kann.
Die Bases sind noch provisorisch, da schaue ich derzeit, wie ich mit dünnem Holz zurechtkomme.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Plasti am 11. Februar 2019 - 17:02:07
So gut wie die anderen Einheiten sind diese jetzt nicht abgelichtet.
Zumindest kann ich nicht alles so gut sehen, wie bei den anderen Bildern.

Das mit den Basen hast Du ja schon angesprochen.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 11. Februar 2019 - 17:04:05
Ah, okay. Dann muss ich morgen nochmal mit anderer Beleuchtung ran. Die Kamera ist für mich ungewohnt, daher ist alles learning by doing ;)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Plasti am 11. Februar 2019 - 17:27:03
Das Problem kenne ich sehr gut.
Bin da auch keine "Leuchte" :(
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Maréchal Davout am 11. Februar 2019 - 19:19:16
Nun auch Preußen - gut! Das ist ja ein ganz schöner Schwung, alle selbst bemalt? Haben die Ulanen die originalen Pferde oder andere (kann ich auf den Fotos nicht genau sehen)?
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 12. Februar 2019 - 05:08:34
Preußen, und wenn alles klappt kommen die Tage Britsh Rifles und Lifeguards bei mir an :) Damit entsteht dann eine kleine Gegenarmee, die ich für spontane Spiele(r) ohne große Vorbereitung bereit halten kann.
Ja, da ist alles selbst bemalt :) Ich bin da aber auch schon seit ein paar Tagen dran.
Die Lützower Ulanen habe ich 1:1 aus der Hät Packung genommen, da habe ich kein Pferde getauscht. Die habe ich auch vorerst alle schwarz gelassen, da die Legende ja von den "schwarzen Räubern" spricht und Napoelon sie nie als als Soldaten anerkannte.

Ich versuche heute mal bessere Fotos hinzubekommen. Da ich nicht so viele mobile Lampen habe, um von allen Seiten gut auszuleuchten, ist das nicht so leicht.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Maréchal Davout am 12. Februar 2019 - 12:35:58
Na, da bin ich auf die Neuzugänge dann mal gespannt!
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 12. Februar 2019 - 13:25:30
Das ist ein gutes Set. Nur die, die so komisch nach vorne gebeugt vorgehen, das Gewehr quer, ein bisschen als ob sie kacken sind einfach nicht zu gebrauchen. Ich versuchte mich manchmal daran zu erinnern, ob ich je jemanden gesehen habe, der so dämlich sein Gewehr trägt, selbst im Plänklergefecht, wofür man das am ehesten hernehmen kann, ist das unwahrscheinlich.
Zur Basierung noch kurz. So ein Gliederfeuer hat's meines Erachtens nicht gegeben. Ich würde an Deiner Stelle pro Base eine Pose nehmen. Z.B. eine mit anschlagenden Gewehren, eine mit "Fertig", eine mit ladenden Musketieren oder alles bunt durchmixen als so eine Art Plackerfeuer. Das versuchte man zwar meistens zu unterbinden, aber wird wohl oft vorgekommen sein, also die feuernden und ladenden Figuren bunt durcheinander.
Ich mag die Proportionen etc. der Revell-Minis. Mit einem Set hast Du auch schon locker zwei Einheiten.
Hast Du Dir die Fahnentücher selbst ausgedruckt?
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 12. Februar 2019 - 15:25:39
Das ist ein gutes Set. Nur die, die so komisch nach vorne gebeugt vorgehen, das Gewehr quer, ein bisschen als ob sie kacken sind einfach nicht zu gebrauchen. Ich versuchte mich manchmal daran zu erinnern, ob ich je jemanden gesehen habe, der so dämlich sein Gewehr trägt, selbst im Plänklergefecht, wofür man das am ehesten hernehmen kann, ist das unwahrscheinlich.

Ja, diese spezielen Minis sehen aus, als hätten sie den Urgroßvater aller Durchfälle  :-\ Ich überlege, ob ich daraus Getroffene für Marker mache. Sonst fältl mir zu denen auch nicht viel ein.

Zur Basierung noch kurz. So ein Gliederfeuer hat's meines Erachtens nicht gegeben. Ich würde an Deiner Stelle pro Base eine Pose nehmen. Z.B. eine mit anschlagenden Gewehren, eine mit "Fertig", eine mit ladenden Musketieren oder alles bunt durchmixen als so eine Art Plackerfeuer. Das versuchte man zwar meistens zu unterbinden, aber wird wohl oft vorgekommen sein, also die feuernden und ladenden Figuren bunt durcheinander.

Oh, das wusste ich so nicht! Ich habe die wie meine Franzosen aufgestellt, also im Gliederfeuer.
Wenn die Preußen kein Gliederfeuer hatten, müsste ich sie dann aber versetzt auf die Base stellen, oder? Also so, dass die Hintermänner in der zweiten Reihe an den Schultern ihre Vordermänner vorbeischießen, richtig?

Hast Du Dir die Fahnentücher selbst ausgedruckt?

Ja, die hatte ich mir für das Projekt "SYW - Battle in a Box" rausgesucht. Jetzt konnte ich erste Probedrucke machen ;)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Maréchal Davout am 14. Februar 2019 - 14:09:43
Oh oh, gleich kommt der Schock, wenn Pappenheimer dir sagt, dass es bei den Franzosen so ein Gliederfeuer auch nicht gegeben hat...
Feuernde Minis sich nicht vom zweiten Glied in den Nacken schießen lassen macht Sinn ;) Also leicht versetzt basieren...

Irgendwie fehlen bei der Einheit, die gerade nicht schießt, alle (oder sehr viele) Bajonette. Hast du die absichtlich abgeschnitten?
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 14. Februar 2019 - 16:03:52
Bei Franzosen hat's ein Gliederfeuer gegeben.
Z.B. die Variante:
1. und 2. Glied feuern so schnell sie können, 3. Glied lädt nur und reicht Muskete an 2. Glied, so dass das 2. Glied faktisch mehr als doppelt so schnell wie das 1. Glied schießen kann. Problem dabei, dass natürlich das zweite Glied v.a. bei dem Durcheinander auch leicht die Vordermänner verletzen kann.
Theoretisch gab es auch eine Art Feuern aller 3 Glieder stehend mit "Charge à volonté", wo alle gleichzeitig laden und schießen, je nach Fitness. Aber das ist schon sehr schwierig.
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 14. Februar 2019 - 16:07:29
Oh oh, gleich kommt der Schock, wenn Pappenheimer dir sagt, dass es bei den Franzosen so ein Gliederfeuer auch nicht gegeben hat...
Feuernde Minis sich nicht vom zweiten Glied in den Nacken schießen lassen macht Sinn ;) Also leicht versetzt basieren...

Also habe ich alles vollkommen falsch basiert und spiele seit letztem Jahr mit historisch vollkommen unkorrekten Einheiten? Entweder alle schießen, stopfen, pulvern, beißen Patronen oder tun nichts sonst ist alles für'n A***h was ich da gebastelt habe?
Ich wusste es schon immer, ich komme eines Tages in die Hölle!
 :-\
Aber du auch *hähähähä*  8)!
Denn deine Rottröcke schießen nämlich auch nur aus der ersten Reihe, während die dahinter Löcher in die Umwelt starren :D
https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,13957.msg278890/topicseen.html#msg278890

Ne, Spaß beiseite und wirklich ernsthaft:
Bei einer Base von 4*4 cm mit maximal 4 Miniaturen, ist das schonmal schlecht darstellbar, wenn nicht alle im Schachbrettmuster stehen. Mehr Reihen lassen sich auf einer Base dieser Größe auch schlecht darstellen.
Bei Kugelhagel bewegen wir keine Massen von Minis, sondern maximal 5 Bases pro Infanterie-Einheit. Diese 5 Bases stellen auf abstrakte und eingedampfte Weise das gesamte Regiment / Bataillon dar. Da noch mit Schachbrettmustern zu arbeiten sieht am Ende ziemlich "unecht" und "gekünstelt" aus. Eben weil zu wenige Miniaturen eine Masse an "echten" Menschen darstellen müssen.

Wenn ich jetzt die gesamte Armee so umbasen würde, dass es korrekt dargestellt ist, komme ich zum Einen nicht mit mehr meinem Armeeaufbau hin und müsste zum Anderen auch noch mehr Bases nutzen, als vom Spielsystem vorgesehen und mit meinem Mitspieler vereinbart. (Ein Regiment / Bataillon = 3-6 Bases zu je vier Miniaturen. Verluste werden nicht entfernt, sondern als Ermüdungsmarker dargestellt) Denn die Größe einer Einheit ist für Bewegungen (auch für Flucht) extrem wichtig. Ich würde mir also selber ein Bein stellen, wenn ich der Optik wegen statt 5 lieber 10 oder 20 Bases nehmen würde, damit ich mehr Reihen darstellen kann.
 
Ich nehme den Hinweis ernst, denn das wusste ich so nicht. Aber umsetzen werde ich ihn aus den oben genannten Gründen nicht.

Irgendwie fehlen bei der Einheit, die gerade nicht schießt, alle (oder sehr viele) Bajonette. Hast du die absichtlich abgeschnitten?

Du meinst die aus dem ersten Bild? Das sind die "Lützower Jäger". Die haben spieltechnisch in Kugelhagel Gewehre und keine Bajonette dran. Außerdem sahen die vom Guß mit all dem Flash drumherum aus, als wären es heilige 40k-Energiewaffen  :(
Daher habe ich sie abgeschnitten.
Kann man mich für strafen, aber es ist eben eine "Einsteiger- & Sponti-Armee", aber keine, wo ich tiefer in die Recherche einsteige, als bis zur Farbe der Uniform ;)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 14. Februar 2019 - 16:08:21
Bei Franzosen hat's ein Gliederfeuer gegeben.
Z.B. die Variante:
1. und 2. Glied feuern so schnell sie können, 3. Glied lädt nur und reicht Muskete an 2. Glied, so dass das 2. Glied faktisch mehr als doppelt so schnell wie das 1. Glied schießen kann. Problem dabei, dass natürlich das zweite Glied v.a. bei dem Durcheinander auch leicht die Vordermänner verletzen kann.
Theoretisch gab es auch eine Art Feuern aller 3 Glieder stehend mit "Charge à volonté", wo alle gleichzeitig laden und schießen, je nach Fitness. Aber das ist schon sehr schwierig.

Ha! Glück gehabt :D
Wir haben uns mit den Postings überschnitten, aber ich lass das trotzdem mal so stehen :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 14. Februar 2019 - 16:53:03
Ach Mist!
Jetzt lässt mich das Thema doch nicht in Ruhe.
Wie so ein Ohrwurm, der einem immer dann durch die Murmel spukt, wenn man es absolut nicht gebrauchen kann. Sobald ich weiß, womit ich in Zukunft meine Bases basteln will, liegt es also im Bereich des Möglichen, dass ich meine Franzosen nochmal komplett neu aufbaue. Da ist dann die aktuelle Armeestruktur hinfällig, weil die Regimenter nach Kugelhagel-Regeln wieder neu gebased und aufgebaut werden müssen.

Das muss ich mir erstmal durch die Omme rollen lassen  ???
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Maréchal Davout am 14. Februar 2019 - 17:51:50
Ich hoffe, du hast meinen Kommentar nicht zu ernst genommen, D.J.! Ich rate auch generell zu Entspannung und dazu, die alten Basen auf jeden Fall zu lassen, wie sie sind.
Das was Pappenheimer erläutert hat zum Gliederfeuer der Franzosen hatte ich grob auch im Hinterkopf, ich wusste aber, dass er es auf jeden Fall genauer als ich weiß (mein Kommentar war dann frotzelnd-ironisch).
Ich finde es vollkommen legitim, auch nach seinem Gefühl für Optik zu basieren. Da muss man nicht alle Reglements auswendig kennen. Trotzdem finde ich dann solche Infos immer sehr spannend und oft setze ich sie dann ggf. auch bei den Minis um (oder eben auch nicht).

Wie die Briten Gliederfeuer machten, haben wir ja noch nicht geklärt hier. Vielleicht hat meine Base ja noch eine Chance :D Im Ernst: Wie war es bei den Briten mit gleichzeitigem oder getrennt-gliederweise feuern?

Lützower: die Modelle sind ja die Revell-Musketiere. Da musst du aber einen verdammt unscharf gegossenen Satz gehabt haben! Ich habe die ja auch, aber mit schlanken Bajonetten.

Salut!
M.D.

Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 14. Februar 2019 - 18:01:12
Ich hoffe, du hast meinen Kommentar nicht zu ernst genommen, D.J.! Ich rate auch generell zu Entspannung und dazu, die alten Basen auf jeden Fall zu lassen, wie sie sind.
Das was Pappenheimer erläutert hat zum Gliederfeuer der Franzosen hatte ich grob auch im Hinterkopf, ich wusste aber, dass er es auf jeden Fall genauer als ich weiß (mein Kommentar war dann frotzelnd-ironisch).

Oh, nein! Ich habe den Ton schon richtig verstanden ;D
Ich bin ja auch im ersten Teil der Antwort darauf eingestiegen und habe dann im zweiten Teil erläutert, warum wieso ...
Alles ganz locker ;)

Ich finde es vollkommen legitim, auch nach seinem Gefühl für Optik zu basieren. Da muss man nicht alle Reglements auswendig kennen. Trotzdem finde ich dann solche Infos immer sehr spannend und oft setze ich sie dann ggf. auch bei den Minis um (oder eben auch nicht).

Ich finde solche Infos spannend und für mein Kopfkino wichtig. Da bin ich eben Kindisch drin ;)
Aber gröbere Klopper, die hauen mich dann doch raus, und das war so einer, wo ich jetzt dran knabbere.

Wie die Briten Gliederfeuer machten, haben wir ja noch nicht geklärt hier. Vielleicht hat meine Base ja noch eine Chance :D Im Ernst: Wie war es bei den Briten mit gleichzeitigem oder getrennt-gliederweise feuern?

Gute Frage!?  :o

Lützower: die Modelle sind ja die Revell-Musketiere. Da musst du aber einen verdammt unscharf gegossenen Satz gehabt haben! Ich habe die ja auch, aber mit schlanken Bajonetten.

Ja, leider :(
Das ist der erste Revell-Satz, wo die Minis teilweise wirklich gruselig aussahen. Nicht alle, das ist ja das paradoxe! Nur ein großer Teil der Bajonette. Einen Teil konnte ich mit der Nagelschere bearbeiten, Die Lützower sind die, wo nix ging :/
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 15. Februar 2019 - 15:06:55
Auch hier muss ich den Fleiß den Loben und die Bemalung bewundern.

Allerdings bildete wurde bei den Preußen eine Brigade aus einem Regiment gebildet (weshalb in Preußen die Division Brigade genannt wurde). Eine preußische Brigade bestand dann aus einem Regiment Linieninfanterie, einem Regiment Reserveinfanterie, die 1815 allerdings in Linieninfanterie umgewandelt waren oder von Truppen wie den Lützowern ersetzt wurden und einem Regiment Landwehr. Dazu kamen ein oder zwei Eskadronen an Reitern und eine Batterie Artillerie.  Daher auch die Forderungen der Kugelhagelliste: Ein preußisches Linieninfanterieregiment bestand aus zwei Bataillonen Musketieren und einem Füsiliere. Die brauchen also alle die gleichen Abzeichenfarben. Ärmelaufschläge und Kragen zeigen die Provinz. Weiß war die Farbe für Pommern. Die Schulterklappe zeigt die Nummer innerhalb der Provinz. Weiß ist die Nummer 1. Und da kannst du dir einen ganz besonderen Gag gönnen. Die Fahne des Regiments war verrottet und sie zogen mit blanker Stange in die Schlacht von Waterloo.

Aus den Lützowern wäre es natürlich ein Augenschmaus, nur die Tiroler Jäger als Schützen aufzustellen, wenn passende Figuren zu finden sind und dann den Rest als zwei Linienbataillone. Auch Artillerie hatten sie. Da bekommst du ohne große Recherche eine historisch korrekte Truppe. Die in der Liste aufgeführten Lützower sind ein Vorschlag im hiesigen Fragenthread dazu wurde historisch korrektes aufstellen ausdrücklich erlaubt.

Sonst waren sie mit dem ersten Pommerschen bei Waterloo in einer Brigade (Division). Die ersten beiden Bataillone des aus den Resten gebildeten Regiments trugen auch noch die alte Uniform. Im zweiten Bataillon standen die Reste der Tiroler Jäger. Lediglich das Füsilierbataillon trug die reguläre preußische Uniform, da es neu gebildet war. Die Landwehr dabei war die Paderborner. Als Westfalen mit grünen Abzeichen.

Es ergibt sich so für die Lützower eine doppelte Verwendungsmöglichkeit. Und auch die Linieninfanterie und der Großteil der Landwehr hat sich 1813-1815 nicht verändert. Das Problem ist bei den Preußen die Reserveinfanterie, wo sich die Uniform öfter änderte. (Da gab es übrigens auch eine Einheit mit Britischer Rifles-Uniform. Und teils ganze Einheiten mit erbeuteten französischen Uniformteilen oder 1815 noch in Rheinbunduniform wie die Bergische Infanterie. Französische Mantelträger mit preußischen Köpfen?) (Die Paderborner Landwehr gab es da natürlich noch nicht. Und wie es 1813 um die Pommersche Fahne stand, kann ich nicht sagen.)

Für 1815 kannst du natürlich auch bei Mont St. Jean gucken. Zu den Reserveuniformen gibt es einen Thread hier im Forum und bei der Linieninfanterie (außer Nr. 12) und der Landwehr unterschieden sich nur die Abzeichen:

Ostpreußen: Ziegelrot
Westpreußen: Karmesin
Pommern: weiß
Brandenburg: ponceaurot
Schlesien: gelb

Die Schulterklappen:
Erstes: weiß
Zweites: rot
Drittes: gelb
Viertes: blau (nur in Ostpreußen gab es 4 Regimenter, in den anderen Provinzen weniger)

Bei der Landwehr bezeichnete die Farbe der Schulterklappe die Nummer des Bataillons innerhalb des Regiments.

Bei der Einheitenzusammenstellung waren die Preußen damals aber recht flexibel. Die stellten mitunter einfach zusammen, was sie gerade brauchten. Da gibt es für generische Preußen, die bloß als Bereitstellung einer Gegnerarmee dienen, wenig zu meckern, solange du nicht bei Waterloo Grenadiere oder Kürassiere ausführen willst...
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Maréchal Davout am 15. Februar 2019 - 16:06:39
Riothamus ist wieder da! Aber was ist mit deinen Worten und der Grammatik passiert - da doppelt sich seltsam einiges...
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 15. Februar 2019 - 16:32:52
Ich hatte schon befürchtet, du wärst uns verloren gegangen!
Schön, dass du wieder da bist :)

Auch hier muss ich den Fleiß den Loben und die Bemalung bewundern.

Danke dir :)

Allerdings bildete wurde bei den Preußen eine Brigade aus einem Regiment gebildet (weshalb in Preußen die Division Brigade genannt wurde). Eine preußische Brigade bestand dann aus einem Regiment Linieninfanterie, einem Regiment Reserveinfanterie, die 1815 allerdings in Linieninfanterie umgewandelt waren oder von Truppen wie den Lützowern ersetzt wurden und einem Regiment Landwehr. Dazu kamen ein oder zwei Eskadronen an Reitern und eine Batterie Artillerie.  Daher auch die Forderungen der Kugelhagelliste: Ein preußisches Linieninfanterieregiment bestand aus zwei Bataillonen Musketieren und einem Füsiliere. Die brauchen also alle die gleichen Abzeichenfarben.

Oh! Das ist total an mir vorbeigegangen, als ich nach Aufbauten recherchierte! Ich war erst einmal auf der französischen Seite, wo ich Uniformen der Briten nachschauen kann. Da ist, wenn ich nicht irre, dieser Aufbau auch näher erläutert.
http://centjours.mont-saint-jean.com/unitesUK.php

Danke dir für den Hinweis :)
 
Ärmelaufschläge und Kragen zeigen die Provinz. Weiß war die Farbe für Pommern. Die Schulterklappe zeigt die Nummer innerhalb der Provinz. Weiß ist die Nummer 1. Und da kannst du dir einen ganz besonderen Gag gönnen. Die Fahne des Regiments war verrottet und sie zogen mit blanker Stange in die Schlacht von Waterloo.

Hahahahaha ;D Jau, das mache ich, das ist klasse ;D
Das erste Pommersche, weiße Kragen, Schulterklappe und Aufschläge, blanke Stange. Die Standartenstange ... weißt du, ob die auch angelaufen oder sogar rostig war? Oder war die aus poliertem Holz? Wenn, dann möchte ich das schon richtig machen.

Aus den Lützowern wäre es natürlich ein Augenschmaus, nur die Tiroler Jäger als Schützen aufzustellen, wenn passende Figuren zu finden sind und dann den Rest als zwei Linienbataillone. Auch Artillerie hatten sie. Da bekommst du ohne große Recherche eine historisch korrekte Truppe. Die in der Liste aufgeführten Lützower sind ein Vorschlag im hiesigen Fragenthread dazu wurde historisch korrektes aufstellen ausdrücklich erlaubt.

Tiroler Jäger ... da muss ich mal schauen, ich meine aber, ich hätte mal irgendwo etwas derartiges gesehen?

Die Landwehr dabei war die Paderborner. Als Westfalen mit grünen Abzeichen.

Die wollte ich in der Tat aufstellen.
Da habe ich auch eine schöne Seite zu gefunden, als ich im NEtz suchte (ich komme im Moment nicht in die Bibliothek :( )
http://www.5-preussische-brigade.de/wb/pages/westfaelische-landwehr.php

Es ergibt sich so für die Lützower eine doppelte Verwendungsmöglichkeit. Und auch die Linieninfanterie und der Großteil der Landwehr hat sich 1813-1815 nicht verändert. Das Problem ist bei den Preußen die Reserveinfanterie, wo sich die Uniform öfter änderte. (Da gab es übrigens auch eine Einheit mit Britischer Rifles-Uniform.


 :o

Und teils ganze Einheiten mit erbeuteten französischen Uniformteilen oder 1815 noch in Rheinbunduniform wie die Bergische Infanterie. Französische Mantelträger mit preußischen Köpfen?

 :o :o
DAS muss ich mir mal durch den Kopf rollen lassen. (Sorry für's Wortspiel)
Denn ich habe bei den Preußen ja diese blöden  "Gewichtheber mit Flottem Hugo", die so merkwürdig den Hintern rausstrecken und die Muskete quer vor den Unterleib halten  :-\  Vollkommen nutzlos, diese Minis. Da hätte ich jede Menge leicht zu entfernende Köpfe, da die frei liegen. Dann habe ich noch eine Handvoll französische Garde im Mantel von Revell. Ich glaube Marschierer.
Das probiere ich alsbald mal aus, denn das macht die Preußen der Zweitarmee direkt mal interessanter :D

Für 1815 kannst du natürlich auch bei Mont St. Jean gucken. Zu den Reserveuniformen gibt es einen Thread hier im Forum und bei der Linieninfanterie (außer Nr. 12) und der Landwehr unterschieden sich nur die Abzeichen:

Ostpreußen: Ziegelrot
Westpreußen: Karmesin
Pommern: weiß
Brandenburg: ponceaurot
Schlesien: gelb

Die Schulterklappen:
Erstes: weiß
Zweites: rot
Drittes: gelb
Viertes: blau (nur in Ostpreußen gab es 4 Regimenter, in den anderen Provinzen weniger)

Bei der Landwehr bezeichnete die Farbe der Schulterklappe die Nummer des Bataillons innerhalb des Regiments.

Booah, und ich suche mir im Netz einen Wolf nach der Organisation der Preußen  :-[ Ich weiß schon, warum ich für viele Recherchen lieber in die Bibi gehe.
Oder warum ich viele Fragen erstmal hier stelle ;D
Danke dir  :D

Bei der Einheitenzusammenstellung waren die Preußen damals aber recht flexibel. Die stellten mitunter einfach zusammen, was sie gerade brauchten. Da gibt es für generische Preußen, die bloß als Bereitstellung einer Gegnerarmee dienen, wenig zu meckern, solange du nicht bei Waterloo Grenadiere oder Kürassiere ausführen willst...

Oh nein! Wenn ich mich auf eine Schlacht oder einen fixen Zeitraum festlegen würde, wäre das ein eigener Aufbau mit allem was dazu gehört wert. Für den SYW bin ich ja noch dran und für die Franzosen hatte ich ja schon vor dem ersten Kauf mein altes Schulwissen plus zwei Besuche in der Bibliothek genutzt, bevor ich mich da für den Peninsular War entschieden hatte.
Das würde mich jetzt zu weit führen, daher bleiben die generisch.
Was aber nicht bedeutet, dass ich nicht zu einem späteren Zeitpunkt die Preußen entsprechend aufpeppe ;)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Maréchal Davout am 15. Februar 2019 - 18:45:52
Hi,

Wegen der centjours.mont-saint-jean.com-Seite, wozu du sagtes, D.J.:
"Oh! Das ist total an mir vorbeigegangen, als ich nach Aufbauten recherchierte! Ich war erst einmal auf der französischen Seite, wo ich Uniformen der Briten nachschauen kann. Da ist, wenn ich nicht irre, dieser Aufbau auch näher erläutert.
http://centjours.mont-saint-jean.com/unitesUK.php"

Auf der Seite hast du alle Parteien, die bei Waterloo dabei waren mit ihrem Armeeaufbau von 1815. Also Preußen, Franzosen, Briten und Verbündete mit der Struktur und der Uniform aller Einheiten. An sich auch korrekt (nur winzige Details, wie dass die Scheide der preußischen Säbel meist wohl eher braun war und nicht schwarz ist falsch dargestellt).

Die Fahnenstange ist aus Holz.

Viele Grüße
Felix
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 15. Februar 2019 - 18:47:20
Hi,

Wegen der centjours.mont-saint-jean.com-Seite:
"Oh! Das ist total an mir vorbeigegangen, als ich nach Aufbauten recherchierte! Ich war erst einmal auf der französischen Seite, wo ich Uniformen der Briten nachschauen kann. Da ist, wenn ich nicht irre, dieser Aufbau auch näher erläutert.
http://centjours.mont-saint-jean.com/unitesUK.php"

Auf der Seite hast du alle Parteien, die bei Waterloo dabei waren mit ihrem Armeeaufbau von 1815. Also Preußen, Franzosen, Briten und Verbündete mit der Struktur und der Uniform aller Einheiten. An sich auch korrekt (nur winzige Details, dass die Scheide der preußischen Säbel meist wohl eher braun war und nicht schwarz ist falsch dargestellt).

Die Fahnenstange ist aus Holz.

Viele Grüße
Felix


Perfekt, danke dir :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 16. Februar 2019 - 08:26:24
Puh, da ist einiges zu erklären. Erst mal das Wichtigste:

Ja, auf der Seite kannst du gut recherchieren. Und auch die Seite zur Landwehr ist bis auf Kleinigkeiten gut. (Da fehlen bei den Angaben zur 5. Brigade die 11. Husaren.)

Da du die Lützower hast, kannst du ja einfach die 5.Brigade zum Vorbild nehmen. Die Pommern, die ehemaligen Lützower, die westfälische Landwehr, Artillerie und eine Abteilung der Schützen der Russisch-Deutschen Legion, noch in der alten Uniform, falls du es bunt magst. Als Kavallerie waren 2 Ekadronen der 11. Husaren dabei, die später noch durch die Anordnung ihrer Verlegung nach Krefeld durch Wilhelm II. als Tanzhusaren für ein Politikum gut sein sollten. (Bei den Preußen ritten immer 2 Eskadronen gemeinsam eine Attacke. Für Kugelhagel also eine Einheit.) Die auf der Reenactmentseite angegebenen Jägerabteilungen waren -bis auf die Russisch-Deutschen natürlich- Freiwillige Jäger und kämpften in den Reihen der Linieninfanterie.

(Die Lützower Reiter dienten 1815 in anderen Brigaden.)

Bei den Pommern, den Lützowern, der Landwehr und den Husaren kannst bei den Uniformtafeln der Mont St Jean -Seite gucken. Maréchal Davout hat die braunen Lederscheiden ja schon erwähnt. Dazu musst du wissen, dass das Lederzeug der damaligen Armeen meist aus Juchtenleder war, welches nur in Russland produziert wurde und daher ein knappes Gut war. Die Preußen mussten sparen. Daher nahmen sie für die Säbel und Degenscheiden normales Leder. Juchtenleder gab es in weiß, schwarz und rötlich-braun. Schon schwarz war günstiger, weshalb die Füsilier der Preußen schwarzes Lederzeug bekamen. Auch das umodische rötlich-braune wussten die Preußen zu verwenden: Die Regendeckel der Gewehre, die gewöhnlich um die Mantelrolle gerollt getragen wurden, waren daraus. (Wird auf der Landwehr-Seite samt Rekonstruktion erklärt. Das sieht auf den Knötel-Tafeln meist eher wie schwarz aus, dabei ist aber braun gemeint.)

Kommen wir zu einem weiteren Fehler der Mont-St.-Jean-Seite: Schwieriger ist die Uniformfrage bei den Jägern der Russisch-Deutschen Legion, die auf der genannten Seite einfach fehlen. Danach, ob sie schon preußische Uniformen hatten musste ich lange suchen. Denn die Infanterie der Legion hatte sie teils gut bezeugt schon. Doch wurden die Jäger erst nach der Schlacht in die preußische Organisation eingeführt. Dazu muss ich erklären, dass die 'neuen' Einheiten im Laufe von 1814 und 1815 sukzessive in die preußische Organisation eingebaut wurden und die ganze Armee im Frühjahr 1815 -wie alle 2 Jahre geplant- neue Uniformen erhalten sollte. Doch wurde das alles abgebrochen, als Napoleon in Frankreich landete. Ein Regiment soll ohne Kragen losmarschiert sein, weil die noch geändert werden mussten. Dadurch gab es 1815 einen Uniformen-Mix bis hin in die einzelnen Bataillone. Während sie das bei der Kavallerie besser recherchiert haben, gibt es auf der Mont-St.-Jean-Seite hier bei der Infanterie mitunter Fehler. Die Russisch-Deutschen Jäger hatten jedenfalls noch die alten Uniformen, weil sie noch nicht im System waren. Hier ist sie zu sehen: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/17/Knoe11_7.jpg Wenn du keine russischen Figuren findest, kannst du auch preußische Jäger nehmen, ohne dass es allzusehr auffällt, da die preußischen Uniformen 1808 bei den Russen abgekupfert wurden. Nur trugen die Russen die Tschakos in der Regel nicht schmucklos unter Lederüberzug und hatten schon länger die breiteren Tschakos.)

Die Tiroler Jäger: Büchse und 2 Pistolen, graue Uniformen und Tiroler oder -wie es zeitgenössisch hieß- Korsische Hüte. Hier zu sehen: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1d/Kn%C3%B6tel_II%2C_8.jpg Und es gibt tatsächlich Beschreibungen von Zeitzeugen, dass sie beim Angriff ihre Büchsen abfeuerten und dann beim Vorgehen beide Pistolen. So ähnlich Minis --bis auf die Pistolen und evt. die Federn auf der falschen Seite- sollte es für Österreicher geben. Und Köpfe mit Korsischen Hüten passen auch auf Lützower Körper, denn wie auf der Tafel ganz links zu sehen, trug die 'normale' Jägerabteilung der Lützower welche - mit Feder auf der anderen Seite. Auch bei der unterschiedlichen Darstellung der Federseite auf Abbildungen war länger zu suchen. (Ebenso trugen sie Baskenmützen, die damals als altdeutsch galten und auch Tschakos. Wenn du es also trotz schwarzer Uniform 'bunt' magst, ...) Wenn du möchtest, kannst du da also einiges zeigen.

Damit du etwas klarer siehst:
Nach der Katastrophe 1806-1814 wurden, leicht vereinfacht gesagt, 12 Linieninfanterieregimenter und 12 Reserveinfanterieregimenter aufgebaut. Die ersten 11 Linienregimenter bekamen die reguläre Uniform, der Rest war sehr bunt. Britische und Portugiesische Uniformen, teils durch einfache Maßnahmen und die reguläre Reserve-Uniform, dazu Beutestücke. Was eben zu bekommen war. Bei der Reserve trugen die Offiziere die Uniform des Linieninfanterieregiment, dem sie entstammten. 1815 wurden die Reserveregimenter in Linieninfanterieregimenter (Nr. 13 bis 24) umgewandelt und sollten die reguläre Uniform bekommen, die dann auch die Offiziere tragen sollten. Wie schon gesagt, wurde die Neueinkleidung mitten drin durch den Feldzug unterbrochen. Wer nicht gerne immer dieselben Uniformen bemalt, ist also bei den Preußen richtig.

Dazu kamen dann noch Organisationen wie Freikorps (eigene Truppenverbände ganz für sich, wie die Lützower; frei meint hier ursprünglich unabhängig von der restl. Armeeorganisation), Freieinheiten (Regimenter, Bataillone, aber auch einzelne Kompanien), Fremdenbataillone, von den Provinziallandtagen aufgestellte 'National'-Regimenter und was man sich sonst noch ausgedacht hatte, um auf eine ausreichende Zahl an Soldaten zu kommen. Diese trugen verschiedenste Uniformen und sollten 1814/15 ebenfalls großteils eingegliedert und neu uniformiert werden.

Dazu kamen vom Rheinbund übernommene Einheiten, insbesondere die Bergischen Regimenter, die ihre Uniformen nur wenig veränderten, um preußischer zu wirken und ebenfalls bei Waterloo noch nicht neu eingekleidet waren. Sie waren deshalb in friendly fire geraten und trugen dann ihre französische Mäntel. Tschakos waren wohl schon preußisch.

Schließlich hatte Preußen auch die Deutsch-Russische Legion von Rußland übernommen.

Die Freieinheiten und die Übernommenen bildeten 1815 das 25. bis 31. Linieninfanterieregiment:
25: Lützower, (1. und 2. Bataillon in den Lützower Uniformen, nur der Ersatz war in preußische Uniformen gekleidet, das 3. (Füsilier-) Bataillon war neu gebildet und trug preußische Uniformen.
26: aus dem Elbnationalinfanterieregiment (von der Elbprovinz aufgestellt) und dem Bataillon von Reuß gebildet, bei Waterloo reguläre Uniform, aber: Kragen rot, Schultern blau, Ärmel blau und rot vorgestoßen, Offiziere: regulär
27: aus den Ersatzbataillonen des Elbinfanterieregiments, dem Fremdenbataillon von Reich, dem Freibataillon von Hellwig und dem 1. Schlesischen Ersatzbataillon (vom IR 10) gebildet, mit sehr unterschiedlicher Uniformierung
28 und 29: Bergische Infanterie, (wie gesagt, die alte, leicht veränderten Uniform oder Mantel)
30 und 31: Infanterie der Russisch-Deutschen Legion (im Gegensatz zu den Jägern schon in preußischer Uniform)

Ich muss unbedingt mal meine Übersicht zur preußischen Armee präsentabel gestalten und irgendwie online stellen.

Was die Fahnen angeht, ist es bei den Preußen traurig: Nur die 12 Linieninfanterieregimenter hatten 1815 Fahnen, weil die illegalen 1814 eingesammelt worden waren. Und auch die Husaren hatten ihre Standarten in den Kasernen gelassen. Das war dann auch einer der Gründe, warum die preußische Linie an ihren zerfetzten Fahnen und blanken Fahnenstangen festhielt. Erst im Spätsommer/Herbst 1815 verlieh der König den Regimentern wieder Fahnen.

Die Fahnen sahen schon anders aus als in altpreußischer Zeit und auch anders als später.  Du kannst sie aber einfach von der Mont-St.-Jean-Seite herunterladen.

Mit der doppelten Verwendung, zu der du den ratlosen Smiley setztest, bezog ich mich darauf, dass einige Einheiten schon während des Waffenstillstands 1813 ihre Uniformen selbständig änderten, um sie preußischer zu machen und dann 1814/1815 endlich überall die reguläre Uniform eingeführt werden sollte. Die Linieninfanterie und die Landwehr, soweit sie reguläre Uniform trug, sind demgegenüber 1813-1815 zu verwenden. Ebenso die Lützower. Bei Nappo wird ja auf diese Änderungen geachtet. (1812 in Rußland war vorn am Tschako eine schwarz-weiße Kokarde in Rosettenform angebracht. Dank doppelseitigem Klebeband, gingen da also auch dieselben Figuren, so die Einheiten dort tätig waren. 1812 waren die preußischen Brigaden aber noch ganz anders organisiert.) Dadurch kannst du dieselben Preußenminis für die ganze Zeit nehmen, es sei denn du willst 1806/07 oder davor spielen. Es gab 1814 zwar eine offizielle Änderung. Die Tschakos wurden oben breiter, so wie die russischen, und der Kragen wurde vorn geschlossen. Dazu sollte nach und nach Schuppenketten statt lederner Sturmriemen eingeführt, damit die Kopfbedeckung auf dem Kopf sitzen blieb. 1815 war letzteres kaum eingeführt, die Kragen meist noch unverändert - bei 1/72 mag da auch die Bemalung helfen, aber ich würde mich an den modellierten Kragen halten. Und auch bei den Tschakos ist die Frage, wann die Bestimmung ausgeführt wurde. Jedenfalls waren die Änderungen derart, dass sie bei den Minis normalerweise ignoriert werden, da sie entweder kaum zu sehen sind, die Durchführung nicht gegeben war oder die Hersteller beim Tschako ein Mittelding gestalten.

Ach ja, das 3. Bataillon des 9. Reserveregiments (später 21. IR, 4. Pommersches) trug die britische Rifles-Uniform.  Ob noch 1815 muss ich nachsehen. Auch andere Britische Uniformen gab es, ...
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 16. Februar 2019 - 13:30:15
Damit du etwas klarer siehst:
Nach der Katastrophe 1806-1814 wurden, leicht vereinfacht gesagt, 12 Linieninfanterieregimenter und 12 Reserveinfanterieregimenter aufgebaut. Die ersten 11 Linienregimenter bekamen die reguläre Uniform, der Rest war sehr bunt. Britische und Portugiesische Uniformen, teils durch einfache Maßnahmen und die reguläre Reserve-Uniform, dazu Beutestücke. Was eben zu bekommen war. Bei der Reserve trugen die Offiziere die Uniform des Linieninfanterieregiment, dem sie entstammten. 1815 wurden die Reserveregimenter in Linieninfanterieregimenter (Nr. 13 bis 24) umgewandelt und sollten die reguläre Uniform bekommen, die dann auch die Offiziere tragen sollten. Wie schon gesagt, wurde die Neueinkleidung mitten drin durch den Feldzug unterbrochen. Wer nicht gerne immer dieselben Uniformen bemalt, ist also bei den Preußen richtig.

Ah, jetzt lichtet sich für mich der Vorhang der Reorganisation der Preußen! Ich bin im Moment auf das Internet für die Recherche angewiesen, da ich nciht in die Bibliothek komme. Und da sind die Infos nicht so dolle verteilt.
Super, dein Text hilft mir schon enorm weiter! :)

Ich muss unbedingt mal meine Übersicht zur preußischen Armee präsentabel gestalten und irgendwie online stellen.

Das wäre wirklich mal hilfreich.

