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Themen - Pappenheimer

Seiten: [1] 2 3 ... 8
1
Ein bisschen angestachelt von dem tollen Thread zu Western, habe ich mal nachgedacht, welche Seekriegsfilme mir denn einfallen, die echt gut sind. Da fallen mir garnicht mal soviele ein, weshalb ich auch so lala Dinger und Piratenfilme mit reinnehmen würde.

Anfangen will ich mit einem Film, den ich bislang nie gesehen habe. Lief also wohl in den 90ern scheinbar nicht im Fernsehen, weil ich mir damals alles von solchem Zeug reingezogen hatte.

"John Paul Jones" (dt. Titel: "Beherrscher der Meere")
USA 1959
Regie: John Farrow
Darsteller: Robert Stack, Marisa Pavan, Peter Cushing, Bete Davis

Handlung: Das Leben von John Paul Jones vom kleinen Jungen über den Seemann auf Handelsschiffen bis hin zum Kapitän der ersten US-Navy. Im Mittelpunkt steht das Gefecht gegen die "HMS Serapis", die übrigen Gefechte und Schlachten werden immer nur kurz angedeutet. Seine Tätigkeit als Admiral in der russischen Marine wird nur kurz angerissen.

Der Film ist sehr spröde v.a. durch den trocken agierenden Hauptdarsteller Robert Stack, der kaum eine Miene verzieht und weder verliebt in den Liebesszenen, noch in Rage während der Kämpfe wirkt. Recht langweilig wird einfach das Leben abgehandelt. Für damalige Verhältnisse sind die Szenen zur See ganz ordentlich. Man sieht auch ne Menge Continental-Marines und für jemanden, der die Biographie von Jones nicht kennt, ist es ein wenig schmerzhafter Einstieg. Der Film ist auch online auf Englisch auf YT zu sehen. Es ist offensichtlich, dass ein so erfülltes Leben mit so vielen Ereignissen wie das von Jones in 126 Minuten nicht zu erzählen ist. Schade, dass sich bislang keiner mit mehr Aufwand und besseren Darstellern an die Handlung gewagt hat. Einzig Cushing und ein paar der älteren Darsteller konnten mich überzeugen.

Darsteller *
Bilder **
Schiffe und Gefechte ***
Story ****

2
Miniaturenforum / Anbieter von Art Miniaturen gesucht
« am: 11. Januar 2019 - 09:34:05 »
Ich habe mal ne Frage zu Art Miniaturen.

Früher gab es doch diesen Mindestbestellwert von 30 € noch nicht, oder?

Ich hab da auch schon mal nur 1-2 Generäle und einen Offizier gekauft.

Zur Ergänzung und vor allem mehr Variation unter meinen Offizieren finde ich nämlich mal eine Zinnfigur ganz gut. Aber für 30 € da einkaufen, habe ich einfach keinen Bedarf.

Gibt es einen Anbieter ohne Mindestbestellwert, der auch Art Miniaturen im Sortiment hat?

Ich bräuchte:
Artikel-Nr.:    JS72-7067  Österreichischer Feldmarschall
Artikel-Nr.:    JS72-7081  Hannoveraner Regiments-Kommandeur
Artikel-Nr.:    JS72-7088  Deutsch-Österreichischer Regiments-Offizier
Artikel-Nr.:    JS72-7089  Französischer General

Alles für mein WAS-Projekt.

3
Bücher, Filme, Publikationen / Erfahrungen mit Helion-Verlag?
« am: 09. Januar 2019 - 15:49:28 »
Hat jemand Erfahrungen mit dem Helion-Verlag?

