Sweetwater Forum

Epochen => Altertum => Thema gestartet von: tattergreis am 05. Oktober 2019 - 08:40:56

Titel: Watt´n los mit Impetus/ Tabletop überhaupt?
Beitrag von: tattergreis am 05. Oktober 2019 - 08:40:56
Wird das noch gespielt? Woran ist es gestorben? Wozu die zweite Version?

Ich hab noch nicht viel Imp gespielt, mir gefällt es aber immer besser. Ist aber ne bekannte Sache in meinem Leben, Queen mochte ich auch erst, als Freddie schon in den letzten Zügen lag.

cheers
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus?
Beitrag von: D.J. am 05. Oktober 2019 - 13:54:32
Ist aber ne bekannte Sache in meinem Leben, Queen mochte ich auch erst, als Freddie schon in den letzten Zügen lag.

 :o Frevler, Ketzer, Häretiker! Werft den Purschen zu Pohden und nehmt dabei keine Rücksicht auf seine ... Nase!

 ;D ;D ;D
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus?
Beitrag von: Wellington am 06. Oktober 2019 - 15:32:24
Woraus schlisst Du dass Impetus tot ist? Aus der Inaktivität hier im Sweetwater? Wenn das die Grundlage ist, dann sind ja praktisch fast alle Systeme tot  ;D

Das liegt dann wohl eher dass das Sweetwater an Bedeutung verloren hat.
Wir spielen zwar zu Zeit nicht, aber wollen tuen wir es immer wieder.
Impetus II macht Sinn weil die Regeln gerade gezogen wurden, der Wust an Erratas und Amendments eingearbeitet und der Text überarbeitet wurde und allgemein besser zu lesen ist.
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus?
Beitrag von: tattergreis am 06. Oktober 2019 - 16:52:55
Stimmt, meine tabletop-Welt besteht hauptsächlich aus zwei Foren, TMP und SW, und in beiden ist Impetus abwesend. Im Battlefield-Berlin-Forum lief mal was über IMP, aber das ist auch Jahre her.

Als ich gesehen hab, dass die Bewegungsreichweiten in IMP 2 verändert wurden, war es mit meiner Begeisterung für ein Regelwerk, auf welches ich ca 2 Jahre gewartet hab, schon wieder vorbei.

Line relief für ´Ömer gibt es bei I II auch nicht mehr, glaub ich.
Bin gespannt auf eure Impetus-Spiele :)
cheers
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus?
Beitrag von: Strand am 06. Oktober 2019 - 19:55:09
Woran ist es gestorben?

Aus meiner Sicht:
1.) An der Beliebigkeit des Cohesion Tests
2.) An der fehlenden Eingängigheit des Systems (nur gerade Bewegungen, überlappende Einheiten, Support-Würfel, etc.)
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus?
Beitrag von: tattergreis am 06. Oktober 2019 - 21:17:20


Aus meiner Sicht:
...
2.) An der fehlenden Eingängigheit des Systems (nur gerade Bewegungen, überlappende Einheiten, Support-Würfel, etc.)
Ups, gerade die Möglichkeit der obliquen Bewegung von Cavalerie Legere und skirmishern fand ich genial, und meine schwere Inf (sowohl Pezetairoi als auch Legionäre) latscht eh nur gerade aus
Support-Würfel: bei mir kämpft immer eine Einheit gegen die vor sich, wenn es keine gibt, supportet man seinen Nachbarn. Ich gebe zu, dass ich Regeln immer als Vorschläge betrachte, nicht als Gebote  8) Die support-Regel fand ich auch zu kompliziert.
Zitat
1.) An der Beliebigkeit des Cohesion Tests
Da hatte ich bisher Glück, bei mir hab es keine seltsamen/unkomische Ausreißer :) Und da das ganze Kampfgeschehen beim Cohesion-Test eh ad absurdum geführt werden kann, braucht man auch vorher nicht lange nach der richtigen Regelauslegung suchen. Ich such mittlerweile lieber den Flaschenöffner als ne Seite im Regelbuch. Cheers!

