Sweetwater Forum

Sweetwater Forum

  • 23. Januar 2019 - 11:46:25
  • Willkommen Gast
Erweiterte Suche

Neuigkeiten:

Endlich wieder da!

Beiträge anzeigen

Diese Sektion erlaubt es ihnen alle Beiträge dieses Mitglieds zu sehen. Beachten sie, dass sie nur solche Beiträge sehen können, zu denen sie auch Zugriffsrechte haben.

Themen - D.J.

Seiten: [1]
1
Heute war es endlich soweit, nach fast einem dreiviertel Jahr Pause endlich wieder Kugelhagel :)
Um wieder in die Regeln reinzukommen, haben mein Mitspieler und ich folgendes vereinbart

Mission / Szenario
Offene Feldschlacht, da wir lange nicht mehr gespielt haben. Ziel der Franzosen ist es, einen Brückenkopf in Spanien zu errichten.

Sonderregeln
- Garde Regimenter und Brigaden bleiben in Reserve
- Die Reserve kommt erst ab der zweiten Runde ins Spiel
- Die Reihenfolge des Eintreffens der Reserve wird vorab notiert
- Es wird nur ein Kartensatz genutzt um kurze Runden mit 20 Zügen zu erreichen

Aufbau
- Beim Aufbau wechseln wir uns ab und verzichten auf Nebelmarker zugunsten eines schnelleren Spiels
- Es wird eine kleine Siedlung bzw. kleine Gehöfte geben
- Die Häuser sind mindestens 8cm voneinander entfernt
 
Französische Invasionstruppen

1. Brigade der Garde
- Berittene Gardegrenadiere
- Gardegrenadierbataillon 1
- Gardegrenadierbataillon 2

2. Infanterie Brigade
- Linieninfanterie Kleve-Berg
- Linieninfanterie Westphalie
- Linieninfanterie Règiment 8eme
- Fußartilleriebatterie

4. Infanterie Brigade
- Leichte Infant. »O'Gilwy« Scharfschützen, Feuerüberfall
- Leichte Infant. »Berwick«, Feuerüberfall
- Leichte Infanterie, Voltigeure, Scharfschützen, Feuerüberfall
- Fußartilleriebatterie

3. Kavallerie Brigade
- Holländische Lanzenreiter, Schockkavallerie +3 ,Ungestüm
- Holländische Lanzenreiter, Schockkavallerie +3, Ungestüm
- Jäger zu Pferd

Reihenfolge der Reserve
2. Berittene Gardegrenadiere
3. Gardegrenadierbataillon 1
4. Gardegrenadierbataillon 2

Aufbau der Franzosen
Da ich bei den Spaniern und ihren Alliierten, den Briten, mit sehr viel Guerillas und lockeren Formationen rechnete, plante ich eine Aufstellung, die an ein Schachbrettmuster erinnert.



Der Plan
Durch den gleichmäßigen Aufbau einer Schlachtlinie wollte ich die Spanier und die Briten dazu verleiten, sich in die Mitte meiner Schlachtordnung zu verrennen.
In den ersten Zügen würde ich versuchen zunächst gleichmäßig vorzurücken und dann, je nach Aufbau der gegnerischen Einheiten, einen Schwerpunkt wie bei einer schiefen Schlachtordnung durchzusetzen, bei dem ich mit meiner Kavallerie und / oder der Garde eine Überflügelung starten wollte.
Dafür würde ich schon einige Züge brauchen und bewusst defensiv spielen, um die zweite Runde ohne größere Gefechte zu erreichen. So könnte ich vor meiner Offensive meine Garde entsprechend auf das Feld zu führen.

Die Armee der Briten und Spanier

1. Brigade
- Leichtes Infanteriebattaillon
- Leichtes Infanteriebattaillon
- Leichtes Infanteriebattaillon
- Fußartilleriebatterie
- Guerillas

2. Brigade
- Highlanderbattaillon
- Highlanderbattaillon
- Scharfschützenbattaillon
- Guerillas
- Schweres Dragonerregiment
- Schweres Dragonerregiment

3. Brigade
- Linieninfanteriebattaillon
- Linieninfanteriebattaillon
- Linieninfanteriebattaillon
- Linieninfanteriebattaillon
- Raketenartilleriebataillon

Reserve
- Linieninfanteriebattaillon
- Leichtes Infanteriebattaillon
- Leichtes Infanteriebattaillon
- Leichtes Infanteriebattaillon
- Guerillas
- Guerillas




Da ich sehr viele Bilder gemacht habe (ursprünglich 67, für den Bericht sind davon 42 geblieben) teile ich den Bericht in drei Teile auf.

2
Absolutismus und Revolution / SYW - Battle in a Box
« am: 15. Januar 2019 - 14:05:30 »
In diesem Thread geht um mein kleines "Battle in a Box"-Projekt zum SYW.
Angedacht ist eine kleine Sammlung Preußen und Österreicher im Maßstab 1:72, die beide jeweils sechs oder sieben Einheiten aufs Feld bringen. Dazu ein kleines, transportables Schlachtefeld und das Ganze, mit allem Material wie Karten und Würfel, soll dann in einer kleinen Box Platz finden.

Die Idee hatte ich schon in meinem Thread zum Aufbau einer französischen Armee zum Peninsular War angesprochen und jede Menge Hilfen bekommen.
Die werde ich hier zitieren, damit hier alles zum Thema passende zusammenbleibt.

Was bisher geschah ...

Off Topic
Ich werde übrigens parallel in den SYW einsteigen ;)
Das wird aber nur ein kleines Projekt, rein auf den beiden Packungen "Revell 02452" (Öster. & Preuß Infanterie) und "Revell 02453" (Öster. Dragooner & Preuß. Husaren) basierend.
Angedacht hatte ich eine Art "Battle in the Box" Projekt nach Don's Ideen :)
Es bleibt bei meinem Lieblingsmaßstab 1:72. Die Packungen ergeben je 6 Einheiten pro Seite, ein kleines Spielfeld (90*90cm) wird dann noch für kurze Spiele / kleine Missionen zwischendurch nach Kugelhagel (oder evtl. Black Powder, wenn ich mal dazu komme die Regeln zu lesen) entworfen / gebaut.
Dieses Projekt bekommt dann eine eigene Box nach dem obigen Prinzip und ist, sofern alles klappt, immer schnell griff- und spielbereit :)


Das klingt doch sehr vielversprechend.  :)
Aber da fehlt Dir auf jeden Fall mindestens ein Geschütz. Ne Kanone und 4 Minis hätte ich sicher über. Lohnt halt nur nicht wirklich den Versand.
Ich würde mit der Menge an Minis an Deiner Stelle nen Skirmish-Regelwerk spielen. Soll ja bald was bei Osprey rauskommen und man kann im Prinzip alles verwursten.
Mit BP oder Kugelhagel bist Du über kurz oder lang dann doch wieder großtaktisch und verzettelst Dich. Kenne ich aus eigener Erfahrung. Hatte ja auch mit Skirmish angefangen (ne Abwandlung von den Perfect-Captain-Regeln) und mich dann gesteigert.