Ein britischer Verlag mit dem Schwerpunkt auf Militärgeschichte. In manchen Kommentaren zu Blog-Einträgen liest man sowas wie dass er eher der Nachfolger von Osprey wird.
Da eher ungewöhnliche Konflikte oder Armeen thematisiert werden, sind die Bücher recht hochpreisig vor allem in Anbetracht dass - ähnlich wie bei Osprey früher - die allermeisten Bilder nur in Schwarz/Weiß enthalten sind und der Farbteil von Farbtafeln der Illustratoren herrührt. Die Autoren und Zeichner sind oftmals auch die selben wie bei Osprey z.B. McNally. Themengebiete, die eher wenig mit UK zu tun haben, werden auch von Autoren behandelt, die aus dem passenden Land kommen (z.B. zwei Bände über die Niederländische Armee in der "From Reason to Revolution"-Reihe von einem niederländischen Autor).

So komisch das vielleicht klingt, aber ich kaufe selten Bücher über das Internet, lieber im Handel vor Ort, ergo eher antiquarisches Zeug.
Die Kritiken zu den Helion-Büchern, die eher kritischer sind, bemängeln z.B. mangelndes Lektorat, Grammatikfehler und Wiederholungen. Wenn man wohl von eher kleinen Auflagen ausgehen muss, vielleicht kein so großes Wunder.

Ich will nur nicht 1-2 Bücher nur zum Rumärgern kaufen. Hat jemand Erfahrungen oder gar einen guten Eindruck von Helion, evtl. mehr als 1 Buch von denen mal gelesen?

4
Spielberichte / PML 2. Kampagne Ole Gunkel trifft auf ...
« am: 18. Dezember 2018 - 11:01:09 »
Wir haben uns überlegt um den Jahreswechsel rum eine neue Kampagne zu starten. Derzeit habe ich dafür auch einen Trupp spanischer Pikeniere in der Mache.
Da Major Ole Gunkel ja die ganzen Gefahren seines ersten Feldzuges mit einem blauen Auge überstanden hat, wird die Kampagne entweder bis zu seiner Beförderung zum Obristen oder bis zu seinem oder seines Gegenspielers Ausfall führen.

Das erste Spiel wird den ersten Auftritt des spanischen Gegenspielers von Ole Gunkel mit sich bringen.

5
Spielberichte / HoW: Camposanto 1743
« am: 13. Dezember 2018 - 11:28:42 »
Da mein Thread zum Polnischen Thronfolgekrieg in 3 Tagen über 110 Hits bekam, mache ich mal in der Reihe meiner Spielberichte weiter. Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen pro Monat eine Schlacht zu zocken, der August war da nur eine Ausnahme. Da Pallas Athene Camposanto (1743) meinem Clausen (1735) Szenario vorzog, habe ich als Dezemberspiel mit ihr Camposanto gezockt.
Das Szenario mit etwas mehr Background findet ihr wie immer auf der HoW-Plattform: http://honoursofwar.com/thread/557/campo-santo-1743

Beim Österreichischen Erbfolgekrieg ist es umgekehrt wie beim Polnischen Thronfolgekrieg. Ich spiele die Franzosen und Pallas Athene die Österreicher.

Ich hatte für das Camposanto-Szenario beschlossen nicht widerzuspiegeln, dass der linke alliierte Flügel durch die Kanäle und anderen Geländehindernisse einige Schwierigkeiten hatte den ambitionierten Plan des Feldmarschalls Traun auszuführen, sondern das nur optisch mit den Hecken ein bisschen angedeutet. Die Schlachtkarten aus der Zeit sind eh recht widersprüchlich und so habe ich mir was aus den Erwähnungen bei Rebrachta/Porges und Browning zusammen gereimt.