Mit der doppelten Verwendung, zu der du den ratlosen Smiley setztest, bezog ich mich darauf, dass einige Einheiten schon während des Waffenstillstands 1813 ihre Uniformen selbständig änderten, um sie preußischer zu machen und dann 1814/1815 endlich überall die reguläre Uniform eingeführt werden sollte. Die Linieninfanterie und die Landwehr, soweit sie reguläre Uniform trug, sind demgegenüber 1813-1815 zu verwenden. Ebenso die Lützower. Bei Nappo wird ja auf diese Änderungen geachtet. (1812 in Rußland war vorn am Tschako eine schwarz-weiße Kokarde in Rosettenform angebracht. Dank doppelseitigem Klebeband, gingen da also auch dieselben Figuren, so die Einheiten dort tätig waren. 1812 waren die preußischen Brigaden aber noch ganz anders organisiert.) Dadurch kannst du dieselben Preußenminis für die ganze Zeit nehmen, es sei denn du willst 1806/07 oder davor spielen. Es gab 1814 zwar eine offizielle Änderung. Die Tschakos wurden oben breiter, so wie die russischen, und der Kragen wurde vorn geschlossen. Dazu sollte nach und nach Schuppenketten statt lederner Sturmriemen eingeführt, damit die Kopfbedeckung auf dem Kopf sitzen blieb. 1815 war letzteres kaum eingeführt, die Kragen meist noch unverändert - bei 1/72 mag da auch die Bemalung helfen, aber ich würde mich an den modellierten Kragen halten. Und auch bei den Tschakos ist die Frage, wann die Bestimmung ausgeführt wurde. Jedenfalls waren die Änderungen derart, dass sie bei den Minis normalerweise ignoriert werden, da sie entweder kaum zu sehen sind, die Durchführung nicht gegeben war oder die Hersteller beim Tschako ein Mittelding gestalten.

Aah, okay. Jetzt ist der Vorhang gefallen.
Okay, damit kann ich arbeiten, um zumindest rudimentär den Anteil der Preußen vernüftig darzustellen. Das ist klasse :)

Ach ja, das 3. Bataillon des 9. Reserveregiments (später 21. IR, 4. Pommersches) trug die britische Rifles-Uniform.  Ob noch 1815 muss ich nachsehen. Auch andere Britische Uniformen gab es, ...

hehehe ... das wäre ja gar nicht mal so übel, ein paar Briten zu Preußen zu machen :D
Muss ich mal schauen, ob ich das mache.

Ich habe übrigens ein paar Preußen mal probehalber "sortiert" auf ein paar teystbases aus Kork gestellt. Foto ist von hinten, die sind noch nicht geklebt und spielen gerne "Domino-Day", wenn ich die bewege, daher nur dieses Bild.

(http://666kb.com/i/e1bef8jdqheograww.jpg)

Ist das so realistischer, also die ganze Einheit in einer Pose?
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Riothamus am 16. Februar 2019 - 18:01:24
Die Preußen standen 3 Reihen tief. Da teils nur die ersten beiden Reihen schossen kannst du auch die hinteren beiden Reihen darstellen und die dritte Reihe nachladen lassen. (Die in der dritten Reihe wurden als Tirailleure benutzt, statt wie ursprünglich vorgesehen dies den Füsilieren zu überlassen. Lies dir mal die Kriegsspielregeln von Reiswitz durch. Da wird durch die Regeln beschrieben, wie sich ein Bataillon nach und nach in Schützenreihe auflösen und wieder zusammensetzen konnte.

Im Heerwesen der Neuzeit -alle Bände im Schuber sollten keine 50 € kosten- gibt es eine Zeichnung einer angreifenden preußischen Brigade. Für die Uniform sind neben der Mont-St.-Jean-Seite der Beipackzettel aus der Perrybox, auf dem auch das Gepäck abgebildet ist, und Knötel, Sieg, Farbiges Handbuch der Uniformkunde zu empfehlen, das für nur 3 bis 5 Euronen je Band zu finden sein sollte. Erster Band Deutschland, zweiter Band der Rest der Welt. Es gibt Sachen, die besser und teurer und spezifischer sind, aber damit bist du schon so weit ausgerüstet, dass du Hintergrund hast und Figuren bemalen kannst und weißt, wozu du Fragen musst. (Vor den preußischen Reserveregimentern drückt sich der Knötel/Sieg allerdings.)

Eine andere Möglichkeit wäre es, sie Pelotonweise feuern zu lassen und jede Base in unterschiedlichem Vorgang darzustellen. Da es meist in Plackerfeuer endete, ist das natürlich auch eine Option. Und Plackerfeuer, damals 'Bataillenfeuer' genannt, konnte sogar befohlen werden. Dann sollten die Rottenkameraden ein Gespann bilden. Wenn der eine geladen hatte, sollte der andere schießen. Zu Beginn sieht das dann nach gliederweisem Schießen aus.

Du kannst ja einfach das damals gültige Exerzir (sic!) -Reglement für die Infanterie der Königlich Preußischen Armee, Berlin 1812, das Scharnhorst verfasste, zu Rate ziehen, was vorgeschrieben war, wenn du unsicher bist. Das befohlene Plackerfeuer ist auf S. 41 f nachzulesen:

http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10728941-2
https://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10728941.html




Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Maréchal Davout am 16. Februar 2019 - 22:35:57
Oh, schon wieder neue Preußen - schön! Ich weiß ja, dass du extra dickere Bases wolltest, um besser daran anfassen zu können, aber mir sieht das zu dick aus. 1,8mm Plasticcard wäre wohl meine Empfehlung für dich, aber jeder wie er mag! :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 17. Februar 2019 - 08:00:50
@Riothamus
Die Idee mit den drei Reihen wollte ich gestern probehalber umsetzen, aber das ist etwas zu dicht, auf 4*4cm. Mir gefällt sowohl die Idee der einseitigen Posen, als auch des Pelotonfeuerns. Daher werde ich mich für eine der beiden Alternativen entscheiden, sobald ich mich auf ein neues Base-Material festgelgt habe.

@Maréchal Davout
Die Minis habe ich nur von ihren alten Papp-Bases entfernt ;) Ich bin noch nciht dazu gekommen, an meinen Preußen weiterzumachen  :-\
Ja, die dicken Kork-Bases sind extrem dick. Daher war das nur ein Probestellen ohne Kleben.
Jetzt schau ich mir mal die Plastikcard an.
Notfalls würde ich auch eine ganz andere Lösung nutzen:
Meine bisher genutzte Aquarellpappe (300g/m²) hatte ich ja doppelt gefaltet. Davon lieber zwei Bases übereinander und rundherum mit billiger Acrlfarbe aus dem Supermarkt (1,99€ pro 250gr.-Tube)  abgedichtet. Das düfte Gewicht hergeben, etwas besser zu greifen und vor allem wasserdicht sein :)
Von der Pappe habe ich Massen hier, das wird dann also der nächste Versuch, da ich noch nicht in die Stadt komme um Plastikcard zu testen
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: Pappenheimer am 20. Februar 2019 - 13:26:23
Alle ladend geht natürlich prinzipiell auch. Ob es Dir optisch gefällt, ist letztlich Deine Entscheidung.

Ich habe schon öfter ladende Einheiten gemacht, wo dann die ladenden in verschiedenen Stadien des Ladens dabei waren (Pulver auf die Pfanne, Patrone aufbeißen, stopfen). Bei diesen Preußen kannst Du theoretisch mit anderen Sets mischen. Aber auch das ist Geschmackssache.

Hauptsache Spaß dabei.  :)
Titel: Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
Beitrag von: D.J. am 20. Februar 2019 - 15:28:15
Spaß ist definitv am wichtigsten :)
Im Moment muss ich leider alles ruhen lassen, weil ich zu viel um die Ohren habe. Aber sobald es weitergeht, werde ich vermutlich wirklich alle in einer Pose auftreten lassen. Das passt auch besser zur preußischen Disziplin. :)
Titel: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 20. April 2019 - 11:15:24
Nachdem ich meine Franzosen ja soweit fertig habe, wäre für mich auch mangels Mitspielern im Maßstab 1:72 das Projekt im Grunde beendet. (Dafür werde ich bei Napo in den Maßstab 28mm einsteigen, da habe ich Mitspieler gefunden ;) )
Dann hatte ich aber schon vorher die Preußen begonnen, meine Idee für "Solohagel" mit dem SYW ausprobiert ... daher führe ich das Projekt hier in etwas erweiterter Form fort.

Allerdings geht es ab jetzt eher in Richtung "Solohagel" (also Solo-Spiele nach den entsprecheden Regeln aus dem Kampagnenband Kugelhagel - Generals) , mit kleineren Einheiten zu je drei Bases.
Bevor ich die bereits fertigen Preußen und Lützower Jäger neu base, machen den Anfang mit neu bemalten Figuren die British Rifles von Italeri.

Die 95th Rifles von Italeri waren dabei nach längerer Pause die ersten 1:72er, die ich bemalte, da sie überwiegend grün uniformiert sind mit nur relativ wenigen Details. Da reichte im Grunde eine grüne Grundierung, highlighten, Details, washen.

(http://666kb.com/i/e334llx6oeshy93i8.jpg)

Als zweites kamen die 60th Rifles. Die sind etwas "bunter". Hiervon werde ich zwei Einheiten a 3 Bases einsetzen. Diese Einheit hier hat die Baker Rifle. wird aber als leichte Linieninfanterie bei mir eingesetzt

(http://666kb.com/i/e334nlgz4mlozdrls.jpg)

Die dritte Einheit wird auch wieder 60th Rifles werden, dann aber als Linie im Antritt für den Nahkampf mit aufgepflanztem Schwertbajonett.
Als Spielplatz werde ich doch wieder auf 90*90cm gehen, diesen kan ich nun auch fix stehen lassen und somit eine Partie Solohagel (DBA oder auch andere passende Systeme) auch mal ein paar Tage laufen lassen.

Hier mal ein Bild von meinem Spielplatz, mit ein paar Einheiten für das erste Spiel.
Die sind teilweise frisch neu gebased, da kommt also noch etwas english green drauf ;)

(http://666kb.com/i/e334vds2akv9cf3ls.jpg)
Titel: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 20. April 2019 - 13:19:21
Und hier die soeben fertig bemalten 60th Rifles im Angriff mit aufgepflanztem Schwertbajonett.
Die 60th trugen blaue Hosen mit rotemn Seitenstreifen und teilweise graue Gamaschen, die aber nur die halbe Wade bis maximal 3/4 bedeckten.
Ich habe die aktuelen mit diese "Aerobic-Stulpe" bemalt, um si außer dem aufgepflanztem Bajonett auch mit diesem Detail etwas von ihren Brüdern mit der Baker Rifle im Schuss zu unterscheiden.

Auch muss ich mich noch um die Bases kümmern.
Ich möchte gerne bei allen Einheiten, egal ob Frankreich oder Feinde, die Bases gleichmäßig anpassen.

(http://666kb.com/i/e337yl9kqm5ye0uf4.jpg)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 20. April 2019 - 18:11:31
Insgesamt machen das 60. und das 95. auf mich einen guten Eindruck! Das 60. ist insgesamt spannender von der Uniform, gefällt mir.
Grundsätzlich sind diese Italeri-Figuren dankbar zu bemalen, die Washes haften gut auf den prominenten Details, das Plastik ist eher hart, die Konturen sind scharf.
Leider passen sie nicht gut von der Größe zu den Revell-Rifles auf die ich gesetzt habe. So sind meine Italeris hier noch unbemalt.
Einige Posen gefallen mir auch gar nicht, wie der hockend-schießende mit Tschako, der so weit vorn am Gewehr anfasst, oder den nach vorn gebeugt Rennenden, der auch in der letzten Einheit des 60. zu sehen ist. Den hast du aber gut in der Mischung eingebunden wie auch die anderen Kameraden! :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 21. April 2019 - 08:46:33
Insgesamt machen das 60. und das 95. auf mich einen guten Eindruck! Das 60. ist insgesamt spannender von der Uniform, gefällt mir.

Danke dir :)
Ja, mit dem Eindruck geht es mir auch so, dass mir das 60. (weil mit mit mehr Details ausgestattet) besser gefällt. Das 95. kann das einfach nicht bieten, da nur grüne Uniformjacke, grüne Hose, schwarze Bandeliere ... daher habe ich die nach den KH-Regeln auch nur zu einem kleinen Bataillon Scharfschützen gemacht und die Modelle mit der Lagermütze genommen.

Grundsätzlich sind diese Italeri-Figuren dankbar zu bemalen, die Washes haften gut auf den prominenten Details, das Plastik ist eher hart, die Konturen sind scharf.
Leider passen sie nicht gut von der Größe zu den Revell-Rifles auf die ich gesetzt habe. So sind meine Italeris hier noch unbemalt.

Das habe ich auch mal irgendwo aufgeschnappt, dass die zusammengestellt eher gewöhnungsbedürftig wirken würden. Daher, und weil die Italeri-Minis mir bisher als die dankbarsten erscheinen, habe ich mich letztendlich für die entschieden. Die Italeri sind zu dem leichter zu bekommen, als die Revells.

Einige Posen gefallen mir auch gar nicht, wie der hockend-schießende mit Tschako, der so weit vorn am Gewehr anfasst, oder den nach vorn gebeugt Rennenden, der auch in der letzten Einheit des 60. zu sehen ist. Den hast du aber gut in der Mischung eingebunden wie auch die anderen Kameraden! :)

Mir gefallen die auch absolut nicht ;)
Mein Gedanke war der:
Die sind für Solohagel, die sieht dann eh kaum jemand so genau. Und wenn du mal billig an eine weitere Box Rifles kommst, notfalls auch Revell, kannst du immer noch austauschen ;) Hauptsache erstmal Truppen auf dem Feld, die du den Franzosen entgegenstellen kannst.


Manchmal muss man eben Kompromisse mit sich selbst eingehen ;D
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 21. April 2019 - 11:22:16
So, alle Vorbereitungen für den heutigen Besuch sind erledigt ... Zeit hier nochmal reinzuschauen ;)

Bezüglich der Bases bleibe ich aus Gründen der Einfachheit und des bereits vorhandenen Materials bei 300g / m² Aquarellpappe. Die ist einfach zu bearbeiten, ich habe weniger Probleme mit der Lagerung der Minis, da diese auch mit erhobenen Waffen oder Fahnen nicht zu hoch werden und sich gut in entsprechenden Kartons verstauen lassen.

Die Preußen, die ich schon bemalt hatte, werde ich auch zu viert auf einem Base belassen und dort keine Experimente mit Pelotonfeuer oder tieferen Reihen machen. Der Aufwand ist mir da im Endeffekt etwas zu hoch, da mit ihnen keine "offiziellen Spiele" stattfinden werden.
Es kann zwar sein, dass ich da beizeiten etwas ändere. Aber dann müssten auch die Franzosen wieder komplett zu sechst auf ein Base kommen, was aber bei den Zvezda Voltigeuren und den Revell Gardisten etwas schwer wird, weil die einfach zu groß für solche Massen auf einem Base sind.
Mal schauen, wie es da in den nächsten Monaten weitergeht.

Die Bases werde ich nach langem Überlegen weiterhin nur mit einfachem Vogelsand bearbeiten. den kann ich inken oder mit stark verdünnten Farben einfärben. Dazu ein paar Büsche drauf, wo es passt ... reicht sogar für Spiele zum Vorstellen des Systems und historischem TT allgemein, sollte sich das ergeben.

Als nächstes sind dann hier die British Life Guards dran, von denen ich noch eine ungenutzte Revell-Packung hier liegen habe. Aber vorher kommt noch ein kleines Spielchen "Solohagel" dran, sobald ich alle Bases angeglichen und ein schönes Szenario ausgewählt habe.
Ich habe für die Briten mit einer Handvoll Preußen sieben Einheiten á 3 Bases fertig, dazu kommen dann sieben Einheiten à drei Bases der Franzosen. Ausreichend, für so einen kleinen Spielplatz. Artillerie werde ich wegen der kleinen Platte von 90*90cm wohl erstmal weglassen, dafür haben beide Seiten eine Eskadron Reiter.

Allen ein frohes Osterfest :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 21. April 2019 - 11:52:03
Die Gesamtplanung hört sich sehr stimmig an und ich bin erleichtert, dass du scheinbar die bemalten Napoleonics in 1/72 nicht abstößt, sondern nutzt, was mir als gute Wahl erscheint, denn: Sie brauchen nicht viel Platz, sind schonmal da, bieten dir eine Option für Wargaming- und Bemalabwechslung, wenn du doch nochmal was hinzufügen willst. Es ist ja eben doch schon was Spielbares da! :)

Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 21. April 2019 - 11:54:45
Zum 95.: Die Lagermützen in getrennter Gruppe finde ich noch am Aushaltbarsten bzw. okay. Die Diskussion kommt hier ja auch immer mal wieder auf, ob die während der Schlacht getragen wurden (wohl eher nicht) und sie wurden wohl auch nicht gemischt mit Tschakos getragen. Etwas edler wirken die 95er aus meiner Sicht, wenn sie Tschako tragen, das grün möglichst dunkel ist und Silber und Messingteile an Figuren und Rifles schön herausscheinen. Aber so hast du auch mal die Lagermützen gut untergebracht :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 22. April 2019 - 08:04:50
Die Gesamtplanung hört sich sehr stimmig an und ich bin erleichtert, dass du scheinbar die bemalten Napoleonics in 1/72 nicht abstößt, sondern nutzt, was mir als gute Wahl erscheint, denn: Sie brauchen nicht viel Platz, sind schonmal da, bieten dir eine Option für Wargaming- und Bemalabwechslung, wenn du doch nochmal was hinzufügen willst. Es ist ja eben doch schon was Spielbares da! :)

Ich war ja wirklich kurz versucht, das alles zugunsten einer französischen Napo-Armee in 28mm abzustoßen.
Dann dachte ich mir, dass das im Grunde total dämlich wäre, da ich auf den Maßstab 1:72 stehe und schon anderthalb Armeen dafür habe. Da kam dann, auch mit Blick auf den SYW, die Idee, die Sammlung lieber für Solohagel zu nutzen und evtl, auch mal andere Systeme auszuprobieren, die wenig Platz benötigen.

Zum 95.: Die Lagermützen in getrennter Gruppe finde ich noch am Aushaltbarsten bzw. okay. Die Diskussion kommt hier ja auch immer mal wieder auf, ob die während der Schlacht getragen wurden (wohl eher nicht) und sie wurden wohl auch nicht gemischt mit Tschakos getragen. Etwas edler wirken die 95er aus meiner Sicht, wenn sie Tschako tragen, das grün möglichst dunkel ist und Silber und Messingteile an Figuren und Rifles schön herausscheinen. Aber so hast du auch mal die Lagermützen gut untergebracht :)

Ich habe mir bei ebay gestern abend noch schnell die Revell 95th geschossen ;)
Das bedeutet, dass ich die "kackenden Füchse" (die Hocker, die ihre Rifle so weit vorne greifen) gegen ordentliche austauschen kann. Auch die drei "Stürzer" die so merkwürdig nach vorne laufen kann ich dann austauschen.
Die drei Bases 95th mit den Lagermützen könnte ich komplett austauschen, wobei ich da noch unsicher bin. Für Solohagel könnte ich da auch einfach sagen, der Angriff der Franzosen kommt so überraschend, dass sie einfach keine Zeit hatten, sich in Schale zu werfen.
Das entscheide ich aber noch, wenn die Revells da sind und ich mir den Größenunterschied genauer angesehen habe.
Der könnte einiges durcheinander werfen, aber auch die Base lebendiger erscheinen lassen :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 22. April 2019 - 10:09:35
Ich war ja wirklich kurz versucht, das alles zugunsten einer französischen Napo-Armee in 28mm abzustoßen.
Dann dachte ich mir, dass das im Grunde total dämlich wäre, da ich auf den Maßstab 1:72 stehe und schon anderthalb Armeen dafür habe. Da kam dann, auch mit Blick auf den SYW, die Idee, die Sammlung lieber für Solohagel zu nutzen und evtl, auch mal andere Systeme auszuprobieren, die wenig Platz benötigen.

Macht Sinn! Wenn du tatsächlich auf eine hochaktive 28mm-Napo-Gruppe in Köln stößt, die ihre Armeen wirklich auch schon bemalt haben und viel spielen, kannst du immernoch anfangen, Regimenter für die Sache beizusteuern... Dann müssen die 1/72er aber hoffentlich immernoch nicht weg ;)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 22. April 2019 - 12:43:29
Hoch aktiv weniger, aber einen Miteinsteiger in den Peninsular War in 28mm. Angedacht ist ein Herantasten über die verschiedensten Kleinsysteme / Skirmisher und ein langsamer Aufbau hin zu einer größere Armee für Kugelhagel oder Black Powder.
Das nimmt den Druck vom Bemalen der Minis und auch etwas vom Portemornaie ;)

Meinen Kleinen kommen definitv nicht weg.
Da habe ich auch nochmal mit meiner Frau drüber gesprochen die meinte, dass ich bei denen das erste Mal so rundum glücklich wäre :)
Also habe ich meine 95th Rifles von Italeri wie geagt noch um das gleichnamige Regiment von Revell erweitert und werde mir im Urlaub wohl noch eine Packung Briten von Italeri gönnen. Die "british Lifeguard" von Revell habe ich auch noch unangetastet hier.
Damit wäre die Gegenseite bis auf Artillerie gut bestückt. Aber ich denke, die werde ich sein lassen, da meine Platte mir 90*90cm eh etwas kleiner ist und ich notfalls auch Beutegeschütze bei den Briten einsetzen würde ;D
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 23. April 2019 - 11:07:13
Das Spielfeld sieht ja schonmal nach etwas mehr aus, v.a. mehr taktische Möglichkeiten. Bravo! :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 23. April 2019 - 15:44:50
Danke dir :)
Hat etwas Umräumarbeit gekostet, lohnt sich aber definitiv :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 24. April 2019 - 17:13:54
Nachschub ist eingetroffen :D

(http://666kb.com/i/e37foav4n8ntz9slc.jpg)

Damit kann ich einige der "kalbenden Ferkel" oder "kackenden Füchse" der Italeri-Ausgabe der 95th Rifles austauschen.
Ermüdungsmarker kann man letztendlich immer brauchen :P

Bis auf die Rucksäcke habe ich kaum Heiligenscheine an den Miniaturen

(http://666kb.com/i/e37fpbx0u9d6ea8lc.jpg)

Die vier "Ausdruckstänzer" aus der mittleren Reihe werden vermutlich auch über kurz oder lang entweder zu heiß gebadet, in Form gebracht und kälter abgeschreckt als ein 5-Minuten Ei, oder ich mache auch aus ihnen Ermüdungsmarker, Gefallene für die Bases oder ähnlich sinnvolles.

(http://666kb.com/i/e37fpuohhkcjoxou8.jpg)

Bis auf diese 4 Minis ist die Revell-Ausgabe der 95th einfach nur klasse :)
Zusammen mit den bereits von Italeri rekrutierten Rifles, den Revell Life Guards und einer Handvoll Lützower, habe ich nun schon eine kleine, aber feine Streitmacht beisammen.
Die passt zwar nicht 100% in den Peninsular (die Lützower waren da m.W.n. nicht beteiligt), aber da arbeite ich noch dran.
Ich brauche nur etwas Plutonium für den Flux-Kondensator meines Smart 451
;)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 24. April 2019 - 17:28:00
Ja, ne schöne Box, auch wenn mir damals die Figuren im Verhältnis zu den schmäleren Preußen z.B. irgendwie gedrungen vorkamen. Besonders den Trompeter und die Schießenden sind sehr gelungen.
Bei sovielen Rifles würde sich irgendwie Sharpe-Practice oder so ein Skirmish-Regelwerk anbieten.
In nem Rank&File-System hast Du ja sonst soviele Scharfschützen, dass die armen Franzosen garnicht erst rankommen.  ;D
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 24. April 2019 - 17:39:48
Ja, ne schöne Box, auch wenn mir damals die Figuren im Verhältnis zu den schmäleren Preußen z.B. irgendwie gedrungen vorkamen. Besonders den Trompeter und die Schießenden sind sehr gelungen.

Ja, das stimmt. Die Box ist wirklich klasse, wobei ich die Proportionen bzw. den Unterschied zu den Italeri-Rifles als "gelebte Darwin-Theorie in Plastik" einstufe ;D
Ich finde es schön, wenn die "Menschen" trotz Uniform auch mal unterschiedlich wirken :)
Das fehlt mir etwas bei den Franzosen meiner bisherigen Sammlung.

Bei sovielen Rifles würde sich irgendwie Sharpe-Practice oder so ein Skirmish-Regelwerk anbieten.
In nem Rank&File-System hast Du ja sonst soviele Scharfschützen, dass die armen Franzosen garnicht erst rankommen.  ;D

Ich setze ja nicht alle als Scharfschützen ein.
Grundgütiger, nein! So etwas würde ich nie tun!
Die Franzosen müssen schon etwas näher rankommen können.
Dann gelingen auch Kunstschüsse wie Bartspitzen wegfeuern und ähnliches ;D
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 26. April 2019 - 15:20:17
So, der Rauch der Grundierung legt sich und ich kann mit meinen neuen Minis genauer planen ;)
Was also plane ich mit all den Rifles?

60th Rifles
Nun, zuerst überlege ich mir, ob ich die Reihen der 60th Italeri-Rifles mit je zwei Bases Revell Rifles auffülle. Dadurch wären die Bataillone 5 Basen groß, was einfach schöner aussieht und auch auf 90*90cm noch spielbar sein müsste. Dafür werde ich aber schauen, dass ich die Bases "durchmische", also keine reinen Italeri- oder Revell-Bases aufstelle.

95th Rifles
Die 95th bleiben in ihren Lagermützen eine Scharfschützeneinheit und als kleines Bataillon drei Bases groß.

King's German Legion
Mit der liebäugele ich ja schon eine ganze Weile. "Schuld" daran sind diese beiden erstklassigen Internetauftritte von Reenactment-Gruppen, denen ich hiermit meinen Dank für ihre Mühen aussprechen möchte.

https://kgl.info/
(Lest hier mal in die Feldberichte! Absolut lohnenswert!)

http://www.kgl-linie.de/index.html
(Zweisprachig deutsch & englisch und erstklassige Ausbreitung und Darstellung der Ausrüstung)

Wahrscheinlich werde ich das 2nd Light Battalion der KGL mit den restlichen Revell-Minis aufstellen.
Da dürften, wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege, auch 5 Bases zusammenkommen, sodass ich ohne Preußen als "Proxy-Truppen" 3 ausreichend große Infanterie-Batallione Briten zusammenbekomme.

Klingt doch nach einem Plan, oder?
:)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 29. Mai 2019 - 12:56:45


Klingt doch nach einem Plan, oder?
Klingt sehr gut.

Viel Erfolg! Bin schon auf die Resultate gespannt.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 29. Mai 2019 - 15:33:34
Wird wirklich noch was dauern, da erstmal die Berge jodeln rufen, vorher muss ich mit meinen Sachsen noch ein paar Wikinger verkloppen  8) ... aber ich sortiere gerade aus, welche Miniaturen ich definitv benötige, und welche ich evtl. abgebe (vielleicht mache ich ja auch mal eine Grabbelkiste ;) ), damit ich den Überblick behalte. Solohagel ist immer noch ein Liebling von mir, eben weil man unabhängig ist und auch mal über mehrere Tage spielen kann.
Nur benötige ich da nicht unbedingt die großen Regimenter, auf meiner kleinen Platte.
Daher wird da wohl ein kleines Konvolut an Briten und evtl. Preußen abgeschoben werden können ;)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 14. Juli 2019 - 09:52:48
Dieses Projekt muss ich leider schließen, da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr die ganz kleinen Minis bemalen kann und wohl auf lange Sicht auf 28mm oder größer gehen muss :(
Dank an alle, die mir bis hierher gefolgt sind :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 19. August 2020 - 18:43:49
Ich puste mal den Staub von diesem Thread, denn ich möchte meine alte Sammlung an napoleonischen Franzosen in 1:72 reaktivieren und um einige Briten und Alliierte erweitern, um Kugelhagel solo spielen zu können.

Was zuvor geschah ...
Den Maßsstab 1:72 bzw. 20mm habe ich vor einiger Zeit wegen nachlassender Sehkraft und mangels Mitspielern aufgegeben. Mit den neuen Contrast Farben von GW, einigen neu erworbenen und vertieften Maltechniken und vor allem mit einer neuen Brille (neben PC und Alltagsbrille die dritte für den Alltag) möchte ich aber noch einmal versuchen, diesen Maßstab für mich alleine und dann ausschließlich für Solo-Spiele nach den wirklich erstklassigen Soloregeln für Kugelhagel und Shootout in Dingstown (Skirmisher) zu reaktivieren.
Letzteres System eventuell sogar als Reisespiel, so denn Urlaubsreisen wieder gefahrlos und leichter im Nachgang werden.

Anspruch und Ziele des reaktivierten Projekts
Inzwischen stehe ich auf dem Standpunkt, dass man 5 auch mal als geraden Zähler durchgehen lassen sollte. Gerade die napoleonische Epoche ist eine unglaublich gut recherchierte Zeit und ein Paradies für Experten, die nicht nur die Anzahl der Knöpfe für eine bestimmte Uniform kennen, sondern auch deren Reliefdruck (sofern vorhanden)
Ich bewundere das ernsthaft, aber mir fehlt dafür am Ende doch die Disziplin und der Wille durchzuhalten und umzusetzen  :-\
Mir persönlich reichen schon vernünftig bemalte Miniaturen ohne feinere Details, die auf Armlänge eh verschwinden (zumindest bei meiner Sehkraft) In 1:72 / 20mm dürfte ich also mit etwas Übung mit den neuen Contrast von GW und den guten Inks von Vallejo schon annehmbare Ergebnisse erzielen. Und da ich bereits über eine gut sortierte Sammlung an 1:72 Franzosen verfüge ...
Mal schauen ob gute Inks, Contrast Farben und eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber zu kleinen Details da hilfreich sind. Die Uniformfarben bleiben natürlich korrekt! Aber Taschen oder Knöpfe ... ;)
Dieser Thread wird also für Hardcore-Fans und Experten eher ein Gruselkabinett sein.
Sagt nicht, dass ich euch nicht vorgewarnt hätte!

Die Franzosen, die Briten und die weitere Planung
Für die Franzosen verfüge ich wie gesagt schon über eine bemalte und einsatzbereite Armee. Linien-Franzosen, Alte Garde, Königreich Westphalie, Sachsen, Kleve-Berg, Wildgänse (Iren) ... da habe ich eine schöne Bandbreite an Einheiten. Dennoch möchte ich sie neu organisieren und basen, da mir die alten Bases aus doppelt gelegtem Aquarellpapier (365g/m²) nicht so gefallen.
Daher werde ich auf 2mm starker Graupappe (neu) basen.
Eine Handvoll Briten werden ebenfalls (endlich) mit Farbe versehen bzw. gekauft werden. Ich habe noch eine Packung Lifeguard (Berittene) hier, eine paar Rifles ... zusammen mit ein oder zwei Packungen britischer Infanterie, ein paar Braunschweigern (Infanterie und Kavallerie, vor dem Ausstieg aus dem Maßstab schon bemalt) und ein paar Preußen (ebenfalls schon länger bemalt) wäre dann die Gegenseite zu den Franzosen schon ausreichend bestückt, um kleinere Gefechte nach Kugelhagel auf einer kleinen 90*90cm  Platte (erweiterbar auf 120 * 90cm) zu spielen.
Solo und mit minimal angepassten Reichweiten.

Die ersten Umbasierungen

Voltigeure
(https://de.share-your-photo.com/img/22f2f91392.jpg)

Einige Miniaturen, wie diese Voltigeure der Franzosen, habe ich einzeln basiert. Einerseits, da sie als Plänkler gespielt werden können, andererseits, damit ich mit ihnen vielleicht auch mal ein Skirmish spielen kann.

Kleve-Berg, Westphalié und die Wildgänse (Iren)
(https://de.share-your-photo.com/img/db15961d17.jpg)

Kleve-Berg und Westfalen mussten für Napoleon Truppen stellen. Die Moral war nicht sonderlich hoch, die Begeisterung für eine fremde Sache in einem fremden Land (Spanien) sein Leben zu riskieren hielt sich in engen Grenzen. Lange Märsche, schlechte Verpflegung und Krankheiten taten ihr Übriges dazu. Die aufgestellten Truppen schmolzen dahin. Spieltechnisch habe ich also nur drei Bases aufgestellt, die ich zudem recht locker basierte.

Die Iren waren schon länger treue und tapfere Kämpfer für Frankreich. Aber sie waren auch etwas eigensinnig. Auch hier habe ich nur 6 Minis pro Base aufgestellt, aber dafür haben die Iren ein eigenes Regiment Voltigeure, die ich ebenfalls einzeln basiert habe.

8ème de Line
(https://de.share-your-photo.com/img/3896542cdf.jpg)

Diese Truppe wird auch heute noch von Reenactment-Darstellern am Leben erhalten. Hier habe ich die Bases voll ausgenutzt und 8 Miniaturen auf 4x4cm untergebracht. Auch die 8ème hat ein eigenes Regiment (4er-Base) Voltigeure

Die Alte Garde im letzten Gefecht
(https://de.share-your-photo.com/img/2249373260.jpg)

So lautet das Thema dieser Einheit. Ich habe hier einige Miniaturen einzeln gebased, damit ich sie auch für Skirmisher nutzen kann. Dem Thema der Einheit entsprechend, sind alle Gardisten im Kampf und es befinden sich nur 4 Miniaturen auf 4x4cm.

Die Alte Garde marschiert
(https://de.share-your-photo.com/img/54359f3b04.jpg)

Hier habe ich das Thema so umgesetzt, dass die Miniaturen dichter beisammen stehen. 6 Minis auf 4x4cm, mehr ist bei diesen Modellen von Revell nicht drin.

Die Bases trocknen jetzt ein paar Tage durch, bevor es an die Kanten geht, die ich braun bemalen werde. Danach werden Sand und Felsen behandelt, bevor ich locker Gras und vereinzelte Büsche aufbringe.
Die Kavallerie steht auch schon in den Startlöchern, aber das ist einen eigenen Post wert.

Vive le grand Nation!
God save the Queen!
;)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 19. August 2020 - 19:51:12
Das sieht doch schon toll aus. Da bin ich dann gespannt auf deine Briten mit intelligenter Bemalung.

Nur, wenn du keine Köpfchen mehr bemalst, wie willst du dann die verdienten Musketiere oder Füsiliere zu Gefreiten befördern, so ganz ohne Gefreitenknopf?
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 20. August 2020 - 06:23:53
Das sieht doch schon toll aus. Da bin ich dann gespannt auf deine Briten mit intelligenter Bemalung.

Danke dir :)
Da werde ich zuerst bei den Pferden der Life Guard Contrast ausprobieren. Da habe ich in 28mm schon gute Erfahrungen gemacht. Bei den Reitern werde ich wohl eine Mischung aus Grundfarbe und Inks verwenden, da ich noch keine rote Contrast habe, die vom Farbton passen könnte.

Nur, wenn du keine Köpfchen mehr bemalst, wie willst du dann die verdienten Musketiere oder Füsiliere zu Gefreiten befördern, so ganz ohne Gefreitenknopf?

Jetzt hast du mich erwischt! ;D
Ich denke, das werde ich "hausregeln", sobald ich an die erste Welle der Beförderugen gehe ;)

Spaß Beiseite:
Ich habe ja noch ein paar 28mm Napoleoniker hier liegen. Da sind viele Details machbar, wenn auch anstrengend. Als ich mit dem kleinen Maßstab hier begonnen habe, habe ich nahezu die gleichen Ansprüche an die Bemalung der kleineren Minis angelegt. Das kann ich aber einfach nicht umsetzen und damit werde ich dann leben müssen.
Das war für mich auch so eine Art Lernprozess.

Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 20. August 2020 - 09:50:16
Heute habe ich eine Packung britische Linieninfanterie von Italeri bekommen.

(https://de.share-your-photo.com/img/e0ef1ef09c.jpg)

Die Großpackung britische Infanterie von Hät habe ich leider nicht mehr bekommen und auch die hier von Italeri, scheint eine der letzten gewesen zu sein, die im Moment verfügbar waren. Bei den Franzosen scheint es noch einige Vorräte zu geben, aber die Briten sind wohl weitgehend ausverkauft. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn ich möchte eh keine großen Streitmächte aufbauen.
Eine Schwadron Braunschweiger Lanzenreiter, eine Einheit Braunschweiger Jäger, eine Einheit 95th Rifles (da werde ich mit weiteren Minis aus meiner alten Sammlung evtl. noch die 60th hinbekommen), zwei Schwadronen Lifeguard und die heute eingetroffene britische Linieninfanterie sollte reichen.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 20. August 2020 - 16:07:21
Ja, bei kleineren Minis muss auf manches Detail verzichtet werden. Darum habe ich die 15mm-Figuren ja so gern.

28mm hatte ich ursprünglich nur für Napo, weil da die Uniformen besser zur Geltung kommen, dann für meine kleine Fantasy-Sammlung, weil Frostgrave da eher als Ausrede dient, mal die eine oder andere schöne Mini zu kaufen. Schließlich noch Saga, weil das eben in dem Maßstab gespielt wird. Sonst kann ich mir da noch Forschungsreisen auf anderen Kontinenten mit kleiner Figurenanzahl vorstellen, aber wieder eher um entsprechende Figuren -nicht zuletzt Tiere- zu sammeln. Ebenso solche Sachen wie Pulp Alley. Ach ja, irgendwie hat sich Plastik dieser Größe zum ACW eingeschlichen.

1:72 hat zu ein paar Themen schöne Figuren zu bieten. Nur ist die Auswahl eingeschränkt und die Erhältlichkeit ist eine eigene Geschichte. Bei den Zvezda-Römern konnte ich nicht widerstehen, aber da gab es schon Probleme, Reiterei zu ergattern und die Karthager gab es wohl nie vollständig. Gut, in jener Zeit können beliebige Griechen aushelfen, aber so ist es eben. Gerne würde ich das zu einem Mittelmeerbaukasten ergänzen, aber dafür fehlt einfach zuviel.

15mm hat eben die einfachere Bemalung, für uns Brillenträger ohne die ganzen Details, an die man nur denkt, wenn man sie sieht, den günstigen Preis und den geringen Platzbedarf. In 28mm sind es trotz der ganzen Nachteile eben die Details, die Möglichkeit mehr bei der Bemalung zu machen und nicht zuletzt auch die erhöhte Sichtbarkeit gegenüber 1/72, bei Leuten wie, uns, deren Augen schlechter werden. Bei den besseren und guten Firmen sind 1/72 oft ästhetischer gestaltet und vereinen meist auch Vorteile der anderen genannten Größen.

Ich drücke jedefalls die Daumen, dass die Experimente klappen.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Planspieler am 20. August 2020 - 17:39:43
Wie ich das lese willst du auf 2mm Graupappe basieren. Das habe ich auch einmal gemacht, aber wenn man die Pappe bemalt oder bestreut verbiegen sich die Basen im laufe der Jahre. Mein Rat: unbedingt auch die Unterseiten gleich dick bemalen, sonst wirst du in Jahren alles verbogen haben.
Gruß vom Planspieler
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 21. August 2020 - 06:00:47
Ja, bei kleineren Minis muss auf manches Detail verzichtet werden. Darum habe ich die 15mm-Figuren ja so gern.

Mit denen habe ich bis vor ein paar Wochen auch noch geliebäugelt :)
Aber dann sah ich meine alte Sammlung an Franzosen, fand die Packung mit dem britischen und preussischen Kommandostab ... die british Life Guard ...


28mm hatte ich ursprünglich nur für Napo, weil da die Uniformen besser zur Geltung kommen, dann für meine kleine Fantasy-Sammlung, weil Frostgrave da eher als Ausrede dient, mal die eine oder andere schöne Mini zu kaufen. Schließlich noch Saga, weil das eben in dem Maßstab gespielt wird. Sonst kann ich mir da noch Forschungsreisen auf anderen Kontinenten mit kleiner Figurenanzahl vorstellen, aber wieder eher um entsprechende Figuren -nicht zuletzt Tiere- zu sammeln. Ebenso solche Sachen wie Pulp Alley. Ach ja, irgendwie hat sich Plastik dieser Größe zum ACW eingeschlichen.

Die gleichen Ausreden wie bei mir :) Einerseits weil manche Dinge in dem Maßstab besser rüberkommen, andererseits weil es tolle Systeme in der Größe gibt.