Gibt doch was:
https://sweetwater-forum.net/index.php?topic=7425.0


Und hier gleich die interessanteste Website für dich zum 7YW:
http://www.kronoskaf.com/syw/index.php?title=Main_Page

Da ist auch Literatur angegeben. Bei Münster und Paderborn ist viel in der Westfälischen Zeitschrift zu finden. (Früher trug sie den Titel: 'Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Alterthumskunde') Die Digitalisate der WZ, für die letzten paar Jahre nur das Inhaltsverzeichnis finden sich frei herunterladbar hier auf den Seiten des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe: https://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/finde/langDatensatz.php?urlID=2&url_tabelle=tab_periodika

(Links zu den PDFs finden sich klein und Blau an der Seite.) (Für Paderborn ist der wichtigste Titel bei Kronoskaf nicht angegeben: Franz Mürmann: Das Militärwesen des ehemaligen Hochstiftes Paderborn seit dem Ausgange des Dreißigjährigen Krieges. Münster 1938 (Dissertation Universität Münster). Diese Dissertation wurde ebenfalls in der WZ veröffentlicht (1939, Band 95).

Köln gibt es bei Kronoskaf hier:
http://www.kronoskaf.com/syw/index.php?title=Main_Page

Clemens August war nicht nur Erzbischof von Köln, sondern Bischof von insgesamt 5 Fürstbistümern; hier die Reichskontingente von Münster und Paderborn: http://www.kronoskaf.com/syw/index.php?title=Reichsarmee#Lower_Renish_-_Westphalian_District

Die Fürstbistümer Osnabrück und Hildesheim haben im 7YW meines Wissens keine Truppen gestellt.
Es mag dich interessieren, dass Clemens August bei seinen Landständen ein Feldhospital beantragte. Die lehnten das zunächst ab. Es ist aber nicht klar, was schließlich daraus wurde. Bei seinen Regimentern befanden sich Militärgeistliche, die sogar mit Zelten für Gottesdienste ausgerüstet waren, während die Soldaten nicht mal eine Decke hatten... Abgesehen wohl vom Kölner Kontingent -allerdings bin ich mir in dem Punkt Köln nicht so sicher- stellte Münster die Regimentsartillerie seiner Truppen, die aus bronzenen  4pfündern bestand.

Aus Paderborn haben sich Inventare und ein Bericht zum Verbleib des Materials durch den Kommandeur erhalten. Für die Artillerie Clemens August ergibt das für eine Regimentsartillerie folgendes Bild:
1 Stückjunker,
4 Feuerwerker,
4 Konstabler und eine
Munitionskarre mit 4 Pferden

Dazu werden am 1.7.1757 als Inventar erwähnt:
100 Kugeln,
15 Kartätschen,
3 Zentner Pulver und
Schanzzeug

"Die Fahnen", 1 Kanone und 3 Munitionswagen mit 12 Pferden (sic!) gingen den Paderbornern bei Saalfeld verloren. (Die Reste bestanden danach aus 50 Musketieren, den meisten Grenadieren und 1 Kanone.)

Um Offiziersstellen zu sparen, wurde die Zahl an Kompanien gerne mal verringert, was aber in der Regel nicht mit der Gesamtstärke zusammenhängt.

Ende des Krieges wurden in den mittleren und kleineren Territorien oft kleine Einheiten leichter Reiterei aufgestellt, um Räuber zu bekämpfen. (In Paderborn ein Zug Husaren. Wegen der kleineren Pferde waren Husaren günstiger aufzustellen und die Länder Clemens August waren wegen der Bewirtschaftung von Wildpferdebeständen sowieso gut aufgestellt, wenn nicht zu viele Pferde benötigt wurden.) Da ergeben sich sicher auch Skirmish-Möglichkeiten und Gelegenheiten die beiden Kölner berittenen Kompanien auszuführen.

Falls dich das Drumherum interessiert, du dich im Modellbau üben möchtest oder ein ungewöhnliches Missionsziel brauchst:
Seine Militärgeistlichen trugen ihre geistliche Tracht. (In Paderborn war es meist ein Franziskaner.) Das Inventar aus Paderborn erwähnt:
- 1 großes Zelt, nach Oberst von Kleist im 3. Jahr verfault
- 1 Kapellenkarren mit 4 Pferden, darin:
-- 1 vierkantige große tannene Kiste
-- 1 vergoldeter Messkelch mit Futteral
-- 1 reinsilberner Salbölbehälter in einem Beutel
-- 1 Altarstein
-- 3 Altartafeln mit Gebeten
-- 1 Altarglöckchen
-- 1 kleines hölzernes Kruzifix
-- 2 kleine Altarleuchter aus Messing
-- 2 kleine zinnerne Messkännchen
-- 1 kleines Messbuch mit hölzernem Untersatz
-- 1 gewöhnliches Evangelienbuch
-- 2 Altarbücher
-- 3 Handtücher
-- 2 Alben (Kleidungsstück)
-- 1 seidenes Messgewand mit Zubehör
-- 1 wollenes Messgewand mit Zubehör
-- 1 Antependium (Altarvorhang)
-- 2 Hornleuchter
-- 1 Schachtel für Hostien
(Davon war 1763 das meiste noch vorhanden. Und es dürfte bei seinen anderen Truppen ähnlich gewesen sein.)

Zu den Fahnen: Clemens August hat die Fahnen seinem Geschmack und seiner Herkunft angepasst. Für Paderborn, für das keine Fahne der Zeit beschrieben ist, machst du außerhalb seiner Regierungszeit mit Maria auf weißem Grund nichts falsch, auch wenn nur Andeutungen und Hinweise existieren. (Vgl. die Beschreibung der Kölner Fahnen bei Kronoskaf.) Für seine Regierungszeit kannst du es analog Köln und Münster machen, falls du überhaupt bis zu seinen dortigen Truppen kommst. Das Paderborner Wappen wäre rotes Kreuz auf silbernem Grund. Falls du dich am mittelalterlichen Banner orientieren willst, wäre es das Paderborner Wappen (https://de.wikipedia.org/wiki/Paderborn#Wappen), nur Rot auf Silber, statt Gold auf Rot. (Der letzte Paderborner Fürstbischof hat die Farben für seine Regierungszeit seinem Familienwappen angepasst. Da er der letzte war und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland die Heraldik weitgehend unbeachtet war, blieb es dabei.)