Infolge des Verlustes von Schlesien an Preußen zielte Maria Theresia auf einen Ausgleich in Italien ab. Dort hatte die Pragmatische Allianz vermocht den König von Sardinien, Carlo Emanuele III., zu einem Bündnis zu verleiten. Die bourbonische Hegemonie in Italien war ihm wohl auch zu gefährlich.
Die bourbonischen Kräfte waren sich anfangs uneins. Frankreich war in Böhmen und Süddeutschland beschäftigt und wollte sich nicht in noch einer Region engagieren. Den Spaniern gelang einer der größten maritimen Erfolge des ganzen Krieges indem sie durch die herumkreuzenden britischen Flotten schlüpften und eine gewaltige Armee von 50.000 Mann unter dem erprobten General Montemar (siehe meinen Bericht zu Bitonto!) in Italien landeten. Diese Armee begab sich in einem Marsch nach Norden. Doch fanden sie die Stellungen der Verbündeten so günstig, dass sich Montemart zu keinem Angriff entschließen konnte. Durch dieses Zögern wurde der einzige namenhafte Verbündete, der Herzog von Modena, in eine prekäre Lage gebracht und sollte schließlich mehr oder weniger 1742 aus dem Krieg wieder ausscheiden. Unzufrieden mit dem Verlauf des Feldzuges bewirkte die Königin von Spanien Elisabetha Farnese die Absetzung Montemarts. Als Ersatz fand man den Comte de Gages (1682-1753), der sich auch gleich aggressiver gab. Doch die spanische Armee schwand dahin ohne den Verbündeten eine Schlacht zu liefern bis die Königin de Gages drohte ihn abzusetzen, wenn er nicht nach Norden in die Poebene vorstoßen würde. De Gages erkannte die Unmöglichkeit mit seiner kleinen Armee von nunmehr nur noch kaum 15.000 Mann bis Mailand zu gelangen und Garnisonen zu unterhalten, sah sich aber zu einem Schritt gezwungen und überquerte unwillig den Panaro, blieb aber gleich dort stehen.

FM Traun auf österreichischer Seite hatte genüsslich beobachtet wie die Spanier an seiner Taktik zugrunde gegangen waren und sah garkeine Veranlassung dazu den taumelnden Spaniern eine Schlacht zu liefern. Doch die in militärischen Dingen offensichtlich inkompetente Wiener Führung verlangte von Traun einen Angriff. Auch jetzt - wohl auf den Abzug de Gages hoffend, den er offensichtlich ganz richtig einschätzte - bewegte sich Traun so zögerlich wie möglich und wartete unweit Camposanto das Eintreffen der Belagerungsartillerie aus Ferrara ab. Dann aber entwickelte er einen Plan um die leichte nummerische Übermacht der Spanier auszugleichen indem er sie mit etwas Mut zur Lücke mit seinem linken Flügel, den er an Kavallerie stark machte, aufrollen wollte.
Endlich gegen Abend am 8. Februar 1743 kam es zur Schlacht (daher nicht meine obligatorischen Felder).



Ejército español
CinC Gages (Dith.)

1. GL Duc de Atriaco (Dep.) : 2 x Cuir., 1 x Drag.
2. GL Macdonald (Dash.) : 2 x Guards (large)
3. GL Ramirez (Dep.) : 3 x inf., 1 x light artillery
4. MdC Gravina (Dep.) : 3 x inf.
5. GL Mariani (Dep.) : 2 x inf. (Walloon)
6. MdC Torre (Dep.) : 2 x Drag.

BP: 8

Armée alliée
Feldmarschal Graf Traun (Dash.)

1 Pestalluzi (Dep.) ? 2 x Cuir. (österr. u. sardische Kav.)
2 independent : 1xlight inf., 1xmed. artillery
3 GL Aspremont (Dash.) wounded on a 8-12: 3 x inf. (Sard.)
4 Colloredo (Dep.): 3 x inf. (Austrian)
5 FML Pyersberg (Dep.) : 2 x Cuir, 1 x Hus. (small)
6 FML Ciceri (Dep.) ? : 1 x Cuir., 1 x Drag.