Cheers
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus?
Beitrag von: chris6 am 07. Oktober 2019 - 10:17:06
Es gibt einfach zu viele Alternativen und immer wo sich 2 zum Spielen zusammenfinden bevorzugen Sie ein anderes System, weil dieses eben den Aspekt mehr herausarbeitet, den die Spieler als wichtig erachten.

Ich habe insgesamt das Gefühl, daß Wargaming sich mittlerweile durch ein Überangebot selbst langsam tot läuft. Aber das ist nur MEIN Eindruck.
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus?
Beitrag von: D.J. am 07. Oktober 2019 - 18:31:10
Ich habe insgesamt das Gefühl, daß Wargaming sich mittlerweile durch ein Überangebot selbst langsam tot läuft. Aber das ist nur MEIN Eindruck.

Ich denke eher, es greift eine allgemeine I-Net-Müdigkeit um sich, sofern sie Foren und teilweise auch social media betrifft.
Was nicht umgehend (!) und massenhaft geliked wird, und sei es nur mit einem Smiley, verliert sofort an Reiz. "Booah wofür mache ich mir denn die ganze Arbeit wenn doch keiner jubelt?"
Ergo lautet die Gleichung
Kein Reiz = keine Bilder, keine Spielberichte etc. = der Eindruck, Wargaming wäre tot.
Der zweite Grund könnte sein:
In den 80er und 90er Jahren war es so, dass Pen&Paper öffentlich nicht stattfanden. Man kannte die Leute aus seiner Gruppe und nur dann, wenn für jemanden gebürgt wurde wie bei der Mafia, kam dieser Jemand in solche Gruppe rein.

Heute gibt es Whatsapp als Bannmeile, um die in sich abgeschlossenen Kreise. Kennst du da keinen aus der Gruppe, weißt du auch gar nicht dass es sie gibt und was sie so spielen.
Ergo hast du den Eindruck, das Spiel findet nicht statt ;)

Ich denke, das ist insgesamt eine Mischung aus beiden Gründen, die bei diesem (und vielen anderen Systemen) da rein spielen.
Da brauche ich nur an meine Whatsapp-Gruppen denken ...
- SAGA
- Star Trek Attack Wing / Cruel Seas / Bolt Action
- Shootout in Dingstown
- Warhammer Underworlds, evtl. demnächst Warcry
4 Gruppen, in jeder Gruppe andere Leute mit Interessen, welche die Mitglieder der anderen Gruppen so gar nicht reizen ... ;)
Königskinder, die nie zusammenkommen und deren einzige Öffentlichkeit die Treffen im Laden sind.
Und da sind dann auch andere Whatsapp-Gruppen zugegen, wo man höchstens mal gelangweilt auf die anderen Tische ein Auge wirft aber nie großartig zusammenkommt und was Größeres auf die Beine stellt.
Wofür auch?
Läuft doch alles.
;)
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus?
Beitrag von: Bommel am 07. Oktober 2019 - 19:00:49
Hier in Recklinghausen ist es aus mir Sicht auch etwas tot. Die wöchentlichen oder monatlichen Treffen bei mir im Keller finden nicht mehr statt. Vielelicht woanders, daher sag ich etwa tot, weil ich es halt nicht mitbekomme. Eine regelmäßige zombicide Runde läuft wöchentlich. Tabletop aber halt nicht. Auch in unserwe WhatsApp Gruppe geht leider nicht mehr um Spieletreffen, sondern um andere Dinge. Vielleicht liegt es wieder am Lebensabschnitt und Lebensalter der Spieler, dasd nun andere Dinge wichtiger geworden sind. Oder das alle ein anderes System spielen wollen. Es gibt ja wiederum viele WhatsApp zu den einzelnen Spielesystemen, wo es manchmal zu Spieletreffen kommt.
Daher denke ich es ist beides, ein Rückgang und ein spielen wieder im Verborgenen.