Mit dem Kölner Militär habe ich mich noch nicht beschäftigt; Münster und Paderborn liegen mir da näher. Ich hoffe, ich konnte dennoch Hilfe geben.


Da ich nicht schlafen kann, ein Doppelpost:

Die Münsteraner und Paderborner Sachen sind für dich interessant, weil die Truppen Clemens Augusts  bei der Reichsarmee oft zusammen eingesetzt wurden und zumindest zeitweise mit dem Münsteraner Generalmajor von Nagel einen gemeinsamen Kommandeur hatten. Daher erfährst du dort auch einiges zum Einsatz der Kölner Truppen.

Wegen der Artillerie habe ich nachgeschaut. Auch die Regimentsstücke des Kölner Reichskontingents kamen aus Münster. Die notwendigen Stichpunkte zur Uniformierung  der münsterschen Artillerie (und sogar zwei Karten zu Gefechtsaufstellungen des Kontingents Clemens Augusts) findest du in: Zeigert, Dieter: Das münstersche Heer im Siebenjährigen Krieg 1756-1763, in: Westfälische Zeitschrift, Zeitschrift für Vaterländische Geschichte und Altertumskunde, hrsg. von dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, vol. 137 (1987), page 25-87, hier online zu finden: https://www.westfaelische-geschichte.de/lit9352
Darin siehst du auch, dass die Gefechte im Rahmen von Kugelhagel bleiben, wenn sie denn mal über Skirmish-Größe hinausgehen.
Es geht um folgende 5 Regimenter, jeweils nur 1 Bataillon:

Münster: Nagel und Elverfeldt
Paderborn: Mengersen
Köln: Leibregiment und Wildenstein

Mit Gefangennahme der Truppen (1. April 1759 bei Meiningen und Wasungen die münsteraner Regimenter Nagel, Elverfeldt sowie das Kurkölner Leibregiment und März 1761 bei Saalfeld die Regimenter Mengersen und Wildenstein, jeweils bis auf gewisse Reste.) und der Besetzung der Territorien, die von Frankreich nach dem Tode Clemens August für feindlich erklärt wurden, endete für das Münsteraner und Kölner Militär der Krieg. Paderborn stellte hingegen, um seine Unabhängigkeit zu bewahren, sein Bataillon trotz Besetzung wieder auf, ob es überhaupt noch rechtzeitig eintraf oder die hohen Verluste eher unter -äh- selbsttätiger Entlassung zu verbuchen sind, ist nicht bekannt.

Pappenheimer, dich mag, wenn ich mich recht entsinne, interessieren, dass erbeutete Münsteraner Regimentsstücke an die Hannoveraner Jäger kamen.


Hab zwar Hannoveraner, aber nur für Österreichischen Erbfolgekrieg. Die sahen dann später anders aus.

Zu den Revell-Minis.
Die Husaren sind allererste Sahne und eigentlich sind die Dragoner auch nicht so schlecht.
Bei den Österreichern missfällt mir eigentlich nur eine Pose, die mit dem Typ, der irgendwie an das Bajonett greift.
Ein Problem ist, dass die Nachgüsse immer schlechter wurden. Es gab ja die letzten 20-25 Jahre immer wieder Limitierte Neuauflagen.
Ich habe in letzter Zeit die Preußen als Hannoveraner bemalt. Heute mache ich mein zweites Bataillon fertig. Die haben halt eine eigene Ästhetik. Was furchtbar ist, ist dass v.a. die Gesichter nicht anständig modelliert wurden. Da die Beine so dünn sind, hat man auch praktisch keinen Platz um Details wie Schnallen oder Knöpfe drauf zu malen.
Die Artillerie ist ja eines der besten Ari-Sets in dem Maßstab.
Bei der Kavallerie ist eher die Krux, dass die Posen sehr energiegeladen sind und daher neben Zinnfiguren eher seltsam wirken. Revell-Pferde sind immer was tolles, ausgenommen das Problem mit überflüssigem Plastik zwischen den Beinen bei den Dragonergäulen.


3
An der Bar / Frohe Weihnacht 2018
« am: 23. Dezember 2018 - 15:10:36 »
Ich wünsche allen einen frohen vierten Advent und ein ruhiges und spaßiges Weihnachtsfest :) Ganz großes Danke auch nochmal an das Team der Moderatoren, die uns kurz vor dem großen Fest unser Forum zurückgebracht haben :)
Und nie vergessen:
Nerds und Nerdinnen werden älter und größer, aber niemals erwachsen.
Und das ist auch gut so :)


4
Absolutismus und Revolution / Frage zu Befreiungskriegen - Köln - 1814
« am: 21. Dezember 2018 - 16:06:51 »
Ich habe eine Recherchefrage, die mich schon seit Wochen umtreibt und hoffe, mir kann vielleicht jemand aushelfen:
Ich suche zeitgenössische Bilder oder Beschreibungen des Kölner Ufers auf Höhe des Stadtteils Niehl um 1814 herum.

Hintergrund:
Dort, direkt gegenüber des Stadtteils Mühlheim, muss auf relativ freiem Feld (?) eine französische Schanze gestanden haben, die am 3.1.1814 von Ferdinand Wilhelm Franz Boltenstern und einer Landwehr aus 150 bergischen Rekruten, einem unter seinem Komnando stehenden Bataillon preußischer Gardejäger und etwa 20 russischen Dragonern erstürmt wurde.
Letztere gelangten sogar bis an die Eigelsteintorburg in der damaligen Stadtmauer von Köln, bevor sie sich aufgrund der heftigen Gegenwehr der dort stationierten Franzosen zurückziehen mussten. Boltenstern wurde bei diesem Rückzug über den Rhein tödlich verwundet.

Ich wäre für jede Hilfe dankbar.
Das Kölner Stadtarchiv fällt ja leider aus bekannten Gründen für längere Zeit als Recherchehilfe aus. Ich weiß, dass dort Pläne der französischen Besatzungs- und späteren Regierungsmacht liegen, die sich mit diesem Teil von Kölns Verteidigung befassen. Aber da ist wie gesagt auf unabsehbare Zeit kein rankommen möglich. Andere Hilfen habe ich in den letzten drei Monaten nicht gefunden, daher hier jetzt die Frage in die Runde, ob da jemand Kartenmaterial oder Lesestoff (online oder zur Ausleihe) zur näheren Umgebung der Schanze bzw. des Riehler Ufers zu dieser Zeit für mich hat.