BP: 7


6
Primär für mich, aber falls es auch sonst wen interessiert, mag ich hier Spiele und Szenarien von mir sammeln.
Zahlreiche meiner Szenarien sind auch schon von anderen Leuten in UK oder Griechenland gespielt worden, teilweise besser als ich es hinbekommen habe. Daher nehme ich hier in dem Thread auch die Spiele anderer Leute mit rein, soweit ich sie im Netz finden konnte.

7
Spielberichte / HoW: Schlachten des Polnischen Thronfolgekrieges
« am: 10. Dezember 2018 - 13:21:38 »
Ich denke, ich mache einen Thread nur für Schlachten des Polnischen Thronfolgekrieges, die ich meistenteils ausgefochten habe, während das Forum offline war. Ich bemühe mich ein bisschen um eine Chronologie des Krieges, auch wenn die Ergebnisse natürlich teilweise nicht rein passen. Anfangen werde ich mit der Schlacht bei Bitonto.

In allen Schlachten spielte ich die Österreicher und Pallas Athene die Franzosen und ihre Alliierten.

8
Spielberichte / PIKEMAN\'S LAMENT: Trenck ist zurück
« am: 06. Juni 2018 - 14:43:46 »
Ich arbeite derzeit an einem Szenario für Pikeman\'s Lament.

Hier erstmal die Karte:


Die Österreicher verfügen über zwei Einheitentypen:
Grenadiere und Panduren

Die Franzosen haben:
Piquets
Grenadiere
und Füsiliere.

Die Franzosen siegen, wenn sie alle Schanzen halten bis die Österreicher mehr als die Hälfte ihrer Einheiten verloren haben.
Die Österreicher siegen, wenn sie alle drei Schanzen besetzt haben oder wenigstens keine Franzosen mehr drinnen sind.

Das Geisswasser ist nicht überquerbar.

Die kleinen Schanzen bringen Stamina +1
Die große Schanze bringt Stamina +2

Ich mache noch gesonderte Beiträge zu den Kampfwerten der Einheiten.  :)

9
Bücher, Filme, Publikationen / Französische Uniformen 1743
« am: 01. Juni 2018 - 22:40:31 »
Diesmal etwas zu einem Aspekt des Themas Uniformen der französischen Armee.

https://wackershofenannodomini.blogspot.com/2018/06/rekonstruktion-einer-hose-fur-einen.html

Das wird wahrscheinlich Schritt für Schritt fortgesetzt.

10
Spielberichte / HONOURS OF WAR: Simbach 275 Jahre! 1743
« am: 30. Mai 2018 - 13:16:09 »
Ich habe am letzten Samstag mit meinem englischen Kumpan Paul ein 275-Jahres-Spielchen gemacht. Im Mai 1743 trafen die bayerische Armee Minuzzis und die österreichische Vorhut unter FML Berlichingen bei Simbach aufeinander.

Obwohl ich eine Weile überlegt hatte, meine vergrößerte Sammlung an Österreichern zum Einsatz zu bringen, habe ich mich zwecks Spielbarkeit und Zeitfenster dagegen entschieden und die OOB so belassen. Theoretisch kann man wohl auf meiner Spielfeldgröße alle bayerischen Bataillone darstellen. Dann müsste ich aber auch St. Ignon\'s Kavalleriebrigade einbeziehen, was den bayerischen Kavallerieflügel noch mehr ins Hintertreffen brächte.



Braunau
May 9th 1743

Bavarian OOB

CinC. FZM Minuzzi (Dith.)

1) Grenadiere zu Pferd (standard) independent
Cannot move until turn 3!
2) General Gabrieli (Dep.):
3xLineinfantry (Standard - inferior for melee)
1xGrenadiers (standard)
1xlight Artillery (inferior)
Cannot move until turn 3!

3) Obrist Kasper Graf von Fabretti (Dep.)
2 x Lineinfantry (Infantry Regiment Minuzzi) (Standard - inferior for melee)

4) General Preysing (Dep.):
2x Cavalry (inferior)
+ 1 x cavalry (standard) arrival in turn 2
Breaking point: 5

Austrian OOB

CinC FML Berlichingen (Dep.)