1:72 hat zu ein paar Themen schöne Figuren zu bieten. Nur ist die Auswahl eingeschränkt und die Erhältlichkeit ist eine eigene Geschichte. Bei den Zvezda-Römern konnte ich nicht widerstehen, aber da gab es schon Probleme, Reiterei zu ergattern und die Karthager gab es wohl nie vollständig. Gut, in jener Zeit können beliebige Griechen aushelfen, aber so ist es eben. Gerne würde ich das zu einem Mittelmeerbaukasten ergänzen, aber dafür fehlt einfach zuviel.

Das stimmt. Manche Packungen liegen in Geschäften als "Mitnehmsel" herum, wo man sie nie vermutet hätte. Andere kann man nur mit Mühe im Netz finden und online bestellen. Die Epochen in 1:72 sind breit gefächert, aber manches vermisse ich dann doch.
Obwohl es gut ist, dass nicht alles so leicht erhältlich ist, wenn ich in meine Schränke schaue  ;D

15mm hat eben die einfachere Bemalung, für uns Brillenträger ohne die ganzen Details, an die man nur denkt, wenn man sie sieht, den günstigen Preis und den geringen Platzbedarf. In 28mm sind es trotz der ganzen Nachteile eben die Details, die Möglichkeit mehr bei der Bemalung zu machen und nicht zuletzt auch die erhöhte Sichtbarkeit gegenüber 1/72, bei Leuten wie, uns, deren Augen schlechter werden. Bei den besseren und guten Firmen sind 1/72 oft ästhetischer gestaltet und vereinen meist auch Vorteile der anderen genannten Größen.

Ja, da stimme ich dir vollumfänglich zu. Manche 28mm Miniatur wirkt etwas gedrungen oder künstlich "aufgepumpt"

Ich drücke jedefalls die Daumen, dass die Experimente klappen.

Danke dir :)
Ich halte den Thread hier aktuell.

Wie ich das lese willst du auf 2mm Graupappe basieren. Das habe ich auch einmal gemacht, aber wenn man die Pappe bemalt oder bestreut verbiegen sich die Basen im laufe der Jahre. Mein Rat: unbedingt auch die Unterseiten gleich dick bemalen, sonst wirst du in Jahren alles verbogen haben.
Gruß vom Planspieler

Oh, danke dir für den Tipp! Da hatte ich nicht drüber nachgedacht!

Ich habe die Oberfläche der einen Seite, wo die Miniaturen drauf stehen, beim Anbringen der Minis komplett dünn mit Holzleim bestrichen und die Figuren dann direkt darauf gesetzt. Das hat schon eine dünne Schutzschicht vor dem Besanden ergeben und die Minis hielten auch gut. Die Ränder habe ich gestern nach dem Besanden mit einfacher Acrylfarbe aus dem Billigladen eingefärbt. Die hat den Vorteil, dass sie dicker und trockener ist, als die Farbe für unsere Minis (mehr Acryl / Silikon, als Leim?) Dadurch sind die Kanten vor dem Ausfransen geschützt.
Die Farbe werde ich dann auch für den Boden nehmen, um den zu Versiegeln.

Danke dir nochmal für den Tipp, denn ich vermute, dass hat meinen alten Aquarellpapier-Bases letztendlich das Genick gebrochen und sie gewellt. Die hatte ich nämlich nur oben "versiegelt"
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 21. August 2020 - 11:22:48
Dass muss ich jetzt aber mal loswerden:
Ich habe soeben ein erstklassiges Angebot für das Airfix Modell "Battle of Waterloo - Farmhouse" bekommen, und in einem Abwasch direkt mal eine Handvoll sehr schön bemalter Briten und Highlander dazu!  ;D
Herz, was willst du mehr?
So kann das Wochenende beginnen  :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 22. August 2020 - 15:20:50
Das mit dem Airfix-Set und den Briten freut mich für dich! Ansonsten bin ich auch gespannt, wie die neue, reduzierte Malmethode insgesamt wirken wird :)

Pappe/Methoden: Meiner Erfahrung nach "versiegelt" man mit Holzleim bei Pappe gar nichts. Da ist Flüssigkeit drin und die sinkt in die Pappe ein. Das verbiegen passiert dann meist etwas später, nachdem erstmal alles paletti erschien... Aber der Tipp mit von oben und unten behandeln wirkt interessant - kann mir noch nicht gut vorstellen, dass das klappt, wäre aber cool!

Verfügbarkeit von 1/72-Sets: man braucht gut sortierte Online-Shops, die vor allem auch Strelets haben. Deren neue Sets (48 Marschierer für Brit. Linie, Highlander, preuß. Landwehr, preuß. Musketiere, Franzosen etc.) sind genau das, was viele lange gefordert haben und was HaT teilweise angefangen hatte: Passgenaue Auswahl der Posen, die ich für meine Einheiten bevorzuge. Bei HaT sind dann noch die Command-Sets toll, wo ich selbst entscheiden kann, wie viele Fahnenträger, Trommler etc. ich brauche und entsprechend anschaffe, anstatt mich zu ärgern, dass es nur eine Fahne pro 50 Mann gibt.
Nebenbei: Strelets bieten ja auch fast alles im Mantel an, da kann man nach grauer Sprühgrundierung auch sehr schnell zu guten Gesamtergebnissen kommen, wie Koppi schon in seinem Blog aufgezeigt hat (neben der allgemeinen, berechtigten Rehabilitation von Strelets durch ihn).
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 22. August 2020 - 19:16:10
Nun ja, verzogene Pappe bekommt man ja eigentlich über Nacht wieder gerade, wobei natürlich das Problem ist, dass Basen sehr klein sind. Können Bierdeckel keine Lösung sein? Durch die unregelmäßige Lage der Fasern sind sie ja extra dazu konzipiert, Flüssigkeit aufzunehmen und sich dennoch nicht zu verziehen.

Alternativ lässt sich Pappe durch Acryl aus dem Baumarkt versiegeln. Etwas verdünnen und gleich mit Farbe versehen. Auf einer Mischung aus Leim, Acryl und Wasser basiert auch Mod Podge, dass mittlerweile auch in Deutschland über den Online-Händler mit dem großen A zu finden ist. Auch dem kann Farbe zugegeben werden, um gleich eine farbige Grundierung zu erhalten.

Hier ein Video zum Acryl aus dem Baumarkt: https://www.youtube.com/watch?v=09wyU8k6VLA

Hierbei würde man natürlich gleich eine ganze Reihe Basen vorbereiten. Durch die Möglichkeit, das ganze gleich durch Sand in der Acrylmasse zu strukturieren, kann man auch gleich die Figuren einbauen. Dann sieht man auch definitiv die Grundplatte nicht mehr.

(Den Sand nicht einfach aufstreuen. Das hält nicht so gut. Entweder in die Acrylmasse einrühren und diese gleich auch als Strukturmasse nutzen oder hinterher wie üblich mit Leim / Fixierspray aufkleben. In diesem Video ist irgendwo die Sache mit dem nur aufgestreuten und dann leicht abbröselnden Sand zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=EB0NglVVtCc&list=PLohbeH3fTP1sFXTq_WP35rHNMX4beJkwa&index=6&t=2371s

Er hat noch weitere Videos zu Acryl und anderen Bastelrohstoffen. So ist in einem Video auch die Entstehung einer Matte aus Leinwand und Acryl zu sehen.)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 22. August 2020 - 21:25:14
Das mit dem Airfix-Set und den Briten freut mich für dich! Ansonsten bin ich auch gespannt, wie die neue, reduzierte Malmethode insgesamt wirken wird :)
Da bin ich auch drauf gespannt :) Bisher habe ich nur meine alten Miniaturen neu gebased (Bilder folgen)

Pappe/Methoden: Meiner Erfahrung nach "versiegelt" man mit Holzleim bei Pappe gar nichts. Da ist Flüssigkeit drin und die sinkt in die Pappe ein. Das verbiegen passiert dann meist etwas später, nachdem erstmal alles paletti erschien... Aber der Tipp mit von oben und unten behandeln wirkt interessant - kann mir noch nicht gut vorstellen, dass das klappt, wäre aber cool!
Holzleim "versiegelt" ja dadurch, dass er einen harten Film auf die Pappe legt und die somit keine Feuchtigkeit mehr ziehen kann. Soweit die Theorie. Ob es in der Praxis hält, wird sich zeigen.
Denn der Aufwand, den Riothmaus beschriebenhat, ist mir dann doch a bisserl viel ;)

Verfügbarkeit von 1/72-Sets: man braucht gut sortierte Online-Shops, die vor allem auch Strelets haben. Deren neue Sets (48 Marschierer für Brit. Linie, Highlander, preuß. Landwehr, preuß. Musketiere, Franzosen etc.) sind genau das, was viele lange gefordert haben und was HaT teilweise angefangen hatte: Passgenaue Auswahl der Posen, die ich für meine Einheiten bevorzuge. Bei HaT sind dann noch die Command-Sets toll, wo ich selbst entscheiden kann, wie viele Fahnenträger, Trommler etc. ich brauche und entsprechend anschaffe, anstatt mich zu ärgern, dass es nur eine Fahne pro 50 Mann gibt.
Nebenbei: Strelets bieten ja auch fast alles im Mantel an, da kann man nach grauer Sprühgrundierung auch sehr schnell zu guten Gesamtergebnissen kommen, wie Koppi schon in seinem Blog aufgezeigt hat (neben der allgemeinen, berechtigten Rehabilitation von Strelets durch ihn).

Das ist für mich noch Zukunftsmusik, da ich in dem Maßstab wohl nur solo spielen werde. Sicher, da wird immer das Eine oder Andere dazu kommen, um "Ausfälle" auszugeleichen oder neue Ideen umzusetzen, sofern die Bemalung gut klappt. Aber im Moment mache ich mir noch keine Sorgen um Nachschub ;)


Und hier wie oben angekündigt, die ersten Bilder meiner einsatzbereiten Franzosen. Drei Tage, der eine oder andere Fluch, weil ich mir meinen verbundenen Daumen trotz Schutz schmerzhaft angestoßen oder gedrückt habe später ...

(https://share-your-photo.com/img/1688fc2120.jpg)


(https://share-your-photo.com/img/c1efeca1cd.jpg)


(https://share-your-photo.com/img/094a034a18.jpg)


(https://share-your-photo.com/img/229733f250.jpg)


(https://share-your-photo.com/img/62963ecdbb.jpg)


(https://share-your-photo.com/img/ea2fbc1f27.jpg)


(https://share-your-photo.com/img/9d02ffde32.jpg)


(https://share-your-photo.com/img/de8061dd34.jpg)


(https://share-your-photo.com/img/9f5c7d2e19.jpg)


(https://share-your-photo.com/img/9dd245b3b6.jpg)





Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 22. August 2020 - 22:13:31
Das sieht doch schon schön aus. Und ja, den Aufwand würde ich wahrscheinlich auch scheuen. Aber ich wollte es nicht verschweigen. Der Holzleim hat das Problem, dass er wasserlöslich ist und es daher durch die Luftfeuchtigkeit zu unliebsamen Überraschungen kommen kann. Aber in diesen (wahrscheinlich seltenen) Fällen, einfach Leim-Wassergetränktes Küchenpapier auf die Rückseite und über Nacht entsprechend beschwert stehen lassen. Am nächsten Morgen sollte die Pappe (ob nun mit Leim oder nur mit Farbe versehen), wieder gerade sein. Bei den kleinen Basen ist nur das Problem des Beschwerens der richtigen Stellen.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 22. August 2020 - 22:30:23
Das sieht doch schon schön aus.

Danke dir :)
Ab Morgen versuche ich die paar Braunschweiger, Preußen und Rifles neu zu basen, die ich noch fertig hatte. Dann geht es langsam an die Linieninfanterie der Briten. Die muss ich bemalen und werde da ein Contrast Grau von GW ausprobieren (Hosen) sowie ein helleres Rot von Vallejo (muss den Namen mal nachschauen), das mit Nuln Oil von GW passend zur Uniform der Briten aussehen soll.

Und ja, den Aufwand würde ich wahrscheinlich auch scheuen. Aber ich wollte es nicht verschweigen.

Auf gar keinen Fall etwas zurückhalten!
Nur weil ich den Aufwand scheue bdeutet das ja nicht, dass es für jemand anderen nicht vielleicht doch hilfreich wäre.
Immer raus mit solchen Tipps!

Der Holzleim hat das Problem, dass er wasserlöslich ist und es daher durch die Luftfeuchtigkeit zu unliebsamen Überraschungen kommen kann. Aber in diesen (wahrscheinlich seltenen) Fällen, einfach Leim-Wassergetränktes Küchenpapier auf die Rückseite und über Nacht entsprechend beschwert stehen lassen. Am nächsten Morgen sollte die Pappe (ob nun mit Leim oder nur mit Farbe versehen), wieder gerade sein. Bei den kleinen Basen ist nur das Problem des Beschwerens der richtigen Stellen.
Das "Beschweren" der kleinen Bases können Balsaholzstäbchen und Wäscheklammern exakt übernehmen :)
Ich versuche Morgen mal ein Bild davon zu machen, wie ich das meine.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 22. August 2020 - 22:48:31
Schon verstanden. Ich habe so kleine Klemmen, um Blumen an Stangen zu halten. Da habe ich irgendwann mal im Angebot für 1 oder 2€ gleich 20 Stück in zwei Größen erworben. Beim Modellbau oft besser als Wäscheklammern und die richtigen kleinen Klemmen, da die Arme einen Ring bilden und so oft nicht im Weg sind. Und wo kein Platz für einen Ring ist, gibt es dann auch Wäscheklammern.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 23. August 2020 - 10:20:00
Ich habe so kleine Klemmen, um Blumen an Stangen zu halten. Da habe ich irgendwann mal im Angebot für 1 oder 2€ gleich 20 Stück in zwei Größen erworben. Beim Modellbau oft besser als Wäscheklammern und die richtigen kleinen Klemmen, da die Arme einen Ring bilden und so oft nicht im Weg sind. Und wo kein Platz für einen Ring ist, gibt es dann auch Wäscheklammern.

Ah, die meinte ich auch. Sorry, da habe ich gepennt ;)
Wegen der "Unterbodenversiegelung" überlege ich noch, wie an den Kanten die billige Acrylfarbe aus dem Billigladen zu nutzen. Die ist fester, also trockener, als normale Acrylfarbe für Miniaturen, nicht so feucht wie Ponal und bildet einen Film wie Silikon.

Ich war gestern abend noch etwas fleissig, nachdem ich die Miniaturen schon länger auf die neuen Bases gesetzt hatte.

(https://share-your-photo.com/img/7926117b2d.jpg)


(https://share-your-photo.com/img/8824baa20d.jpg)


(https://share-your-photo.com/img/8014a462c8.jpg)


(https://share-your-photo.com/img/944ddf1969.jpg)


Damit könnte ich jetzt schon erste, kleine Scharmützel spielen, aber ich möchte zuerst noch diebritische Linieninfanterie fertig machen. Die muss komplett von Anfang an behandelt werden. Das wird dann der Beginn des Experiments mit den neuen Maltechniken :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 24. August 2020 - 03:28:05
Für solche Zwecke würde ich sowieso möglichst günstige Farbe nehmen. Nachdem du von Silikon schreibst: Hat schon mal jemand das aufstreichbare Latex aus dem Bastelbedarf ausprobiert um Pappe zu versiegeln?

Das Experiment erwarte ich mit Spannung. Die Umbasierung ist jedenfalls schon mal gut gelungen und bestärkt mich darin, nicht für jede Einheit einzeln landschaftsgärtnerisch tätig zu werden.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 24. August 2020 - 06:08:11
Für solche Zwecke würde ich sowieso möglichst günstige Farbe nehmen. Nachdem du von Silikon schreibst: Hat schon mal jemand das aufstreichbare Latex aus dem Bastelbedarf ausprobiert um Pappe zu versiegeln?

Das würde mich auch mal interessieren!


Die Umbasierung ist jedenfalls schon mal gut gelungen und bestärkt mich darin, nicht für jede Einheit einzeln landschaftsgärtnerisch tätig zu werden.


Danke dir :)
Ich habe den Holzeim für das Gras sehr zufällig auf das Bese laufen lassen und für das Gras zwei verschiedene Farbtöne (hell und Dunkel) gemischt. Mehr ist da wirklich nicht drauf oder dran, also ganz unaufwändig.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 24. August 2020 - 22:36:13
Viele Fotos gemacht - toll!

Die Braunschweiger Jäger hast du auch aus dem Revell-Preußenset gemacht übrigens ;)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 25. August 2020 - 05:57:19
Ah, wusste ich es doch, aber wr mir nicht sicher :)
Dnke dir auch für das Lob :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 25. August 2020 - 12:24:58
Die Franzosen kommen! Aber Brummbär's bärbeißige Briten halten stand

Nachdem ich mich gestern so unglaublich über das tolle Paket von Brummbär freute, habe ich heute dann, nach einer kurzen Sichtung, direkt mal etwas rumgebastelt  :)

(https://de.share-your-photo.com/img/5ee89afc8a.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/66cf94e638.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/e59269bdcd.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/ef9972ddef.jpg)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 25. August 2020 - 15:08:21
Und hier eine kleine Vorschau, auf die Planung meines ersten Kugelhagel-Solospiels nach langer Zeit.
Es fehlt noch eine Einheit "Roastbeefs" nebst einigen Kommandanten für die Briten, dann kann es schon losgehen
Der "Gutshof" ist eigentlich ein Kastell / Lagereinheit für meine 28mm Römer für DBA und Triumph!, dass ich noch nicht ganz fertiggestellt habe.
Aber da ich den Airfix-Bausatz für La Haye Saint erst auf Größe prüfen möchte, damit ich ein passendes Base dafür erstellen kann, ist er für dieses kleine Solo-Spiel perfekt :) 


(https://de.share-your-photo.com/img/120e7c2fb3.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/fb124f19f6.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/837e8d8ca0.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/d3dade5096.jpg)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 26. August 2020 - 06:58:24
Das weiß wieder alles zu gefallen. Diesmal dann auch ein Lob an den Brummbären.

Bei den Preußen kann dir geholfen werden:

Nach den Bildern in Post #152 handelt es sich, wenn ich die Farben richtig sehe, um das 1.Batallion des 1. Pommerschen Infanterieregiments, nach späterer Nummerierung, welche aber meist allein oder zumindest zusätzlich angegeben wird, des 2. Infanterieregiments. Bei Waterloo waren sie in der 5. Brigade und marschiertem mit blankem Fahnenmast in die Schlacht, weil die Fahnen verrottet waren. Neue Fahnen wurden generell erst im Herbst 1815 ausgegeben, bzw. verliehen. Die 5. Brigade warf bei Waterloo die Franzosen aus Plancenoit, wodurch eine Einkesselung drohte, da sie nun im Rücken Napoleons standen. Napoleon musste daher fliehen.

Die Fahne für das 2. Bataillon hatte Weiß als Kreuz und Schwarz für den Rest. Die Füsilierbataillone hatten keine Fahne.

Nach der Neuorganisation wurden die Regimenter nach der jeweiligen Provinz benannt und innerhalb derselben durchnummeriert. Erst nach dem Krieg wurden die Regimenter einfach durchnummeriert.

Die Farbe von Kragen und Ärmelaufschlägen zeigt die Provinz an. Die Zuordnung ist wie folgt:

Ziegelrot - Ostpreußen
Karmesin - Westpreußen
Pommern - weiß
Brandenburg - "ponceaurot"
Schlesien - gelb

und ab 1814 kamen wieder hinzu:

Magdeburg - hellblau
Rheinland - krapprot
Westfalen - hellrot

Die Farbe der Schulterklappen zeigt die Nummer innerhalb der Provinz an:

weiß - 1 (Steht für Silber und kommt in der preußischen Armee vor den anderen Farben, weil Friedrich der Große sie bevorzugte, wodurch Gelb / Gold auf Platz drei landete.)
rot - 2
gelb - 3
blau -4 (Gab es nur in Ostpreußen, da die anderen Provinzen weniger Infanterieregimenter hatten.)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 26. August 2020 - 15:41:59
Das weiß wieder alles zu gefallen.

Danke dir :)

Diesmal dann auch ein Lob an den Brummbären.

Oh ja! Ich hoffe, er liest hier mit :)

Bei den Preußen kann dir geholfen werden:

Danke dir :) Das habe ich mir notiert, dann ich führe für die geplanten spiele kleine Karteikarten mit den Werten etc. Dann kann ich dieser Einheit direklt den korrekten Namen geben :)
 
Ich habe dann auch die erste, selbst bemalte Einheit Briten fertig. Sie sind mir etwas dunkel geraten, aber gut, so heben sie sich ab. Die Kommandobase bekommt noch eine Standarte, der Platz auf der Base ist frei, aber an dem Fahnenschwenker arbeite ich noch.

(https://de.share-your-photo.com/img/773791c459.jpg)

Morgen kann ich dann eventuell mit dem kleinen Gefecht um das (fiktive) Kloster St. Drakenfels beginnen und hier dann berichten :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 26. August 2020 - 16:08:58
So aus der Ferne fügt sich die neue, selbstbemalte Einheit auf jeden Fall gut ein und dies ist ja auch, wie man sie in etwa auf dem Spieltisch sieht (ja, ich weiß, es ist fürs Solospiel, aber man schaut ja selbst auch hin... ;) ) - cool!

PS: deine dragoons der Scots Greys sind übrigens von Esci und nicht von Airfix, wie du schriebst.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 27. August 2020 - 06:37:57
So aus der Ferne fügt sich die neue, selbstbemalte Einheit auf jeden Fall gut ein und dies ist ja auch, wie man sie in etwa auf dem Spieltisch sieht (ja, ich weiß, es ist fürs Solospiel, aber man schaut ja selbst auch hin... ;) ) - cool!

Danke dir :)
Ja, genau darauf wird es bei mir in diesem dankbaren Maßstab wohl hinauslaufen. Die Darstellung dicht gestellter Truppen, die auf Armlänge Abstand in der Masse gut wirken. Alles andere, also Augen, Knöpfe etc. würde mich wieder in den Wahnsinn treiben und den (für mich persönlich so gesehenen) Sinn von 20mm / 1:72 widersprechen.
Meine Schritte waren diesmal
- Grundfarbe, wenn es geht eine Nuance heller als später gewünscht, je nach Deckkraft auch Contrast Farben oder Vallejo Air (welche die gleiche Wirkung haben sollen, aber die habe ich noch nicht ausprobiert)
Washen / Inken (hier habe ich bei den ersten Briten mit Nuln Oil experimentiert. Eventuell werde ich mir demnächst von Vallejo "Strong Tone holen, dass soll besserwirken?)
Mit der Grundfarbe lericht trockenbürsten (hierfür nutze ich einen dünnen Billigpisel, weil normale Trockenbürstpinsel doch etwas groß sind) und fertig
Ich weiß, damit werde ich keinen Blumentopf gewinnen, aber ich bin damit soweit zufrieden :)

PS: deine dragoons der Scots Greys sind übrigens von Esci und nicht von Airfix, wie du schriebst.
Oh! Danke dir! Ich hatte vermutet, dass der Kauf die komplette Box "Waterloo" von Airfix sei.
Ist aber auch egal, die Miniaturen sind bei mir in besten Händen und die nächsten zwei Einheiten britischer Infanterie sind schon zusammensortiert  ;D
Ich denke, ich werde mir bis Ende des Jahres wohl noch ein paar Franzosen gönnen müssen.
So aus Gleichgewichtsgründen ;D
 
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 27. August 2020 - 08:55:54
Von Airfix ist nix des hier gezeigten bisher. Airfix erkennt man gut, da kleiner und knubbeliger als die anderen Firmen.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 27. August 2020 - 15:44:36
Ah, das wusste ich nicht! Ich hatte mich schon deshalb auch schon gewundert. Aber egal, das wertet den Beifang für richtig kleines Geld nur noch mehr auf :)

Leider überlebt kein Plan ersten Feindkontakt, und mir ist heute bereits etwas real Life in die Füße gelaufen und morgen wird es das auch defintiv tun. Entgegen meinen Plänen kann ich also erst am WE (hoffentlich!) mit meinem ersten Solospiel Kugelhagel nach der lange Pause beginnen.

Aber die Zeit werde ich versuchen anderweitig zu nutzen, denn es fehlen ja noch ein paar britische Kommandaten, ein Standartenträger und ... (Trommelwirbel und Blick zum Vorhang, ;D ) wenn man schon so ein geiles Geländestück schießt, sollte es zumindest zusammengebaut auf den Tisch stellen.

Das (fiktive) Kloster St. Drakenfels, der vorgelagerte Wald und das Gehöft, dass die Mönche bewirtschaften :)
(https://de.share-your-photo.com/img/b7de2fefcf.jpg)

Eine Handvoll Highlander hat sich mit einigen versprengten Infanteristen eines aufgeriebenen Bataillons im Gehöft verschanzt.
(https://de.share-your-photo.com/img/131a1573e2.jpg)

Major Baquette hat sich bei der Jagd auf die verhassten Rotröcke etwas verrannt und seinen ursprünglichen Befehl, der Aufklären, sichten und berichten lautete, arg leger ausgelegt, als die erschöpften und dezimierten Highlander vor die Musketen seiner Männer liefen.
Jetzt, nach beinahe 5 Stunden Verfolgung und gelegentlicher Schusswechsel, hat er sich in der kleinen Kapelle auf dem Drakenfels eingerichtet und kann nicht vor und nicht zurück.
Befiehlt er den Sturm auf das Gehöft, führt er seine Männer in den sicheren und sinnlosen Tod.
Befiehlt er den Rückzug, muss er sich wegen Befehlsmissachtung und schlimmstenfalls Feigheit vor dem Feind verantworten.
Sein Ehrgeiz hat ihn in eine Situation getrieben, in der er nur verlieren kann.
Das ist die Ausgangssituation für das geplante Soloabenteuer :)

(https://de.share-your-photo.com/img/0650a27ee2.jpg)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 28. August 2020 - 09:51:48
Die taktische Ausgangssituation ist mir durch die Schilderung unklar:
- erst erfährt man, dass die Highlander sich im Gehöft verschanzen
- dann, gleiche Zeitebene, laufen sie den Franzosen vor die Musketen, müssen also doch das Gehöft verlassen haben
- nun kommt ein stundenlanger Kampf mit dem Ergebnis, dass sich beide Seiten in verschiedenen befestigten Orten verschanzen - kommt mir komisch vor - entweder pinnen die Rotröcke die Franzosen in der Kirche oder die Franzosen pinnen die Schotten im Gehöft
- eigentlich müsste sich der Major auch zurückziehen können, war sein Befehl doch „Aufklären, sichten, berichten“. Dass ihn dabei was vor die Musketen läuft, lässt sich nicht verhindern und da der Gegner am Ende wieder im Gehöft ist, sollte er sich auch wieder lösen können, um zu berichten
Oder habe ich was falsch verstanden?
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 28. August 2020 - 12:53:25
Ich habe es wegen der Bildunterschrift wohl zu kurz ausgedrückt. Für das Szenario, dass ich spielen möchte, seht das Ganze so aus

Der Major hatte den Befehl den Weg bis zum Kloster auszukundschaften.
Keine Kampfhandlungen, nur sichten und berichten.
Unterwegs traf er auf eine versprengte Truppe Highlander, die ihn und seine Truppe nicht bemerkten.
Statt sie ziehen zu lassen und vielleicht unbemerkt zu verfolgen, wie es eigentlich sein Auftrag war,  hat er sie im Glauben an einen schnellen Sieg und leichten Ruhm, angreifen lassen.
Die Highlander zogen sich aber kämpfend immer weiter zurück, der Major ließ sie daraufhin weiter und weiter verfolgen, denn seine Befehle hatte er jetzt schon nicht korrekt befolgt und er wollte verhindern, dass sie ihrerseits ihren Truppen eine Warnung über seine Truppen zukommen lassen.
Die Highlander verschanzten sich schließlich im Gutshof des Klosters.
Der Major fragt sich jetzt, nachdem er sich in seinem sinnlosen (und befehlswidrigem) Streben nach schnellem Ruhm hier verrannt hat, ob er seine Männer sinnlos gegen die sicheren Mauern anrennen lassen, oder ob er sich zurückziehen soll.
Beides kann ihm von seinem Vorgesetzten falsch ausgelegt werden.
Das ist das Dilemma.
Vor, und seine Leute entgegen seinen Befehlen verheizen, oder aber zurückziehen und eventuell der Feigheit vor dem Feind bezichtigt werden.
Er kann seine Vorgesetzen Offiziere noch ncith einschätzen und bemerkt jetzt, dass es ein Fehler war, seinem Streben nach Ruhm anchzugeben und die Highlander anzugreifen, anstatt sie zu beobachten und Meldung an seine Vorgesetzten zu machen.

Im Spiel wird das so aussehen, dass sowohl die Briten und ihre Alliierten, als auch die Franzosen das Kloster als Hauptquartier ausersehen haben.
Nach x Runden kommen dann nach und nach die jeweiligen Hauptkontigente an den Plattenrändern auf das Spielfeld.
Es gibt also, bis auf die Highlander und die Voltigeure die mitten im Geschehen stehen, keinen eigentlichen Aufbau :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 28. August 2020 - 13:55:16
Es wird leider doch noch etwas dauern, bis ich zum Spiel komme. Aber dafür könnte ich versuchen, bis dahin das Gehöft zumindest ein wenig bemalt zu haben und das Szenario, dass ich eigentlich aus dem Kopf heraus spielen möchte, in Worte zu gießen.
Das war bei den Bildunterschriften schon ziemlich verwirrend.
 :-\
Aber gut, das Spielfeld läuft nicht weg, die Minis werden nicht schlecht ... habe ich eben etwas mehr Zeit für Vorfreude :) 
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 28. August 2020 - 14:10:21
Es kommt, wie es kommt und wann es kommt... :) Danke für die Erklärung!
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 29. August 2020 - 09:30:29
Keine Ursache, war ja zuerst ziemlich stark verkürzt als Bildunterschrift gepostet.

Nachschub für Frankreich
Gestern kam eine der letzten, erhältlichen Packungen Italeri #6066 zu mir, womit ich dann noch eine Handvoll Franzosen, vermutlich marschierend darstellen möchte. Dafür habe ich eventuell noch ein paar alte Marschierer, die ich dann darunter mischen kann.

Kanonen oder keine Kanonen?
Ich grübele immer noch drüber nach, ob ich auch Artillerie einsetzen möchte. Ich habe zwar inzwischen eine fixe Platte die ich von 90*90 auf 120*90cm erweitern und auch mehrere Tage stehen lassen kann. Aber die üblichen Reichweiten für Geschütze erscheinen mir doch etwas lang.
Es sei denn, ich würde die im Regelwerk angegebenen Reichweiten adäquat anpassen, also vom 28mm Maßstab auf 20mm herunterrechnen. Die kleinsten Schritte wären im 20mm-Maßstab dann 3,5cm (aufgerundet 4cm) statt 5cm
Das erscheint erstmal nicht viel, summiert sich aber am Ende der Bewegungen und durch die dann angepassten Reichweiten doch ziemlich.
Da denke ich aber noch drüber nach. Sollte ich Artillerie einsetzen, wäre es das auf alle Fälle eine Option, meine eher schmale Platte gut auszunutzen.

La Haye Saint ... die Schlacht in der Schlacht
Der Bausatz "La Haye Saint" wird mich doch etwas länger beschäftigen, als ich zuerst dachte. Ich habe auf der Seite der Gruppe zur 8emè einen tollen Bericht zum Bau eines entsprechenden Dioramas entdeckt
http://www.8eme.de/napoleonische-soldaten-en-miniature/werke-von-frank-herberger-frevert/ein-diorama-entsteht-sturmangriff-auf-la-haye-sainte-18-juni-1815/die-8eme-bei-la-haye-sainte-der-schlacht-von-waterloo/ (http://www.8eme.de/napoleonische-soldaten-en-miniature/werke-von-frank-herberger-frevert/ein-diorama-entsteht-sturmangriff-auf-la-haye-sainte-18-juni-1815/die-8eme-bei-la-haye-sainte-der-schlacht-von-waterloo/)
Damit habe ich sowohl die Vorlage für eine gute Bemalung, als auch Ideen für die Base, auf die ich das Gehöft als bespielbares Geländestück setzen möchte. Ich werde nur vorher ein paar Fenster und Tore basteln oder kaufen müssen, damit ich den Bausatz noch etwas aufwerten kann. Dafür muss ich nochmal meinen Lieblingsmodelleisenbahn- und Modellbauladen aufsuchen, sobald ich Zeit habe

Malen, Basteln, Spielen ...
Bemaltechnisch hat sich die letzten Tage leider nicht viel getan. Tagsüber hatte ich viel um die Ohren und abends hatte ich dann auch keine Lust mehr, mich halbherzig an meine Minis zu setzen. Dafür sind die zum Einen zu klein, zum Anderen möchte ich den Wiedereinsteig in diesen Maßstab nicht durch Hast und Hetze verderben.
Es ist sowieso ein Solospiel-Projekt, wo kein Mitspieler mit den Hufen scharrt und Termindruck herrscht ;)
Apropo Solospiel:
Auch das geplante Solospiel wird sich noch etwas verschieben.
Manchmal hat der Alltag doch etwas gegen ein paar Stündchen Abwechslung  :-\
Aber dafür ist die Vorfreude umso größer ;)

Euch allen ein schönes Wochenende und bis zu den nächsten News, spätestens Ende nächster Woche :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 29. August 2020 - 17:27:35
Ich würde auf jeden Fall Kanonen reinnehmen! Klar, wenn man nur 12 vs 12 Minis skirmished, ist das was anderes, aber Kugelhagel ist schon ein Spiel, wo man bei deiner Einheitenanzahl 1-2 Batterien vertragen kann, schau mal, wie du die Reichweiten anpassen kannst, das lohnt sich! Napoleonisch lebt auch vom Spiel zwischen Kav., Inf. und Artillerie :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 30. August 2020 - 13:29:20
Ich würde auf jeden Fall Kanonen reinnehmen! Klar, wenn man nur 12 vs 12 Minis skirmished, ist das was anderes, aber Kugelhagel ist schon ein Spiel, wo man bei deiner Einheitenanzahl 1-2 Batterien vertragen kann, schau mal, wie du die Reichweiten anpassen kannst, das lohnt sich! Napoleonisch lebt auch vom Spiel zwischen Kav., Inf. und Artillerie :)

Ja, sehe ich inzwischen auch so. Ich habe meinen Tisch jetzt eben auf das machbare Maximum aufgebaut und komme damit auf 135 * 90cm Spielflächte, was bei 1:72 / 20mm doch ausreichend sein sollte.

(https://share-your-photo.com/img/7b85f4d0a6.jpg)

Ich werde die 135cm vermutlich in der Breite nutzen, also anders, wie hier auf dem Probeaufbau. Die Distanz zwischen den Einheiten wäre dann bei einem einfachen Aufbau (jede Seite hat eine Aufbautiefe von max. 10cm) ca. 70cm "Anlauffläche". Flankenmanöver sind durch die Breite dann auch machbar.
Die einzige Anpassung, die ich vornehmen würde, wäre die bereits angedachte Reichweitenberechnung, die ich von 28mm auf 20mm herunterskalieren würde. Der kleinste Schritt wäre dann statt 5cm "nur" 4cm (von 3,5 abgerundet, weil 3cm ist dann doch etwas kurz)
Artillerie ist nicht so kriegsentscheidend bei Kugelhagel, aber wie du richtig sagtest, es ist das Zusammenspiel der drei Truppengattungen Infanterie, Kavallerie und Artillerie, dass den Reiz ausmacht.

Wie man auf dem Bild sieht, habe ich die Dächer des Gutshofes schon vorbemalt. Die Wände sind eine andere Hausnummer da sehr dünn. Da muss ich nocmal mit Weiß drüber, bevor ich washen kann. Fenster und Türen werde ich im Sinne der Bespielbarkeit im Inneren der Gebäude mit einzelbasierten Plänklern und für Skirmishs wohl weglassen. Einzig die Mauern werde ich mit kleinen "Dächern" etwas erhöhen, weil bei der Höhe kann man da sogar als Ungeübter fast schon aus dem Stand rüberhüpfen ;) Die Base des Hofes will dann auch noch verziert werden ...   
Aber zuerst eimmal schauen, was sich diese Woche an Zeit erübrigen lässt. Immerhin fehlen auch noch ein paar Kommandomodelle für die Briten! Und nachdem mir meine ersten Briten etwas dunkel gerieten, muss ich diese Woche auch noch in die Stadt, mit rote Contrast Farbe besorgen (oder eventuell Vallejo Air, welche fast genauso gut ein soll)
Es macht wieder sehr großen Spaß, mich mit meinen Lieblingen aus der Kindheit zu beschäftigen und mehr und mehr wird das Ganze doch fast schon ein Großprojekt :)
Die nächsten Minis habe ich nämlich auch schon ins Auge gefasst ;)

 
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 30. August 2020 - 20:26:52
Na, dann schauen wir mal, was da so kommt! Das Gehöft hat ja doch schon Fortschritte gemacht!
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 02. September 2020 - 14:32:43
Danke dir :)
Hier mal ein kleines Update, was sich die letzten Tage so getan hat.

Einkäufe

(https://de.share-your-photo.com/img/8be21d0159.jpg)  (https://de.share-your-photo.com/img/50e3996e05.jpg)  (https://de.share-your-photo.com/img/ba2f725f75.jpg)  (https://de.share-your-photo.com/img/960f054cba.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/2533608d94.jpg)  (https://de.share-your-photo.com/img/41da5206d2.jpg)  (https://de.share-your-photo.com/img/55aa00812a.jpg)


Basteleien

(https://de.share-your-photo.com/img/418bb15566.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/ee0c1be7ab.jpg)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 02. September 2020 - 16:06:07
Huh, das geht ja schnell mit dem Bau. Ich meine, dass hier in irgendeinem Thread schon was zur Frage steht, wie der Hofboden historisch gestaltet war. Dunkel habe ich Pflaster im Kopf, kann mich aber irren.

Was die Kanonen betrifft: Denk daran, dass der Korse höchstpersönlich bei der Artillerie begonnen hat.

Ich sehe, wir nutzen dieselbe Billigmarkt-Kette. Die Pinzetten habe ich am Montag auch gekauft. Das Streu ist mir entgangen und das Moos war zu sehr zusammengedrückt. Dafür habe ich eine Heißklebepistole mitgenommen. Seit einiger Zeit sind in der EU ja die metallenen Spitzen verboten. Die haben einfach eine zu kurze Gummihülle darumgesetzt. Und schwups habe ich nach einer kleinen OP mit Bastelmesser wieder eine richtige Heißklebepistole für Bastler.

Aber -äh- sind die Minis auch daher? Die habe ich da gar nicht entdeckt.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 02. September 2020 - 16:36:43
Ja, der gute alte ... Billigheimer ;)
Ich habe Glück gehabt, da ich in einem Einkaufszentrum bei uns in der Nähe so einen habe. Dessen Auswahl ist oft größer und besser, als die der kleineren Filialen, was natürlich auch an der vorhandenen Ladenfläche liegt. Die Basteldeko war aber dennoch ein Glücksgriff, da ich auf zwei oder drei Obst-Bäumchen gehofft habe. Die waren nicht da, und das Moos war dann echtes Glück, denn es lag einsam in einem Regal auf Bodenhöhe. Normalerweise ist das auch dort eher gepresstes Grün, wie man es eher in Zigarettenpaper erwarten würde ;)
Die Klebepsitole von dem Billig-Discounter für alles außer Sinnvollem ist hier im Einsatz.
Die Alte, mit der gefährlichen Düse vorne  ;D

Der Hofboden war meines Wissens nach zumindest teilweise gepflastert. Da hadere ich noch mit mir, da ich für diesen Pflasterboden extra in die Stadt müsste. Das Porto für einen Onlinekauf und das notwendige Fahrgeld für einen "buy-local" halten sich für knapp 2€ die Waage und sonst benötige ich eigentlich erstmal nichts mehr. Daher die große Frage.
Alternativ wäre selber ein Pflaster einritzen, aber in Buchbinderpappe ist das keine gute Idee, wenn man die noch mit Kleber etc behandeln möchte  :-\

Die Kanonen und die Schotten habe ich bei Amazon geschossen :) Zusammen mit ein paar Sachen, die meine Frau benötigte, machte das freien Versand :) Und da es beide Packungen lokal derzeit nicht gibt (Lieferprobleme wegen Corona und Lockdown) habe ich mir da das Porto bzw. das Fahrgeld gerne und ohne schlechtes Gewissen gespart.
Das der große General als Artillerist begonnen hat, sollte für Spieler in dieser Epoche irgendwie Allgemeinbildung sein ;)
Ich bin echt kein Knöpfchenzähler, aber DAS ist einfach ein "muss-man-wissen" Fakt :)


Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 02. September 2020 - 17:07:18
Ich wollte es ja auch nur ins Gedächtnis rufen, da du bei der Artillerie zögertest.