5
Da mein alter Aufbauthread einer französischen Armee für die Zeit von 1800 bis 1815, hier speziell für den Peninsular War, durch den Foren-Dump verloren ging, möchte ich ihn hier erneut aufbauen.
Vorab möchte ich mich aber für die zahlreichen Hilfen bedanken, die ich hier erhalten habe! Riothamus, Marechal Devault und Pappenheimer sind nur einige, die mir beim »Knöpfchenzählen« und mit viel Zuspruch und tatkräftiger Hilfe unter die Arme gegriffen haben.
Dafür möchte ich euch an dieser Stelle nochmal ganz herzlich danken  :)

Also dann ... 14. Juni anno 2018

Nachdem Saga bei mir, auch mangels aktiver Mitspieler, leider im Sande verlaufen ist, habe ich mir überlegt, meine alte Liebe neu zu beleben.
Historisches "spielen" mit 1:72 Miniaturen.
Diese Größe begleitet mich, wie bestimmt sehr viele andere auch, bereits seit meiner Kindheit. Damals waren die Schachteln von Minifigs und Airfix wie kleine Schatztruhen. Und auch heute noch, mit 51, hat sich an dem Gefühl so eine Schachtel in Händen zu halten und schließlich zu öffnen, nichts geändert. Da ist immer noch der Knirps in mir der vor Spannung und Freude kichern und Jauchzen möchte Ein Feeling, das mir bei anderen Maßstäben und Spielsystemen etwas verloren gegangen ist.
Im Urlaub fand ich in Garmisch-Partenkirchen einen Müller Drogeriemarkt. Von dieser Kette wusste ich seit einem Besuch in Nürnberg, dass sie ein recht ansehnliches Spielwaren- bzw. Modellbauprogramm führen. Also schaute ich online nach und fand die ersten Packungen meiner alten Liebe, Miniaturen aus der Zeit Napoleons in 1:72.
Einen Mitspieler habe ich dann auch rasch gewonnen, nachdem ich ihn mit einem Mitbringsel aus dem Urlaub vom Historischen TT überzeugt habe  ;)

Der Bestand
Folgende Boxen habe ich mir aus dem Urlaub mitgebracht bzw. kamen in den ersten Wochen nach dem Urlaub noch dazu

1 x Britische Infanterie von 1815 - Italeri 6095 (Mitbringsel zum shanghaien des Mitspielers)
2 x Italeri - 6002 - franz. Infanterie
1 x Italeri - 6080 - franz. Leichte Kavallerie
2 x Italeri - 6018 - franz. Garde Artillerie

Welche Regeln sollen es werden?

Da Warlordgames so frei waren, ihre Regeln zu Black Powder frei als pdf zum Download anzubieten, ist dies auf alle Fälle Fälle eines der Regelwerke, die ich gerne einmal bespielen möchte. Black Powder ist allerdings in Englisch und dem ersten Durchblick nach relativ komplex. Daher wird mit "Kugelhagel" definitv ein deutsches Regelwerk bei mir Einzug halten und Priorität genießen.

Nachtrag aus der Zukunft
Es sind defintiv die Regeln zu Kugelhagel geworden, nach denen wir spielen und unsere Armeen aufbauen. Inzwischen ist auch »Kugelhagel – Generals« dazugekommen, um weitere Mitspieler zu gewinnen

6
Ein neuer Anfang
Durch den Foren-Dump ist mein Thread zum Aufbau meiner Franzosen für die Zeit von 1800 -1815 leider verloren gegangen. Den werde ich aber beizeiten nach und nach neu starten, der kommt also (etwas schlanker) wieder zurück. In der Zeit ohne das Sweetwater habe ich zudem sehr wenig an meinen Franzosen gemacht, aber dafür durch andere Spiele den einen oder anderen Kontakt knüpfen können, wo sich vielleicht weitere Interessenten für das historische Tabletop gewinnen lassen könnten.
Zum Einen mag das an dem von mir so heiß geliebten Maßstab 1:72 liegen, wo man recht preiswert große Armeen ausheben und auf relativ kleinem Platz ordentliche Schlachten spielen kann. Zum Anderen aber auch daran, dass es das erweiterte Regelwerk / Kampagnenbuch »Kugelhagel – Generals« gibt, welches sich dem ACW widmet. Der ACW ist nämlich, im Gegensatz zu den Napoleonischen Kriegen, in vielen Köpfen immer noch ein ein einfaches »Grau vs. Blau« mit wenigen Knöpfen zum zählen und somit gerade für Einsteiger in das historische TT ziemlich einfach aufgebaut.

Das habe ich mir zu Nutze gemacht, als ich die beiden Interessenten ansprach, die dann auch neugierig wurden und sich später evtl. auch mit »meiner« Epoche vertraut machen würden.
Also habe ich mir das Regelwerk »Generals« gekauft und beginne nun damit, zunächst eine kleine Armee der Südstaaten auszuheben, um erstes Material für Probespiele zu haben.
Da ich meine bestehende Sammlung an Franzosen aber ebenfalls nutzen möchte (und auch um den beiden zu zeigen dass das Knöpfchenzählen halb so wild ist) habe ich mir folgende "Alternative History" für die kommenden Spiele und den Aufbau der beiden kleinen ACW-Armeen ausgedacht.