First movement ini.


1) GFZM Thüngen(Dep.):
2x lineinfantry

2) Obrist Thürheim(Dash.):
2x grenadiers (superior – small)
1x croats (standard – small)

3) 2x light Artillery (standard) independend

4) GFWM Platz (Dep.):
2x grenadiers (superior – small)

5) GFWM Conte Lucchesi (Dep.):
2xCuirassiers (standard)
1xDragoons (standard)

6) Nadasdy (Dash.):
1x Hussars (standard – small) arrival in turn 2
Breaking point: 6

Terrain:
The Inn is impassable.
The Simbach is very difficult to cross**:
In sector I on a 3-6 (ca. 40cm from the north)
In sector II on a 5-6 (ca. 40cm-120cm from the north)
In sector III on a 6

The village Simbach is burning. No unit can march through the village.

The red cross means only that there is no bridge.***

Limit: 10 turns.

Victory-conditions:
Bavarians win, if the Austrians cannot break them in 10 turns!

11
Der zweite Prager Fenstersturz (Tschechien/Frankreich, 2018, Regie:  Zdenek Jirasky)

Wenngleich eine Produktion von Arte und CT äußerlich ganz deutlich keine typische Arte-Doku - zum Glück!

Die Dokumentation behandelt die Zeit vom Mai 1618 bis zur Hinrichtung der böhmischen Anführer 1621. Erstaunlicherweise wird nicht näher auf den Majestätsbrief und den innerhabsburgischen Konflikt eingegangen, welcher diesen befördert hatte. Auch die politischen Strippenzieher in Wien v.a. Khlesel bleiben unerwähnt, der im \"Wallenstein\"-Mehrteiler der 1970er eine wichtige Figur war. Ausnahmsweise wird Wallenstein garnicht erwähnt. Stattdessen stehen Graf Thurn, Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz und Kaiser Ferdinand II. im Fokus.
 Es gibt zahlreiche Spielszenen, aber diese auf einem erstaunlich hohen Niveau. Die Frisuren, Drehorte und Kostüme sehen exquisit aus, ich würde sagen, sogar besser als beim Wallenstein-4-Teiler von 1979, der bis jetzt Maß aller Dinge blieb. Fantastisch sind Details wie die Spiele, korrekte Tonpfeifen, Kutschen etc., die vorkommen.
 Es kommen Historiker verschiedener Länder zu Wort, bei militärischen Aspekten der Militärhistoriker Peter H. Wilson, dessen Werk zu dem Krieg scheinbar mittlerweile Standardliteratur geworden ist. Die Kommentare analysieren auch recht scharf und deutlich die Fehler der verschiedenen Seiten. Vielleicht da die Doku eine tschechische ist, findet auch der Werdegang der Allianz zwischen Maximilian von Bayern und Ferdinand II. keine nähere Erwähnung.
 Gezeigt werden auch zahlreiche zeitgenössische, sehr selten historistische Darstellungen der wesentlichen Ereignisse und Protagonisten, so dass man auch gut erkennen konnte wie akribisch die Frisuren bspw. den Charakteren nachempfunden wurden.

 Trotz des vielen, was nicht vorkommt, wurde in die 85 min. schon eine Menge wissenswertes gepackt. Ja, der Schwerpunkt hier in der Doku auf die Fehler des reformierten Kurfürsten von der Pfalz in Böhmen, die zu einer Entfremdung seiner Untertanen mit dem König führten, sind sogar erfrischend.
 Selbst die Schauspieler fand ich bemerkenswert gut.

 Unbedingt m.E. sehenswert.
Derzeit noch in Arte-Mediathek zu sehen.