Kannst du den Platz für das Pflaster nicht zunächst aussparen, um das einzubauen, wenn du das nächste mal in die Stadt gekommen bist?
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 02. September 2020 - 17:19:42
Ich wollte es ja auch nur ins Gedächtnis rufen, da du bei der Artillerie zögertest.[7quote]

Ich weiß.
Asche auf mein Haupt  :-\

Kannst du den Platz für das Pflaster nicht zunächst aussparen, um das einzubauen, wenn du das nächste mal in die Stadt gekommen bist?

Ja, ich denke, das wird gehen. Ich wollte zu den Mauern hin innen etwas Sand anstreuen, damit der Übergang zum Pflaster "echter" aussieht, also nicht wie aufgestreut, sondern wie im Laufe der Jahre eben angesammelt. Aber vorher ist noch genug anderes zu tun, daher werde ich das wohl so machen, wie du sagtest. Also erstmal das Pflastern aufschieben und die anderen Details bearbeiten.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 02. September 2020 - 17:40:09
Wenn Dir da vieles zu kompliziert/aufwendig zu bemalen ist, dann reduziere doch auf ne Grundbemalung.

Z.B. bei den Gebäuden: ich würde ein helles Grau für so ziemlich alles nehmen und dann mit nem Shade drüber. Das reicht doch auch. Heute sind viele der Gebäude auch recht hell.
Ich finde die Gebäude wie sie sind ganz OK. (Bin aber bei sowas wahrlich auch nicht der Maßstab.  ;D )

Bei den Minis:
wenn Du wegen der Details Bedenken hast, dass Du sie nicht erkennst, dann einfach nur Grundfarbe, Aufschläge, Rabatten etc. und Details wie Taschenpatten, Knopfleisten, Knöppe weglassen. Bei den Tschakos geht's ja noch einfacher: einfach alle mit Überzug malen. Dann fallen die Beschläge weg.  :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 03. September 2020 - 08:05:00
Wenn Dir da vieles zu kompliziert/aufwendig zu bemalen ist, dann reduziere doch auf ne Grundbemalung.

Z.B. bei den Gebäuden: ich würde ein helles Grau für so ziemlich alles nehmen und dann mit nem Shade drüber. Das reicht doch auch. Heute sind viele der Gebäude auch recht hell.
Ich finde die Gebäude wie sie sind ganz OK. (Bin aber bei sowas wahrlich auch nicht der Maßstab.  ;D )

Bei den Minis:
wenn Du wegen der Details Bedenken hast, dass Du sie nicht erkennst, dann einfach nur Grundfarbe, Aufschläge, Rabatten etc. und Details wie Taschenpatten, Knopfleisten, Knöppe weglassen. Bei den Tschakos geht's ja noch einfacher: einfach alle mit Überzug malen. Dann fallen die Beschläge weg.  :)

Darauf wird es wohl hinauslaufen, auf eine gewisse Reduzierung :)
Die grauen Wände ... warum habe ich da nicht selber dran gedacht? *facepalm*  :o  :-[
Manchmal ist man so nah an einer Sache dran, dass man manches gar nicht mehr auf dem Schirm hat.
Danke dir, das werde ich so wohl versuchen umzusetzen :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 03. September 2020 - 12:52:04
Die Arbeiten an unserer kleinen Farm sind wieder etwas fortgeschritten.

(https://de.share-your-photo.com/img/531c87f268.jpg)



(https://de.share-your-photo.com/img/b241e42e31.jpg)



(https://de.share-your-photo.com/img/0880d8966d.jpg)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 03. September 2020 - 13:10:57
Hui, und schon ist gepflastert. Das sieht doch langsam schon einladend aus.

Die Steine einfach mit Leim verrührt zwischen zwei -mit Backpapier oder so isolierte- (Lego-)Wände kippen, abbinden lassen und fertig ist die Mauer.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 03. September 2020 - 14:14:45
Der Fußboden in Bauernhäusern wie auch in Scheunen ist oftmals gestampfter Lehmboden. Die Bauten haben ja keine Fundamente wie heute. In besonderen Bereichen wie in der Stube, die manchmal eine Stufe höher als der Stallbereich liegt, kann es auch aus Brettern bestehen.
Ställe sind auch unterschiedlich, je nach Funktion. Pferde und Kuhställe können auch gepflasterte Böden haben, damit Urin und Kot besser abfließen kann. Dass man den Dreck aus dem Stall bringen muss, wussten die Leute auch damals.

Ich habe mir bislang keine Birne über das Innenleben gemacht, auch wenn man da einfach den Rasen der Warhammer-Grasmatter erkannte. Bei mir sind die Fenster aber auch oft kleiner als bei Dir. Außerdem ist der Fokus eher auf dem Gefechtsablauf.  ::)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 03. September 2020 - 16:26:41
Bei dem Pflaster ging es um den Innenhof. Dabei dürfte die nahgelegene Straße eine Rolle spielen. Reisende, die in Gasthäusern wie La Belle Alliance keine Aufnahme mehr fanden, werden dem nächsten Hof direkt an der Straße eine zusätzliche Einkommensquelle gewesen sein. Ich würde mich nicht wundern, wenn gleichzeitig zumindest ein Teil des Erdgeschosses gepflastert worden wäre.

 
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 03. September 2020 - 16:53:16
Hui, und schon ist gepflastert. Das sieht doch langsam schon einladend aus.

Das war ein Glücksfund im Internet, als ich H0 Kopfsteinpflaster suchte. Da fand ich kostenlose Fotos in der passenden "Wildheit" also im eher chaotischen Zusammenspiel. Ein wenig Photoshop für die Größe und ausdrucken :)
Es ist zwar kein 3D Relief, wie zuerst geplant, aber ich denke, dass sieht man später eh nicht so genau.

Die Steine einfach mit Leim verrührt zwischen zwei -mit Backpapier oder so isolierte- (Lego-)Wände kippen, abbinden lassen und fertig ist die Mauer.

Das ist ja ein klasse Tip! Danke dir :)
Ich sah mich schon Stein um Stein mit der Pinzette oder einer feinen Zange aufeinanderschichten. Oder so, wie bei diesen Mauern, Leim und Steine ... trocknen lassen, wieder Leim und Steine ...  :-\
Deine Methode geht schneller und sieht hinterher bestimmt besser aus :)

Der Fußboden in Bauernhäusern wie auch in Scheunen ist oftmals gestampfter Lehmboden. Die Bauten haben ja keine Fundamente wie heute. In besonderen Bereichen wie in der Stube, die manchmal eine Stufe höher als der Stallbereich liegt, kann es auch aus Brettern bestehen.

Auch dir ein dickes Danke :)
Ich sah mich schon bei de Recherche, wie ich das rudimentäre Innenleben gestalten kann  :(
Das kürzt sehr vieles ab, danke dir :)

Bei dem Pflaster ging es um den Innenhof. Dabei dürfte die nahgelegene Straße eine Rolle spielen. Reisende, die in Gasthäusern wie La Belle Alliance keine Aufnahme mehr fanden, werden dem nächsten Hof direkt an der Straße eine zusätzliche Einkommensquelle gewesen sein. Ich würde mich nicht wundern, wenn gleichzeitig zumindest ein Teil des Erdgeschosses gepflastert worden wäre.


Oh, das ist ja noch passender! Klasse :)

Ställe sind auch unterschiedlich, je nach Funktion. Pferde und Kuhställe können auch gepflasterte Böden haben, damit Urin und Kot besser abfließen kann. Dass man den Dreck aus dem Stall bringen muss, wussten die Leute auch damals.

Daran habe ich gar nicht gedacht!
Keine Albernheit, ihr seid gerade unschätzbar wertvoll, mit euren Tipps!
Wahnsinn  ;D

Ich habe mir bislang keine Birne über das Innenleben gemacht, auch wenn man da einfach den Rasen der Warhammer-Grasmatter erkannte. Bei mir sind die Fenster aber auch oft kleiner als bei Dir. Außerdem ist der Fokus eher auf dem Gefechtsablauf.  ::)

Hahahaha ;D
Ich bin auch eher so einer, der auf das Gefecht schielt ;) Aber wie gesagt, ich möchte ja eventuell das eine oder andere Skirmish-Gefecht mit dem Hof spielen. Da kann in Minimum an Innendeko nicht schaden ;)

Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 03. September 2020 - 17:28:09
Auch dir ein dickes Danke
Ich sah mich schon bei de Recherche, wie ich das rudimentäre Innenleben gestalten kann  :(
Das kürzt sehr vieles ab, danke dir
Rudimentäre Recherche: das Freilichtmuseum in Deiner Umgebung. Jedes Bundesland hat 3-4 Stück. Manchmal werden zumindest einzelne Höfe oder Gebäude in einer für Dich stimmigen Periode wieder aufgebaut. Der heutige Zustand der Gebäude auf dem Land bringt leider oft nix, weil da oft die Funktion verloren gegangen ist. Tiere werden heute gern ausgelagert, so dass selbst in einem großen Hallenhaus, wo noch ne Landwirtschaft dran hängt, einfach die ehemaligen Ställe im hinteren Gebäudetrakt in Wohnraum umgewandelt und für die - so noch vorhandenen - Rinder oder Schweine moderne Stallungen errichtet wurden.

Die beiläufige Frage bei Deinen Häusern ist, ob sie La Haye-Sainte widerspiegeln sollen. Das Italeri-Set soll es. Das ist klar. Aber vielleicht willst Du das Set ja auch für andere Regionen verwenden. Da fällt dann auf, dass die belgische/nordfranzösische Architektur schon recht eigen ist. Sowas gab's in Süddeutschland z.B. nicht. Dafür gab's in Belgien zahlreiche Schlachten in der Napo (Jemappes, Fleurus, Hondschoote, Wattignies, Bergen op Zoom (1799), Quatre Bras....), so dass es zahlreiche Verwendungsmöglichkeiten gibt, wo der Hof hinpasst.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 03. September 2020 - 17:49:51
Besuche von mehreren Heimatmusseen bzw. Freilichtmuseen sind geplant :) Lindlar, Kommern ... im Moment ist es für mich aus gesundheitlichen nur nicht ganz so leicht, längere Zeit  zum Beispiel während der Bahnfahrt eine Maske zu tragen. Daher war das für mich gerade eine sehr große Hilfe :)

Schlachtentechnisch werde ich wohl in der Region Belgien bleiben, da ich zwar sehr gerne den Peninsular War weiter besielen würde, aber mit La Haye Saint habe ich (meiner Meinung nach) ein derart geniales Gelände ... Belgien passt außerdem besser zu meiner Grasrasenmatte :D
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 04. September 2020 - 13:39:18
Im Moment läuft es recht gut bei mir, wenn man von den Nachwirkungen der Sommergrippe absieht, die mich ab und an immer noch überraschend "von hinten anspringen" und mir manche Tage echt schwer machen.
Aber das geht vorbei, und solange ich noch jammern kann ... ;)

Ich habe mir vor ein paar Tagen 10 Faltkartons mit einer Höhe von 5cm geordert (innen dürfte sie bei 4,8cm liegen). In jeden Karton passen ziemlich viele Bases der kleinen 1:72er rein, was die Logistik enorm vereinfacht. Lagerung, Transport ...
(https://de.share-your-photo.com/img/4cb0c2cd00.jpg)


 ... die Kanten bekommen eventuell noch kleine Schutzecken aus Messing.

Wie man hier an den Franzosen sieht, passt da ordentlich was rein. Ich plane auf lange Sicht die beiden Armeen inkl. Artillerie auf jeweils 2 bis maximal 3 Kartons auszubauen. Für zwei Spieler habe ich jetzt schon kleine, gut spielbare Armeen, aber mehr geht bekanntlich ja immer  ;)
(https://de.share-your-photo.com/img/5265923d76.jpg)


Und weil dem laut BWL so ist, dass Haben immer besser ist als Solltest du haben habe ich heute ein paar Schotten aus dem Loaker gefischt
(https://de.share-your-photo.com/img/9366b4916c.jpg)


Und wo Schotten sind, sind Briten nicht weit weg ;) Jedenfalls solange Sir Sean Connery nicht in sein Heimatland zurückkehrt. (Das will er erst dann tun, wenn Schottland unabhängig ist.)
(https://de.share-your-photo.com/img/815cf6faec.jpg)


An meinem Gutshof ging es dann gestern und heute auch gut weiter. Ich denke, ich werde ihn vorerst so lassen und die fehlenden Details nach und nach abarbeiten. Denn wenn ich jetzt nicht langsam die Kommandostruktur der Alliierten fertig bemale, wird das diesen Monat nix mehr dem Solospiel ;)
Sicher, der vordere Weg sieht an der rechten Ecke noch nicht so pralle aus und die Strasse (aus den Resten einer Tapetenbordüre geklebt) ist auch noch recht W.i.p.
Aber für erste Spiele dürfte es allmählich reichen.
Die Bäume und die Häuser sind modular, da werde ich auch dran festhalten.
(https://de.share-your-photo.com/img/daf2ad0d06.jpg)

Und da ruhen sie zunächst in ihren "Kasernen", die Briten und die Franzosen, während die Strasse trocknet und ich an einem Bach oder schmalen Fluss plane, weil Pappenheimer so ein tolles Bild in seinem Blog postete ;)
(https://de.share-your-photo.com/img/e68bfe4263.jpg)

Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 04. September 2020 - 19:13:46
Sind ja schon ne spielbare Größe. Irgendwie doof, dass die alten Haupthersteller (Italeri & Revell) bei den klassischen Naposets so sehr auf Exoten (Scots Greys & Lifeguards z.B.) setzten.

Freue mich schon auf nen Spielbericht.  :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 05. September 2020 - 09:17:08
Sind ja schon ne spielbare Größe. Irgendwie doof, dass die alten Haupthersteller (Italeri & Revell) bei den klassischen Naposets so sehr auf Exoten (Scots Greys & Lifeguards z.B.) setzten.
Ja, das ist leider wahr :/
Daher werde ich wohl ab nächstem Jahr, wenn ich die Weichplastik fertig habe, nach und nach mit Zinn auffüllen. Mit den Revell & Italeri habe ich dann einen Grundstock gelegt, auf dem ich mit Zinn aufbauen und Varianten einbringen kann.

Freue mich schon auf nen Spielbericht.  :)

Für heute habe ich mir etwas Zeit freigeschaufelt und ich werde versuchen, endlich den Alliierten Kommandostab aus zwei Briten und einem Preußen fertig zu bekommen.
Drück mir mal die Daumen :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 06. September 2020 - 09:32:51
Der hinterhältige Hinterhalt - ein Solsopiel nach Kugelhagel

Gestern habe ich eine erste Solopartie Kugelhagel nach langer Pause gespielt 😊 Es sollte eine einfache, offene Feldschalcht werden, bei der aber die Briten und ihre Alliierten einen leichten Vorteil haben sollten. Der lag darin, dass sie zwei kleine Plänklereinheiten als Vorhut in einem Hinterhalt aufstellen durften und ihre Rifles ebenfalls weiter vorne platzieren. Für die Franzosen und die regulären Linieneinheiten der Briten galt eine Aufstellungszone von 20cm.
Meinen Tisch von 135*90cm habe ich diesmal noch von den Schmalseiten aus bespielt (war gestern einfach bequemer 😉 ) und die Reichweite je 5cm-Schritt auf 4cm eingekürzt.

General Stiernack befehligte die Fremdenregimenter Kleve-Berg,Westphalie und die Wildgänse der Iren. Sie marschierten auf der linken Seite in Marschformation auf
(https://de.share-your-photo.com/img/6b40a7ed4b.jpg)


General Jean-Paul Belmondo hatte das Kommando über einen Teil der 8emé Linieninfanterie und einem Sonderregiment aus Voltigeuren. Sein Auftrag lautete, den Hügel auf der rechten Flanke zu erobern und die kleine Kapelle St.Drakenfels als Zwischenlager einzurichten.
(https://de.share-your-photo.com/img/e2840d2a48.jpg)


Dort lag aber bereits eine Abteilung der Highlander auf der Lauer ...
(https://de.share-your-photo.com/img/00b1c00ed9.jpg)


... während gegenüber auf der linken Flanke Braunschweiger Jäger die Falle für die Franzosen komplettierten. Es blieb nur eine hohle Gasse zwischen den beiden Gebäuden und einem schmalen Waldstück, welche die Franzosen aus ihrem Weg zum Kloster Drakenfels duchqueren mussten.
(https://de.share-your-photo.com/img/5346315bb7.jpg)


Die Briten und die Preußen kamen langsam am Kloster vorbei auf dem Weg den Franzosen entgegen, um den Flaschenhals endgültig zu verkorken und die Franzmänner zu vertreiben
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Die erste Runde war dann auch nur ein zaghaftes Heranstasten, da die Franzosen den Flaschenhals erkannten. Kleve-Berg und Westphalie vereinten sich, die Voltigeure schwärmten nach Rechts in Richtung Wald und in einem Moment geistiger Unklarheit ließ ich die 8emé ebenfalls in diese Richtung marschieren.
Die Briten überquerten die Straße auf ihrer Seite, die Rifles suchten sich eine gute Position und die Preußen marschierten stoisch geradeaus

(https://de.share-your-photo.com/img/b5098dcaa1.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/b5098dcaa1.jpg)


In der zweiten Runde ging es Schlag auf Schlag, als die französischen Voltigeure den Hügel Drakenfels samt Kapellchen erreichten. Es folgten zwei harte Schusswechsel, welche den Highlandern arg zusetzen
(https://de.share-your-photo.com/img/2f2509a41b.jpg)


Die 8emé schwenkte allmählich in den Wald ein. Erst hier wurde mir bewusst, dass ich für den Wald die Geschwindigkeit auf 1/2 reduzieren musste.
Merde!
Da hatte ich mich als Franzose selbst ausgetrickst, während der Brite in mir a little bit amused war.

(https://de.share-your-photo.com/img/83ae5ce9db.jpg)


Die Iren und das kombinierte deutsche Regiment marschierten vor, dicht gefolgt von General Stiernack, der seinen Soldaten aufmunternd zurief, dass er hinter ihren Linien in Sicherheit sei
(https://de.share-your-photo.com/img/6c66d70f5a.jpg)


Ein erster Schusswechsel zwischen den Iren und den Briten schug fehl, weil die Entfernung doch zu groß war. Die Iren ahnten nichts von den versteckten Braunschweiger Jägern ... und ich nichts davon, dass ich mit dieser Einheit für den Hinterhalt einen Fehler begangen hatte.
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Die restlichen Briten, die Rifles und die Preußen rückten indessen unerbittlich vor
(https://de.share-your-photo.com/img/c42d1be31a.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/ebf59c2277.jpg)


In der nächsten Runde ging es dann rund! Die Voltigeure schossen die Highlander in die Flucht (der Würfel ist für die Fluchtbewegung gedacht, ich hatte vor dem Foto und auch später aber vergessen, die Schotten abzuräumen. Da wurde es nämlich plötzlich richtig spannend im Spiel :))
Aber Sharpe's Rifles rächten ihre Kameraden und schossen die Voltigeure ihrerseits zumindest an

(https://de.share-your-photo.com/img/b036ccfce2.jpg)


Meinem veritablen Hirnfurz weiter folgend, ließ ich die 8emé tiefer in den Wald latschen.
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Die Iren und die Briten beschossen sich auf mittlere Distanz und die Iren ahnten immer noch nichts von dem Hinterhalt der Braunschweiger Jäger
(https://de.share-your-photo.com/img/c3766c78cf.jpg)


Jetzt wurde es lustig :)

Die Deutschen Regimenter erklommen den Berg mit Kirche zum heiligen St.Draken. Die Braunschweiger Jäger ahnten nichts von den Feinden in ihrem Rücken.
Briten und Preußen marschierten weiter vor und gingen in Schlachtformation.

(https://de.share-your-photo.com/img/adbb5198e6.jpg)


Schließlich ging mit den Iren ihr Temperament durch, als sie genug von der sinnlosen Knallerei hatten und mitten in die verhassten Briten rannten. Hier hätte ich eigentlich ein schönes Feuerwerk mit den Braunschweiger Jägern zünden könen. "Querbewegung vor dem Feind!".
Tja ... die Jäger sind aber Plänkler.
Da gibt es das nicht!
Also rannten die Iren ohne Probleme in die Briten ...

(https://de.share-your-photo.com/img/59f07ce5fb.jpg)


Die Iren rieben die Briten mit einem verheerendem Ergebnis von 6:0 auf ... (der anschließende Moraltest der Briten war auch eine natürlich geworfene 12  :o) ...
(https://de.share-your-photo.com/img/c95a9121ed.jpg)


... schwenkten im Nachzug den Rifles in die Flanke ...
(https://de.share-your-photo.com/img/1999920aaf.jpg)


... und verputzten auch diese mit mehr Glück als Verstand (erneut eine 12 auf dem MW-Test für die Rifles) Die Iren waren jetzt natürlich erschöpft und isoliert hinter den feindlichen Linien.
(https://de.share-your-photo.com/img/c89dc3d588.jpg)


Das nutzten die nachrückenden Briten aus. Gingen in Position ...
(https://de.share-your-photo.com/img/953ac5903e.jpg)


... und schossen die Iren zuerst weich, bevor sie ihrerseits die Einheit vollkommen vernichteten. (gestern habe ich für die MW-Test gewürfelt, als wäre eine Doppel-Eins NICHT das beste Ergebnis für so einen Test.)
(https://de.share-your-photo.com/img/6c0132321c.jpg)


Das Spiel endete, als es den beiden zusammengeschlossenen, deutschen Regimentern gelang, die heranmarschierenden Preußen in Unordnung zu schießen.
Hier beendete ich das Spiel, da die Franzosen ca. 50% der Alliierten in die Flucht geschlagen, in Unordnung gebracht oder vernichtet hatten.

(https://de.share-your-photo.com/img/cebabde439.jpg)


Fazit:
Ich muss mir noch einige Regeln wieder verinnerlichen. Der missglückte Hinterhalt der Braunschweiger Jäger ärgert mich, weil das ein dummer Fehler war.
Die Highlander benötigen mehr Minis. Das sah mager aus ;)  Überhaupt muss ich mich an den Nachschub für meine Armeen machen. Mehr geht immer.
Die Reichweitenanpassung war okay - ich denke mit der funktioniert dann auch Artillerie super - aber bei einem Spiel von Schmalseite zu Schmalseite sind die Wege doch etwas lang und Flankenmanöver teilweise nur beengt machbar. Das nächste Spiel werde ich also von langer Seite zu langer Seite spielen und dann auch Kavallerie einsetzen. Die war nämlich in Reserve und sollte eigentlich ab Runde drei kommen.
Aber da waren die Hinterhalte der Briten schon Geschichte.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Sens/) am 06. September 2020 - 12:07:58
D.J., Dein Thread ist Nostalgie pur!  8)
Das sind die Minis, die jeder historische Tabletopper, Jenseits der 45, in den Händen gehabt hat, denke ich  ::)
Das macht mir unheimlich Spaß hier rein zu schauen  :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 06. September 2020 - 14:03:18
Danke dir :) Dann habe ich meine Mission ja erfüllt  ;D
Es hat mir riesigen Spaß gemacht, weil ich eben auch beide Seiten so gespielt habe, als wäre ich der jeweilige Spieler. Da lief dann im Kopf das Kopfkino schön ruckelfrei und spannend.

Aktuell habe ich die ersten Schotten von Italeri habe ich fast fertig. Die sind aber größer als die von Airfix und haben keinen richtigen Kommandanten. Da muss ich mal schauen, was ich mit denen dann mache, eventuell werden die einfch ein leichtes Linieninfanterieregiment das auch plänkeln kann, also überwiegend einzeln basierte Minis :)
Fotos folgen asap :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 06. September 2020 - 17:33:36
Freut mich, dass Du nicht bloß zum Spielen sondern sogar zu einem Spielbericht gekommen bist. Vielen Dank für die Mühen und die zahlreichen Bilder.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 07. September 2020 - 09:36:34
Gerne geschehen :) Der Spielbericht war aber auch eine Ehrensache, lese ich hier doch mit großem Vergnügen deine und andere Spielberichte. Ich bin etwas aus der Übung, wass das betrifft, aber ich arbeite dran ;)

Wie geht es weiter?
Beim nächsten Spiel wird das Gehöft nicht dabei sein, dann ich möchte zum Einen mehr Bewegungsfläche (das nächste Spiel wird auch von kurzer zu kurzer Seite gespielt) und zum Anderen möchte ich den Hof erst komplett fertig haben, bevor er wieder eingesetzt wird. Dafür wird das Kastell, welches ich für DBA und Triumph! in 28mm gebaut habe, ein vernünftiges Tor bekommen und als kleiner Gasthof eingesetzt werden. Die Details wie ein paar Fenster an den Außenwänden und ein ordentliches Tor aus Holz werde ich diese Tage anbauen.

Die beiden Kommandanten der Briten für dieses Spiel sind mir noch nicht so gut gelungen, es waren aber auch "Testpiloten" für den Einsatz von Contrast, Wasches und Inks. Ich habe an ihnen viel gelernt, da sollten die nächsten auch besser werden und dann gibt es auch ordentliche Bases für sie.

Als nächstes werde ich aber zuerst die britische Artillerie in Angriff nehmen, damit ich beide Seiten mit Kanonen spielen kann. Kavallerie ist bereits bei beiden vorhanden, damit hätte ich dann einen Grundstock an allen drei "Waffengattungen", auf dem ich aufbauen kann. Die "richtigen" Kommandanten mit besserer Bemalung kommen dann als Letztes.

Inzwischen spiele ich ein wenig mit dem Gedanken, eine kleine Kampagne zu spielen, bei der jede Begegnung Einfluss auf die nächste hat. Sei es Nachschub, Ereignisse wie Desertation, Krankheit oder schlechtes Wetter ... ich schau mal, wie ich das dann auch so in Worte gegossen bekomme, dass man diese Kampagne mit anderen Systemen nachspielen kann :)

Euch allen einen guten Start in die Woche
Dirk :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 07. September 2020 - 15:02:16
Mein Start in die Woche - Schotten, Generäle und ein Gasthof irgendwo im Nirgendwo

Meine ersten Schotten. Die Röcke sind etwas grüner und das gelbe Tartan ist auf dem Bild (den Bildern, ich habe zig versucht) leider nicht so gut zu erkennen.
Die vierte Base wird die Kommandobase.
(https://de.share-your-photo.com/img/45308a7b29.jpg)


Die Auberge le dernier repos (Der Gasthof zur letzten Ruhe  ;D )
(https://de.share-your-photo.com/img/5b43a7a5fe.jpg)


Ein Offizier und Gentleman
(https://de.share-your-photo.com/img/984328b90e.jpg)


Noch mehr Kommandandanten und Gentlemen
(https://de.share-your-photo.com/img/385898ad9f.jpg)

Die Woche geht gut los :)
Titel: It was a very good week
Beitrag von: D.J. am 11. September 2020 - 13:07:53
Ein klein wenig Musik zur Entspannung ... https://youtu.be/TeDfgUvyKHk (https://youtu.be/TeDfgUvyKHk)

Diese Woche hat sich einiges getan, im Staate Belgien, anno achtzehnhundertschlachmichwech ;)
Zunächst habe ich für meine kleinen Minis mehrere Faltschachteln geordert, welche mir die Logistik erleichtern sollen.


(https://de.share-your-photo.com/img/5265923d76.jpg)

(https://de.share-your-photo.com/img/4cb0c2cd00.jpg)

Es kam (bzw. kommt noch bestellter) Nachschub für meine Truppen

(https://de.share-your-photo.com/img/9366b4916c.jpg)

(https://de.share-your-photo.com/img/815cf6faec.jpg)

Noch einmal Briten, damit ich die bestehenden Einheiten etwas aufwerten, und eine Weitere aufstellen kann
http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1188 (http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1188)


Dito Franzosen, wo eine Schachtel zu wenig war und wo ich eventuell sogar zwei Einheiten draus klöppele. Mal schauen
http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=887 (http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=887)

Damit sind meine Franzosen und meine Briten als Sammlung vorerst abgeschlossen und die neuen Truppen bekommen in den nächsten Wochen Farbe. Weitere, spontane, Einkäufe wurden getätigt. Und ich bin mit der Ochsengalle auf ein altes Mittel zurückgekommen, mit dem ich vor ein paar Jahren, als die Idee napoleonisch mit Weichplastikminiaturen zu spielen, zum ersten Mal arbeitete und sehr zufrieden war. Daneben noch Baserand-Versiegelung in braun und zwei Felder, die auf einen guten Zuschnitt und etwas Beige warten ;)

(https://share-your-photo.com/img/f283215894.jpg)


Nebenher wurde der Kommandostab der Briten fertig, und die Preußen haben einen berittenen Kommandanten. Da kommt noch einer zu Fuß, ebenso wie es noch weitere geben wird, aber das dauert jetzt erstmal.

(https://de.share-your-photo.com/img/27856c6b2c.jpg)

Meine ersten Schotten verließen den Maltisch, warten aber für ihre vierte Base noch auf einen Kommandanten, evtl. beritten. Den bekomme ich wahrscheinlich über einen Sammlerkollegen

(https://de.share-your-photo.com/img/6e57ec5e2a.jpg)

Zuletzt habe ich diese Woche noch ein Einheit Briten bemalt, deren Thema ein Karree sein soll. Sie ist mit 5 Bases ebenso groß wie französische 8emé. Vier weitere Bases wären für eine schönere Darstellung des Karrees zwar gut, aber damit würde ich meinen selbstgewählten Rahmen an maximaler Einheitengröße sprengen. Dennoch ist die Idee reizvoll.
(Eine Nahaufnahme der Einheit im Karee folgt asap, da ich im Moment überlege, ob ich diese und die anderen Einheiten vielleicht auf mehr als maximal 5 Basen aufstocke. Dann hätte ich zwar weniger Einheiten auf meinem kleinen Spielfeld, aber mehr Masse pro Einheit.)


(https://de.share-your-photo.com/img/4f6d4179f2.jpg)

Insgesamt bringen es meine Briten, Preußen und Braunschweiger auf eine ansehnliche Streitmacht. Die Artillerie ist für nächste Woche geplant. Ebenso eine Aufstockung der Kavallerie auf beiden Seiten und letztendlich eine größere Schlacht, bei der ich eventuell eine der Missionen aus dem Regelbuch Kugelhagel (2te Auflage, alte Edition) nachspielen werde .
Bis dahin euch allen ein tolles Wochenende und god save the Queen :)


https://youtu.be/I6Cdhg_TngM (https://youtu.be/I6Cdhg_TngM)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 12. September 2020 - 01:14:27
Das ist wieder alles sehr schön, aber als Warnung:

https://www.youtube.com/watch?v=-qxQQ_zTEKA

Wenn du nicht aufpasst, endest du damit.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 12. September 2020 - 08:56:13
 ;D Ich glaub, ich könnte damit sehr gut leben. Bei meiner Frau hätte ich allerdings so meine Zweifel ;)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 12. September 2020 - 09:02:16
Nachtrag:
Wenn ich das so sehe, wäre es schon eine Option auf meinem 135*90cm-Tisch, die Einheiten auf 5 Bases á 4cm Kantenlänge zu vergrößern. Aber mehr, also eine zweite Reihe zum Beispiel, ist da glaube ich nicht mehr spielbar ;)
Ich stelle gerade auch fest, dass eine gewisse Lockerheit bei der Bemalung und fehlender Termindruck (eben wegen Solospielen) einiges erleichtert.
Zur Bemalung sage ich die Tage noch etwas, auch wenn ich da keine Detailbilder hinbekommen werde.

Aber jetzt erst noch einen Kaffee und noch einmal das Video genießen und träumen  ;D
Danke dir, Rio, das ist ein Genuß es anzuschauen  :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 12. September 2020 - 20:19:35
Ich plane ja für 28mm mit 6 Basen pro Bataillon. Aber die preußischen Bataillone waren ja auch größer, wenn auch bei Waterloo teils arg zusammengeschrumpft.

Für meinen Reis habe ich mal ausgerechnet, dass, wenn man die Front eines Mini-Bataillon zum Maßstab nimmt, das Schlachtfeld noch in mein Wohnzimmer passt. Dennoch denke ich für meinen Traum eher an eine kleine Halle. So etwas muss ja dann auch wenigstens kurz ausgestellt werden, statt nur von ein paar verrückten bespielt. Zu meinem Leidwesen deutet sich eine Verschiebung des Materials an. Von Reis zu Holz. Damit wäre die Kavallerie besser zu erstellen und das Kleben benötigte weniger Zeit. Aber mal sehen.

Kennst du diesen Kanal?
https://www.youtube.com/channel/UCz11kf9s8aQpkfLmatuGstw

In der Zusammenfassung für 2018 oder 2019 wird auch kurz La Haye Sainte heute aus der Luft und vom Boden gezeigt, da ein Feld in der Nähe, dass wegen der Hitze schon fruchtfrei war, untersucht werden konnte. Sonst konzentrieren sie sich bisher eher auf Hougoumont. Vielleicht gibt es auch da Inspirationen. Sie erstellen u.a. ein virtuelles 3D-Modell vom Schlachtfeld, wobei die Arbeiten Sibornes kombiniert mit der Archäologie Hauptquelle sind. Jene Pläne (und damit das Modell) haben sich übrigens bei den Grabungen in einigen umstrittenen Punkten bestätigt. Wohl nichts Weltbewegendes, etwa ein sonst nicht überlieferter Weg und so, der Herzog wäre sicher dennoch nicht erfreut. Franzosen werden eher erfreut sein, da Kampfspuren bis kurz vor den Gutshof von Mont St. Jean nachgewiesen wurden. Was die Preußen angeht, beginnen sie wohl erst, nach ihren Spuren zu suchen.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 12. September 2020 - 20:29:58
Ein paar kurze Worte zur Bemalung, auch wenn ich vermutlich den Gesalbten predige ;)
Ich gehe dabei nur auf die Farben und Hilfen ein, die ich aktuell auch verwende, Techniken dürfte inzwischen jeder seine eigenen haben.

GW Contrast
Mit den Contrast Farben von GW kann man gut arbeiten, wie ich finde. Allerdings erfordert es einiges an Übung, auf so kleinen Flächen wie 1:72er Minis, die Farben gezielt verlaufen zu lassen.
Sind aber oftmals etwas zu dunkel, sodass ein nachhellen bei diesem kleinen Maßstab fast schon Pflicht ist.

Zum Abdunkeln grauer Stoffe nutze ich gerne "Charger Cypher grey", für Lederteile (eine Schicht) und Holz (zwei Schichten) "Snakebite Leather"

Vallejo AIR, Washes, Inks
Die AIR von Vallejo ist ähnlich zu handeln wie die Contrast von GW. Beide verdünne ich gerne mit minimaler Zugabe Ochsengalle, sofern es dem Effekt dient, die AIR setze ich aber zu 99% pur ein.
Für die Feldflaschen der Briten nutze ich "Light Blue Sea", für die Schattierung der Haut "Piel Skin Wash" von Vallejo, welches ich recht stark verdünne. Für die Uniformen nutze ich "Nuln Oil" von GW, dass ich wiederum mit Ochsengalle verdünne, da ich damit den Fluß der Wash - zusammen mit einem trockenen Pinsel - recht gut beeinflussen kann

GW-Base, Revell, Vallejo
Von den Base Farben nutze ich fast nur Weiß von GW. Wenn ich nur wenige Minis grundieren möchte (aktuell die Artillerie-Besatzungen von vier britischen Kanonen) nutze ich sie mit etwas Ochsengalle und einem einfachen Pinsel mit breiter Borstenfläche gerne zum Grundieren.
Von Revell nutze ich die Hautfarbe, Blau und fast alle Grüntöne. Hier verdünne ich entweder mit destilliertem Wasser (unseres ist so kalkhaltig, da hilft auch kein Spüli zur Entspannung der Oberfläche) oder eben mit Ochsengalle.
Von Vallejo nutze ich die Rottöne, wo ich verschiedene für die Unifomfarbe der Briten anmische

Viele Tipps und Ideen habe ich aus einer Artikelreiche aus dem Blog von Frank Becker, der mir schon vor Jahren das Bemalen von Weichplastikminiaturen nahe brachte, lange bevor ich mir die erste Schachtel kaufte.
Meiner Meinung nach ein Standardwerk, auf das ich gerne immer wieder mal verlinke :)
https://tabletopdeutschland.com/2012/11/20/das-bemalen-von-weichplastikfiguren-teil-1-die-vorbereitung/#more-3063 (https://tabletopdeutschland.com/2012/11/20/das-bemalen-von-weichplastikfiguren-teil-1-die-vorbereitung/#more-3063)
An dieser Stelle meinen Dank dafür.

Wenn ich es schaffe, werde ich im Laufe der Woche versuchen, ein paar aktuelle Bilder zu machen und dabei die Ergebnisse meiner Mühen im Detail zu zeigen.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 12. September 2020 - 20:31:35
Den Kanal kannte ich noch nicht! Danke dir, Rio :)
Und ja, wenn ich meinen Träumen freien Lauf lassen würde ...  :o
Titel: British Thunder - die Besatzungen der Artillerie
Beitrag von: D.J. am 13. September 2020 - 12:40:13
Damit ich in Kürze wieder ein Solospiel starten kann, dann aber mit Artillerie und Kavallerie, habe ich eben die Arbeiten an den Besatzungen meiner vier britischen Kanonen beendet :)

(https://de.share-your-photo.com/img/bb5688834c.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/3befffc704.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/d6d882d1ad.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/8bb91a9ca4.jpg)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 13. September 2020 - 18:09:43
Auch die sind schick geworden. Da zeigt sich dann, dass eine einfachere Bemalung nicht schlechter aussehen muss. Die Gesichter hätte ich stärker gewasht, aber das mag auch an Foto oder Anzeige liegen.

Die Bemalhinweise seien nochmal extra gelobt. Am Anfang habe ich nach genauso etwas lange suchen müssen. Und es bleibt interessant, dass für bestimmte Figuren beschrieben zu bekommen.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 14. September 2020 - 06:33:20
Auch die sind schick geworden. Da zeigt sich dann, dass eine einfachere Bemalung nicht schlechter aussehen muss. Die Gesichter hätte ich stärker gewasht, aber das mag auch an Foto oder Anzeige liegen.

Danke dir :)
Bei den Gesichtern spielen tatsächlich beide Faktoren mit rein, die Bildqualität und das Washen. Da war ich etwas zu vorsichtig, was ich aber auch erst auf den Bildern erkenne. Ist aber kein Problem, da ich die Haare und die weißen Gurte gerne noch nachziehen möchte, bevordie Kanonen dran sind und die Besatzungne final auf die BAses kommen.

Die Bemalhinweise seien nochmal extra gelobt. Am Anfang habe ich nach genauso etwas lange suchen müssen. Und es bleibt interessant, dass für bestimmte Figuren beschrieben zu bekommen.