Impetus hatten wir ein Jahr jeden Donnerstag gespielt. Der reizendes Spiels war aus mei3nr Sicht, dass die Figuren sehr lange auf dem Feld blieben und es trotzdem spannend war. Aber nach einem.jahr exzessiven spielens sind wir damit durch.
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus?
Beitrag von: Nischenspieler am 07. Oktober 2019 - 20:06:29
Ich habe zwei Spielrunden (beides keine verbreiteten Spiele), die monatlich stattfinden. Ich könnte sicher mehr haben, aber da könnte ich nicht regelmäßig bei sein. Von daher minimiere ich meine Spielrunden auf das, was wirklich klappen kann.
Zugegeben, Der Raum Frankfurt ist schon recht lebhaft was Wargaming angeht. Auf der anderen Seite sei aber auch gesagt, dass vieles an einem selbst liegt. Man muss schon aktiv (Mit-)Spieler suchen, gut präsentieren um die Leute auf das Spiel scharf zu machen und man braucht auch ein großes Entgegenkommen, gegenüber anderer Interessen.
Unterm Strich macht es die Mischung und regelmäßige Treffen sind immer schwer lange bei zu behalten.
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus?
Beitrag von: Thomas Kluchert am 07. Oktober 2019 - 22:24:36
Also bei uns im Club gibt es zumindest einen, der an Impetus interessiert ist. Ansonsten Zustimmung zu Chris6.
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus?
Beitrag von: chris6 am 08. Oktober 2019 - 10:02:42
Auf der anderen Seite sei aber auch gesagt, dass vieles an einem selbst liegt. Man muss schon aktiv (Mit-)Spieler suchen, gut präsentieren um die Leute auf das Spiel scharf zu machen und man braucht auch ein großes Entgegenkommen, gegenüber anderer Interessen.

Das habe ich auch die letzten Jahre gedacht, bin aber mittlerweile anderer Meinung. Es macht einfach keinen Sinn sich zu verbiegen, um nur überhaupt was zu Spielen. Und nichts anderes ist das. Ich will doch kein Spielsystem verkaufen (Präsentieren) und Spieler "scharf" machen (Interesse wecken, was dann nicht aus den Leuten selbst kommt und nur von kurzer Dauer ist). Dies führt mE dazu, daß ich am Spieltisch sitze mit Spielern, die Ihre Figuren nicht fertig bemalen und noch schlimmer, die die Regeln nicht annähernd können und ich jeden Ihrer Züge vorbeten muß. Das ist wie Solo spielen.

Ich will entweder Spieler, die von sich aus eine Begeisterung für das System und die Epoche oder Thematik haben und sich dementsprechend engagieren oder ich spiele lieber nicht.

Das passt nur peripher zum Threadthema, könnte aber auch ein Punkt sein, daß vieles eben nicht mehr gespielt wird. Passt zu meiner Idee des Überangebotes an Wargaming Systemen.
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus?
Beitrag von: Thomas Kluchert am 08. Oktober 2019 - 10:33:16
Interessanter Themenverlauf und wichtiges Thema - aber vielleicht sollte das in einen separaten Thread ausgelagert werden?

Mir gehts wir dir, Chris. 100% Zustimmung!
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus?
Beitrag von: Bayernkini am 08. Oktober 2019 - 10:54:57
Zitat
Interessanter Themenverlauf und wichtiges Thema - aber vielleicht sollte das in einen separaten Thread ausgelagert werden?
Zitat

Da dürfte es schon einige Threads der letzten 2-3 Jahre geben, die letztlich in dasselbe Resultat mündeten (auch wenn die Threads erstmal mit anderen Headlines/Ausgangslage gestartet worden sind), "Großschlachten" z.B.