Der ACW mit Franzosen und Briten als Alliierte der Union bzw. der Konföderierten in einer alternativen Historie

1860
Lincoln wird zum Präsident der USA gewählt. Die ersten Südstaaten erklären ihre Unabhängigkeit

1861
Weitere Staaten des Südens folgen in einer Art Domino-Effekt. Unionsgüter, Zollämter und Waffenarsenale werden von den Südstaaten konfisziert.
Der Kommandant der Garnison von Fort Sumter, Major Robert Anderson, verweigert die Übergabe des Forts an die Südstaaten. Brigadegeneral Pierre G.T. Beauregard beginnt mit der Belagerung von Fort Sumter.
Die Britische Elite symphatisiert derweil mit dem Süden, während das einfache Volk die Union bevorzugt. Es wird zwischen den Handelsbeziehungen mit der Union und dem Süden abgewägt und zunächst mit beiden der Handel aufrecht erhalten. Die Union liefert Weizen, die Konföderierten Tabak und Baumwolle gegen Waffen und andere Güter.
Fort Sumter wird schließlich 33 Stunden lang bombardiert und Major Anderson kapituliert.
Präsident Lincoln ordnet daraufhin für 90 Tage die Mobilmachung von 75.000 Soldaten an.
Mexiko, das durch den Bürgerkrieg zwischen Liberalen und Konservativen wirtschaftlich geschwächt ist, beschließt die Begleichung der Auslandsschulden einzustellen.
Bruchpunkt!
Noch bevor sich die Briten, Spanien und Frankreich auf eine gemeinsame Intervention in Mexiko einigen, spielt man in Frankreich bereits mit dem Gedanken an eine tatkräftigere Unterstützung der Konföderierten als nur durch reinen Handel. Langfristig will Napoelon III in Mexiko eine von Frankreich abhängige Monarchie etablieren. Ein starker Süden als Bündnispartner könnte dabei enorm hilfreich sein. Das Problem ist jedoch die geringe Akzeptanz der Sklaverei in den eigenen Reihen.
Im Dezember diesen Jahres landet eine spanische Flotte in Mexiko und Expeditionstruppen betreten das Land.

1862
Die Briten versammeln Streitkräfte an der kanadischen Grenze zur Union.
Die Seeblockade der Häfen der Konföderierten stellt die Union noch vor große Probleme. Neun von zehn Schiffen kommen ungehindert durch.
Die alliierte Flotte aus Briten und Franzosen befindet sich kurz vor Mexiko und gerät in unruhige Gewässer. Dies nutzt ein Teil der französischen Streitkräfte um zu »desertieren«. Sie trennen sich von der Hauptflotte um in Charleston, South Carolina einzulaufen und sich den Konföderierten anzuschließen. Es sind fast ausschließlich »fremde« Regimenter, die sich unter dem Oberkommando von Colonel Philippe le Clerk den Konföderierten anschließen. So sind es unter anderem zwei leichte Infanterieregimenter der Iren, zwei Linienregimenter aus Westphalen und Kleve Berg und ein Regiment holländische Lanzenreiter, die in Charleston an Land gehen. Aber auch gut ausgebildete französische Soldaten beteiligen sich an diesem Coup. (hierzu erarbeite ich noch ein Armeelisten bzw. eine Truppenaufstellung der französischen Interventionstruppen)
Die Briten sind außer sich und schicken ihrerseits ihre Interventionstruppen über die kanadische Südgrenze auf Unionsgebiet.
Lincoln, der durch die Monroe-Doktrin und die Kämpfe gegen die Südstaaten nicht gegen die Intervention der alten Welt in Mexiko angehen kann, steckt in der Zwickmühle. Einerseits verlangt die Doktrin die absolute Unabhängigkeit der USA von der alten Welt, andererseits stehen jetzt nicht nur französische, spanische und britische Truppen quasi vor der Haustür (Mexiko), ein Teil hat sich sogar den rebellischen Südstaaten angeschlossen. Lincoln kann nicht anders und lässt die britischen Truppen gegen die, zugegebenermaßen eher vereinzelten, Proteste des Senats passieren.

Die Briten befinden schon nach den ersten Gefechten 1862, dass der amerikanische Bürgerkrieg unprofessionell und barbarisch geführt würde (vermutlich, weil sie nicht das alleinige Kommando haben). Sie stellen es ihren Truppen in den USA frei, ihren Dienst dort abzubrechen und heimzukehren, da eine vollständige Evakuierung zu aufwändig wäre, denn gleichzeitig zu dem Sezzessionskrieg in den »Kolonien« wenden sich die britischen Interessen verstärkt Russland und Griechenland zu. Eine weitere Verstrickung in die Angelegenheiten der Amerikaner scheint auf lange Sicht unergiebig. Derart gestrandet entschließen sich die britischen Interventionsstreitkräfte sich von der britischen Heimat loszusagen und endgültig für die Union zu stehen, zumal ihnen hier nach dem Kreig größere Möglichkeiten offen stehen, als in der alten Heimat.

Ähnlich ergeht es den Franzosen, die zuerst von Napoleon III entsandt wurden, der aber zugleich in Mexiko Truppen kämpfen lässt.´Die Mexikaner erweisen sich dabei als härtere Gegner, als zunächst vermutet. Durch den Rückzug ihrer spanischen und britischen Alliierten nach der »Charleston-Affäre« stehen die französischen Truppen dort alleine. Napoleon III beschließt, dass nur ein starkes Mexiko die Südstaaten beeindrucken und zu einem Bündnis führen würde. Und da die französischen Truppen in den Südstaaten offiziell sowieso als Deserteure gelten, lässt er sie letztendlich fallen.

Auch die Franzosen müssen sich jetzt für eine Seite entscheiden. Aber da sie bereits auf der Seite der Konföderierten Blut vergossen haben und die Briten und die Union sie als Deserteure, bestenfalls aber als äußerst unzuverlässige Bündnispartner ansehen, denen man nicht trauen kann, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als auf Seiten der Südstaaten zu bleiben. Sie ziehen sich nach Louisiana zurück, dass sie bis zum Ende des Bürgerkriegs verteidigen.

(Anmerkung: Durch die letzten »Ereignisse« sind die Eingreiftruppen der Briten und Franzosen also weiterhin eine begrenzte Ressource für Kampagnenspiele. Gleichzeitig kann ich damit aber auch sowohl die schönen Figuren der Napoleonischen Zeit in Aktion zeigen, als auch mit relativ wenigen ACW-Miniaturen bereits schöne Spiele zum Kennenlernen und Einsteigen in das Hobby anbieten.)

Quellen
https://de.wikipedia.org/…/Franz%C3%B6sische_Intervention_i…
https://de.wikipedia.org/wiki/Monroe-Doktrin
https://de.wikipedia.org/wiki/Angriff_auf_Fort_Sumter
https://de.wikipedia.org/wiki/Louisiana#Geschichte

7
Hiermit eröffne ich meinen kleinen Bauchladen mit den verschiedensten Dingen rund um Tabletop / Brettspiele :)
Alle Preise sind natürlich im gewissen Rahmen verhandelbar.


