Der Punkt mit den Ăbersetzungen ist ein ganz interessanter. In Deutschland wird halt wirklich jeder Schrott mit einer Synchronisation oder Ăbersetzung bedacht, wĂ€hrend in LĂ€ndern wie Norwegen, Schweden oder Finland quasi alles nur mit Untertiteln lĂ€uft. Englisch ist da Teil des Alltages, daher sprechen da die Kids auch so gut Englisch, dass es einem als Deutschen manchmal die Schamesröte ins Gesicht treibt..ganz ohne zweisprachige Erziehung durch ĂŒbereifrige Eltern.
Und Deutsch und Englisch wĂŒrde ich in etwa auf einer Stufe ansetzen, was Schwierigkeit angeht.
Das sehe ich nicht so..jeder kann in vernĂŒnftiger Zeit Englisch lernen, an Deutsch scheitern viele ihr Leben lang. Das lĂ€sst sich auch gut an der englischen Sprachgeschichte selbst ablesen, denn letztendlich haben wir es hier auch nur mit einer viel simpleren Version von \"Deutsch\" zu tun. Viele Grundwörter sind fast 1:1 gleich (richtig fĂ€llt einem das allerdings erst bei 100-200 Jahre alten Texten auf), nur die Grammatik wurde auf das Essenzielle eingedampft. Das ist auch der Unterscheid zum normannischen Einfluss..Französisch blieb Sprache der Elite, wĂ€hrend das Anglo-SĂ€chsische den Leuten aufgezwungen wurde. Warum dann aber groĂ ĂŒberlegen ob es der/die/das Haus heiĂt, wenn man einfach \"the house\" sagen kann? Jeder weis, dass man das verdammte Haus meint. Allgemein sind Sprachen, welche \"von auĂen\" ins Land gebracht wurden grammatikalisch simpler, als ihre eigentliche Sprachwurzel (gilt auch fĂŒr romanische Sprachen).
Im Deutschen kann man ja leider im Moment dennoch eine Ă€hnliche AbwĂ€rtsbewegung beobachten, welche von manch links-alternativen Inhabern von Linguistik LehrstĂŒhlen auch noch ganz euphorisch als \"Kiezdeutsch\" gepriesen wird. \"Isch geh Bahnhof\". Wieso Artikel und PrĂ€positionen benutzen, wenn jedermann versteht, dass man im Begriff ist, sich zum Bahnhof aufzumachen? Leider sind da wohl auch viele Lehrer zu nachlĂ€ssig, anders kann ich mir nicht erklĂ€ren, wieso Jugendliche, welche in Deutschland geboren sind, kein vernĂŒnftiges Deutsch mehr sprechen.