Das Ergebnis war sinngemäß immer "Wie komplex/simulativ muß ein Regelwerk sein um genügend/dauerhaften Anklang zu finden bzw. warum gibts immer mehr abstrakte/leichte Regelwerke und deren Daseinsberechtigung"


@Nischenspieler: Hast du dich umgetauft? Du warst doch immer "Captain A"?
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus/tabletop überhaupt?
Beitrag von: tattergreis am 08. Oktober 2019 - 11:16:41

Da dürfte es schon einige Threads der letzten 2-3 Jahre geben, die letztlich in dasselbe Resultat mündeten (auch wenn die Threads erstmal mit anderen Headlines/Ausgangslage gestartet worden sind), "Großschlachten" z.B.

Das Ergebnis war sinngemäß immer "Wie komplex/simulativ muß ein Regelwerk sein um genügend/dauerhaften Anklang zu finden bzw. warum gibts immer mehr abstrakte/leichte Regelwerke und deren Daseinsberechtigung"

Ich denke gar nicht, dass die Regelwerke der Kern des Problems sind, eher wie kompromissbereit/ engagiert/kommunikativ muss man sein, um dauerhaft eine Spielgruppe zu erhalten.
Ich bin mittlerweile anderer Meinung als Chris6, er strebt nach einem Idealzustand, ich möchte mittlerweile nur noch überhaupt spielen.
Ich hab schon genügend Anregungen bzgl. Impetus bekommen, mir ist es egal ob der thread abgleitet, es ist nur eben nicht erkennbar für Nichtteilnehmer, um was es hier nun geht.

cheers
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus/ Tabletop überhaupt?
Beitrag von: Thomas Kluchert am 08. Oktober 2019 - 11:55:59
Ich denke auch, dass es nicht um die Beschaffenheit von Regelwerken geht, sondern um die Einstellung zum Spielen an sich (also ein ganz anderes Thema). Ich denke Chris6 strebt keinen Idealzustand an, sondern hat die Frage "wie habe ich Spaß beim Spielen" für sich beantwortet und entsprechende Konsequenzen gezogen. Mir geht das genauso.
Ein paar Jahre lang habe ich für DBA getrommelt, unzählige Testspiele gemacht, Figuren verschenkt und und und. Gebracht hat es wenig. Jetzt fangen Leute von sich aus DBA zu spielen bei uns und das ist einfach viel angenehmer. Ich will ja ein gemeinsames Erlebnis und nicht ständig ziehen müssen. Aber da ist halt jeder anders aufgestellt.
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus/ Tabletop überhaupt?
Beitrag von: Decebalus am 08. Oktober 2019 - 14:22:36
Mal meine Meinung zu den zwei Themen:

Zu Impetus. Ich habe Impetus nur mal probiert, aber die Entwicklung aus meiner Sicht erklärt sich wie folgt: Impetus wurde in Deutschland als 28mm System groß. Es brachte dabei den Vorteil, dass WAB gerade gestorben war. Zudem bot Impetus mit den großen Basen die Möglichkeiten ästhetisch hochwertiges zu machen. Das hat vor allem die Schön-Maler angesprochen. Das hat vor allem zwei Mängel verdeckt: 1. Das die Basen fast schon zu groß sind (und sich z.B. bei jder Unebenheit des Geländes deswegen gleich mal ein bis zwei cm hochbiegen). 2. Dass vor allem durch den völlig zufälligen Cohesion Test (wie erwähnt) es eigentlich kein besonders gutes Regelwerk war.

Jetzt ist durch den Aufschwung des 28mm DBA Spielens (an dem ich ja nicht unbeteiligt war) einerseits ein ziemlicher konkurrent entstanden, der Ästhetik mit guten Regeln verbindet. (DBA war kein konkurrent solange es nur in 15mm mit relativ geringer Ästhetik gespielt wurde.) Zudem ist vor allem mit SAGA auch ein zweiter Konkurrent entstanden, der die Schön-Maler anspricht, da es wenig Figuren sind. Da allerdings DBA nicht jedermanns Sache ist, sind gerade die Großschlachten-Spieler, die lieber nur eine WABähnliche Würfelorgie wollen, etwas heimatlos zurück geblieben. Hier hat sich eben kein Alternativsystem durchgesetzt.