12
Da ich ja selber lange an HoW rumgeschraubt habe bis es mir gefiel, stieß mir natürlich dieser spannende Artikel von Alex Burns auf: http://kabinettskriege.blogspot.de/2018/05/military-buckshot-in-mid-eighteenth.html#comment-form

Die Quintessenz ist, dass
Franzosen im FIW
später auch Briten ebenda
Österreicher im Siebenjährigen Krieg
Russen im Siebenjährigen
die sogenannten Kartätschenpatronen verwendet haben.

Außer bei den Russen, scheint das auf die Ladegeschwindigkeit keine Auswirkung gehabt zu haben. Der Vorteil war natürlich, dass auf kurze Distanz deutlich mehr Kugeln durch die Luft flogen und z.B. mit der letzten Salve auf eine anstürmende Einheit, die Dich mit dem Bajonettangriff werfen will, weitaus mehr Gegner verwundet werden als normalerweise. Interessanterweise erwähnt ja ein Zeitgenosse, dass die von solchen kleineren Geschossen verwundeten Soldaten oftmals einfach weitermachten.

Nun ist natürlich die Frage, ob man die Info in die Armeelisten einfließen lässt. Für HoW würde das bedeuten, dass man auf kurze Distanz einer Armee mit Kartätschenpatronen evtl. die Eigenschaft Superior for Shooting zuweist.

Was haltet ihr von der ganzen Thematik? Nutzlos?

13
Spielberichte / HONOURS OF WAR: Melle 1745
« am: 11. Mai 2018 - 11:44:40 »
Am Herrentag hatte ich das Vergnügen mit meinem Schwiegervater eine Schlacht zu zocken, wo ich beinahe 1:1 sämtliche Einheiten auf dem Tisch repräsentiert habe.
Ich spielte den österr. Feldmarschallleutnant von Moltke und mein Schwiegervater den Lieut. General du Chayla.  

Wir schreiben das Jahr 1745.

Nach der Schlacht bei Fontenoy erobern die Franzosen unter dem Maréchal de Saxe Tournai. Daraufhin ist das nächste Ziel Ghent.

Zum Entsatz wird von der alliierten Seite ein Korps unter dem FML Moltke entsandt.

Er verfügt über folgende Truppen:
CinC: FML Moltke (Dithering):
1) british infantry - independent

- 1 bn. Royal Scots (superior for Shooting, large)

2) allied cavalry under direct command of Moltke

- 3 sqn.s Rich\'s Dragoons (superior)

- 1 sqn. han. Leibregiment (small)

- 1 sqn. han. Dragoons (small)

- austrian hussars


CinC: Brigadier Thomas Bligh (Dep.)

Arriving in A) in column in turn 4

3) 1st Group under direct command of Bligh

- 1 bn. Bligh\'s Regiment (superior for Shooting, large)

- 3 sqn.s dutch cavalry

4) 2nd Group (Dep.) Brigadier \"Bates\"

- 1 bn. Handasyde\'s Regiment (superior for Shooting, large)

- 3 sqns. of austrian dragoons

- 4 sqn.s of dutch cavalry (large)



Doch die Franzosen lagern mit einem bedeutenden Korps auf der Straße nach Ghent. Du Chayla erwartet keinen Angriff und so sind seine Truppen wild zerstreut und vor allem die Brigadebefehlshaber seiner beiden Infanteriebrigaden, Talleyrand und Crillion müssen zuerst ihre Bataillone versammeln.

 FRENCH




Lieut. Gén. du Chayla (Dep.)

1) Arquebusiers de Grassin - Independent

- 1 bn. (small)

Arriving in C) in turn 4

2) Col. Gabriel-Marie de Talleyrand - Brigade Normandie (Dep.)

- 4 bn.s Régiment Normandie

3) Marquis de Crillon - Brigade Crillon (Dash.)

- 4 bn.s Régiment Crillon

4) Louis de Biran ? - Brigade Berry

- 4 sqn.s Berry (inferior)

- 4 sqn.s other French horse (inferior)

5) Mestre de Camp De Castries - Brigade du Roy (Dep.)