Star Trek Bücher

- Titan 1 - Eine neue Ära
- Titan 2 - Der rote König
- Titan 3 - Die Hunde des Orion
(Cross Cult Verlag)
Verkauft


- Der Erstschlag (Star Trek Classic, Invasion 1)
- Soldaten des Schreckens (TNG, Invasion 2)
- Der Feind der Zeit (DS9, Invasion 3) Verkauft
(Heyne Verlag)



Nichtraucherhaushalt, einmal gelesen, sehr geringe Gebrauchsspuren.
Je Buch VB 5,00€ zzgl.Versand. Hier kann ich auf Wunsch versichert per Hermes oder als Büchersendung DHL verschicken. Beim Kauf mehrerer Bücher lohnt sich meist der Versand per Hermes (versichert), aber auch hier gilt die Absprache mit dem Käufer, wie er den Versand wünscht.


X-Wing Zubehör

- Acryl Warboard für X-Wing, Hersteller Nerd-X, weiß, ohne Schablonen, magnetisiert für sicheren Transpor, passt in Feldherrentasche ab Medium (?)







20,00€ zzgl.3,89€ versicherter Versand via Hermes


Balltetech Battlemech, teilweise alte Klassiker (Unseen?)

Klassische Battletemechs (Plastik), jeweils 1,50€ zzgl. 3,89€ versicherter Versand (beim Kauf von mehreren Mechs fallen natürlich nur einmalig Versandkosten an, bei Kauf bitte die Nummer des Mechs angeben) Die Plastik-Mechs lassen sich leicht mit etwas Seifenlauge und Zahnbürste oder Handdesinfektionsmittel entfärben, da kein Klarlack als Versiegelung genutzt wurde

Plastik-Mech 1


Plastik-Mech 2


Plastik-Mech 3


Plastik-Mech 4


Plastik-Mech 5


Plastik-Mech 6


Plastik-Mech 7



Klassische und moderne Battlemechs (Zinn) jeweils 5,00€ zzgl. 3,89€ versicherter Versand (beim Kauf von mehreren Mechs fallen natürlich nur einmalig Versandkosten an)
Die Zoinn-Mechs lassen sich leicht mit etwas Seifenlauge und Zahnbürste oder den anderen üblichen Mitteln entfärben, da kein Klarlack als
Versiegelung genutzt wurde


Zinn-Mech 1


Zinn-Mech 2


8
Nachdem ich die SAGA Dark Age Regeln ein erstes Mal überflogen und eine Inventur meiner vorhandenen Miniaturen gemacht habe, wollte ich vor der weiteren Bemalung meine Warband organisieren. Das soll mir beim weiteren Bemalen helfen und zugleich einen Überblick verschaffen, was als nächstes an der Reihe ist.
Off Topic:
Beim Einfärben habe ich festgestellt, dass ich bei der groben Farbwahl für die Tuniken vom Army-Painten ala GW ausgehen kann, also gleiche Farbe an mehrere Minis, aber für die Details jede Figur lieber einzeln behandeln möchte. Daher sind 4 Punkte der erste Meilensstein und die Erweiterung auf 6 Punkte der zweite. Aber gerade an dieser Erweiterung auf 6 Punkte hänge ich noch etwas, da ich meine Warband gerne vorher organisieren möchte, was das Organisieren der Bemalung erleichtert.

So sähe die Organisation meiner ersten vier Punkte Anglo-Dänen aus

Kriegsherr
Gunnar, der Gerechte, Earl von Tyrne (nördlich von York gelegen, fiktiver Ort)
Sein Beiname kommt von seinem Lieblingsspruch: »Legt sie alle um. Gott wird sie sortieren.«
Er ist für einen Abkömmling der ersten Wikinger in England erstaunlich ruhig und besonnen, was an seiner Christianisierung liegen mag. Dennoch ist er ein wilder Kämpfer und ein wahrer Meister der Dänenaxt, der im Kampf keine Gnade kennt. Den Legenden nach soll er als kleiner Junge, nur mit einem Messer bewaffnet, zusammen mit vier Freunden gegen ein Rudel Wölfe gekämpft und alle Tiere bis auf den Anführer des Rudels abgeschlachtet haben. (siehe Huscarls mit Speer & Schild) Er toleriert die heidnischen Gebräuche einiger seiner Untertanen, solange sie diese nicht zu öffentlich ausleben. Immerhin braucht man als Earl ja auch arbeitendes Volk und sollte dieses bei Laune halten.






4 Huscarls mit Dänenäxten (1 Punkt)
Gundharr, Storre, Björn & Aegir
Vier Brüder aus zwei Würfen. Sie sind gefürchtete Kämpfer und es wird behauptet, dass sich ihre Gegner freiwillig als kleine Stücke in den Staub werfen, sobald sie ihre gewaltigen Dänenäxte auch nur erheben. Tatsache ist aber auf alle Fälle, dass sie meisterhaft mit diesen sperrigen und langen Waffen umgehen können. Sie beherrschen sie, wie andere ihre Dolche oder Schwerter.
Obwohl sie alle Christen sind, ist ihnen der heidnische Aberglaube ihrer Vorfahren geblieben, was Earl Gunnar jedoch toleriert, da er ihre bedingungslose Loyalität genießt und diese nicht für solche Kleinigkeiten wie eine geschlachtete Ziege am Abend vor einer Schlacht aufs Spiel setzen will.








4 Huscarls, Handwaffe & Schild (1 Punkt)

Ubbe, Fynn, Eric & Amleth*
(*jüngerer Bruder von Earl Gunnar und vermutlich in der Tat ein Vorfahr von Hamlet, was sich aber nicht stichhaltig nachweisen lässt)
Amleth sieht sich nicht im Schatten seines Bruders sondern als Teil eines von Gott geschmiedeten Bundes, den man nicht einfach bricht. Zudem hat er von Gunnar derartig weitreichende Befugnisse erhalten, dass er im Grunde der Earl hinter dem Earl ist.
Die Vier sind die treuesten Diener Gunnars und schon von Kindesbeinen an seine Gefährten. Den Legenden nach hat Gunnar sie in einem Schneesturm gerettet, als sie von einem Rudel Wölfe verfolgt wurden und in einer engen Höhle Schutz suchten. Gunnar führte die Vier - die nur mit kurzen Messern bewaffnet waren - nachts, während der Sturm allmählich abebbte, an vorderster Front aus der Höhle und mitten in das lauernde Wolfsrudel. Zusammen metztelten sie das komplette Rudel bis auf das Alphatier nieder, dass sich Gunnar unterwarf und nach seinem Tod sein ständiger Begleiter wurde.
Obwohl es sich hier um eine übertriebene Legende handeln mag, ist es in der Tat so, dass Wölfe ein merkwürdig gutes Verhältnis zu Gunnar und den vier Huscarls haben und man sie vor einer Schlacht oft in der Nähe der fünf Männer sieht.