Zum Überangebot im Wargaming. Ich finde immer wieder zwei Sachen erstaunlich.
1. Historisches Wargaming ist doch komplett Regel und System unabhängig. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass sich inzwischen viele verhalten als wäre das ein GW-System. Mich haben früher kleine Küstenschiffe in einem (zu) großen Maßstab nicht interessiert, warum soll ich denn jetzt damit anfangen. Andererseits interessiert mich Reichsgründung, also sammele ich da Figuren. Und dann bin ich auch bereit so ziemlich jedes Regelwerk auszuprobieren.

2. Warum ignorieren Wargamer eigentlich die guten "alten" Regelwerke. Ich sage ja nicht, dass es nicht auch gute neue Systeme gibt, aber es gibt doch Klassiker, die es einfach verdient haben, dass man sie spielt. Für mich (muss jetzt keiner teilen) sind das z.B. Crossfire und Spearhead für WK2. Warum also soll ich mir Bolt Action antun oder WK2 spielen in 15mm lassen, nur weil die gerade "angesagten" Systeme mir nicht gefallen.
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus/ Tabletop überhaupt?
Beitrag von: D.J. am 08. Oktober 2019 - 15:09:20
Noch eimal kurz OT:

Zum Überangebot im Wargaming. Ich finde immer wieder zwei Sachen erstaunlich.
1. Historisches Wargaming ist doch komplett Regel und System unabhängig. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass sich inzwischen viele verhalten als wäre das ein GW-System.
Das ist mir bisher nur in sehr begrenztem Rahmen begegnet, aber ja, das ist auch etwas, was mich total verblüfft. Ich denke aber, dass liegt einfach an der Routine, die man bekommt, wenn man bei ein oder zwei Systemen bleibt. Systemhopping ist nicht so pralle, finde ich, das habe ich schon ein paar Mal ausprobiert.
Jetzt habe ich 5 fixe Systeme - davon 4 (quasi)historisch - und bin damit recht flexibel, was meine Mitspieler betrifft. Aber mehr muss nicht.