Danke dir auch dafür.
Ich versuche bei den nächsten Briten (Infanterie, eventuell Kavallerie und da dann speziell für die Pferde) mal etwas ähnliches zu machen. Für die Pferde habe ich nämlich einiges aus dem 28mm Bereich übernehmen können.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 14. September 2020 - 10:06:48
Ich finde die Artilleristen gut bemalt. Schöne Detailbilder.  :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 14. September 2020 - 12:14:24
Danke dir :)
Ich habe noch ein paar Highlights gesetzt die Verschnürungen versucht heller zu gestalten und alle haben jetzt braune Haare  ;D Jetzt suche ich ein schönes Arrangement für die Besatzungen, dann bin ich mit den Kanonen auch schon fast durch.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 14. September 2020 - 14:25:08

Ich habe noch ein paar Highlights gesetzt die Verschnürungen versucht heller zu gestalten und alle haben jetzt braune Haare 
Und ich dachte schon, die sind in Ehren ergraut.

Ich mache mittlerweile mit mindestens einen Grenadier und einen Unteroffizier grauhaarig.  8)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 14. September 2020 - 16:36:00
So, ich habe es auf einem anderen Gerät betrachtet und dort sieht man den Wash auf den Gesichtern besser. Ich muss später mal schauen, ob mein Rechner zu dunkel eingestellt ist oder zu wenig Kontrast hat.

1815 gab es zwar weniger grauhaarige Soldaten als noch 2 Jahrzehnte zuvor, dennoch sind graue Haare immer zu vertreten und bei Generälen sowie Feldwebeln sicher in der Mehrheit. Auch Napoleons junge Generäle waren 1815 nicht mehr ganz so jung.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 15. September 2020 - 05:48:55
Ich habe noch ein paar Highlights gesetzt die Verschnürungen versucht heller zu gestalten und alle haben jetzt braune Haare 

Und ich dachte schon, die sind in Ehren ergraut.
Ich mache mittlerweile mit mindestens einen Grenadier und einen Unteroffizier grauhaarig.  8)

 ;D Jetzt ist es zu spät, alle haben eine "Verjüngungskur" hinter sich ;)
Aber die nächsten (Unter)Offiziere werde ich grauhaarig planen, sofern machbar  :)

So, ich habe es auf einem anderen Gerät betrachtet und dort sieht man den Wash auf den Gesichtern besser. Ich muss später mal schauen, ob mein Rechner zu dunkel eingestellt ist oder zu wenig Kontrast hat.

Ich habe trotzdem mal etwas nachgedunkelt. Die waren wirklich etwas "flach". Dass muss ich aber noch üben, so ganz glücklich bin ich noch nciht mit dem Gesichtern.

1815 gab es zwar weniger grauhaarige Soldaten als noch 2 Jahrzehnte zuvor, dennoch sind graue Haare immer zu vertreten und bei Generälen sowie Feldwebeln sicher in der Mehrheit. Auch Napoleons junge Generäle waren 1815 nicht mehr ganz so jung.

Oh, gut dass du das sagst, dass hatte ich so gar nicht im mehr auf dem Schirm, beim Malen!
Blücher war 1815 zum Beispiel schon 72, wenn ich nicht irre? Die Offiziere, die ich jetzt für beide Seiten mit neuen Miniaturen bemale, hätte ich beinahe in der für mich typischen Mal-Trance einfach mit eingefärbt, schwarz oder braun  :o
Ich male nämlich meist mehrere Minis auf einen Schlag (bis zu 16 Stück) und nutze da immer eine Farbe nach und nach für alle. Und wie das so ist ... "Hosen, Jacken, Gewehre, Rucksäcke, Tschakos ... ach ja, die Gesichter, Schuhe und die Haare. Jetzt noch schwarz, Hautfarbe und Braun drauf, dann kann ich morgen washen."
Danke dir nocmals für den Hinweis  :)
Titel: D.J. malt die british Life Guard an - Part I
Beitrag von: D.J. am 15. September 2020 - 14:30:01
Mehr und mehr spiele ich mit der Idee, die eine oder andere (Teil)Schlacht um Waterloo stark vereinfacht nachzuspielen.
Stark vereinfacht bedeutet bei mir, dass es keine exakte Truppennachbildung bzw. Aufstellung geben wird. Für so ein Mammutprojekt fehlt mir dann doch der Wille zum Sieg ;) Aber die grobe Richtung möchte ich schon gerne in kleinerem Rahmen nachspielen.
Quatre Brass, Ligny, La Haye Saint ...

Dafür benötige ich aber noch mehr Reiterei (und Infanterie,aber die kommt später dran) Als erstes werden daher, auch weil ich mit denen gerade so gut im Lauf bin, die Briten etwas mehr PS in ihre Reihen bekommen. Und weil ich schon immer mal etwas an erhaltenen Hilfen und Tipps zurückgeben wollte, eine kleine Bilderstrecke, wie ich denn an die Pferde in 1:72 rangehe. Die Bemalung der Pferde / Sättel erfolgt im freien Flug ohne Autonavigation, da ich dazu im Netz leider keine Infos geunden habe. Aber der größte Teil dürfte später eh von den Hintern der Reiter bedeckt sein ;)


Weiße Grundierung - GW Spray.
Irgendwas weißes.
Die Namen ändern sich bei denen ja eh jedes Quartal und "verbranntes Basilikumgrün" war grad alle ;)

(https://de.share-your-photo.com/img/d6a0abcb0a.jpg)


Ein paar auserwählte Pferde habe ich noch einmal per Pinsel nachgrundiert. Mit Vallejo Weiß. Auch eines mit irgend so einem Künstlerpseudonym  :D
(https://de.share-your-photo.com/img/c4ddfa4316.jpg)


Auf diese 4 Pferde kam nach der zweiten Grundierung GW "Apotheker-Weiß" drauf. Ist entweder eine Mogelpackung oder in England tragen Apotheker graue Kittel ;)
Spaß beiseite: Diese Contrast hilft beim sanften Abdunkeln von Schattierungen in Weiß. Daher der Grauschleier. Ist nicht ganz meine Welt und nicht so ganz das, was ich erreichen möchte, aber immerhin ein Anfang / Ansatz

(https://de.share-your-photo.com/img/22ab2209e1.jpg)


Zwei Stück habe ich zur Probe mit einer Mischung aus GW's "Nuln Oil" und "Cypher Charger Grey" (Mystisches Angriffsgrau? Geniales Akku-Aufladungsgrau? 50 Shades of GeWeh?) eingesuppt. Sieht etwas besser aus, das könnten später Grauschimmel werden (nennt man die so?) Aber auch hier wird am Ende noch mit Nuln Oil abgedunkelt werden
(https://de.share-your-photo.com/img/603abb5c02.jpg)


Ochsengalle und GW "Contrast Snakebite Leather" in einer 1:1 Mischung für die erste Lage. Es reichen meist drei Tropfen jeweils, weil man dann schon ordentlich Farbe zur Verfügung hat. Mit der Ochsengalle verdünnt kann man diese Contrast-Farbe dann auch schön leiten.
(https://de.share-your-photo.com/img/b2b349b18e.jpg)


GW "Contrast Snakebite Leather", diesmal pur, für die zweite Lage. Damit wollte ich das Braun vertiefen. Hier muss man ein wenig üben, damit die tiefen Stellen nicht ZU dunkel werden. Ist aber im Grunde recht leicht, denke ich. Ich habe 3 alte Pferde "Versuppt", entfäbt und noch einmal verschnaddert, dann hatte ich den Dreh raus. Ich denke, jeder hat irgendwo ein paar "Farbtester"-Minis liegen, wenn nicht, es lohnt sich wirklich welceh zur Hand zu haben.
(https://de.share-your-photo.com/img/c18f643b7d.jpg)


Vallejo "Red Leather" für Gurte und Zaumzeug
(https://de.share-your-photo.com/img/1405dd91cd.jpg)

(https://de.share-your-photo.com/img/eaf483222b.jpg)


Revell Blau (#60? #59? Muss ich nochmal nachsehen, wenn ich den Deckel von oben wieder sauber bekomme, sorry  :-\ ) für die Ränder und Vallejo Bonewhite (also gelbes Zahnweiß) für die Sattel und die Schafsdecken
(https://de.share-your-photo.com/img/0c6e3f21fb.jpg)


Soweit der aktuelle Stand.
Das Zaumzeug muss noch aufgehellt werden, es kommen noch Sterne (Stirnmuster) und Söckchen (Fußmuster) bei einigen dazu, dann werden die Pferde mit Nuln Oil noch einmal abgedunkelt. Anschließend sind dann die Reiter dran. Dazu werde ich keine "wie versabbelt der D.J. seine Minis"-Bilder machen, denn ich glaube ganz fest, dass so mancher echter Künstler aus dem Forum gerade mit schneeweißem Gesciht und kopfschüttelnd vor dem Bildschirm sitzt ;)
Aber an und an muss ich eben auch mal die "Hosen runterlassen"  :o  ;D

In Teil 2 gibt es dann die fertige Truppe.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 15. September 2020 - 19:50:56
Pferdetutorials kann es nicht genug geben. Die sind schwer zu finden. Danke dafür.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 16. September 2020 - 07:17:06
Danke dir, Rio :)
Normalerweise hätte ich die Pferde der Lifeguard alle schwarz machen müssen, wie mir gestern gesagt wurde, da die Garde nur scharze Pferde geritten hat. Das war mir nur vage bewusst (ich glaube, bei den Gardegrenadieren der Franzosen ist das auch so?) Ich habe mich aber aus mehreren Gründen gegen schwarze Pferde ganz allgemein entschieden:

Schwarze Pferde sind langweilig zu bemalen und sauschwer zu highlighten. Ich kann das nicht (schwarz highlighten)  :-\ Zumindest nicht bei so aktiv dargestellten Pferden, wie denen hier. Bei abwartenden Pferden könnte ich es besser hinbekommen.

Nachdem ich während der Restauration meiner alten HdR Minis und dem Bemalen meines neuen Herr der Ringe Starter "Die Schlacht auf den Pelennor Feldern" festgestellt habe, wie man mit Contrast Farben Pferde bemalen kann, wollte ich das auf 1:72 umsetzen und eben mal zeigen.

Ich habe auch nach einiger Recherche keine Antwort auf die Frage gefunden, was aus einem Lifeguard wurde, dessen schwarzes Pferd gestorben ist. Die Logistik in einem Krieg ist ja schon extrem problematisch. Was also wurde aus so einem Gardisten, wenn kein schwarzes Pferd mehr da war (es lahmte, war krank etc.)? Musste er zur Infanterie oder wurde er solange vom Dienst befreit? Ich habe lange gesucht, nichts dazu gefunden und mich daher dazu entschlossen, aus meiner aktiven (also mit Angriffsposen stehenden) Lifeguard echte Veteranen zu machen, die eben jedes passende Pferd nutzten, egal welche Fellfarbe es hat.
Eine "frische"Einheit ist auf lange Sicht geplant, wo ich dann aber auch den Veteranenstatus (Bonus für Moral) spieltechnisch nicht gebe und die dann alle schwarze Pferde haben. Diese Einheit wird abwartend dargestellt werden, also eher zu Paradezwecken herausgeputzt bzw. ganz frisch aus der Kaserne eingetroffen und noch nicht mit den Härten der Realität konfrontiert.

Ich weiß, es ist ein Bruch mit der Geschichte, aber daher haben meine Lifeguards gemischte Pferde, statt schwarze.
:)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 16. September 2020 - 09:04:50
Pferde für schwere Kavallerie waren schon im Frieden nicht leicht zu beschaffen. Wieviele korrekte Pferde (Farbe, Größe, Training) die Lifeguards in einem bestimmten Kriegsjahr hatten, wäre erst mal zu recherchieren. Die Preußen unter dem Alten Fritz nahmen lieber etwas kleinere als falsch gefärbte Pferde, aber wie das 1815 und speziell bei den Briten war, kann ich nicht sagen.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 17. September 2020 - 06:53:23
Pferde für schwere Kavallerie waren schon im Frieden nicht leicht zu beschaffen. Wieviele korrekte Pferde (Farbe, Größe, Training) die Lifeguards in einem bestimmten Kriegsjahr hatten, wäre erst mal zu recherchieren.

Genau da habe ich drei Wochen festgehangen, bevor ich die Pferde dann einfach mit "künstlerischer Freiheit" einfärbte ;)

Die Preußen unter dem Alten Fritz nahmen lieber etwas kleinere als falsch gefärbte Pferde, aber wie das 1815 und speziell bei den Briten war, kann ich nicht sagen.

Oh, das wusste ich nciht. Danke dir für diese Information! :)

Diese Woche wird sich aus Termingründen weniger tun, aber ich bleibe am Ball so ich kann :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 17. September 2020 - 12:08:51
Mühsam malt sich der Nerd durch seinen Berg :)
Diese Woche ist wie gesagt wegen Terminen nicht viel drin, aber immerhin, es gibt immer was zu tun ;)
Aktuell habe ich, aus Zeitmangel, meine Lifeguard zur Seite gelegt und mich gestern abend mal schnell um etwas Gelände gekümmert.

Zuerst einmal habe ich ein neues Schlachtfeld aufgestellt, dass ich diesmal von den langen Seiten aus bespielen werde. Es wird vermutlich ein "La Haye Saint light" Szenario, mit Briten in der Unterzahl und allmählich eintreffender Verstärkung auf der einen Seite, und Franzosen die sich durch schlammigen Boden und Regenwetter vorwärts kämpfen müssen auf der anderen Seite :)
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Hierfür habe ich, an den Seiten noch in Grün zu sehen, kleine Grasmatten vom Tedi (2€ für 2 Stück) zu Feldern gemacht. Die beiden anderen werden auch noch eingefärbt und als Felder eingesetzt. Aus Bastelwellpappe (ebenfalls Tedi) habe ich mir ein Stück Acker geschnitten. Die Feldwege werden an den Rändern noch verziert, die Straße / der Weg in Weiß wird noch eingesandet und eingefärbt. Das Lager für Triumph! und DBA, dass ich in 1:72 auch als kleinen Gast- / Gutshof nutze, hat ebenfalls einen Auftritt.
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Alle Wege führen nach Brüssel / Rom / wohin auch immer ;) Der Weg im Wald wird auch noch ausgearbeitet.
Ich denke, damit habe ich auf 135 * 90cm ausreichend Gelände für eine gute (Solo)Schlacht, die ich vermutlich über einige Tage hinweg ausspielen werde. Geplant ist das "Event" ab dem Wochenende, oder ab nächste Woche :) 

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Die Briten haben immerhin schon ihre Artillerie bemannt, fehlen nur noch ein paar Reiter auf beiden Seiten (da habe ich schon Franzosen bemalt, muss die aber neu basieren) und die Basierung der französischen Donnerbüchsen
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Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 17. September 2020 - 13:38:50
Schöne Fortschritte, schön Schritt für Schritt dokumentiert. Vielen Dank fürs Teilhaben lassen.  :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 17. September 2020 - 17:11:13
Das Teilhaben lassen ist doch mindestens der halbe Spaß am Hobby. Wir sind ja keine Modelleisenbahner, die sich in ihrem Dachbden einschließen :P  Und so vieles, wie ich bei euch mitlese ... :)

Heute kam übrigens noch ein Überraschungspaket aus der Stadt, die es eigentlich nicht gibt (Bielefeld. Aber ICH habe euch das nicht gesagt ;) ) Und was ein einzelner schottischer Offizier als Hilfe von einem Sammlerkollegen werden sollte, ist zu einem ein Paket geworden, dass ich morgen dann gerne mit einigen Fotos gebührend feiern möchte  ;D Nur soviel vorab:
Ich habe vor Freude so breit gegrinst, dass meine Frau meinte es würde nicht mehr viel fehlen und meine obere Kopfhälfte würde hinten runter fallen  ;D ;D ;D

Euch allen noch einen schönen Abend, bleibt alle gesund und munter und an dieser Stelle noch einmal meinen ganz, ganz herzlichen Dank nach Bielefeld  :-*
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 18. September 2020 - 09:43:54
Gestern kam das Päckchen eines Sammlerkollegen aus Bielefeld, in dem er mir eigentlich nur einen berittenen schottischen Offizier schicken wollte, der mir für eine meiner Einheiten meines 1:72-Napoprojekts fehlte. Tjaaaa ... als ich das Päckchen dann öffnete, hatte ich plötzlich einen ganzen Rutsch Miniaturen in den Händen, und dabei direkt mal zwei komplette Einheiten für meine Briten  ;D

Damit steht der großen Solo-Schlacht nach Kugelhagel nicht mehr viel im Weg. Ich muss nur sortieren, was ich für die Franzosen aufstellen kann, eventuell einige Einheiten neu Basieren (was recht flott gehen sollte) dann eine kurze Planung wann, wer, wo auf's Feld kommen darf (da möchte ich noch ein wenig zum Ablauf der echten Schlacht von La Hye Saint und Quatre Brass recherchieren) dann kann es losgehen 😀

Aber hier erstmal die Bilder des Wahnsinns-Päckchens, dass ich gestern bekommen habe  :-*

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Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 18. September 2020 - 09:50:52
Schaut super aus, insbesondere der Offizier. Das geht ja schwer nach vorne.  8) :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 18. September 2020 - 14:07:54
Heute mal ein Rückblick in Rückblicken ... und einem Verweis auf ein anderes Forum  ;)
Ich schäme mich ja auch ordentlich, aber der Terminschuh drückt etwas ;)
https://www.tabletopwelt.de/index.php?/topic/164283-kugelhagel-20mm-sharpes-rifles-und-wellingtons-triumph/&do=findComment&comment=5260618 (https://www.tabletopwelt.de/index.php?/topic/164283-kugelhagel-20mm-sharpes-rifles-und-wellingtons-triumph/&do=findComment&comment=5260618)
Titel: [Kugelhagel] Die Schlacht um den Gutshof "Rue du marché"
Beitrag von: D.J. am 19. September 2020 - 12:54:04
Die Schlacht um den Gutshof "Rue du marché"
(Anmerkung vorab: Da ich gerne Romane um alternative Historie lese - Robert Harris' Vaterland zum Beispiel-  hat sich diese Vorliebe auch immer ein wenig in meine Spielgewohnheiten eingeschlichen. Das folgende Spiel basiert also auf so einem alternativen und bewusst fiktiven und auf Drama aufgebautem Geschichtsverlauf, der in erster Linie einen Hintergrund für diese und weitere Spiele einer lockeren Kampagne bieten soll.
Ich weiß, echte Historiker werden werden jetzt blass und Wargamer, die lieber reale Schlachten nachstellen, werden sich kopfschüttelnd abwenden. Aber damit werde ich leben müssen ;) )


Alternativer Hintergrund / Fluff
Als König Ludwig XVIII. die Restauration ausruft, dabei aber auf eine eher konstitutionelle Monarchie setzt, ist das den übrigen Königshäusern und dem Adel im restlichen Europa zu wenig. Sie befürchten durch diesen milden Abbau der Rechte des Adelsstandes, dass sich der Einfluss Napoelons und der französischen Revolution erneut über sie ergießt. Mehrere Teilstreitmächte werden ausgehoben und gen Frankreich in Marsch gesetzt, um notfalls eine weitere Revolution sofort im Keim zu ersticken.
König Ludwig XVIII. lässt daraufhin Napoleon vorsorglich aus seinem Exil holen, denn er befürchtet, dass es zu einem weiteren Krieg kommen wird. Das ist der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt und die Truppen der Briten und Allierten setzen sich in Bewegung. König Ludwig XVIII. kann nun nicht mehr auf das Eintreffen Napoleons warten und hebt in aller Eile seinerseits eine Armee aus jungen Rekruten, alten Veteranen und ehemaligen Verbündeten aus, um die Feinde Frankreichs aufzuhalten.

In der Nähe von Laon, etwa 20 Kilomter südlich, führt eine breit Handelsstraße, die Rue du marchè in Richtung Frankreich. Sie ist nur eine kleine Seitenstrasse in Richtung Hauptstadt und König Ludwig und seine Berater vermuten einen Angriff eher einige Kilometer weiter nordwestlich, wo eine wesentlich breitere Hauptstrasse in Richtung Paris verläuft. Doch die Briten und ihre Verbündeten planen einen Durchbruch genau dort und der Großteil der französischen Truppen steht im freien Feld, hat aber keinen Gegner vor sich. Nun muss die im Gutshof an der Rue du marché stationierte leichte Brigade unter General Coumenbert die Stellung halten, bis die Hauptarmee eingetroffen ist

Aufstellung und Sonderregeln

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Frankreich, Startaufstellung unter General Coumenbert
1, 2 , 3 = Startpunkte Frankreich
1 x leichte Linieninfanterie (Iren, Veteranen)
1 x leichte Linieninfanterie (Voltigeure, Scharfschützen)
1 x Husaren
1 x mittlere Fußartillerie

Frankreich Reserve, ab Runde 8 ...
… Startpunkte 7 & 8 unter General Belmondo
1 x Linieninfanterie (8emé, Veteranen)
1 x Linieninfanterie (Kleve-Berg, -1W, kleines Bataillon)
1 x Linieninfanterie (Westphalié, -1W, kleines Bataillon)
1 x schwere Fußartillerie

Frankreich Reserve, ab Runde 14 ...
… Startpunkte 7 & 8 unter Marechal Dejon
1 x mittlere Garde
1 x alte Garde
1 x berittene Gardegrenadiere
1 x berittene Gardegrenadiere
 
Briten & Alliierte, Startaufstellung unter General Kensington
4, 5 , 6 = Startpunkte Briten und Alliierte
1 x Linieninfanterie Lexington
1 x Linieninfanterie Glouchester
1 x Linieninfanterie Northhampton
1 x mittlere Fußartillerie

Briten & Alliierte, Reserve ab Runde 5
… Startpunkte 4, 5 oder 6 unter General Southbourne
1 x Highlander (Plänkler)
1 x Highlander (leichte Linieninfanterie)
1 x 95th Rifles (Scharfschützenbataillon, Gewehre)
1 x mittlere Fußartiillerie

Briten & Alliierte, Reserve ab Runde 7
… … Startpunkte 4, 5 oder 6 unter Feldmarschall von Hagen
1 x preußische Linieninfanterie
1 x Braunschweiger Jäger (gelernte Jäger, Gewehre)
1 x Braunschweiger Uhlanen

Briten & Alliierte, Reserve ab Runde 14
… … Startpunkte 4, 5 oder 6 unter Generalmajor Paddington
1 x Garde Dragoner
1 x schwere Dragoner
1 x leichte Dragoner
 
Sonderregeln:
- Je 5cm in 28mm wurde die Reichweite für 1:72 auf 4cm angepasst.
- Der Aktivierungsstapel besteht nur aus einem Kartenspiel, es werden nur die Farben Herz (Briten & Alliierte) und Pik (Franzosen) genutzt.
- Jedes Regiment erhält einen einzelnen Joker für 2 Aktivierungen
- Jede Brigade erhält einen Kommandanten-Joker für 3 Aktivierungen
- Es nieselt seit Tagen ununterbrochen. Jede Einheit kann sich bis zum Beginn von Runde 10 pro Aktiverung maximal das 1,5fache ihrer maximalen Reichweite bewegen
- Durch den Regen ist das Pulver der Musketen, Gewehre unzuverlässig, die Kugeln der Kanonen können nicht wie gewohnt mehrfach vom Boden abprallen. Jede Einheit erhält daher bis Runde 12 einen Malus von -1 auf ihre Fernkampfwürfe. (eine natürlich erwürfelte 6 bleibt weiterhin eine 6)
 
Missionsziele
Die Briten und ihre Alliierten müssen den Gutshof und die Kirche einnehmen, da man von diesen beiden Punkten aus die Handelsstraße kontrollieren kann. Ein einfacher Durchbruch der Truppen reicht nicht, da auf diese Weise die gesamte Streitmacht auseinandergerissen würde und ein erneutes Sammeln und koordinieren den Franzosen die Möglichkeit einer Gegenoffensive geben könnte.

Die Franzosen müssen die Kirche und das Gehöft um jeden Preis halten.
Wenn sie es schaffen, die Briten und ihre Alliierten am Ende einer beliebigen Runde auf den Armeebruchpunkt laut Regelwerk zu bringen, gewinnen sie diese Schlacht, da sich die Briten und ihre Verbündeten vorerst zurückziehen.

Titel: Die Schlacht um den Gutshof "Rue du marché" - Teil 1 - 8:30 Uhr bis 9:30 Uhr
Beitrag von: D.J. am 19. September 2020 - 13:05:24
Die Husaren der Franzosen machen sich an der kleinen Kapelle bereit für ihren morgendlichen Erkundungsritt
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General Coumenbert lässt die Iren antreten und tut sich erst einmal an einem Baquette und etwas verdünntem Rotwein gütlich.
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Auch die Voltigeure und die Fußartilerie bereiten sich auf einen weiteren, langweiligen Tag Garnisonsdienst vor ...
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... als plötzlich hinter den Feldern die ersten Briten auftauchen
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Die Husaren reiten nichts ahnend los ...
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... während die Voltigeure einen Melder zum Gutshof entsenden und sich zusammen mit der Artillerie auf einen Belagerungskampf vorbereiten
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Die Briten kommen in dem schweren Boden nur langsam voran
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Die Husaren lassen es wie die Iren im Gutshof eher leger angehen
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Plötzlich zerreißt Kanonendonner die regnerische Morgenluft.
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Aber die Kugeln bleiben in dem matschigen Boden stecken. Hat man im Gutshof die Salve gehört? Ist der Melder bereits angekommen? Major Frederic du Bojoulaise, Kommandant über die Voltigeure, wird nervös.
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Die Briten rücken auf der linken Flanke der Franzosen vor, ihre Artillerie entdeckt die Husaren, die ihrerseits zunächst verblüfft auf den fernen Kanonendonner lauschen und schließlich die Briten entdecken. Die britische Artillerie schießt auf die Husaren, aber die Kugeln beleiben im schweren Boden stecken, ohne Schaden anzurichten.
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An der Kirche gelingt es den Franzosen, trotz des schlechten Wetters, die erste Einheit Briten zu treffen
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Die Husaren reiten voller Inbrunst eine Attacke gegen die Briten (Sonderregel "ungestüm", daher ist der Angriff erzwungen) ...
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... und werden vollständig vernichtet! (5:0 Ergebnis mit einer 10 auf dem MW-Test ... Merde! La grande merde!)
Die Briten richten sich neu aus

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Doch der französischen Artillerie gelingt es die Briten auf ihrer Flanke empfindlich zu treffen! Die Einheit muss sich schwer getroffen zurückziehen, ist erschöpft und gerät intotale Unordnung
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Es benötigt alle Autorität der Offiziere (und zwei Aktivierungen) wieder Ordnung in die Reihen zu bringen und die Soldaten kurz ausruhen zu lassen
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Doch die Franzosen lassen nicht locker! erneut nehmen sie die getroffene EInheit der Briten unter Beschuss ...
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... und treffen sie erneut mit voller Härte. Die Moral der Briten, die sich einem Hagel aus Kanonenkugeln ausgesetzt sehen, ist dahin und die Einheit zerstreut sich flüchtend in alle Winde. Sie gilt als vernichtet
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Die Briten auf der andern Flanke schießen auf die Mauern des Gehöfts, aber der Boden ist immer noch zu schwer. Die Kugeln prallen wirkungslos auf den matschigen Boden und richten keinen Schaden an (Spielwerte Mauer W10, Rettungswurf 3+)
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Unbeeindruckt von der Flucht ihrer Kameraden, richtet sich das Regiment Glouchestershire aus und beginnt mit der Belagerung der Kirche. Ein Sturmangriff wäre denkbar, erscheint aber noch zu früh.
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In diesem Moment erscheinen die ersten Verstärkungen der Briten! Eine weitere Batterie Fußartillerie wird mühselig über den nassen Boden gerollt und die 95th Rifles erscheinen auf dem Schlachtfeld
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Auf der anderen Flanke betreten zwei leichte Infanterieregimenter der Highlander das Schlachtfeld
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Die Franzosen an der Kirche nehmen das Regiment Glouchester unter Beschuss und es gelingt ihnen das Regiment so hart zu treffen, dass es sich kopflos in alle Winde zerstreut (Einheit vernichtet, durch einen glücklichen Moralwerttest, bei dem ich eine 10 hinlegte. Mit allen Mali durch Artillerie etc. war es dass dann für die Einheit. Ich habe Artillerie noch nie so effektiv gespielt!)
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Den Briten gelang es auf der anderen Flanke erneut nicht, die Mauern des Gutshofs zu beschädigen
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Die Schotten und die Voltigeure rückten langsam aufeinander zu. Die Voltigeure wollten den Schotten nicht die Deckung durch die Hecken überlassen und verließen dafür ihre erhöhte Position
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Die Briten nutzen einen ihrer Regimentsjoker, um sich neu auszurichten und in Richtung Kriche zu marschieren. Die Querbewegung vor dem Feind blieb aufgrund der Distanz unbestraft.
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Und auch die plänkelnden Schotten der Highlander nutzten ihren Regeimentsjoker, um sich durch die Felder in Richtung zu schleichen.
Das Ziel war klar:
Die Artillierie ausschalten und eventuell selber übernehmen, die Voltigeure vernichten und die Kriche auf dem Hügel als Ausgangspunkt für eine erweiterte Belagerung des Gutshofes ausnutzen. Noch waren keine verstärkenden Truppen der Franzosen in Sicht, die Truppen innerhalb des Gutshofs hatten sich bisher nicht gerührt und die Voltigeure mit der Artillerie auf dem Hügel stand auf verlorenem Posten.

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So endete die 5te Runde und damit der erste Teil des großen Spiels :)
Morgen geht es eventuell weiter.
Ich hoffe, ihr hattet bis hierhin ein wenig Spaß  :)

Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Riothamus am 19. September 2020 - 16:50:05
Ich sehe schon, Morgen muss ich viel lesen. Aber zumindest einen gut machbaren Weg für schwarze Pferde will ich dir bis dahin nicht vorenthalten. Das Video trat bei der Fellrecherche in mein Blickfeld:

https://www.youtube.com/watch?v=qAwDChJzBLk
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 20. September 2020 - 08:48:35
Supi, danke dir für den Link :)
Nachher geht es weiter an der Rue du Marché. Da ich ja solo spiele, werden es wohl erneut nur 5 Runden, da ich dafür mit allem drumherum ca, 1,5 - 2 Stunden benötige. Danach dann die Bilder auswerten und berichten ... ich sagte ja, das große Sologefecht wird sich ein paar Tage hinziehen.
Aber das ist eben auch der große Vorteil von Solo-Spielen. Man kann sich Zeit lassen :)
Titel: Die Schlacht um den Gutshof "Rue du marché" - Teil 2 - 9:30 Uhr bis 10:40 Uhr
Beitrag von: D.J. am 20. September 2020 - 12:39:34
Hintergrund
Es war ungefähr 9:31 Uhr, als sich der Himmel schlagartig verdunkelte und aus dem feinen Nieselregeln mehr und mehr dicke Tropfen wurden. Die verfeindeten Soldaten hielten inne, starrten gebannt auf das Schauspiel am Himmel. Plötzlich zuckten zwei, drei Blitze über den Himmel, Donner rollte über das Schlachtfeld und der Regen wurde so stark, dass man die Hand nicht mehr vor Augen sah.
Dann brach der Regen schlagartig ab. Die Wolken öffneten sich und die Sonne erschien am Himmel. Die Offiziere schüttelten ihre eigene Verwirrung ab und riefen Befehle. Die vollkommen durchnässten Soldaten beider Seiten setzten sich wieder in Bewegung.
Es war 9:38 Uhr und die Schlacht an der Rue du marchè ging weiter (Beginn 6te Runde)

Der Regen hing den Soldaten noch im wahrsten Sinne des Wortes in den Uniformen. Allen Befehlen und Anspornversuchen der Offiziere zum Trotz, wurde die Schlacht für einige Zeit ruhiger. Die britische Artillerie feuerte mehr oder weniger lustlos auf den Gutshof ...

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... und auch auf der anderen Flanke geschah außer einigen Positionswechseln nicht viel
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Die Iren und die Briten beschossen sich vor dem Gutshof und die Iren, die ihre sichere Deckung verlassen hatten, mussten einige Verlust hinnehmen.
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Auf der anderen Flanke wurden ein paar Schüsse abgefeuert
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In diesem Moment trafen die ersten Verstärkungen der Franzosen ein. Die Linieninfanteristen der 8emé und eine Batterie Fußartillerie zwischen der kleinen Kapelle und dem Gutshof.
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Auf der Straße schleppten sich die angeschlagenen Regimenter Kleve-Berg und Westphalie voran (-1 Widerstand), die ausschließlich aus Bonapartisten bestanden.
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Der britischen Artillerie gelang es mit einem fürchterlichen Hagel aus Kartätschen-Munition und herkömmlichen Kanonenkugeln, die Iren in die Flucht zu schießen. Das Regiment löste sich in Panik auf
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Die französischen Verstärkungen kämpften noch mit dem schlammigen Boden und eine Salve der schweren Artillerie richtete keinen Schaden an
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An der anderen Flanke kam es erneut zu ergebnislosen Schusswechseln
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Das Regiment Westphalie versuchte um die Ecke des Gutshofs zu gelangen, und diesen wieder zu sichern
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Nach einem kurzen Schusswechsel stürmten die Deutschen vor und attackierten mit aller Macht die Briten, die sich vor diesem Angriff zurückzogen und in Unordnung gerieten.
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Die Deutschen setzten nach ...
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.. und schlugen den Feind in die Flucht. (Regiment vernichtet)
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Preußen und Braunschweiger trafen in diesem Augenblick auf dieser Flanke des Schlachtfelds ein, die Braunschweiger Uhlanen ritten wie die Teufel hinter den britischen Linien im Zentrum hervor
(An diesem Punkt fiel mir auf, dass ich die britische Verstärkung vergessen hatte! Sie hätte laut Szenario schon früher eintreffen müssen, daher gab ich ihr zwei freie Aktivierungen umgehend nach ihrer Aufstellung auf dem Feld)

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Die Rifles rückten vor und nahmen mit ihren Baker Rifles die Deutschen vor dem Gutshof ins Visier
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Doch es gelang dem Fremdenregiment den Gutshof erneut für die Franzosen zu sichern
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Vor der Kirche auf der rechten Flanke der Franzosen konnten die Voltiguere und die Artillerie die Preußen mit konzentriertem Feuer empflindlich treffen ...
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... und das Unglaubliche geschah! Die Preußen suchten ihr Heil in der kopflosen Flucht! (Regiment vernichtet)
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Der französischen schweren Artillerie gelang es ihr britisches Pendant empfindlich zu treffen
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Gleichzeitig preschten die Braunschweiger Uhlanen durch den lichten Wald ...
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... griffen die 8emé an, die keine Chance hatte ins Karee zu gehen ...
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... und den Angriff nur mit Mühe überstand. Sie zog sich zurück und geriet in Unordnung. Die Uhlanen setzen nach ...
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... mussten sich jetzt aber den tapferen Soldaten des großen Kaisers geschlagen geben und sich ihrerseits zurückziehen
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Diszipliniert ordnete sich das Regiment wieder und erholte sich (2 erzwungene Aktionen)
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Und auch die Uhlanen sammelten sich wieder in dem lichten Wäldchen
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Sie erholten sich kurz und formierten sich erneut zum Angriff
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Doch diesmal waren die Männer der 8emé auf einen Angriff aus dem Wald gefasst! Sie gingen ins Karree ...
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... und mit Abwehrfeuer aus ihren Musketen und dem harten Stahl ihrer Bajonette konnten sie die schwarzen Teufel erneut in die Flucht schlagen! Kaum hatten die Uhlanen ihrem Feind den Rücken zugewandt, als die Artillerie ihr noch einige Grüße hinterhersandte ... und die Uhlanen vollständig vernichtet wurden!
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Auch auf der anderen Seite des Schlachtfelds nahm der Kampf an Intensität zu. Die Schotten und die Braunschweiger Jäger entfalteten sich. Das Regiment Kleve-Berg nahm Stellung ein und es kam zu heftigen Schusswechseln.

Es war etwa 10:40Uhr und die Schacht steuerte ihrem Höhepunkt entgegen

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Mehr morgen oder Übermorgen, sobald ich die nächsten Runden ausspielen konnte.
Ich hoffe, ihr hattet bis hierhin Spaß und wünsche euch einen ruhigen Restsonntag und einen guten Start in die Woche :)
Titel: Die Schlacht um den Gutshof "Rue du marché" - Teil 3 - 10:41 Uhr bis 11:36 Uhr
Beitrag von: D.J. am 21. September 2020 - 10:12:57
Ein überraschendes Finale

Jetzt kam der Zeitpunkt, wo die Generäle ihre Joker ausspielten. Sie setzten alles auf eine Karte
Die 8emé ging in Angriffsormation und setzte sich in Marsch

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Die britische Artilliere rückte vor und feuerte eine Salve gegen den Gutshof
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Dort landete sie einen Volltreffer (spieltechnisch zwei 6er). Sie schoß eine Bresche in die Mauer, knapp neben dem Wohnhaus. Umherfliegende Trümmer (und vermutlich auch eine Kanonenkugel) trafen die Deutschen, die sich dort eingeigelt hatten schwer. (Erschöpfung auf 5 durch drei Treffer, ausgespielt mit 1W6 wieviele Treffer gegen die Einheit durchkommen wegen den beiden 6en gegen die Mauer. Den Rettungswurf dann genialst mit 3 Einsen versemmelt.)
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Auf der anderen Flanke spornte der Feldmarschall die Braunschweiger Jäger und die Schotten an. Das zweite Regiment der deutschen Bonapartisten musste schwere Verluste hinnehmen, ebenso die Voltigeure, denen die Deckung nicht viel half
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Schließlich griffen die Jäger an, und zwangen die Franzosen in den Nahkampf.
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Die Jäger wurden zwar aufgerieben, aber der Preis für diesen Sieg war hoch. Die Franzosen waren total erschöpft.
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Jetzt hatten die Highlander leichtes Spiel. Salve um Salve feuerten sie in die erschöpften Franzosen ...
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... die schließlich ihr Heil in der kopflosen Flucht suchten. Das leichte Linieninfanterieregeiment wurde aufgerieben
(https://de.share-your-photo.com/img/9e4ce96be2.jpg)


Die schwer angeschlagene britische Artilleriebatterie auf der anderen Flanke, ordnete sich neu ...
(https://de.share-your-photo.com/img/513069601e.jpg)


... wurde von der tapferen 8emé angegriffen ...
(https://de.share-your-photo.com/img/bfea9b63fe.jpg)


... und in die Flucht geschlagen!
(https://de.share-your-photo.com/img/20b379b5c2.jpg)


Doch hier habe ich dummerweise übersehen, dass die Rifles noch eine Aktivierung frei hatten! Die Rifles gingen in den Nahkampf und schlugen die 8emé in die Flucht!
(https://de.share-your-photo.com/img/956df84d00.jpg)


An diesem Punkt haben die Franzosen aufgegeben. Die schwere und die mittlere Fußartillerie zog sich zurück. Die Regimenter Kleve-Berg und Westphalie überließen den Gutshof kampflos den Briten. Welche Einheiten sich nach der Schlacht wieder sammeln konnten, werde ich noch ermitteln, denn jetzt haben die Franzosen ein Problem.
Die Alliierten stehen kurz vor Paris.
Werden die Franzosen sie aufhalten können?
Werden Napoleon und der französische König einen Weg der Zusammenarbeit finden und die Feinde der grande Nation aufhalten können?
Mehr dazu im nächsten großen Spiel



Fazit zum Solo-Spiel
Kugelhagel macht Laune, erst recht mit den Soloregeln, die ich sehr gut ausbalanciert finde.
Das Szenario, dass ich hier entworfen habe hat mir Spaß gemacht, aber ich werde als nächstes eine offene Feldschlacht spielen.
Die Handhabung zweier Armeen ist etwas zeitintensiver als gedacht, aber dafür hat man eben alles Zeit der Welt, sich seine nächsten Züge zu überlegen.
:)

Euch allen einen guten Start in die Woche :)
Titel: Re: Die Schlacht um den Gutshof "Rue du marché" - Teil 2 -
Beitrag von: Pappenheimer am 21. September 2020 - 17:14:14

Es war ungefähr 9:31 Uhr, als sich der Himmel schlagartig verdunkelte

"ungefähr 9:31" - ich hab mich echt hingeschmissen vor Lachen. Warum nicht "ungefähr 9:31 und 28 Sekunden"?  ;D

Toll, dass Du am Ball bleibst!  :)
Titel: Re: Die Schlacht um den Gutshof "Rue du marché" - Teil 2 -
Beitrag von: D.J. am 22. September 2020 - 06:32:52
"ungefähr 9:31" - ich hab mich echt hingeschmissen vor Lachen. Warum nicht "ungefähr 9:31 und 28 Sekunden"?  ;D

Ich habe so meine Momente  ;D
Aber daran sehe ich dann, dass die Mühe nicht umsonst war  ;)
 
Toll, dass Du am Ball bleibst!  :)

Auf alle Fälle :)
Im Moment hebe ich neue Divisonen (nach den Regeln von Kugelhagel) aus.
8emé steht ja, 9emé und 5emé kommen dazu und bilden eine rein französische Brigade.
Kleve-Berg, Westphalie und Irlandaise werden in einer Fremdenbrigade zusammengefasst. Die Garde (spieltechnisch mittlere und alte) werde ich in einer dritten Brigade zusammenfassen, zu der noch die Husaren kommen.
Die Reiterei fasse ich in einer letzten zusammen und die französische Division für die große Feldschlacht steht.