8 Ceorls, Handwaffe & Schild, (1 Punkt)

Jarn und seine sieben Söhne
Jarn ist ein Teghn der für seine gute Hand bei der Viehzucht weithin geachtet wird. Als Earl Gunnar ihn in jungen Jahren aufgrund seiner Verdienste in der Schlacht vor die Wahl stellte, ihn für seine Dienste zum Huscarl zu befördern oder ihn zum Teghn zu machen, entschied sich Jarn für den Stand als Teghn.
Jarn (was soviel wie »Eisern« oder »der Harte« bedeutet) ist ein furchtloser und brutaler Kämpfer. Seine sieben Söhne stehen ihm in Nichts nach. Es kann als gesichert
angesehen werden, dass ein Ältester, Widar, eines Tages zu den Huscarls des Earls zählt, da er und Laric - der ein Sohn von Amleth dem Bruder des Earls ist - unzertrennliche Freunde sind. Die beiden sind berüchtigt für ihre wilden Gelage und die Handgemenge die sie gerne mal anzetteln, um sich im waffenlosen Kampf zu messen.
Jarn\'s zweitältester Sohn, Leif, wirkt nach außen hin ruhiger und wird einst die Felder und den Hof seines Vaters übernehmen. Doch auch ihn und seine verbliebenen Brüder
sollte man nicht unterschätzen, sobald sie Axt, Schwert und Schild in die Hand nehmen.


8 Ceorls, Speer & Schild (1 Punkt)

Die Ceorls dieser Truppe sind stammen überwiegend aus dem Fyrd und leisten ihren jährlichen Wehrdienst für Gunnar. Unabhängig von ihrem normalen Dienst für ihren Earl sind sie aber grundsätzlich bewaffnet und kampfbereit um ihre Höfe oder Geschäfte zu schützen und sind somit weitaus trainierter an der Wafe, als die einfache Bevölkerung. Keiner von ihnen ist aber so herausragend, dass über ihn einst Sagas erzählt oder Lieder gesungen werden.

Barde
Roland,
auch als Pfeifer an den Toren des neuen Morgens² bekannt
Roland, sofern dies sein richtiger Name ist, erschien eines Tages tatsächlich mit dem Anbruch der Dämmerung. Es war der Tag der ersten Schlacht von Gunnar dem Gerechten und ohne sich dem Earl oder seinem Gefolge vorzustellen, blieb Roland einfach in der Nähe und beobachtete die Schlacht. Erst nachdem die Streitmacht Gunnars siegreich in ihr Lager zurückkehrte, stellte Roland sich auf seine Weise vor: Er sang einfach ein Heldenlied über die Schlacht. Seine Stimme vermischte er dabei teilweise mit den Tönen seiner Flöte, was zunächst für Unruhe sorgte, klangen diese Töne doch sehr heidnisch. Doch der rein gesungene Text des Heldenlieds, dass die Taten Gunnars und seiner Mannen als gottgefällig darstellte, ließ den Earl über diesen merkwürdigen Klang hinwegsehen. Außerdem hatte diese seltsame Art die Flöte zu spielen etwas mitreißendes.
Seit diesem Tag ist Roland regelmäßig zu Gast bei Gunnar. Er bleibt aber auch manchmal Monate weg, nur um kurz vor einer Schlacht - und sei sie noch so spontan entstanden - wie aus dem Nichts heraus zu erscheinen und Gunnar mit seinen Liedern in einen wahren Kampfesrausch zu singen.
Roland ist und bleibt also ein Geheimnis, das zu lüften sich aber im Umfeld Gunnars niemand zu lüften getraut.

²Und wer jetzt an Pink Floyd\'s \"The Piper at the Gates of Dawn\" denkt, hat natürlich recht ;) Ebenso mit der Art wie Roland Flöte spielt, die eindeutig an Ian Anderson erinnert. Irgendwie gehört sich sowas eben verwurstet ;)

Gesamt 4 Punkte


Für den nächsten Schritt in Richtung 6 Punkte, habe ich mir folgendes vorgestellt

1 Kriegsherr = 0 Punkte (eine Einheit)
4 Huscarls Dänenäxte = 1 Punkt (eine Einheit)
4 Huscarls Speer & Schild = 1 Punkt (eine Einheit)
24 Ceorls = 3 Punkte (drei Einheiten á 8 Ceorls, eine Einheit Speer & Schild, zwei Einheiten Handwaffe & Schild)
12 Geburs m. Schleudern = 1 Punkt (eine Einheit)
Gesamt 6 Punkte

Die Geburs sind mir allerdings etwas nachlässig in der Disziplin (Aktivierung nur auf Ross und Helm). Zivilisten eben ;) Daher überlege ich, ob ich anstelle der Geburs (Bauern) lieber noch ein besonderes Modell wie einen Barden oder einen Mönch dazu nehmen sollte, oder sogar Söldner anheuern.

Alternativ für eine 6 Punkte Warband mit dem Einsatz von Mönchen

Der Abt der Abtei von Tyrne
Abt Eadred, (in jungen Jahren als »der schmächtige« bezeichnet)
Eadred ist ein Cousin von Gunnar dem Gerechten. Aufgrund seiner zarten Statur wurde er in jungen Jahren oft als »der schmächtige« bezeichnet.
Kurz vor seinem Tod schickte ihn sein Vater zusammen mit dem Mönch Ethelwerth auf Pilgerreise nach Rom, damit er sich als guter Chrtist erweisen würde. Unterwegs lernte Eadred Lesen, Schreiben und mehrere Sprachen, darunter Latein und Griechisch.
Die Pilgerfahrt nahm mit dem gewaltsamen Tod von Ethelwerth für den jungen Eadred ein jähes Ende und er sah sich gezwungen seinen Lebensunterhalt als Kämpfer in verschiedenen Heeren zu bestreiten. Er kämpfte niemals mit der gefürchteten Dänenaxt, die er als zu plump und unchristlich empfindet. Aber mit dem Schwert ist er geübter Kämpfer.
Nach seiner Rückkehr vom Kontinent gründete er die Abtei von Tyrne, die unter dem Schutz des Königs steht. Das ist seinem Cousin Gunnar ein Dorn im Auge, da die Abtei im Grunde ein Herrschaftsgebiet innerhalb der Grenzen seines Landes darstellt. Die Abtei entrichtet ihre Abgaben selbstständig und verwehrt den Huscarls Gunnars grundsätzlich den Zutritt zur Abtei und den ihr angeschlossenen Ländereien.