- 4 sqns. du Roi (inferior)

- 4 sqn.s oher French horse (inferior)

6) Marquis de Charleval d’Auneuil - Brigade Royal Étranger (Dep.)

- 4 sqn.s Royal Étranger

- 4 sqn.s other French horse

7) French artillery - Independent
- 2 x light artillery
unlimbered and without Crew for 6 turns.

Du Chayla hatte zwei Trümpfe im Ärmel. Die Arquebusiers de Grassin, die unweit ehedem ein Schloss besetzt hielten und die Artillerie, wenn es den Verbündeten nicht gelang rechtzeitig durchzubrechen.

Zuerst aber rückte Moltke an der Spitze seiner Marschsäule die Prieure de Melle zu seiner Rechten liegen lassen vor.


An der Spitze The Royal Scots, dann Rich\'s Dragoons, gefolgt von 1 Esk. Leibregiment (mit den richtigen Modellen!), dann han. Dragonern und schließlich Nadasdy-Husaren (evtl. die richtigen Modelle).

14
Spielberichte / DBA - Irgendwo auf Sizilien 1. Punischer Krieg
« am: 18. April 2018 - 16:30:21 »
Ich habe am letzten Wochenende meine erste Partie DBA absolviert.

Zum Glück hat mich mein ehem. engl. Nachbar Paul durch die Partie gelotst. Gelände und Figuren (15mm) kamen von ihm.

Wenn ich dazu komme, lade ich die Fotos hoch.

Ich will hier nur kurz das Geschehen skizzieren bevor ich es vergesse und meine Eindrücke vom Regelwerk schildern.

Ich habe ja noch nie Römer gespielt, soweit ich mich entsinne. Diesmal hatte ich republikanische Römer mit 1 Element Equites, 1 Element General und Kavallerie, 2 Elementen Verlites, 2 Elementen Triarii und noch 6 Elementen Hastati und Príncipes. Also eine klassische römische Armee für diesen Zeitschnitt.

Die Kavallerie verteilte ich gleichmäßig auf die Flügel und setzte die leichte Infanterie vor der Front ein. Die Triarii bildeten eine Art Reserve (vielleicht ein Fehler meinerseits). Das Gelände empfand ich als ideal für Römer, offene Landschaft mit ein paar Feldern, nichts beeinträchtigendes. Ich war der Verteidiger.

Die Karthager hatten auf beiden Flügeln leichte Kavallerie und auf dem einen obendrein einen Elefanten. Im Zentrum hatten sie ihre Speerkämpfer und gallische Truppen (2 Elemente).



Ich erwartete einen Umfassungsangriff durch die Karthager und wollte daher meine leichte Infanterie davor schützen von ihren Reitern eingemacht zu werden. In dem Elefanten sah ich die stärkste Bedrohung. Als ich feststellte, dass die Karthager diesen recht isoliert einsetzten, beschloss ich 3 Manipel Hastati gegen ihn ins Feld zu führen. Zwar wurde eines im Nahkampf rasch vernichtet. Aber der Durchbruch des Elefanten war vorerst gestoppt und ich holte den General vom rechten Flügel heran, der nun bei meinen Angriffen auf den Elefanten immer mitwirkte. Die numidische Kavallerie stellte keine große Gefahr dar. Ich begegnete ihr auch recht offensiv.
Die numidische Reiterei des linken karthagischen Flügels konnte nach einem misslungenen Versuch derselben meinen rechten Block Príncipes mit einer Zangenbewegung zu zerschlagen, von meinen Triarii und Velites ausgeschaltet werden. Als nächstes zahlte sich die Hartnäckigkeit der römischen Infanterie aus. 3 Manipel Príncipes hielten das gesamte feindliche Fußvolk auf.
Derweil ging endlich meine recht aggressive Kampfweise auf meinem linken Flügel auf. Der Elefant wurde zum wiederholten Male frontal und in der Flanke attackiert und schließlich außer Gefecht gesetzt.