Bei den Briten schaue ich noch, wie ich die Highlander (Miniaturen) eventuell zusammenfassen kann und wie ich noch zwei weitere Linieninfanterieregimenter fertig bekomme. Miniaturen habe ich inzwischen ausreichend ;)
Es kamen noch einmal Italeri #6066 hinzu (da habe ich jetzt zwei Packungen) und eine Packung Italeri #6095. Zusammen mit dem "Beifang" des LHS-Deals und den Resten meiner alten Sammlung, sollte ich auch bei den Briten auf eine gut aufgestellte Division kommen.

Man könnte also sagen, dass mit einigen neuen Maltechniken, Contrast Farben von GW und der Erkenntnis, dass ich 1:72er nicht wie 28mm Miniaturen bemalen kann, neuer Schwung in die Sache kam.
Zum Glück habe ich beim Ausstieg aus dem Maßstab "nur" meine SYW-Minis abgegeben!
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 23. September 2020 - 06:39:53
Ein kurzes Update zu den neuen Truppenaushebungen:

Mit zwei Packungen Italeri #6066 konnte ich gestern bereits provisorisch ein Regiment Linieninfanterie zusammenstellen bzw. planen, dass aus einer Kommando-Base, einer Base Grenadiere, einer Base Voltigeure (magnetisiert und einzeln abnehmbar) und einer Base Füsiliere besteht.
Ich weiß, eigentlich müssten es 4 Bases Füsiliere sein, um historisch korrekt zu bleiben. Aber ich habe für mich beschlossen, meine Einheiten auf 4 Bases zu beschränken, da sie sonst auf meinem Spielfeld von 135 * 90cm zu sperrig sind. Daher könnte ich nach meinen Planungen aus den beiden Packungen Franzosen noch mindestens zwei weitere Einheiten stellen, die dann aber nur aus Füsilier-Miniaturen bestehen würden.

Damit kann ich dann nach Fertigstellung meine Franzosen wie folgt organisieren:

- Fremden-Brigade (Linininfanterie Iren, Kleve Berg, Westphalie, eine Batterie mittlere Fußartillerie und eventuell eine Schwadron polnische Lanzenreiter)

- Brigade (Linieninfanterie 8emé, Linieninfanterie 9emé, Linieninfanterie 4emé, Leichte Linieninfaterie Voltigeure, eine Batterie mittlere Fußartillerie)

- Garde-Brigade (Mittlere Garde, Alte Garde, 2 x berittene Gardegrenadiere, Husaren als Generals-Leibwache)

Die finale Organisation nach Kugelhagel steht aber noch nicht fest. Es kann auch sein, dass ich diese Organisationsform verwerfe, und mich nach einer historisch belegten orientiere. Wichtig ist für mich aber zunächst, dass ich mehr Masse auf das Spielfeld bringen kann ;)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 23. September 2020 - 11:18:29
Salut!

Infanterie und Kavallerie bildeten bei der Garde eine Brigade oder sind Deine Brigaden eher nicht an historischen Vorbildern orientiert?

Für mich war das damals der Hintergrund, warum ich, wenn ich schon Iren aufstellte, dann gleich 3-4 Regimenter machte, weil diese einfach immer zusammen als Brigade auftraten - wohl immer mit einem irischen Brigadegeneral, wenn es denn ging.

Sehr fency finde ich bei Deiner Armeezusammenstellung (hoffentlich wiederhole ich mich da nicht  ::) ), dass Du soviele Exoten bevorzugst. Iren, Westfalen und Alte Garde. Wow!

Deine unfertigen Straßenelemente erinnern mich daran, dass ich noch eine Straße von Lüttich nach Brüssel (oder so) machen wollte. Danke dafür!  :)
Titel: Scale-Creep in 1:72
Beitrag von: D.J. am 23. September 2020 - 11:32:33
Salut!
Infanterie und Kavallerie bildeten bei der Garde eine Brigade oder sind Deine Brigaden eher nicht an historischen Vorbildern orientiert?

Vorerst sind die wirklich nicht an historischen Vorbildern orientiert, sondern eher an den Möglichkeiten / lockeren Vorgaben von Kugelhagel.
Auf lange Sicht werde ich mich aber wohl doch historisch korrekt orientieren, dazu habe ich gleich auch weiter unten eine Frage.

Für mich war das damals der Hintergrund, warum ich, wenn ich schon Iren aufstellte, dann gleich 3-4 Regimenter machte, weil diese einfach immer zusammen als Brigade auftraten - wohl immer mit einem irischen Brigadegeneral, wenn es denn ging.

Darüber denke ich in der Tat nach :)

Sehr fency finde ich bei Deiner Armeezusammenstellung (hoffentlich wiederhole ich mich da nicht  ::) ), dass Du soviele Exoten bevorzugst. Iren, Westfalen und Alte Garde. Wow!

Danke dir :) Ich mag das bunte an dieser Aufstellung (optisch) und die Hintergründe dazu sehr.

Deine unfertigen Straßenelemente erinnern mich daran, dass ich noch eine Straße von Lüttich nach Brüssel (oder so) machen wollte. Danke dafür!  :)

Da habe ich einen Tipp bekommen, den ich mal ausprobieren mag:
Bastelfilz.
Etwas aufbereitet und trockengebürstet soll der sich anch Gebrauch einfach einrollen lassen und auch sonst auf dem Spielfeld harmonisch wirken. Muss ich mal ausprobieren :)

Die Frage zu den neuen Brigaden, die ich plane
Wie mir schon vor Jahren gesagt wurde, gibt es auch beim Maßstab 1:72 gewisse Änderungen in der Größe und den Proportionen der Miniaturen (scalecreep?). Besonders gut sieht man das an den Italeri Packungen zur französischen Infanterie Nr. 6002 und 6066. Die älteren Minis sind sehr schmalbrüstig und auch die Fehler in Sachen Uniform und Ausrüstung sind für Eingeweihte deutlich erkennbar. Die neueren Minaituren aus der 6066er Schachtel wirken hingegen wie Riesen und sind historisch um einigers korrekter.
Den Unterschied sieht man deutlich, wenn man die Miniaturen beider Packungen auf Bases nebeneinander stellt.
die alten Miniaturen wirken zierlich, fast wie Kinder, während die neuen Infanteristen dagen wie Space Marines daherkommen, mit breiten Schultern und mindestens einem Kopf größer, als ihre Vettern.
Aber dafür bekomme ich aus den beiden neuen Packungen (6066er) ohne Verluste (!) drei bis vier Einheiten nach Kugelhagel aufgestellt!

Jetzt meine Frage an euch:
Würdet ihr beide Miniaturenreihen nebeneinander spielen, aber getrennt nach "Alter", oder würdet ihr euch auf eine Packung / Alter / Größe beschränken?
Titel: Re: Scale-Creep in 1:72
Beitrag von: Pappenheimer am 23. September 2020 - 13:32:19
Jetzt meine Frage an euch:
Würdet ihr beide Miniaturenreihen nebeneinander spielen, aber getrennt nach "Alter", oder würdet ihr euch auf eine Packung / Alter / Größe beschränken?
Ich selber mixe ja wie wild. Macht der Maréchal Davout auch. Deswegen kann ich davon einfach nicht abraten. Sticht halt mal einer raus. Das macht ja nix. Wir hatten in unserer Darstellungsgruppe, die für große dünne Männer bekannt war einen breitschultrigen Hünen und einen richtig kleinen Kerl.
Was ich nicht so wild mischen würde, wären unterschiedliche "Themen" von Figuren. Wenn die Minis Mäntel haben, sollte halt wirklich der überwiegende Teil der Einheit Mäntel haben, weil dann das Thema der Base einfach Soldaten im Regen oder Kälte oder sowas ist. 1-2 Minis können darunter mal auch keinen Mantel haben, weil der einfach im Nachschub verloren gegangen ist. So eine Auflockerung des Gesamtbildes finde ich persönlich sogar sehr schön, auch wenn es andere Wargamer gibt, die am liebsten 20 x dieselbe Pose und Figur in der Einheit haben.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 23. September 2020 - 13:46:24
Danke dir :)
Das Gesamtbild wäre ja dadurch aufgelockert, dass die Iren, Kleve-Berg, Westphalie und eine französische Einheit aus den alten 6002-Italeri bestehen. Innerhalb einer Einheit wäre dann ja eine Größe gegeben.
Andererseits hätte ich so einen Grund, die Iren und die Deutschen nochmal neu aufzubauen ;)

Mir ist nur im allgemeinen Aufstellen für die Optik aufgefallen, dass die speziell die knienden Schützen der alten Packung Winzlinge sind. Auf Armlänge Abstand fällt das nicht mehr so auf, denke ich.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 23. September 2020 - 15:01:23
Noch einmal kurz zur Organisation meiner Divsionen:

Ich habe mal ein bis anderthalb Augen in die historisch korrekte Aufstellung der Divisionen geworfen.
Meine Herren! Da hat ja jeder Staat / Feldherr sein eigenes Süppchen gekocht?  :o Was dem Einen ein Regiment, war dem Anderen sein Bataillon, dann gab es wohl Halb-Bataillone und Divisionen bestanden aus ... was auch immer ;)

Ne, Spaß beiseite:
Das ist beinahe eine Wissenschaft für sich. Spannend ja, aber für die leicht zugänglichen Regeln für Kugelhagel von Martin Feller nicht überlebensnotwendig. Da ist es so, dass mindestens drei Bataillone / Regimenter eine Brigade bilden, mindestens drei Brigaden eine Division, gleiches gilt dann für das Korps. Ich denke, dass ich bei diesem System auch bleiben werde, ABER ich werde mich bemühen (bzw,. bin dabei) mich bezüglich der Namen dann doch historisch zu orientieren.
Was bedeutet das?
Ich habe eben damit begonnen nach Einheiten zu suchen die sowohl in Waterloo, als auch in Peninsular gekämpft haben. Damit kann ich entsprechende Bezeichnungen und (bisher versuchsweise) Standarten ausgeben. Sollte ich weiterhin bei alternativen "what if ... "-Spielen bleiben - was ziemlich sicher ist - aber dennoch die Lust verspüren, auch mal historisch korrektere Missionen / Szenarien zu spielen, fällt es aufmerksamen Lesern (m / w / d) bestimmt leichter mir zu folgen, ohne die Gesichtsfarbe zu wechseln ;)

Ich bin wie gesagt nicht der 100%-ige historische Wargamer. Der flüssige Spielspaß steht bei mir an der erster Stelle. Und da ich eh solo spiele, betrifft diese bewusste Abweichung nur meine Spielberichte. So werde ich wohl ab nächstem Jahr spätestens auf Russen, Österreicher und Nassauer zu den Festivitäten auf meiner Spielplatte einladen  ;D
Trotzdem freue ich mich über jeden Kommentar, Hilfe und jede Bemerkung, egal wie lang oder kurz sie auch sein mag. Ich liebe das, frage auch gerne nach und lerne sehr gerne dazu, auch wenn ich nicht immer alles umsetze :)
Titel: Ein Buchtipp ...
Beitrag von: D.J. am 23. September 2020 - 16:06:56
... der nicht unerwähnt bleiben soll, erreichte mich heute privat durch den User newood (an dieser Stelle tausend dank für den genialen Tipp!!!)
"Der längste Nachmittag" über die 400 deutschen Schützen der KGL, die La Haye Saint verteidigten.
https://www.amazon.de/l%C3%A4ngste-Nachmittag-Deutsche-Napoleon-Entscheidung/dp/3570553655/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=der+l%C3%A4ngste+nachmittag&qid=1600833929&sr=8-1 (https://www.amazon.de/l%C3%A4ngste-Nachmittag-Deutsche-Napoleon-Entscheidung/dp/3570553655/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=der+l%C3%A4ngste+nachmittag&qid=1600833929&sr=8-1)

Normalerweise lese ich gerne Totbaum, um im schlimmsten Fall das Werk wieder zu veräußern. Aber nach der Leseprobe war ich so hin und weg, dass ich da nicht auf Lieferung warte (und mir im Bett oder auf dem Klo, everybodys Lieblingsort für gewisse Lektüren :D einen steifen Nacken oder Krämpfe in den Händen hole.) und werde es gleich digital auf mein Lesegerät senden lassen :)

An dieser Stelle nochmal meinen Dank an dich, Micha :)
 

Soweit war mein Tag ein sehr guter in Sachen Hobby.

Und das, so finde ich, ist ein Grund das zu teilen :)

Euch allen ein angenehmens "Bergfest" (Mittwoch = die erste Hälfte ist geschafft, der Rest der Woche ist ein Klacks :P)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Sens/) am 23. September 2020 - 18:21:54
@D.J.
Sehe ich auch so, wichtig ist, dass man selbst Spaß beim Spielen hat. Grade bei Waterloo ist das eine wahre Informationsflut, die einen erschlagen kann. Letztlich waren da kaum Briten  ; (bitte nicht allzu ernst nehmen).
Mir gefällt Dein Thread und natürlich auch Dein Uraltrasen ;)
Weiter viel Spaß beim Solohageln und immer schön weiter berichten 8)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 24. September 2020 - 06:22:11
Danke dir :)
Ja, mein antiker Rasenteppich ... der hat schon Schlachten erlebt  ;D

Das Buch "Der längste Nachmittag" habe ich gestern abend noch begonnen ... und es ist unglaublich interessant! Ja, teilweise geht es ein wenig vom Hölzchen auf's Stöckchen und geht in die Tiefe und in Rückblicken etwas weitr zurück, ohne sich einzig auf die Geschehnisse im heutigen Belgien zu fixieren. Es bleibt dabei aber immer auf die Einheit und letztendlich auch LHS fokussiert und ist vor allem sehr flüssig lesbar geschrieben.
Ich habe gestern ca. 12% gelesen (Anzeige e-bookreader eben) und bin mitten im Geschehen und der Geschichte der KGL, die spannend und mit Originalzitaten aus Briefen und Tagebüchern erzählt wird.
Ein echt lohnenswerter Kauf, da ich mit den zumeist eher trockenen Büchern die man sonst zum Thema Waterloo findet, nicht ganz so viel anfangen kann.
 
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 24. September 2020 - 11:45:32
Ich habe eben damit begonnen nach Einheiten zu suchen die sowohl in Waterloo, als auch in Peninsular gekämpft haben. Damit kann ich entsprechende Bezeichnungen und (bisher versuchsweise) Standarten ausgeben. Sollte ich weiterhin bei alternativen "what if ... "-Spielen bleiben - was ziemlich sicher ist - aber dennoch die Lust verspüren, auch mal historisch korrektere Missionen / Szenarien zu spielen, fällt es aufmerksamen Lesern (m / w / d) bestimmt leichter mir zu folgen, ohne die Gesichtsfarbe zu wechseln
Das klingt doch nach einer sehr gesunden Einstellung.

Ich suchte bei meinen Projekten auch Einheiten, die ich möglichst vielseitig einsetzen kann.

Das kommt bei meinem anstehenden Blogpost über die britische Armee dann noch deutlicher raus.

Mach weiter so! Mir gefällt Dein Stil.

Ich würde auch sogar sagen, dass es Dir vielleicht nützlich ist, dass Du mit Mitte 18.Jh. aufgehört hast, weil Du dadurch mehr Energie auf ein Projekt legen kannst und nicht in mehrere Richtungen recherchieren/grübeln etc. brauchst.
Ich bin jetzt momentan auch ganz froh, dass ich derzeit mit meinem Dreißigjährigen (und Antike) ein bisschen abgeschlossen habe. Mein Sablat-Spiel hat ja gezeigt, dass ich mittlerweile eh eine spielbare Größe habe.  :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 24. September 2020 - 13:55:23
Ich denke auch, dass die Fixierung auf eine Epoche auch unheimlich geholfen hat. Da gibt es eh so vieles zu recherchieren und zu lesen ... SYW kann ja ein Comeback erleben, aber vorerst bin ich ausreichend mit Napoleon beschäftigt ;)

Hier eine Kostprobe meiner aktuellen Arbeiten

Die Fremdenbrigade
Kleve-Berg, Westphalié und Irlandaise. Italeri 6002, die werde ich auch so zierlich belassen und nicht gegen die 6066er von 2005 austauschen
(https://share-your-photo.com/img/93e94503b9.jpg)

Leichte Brigade
Voltigeure von Zvezda, da kommt eventuell eine zweite Einheit dazu, denn ich habe gestern mal meine Kruschelkiste durchsucht, und ausreichend Minis dafür gefunden. Eine Base der neuen Italeris habe ich magnetisiert, damit sie auch plänkeln können ;)
(https://share-your-photo.com/img/68d4e75d65.jpg)

Schwere Brigade
Hier sind ausschließlich Bases mit drei bis vier Miniaturen pro Reihe eingesetzt. Eine dritte Linieinfanterie kommt dazu, die steht derzeit auf dem Maltisch. Zusammen mit den beiden Batterien schwere Kanonen (regeltechnisch größere Reichweite) eine Hausnummer, denke ich ;)
(https://share-your-photo.com/img/34550a5011.jpg)

Die Garde
Hier breche ich die übliche Größe meiner Einheiten von 4 Bases und stelle 5 Bases pro Regiment auf. Wo die Garde antrabt, darf sie ruhig den Horizont verdunkeln. Hier habe ich gestern in der Kruschelkiste auch weitere Gardisten gefunden, da muss ich aber noch schauen, ob ich damit ein Regiment zusammenbekomme
(https://share-your-photo.com/img/b0012f4668.jpg)

Der Divisionskommandeur und seine Leibgarde aus Husaren
Maréchal Arthur Dupont ;) Ist natürlich ein Pseudonym, denn der Gute ist in Cognac inkognito unterwegs :P
(https://share-your-photo.com/img/0065b6aa0a.jpg)

Die Division als Ganzes, der aktuelle Stand
Ich denke, damit kann ich demnächst auf 135 * 90cm gut was aufstellen ;)
(https://share-your-photo.com/img/585923e402.jpg)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 27. September 2020 - 10:10:50
Die letzten Truppen sammeln sich unter dem Adler des Kaisers

Eingeweihte und Interessierte wissen es eh, aber wenn man von der napoleonischen Epoche und ihren Konflikten wie Peninsular War oder Waterloo (mit Quatre Brass, Ligny und La Haye Sainte) spricht, denkt man als Neuling in dieser Epoche meistens an Briten und Franzosen oder an Preußen und Russen gegen Frankreich. Die - zumeist erzwungene - Beteiligung von deutschen Soldaten wird eher wenig bedacht.
Dabei habe ich schon vor etwa 2 Jahren, als ich in das historische Tabletop und speziell diese Epoche eingestiegen bin, durch Zufall entdeckt, dass der von Napoleon gegründete „Rheinbund“ verpflichtet war, Kontingente für Napoleons Kriege zu stellen.
Die Regimenter Kleve-Berg und Westphalié habe ich damals direkt mit ein paar unglücklichen Posen aus der Italeri Packung #6002 zusammengestellt. Zusammen mit den irischen Wildgänsen des Regiments Irlandaise hatte ich eine kleine Fremdenbrigade zusammen, die im Peninsular War (Spanienfeldzug) Napoleons auf Seiten Frankreichs kämpfte.

Doch das ist mir etwas zu wenig, zumal es außer der Kings German Legion aus Hannover auf Seiten der Briten noch mehr deutsche Soldaten kämpften.Die Rede ist vom Großherzogtum Nassau, dass als Mitglied des sogenannten „Rheinbundes“gezwungen war, ebenfalls Soldaten für Napoleons Feldzug in Spanien zu stellen. Die Rheinbundstaaten mussten zusammen 63.000 Soldaten stellen, wobei auf das Herzogtum Nassau 1680 Mann entfielen.
Schon im August 1808 marschierten die Nassauer zur Unterstützung der französischen Truppen nach Spanien. Die Organisation und die Uniformen wurden dabei bis auf die Farben von den Franzosen übernommen. Ein Bataillon bestand somit aus einer Grenadierkompanie, einer Voltigeuerkomapnie und vier Füsilierkompanien. Die Voltigeure, die ich mit der vorerst letzten Mal-Aktion für meine französische Division ausgehoben habe, wurden in der Schlacht bei Talavera vollständig aufgerieben.
 
Was für mich die Nassauer so interessant macht ist die Tatsache, dass sie sowohl auf Seiten Frankreichs kämpften, als auch nach der Kapitulation und der Rückkehr Napoleons auf Seiten der Allierten gegen Frankreich. Sie bilden damit eine wichtiger Kerneinheit in dieser Epoche und waren an vielen (spielerisch spannenden) und historisch wichtigen Konflikten beteiligt.
Durch ihre doppelte Einsetzbarkeit erlauben mir die Nassauer es zudem, sowohl in Spanien, als auch 1815 bei Waterloo, mit ihnen meine Truppen zu verstärken und auch mal gewagte „was wäre wenn ...“-Szenarien zu spielen, in denen die Geschichte einen anderen Verlauf genommen hat. Dabei habe ich mit den Nassauern für beide Seiten die Möglichkeit, eine schöne Varianz in die Aufstellung der jeweiligen Streitkräfte zu bringen.

(Quellen: Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen https://thrifles.blogspot.com/search?q=nassauer (https://thrifles.blogspot.com/search?q=nassauer)
Wikipedia: Herzoglich Nassauische Armee https://de.wikipedia.org/wiki/Herzoglich_Nassauische_Armee#Napoleonische_Zeit (https://de.wikipedia.org/wiki/Herzoglich_Nassauische_Armee#Napoleonische_Zeit))


Die Nassauer Voltigeure entstehen
Nachdem ich das letzte französische Regiment für die schwere Brigade mit den Miniaturen der Italeri Packung #6066 fertigegestellt hatte, ging es an die Voltiguere von Zvezda.Diese hatten mir schon vor 2 Jahren Probleme bereitet, da der Kunststoff der russischen Firma beim Auspacken ziemlich müffelte und sich als Resistent gegen jeden Grundierungsversuch mit Army Painter Spray erwies. Da ich mir in absehbarer Zeit noch Nassauer der Firma Hät für die Zeit von Waterloo (1815) auf Seiten der Briten kaufen werde, und diese Minis bzw. diese Firma für ihren knetgummiartigen Kunststoff bekannt und gefürchtet ist, waren die Zvezda-Minis dankbare Experiment-Modelle.

Grundiert habe ich sie von Hand (Pinsel), indem ich sie nach einem üblichen Spülibad einmal kurz mit Ochsegalle abrieb (wirkt leicht entfettend). Danach kam eine dünne Schicht GW Base Corax White in einer 3:1 Mischung mit Ochsengalle auf die Figuren. Als die getrocknet war, folgte eine dünn aufgebürstete Schicht Corax White pur. Das hielt perfekt und verdeckte keine Details. Dennoch sind einige Details der Zvezda-Miniaturen, wie Gesichter und Gurte, doch arg verwaschen gegossen. Schade, aber ich denke auf Spiel-Abstand nicht mehr so wichtig.
(https://de.share-your-photo.com/img/e14634a8da.jpg)


Da ich die Miniaturen mehrfach mit GW Nuln Oil abdunkeln wollte, habe ich ein recht helles Grün angemischt, damit die Figuren später auf dem Feld besser wirken. Für Detailaufnahmen sind sie aber leider nicht geeignet.
(https://de.share-your-photo.com/img/7172767c13.jpg)


Dennoch sind sie mir, auf einer gewissen Distanz betrachtet, recht zufriedenstellend gelungen, finde ich
(https://de.share-your-photo.com/img/3ce4c14780.jpg)


Die Nassauer Voltigeure habe ich der Fremdenbrigade zugeschlagen, da mir dies im Bezug auf den Spanienfeldzug passender erschien. Für einige "was wäre wenn ..." Szenarien werde ich sie bestimmt auch in Belgien einsetzen, aber da kommen wie gesagt noch passende Nassauer von Hät auf Sieten der Briten dazu, was diese hier für Frankreich dann obsolet macht.
Wie auch immer, damit ist meine französische Division fertig :)
(https://de.share-your-photo.com/img/403e28b1b1.jpg)
Titel: 28. Regiment of Foot North Gloucestershire - Ein Regiment entsteht Teil 1
Beitrag von: D.J. am 28. September 2020 - 11:21:42
oder
Wie geht der D.J. an seine Regimenter für sein napoleonisches Projekt?
 
Vielleicht ist das ja für den Einen oder Anderen interessant zu sehen, wie ich so an die Aufstellung meiner Regimenter für mein großes Napoleon-Projekt gehe. Daher erde ich hier in den nächsten Tagen darüber berichten, wie ich Schritt für Schritt vorgehe.

Mal mehr, mal weniger, aber am Ende doch immer wieder ... die Recherche
Nachdem ich eine erste Version meiner französischen Division fertiggestellt hatte (mehr geht ja bekanntlich immer), wandte ich mich meinen Briten und ihren Alliierten zu. Dabei stellte ich zuerst fest, dass ich erschreckend wenige Preußen habe! Für eine Schlacht bei Ligny und damit das Auge etwas Abwechslung bekommt, ist das ein unhaltbarer Zustand, an dem ich aber vorerst nichts ändern kann oder werde. Dennoch fand ich mich vor der ersten Aufstellung und Organisation meiner Sammlung schließlich auf der Seite der Plastic Soldier Review wieder, wo ich zuerst nach Preußen suchte. Dort informierte mich dann gleichzeitig genauer über den Inhalt meine Italeri #6095 Packungen.
Britische Infanterie, Waterloo 1815. http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1188 (http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1188)
Letzte Reihe des Gußrahmens … offensichtlich Figuren des 28. Fußregiment (North Gloucestershire)
Wow!
Das klang faszinierend, und so recherchierte ich ein wenig weiter.

Das 28. Regiment of Foot North Gloucestershire …
… war ein Linieninfanterieregiment der britischen Armee, das schon 1694 aufgestellt wurde. Während der Reform durch den Staatsekretär Hugh Childer wurde es 1881 mit dem 61. Fußregiment (South Gloucestershire) zusammengelegt, um das Gloucestershire-Regiment zu bilden.

Das war zwar interessant, aber hellhörig wurde ich erst als ich las, dass das ursprüngliche Regiment im März 1801 Teil der britischen Expeditionstruppe war, die in Aboukir Bay in Ägypten landete, um sich Napoleons Armee des Ostens zu widersetzen. Eine Anekdote ist mir dabei besonders ins Auge gesprungen:
Während der Schlacht von Alexandria, durchbrach die französische Kavallerie die Linien der Briten und begann parallel zu dem Angriff in der Front auch von dort im Rücken des Regiments anzugreifen. Die Soldaten des 28th erhielten Befehl „Hinterer Rang, 28.! Recht über das Gesicht". Eine Verteidigung also, bei der die Soldaten Rücken an Rücken kämpften und sich in zwei dünnen Reihen dem Feind stellten.
Potzblitz und Donnerwetter!
Mal ganz davon abgesehen, dass ich mir nach dieser Lektüre inzwischen überlege - zumindest im kleineren Umfang - nach Ägypten zu schielen und Napoleon als ersten Konsul antreten zu lassen, ist dies auch eine Erklärung dafür, dass die Miniaturen auch auf der Rückseite ihres Tschakos ein Abzeichen tragen. Einmalig in der Geschichte der britischen Armee, wenn ich nicht falsch liege. Hier stand dann fest, dass ich das Regiment entsprechend mit meinen Figuren von Italeri aufbauen würde.

Ich recherchierte weiter und fand sogar einen Bezug zu einem cornwell'schen "Sharpe's Rifles“ Roman, (Sharpe's Beute https://www.amazon.de/Sharpes-Beute-Sharpe-Serie-Bernard-Cornwell-ebook/dp/B004T1P8XK/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=bernard+cornwell+sharpe%27s+Prey+deutsch&qid=1601281869&s=books&sr=1-1 (https://www.amazon.de/Sharpes-Beute-Sharpe-Serie-Bernard-Cornwell-ebook/dp/B004T1P8XK/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=bernard+cornwell+sharpe%27s+Prey+deutsch&qid=1601281869&s=books&sr=1-1)) der während der Schlacht von Kopenhagen spielte. Bei dieser „Schlacht“ versenkten die Briten die Flotte der Dänen und besetzten und schliffen die Stadt, um zu verhindern, dass die Schiffe Napoleon in die Hände fallen würden oder die dänischen Händler in irgendeiner Weise Frankreich unterstützen.
Die Dänen hatten nie vor, ihre Schiffe den Franzosen zu überlassen.
Aber sie planten auch nicht, ihre Schiffe ohne Weiteres den Briten zu überlassen.
Heute würde man das wohl einen „chirurgisch präzisen Präventivschlag mit bewusst kalkulierten Kollaterlaschaden“ nennen.
Ein dunkles Kapitel der so gerne hochgelobten britischen Kriegsgeschichte aus dieser Epoche.

Wie auch immer, das Regiment wurde also auch nach Dänemark geschickt, nahm an der besagten „Schlacht“ von Kopenhagen im August 1807 teil und landete im Juli 1808 in Portugal, um im Peninsular War zu dienen, dem Kampf gegen die Franzosen unter Napoleons Spanienfeldzug. Einen Tag nach der Schlacht von Coruna wurde das Regiment von der Halbinsel evakuiert, wobei eine Abteilung zurückblieb und an der Schlacht von Talavera im Juli 1809 teilnahm. Es folgten weitere Einsätze in Spanien, die Verfolgung der französischen Armee nach Frankreich. Ich bin mir hier nicht ganz sicher, kann mir aber vorstellen, dass das Regiment in einigen der „Sharpe's Rifles“ Romane von Cornwell auch Erwähnung findet oder sogar aktiv mitwirkt. Das 28th North Glouchesterchire war eines der wenigen Veteranenregimenter der Halbinsel, das für die Hundert-Tage-Kampagne zur Verfügung stand und im Juni 1815 in der Schlacht von Quatre Bras und in der Schlacht von Waterloo als Teil der von James Kempt kommandierten 8. Brigade kämpfte. Aufgrund seiner Aktionen in dieser Kampagne wurde das Regiment in den Briefen und Meldungen des Herzogs von Wellington besonders erwähnt.
Donnerwetter!, war mein erster Gedanke, als ich die Recherche an diesem Punkt beendete, um mich nicht darin zu verlieren.
Schande über mich!, war mein zweiter Gedanke, denn ich hatte schon einen Teil der Soldaten aus der ersten Packung in andere Regimenter verbastelt, als ich noch keine tiefere Recherche betrieben habe!
Das wollte ich diesmal ändern und rechnete mir aus, dass ich 4 bis 5 Bases zu je 6 Miniaturen mit den verbliebenen Minis aufstellen könnte. Die 95th Rifles, das war klar, bekamen von mir schon besondere Liebe ab (da bastele ich noch an einem zweiten Regiment, eventuell den 60th Rifles) Dann sollte auch ein Regiment wie das 28th North Gloucestershire eine Portion besondere Beachtung erhalten, zumal die Figuren entsprechend modelliert waren.

Die ersten Arbeiten
Nach dem üblichen Bad im lauwarmen Spülibad habe ich die Figuren (wie immer) mit einem Pünktchen Holzleim (Ponal) auf Schraubverschlüsse geklebt. Dadurch kann ich direkt komplette Regimenter bearbeiten und kann die Figuren nach Belieben in den Fingern drehen und wenden, ohne sie mit den Fingern direkt berühren zu müssen.
Wie man sieht haben die Schraubverschlüsse schon so einige Miniaturen getragen ;) 
(https://de.share-your-photo.com/img/6cb7271bf7.jpg)


Da ich keinen Standartenträger für meine Briten habe, nuzte ich eie Eigenschaft der 1:72 Miniaturen, die andere Figuren aus Hartplastik oder Zinnlegierungen nicht haben:
Sie lassen sich mit Geduld, kochendem Wasser und Eiswasser in begrenztem Umfang umformen. Hierfür nahm ich einen der Offiziere, der seinen Säbel über den Kopf erhoben hat. Den legte ich für ca. 5 Minuten in kochendes Wasser, bog den rechten Arm so weit es ging herunter und legte ihn dann kurz in Eiswasser, um das "Formgedächtnis" des Weichplastiks zu überlisten. Als Stange dient mir ein Kettelstift mit Öse aus dem Schmuckbedarf, den ich mit Sekundenkleber auf der Base und an der Hand festgeklebt habe.
(https://de.share-your-photo.com/img/ce8b690848.jpg)


 Anschließend habe ich die Figuren per Pinsel grundiert, da die Wetterlage im Moment nicht so stabil ist, dass ichauf dem Balkon mit Sprühgrundierung arbeiten könnte. Und im Keller ist die Lüftung nicht gegeben, was meinen Lungen nicht in den Kram passt ;)

Also habe ich von GW die Base Farbe "Grey Seer" mit etwas Ochsengalle verdünnt und eine dünne Schicht als Grundierung aufgetragen. Durch die Ochsengalle verdünnt sich die Farbe, ohne dabei an Deckkraft zu verlieren. So kann man mit etwas Übung gleichmäßig und deckend ohne Spray grundieren und dennoch die feinen Details solch kleiner Miniaturen erhalten.
(https://de.share-your-photo.com/img/9f5864c720.jpg)


Im nächsten Teil werde ich die Grundfarben auftragen und dabei überwiegend GW Contrast und Vallejo AIR Farben nutzen.
Bis dahin ... have a good time and enjoy painting your puppies  ;D
(https://de.share-your-photo.com/img/9ef97bffa7.jpg)
(Quelle:www.pagesix.com )
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: tattergreis am 28. September 2020 - 11:41:00
Zitat
Recht über das Gesicht
Sehr schöne Übersetzung...
Es ist immer interessant, die Hintergrundgedanken zu einem Projekt zu erfahren. Je mehr Herzblut in eine Einheit geht, desto besser.
Vgl. auch Saint-Exupéry, Der kleine Prinz Kap. 21:
Zitat
Der kleine Prinz ging wieder zu den Rosen.

    »Ihr seid nicht wie meine Rose, noch seid ihr nichts«, sagte er. »Niemand hat sich mit euch vertraut gemacht, und ihr habt euch niemandem vertraut gemacht. Ihr seid, wie mir mein Fuchs zuvor gewesen war. Er war nur ein Fuchs wie hunderttausend andere. Aber ich habe ihn zu meinen Freund gemacht und jetzt ist er einzigartig in der Welt.«
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 28. September 2020 - 11:59:40
Sehr schöne Voltigeurs! Ich mag die und hoffe auf mehr.  :)

Deine Bemal-Bilder finde ich auch sehr inspirierend. Von mir wird's auch vom nächsten Spiel mal ein Foto geben wie es unter der Matte aussieht.  ;D
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 28. September 2020 - 12:24:26
Zitat
Recht über das Gesicht
Sehr schöne Übersetzung...

Rear Rank, 28th! Right About Face ... ich wüsste nicht, wie ich mit meinen Wahnsinns-Englischkenntnissen und meiner abgeschlossenen Militärkarriere das anders hätte übersetzen sollen ;)

Es ist immer interessant, die Hintergrundgedanken zu einem Projekt zu erfahren. Je mehr Herzblut in eine Einheit geht, desto besser.

Japp. Jetzt wo der große Druck für das Aufstellen der spielbereiten Minis weg ist, kann es in die Tiefe gehen :)

Sehr schöne Voltigeurs! Ich mag die und hoffe auf mehr.  :)

Danke dir :)

Deine Bemal-Bilder finde ich auch sehr inspirierend. Von mir wird's auch vom nächsten Spiel mal ein Foto geben wie es unter der Matte aussieht.  ;D

Huch! Habe ich da etwas nicht weggeschnitten?
Peinsam, das ;)
Ne, Spaß beiseite:
Ich bin nicht DER Künstler vor dem Herren. Aber ich habe (und tue es aktuell immer noch) mich immer über solche Werkstattberichte und Blicke hinter die Kulissen gefreut :) Da konnte ich selber viel für mich mitnehmen.
Und so versuche ich ein wenig zurückzugeben.
Quid pro quo, eben :)
Titel: 28. Regiment of Foot North Gloucestershire - Ein Regiment entsteht Teil 2
Beitrag von: D.J. am 29. September 2020 - 13:21:14
oder
Der Spaß geht weiter  ;D
 

Die Farbpalette ...
... die ich für das Regiment bisher genutzt habe, besteht aus GW Contrast und Shades, Vallejo AIR und Vallejo Game Color Farben. Die AIR sind, wie der Name vermuten lässt, für Airbrush gedacht, lassen sich aber auch prima mit dem Pinsel verarbeiten. Shades wie "Nuln Oil" oder auch einfache Farben wie "Negro Black" von Vallejo oder GW Abadon Black gehören eh dazu
(https://de.share-your-photo.com/img/8ca7c4fb39.jpg)


Die ersten Farben
Im ersten Schritt habe ich auf die Grundierung aus GW Base Grey Seer eine dünne Schicht Contrast Blood Angels unverdünnt mit einem feinenPinsel aufgetragen. Mit etwas Übung kann man die Contrast Farben (oder eben die AIR) recht gut über die Miniaturen "leiten". Auf die Hosenbeine kam in diesem Schritt nur eine Lage Nuln Oil
Danach wurden die Tschakos schwarz gefärbt, wobei ich die Messingschilder vorne und hinten frei gelassen habe.
(https://de.share-your-photo.com/img/5da40cfe59.jpg)

(https://de.share-your-photo.com/img/5df93f151b.jpg)



Im nächsten Schritt habe ich alle Riemen und Gurte mit Vallejo Weiß (Bone white?) nachgezogen. Als Letztes habe ich dann die Messingschilder mit Vallejo Glorius Gold bemalt und die berühmten Feldflaschen von außen mit Contrast Snakebite Leather, innen mit blauer Vallejo AIR.
Da ich immer eine Farbe nach und nach auf alle Figuren des Regiments male, ist die erste schon wieder "arbeitsfähig" trocken, wenn die letzte Miniatur eines Farbschrittes fertig ist.
Das klingt fürchterlich langweilig, aber etwas Musik, Teee (Earl Grey natürlich ;D ) und die Zeit vergeht wie im Flug.
Hat wie gesagt etwas von meditieren
(https://de.share-your-photo.com/img/851ce6dc3d.jpg)

Bisher handhabe ich das also alles, wie es auch @Schmagauke in seinem kurzen Tutorial so erstklassig beschrieben hat, auf das ich hier hinweisen möchte
https://www.tabletopwelt.de/index.php?/topic/162310-quatre-bras-in-20mm-das-mammutprojekt/&do=findComment&comment=5254085 (https://www.tabletopwelt.de/index.php?/topic/162310-quatre-bras-in-20mm-das-mammutprojekt/&do=findComment&comment=5254085)
An dieser Stelle noch einmal meinen Dank an ihn :) 👍
Titel: 28. Regiment of Foot North Gloucestershire - Ein Regiment entsteht letzter Teil
Beitrag von: D.J. am 29. September 2020 - 13:27:44
oder
Auf ihr Hunde, oder wollt ihr ewig auf Schraubverschlüssen kleben?  ;)

Der Rest der Bemalung ist bei mir nur noch halbes Dösen ohne Schnarchen für Feinheiten 😉 Da ich diese Woche noch einige andere Dinge zu tun habe, habe ich gestern abend und heute Morgen ein wenig Gas gegeben.