Größenvergleich zu seinem Cousin Gunnar dem Gerechten



Spieltechnische Besonderheiten:
Abt Eadred kann als normales Kriegermodell innerhalb einer Mönchstruppe eingesetzt werden.
Ebenso ist er aber auch als Warlord einsetzbar, zum Beispiel bei Szenarien, in denen er die Abtei und ihre Ländereien verteidigen muss.
Sobald er einem anderen Warlord folgt bzw. angeschlossen ist, verliert er seinen Status als Warlord und muss als Teil einer anderen Einheit aufgestellt werden, die keine Huscarls mit Dänenäxten sind.
Als Warlord befehligt er maximal eine 4 Punkte Streitmacht, die aus folgenden Einheiten besteht

Warlord Eadred (0 Punkte, 2 SAGA-Würfel als Warlord)
Sonderregel
Obwohl als Anglo-Däne gerechnet, kämpft Eadred niemals mit Dänenaxt und kann somit nicht von deren Sonderregeln profitieren. Er ist grundsätzlich mit Schwert und Schild ausgerüstet.

8 Wehrhafte Mönche (Krieger, 1 Punkt, 1 SAGA-Würfel)
Sonderregel
Die wehrhaften Mönche sind die sozusagen Krieger der Abtei und profitieren NICHT von den Sonderregeln für Mönche. Dafür generieren sie wie normale Krieger einen SAGA-Würfel. Sie dürfen niemals Fernwaffen einsetzen und sind mit einfachen Handwaffen wie Knüppel, Stäbe oder Streitkolben und (zumeist improvisierten) Schilden ausgerüstet. Sie dienen gleichzeitig als Heartguard für Abt Eadred.

12 Rachsüchtige Mönche (siehe Sonderregeln »Dark Ages«)

12 Bauern

Was wäre historisch passender?
Welche Söldner würden in Frage kommen, wenn ich mich nicht spezifisch auf einen Zeitraum festlegen möchte, also z.B. die Herrschaft von Sven Gabelbart oder Knut dem Großen, sondern eher allgemein bleiben mag?

9
Hallo zusammen.

Wie schon im Threadtitel zu sehen, suche ich ein SAGA Grundregelwerk (Dark Ages), komplett (also bitte mit Battleboards) und bitte nur auf deutsch.


Wer mag sich von seinem Regelwerk für harte Währung trennen?
:)

10
Hallo zusammen,
da bin ich wieder mit einer Frage, bei der mir die Suchfunktion leider nicht helfen konnte.
Meine ersten SAGA Miniaturen sind die Anglodänen (Zinn) aus der 4 Punkte Starterbox von GB. Dort waren die bei SAGA gebräuchlichen Rundbases von Renedra dabei.
Jetzt liebäugele ich zur Variation und zum Aufpeppen auf 6 Punkte der ersten SAGA-Truppe (die noch in Arbeit ist) mit der Box Dark Age Warriors von GBP, da ich dort auch Bauern mit Steinschleuder / Schlinge als Fernkämpfer aufbauen könnte. Da sind aber, wenn ich das im Netz richtig herausgefunden habe, eckige Bases dabei.

Jetzt meine Fragen:
- Gibt es eine Tisch-Etikette bei SAGA (oder bei Turnieren) die besagt, dass man Bases nicht mischen sollte?
- Gibt es die Rundbases von Renedra auch extra zu kaufen und wenn ja, wo? (ich habe bisher nichts gefunden)

Danke vorab für eure Hilfen :)

11
Die wegen Systemaufgabe angebotene Sammlung für das Spiel \"Tanks!\" von GF9 ist verkauft :)
Ich habe den Titel geändert und den Post aufgeräumt, hier kann bitte geschlossen oder gelöscht werden.
Danke :)

12
Hallo zusammen.
Nachdem ich jetzt eine Weile in Richtung SAGA schiele, möchte ich vor einem richtigen Start in das System zunächst langsam damit beginnen, überhaupt wieder in\'s Malen reinzukommen. Da ich noch eine recht üppige Sammlung an Herr der Ringe Miniaturen habe, wäre es der einfachste Weg da wieder in Übung zu kommen, zuerst an diesen zu experimentieren. Es ist schon mindestens acht Jahre her, dass ich Miniaturen bemalt habe, wenn man von ein paar Tanks für den gleichnamigen Skirmisher von GF9 absieht.

Jetzt frage ich mich, wie schon im Threadtitel zu sehen, ob ich die Krieger der Rohirrim (zu Fuß) und die Krieger von Gondor (ebenfalls zu Fuß) mit leichten Anpassungen / Umbauten vorerst als Normannen oder Anglodänen anmalen und für erste Spiele nutzen könnte, bevor ich mir ein Starterset oder einzelne Sets kaufe?

13
Vorstellforum / Grüße aus Köln
« am: 17. April 2017 - 11:48:54 »
Hallo zusammen.

Mein Name ist, wie mein Nick, D.J. (wenn auch nur in der Kurzform)
Ich komme aus Köln und werde in den nächsten Wochen das halbe Lebensjahrhundert voll machen (von Beileidsbekundungen bitte ich abzusehen :cool_1: )
Nachdem ich vor Ewigkeiten mit den alten Pen&Paper Rollenspielen D&D, AD&D sowie Schwerter und Dämonen angefangen habe, bin ich irgendwann auf Battletech, Warhammer, 40, Inquisitor und zuletzt Herr der Ringe etc. umgestiegen.
Es folgte eine lange Spielpause, in der ich nach und nach auch meine ganzen alten Bestände an Systemen verkauft habe.

Vor etwa 3 oder 4 Jahren bin ich zunächst mit X-Wing wieder in das Hobby Tabletop eingestiegen, habe mich dort aber nicht mehr heimisch gefühlt und bin auf Star Trek Attack Wing umgestiegen, wo ich sehr viel Spaß und eine tolle Gemeinschaft gefunden habe.
Als \"Nebensystem\", welches hier vielleicht auch besser ins Forum passt, habe ich vor einiger Zeit mit \"Tanks!\" von GF9 begonnen.
Es ist wie Attack Wing ein schnell zu erlernendes Skirmish System, dass sich auch schnell spielen lässt, was meiner leider doch recht knappen Spielzeit entgegenkommt.

Hierher gefunden habe ich, da ich neben dem quasi-historischen Tanks eventuell noch ein anderes System beginnen möchte.
In\'s Auge gefasst habe ich erstmal nichts besonderes, aber dafür bin ich eben hier.

Ich freue mich auf einen guten Austausch und auf eine gute Zeit hier :)

Seiten: [1]