Ohne das Zutun der Triarii schafften es die Príncipes allein eine Einheit karthagischer Speerkämpfer zu vernichten.



Damit war die Schlacht mit 4:1 für mich entschieden. Hätten wir die Runde weitergespielt, wäre es noch deutlicher ausgegangen (siehe letztes Bild mit 5:1).

Am Anfang hatte ich gut, in der Mitte des Spiels schlechter PIPs gewürfelt (oftmals nur 1en). Aber ich konnte mich auf meine Infanterie verlassen, die auch hart bedrängt ihre Arbeit machte. Am Ende hatte ich wieder stets um die 5 PIPs und somit ausreichend um alle Elemente nach Plan zu bewegen. Der Schwerpunkt auf das Stoppen und Vernichten des Elefanten hatte sich ausgezahlt.

DBA ist schon sehr speziell. Ich bin froh, dass Paul bei der seines Erachtens schwer verdaulichen Grammatik des Regelbuchs durchgestiegen ist. Ich glaube, er meinte, er habe DBA auch damals in UK gespielt. Eine Partie in 60 oder 90 Minuten (habe nicht auf die Uhr geschaut) durchzuziehen, ist aber schon sehr angenehm. Aufbauzeit minimal. Das ist von daher was anderes als HoW oder dergleichen. Ideal für nen entspannten Nachmittag mit Familien, wo sich die 2 Papas einfach zu nem Game hinhocken.
Es hat mir Spaß gemacht, auch weil Paul einfach das typisch englische Gentlemenagreement praktiziert, das ich so viel angenehmer finde, statt sich wegen irgendwelcher Regelfeinheiten einen Kopf zu machen. Der Spaß zählt und den hatte ich. Falls ich es wieder gebacken kriege, gern wieder.  :)

15
Spielberichte / HONOURS OF WAR: Rheinberg
« am: 26. März 2018 - 10:11:45 »
Wir haben gestern Abend ein Szenario aus dem HOW-Forum gespielt: http://honoursofwar.com/thread/491/preliminary-rheinberg-encounter-battle
Ich habe nur die winzige Anpassung gemacht, dass die Franzosen 2 statt 3 Dragonerregimenter bekamen und dafür 3 statt 2 Reiterregimenter, einfach da ich keine 3 Dragonerregimenter für Franzosen habe.

Ordre de Bataille

Duke of Cumperland - Dep.

1) Hammerstein - Dep.
2 Regimenter Han. Reiter (Leibregiment, Pöllnitz)

2) Onslow - Dep.
4 Regimenter brit. Infanterie (8th, 13th, 25th, 33th)
1 light battery

3) Ingolsby - Dith.
3 Regimenter han. Inf. (Borch, Schulenburg, Zastrow) - large
1 leichte Batterie

4) Rothes - Dep.
3 Regiments of Dragoons (Queen\'s etc.)


Prince de Clermont (Dash.)

1) Clermont-Tonerre - Dep.
3 x Cav. lég. (Berry, Clermont, Mestre de Camp)

2) Villeneuve - Dith.
3 x Infanterie (Artois, La Marine)
1 x piquets - small
1 x Artillerie lég.

3) Ségur - Dith.
3 x Infanterie (Navarre, R. la Marine)
1 x piquets - small
1 x Artillerie lég.

4) Broglie - Dep.
2 x Dragons - large

5) Independent
Fusiliers de la Morlière


Ich spielte, zeitweise vertreten von Pallas Athene, die Franzosen und mein ehem. engl. Nachbar Paul die britische Armee.

Anders als im originalen Szenaro habe ich das Spiel auf 6 Runden begrenzt. Wenn eine Seite nach 4 Runden allein den Hügel hielt, war diese auch automatisch der Sieger.

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