Die Farben
Genutzt habe ich für die letzten Schritte folgende Farben
- Contrast Cygor Brown. Mit etwas Ochsengalle only für die Musketen mit Wasser stärker verdünnt, um damit die goldenen Parts etwas abzudunkeln und die Hautpartien zu washen
- Revell Aqua Color 35 - Hautfarbe ... für mich die beste Hautfarbe auf dem Markt
- Vallejo Game Color Bloody Red. Die habe ich mit einem Tröpfchen Contrast Blood Angels Red gemischt (minimalst nur) um die roten Parts der Uniform aufzuhellen
- Vallejo Elfic Flesh. Decken und Futterbeutel, die ich dann ebenfalls mit dem stark verdünnten Cygor Brown gewasht habe
- (Nicht auf dem Bild) GW Averland Sunset für die Kragen und Armelbeschläge
- (Nicht auf dem Bild) Vallejo Modell Color Reactive Green für die Pompons / Federn auf den Tschakos, denn die hier bemalten Minis sind von der leichten Infanterie des 28th wie man an den Schulterflügeln erkennen kann
(https://de.share-your-photo.com/img/d519c82de3.jpg)

(https://de.share-your-photo.com/img/b209b0029d.jpg)


Die Figuren vor dem Basen.
 
Der Flaggenschwenker Marke Eigenbau
(https://de.share-your-photo.com/img/6d6a3431fe.jpg)


Die Truppe mit einem Teil der Kommandostruktur
(https://de.share-your-photo.com/img/a822a566b0.jpg)

(https://de.share-your-photo.com/img/eda35b72b1.jpg)


Den Drummer mit dem Hammer habe ich bewusst nicht in Gelb gemalt. Auch mein Masochismus kennt Grenzen ;)
(https://de.share-your-photo.com/img/4f1b3d085f.jpg)

Jetzt werden die Bases geschnitzt, alle Mann fein säuberlich aufgereiht und dann ist das Regiment feddisch :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 29. September 2020 - 15:41:50
Schöne Präsentation.

Es geht voran.  :)

Hast Du auch von HäT die Dragoner?
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 29. September 2020 - 16:50:02
Ja, tolle Fortschritte! Und das Projekt scheint langsam auch über die anfangs geplanten Ausmaße zu wachsen ;) Warum also nicht auch normale Heavy Dragoons - statt HäT könnte man auch Waterloo1815 nehmen, auch wenn da nicht viele Posen dabei sind, die man oft nutzen möchte (eh wenige, und dann noch einer, der gerade erschossen wird dabei).
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 30. September 2020 - 06:32:24
Schöne Präsentation.
Es geht voran.  :)

Danke dir :)
Die erste große Schlacht rückt in greifbare Nähe.

Hast Du auch von HäT die Dragoner?

Nein, noch nicht.
Zuerst kommt noch eine britische Einheit mit 5 Bases Stärke (vermutlich die Linieninfanterie des 28. , da die beiden Italeri-Packungen das noch hergeben) und die Schotten werden endlich auf vier Bases angehoben. (Anmerk.: Mit der Größe 5 Bases kennzeichne ich für meine Spiele die "Garde" bzw. Reserve, da diese Größe zwar bessr aussieht, aber auf meinem Tisch èn masse einfach zu groß ist. Also wird sie eben besonderen Einheiten zugewiesen.)
Daneben schau ich mal, ob ich mit den Preußen aus meiner Kruschelkiste von vor 2 Jahren noch ein Regiment gestellt bekomme.
Danach schiele ich in Richtung Nassauer, die ich gerne auf beiden Seiten einsetzen würde, je nach Einsatzgebiet :D
Das würde aber auch, zusammen mit ein paar Niederländern, den "internationalen" Aspekt bzw. Aufbau von Wellingtons Armee bei Waterloo schön repräsentieren. Briten (incl, KGL), Preußen, Nassauer, Niederländer ... das wird schön bunt undmehr geht bekanntlich ja immer :)
 
Ja, tolle Fortschritte! Und das Projekt scheint langsam auch über die anfangs geplanten Ausmaße zu wachsen ;)

Definitiv ;D
Das Projekt entwächst seinen Startschwierigkeiten und mit den neuen Maltechniken und der Akzeptanz, dass ich persönlich diese Miniaturen eben nicht wie 28er oder gar 34er auf Vitrinen- oder Nahaufnahmenstandart bemalen, hat einiges verändert.
Ich gehe es einfach lockerer an, auch wenn ich im Moment etwas Gas geben kann :) 

Warum also nicht auch normale Heavy Dragoons - statt HäT könnte man auch Waterloo1815 nehmen, auch wenn da nicht viele Posen dabei sind, die man oft nutzen möchte (eh wenige, und dann noch einer, der gerade erschossen wird dabei).

Muss ich mir mal anschauen, da ich die Firma noch nicht so intensiv auf dem Radar hatte.
Ich muss eh beizeiten mal beginnen, mir Marker für Ermüdung und eventuell aktivierung zu basteln. Die Wüfel neben die Einheiten zu legen ist irgendwie nicht so schön und die wenige Buchführung, die bei Kugelhagel notwendig ist, möchte ich ungern noch auf mein Tischchen mit den Datenkarten verlegen.
Der ist bein Spiel soweit schön frei und übersichtlich und soll auch so bleiben :)
Titel: Pläne? Oh ja, die habe ich auch!
Beitrag von: D.J. am 30. September 2020 - 14:29:11
Aber die ändern sich eh meistens wieder und überleben selten den Kontakt zum Internet und den falschen Seiten ;)

Ich habe mich in seliger Dummheit (und dank meiner schlechten Augen) total verhauen und kann erst einmal kein weiteres, britisches Regiment aufstellen, ohne dass sich dem geübten Beobachter (und mir als Mitwisser) die Nackenhaare aufstellen.
Mein Fehler:
Ich habe die ersten beiden Regimenter aus diesen Schachteln ohne tiefere Recherche einfach mal generisch als "Rotrock auf Gras & Sand" bemalt und garniert. Jetzt, nach vernünftiger Recherche, fehlt mir dann doch eine weitere Schachtel Briten #6095 aus Italien, damit ich da noch ein schönes Regiment aufstellen kann, ohne die Geschichte mit Füßen zu treten.
Spaß beiseite:
Ich bin wahrlich kein Knöpfchenzähler und die "generischen" Rotröcke sind in ihrer bunten (und ahnunglos zusammengestellten) Mischung für mich zum Spielen auch okay. Da habe ich eben einfach losgelegt und zum Spielen reicht es ja auch. Aber jetzt, nachdem ich zu dieser Packung recherchiert habe, werde ich keine 28er North mit KGLern oder 1st Foot Guard in einem Regiment mischen. Da kommt dann doch der (wenn auch nur marginal) geschichtsbewusste Spieler in mir durch  :-\

Wie auch immer, nachdem ich mich also in der Bucht schlau gemacht habe, wo ich eine der derzeit fast überall vergriffenen Packungen bekomme, habe ich mir überlegt direkt noch ein wenig "Beifang" zu angeln, damit sich das Porto auch lohnt. Nassauer habe ich ja bereits für beide Seiten durch meine Voltigeure von Zvezda, mit denen ich geübt habe, auch hartnäckigen Kunststoff mit Farbe zu verhübschen (Peninsular = Frankreich, Belgien = Briten und Alliierte). Schotten habe ich soweit genug, ich bin kein großer Tartan-Maler. Niederländische / polnische Lanzenreiter habe ich noch bemalte aus einer Spende hier, die muss ich nur basen ...
Mitten in diesen Gedanken versunken fand ich dann bei einem Anbieter sowohl meine Briten als auch das Set HaT - 8096 - Waterloo Netherlands Militia and Belgian Infantry
(Link zu PSC: http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=601 (http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=601))

Die letzte Packung denn alle anderen, die ich fand, kommen aus Weitweitweggegenvielporto oder Hastebesetlltkriegsteabernichtwegenzoll. Also habe ich prophylaktisch erst einmal zugeschlagen :)
48 Niederländische Belgier haben oder brauchen macht schon einen Unterschied.
Sobald sie hier sind, geht es weiter mit dem Bemalen und eventuell werde ich entweder noch mehr Niederländer erbeutet haben,oder ich plane mit den Figuren mal etws vollkommen anderes, als eine „Klon-Armee“

Das war mein Wort zum Bergfest (Mittwoch) ;)


P.S.:
Ich sagte ja etwas weiter oben schon, dass diese speziellen Briten fast überall vergriffen scheinen. Das trifft aber auch auf sehr viele andere 1:72er Soldaten aus dieser Epoche zu. Entweder werde die nur in geringer Stückzahl produziert, oder aber der Maßstab ist doch verbreiteter, als man denken mag.
Als Romantiker alter Schule gehe ich ja von Letzterem aus ;)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 01. Oktober 2020 - 12:22:38
Erhältlichkeit der Minis: es ist wohl bei so ziemlich allen Firmen so, dass sie bei einem neuen Set eine bestimmte gar nicht so kleine Anzahl herstellen und auf den Markt bringen.
Viele Leute wie Koppi/Thrifles kaufen sich auch noch aus nostalgischen Gründen oder warum auch immer Referenzexemplare jedes Sets. Andere Horten wie bei 28mm für alle Fälle zig Sets einer Sorte oder brauchen für ein Dioramenprojekt wirklich viele des gleichen Typs (Wenn die Posen denn passend dafür sind).
So kommen schon tausende Exemplare eines Sets auf den Markt.

Wenn man später als zur Veröffentlichung gezielt was braucht, merkt man, dass nichts regelmäßig nachproduziert wird. Entweder sind Restposten noch bestellbar oder solche kann man noch bei sowas wie Müllerfilialen unterbringen. Manchmal werden einzelne Sets auch wieder aufgelegt, wie es vor ein paar Jahren mit den Zvezda-Voltigeuren war. Davor hat das Set im Netz 49 Euro gekostet...
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: waterproof am 01. Oktober 2020 - 12:49:14
Erhältlichkeit der Minis: ich verfolge diesen Thread still und aufmerksam und bin gerade etwas erschrocken was ich hier lese zu dem Thema Preise und Verfügbarkeit. Dabei muss ich gestehen das ich den Markt in 1/72 völlig aus dem Blick verloren habe. Ich hatte lange Zeit gesammelt und gehörte auch zu den Koppis und Thrifles die mindestens ein Exemplar haben musste  ;).
Nun male ich bestimmt schon seit 18 Jahren nicht mehr in 1/72. Man wie die Zeit vergeht.

Abschließend, D.J. sehr schöne Beiträge, klasse Bilder und immer Interessant wenn einer von seinem Hobby erzählt. Mit der Ochsengalle kann ich mich nicht anfreunden, nichts für ungut. Aber so hat jeder seinen Weg sein Hobby zu bestreiten.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 01. Oktober 2020 - 14:38:45
Danke dir, Felix, für deinen Einblick. Ich bin eben nicht so tief bzw. so lange "in der Szene", dass ich da Hintergrundwissen in irgendeiner Form hätte  :-\ Ich finde deine Ausführungen sehr interessant *freu*
Ja, Dioramenbauer und Sammler ... die hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Die finden für mich irgendwie immer nur in 28mm oder sogar größer statt, obwohl 1:72 ja eigentlich die perfekte Größe ist.
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäume nicht mehr ;)
 
Wenn man später als zur Veröffentlichung gezielt was braucht, merkt man, dass nichts regelmäßig nachproduziert wird. Entweder sind Restposten noch bestellbar oder solche kann man noch bei sowas wie Müllerfilialen unterbringen.
Ja, wobei es dort aber im Moment (zumindest online, lokal habe ich noch keine Sets auf Lager gesehen) auf sehr oft heißt "Ausverkauft"  :-\

Manchmal werden einzelne Sets auch wieder aufgelegt, wie es vor ein paar Jahren mit den Zvezda-Voltigeuren war. Davor hat das Set im Netz 49 Euro gekostet...
:o Das ist jetzt aber ein Späßken, dass du dir mir erlaubst, oder?  :o 49€ für die Zvezda, die bei mir zur Hälfte zwei Jahre lang im Karton lagen? Ich habe also vor kurzem ein kleines Vermögen dilletantisch mit Acryl und Pigmenten eingeferkelt???
 :o
Riechsalz!
Wo ist mein Riechsalz?!
 ;D

Ne, Spaß beiseite:
Das ist ja krass!

Erhältlichkeit der Minis: ich verfolge diesen Thread still und aufmerksam ...

Was mich gerade ungemein freut  :D  :D  :D

... und bin gerade etwas erschrocken was ich hier lese zu dem Thema Preise und Verfügbarkeit. Dabei muss ich gestehen das ich den Markt in 1/72 völlig aus dem Blick verloren habe. Ich hatte lange Zeit gesammelt und gehörte auch zu den Koppis und Thrifles die mindestens ein Exemplar haben musste  ;).
Nun male ich bestimmt schon seit 18 Jahren nicht mehr in 1/72. Man wie die Zeit vergeht.


Ja, das ist schon verrückt :)
Für mich sind die 1:72er seit meiner Kindheit immer mal wieder auf dem Schirm erschienen, waren nie ganz weg ... und jetzt erst, im gestandenen Mannesalter komme ich dazu, diese kleinen ernsthaft zu sammeln, bemalen und zu bespielen. Letzteres, das gebe ich unumwunden zu, ist für mich immer noch absolut großartig, und bei aller Liebe z.B. zu Herr der Ringe von GW, lassen die Kleinen Weichplastik-Soldaten ihre großen 28mm Brüder gerne mal hintenan stehen.
Die Pause, die ich einlegte, war vielleicht notwendig, damit ich Abstand bekomme und mir selber klar werde, wo ich mit ihnen hin möchte. Jetzt sind sie ein fester Bestandteil meines Hobbys Tabletops :)
   
Abschließend, D.J. sehr schöne Beiträge, klasse Bilder und immer Interessant wenn einer von seinem Hobby erzählt. Mit der Ochsengalle kann ich mich nicht anfreunden, nichts für ungut. Aber so hat jeder seinen Weg sein Hobby zu bestreiten.

Das freut mich sehr, danke dir für das Lob :)
Ja, Ochsengalle ... ich glaube, jeder Hobbyist schwört da auf seine ganz persönlichen Wundermittelchen und Schlangengifte ;D Und das ist für mich ja ein Teil des ganzen Spaßes! Zu sehen und darüber zu reden, wie und womit anders was machen und erreichen :)
Wenn wir alle die gleichen Ideen und Vorlieben hätten ... gruslichst!

Und wo ich gerade hier bin ... ich habe mir bei einem Onlinehändler aus meinem Lieblingsurlaubsland (das, wo die Linieninfanterie in kornblumenblauen Uniformen und Raupenhelmen stolziert ;D ) ein paar neue Spielsachen geordert, die zusätzlich zu den Briten (Asche auf mein Haupt) und der kleinen Packung Niederländer kommen :)
- HAT French Wurst Wagon
- HAT French Baggage Wagon
- HAT French Infanterie marching (ich brauche mehr Franzosen, habe ich festgestellt!)
- HAT Dutch Infanterie (damit ich die Süd-Niederländer aka Belgier besser unterstützenkann, die ja aus der anderen Bestellung zu mir kommen)

Dann ist aber auch erstmal Schluss mit shoppen, denn vor lauter Malen und Basteln verpenne ich ja fast die nächste große Schlacht ;)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 01. Oktober 2020 - 15:31:04
Ich wollte keinen mit den 49 Euro schocken! Aber die voltigeurs sind schon ein schickes Set und mit ein paar Anpassungen für vieles zu benutzen. Als sie wieder aufgelegt waren, lagen sie für 5,95 im Regal. Soweit ich weiß, ist z.B, der franz. Generalstab von Zvezda (nicht der von Italeri!), der mit Berthier am Schreibtisch immernoch so ein schwer zu bekommendes Sammlerobjekt und den musste ich unbedingt haben, weil da einfach auch sehr schöne Offiziere drin sind. Meine Frau verrät bis heute nicht, wieviel sie dafür gezahlt hat...

Andererseits: mit etwas suchen bekommt man fast jedes Set, oft auch aus zweiter Hand, was in der Regel neuwertig bedeutet für oft nur 3 Euro.

Dioramenbauer: in Deutschland ist 1/72 immernoch DER Dioramenmaßstab! Ich glaube, wir müssen uns mal auf der nächsten Dioramica veranreden, D.J. (nach Corona)! Da sind die besten dann versammelt und es gibt auch eine große Auswahl an Minis zu kaufen, man kann sogar manche der Modelleure wie Massimo kennenlernen 🙂

Stille Mitleser: ich finde immer toll, dass sie manchmal ein paar liebe Worte schreiben - Hallo, Waterproof! - man darf nie vergessen, dass es davon auch so einige gibt, wenn mal keine oder kaum Kommentare zu was neu präsentiertem hier kommen. Anders wäre auch nicht zu erklären, dass so mancher Thread zu 1/72 hier über 175 000 Zugriffe hat...

1/72 in Kunststoff: als ich vor Jahren wieder eingestiegen bin, kritisierten viele gegenüber vielen Vorteilen von 1/72 die schlechte Posenauswahl. Mittlerweile gilt das nicht mehr bei Napo! Dank strelets und HäT habe ich reine Marschierersets, die auch korrekte Uniformen tragen. Und es gibt eine Abdeckung an besonderen Einheiten, die es in 28mm-Kunststoff lange nicht gibt (obwohl die Perrys schön fleißig sind 😁)!
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 01. Oktober 2020 - 16:02:17
Ich wollte keinen mit den 49 Euro schocken!

War auch nur ein Spaß von mir, weil so eine Steilvorlage ... ich wollte schon immer mal nach meinem Riechsalz rufen  ;D

Aber die voltigeurs sind schon ein schickes Set und mit ein paar Anpassungen für vieles zu benutzen. Als sie wieder aufgelegt waren, lagen sie für 5,95 im Regal.

Ja, das ist absolut wahr. Ich überlege ja immer noch, ob ich mir nicht doch noch einmal eines hole, damit ich die "Nassauer" schöner bemalen kann (man lernt ja dazu). Reizen würde es mich ja.

Soweit ich weiß, ist z.B, der franz. Generalstab von Zvezda (nicht der von Italeri!), der mit Berthier am Schreibtisch immernoch so ein schwer zu bekommendes Sammlerobjekt und den musste ich unbedingt haben, weil da einfach auch sehr schöne Offiziere drin sind. Meine Frau verrät bis heute nicht, wieviel sie dafür gezahlt hat...

Ich habe es es bei Plastic Soldier Review gefunden ... wooooah! Ich glaube, dass könnte ein Objekt meiner Begierde werden! Ein sehr schönes Geschenk deiner Frau, alle Achtung! :)

Andererseits: mit etwas suchen bekommt man fast jedes Set, oft auch aus zweiter Hand, was in der Regel neuwertig bedeutet für oft nur 3 Euro.

Ja, das stimmt auch wieder. Wobei ich ich die Jagd ja auch liebe, weil man dann seine Figuren mehr zu schätzen weiß :)

Dioramenbauer: in Deutschland ist 1/72 immernoch DER Dioramenmaßstab! Ich glaube, wir müssen uns mal auf der nächsten Dioramica veranreden, D.J. (nach Corona)! Da sind die besten dann versammelt und es gibt auch eine große Auswahl an Minis zu kaufen, man kann sogar manche der Modelleure wie Massimo kennenlernen 🙂

Abgemacht, da bin ich sehr, sehr gerne dabei  :D

Stille Mitleser: ich finde immer toll, dass sie manchmal ein paar liebe Worte schreiben - Hallo, Waterproof! - man darf nie vergessen, dass es davon auch so einige gibt, wenn mal keine oder kaum Kommentare zu was neu präsentiertem hier kommen. Anders wäre auch nicht zu erklären, dass so mancher Thread zu 1/72 hier über 175 000 Zugriffe hat...

Ich finde das schön. Es hat im weitesten Sinne auch einen gewissen, zum Maßstab passenden Retro-Charme.
So wie früher die Leserbriefe in den wenigen Hobbyzeitschriften oder Romanheften :)

1/72 in Kunststoff: als ich vor Jahren wieder eingestiegen bin, kritisierten viele gegenüber vielen Vorteilen von 1/72 die schlechte Posenauswahl. Mittlerweile gilt das nicht mehr bei Napo! Dank strelets und HäT habe ich reine Marschierersets, die auch korrekte Uniformen tragen. Und es gibt eine Abdeckung an besonderen Einheiten, die es in 28mm-Kunststoff lange nicht gibt (obwohl die Perrys schön fleißig sind 😁)!

Ja, ältere Sets mit ihren "kackenden Füchsen" aber auch aktuellere (meine Briten, Italeri #6095 mit dem dem quer hockenden Schützen, bei dem ich den Verdacht habe, der hat schnelllebige Verdauungsprobleme ;) (https://share-your-photo.com/img/5622da7b51.jpg)) haben da so ihre Macken ;)
Ich bin ehrlich:
Gehört für mich dazu. Ich bin noch so groß geworden, dass man manche Sachen eben selber machen oder umbauen musste. Und bei Weichplastik-Miniaturen ist ein "Umbiegen" ja nun wirklich kein Problem! Kochendes Wasser, die Figur 5 bis 10 Minuten köcheln, rausholen, nach Wunsch umbiegen (notfalls als Gefallenen oder Getroffenen), in Eiswasser abschrecken und feddisch ;) Klar, klappt nicht mit allen Posen und allen Wünschen. Aber mit doch recht vielen, was den Ausschuss in Grenzen hält. Aber gut, die Diskussion ist vermutlich älter als ich und wird auch noch lange nachmir fortgeführt werden :)
Das hat schon Tradition ;)

Titel: Probier`s mal ... mit Gemütlichkeit, mit Ruhe und Gemütlichkeit ...
Beitrag von: D.J. am 02. Oktober 2020 - 08:41:53
oder
Ein ruhiger Wochenrückblick mit ein ein wenig Geschlonze, einem kleinen Tutorial und Plänen.
Groooooßen Plänen!


Für die Stimmung ...
https://youtu.be/hmyEHUfXfsk (https://youtu.be/hmyEHUfXfsk)

Diese Woche hat sich bei mir, für meine Verhältnisse, eher wenig getan. Es gab vieles außerhalb des Hobbys zu tun und es soll ja auch ein Spaß bleiben, und nicht in einen Akkord-Job ausarten ;)
So sammelte ich zuerst die (vorerst) letzten Truppen unter dem Adler des Kaisers, eine Einheit Voltigeuere / Flankeure der Nassauer, gebaut / bemalt aus französischen Voltigeuren von Zvezda.
https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23301.msg296722.html#msg296722 (https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23301.msg296722.html#msg296722)

Für König, Vaterland und das Empire
Dann habe ich aufgrund des Zeitmangels beschlossen, ein Regiment auszuheben und dabei die einzelnen Schritten von der Recherche bis zur fertigen Miniatur aufzuzeigen. Es wurden drei Einträge mit einzelnen Schritten, die den Eingeweihten vermutlich bekannt sind, aber für mich trotzdem etwas Erwähnenswertes :)
Spaßig war die etwas unglückliche Übersetzung eines Befehls meinerseits  ;D
Shit happens eben ;)

Teil I
https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23301.msg296760.html#msg296760 (https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23301.msg296760.html#msg296760)

Teil II
https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23301.msg296804.html#msg296804 (https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23301.msg296804.html#msg296804)

Teil III
https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23301.msg296805.html#msg296805 (https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23301.msg296805.html#msg296805)

Pläne.
Groooße Pläne!

Zuletzt habe ich mir dann also noch ein paar neue Spielzeuge bestellt.

1 x Italeri Set 6095 British Infantry 1815
(Das kommt davon, wenn man wild los malt  ;) )
1 x HaT Set 8096 Waterloo Netherlands Militia and Belgian Infantry
(Ich finde den Hintergrund interessant. Ist mal was Anderes auf der Platte)
1 x HaT Set 8294 Napoleonic 1815 French Marching
(Ich brauche mehr Franzosen!)
1 x HaT Set 8025 Waterloo Dutch Infantry
Mehr Holländer geht immer, außerdem muss ich ja die katholischen und eher Napoleon zugewandten Südniederländer im Griff behalten :P
1 x HaT Set 8102 Napoleonic French Wurst Wagon
Lange drumherum geschlichen, jetzt gekauft, da ich ihn zusammen mit ...
1 x HaT Set 8106 French Baggage Wagon
... für schöne Missionen einsetzen kann. Sieht man zudem auch nicht oft auf den Matten und Platten, die uns die Welt bedeuten ;)

Daneben habe ich ein paar sehr gute Angebote außerhalb des Forums bekommen, die ich aber vorerst ablehnen musste, da ich sonst den Überblick über meien Sammlung und meine To-do-Liste verliere. Außerdem habe ich mit den Planungen für das nächste Sologefecht begonnen und es hat sich hier eine schöne Gesprächsrunde über das Hobby und speziell den Maßstab 1:72 entwickelt, die mir ein paar neue Gedanken in Sachen Verfügbarkeit und Verwendung dieser Miniaturen nahe brachte. Fand ich sehr spannend und hat mir großen Spaß gemacht :) Sehr gerne mehr davon, wenn ihr mögt!

Das war also mein Rückblick auf eine eher ruhige, aber trotzdem sehr produktive und vor allem unterhaltsame Woche. Ich hoffe eure Woche war ebenso gut, und wünsche euch allen einen guten Start ins Wochenende :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 04. Oktober 2020 - 10:38:59
Alltag vs. Hobby - 1:0

Im Moment wird es etwas ruhiger, was das Basteln und Bemalen betrifft, weil andere Dinge gerade intensiver um Aufmerksamkeit heischen. Macht aber nix, ein wenig Zeit bleibt zwischendurch ja immer.

Lanzenreiter
So habe ich meine alte Sammlung durchgesehen und festgestellt, dass ich noch ausreichend Polnische / holländische Lanzenreiter habe, um 2 Einheiten á 4 Bases aufzustellen. Die Reiter sind eine bereits bemalte Spende und werden jetzt endlich eingesetzt. Doch zuvor teile ichsie auf in Niederländer (knalliges Orange mit einem Tupfen Blau) und Polen. Für Letztere werde ich die Reiter minimal neu "einkleiden" müssen.
Ich freu mich drauf :)

Armeebogen
Parallel dazu habe ich immer wieder mal einem handlichen Armeebogen gebastelt. Den werde ich ausdrucken, in Folie verpacken und kann dann mit einem wasserlöslichen Stift die Ermüdung und die Anzahl der Aktivierungen bequem festhalten. Das schafft Ordnung auf dem Spielfeld, weil Marker oder Würfel zur Markierung wegfallen und auf dem "Planungstisch" unter meiner Spielplatte habe ich dann die Buchführung und Werte aller Armeen bzw. ihrer Einheiten leicht im Blick.
Hier ein Bild, wegen Copyright natürlich ohne weitere Werte.

(https://share-your-photo.com/img/a08c21f35d.jpg)

Mal schauen, wie es in den nächsten Tagen weitergeht :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 04. Oktober 2020 - 19:26:59
Soweit ich weiß, ist z.B, der franz. Generalstab von Zvezda (nicht der von Italeri!), der mit Berthier am Schreibtisch immernoch so ein schwer zu bekommendes Sammlerobjekt und den musste ich unbedingt haben, weil da einfach auch sehr schöne Offiziere drin sind. Meine Frau verrät bis heute nicht, wieviel sie dafür gezahlt hat...

Andererseits: mit etwas suchen bekommt man fast jedes Set, oft auch aus zweiter Hand, was in der Regel neuwertig bedeutet für oft nur 3 Euro.
Prima Frau.

Ja, so Sets für 3€ sind toll, aber eben auch eher hier übers Forum zu kriegen statt auf E-Bay und in vielen professionellen Onlineshops findet man auch sowas wie alte Revell-Sets für Mondpreise, selbst wenn sie wieder aufgelegt sind.

@ D.J.
Schön wie Du so planst. Ich hätte auch besser in so Dimensionen wie komplette Brigaden gedacht. Aber irgendwann kriegt man die auch so zusammen.

Dieser komisch hockende Brite ist schon eigenwillig. Das war mal ne ganze Weile der Style bei Italeri. Die AWI-Sets von Italeri hatten auch ulkige Posen - das ganze Thema war verschenkt und nicht zuende gedacht.
Sind offenbar keine Praktiker am Werk, die mal ne Muskete oder sowas abgefeuert haben. Ist schwierig so ausbalanciert zu sitzen. Damit das Knie nicht in der Luft hängt, könnte man wenigstens mit Greenstuff oder sowas nen Steinchen unters Knie klemmen.  :D
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 05. Oktober 2020 - 06:03:32
In Divisionen denke ich auch erst seit Kurzem.
Bevor ich den Dreh gefunden und den Gedanken verinnerlicht hatte, dass ich 1:72 nicht in Vitrinen-, Nasenhaar- und Pupillenspiegelungsqualität hinbekommen werde, galten meine Gedanken immer nur der nächsten Miniatur. Das führte dazu, dass ich wegen meiner nicht ganz so guten Augen den Maßstab aufgab (zum Glück aber nur den SYW verkaufte!) und fast ein Jahr nichts mehr an der Sammlung gemacht habe.
Jetzt erst geht es weiter, dafür aber mit dem Schwung und der Freude der Erkenntnis, dass ich eben gewisse Grenzen akzeptieren muss. Das war also auch für mich ein langer Weg, bis ich komplette Einheiten auf einen Schlag bemalte :)

Der hockende Brite ... da denke ich immer noch über eine Lösung wie du sie vorschlägst nach. Ich zauder aber ein wenig, weil die dann ja ständig "Hocksteine" mitschleppen müssen  ;D Trotzdem werde ich da mal schauen, was sich machen lässt.
Notfalls einfach etwas höheres Gras für die Bases nutzen, dass kaschiert die "flying knees" bestimmt.

Titel: Fleißarbeiten, warten auf Pakete und ein zäher Start in die Woche
Beitrag von: D.J. am 05. Oktober 2020 - 15:27:59
Da ich im Moment nicht zum Malen komme, habe ich die letzten Tage meinen Maltisch mal sortiert. Musste einfach mal sein.
Zählt als Fleißarbeit Nr. 1 :D
Jetzt habe ich die volle Kontrolle über das Geschehen auf meinem Mal- und Basteltisch!
Echt jetzt!
 ::)

(https://de.share-your-photo.com/img/1fc6c8a23d.jpg)

Als Fleißarbeit Nummer 2 habe ich meine Streitmächte mal vom Spieltisch geräumt, ordentlich verpackt, beschriftet ... und mal wieder "nerdiges System-Tetris" gespielt.
Fazit:
Die Armeen haben ihren Platz, die Kartons sind beschriftet ... und ich habe immer noch much too much for the clutch.
Irgendwann werde ich weiter ausmisten (müssen). Dann heißt es:
Spiel oder verkaufe!
Ein Nerd - zig Systeme - eine Aufgabe!

(Und hier eine Mucke ala Knight Rider aus den 80ern einblenden)
Klingt ja beinahe wie eine TV-Show aus dem Vorabendprogramm. So mit holländischem Moderator und gut aussehenden Damen am Gabentisch  :P
Ich sollte mal an Rammeln Töten Lallen schreiben, was die von dem Konzept halten  ;D

(https://de.share-your-photo.com/img/2509f5e86b.jpg)

Nun gut.
Während ich politisch vollkommen inkorrekte Träume von einem Leben als TV-Programmdirektor träume (incl. Kirsche, Apfel und Chinchin :P ), warte ich nägelkauend auf Goddot den, der, die, das, diverse Paketbot*in*ne*nen.
Franz. Wurst Wagon, fraanz. Bagage Wagon, Belgier, Niederländer, Briten, Franzosen, 1812 - Napoleons Feldzug in Russland von Adam Zamoyski (wohin es meine 1:72er Sammlung vermutlich nächstes Jahr verschlägt :D ) und Waterloo - Napoleons letzte Schlacht von Johannes Willms habe ich mir für schmalen Taler beim medialen Mops gekrallt.
Jetzt heißt es, dank Feiertag, warten auf den, der, die, das, diverse Paketbot*in*ne*nen

Soweit mein Start in die Woche.
Voller Elan und so.
Na ja.
 ;)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 06. Oktober 2020 - 12:40:18

Der hockende Brite ... da denke ich immer noch über eine Lösung wie du sie vorschlägst nach. Ich zauder aber ein wenig, weil die dann ja ständig "Hocksteine" mitschleppen müssen  ;D Trotzdem werde ich da mal schauen, was sich machen lässt.
Notfalls einfach etwas höheres Gras für die Bases nutzen, dass kaschiert die "flying knees" bestimmt.

Die Pose war schon bei ESCI vertreten (deren Briteninfanterie hat die gleiche Pose in gleicher Uniform), deren Leute sind teilweise bei Italeri verantwortlich. Ich würde das mit dem Stein auch nicht machen aus selbigem Grund: bei einem einzelnen Plänkler kann man es machen, wenn in einer Reihe gleich 4-5 so Hocksteine genau da haben, sieht es komisch aus. Hohes Gras wäre ne Lösung, in der Masse vieler Bases wird die Pose in Linie tatsächlich ebenso wenig auffallen, wie gewisse mögliche kleinere Schwächen in der Bemalung.

Ich finde deine neugewonnene Energie toll, D.J.! Mal sehen, wohin dich das noch führen wird :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 06. Oktober 2020 - 14:51:32
Ja, ich denke auch, dass ich höheres Gras nutzen werde. Aber auch nicht zu viel, sonst wird es zu wild auf den Bases.

Die Energie kommt im weitesten Sinne durch das Coronavirus.
Keine Treffen = weniger Druck mit irgendetwas fertig werden zu müssen = mehr Zeit für Herzensprojekte wie z.B. Herr der Ringe ergibt am Ende die Feststellung, dass da ja noch eine Sache war, die mir schon seit ewig am Herzen liegt.
Eben Napoleon und seine Epoche, in meinen seit Kindertagen heiß geliebten "Minifigs" :)
Und als ich mehr und mehr über Projekte in 18mm, 10mm und 6mm las, bemerkte ich, dass man auf gewissen Distanzen eh nicht mehr alle Details erkennt und ich mich bei meinem Einstieg in diesen Maßstab, selber verrückt gemacht habe. Dazu kamen dann noch ein paar neu erlernte Techniken und eben die neuen Contrast Farben.
Ich gebe zu, wenn es für Kugelhagel keine Soloregeln geben würde, mit denen ich perfekt klar komme, wäre das alles wahrscheinlich nicht so gekommen. Aber jetzt bin ich glücklich wie ein Fisch im klarem Wasser :)

Und die Energie (oder eher der wiedergewonnene Spaß) führt mich dazu, dass ich auf lange Sicht vermutlich drei Teilbereiche der Epoche bespielen und sammeln werde.
Spanien / Peninsular War
Klar, Sharpe's Rifles und ohnehin mein Einstieg in dieses spezielle Hobby :) Da kommen Spanier und Portugiesen zu mir, wenn ich auich noch nicht entschieden habe, wann und in welchem Umfang.

Ligny, Quatre Brass, La Haye Saint ...
... die Schlachten dieser Zeit. Obwohl ich aber auch mit anderen Schauplätzen in Europa liebäugele. Das wären aber reine Szenario-Gedanken, keine Sammelfokussierung. Die liegt wirklich bei Waterloo und dem näheren Umfeld.

Der Russlandfeldzug
In der Schule wurde das gesamte Jahrhundert eh im Schweinsgallop abgefrühstückt, bevor wir uns drei Jahre mit Weimarer Republik, Nazideutschland, Weltkrieg I + II, wieder Weimarer, dann erneut Nazideutschland etc. pp. beschäftigten. Ein "Hobby" unseres Geschichtslehrers vermutlich :/
Wie auch immer, über den Russlandfeldzug weiß ich nur wenig. Die Taktik der "verbrannten Erde", welche den Franzosen, die sich ja eher "mobil"versorgten, schwer zu schaffen machten, der russische Winter ... Ende.
Daher habe ich mir etwas Fachliteratur gegönnt und werde erst nächstes Jahr entscheiden, ob (oder eher wie) ich da einsteige ;)
Wenn die hier ist, werde ich die "unboxen" ;)

Apropos Käufe ... heute kam der erste Schwung von vier Käufen bei mir an.
(https://de.share-your-photo.com/img/515b592b8b.jpg)

(https://de.share-your-photo.com/img/163b4d7046.jpg)

Mehr geht ja bekanntlich immer ;D

Jetzt bin ich voll ins Schwallen geraten  :o
Egal. Muss auch mal sein.
Ich hoffe nur, ich habe keinen ins Koma gesabbelt  ;D
Titel: Fortbildungswerke, Fachliteratur & Schulfernsehen 😊
Beitrag von: D.J. am 07. Oktober 2020 - 15:00:46
Mütterchen Russland, die Franzosen und ich
Mit gefühlt einem knappen Kilogramm, ist der Schinken ein echter Hammer. Aber bevor ich wirklich meine Sammlung für Kugelhagel um den Russlandfeldzug erweitere, möchte ich mehr wissen. Recherche gehört eben manchmal dazu und muss ja auch nicht in einer Doktorarbeit münden. Mir geht es nur um einen groben Überblick, der etwas mehr Substanz hat als das rudimentäre Schulwissen, dass sich in einem oder zwei Sätzen zusammenfassen lässt:
"Da Napoleon sich nicht wie ein König als Herrscher von Gottes Gnaden geben konnte, sah er nur die Möglichkeit der Eroberung, seine Position und seine Politik vor dem Volk zu rechtfertigen. Er wandte sich schließlich Russland zu, wo man ihn mit seiner eigenen Taktik - bei der sich seine Armeen nicht vom Nachschub abhängig machten, sondern vom jeweils aktuell eroberten Land lebten - schlug, und ihm nichts als verbrannte Erde hinterließ."
WOW!
Ein ganzer Feldzug in zwei (zugebenermaßen arg verschachtelten) Sätzen ... so wurde uns anno neunzehnundertschlachmichwech der Russlandfeldzug nahe gebracht.
🤨
Das muss man so komprimiert erstmal hinbekommen
Ein (spannend aufbereiteter) Schmöker ist da bestimmt hilfreicher, bevor ich mich in so ein eisiges Abenteuer stürze
Und da der Spiegel mit seiner Bestsellerliste (oder war es der Stern? Die Blöd?) nicht immer voll daneben liegen kann ... gebraucht, für einen schmalen Taler passt das schon.

(https://de.share-your-photo.com/img/a48a04f5f6.jpg)

Als zweites, damit sich das Porto annähernd lohnt, vergleichsweise leichte Kost. Über Waterloo weiß ich zwar schon einiges mehr, als was uns damals beigebracht wurde (was sich aber auch etwa auf dem Niveau und der akademischen Tiefe des Songs von ABBA bewegte), aber lesen soll ja bilden.
Und dann das gesparte Porto!

(https://de.share-your-photo.com/img/59532836d3.jpg)


Das geballte Wissen auf Totbaum hat aber noch nicht gereicht, um meine Bestellung beim medialen Mops möglichst klimaneutral (und portofrei! Ich bin ja nicht die Wohlfahrt!) zu mir kommen zu lassen!
Also habe ich zur Entspannung etwas Spannung dazugekauft :D

(https://de.share-your-photo.com/img/0444b568a4.jpg)

Bis die Tage dann  8)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: waterproof am 07. Oktober 2020 - 15:35:00
Also D.J. die 1812 Lektüre habe ich gelesen. Da kann ich Dir geflissentlich viel Spaß wünschen, mir hat es sehr gefallen. Das Waterloo Buch sagt mir nichts, hatte ich aber schon des Öfteren gesehen. Da bin ich auf Deine Rezension gespannt. Ich denke beiläufig das wohl zu keiner Schlacht so viele Bücher geschrieben wurden wie für die Schlacht bei Waterloo.
True Detective, einfach klasse. Tolle Darsteller, super Stoff, nichts zum entspannen.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 07. Oktober 2020 - 16:06:03
Also D.J. die 1812 Lektüre habe ich gelesen. Da kann ich Dir geflissentlich viel Spaß wünschen, mir hat es sehr gefallen.