Und da sehe ich es wie chris6:
Ich mag einfach nicht mehr ständig der Macher (für 2 bis x Mitspieler Material ranschaffen, fertigmachen und Regeln lernen) und Geber sein (hier ein Terminangebot, dort ein Rundumsorglospaket, und wieder ein All-inclusive-du-musst-nix-kaufen-System)
Ich habe das unverschämte Glück, für alle meine Systeme treue Mitspieler zu kennen. Okay, Termine finden ist nicht immer einfach, aber das ist das kleinste Problem.
Und vielleicht liegt es auch daran, dass (Bogen zurück zu Impetus) manche Systeme wie ausgestorben wirken? Dazu die kleinen Kreise in sich abgeschotteter Gruppen ...?
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus/ Tabletop überhaupt?
Beitrag von: thrifles (Koppi) am 08. Oktober 2019 - 21:06:01
Letztendlich ist das wichtigste, dass die Spielergruppe passt. Dann ist das Regelsystem fast wumpe.
Ich habe schon einige für mich eher spezielle Systeme gespielt, weil unsere Gruppe passt. Dann mach ich mit und hab Spaß.
Ich denke die Jungs in Frankfurt vom Spieltrieb zocken heute noch Impetus, weil es Ihnen Bock macht.
Eine große Impetus Community gabs ja nie hier in D.
Titel: Re: Watt´n los mit Impetus/ Tabletop überhaupt?
Beitrag von: Nischenspieler am 09. Oktober 2019 - 20:47:37
Ich merke hier sind viele verschiedene Wahrnehmungen/Einstellungen zu dem Thema, aber irgendwie findet doch jeder seine Überschneidungen mit anderen.
Ich sag mal, ich habe mich auch über Jahre auf alles mögliche gestürzt. Jetzt habe ich das stark eingeschränkt und von meinen vier, fünf Rundum-Sorglos-Paket-Spielen die ich zuhause habe spiele ich momentan zwei. Diese zwei dafür sehr regelmäßig mit mehreren Leuten. Ich habe für mich selber festgestellt, dass einige meiner Spiele zwar irgendwie gut, in meinen Augen aber irgendwie trotzdem zweite Wahl sind und deswegen habe ich mich davon getrennt, ich spiele lieber die richtig geilen Sachen (und das hat nichts mit fickenden Fischen von Brother Vinnie zu tun).
Dennoch bin ich immer bereit mir von meinen Mitspielern mal ihre Lieblingsstücke zeigen zu lassen. Nicht so gern in laufenden Gruppen, aber zwischendurch immer gerne.
Hier möchte ich gleich mal den Knackpunkt der schlechten Präsi ansprechen, wenn mir ein System nur zäh und ohne Spannung gezeigt wird, so dass ich beim besten Willen dessen Stärken nicht erkenne, ja dann spiele ich es vermutlich auch nicht noch einmal. Das hat nichts damit zu tun, meinem Spielekumpel Höchstleistungen abzuverlangen.
Im historischen Bereich sehe ich es auch so, dass ich Systemungebunden bin und verschiedenes ausprobieren kann. Gerade wenn mich eine Epoche/Schauplatz interessiert spiele ich gerne verschiedene Systeme dazu, immerhin werden mir verschiedene Aspekte der entsprechenden Konflikte nahe gebracht und vielleicht ist auch irgendwann mal eine Zeit da, was neues zu wagen.
Zur Kritik des Überangebots / Systemhopping / man-wird-sich-nie-einig;
ich denke da spielen persönliche Aspekte jeweils eine große Rolle. Alle Leute mit denen ich ein System spiele, das ich gemeinsam mit diesen Personen begonnen habe, mit denen könnte ich auch irgend etwas anderes zusammen spielen. Die meisten meiner Mitspieler sind (mittlerweile) Freunde von mir und man hat eine gemeinsame Basis was Wargaming angeht. Darüber hinaus kenne ich Wargamer mit denen ich mich gut verstehe und mit denen man zufällig das selbe System spielt, ok das ist dann einfach Glück.
Zurück zu den Leuten mit der gemeinsamen Basis mEn hat es mit der selben Einstellung und dem selben Geschmack nur noch wenig damit zu tun wie man Leute dazu bringt es mitzuspielen (war vielleicht auch doof ausgedrückt von mir), man kommt meiner Erfahrung nach sowieso meistens zusammen. Dann sollte man sich darüber hinaus nicht in verschiedenen anderen Gebieten verlieren, aber das ist ein anderes Thema.
Was die Toleranz angeht, ich finde es wichtig sich auch entgegen zu kommen. Wichtig ist dabei sich gegenseitig zu kommen. Wenn man alles verteufelt, was nicht 100% dem eigenen Geschmack entspricht  sitzt man halt auch mal alleine da und vielleicht entgeht einem sogar eine kleine Offenbarung  ;)
Ausgewogenheit zwischen Neuem gegenüber offen sein und sich nicht in jedem Quatsch zu verrennen ist halt schwer zu unterscheiden, zumal die Grenze dazwischen bekanntermaßen unsichtbar ist   ;D

So das waren jetzt viele allgemeine Gedanken und ein wenig OT, aber dafür haben wir mal wieder eine lebendige Diskussion im SW  8)

@Nischenspieler: Hast du dich umgetauft? Du warst doch immer "Captain A"?


Jep, mein Internetsynonym lautet eigentlich "Armstrong", aber den gab es hier schon, also habe ich -nach dem Vorbild einiger anderer User- einen militärischen Rang davor gesetzt.
Mit dem Cpt bin ich aber nie so richtig warm geworden und "Nischenspieler" beschreibt meinem Geschmack auch recht gut  :)