Danke dir, das freut mich sehr. Ich war nämlich sehr unsicher, aber die Leseprobe hat mir ausnehmend gut gefallen.
Dann lag ich damit hier ja richtig.

Das Waterloo Buch sagt mir nichts, hatte ich aber schon des Öfteren gesehen. Da bin ich auf Deine Rezension gespannt. Ich denke beiläufig das wohl zu keiner Schlacht so viele Bücher geschrieben wurden wie für die Schlacht bei Waterloo.

Dnn wird diese Buch auch zuerst gelesen :)
Ich hatte zuvor das von Bernard Cornwell im Visier, aber seine Romanschreibe ist mir teilweise schon zu formelhaft und hurra-patriotisch. Da bin ich dann zurückgezuckt.
Eine Rezension ist Ehrensache.

True Detective, einfach klasse. Tolle Darsteller, super Stoff, nichts zum entspannen.

Meine Frau und ich haben die erste Staffel damals gesehen, wollten die aber mit Abstand noch eimal in Ruhe schauen. Ja, Emntspannung ist da weniger angesagt, aber dafür wirklich gute Unterhaltung.
Da freuen wir uns beide schon riesig drauf  :D
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 07. Oktober 2020 - 16:17:32
Ein Nachtrag zum Buch von Johannes Willms:
Es befindet sich ein Schmankerl für historische Wargamer hinten im Buch ;)

(https://share-your-photo.com/img/1fac57e2db.jpg)


Komplett mit allen Aufstellungen etc.
Titel: Ein paar Tage Pause ...
Beitrag von: D.J. am 08. Oktober 2020 - 13:54:32
 ... sind ab Morgen in diesem Thread angesagt, denn die Brötchenjobs von mir und meiner Frau verlangen etwas Aufmerksamkeit und eine Umräumaktion innerhalb der Wohnung.
Der Nachteil liegt auf der Hand: Ein paar Tage Chaos (ein paar neue Möbel müssen her etc) 😕
Der Vorteil: Ich werde meine Spielplatte etwas vergrößern können :D  Die genauen Maße muss ich noch ausknobeln :)

Also wird es diese Woche keinen Rückblick oder weitere Aktionen geben.
Aber keine Bange ... Ill be back
(https://de.share-your-photo.com/img/7599a37922.jpg)
(Quelle: http://thedigitalbits.com/columns/inside-cinema/terminator-movies-a-mirror-to-the-times)
Titel: "Papi! Der Mann mit dem Spielzeug ist daaaa!"
Beitrag von: D.J. am 09. Oktober 2020 - 16:46:41
Und deshalb muss ich schnell mal was posten, denn mitten in den ersten Arbeiten zum Umbau des Bastel- und Hobbyzimmers klingelte der Mann vom gelben Paketdienst mit der roten Schrift :)
(https://de.share-your-photo.com/img/70ada3c465.jpg)


Der "Wurst Wagon", so genannt wegen seiner Form, war im Gunde nichts anderes, als ein einfacher Munitionswagen. Baron Francois Percy nutzte diesen Wagen, um auf dem Schachtfeld schnell medizinisches Personal und Material auf, und Verwundete vom Schlachtfeld zu bringen.
(https://de.share-your-photo.com/img/4e2563c0e8.jpg)


Niemand kann eine Tortour de France ohne ihn bestreiten. geschweigen denn einen kapitalen Feldzug.
Außerdem benötigen Sharpe und seine Spießgesellen ja auch etwas, dass sie erobern müssen können tun!
(https://de.share-your-photo.com/img/cfe6b8a6c2.jpg)


Diese protestantischen Nordnierderländer kann ich schön mit meinen katholischen und frankophilen Südniedernländern kombinieren.
Oder Nassauer aus ihnen machen
Mal schauen ;)
Sehr schön ist an diesem Paket, dass ich einige Köpfe tauschen kann (roter Rand) und einer speziellen Figur (burdeaux-rot) Gegenstände wie eine Trompete, eine Trommel oder eine Fahne (blau umrandet) in die Hand drücken kann :D
(https://de.share-your-photo.com/img/95e400aabb.jpg)


Gleiches gilt auch für Frankreich, wo ich dringlichst (oder auch mit höchster Priorität) noch eine Handvoll Truppen benötigte. Frankreichs Stiefel marschieren wieder!
(https://de.share-your-photo.com/img/4d25d1d122.jpg)


Auch hier kann ich einige Köppe zu Zwecken der Erhellung Individualisierung austauschen. Ach in 1:72 und Weichplastik sind Umbauten machbar :)
Ich präsentiere:
Frankreichs hellste Köpfe ;)
(https://de.share-your-photo.com/img/3c30407804.jpg)

DAS musste ich jetzt einfach posten, auch wenn es im Moment etwas trubelig ist.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 09. Oktober 2020 - 17:56:30
Super Ergänzungen! Besonders die 1815-Marschierer sind toll.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 10. Oktober 2020 - 07:30:11
Danke dir :)
Ja, die Marschierer mussten sein, weil ich so gar keine hatte, was mich doch etwas wurmte. Ich bin auch gespannt, ob ich einige der Köpfe bei den "Dutch-Men" getauscht bekomme :)
Aber zuerst ist eben noch anderes, jenseits des Hobbys angesagt.
Titel: Kein Plan überlebt den ersten Feindkontakt …
Beitrag von: D.J. am 11. Oktober 2020 - 12:13:18
… und somit verzögert sich der Umbau des Bastelzimmers und die Vergrößerung meiner Spielplatte ein wenig. Aber das ist kein Problem, dadurch habe ich etwas Zeit gewonnen, die ich direkt ausgenutzt habe :D

Niederländische Panzer Lanzer
Zuerst habe ich eine Einheit niederländische Lanzer, die mir vor etwa zwei Jahren bemalt geschenkt wurden, neu gebased :) Damit hat Wellington jetzt schwerste Kavallerie auf seiner Seite und ich bekomme, zusammen mit den geplanten zwei Einheiten niederländischer Milliz, meinen Nassauer Voltigeuren und einer Einheit Nassauer Grenadiere (sofern sie nicht doch noch Belgier werden), die Orange-Nassauische Brigade beisammen, die Wellington bei Waterloo zur Verfügung stand.
Sicher, meine Aufstellung ist historisch nicht korrekt. Dessen bin ich mir bewusst, aber mir geht es in erster Linie darum, auch mal ungewöhnliche Truppen auf das Schlachtfeld führen zu können.
Hintergrund zu den Niederländern / Belgiern und den Nassauern werde ich dann auch einbringen.

Die zweite Hälfte der Lanzenreiter wird eine zweite Einheit bilden und zu polnischen Lanzenreitern werden, die ich dann Napoleon zuschlage. Allerdings muss ich die Reiter erst umfärben.

(https://share-your-photo.com/img/70abf67f37.jpg)


Mehr Preußen für den großen Feldmarschall!
In meiner Kruschelkiste mit den Resten meiner alten Sammlung, habe ich noch eine Handvoll alter, marschierender Revell-Preußen gefunden. Perfekt, denn die hatte ich damals zugunsten der schießenden Miniaturen auf Halde gelegt. Da diese alten Minis sehr schmächtig und auch etwas detailärmer sind, war die Bemalung mit vier Abenden recht flott vonstatten gegangen. Jetzt habe ich zwei Infanterieeinheiten für die Preußen und einen weiteren Kommandanten.
Darauf kann ich dann mit weiteren Preußen aus de Hause HÄT aufbauen.

(https://share-your-photo.com/img/d9338877c6.jpg)


(https://share-your-photo.com/img/0175cf3c57.jpg)

Waterloo – Napoleons letzte Schlacht … und mein letztes Buch dieses Autors
(https://share-your-photo.com/img/8ddb8dc8a0.jpg)

Daneben habe ich mich jetzt lange genug durch „Waterloo – Napoleons letzte Schlacht“ von Johannes Willms gekämpft.
Französische Kapitelüberschriften, französische Einsprengsel für ein gewisses „Flair“, verschachtelte Mammutsätze, dass es selbst einem Umberto Eco (Der Name der Rose, Das foucaultsche Pendel) die Schamesröte ins Gesicht treiben würde und ein Ansatz, der weit, weit vor den Ereignissen von Waterloo irgendwo im politischen Treiben zwischen Brüssel und Paris angesiedelt ist, wo der Autor dann Namen und Titel, vor allem aber irgendwelche Zusammenhänge herauskristallisiert und dem unbedarftem Leser präsentiert, als wären es bunte Schokolinsen ohne Rücksicht auf Verluste.
Frage am Rande:
Hat euch dieser Satz gefallen?
Wenn ja, meldet euch bei mir und ich sende euch das Buch :)
Das ist kein Gag, das Buch ist für mich nicht lesbar, aber ich bin auch nur ein unegbildeter Prolet, der kein Französisch kann und den die Politik vor der Schlacht von Waterloo ehrlich gesagt nicht die Bohne juckt  ;D
Wer das Buch also gerne gegen Porto (2,50€ incl. gepolsteter Briefumschlag das Buch wiegt über 500gr.) haben mag, schreibt mir einfach eine PN.

Soweit meine News.
Morgen oder Übermorgen werde ich meine neue Spielplatte (120*100cm) vermutlich holen und aufbauen können. Danach dürfte es mit dem Rest der Arbeiten eigentlich flott von der Hand gehen.
Hoffentlich, denn da warten katholische Nord-Niederländer, protestantische und frankophile Süd-Niederländer (heute Belgier) und ein paar Wagen.
 
Ich hoffe, euch allen geht es gut und wünsche euch einen tollen Restsonntag :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: tattergreis am 11. Oktober 2020 - 12:48:22
Les Lanciers rouges ne sont pas des traitrès. Ce ne pas possible que ils battre pour Wellington.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 11. Oktober 2020 - 13:04:07
Ich nicht gut sprechen diese Sprache, aber Onkel Gockel hat mir geholfen ;)

Ne, Spaß beiseite:
Ich lese gerne im Bett, auf der Couch und auf everbodys Lieblingsort: dem WC ;)
Wenn ich aber gefühlt drei bis vier Mal pro Seite den Übersetzer anwerfen muss, vergällt es mir die Laune. Dann kann ich auch direkt nach französischen Seiten Ausschau halten und diese per "Konferenzschalte" mit google versuchen zu lesen.
Dazu kommt, dass der Autor erst einmal lang und breit (und gerne mal französisch) erklärt, welceh Außenminister mit welchem Innenminister so gar nicht konnte und wann was geagt hat, das dann dazu führte, dass die Hugenotten gegen die Bourbonen gegen die Wikinger ausgespielt wurden ...  ;)

Wie gesagt, wer sich das Buch zutraut kann es gegen Porto gerne von mir haben.
:)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 11. Oktober 2020 - 20:06:27
Hallo, wieder coole Fortschritte! Ich bin ein Freund der Klarheit, auch wenn ich denke, dass du Tattergreis bestimmt schon richtig verstanden hast:
Die roten, niederländischen Lanzenreiter verstärken gekonnt Napoleons Truppen. Sie waren nicht bei den Alliierten, sondern auch noch bei Waterloo bei Frankreich.
Du könntest aber auch einen Teil zu Braunschweiger Ulanen ummalen (Schwarze Uniform, hellblaue Aufschläge etc), die für Wellington kämpften. Dann hättest du ähnlichen Aufwand wie geplant und auch Lanzenreiter auf beiden Seiten. 😊
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 12. Oktober 2020 - 06:07:08
Danke dir :)
Ja, ich habe Tattergreis' Worte natürlich durch den Übersetzer gejagt. Ich hatte vermutet, dass die niederländischen Lanzenreiter bei Waterloo tatsächlich unter Wellington gedient hätten.
Peinlich, peinlich.  :-[
Aber das zeigt, dass ich im Thema dieser Schlacht erst kurz dabei bin und manches eben noch nicht richtig zgeordnet habe. Daher eben die Suche nach einem oder auch mehreren gut lesbaren Fachbüchern zu dieser Thematik. Klar, ich könnte auch Wikipedia fragen. Aber ich mag am Rechner nicht so viel lesen, weil im Internet vieles verkürzt dargestellt wird.
Dennoch hätte ich bei den Lanzenreitern besser vorab mal dort nachgesehen:

Zitat Wikipedia zu (niederländischen) Ulanen
1810 trat ein 2. Garde-Regiment hinzu, das aus den Gardehusaren des aufgelösten Königreichs Holland gebildet wurde.
...
Bei der ersten Abdankung Napoleons begleitete eine Schwadron polnischer Gardeulanen den Kaiser als einzige Kavallerieeinheit nach Elba, die polnischen und deutschen Regimenter wurden aufgelöst. 1815 wurde die Schwadron aus Elba mit dem holländischen Regiment vereinigt und kämpfte bei Waterloo.

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ulanen#Napoleonische_Kriege (https://de.wikipedia.org/wiki/Ulanen#Napoleonische_Kriege))

Autsch!
Zwei oder drei Klicks, und ich hätte den Zusammenhang korrekt erkannt. Also ohne Spaß und Albernheit meinen Dank an dich und Tattergreis, dass ihr mich über diesen Fehler aufgeklärt habt! Und jetzt sieht man, wie wichtig mir ein oder zwei (lesbare) Sachbücher zu diesem Thema sind, die sich speziell militärhistorisch an das Thema annähern! Ich bin zwar ein lockerer Spieler, der nicht alles historisch 100% korrekt darstellen mag, aber so etwas wie die mit den Niederländischen Lanzenreitern sind Klopper, die sind sogar mir peinlich  :-[

Und danke auch an dich für den Tipp mit den Uhlanen, Felix :)
Stimmt, gleicher Aufwand, aber korrekte Zuteilung.
Das werde ich so machen :)

Nachtrag an tattergreis und Maréchal Davout
Und auch im "blauen Forum" habe ich in meinem Projekt-Thread diesen Fehler korrigiert und euch beide dankend erwähnt. Mein Dank war also keine Floskel!
https://www.tabletopwelt.de/index.php?/topic/164283-kugelhagel-20mm-sharpes-rifles-und-wellingtons-triumph/&do=findComment&comment=5268018 (https://www.tabletopwelt.de/index.php?/topic/164283-kugelhagel-20mm-sharpes-rifles-und-wellingtons-triumph/&do=findComment&comment=5268018)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 12. Oktober 2020 - 11:10:52
Die roten Lanzenreiter sehen doch prima aus. Niemand würde auf die Idee kommen solche Beauties zu übermalen...

Schöne Truppen hier.  :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 12. Oktober 2020 - 11:56:53
Zu Willms:
Ich fand den schon in einer Doku über Josephine sowas von unsympathisch mit seinem Rumgepöbel. Von dem brauche ich echt nix. Was die Inhalte anbelangt, muss man halt auch bedenken, dass es Autoren gibt, die nen anderen Fokus haben und andererseits die Seiten füllen müssen, wenn sie jetzt nicht gerade in die Archive gehen und wirklich atemberaubende neue Details zum Schlachtverlauf, der Taktik, dem Alltagsleben der Soldaten etc. auftischen können.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 12. Oktober 2020 - 22:39:30
Danke, D.J.!

@Pappenheimer: Die Idee mit dem Übermalen kam ja von D.J. selbst. Eigentlich wäre auch viel besser, wenn ich D.J. die Braunschweiger bemale und von ihm die Roten bekomme, die er nicht braucht (weil zu viele da sind). Die Roten fehlen mir tatsächlich noch 😉
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 13. Oktober 2020 - 06:23:09
Entschuldigt die späte Antwort, aber wir sind gerade dabei zwei Zimmer umzubauen. Home Office für zwei ist eben etwas anspruchsvoller in der Umsetzung. Aber dafür bekomme ich einen besseren Platz für meinen Spieltisch ;D

Die roten Lanzenreiter sehen doch prima aus. Niemand würde auf die Idee kommen solche Beauties zu übermalen...

Ich bringe es auch nicht über's Herz!
Nein, geht gar nicht  :(
Die bleiben so, wie sie sind.

Schöne Truppen hier.  :)

Danke dir :D

Zu Willms:
Ich fand den schon in einer Doku über Josephine sowas von unsympathisch mit seinem Rumgepöbel. Von dem brauche ich echt nix. Was die Inhalte anbelangt, muss man halt auch bedenken, dass es Autoren gibt, die nen anderen Fokus haben und andererseits die Seiten füllen müssen, wenn sie jetzt nicht gerade in die Archive gehen und wirklich atemberaubende neue Details zum Schlachtverlauf, der Taktik, dem Alltagsleben der Soldaten etc. auftischen können.

So richtig brandneue Details wären gar nicht so wichtig, ich bin immerhin Anfänger bzw. Einsteiger in Sachen Waterloo. Aber eine zugänglichere Sprache, die nicht von vornherein eine bestimmte Klientel (eben die Einsteiger ohne tieferen Background in diese Epoche) regelrecht abkanzelt und des Platzes verweist ... da hätte ich mir schon mehr gewünscht.
Ich lese zum Beispiel sehr gerne Umberto Eco, der auch nicht gerade wegen seines reisserischen und comichaften  "Ich-Tarzan-du-Jane"-Stils bekannt ist. Da habe ich dann auch meinen Spaß dran, weil er zum Beispiel Fachbegriffe im Text beiläufig erklärt oder seine Gedankenketten bei allen Verschachtelungen am Ende immer noch nachvollziehbar bleiben. Da lese ich dann sehr gerne auch einen Megasatz zwei oder drei Mal und habe meinen Spaß daran, wie der Mann mit Sprache spielen kann :)
Dieses Buch allerdings war hingegen für mich persönlich wie eine literarische Ohrfeige, was mich neben der rein politischen Unsetzung bzw. Perspektive, wie es letztendlich zu Waterloo kam, doch ziemlich ärgerte.

Danke, D.J.!

Ich weiß nicht, wie das in der akademischen Wlet ist, aber für mich es ganz normal einen Fehler zugeben zu können und die Helfer, die mich darauf aufmerksam machten, auch zu benennen und mich bei ihnen zu bedanken :)
Von daher ..  ;)

@Pappenheimer: Die Idee mit dem Übermalen kam ja von D.J. selbst. Eigentlich wäre auch viel besser, wenn ich D.J. die Braunschweiger bemale und von ihm die Roten bekomme, die er nicht braucht (weil zu viele da sind). Die Roten fehlen mir tatsächlich noch 😉

Es dauert aber noch ein paar Tage, bis ich in Ruhe die überzähligen Lanciers raussuchen kann, wenn das okay ist für dich? Die kämen dann oben auf das andere Teil drauf und ich müsste nur ein Päckchen daraus schnüren :)
Die Braunschweiger würde ich mir dann beizeiten neu kaufen (damit ich bei anderen Bestellungen auf meinen portofreien Versand komme :D ) da musst du dich also nicht in Kurve legen ;)

Ein Helfer aus Bielefeld, der nicht genannt werden möchte, hat mir gestern sogar noch ein paar Bilder und Tipps für die korrekte Darstellung und Umsetzung der niederländisch-belgischen Kavallerie unter Wellington geschickt.
An dieser Stelle auch an ihn ganz offiziell meinen Dank für die vielen vergangenen und die aktuelle Hilfe :)

So, gleich geht es in ein schwedisches Möbelhaus und dann denke ich , dass wir zum Ende der Woche die zwei kleinen "Büros" fertig eingerichtet haben.
Titel: Ein kurzes Update zur Umbau- / Umräumakion
Beitrag von: D.J. am 13. Oktober 2020 - 15:43:21
Es geht voran :)
Mein Spieltisch hat nun die Fläche von  100 * 120cm. Kein Gardemaß, aber ich freue mich. Mein PC steht nun neben meinem Mal- und Basteltisch, was vieles erleichtert, aber auch für Ablenkung sorgt ;) An der "Stirnwand" des Spieltisches muss ich noch eine Bahn Packpapier ziehen. Dort wird beizeiten mit Tesafilm ein Hintergrund für das Spielfeld drangepappt, den muss ich nur suchen und drucken lassen, sobald ich Zeit habe.
Seek & Print ... klingt fast wie bei den Nerds :D

Es fehlt noch ein Möbelstück, dann kann es weitergehen. Bis dahin habe ich gestern abend, in Ermangelung eines erbaulichen TV-Programms, schnell eine Matte gekleistert ;D

(https://de.share-your-photo.com/img/ac17211427.jpg)


(https://de.share-your-photo.com/img/e67eefee0d.jpg)


Ein oder zwei Tage wird es noch dauern, bis hier wiedfer Normalität einkehren kann, dann wird auch wieder mehr gemalt :)

 
Titel: Was bisher geschah ...
Beitrag von: D.J. am 16. Oktober 2020 - 09:24:32
oder
Manchmal geht alles schneller als man denkt :)
 
Umbauten und ein neues Schlachtfeld
Eigentlich hatte ich, auch aufgrund von Lieferzeiten und eigenen notwendigen Käufen, damit gerechnet, dass ich für knapp 14 Tage hobbytechnisch nichts auf die Reihe bekomme. Meine Frau und ich haben zwei Zimmer so umgeräumt, dass wir beide problemlos im Home Office arbeiten können, ohne uns gegenseitig zu stören. Dabei wurde unser Bastel-, Mal- und Spielzimmer gleichzeitig zu meinem neuen Arbeitszimmer. Dadurch habe ich meinen Spieltisch verschieben müssen / können und konnte direkt meine Platte mit besseren Maßen versehen.
100 x 120cm misst mein Schlachtfeld jetzt, womit ich eigentlich die meisten Spielfelder abdecken kann und besser bespielbar ist sie jetzt auch :)

(https://de.share-your-photo.com/img/450071428a.jpg)

Eine blanke Platte ist natürlich nichts Halbes und nichts Ganzes, weshalb ich mir auch direkt mal eine Matte aus Malervlies gestrickt habe.

(https://de.share-your-photo.com/img/58d75e9af2.jpg)

Dabei habe ich mir überlegt, dass ich mir auf alle Fälle noch eine Wintermatte basteln werde. Frostgrave, teilweise auch Herr der Ringe und der Russlandfeldzug für mein Napoeloen-Projekt stehen ja entweder spielbereit in den Startlöchern, beziehungsweise sind für nächstes Jahr geplant. Malervlies habe ich jetzt ja noch ausreichend da ;)

Malerarbeiten und neue Einheiten
Daneben konnte ich auch in meinem Projekt "Kugelhagel- Napoleonisch in 1:72" ein wenig weitermachen.
Ich habe eine Einheit niederländischer Lanzenreiter, die ich vor zwei Jahren von einem Sammlerkollegen geschenkt bekommt habe, neu basen können.

(https://de.share-your-photo.com/img/19bbfeda6a.jpg)

Eine Einheit Preussen der Firma Revell, die seit dieser Zeit bei mir in der Kruschelkiste lagen, konnte ich an mehreren Abenden ebenfalls fertigstellen. Jetzt habe ich von ihnen zwei Regimenter und kann darauf dann nächstes Jahr mit Modellen von HÄT oder anderen Herstellern aufbauen, damit ich auch die Schlacht bei Ligny nachspielen kann. Auch ein weiteres Kommandomodell (vielleicht als Briagedekommandeuer?) konnte ich bemalen.

(https://de.share-your-photo.com/img/5f10d749ca.jpg)

(https://de.share-your-photo.com/img/2eeeeda4b8.jpg)

Einkäufe
Alle Bestellungen, die ich im letzten Wochenrückblick angekündigt habe, sind gut angekommen. Niederländer / Belgier, marschierende Franzosen, Baggagewagen, Wurst Wagon (mobile Ambulanz ;) ) und ein Second Hand Deal, den ich mit hier mit dem Mitglied Mahud abgeschlossen habe.
An dieser Stelle ganz offiziell meinen Dank für den sehr guten Deal und den reibungslosen Ablauf, gerne wieder  :)
 
Französische Dragoner, französische Kürassiere und französische Gardejäger ...
(https://de.share-your-photo.com/img/2917341e19.jpg)

Damit habe ich zusammen mit meinen bereits fertigen Gardegreandieren zu Pferd und den niederländischen Lanzenreitern alle Typen von Kavallerie, die Napoleon zur Verfügung standen. Meine französische Armee dürfte damit auf etwa 3.000 Punkte nach Kugelhagel kommen :)
Die nächsten Tage dürte dann wieder Normalität und Alltag Einzug halten, was bedeutet, dass ich bald auch wieder an's Malen komme :D
Niederländische Milliz, Belgische Linieninfanterie und wenn es machbar ist, noch eine Einheit Nassauer stehen auf dem Plan. Zusammen mit den beretis fertigen Flankeuren (Voltigeure, Plänkler) der Nassauer, kann ich dann für die Koalition unter Wellingtons Kommando in Waterloo eine Brigade der Niederländisch-Nassauischen Infanterie-Division stellen. Die komplette Divison wäre zu viel für meine Spielplatte, daher wird es bei dieser "exotischen" Brigade bleiben.
Aber immerhin sieht es dann auf der Platte etwas bunter aus.

Soweit meine Woche, die sich entgegen meiner Befürchtungen weniger stressig gestaltete, als ich dachte und trotz alle Alltgstätigkeiten doch noch etwas Luft für's Hobby ließen :)
Ich wünsche euch allen einen guten Start in ein (hoffentlich) ruhiges Wochenende.
Bleibt gesund, seid fleissig in Sachen Hobby :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Sens/) am 16. Oktober 2020 - 11:15:22
Cool ist, dass Du schon soviel Einheiten fertig hast und dass Deine Infanterie die Golfschläger jetzt gegen Musketen eintauschen können (Spielmatte)  ;)
Die Matte gefällt mir richtig gut.
Bin gespannt, wie es weiter geht  8)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 16. Oktober 2020 - 11:50:28
Die Matte finde ich auch toll!

Interessant, deine Fortschritte zu verfolgen - zur Kavallerie:

Checkst du eigentlich bei plasticsoldierreview.com bevor du Einheiten bestellst? Viele Sets bei Italeri sind neu verpackte Versionen der alten ESCI-Gussrahmen. So auch deine Kürassiere: http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1082

Im Gegensatz zu den meisten Italeri-Kavalleriesets, die hervorragend sind, ist dieses alte ESCI-Set mit einigen Nachteilen versehen.
1. Die zwei Pferdeposen sind recht klein und dürr für schwere Kavallerie.
2. Die Pferde haben keine Zügel.
3. Das eine Pferd hat eine recht unnatürliche Gangart (das mit geradem Bein nach vorn, fast 50% der Pferde im Set).
4. Die Pferde sind in die Bases zu stecken (das ist aber nicht so wild, wenn man sie mit Leim festklebt, bevor man alles auf Bases leimt), aber immer mal wieder hüpft mir eines dieser ESCI-Pferde aus der Base...
5. Es gibt keinen Musiker.
6. Die Reiterposen sind nur 4 (und eine Pose sieht einer anderen sehr ähnlich, also fast nur 3), Bonus ist allerdings der Kürassier, der wartend die Zügel hält - den kann man auf Kommadobases schön einsetzen oder für malerische Kleinszenen z.B. am Brunnen eines Dorfes.

Man kann schon mit dem Set arbeiten, ich habe es auch eingesetzt, aber im Grunde hat das Set von Zvezda keinen dieser Nachteile und sieht fanstastisch aus: http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1595
19 Reiter in einer Box, brillante Posen, schön puschelige Federstürze am Helm, realistisch lange Stoßsäbel (Pallasche), ein Kavallerieadler dabei! Hätte ich mir nur Kürassiere neu ausgesucht, hätte ich nur das Zvezda-Set verwendet.

Du schreibst, dass du alle Kavallerietypen der Franzosen hast. Du hast schon eine beträchtliche Sammlung :) Hast du auch Carabiniers (von denen es ein schönes Set von Italeri gibt)? Ich weiß es gerade nicht mehr...
Mameluken? Guides hast du auch noch nicht (http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1217), die gab es aber auch erst seit 1813, dann noch die Eclaireurs, Gendarmes, Gardes d´Honneur...
Dann könnte man natürlich noch recht viel Verbündete Reiterei integrieren (Rheinbund, Bayern, Württemberg, Sachsen...). Nur als Ideen  ;D
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 16. Oktober 2020 - 13:40:34
Die Matte finde ich auch toll!

Danke dir, das freut mich sehr :)
Es war meine erste Malervlies-Matte. Ist eigentlich gar nicht so schwer.
Hat ein bisschen was von "So Kinder, wir packen jetzt die Fingerfarben aus!" ;D


Interessant, deine Fortschritte zu verfolgen - zur Kavallerie:

Checkst du eigentlich bei plasticsoldierreview.com bevor du Einheiten bestellst? Viele Sets bei Italeri sind neu verpackte Versionen der alten ESCI-Gussrahmen. So auch deine Kürassiere: http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1082

Ja, das ist inzwischen der erste Schritt vor einem Kauf. Neu ist hingegen, dass ich mir auch die schriftliche Bewertung bzw. den Hintergrund genauer durchlese.

Im Gegensatz zu den meisten Italeri-Kavalleriesets, die hervorragend sind, ist dieses alte ESCI-Set mit einigen Nachteilen versehen.
1. Die zwei Pferdeposen sind recht klein und dürr für schwere Kavallerie.
2. Die Pferde haben keine Zügel.
3. Das eine Pferd hat eine recht unnatürliche Gangart (das mit geradem Bein nach vorn, fast 50% der Pferde im Set).
4. Die Pferde sind in die Bases zu stecken (das ist aber nicht so wild, wenn man sie mit Leim festklebt, bevor man alles auf Bases leimt), aber immer mal wieder hüpft mir eines dieser ESCI-Pferde aus der Base...
5. Es gibt keinen Musiker.
6. Die Reiterposen sind nur 4 (und eine Pose sieht einer anderen sehr ähnlich, also fast nur 3), Bonus ist allerdings der Kürassier, der wartend die Zügel hält - den kann man auf Kommadobases schön einsetzen oder für malerische Kleinszenen z.B. am Brunnen eines Dorfes.

Ich hatte offenbar Glück, denn alle Pferde haben Zügel, sind nicht aus Kaugummi-Plastik und stehen bereits auf ihren Bases. Den Zügelhalter habe ich glaube ich nicht dabei, aber das ist vollkommen okay und auch so abgesprochen, da es gebrauchte Sets sind, wo das eine oder andere Stück schon entnommen wurde.
Für den Preis, den ich bezahklt habe, ein absoluter Schnapper :D


Man kann schon mit dem Set arbeiten, ich habe es auch eingesetzt, aber im Grunde hat das Set von Zvezda keinen dieser Nachteile und sieht fanstastisch aus: http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1595
19 Reiter in einer Box, brillante Posen, schön puschelige Federstürze am Helm, realistisch lange Stoßsäbel (Pallasche), ein Kavallerieadler dabei! Hätte ich mir nur Kürassiere neu ausgesucht, hätte ich nur das Zvezda-Set verwendet.

Ich glaube, das Set ist dabei?
Ich bin mit allen Miniaturen super zufrieden und freue mich schon auf die Bemalung und die ersten Einsätze :)
 
Du schreibst, dass du alle Kavallerietypen der Franzosen hast. Du hast schon eine beträchtliche Sammlung :) Hast du auch Carabiniers (von denen es ein schönes Set von Italeri gibt)? Ich weiß es gerade nicht mehr...
Ja, die sind dabei :)

Mameluken? Guides hast du auch noch nicht (http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1217), die gab es aber auch erst seit 1813, dann noch die Eclaireurs, Gendarmes, Gardes d´Honneur...

Parbleu, du hast mich erwischt :D
Nein, Mameluken habe ich keine. Aber mit 6 Einheiten zu je 4 bis 5 Bases bin ich reichhaltig ausgestattet, um meine kleine Platte dicke zu füllen.
Ich befürchte sogar, ich werde die Reiterei teilweise aus dem Off (also außerhalb des Mattenrandes) einreiten lassen müssen  ;)

Dann könnte man natürlich noch recht viel Verbündete Reiterei integrieren (Rheinbund, Bayern, Württemberg, Sachsen...). Nur als Ideen  ;D


Ooooh, du Teufel, du!
Du sollst mich doch nicht verführen  ;D
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 16. Oktober 2020 - 13:52:21
Ach, ich liebe diesen Austausch!

Gebraucht ist ja ganz was anderes, das wusste ich nicht! Gebraucht habe ich ja auch noch ESCI-Kürassiere (und sogar untergemischte Airfix-Oldies) benutzt.
Aber aus Interesse: Du müsstest anhand von Plasticsoldierreview doch sehen können, welche Kürassiere du hast, oder? Ist es eine Mischung aus ESCI und Zvezda? Die Pferde von ESCI/Italeri haben auf keinen Fall Zügel, die Richtung Hände/Sattelknauf führen, aber natürlich Zaumzeug.

Ich mache komplette Zvezda- und Esci-Einheiten, da ich finde, dass sie sich nicht gut mischen (die Zvezdas sehen fast doppelt so "fett" aus).

Insgesamt denke ich auch, dass deine Kavalleriemenge für Frankreich reichen sollte. :D
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 16. Oktober 2020 - 13:59:44
Ich liebe dieses Fachsimpeln auch sehr :)
Ich versuche gerade herauszufinden, welche meine Kürassiere sind. Es müssten die von Italeri sein, wobei die Italiener die Gussformen von Esci benutzt haben.
http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=108 (http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=108)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 16. Oktober 2020 - 14:03:42
Aha, dann doch ohne Zügel, gell?
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: tattergreis am 16. Oktober 2020 - 14:06:50
Nichts schlägt die alten Airfix Cuirassiers...nix
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 16. Oktober 2020 - 14:07:11
Ich habe sie gefunden, es ist Zvezda :)
Hier mal ein paar Bilder

http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1595 (http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1595)

(https://share-your-photo.com/img/6114e3d58b.jpg)

(https://share-your-photo.com/img/5bfb7d3dec.jpg)

(https://share-your-photo.com/img/853150d8be.jpg)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 16. Oktober 2020 - 14:08:24
Nichts schlägt die alten Airfix Cuirassiers...nix

Bist du sicher? ;)
http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=40 (http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=40)

Historische Genauigkeit bei 4 von 10 ... da rollen sich sogar bei mir die Fußnägel kraus ;D
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 16. Oktober 2020 - 14:09:16
Glück für dich, doch die besten Kürassiere auf dem Markt - Zvezda! Sehen auch gut neben den Dragonern von Italeri aus...

Nichts schlägt die alten Airfix Cuirassiers...nix

Naja... ;)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 16. Oktober 2020 - 14:12:24
Damals waren Airfix (bei uns teilweise auch als "Minifigs" im Verkauf) eben das Einzige am Markt. Revell war schon gehobene Klasse. Und wer damit zu einem Spiel auftauchte, war automatisch der King im Ring :)

Glück für dich, doch die besten Kürassiere auf dem Markt - Zvezda! Sehen auch gut neben den Dragonern von Italeri aus...

Ich sagte ja, da habe ich einen echten Schnapper gemacht, der mir das Wochenende versüßt :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: tattergreis am 16. Oktober 2020 - 14:22:28
Nichts schlägt die Erinnerung, wie ich als 10jähriger auf dem Bauch lag und die Airfix-Cuirassiers Tod und Verderben in die Reihen der Engländer und Franzosen trugen/sie umkippten. Nix.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Pappenheimer am 16. Oktober 2020 - 14:39:09
Diese Esci-Bases sind echt zum K-. Ich hab da auch welche professionell bemalt und geklebt bekommen und irgendwann gehen doch die Beine aus diesen bescheuerten Bases. Da kann man sich bemühen wie man will, diese Bases sind der größte Krampf, den die je gemacht haben. Vielleicht mache ich das, falls ich doch nochmal wider Erwarten Esci-Kav. (Britische Husaren - da man die als 18.Jh.-Husaren mit Hängen und Würgen gebrauchen kann) kaufe so, dass ich die mit Greenstuff an die Base verschweiße.

Ansonsten stimme ich dem Maréchal zu: die Matte schaut gut aus.
Zvezda-Kürassiere sind natürliche exzellent.
Bei den Sächs. Kürassieren bin ich irgendwann beim Ankleben der Karabiner verweifelt. Aber ansonsten: geile Posen, schöne Gesichter, großartige Gäule! Hinsichtlich Pferden überhaupt DIE Vorbilder im Hobby.
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 16. Oktober 2020 - 14:41:02
Nichts schlägt die Erinnerung, wie ich als 10jähriger auf dem Bauch lag und die Airfix-Cuirassiers Tod und Verderben in die Reihen der Engländer und Franzosen trugen/sie umkippten. Nix.

Okay, da muss ich dir recht geben.
Vorbehaltlos!
Mit auf dem Bauch liegen ist heute natürlich nicht mehr ;)
Aber mit dem Spielen ... ;D
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 16. Oktober 2020 - 14:42:33
Diese Esci-Bases sind echt zum K-. Ich hab da auch welche professionell bemalt und geklebt bekommen und irgendwann gehen doch die Beine aus diesen bescheuerten Bases. Da kann man sich bemühen wie man will, diese Bases sind der größte Krampf, den die je gemacht haben. Vielleicht mache ich das, falls ich doch nochmal wider Erwarten Esci-Kav. (Britische Husaren - da man die als 18.Jh.-Husaren mit Hängen und Würgen gebrauchen kann) kaufe so, dass ich die mit Greenstuff an die Base verschweiße.

Oder mit Milliput aus der Tube? Das soll richtig gut sein, habe ich gehört.

Ansonsten stimme ich dem Maréchal zu: die Matte schaut gut aus.
Zvezda-Kürassiere sind natürliche exzellent.
Bei den Sächs. Kürassieren bin ich irgendwann beim Ankleben der Karabiner verweifelt. Aber ansonsten: geile Posen, schöne Gesichter, großartige Gäule! Hinsichtlich Pferden überhaupt DIE Vorbilder im Hobby.

:) Ich freu mich auch wie Schnitzel :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: Maréchal Davout am 16. Oktober 2020 - 15:01:12
Diese Esci-Bases sind echt zum K-. Ich hab da auch welche professionell bemalt und geklebt bekommen und irgendwann gehen doch die Beine aus diesen bescheuerten Bases. Da kann man sich bemühen wie man will, diese Bases sind der größte Krampf, den die je gemacht haben. [...]

Größter Krampf: Ich finde die Airfix-Bases noch schlimmer. Jede Base ein kleines Landschaftsdiorama mit fast zufällig verteilten Löchern. Da sind die Erhöhungen des Bodens in kaum einer Weise abgestimmt auf die Höhe des Stifts unterm Huf - schlimm... Dagegen sind die ebenen Esci-Bases und gut sitzenden Stifte schon wieder in Ordnung :)
Titel: Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
Beitrag von: D.J. am 16. Oktober 2020 - 15:13:17
Diese Esci-Bases sind echt zum K-. Ich hab da auch welche professionell bemalt und geklebt bekommen und irgendwann gehen doch die Beine aus diesen bescheuerten Bases. Da kann man sich bemühen wie man will, diese Bases sind der größte Krampf, den die je gemacht haben. [...]

Größter Krampf: Ich finde die Airfix-Bases noch schlimmer. Jede Base ein kleines Landschaftsdiorama mit fast zufällig verteilten Löchern. Da sind die Erhöhungen des Bodens in kaum einer Weise abgestimmt auf die Höhe des Stifts unterm Huf - schlimm... Dagegen sind die ebenen Esci-Bases und gut sitzenden Stifte schon wieder in Ordnung :)

Auahera ... da kommen Kindheitserinnerungen hoch  ;D