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Autor Thema: Siebenjähriger Krieg in 40mm mit selbst gegossenen Figuren  (Gelesen 18386 mal)

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preussischblau

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Siebenjähriger Krieg in 40mm mit selbst gegossenen Figuren
« am: 01. Februar 2016 - 22:35:10 »

Moin. Hier ein kleiner Einblick, wie ich in das Thema reingerutscht bin, und wie es so voran geht. Werde in loser Folge berichten, und ein bisschen ausholen…

Figuren selber gießen

Kurz vor Weihnachten entdeckte ich uralte Zinngießformen von Nürnberger Meisterzinn aus früher Jugend wieder, samt den damaligen Zinnfiguren. Und fragte mich, ob man damit noch etwas anfangen kann. Es stellte sich raus: Man kann. Ich fing an, die Sammlung an Formen zu komplettieren, was ebenso einfach wie preiswert ist, denn die alten Dinger werden bei Ebay und Ebay Kleinanzeigen (dort noch günstiger) als komplette Sammlung vertickt. Statt 15-10 Euro für eine neue Form bekommt man sie für unter 5 Euro pro Stück im Sammelpack. Die Aluminiumformen sind solide und man kann gebrauchte ohne Probleme kaufen.

Rohmaterial zum Schnäppchenpreis.

Auch Zinn und Blei bekommt man so: Entweder alte Figurensammlungen, Motiv und Hersteller egal, oder Zinnschrott und olle Zinnteller. Die sind so hässlich, die will keiner haben, entsprechend billig sind sie. Mit einer Blechschere schnippelt man die passend zum Gießen. Und statt für 20 Euro pro Kilo Marktpreis kommt man mit etwas Glück auf 5 Euro pro Kilo. Blei kostet sowieso nur 5 Euro/Kilo, oder man geht zum Reifenhändler und fragt nach alten Schwunggewichten, wie werden grad gegen solche aus Zink getauscht. Oder beim Spengler, wenn der alte Bleieinfassungen auf dem Dach gegen Kupfer tauscht. Idealerweise mischt man etwa 50/50, denn reines Zinn ist zu spröde und bricht leichter, wenn eine Figur mal runterfällt, und Blei ist zu weich. Eine Figur wiegt etwa 35 Gramm, sagen wir 40, macht 25 Figuren / Kilo, bei 5 Euro Material also 20 Cent Material pro Figur. Da hat man die Formen schnell raus.

Gießwerkzeug

Zum Gießen kann man einen Gießkelle und eine Herdplatte nehmen, die Gießkelle ist bei Sammlungen oft dabei. Oder ein Teil mit dem schönen Namen Gießheinrich, das ist ein Lötkolben mit einem Tiegel vorne dran. Zinn schmilzt bei 232 Grad, Blei bei 327 Grad. Angeblich schafft der Gießheinrich 420 Grad, aber da habe ich meine Zweifel, manchmal muss man nachhelfen. Bei schwierigeren Formen heize ich mit einem kleinen Flammlötgerät etwas nach, eine höhere Temperatur zu bekommen, so dass alle Details mit ausgegossen werden.

Die Figuren

Nürnberger Meisterzinn hat drei Serien rausgebracht:
  • Soldaten im Siebenjährigen Krieg
  • Soldaten 1710 – 1810
  • Mittelalter mit Hellebarden und bunten Gewändern (die bleiben hier außen vor)
1710 – 1810 ist ein langer Zeitraum, das klappt mit wechselbaren Köpfen, denn Ende des 18. Jahrhunderts verschwanden Grenadiermützen und Dreispitze, und Tschakos, teils Kavalleriehelme waren angesagt. Mehrere Kopfbedeckungen sind enthalten. Klar gibt es eine Überschneidung mit der 2. Serie.

Ein großer Teil der Figuren ist halbplastisch ausgeführt: Sie sehen von der Seite gut aus, von vorn aber nicht unbedingt. Grund war zum einen die Materialersparnis beim Gießen, zum anderen die Tatsache, dass die Formen einfach gehalten werden konnten und auch der ungeübte Hobbyist gute Ergebnisse beim Guss erzielen konnte. Außerdem darf es bei Aluformen nicht die kleinste Hinterschneidung geben. Und die Figuren müssen nicht zusammengebaut werden.

Gemessen an heutigen Maßstäben sind die Details der 40 Jahre alten Formen nicht dolle, aber – wie ich finde – immer noch einigermaßen okay. Vor allem, wenn man bedenkt, dass man es später mit größeren Schlachtreihen zu tun hat, die man eher aus der Ferne sieht. Wer mag, der kann mit detaillierter Bemalung eine Menge herausholen, was aber zugegebenermaßen nicht ganz einfach ist, denn es gibt keine Details der Figur, die muss man Freihand anpinseln.

Die Serie Mittelalter interessiert mich weniger. Seinerzeit kamen zuerst die Soldaten im Siebenjährigen Krieg auf den Markt. Man merkt, da übten sie noch, denn da waren (und sind es immer noch) die Angüsse teils etwas dusselig an der Figur platziert, und man muss ganz schön herumfeilen, um diese loszuwerden. Die zweite Serie mit wechselbaren Köpfen ist ziemlich dreidimensional und hat auch mehr Details. Gegenüber gekauften Figuren ist der Preisvorteil recht deutlich, gegenüber kleineren Maßstäben eher nicht, da kommt man mit weniger Investment aus.

Wer es detaillierter mag: Es gibt heute eine große Zahl Hersteller, die hochdetaillierte Figuren in 40mm bringen. Keine Formen zum Selbergießen, sondern wie üblich unbemalte Zinnrohlinge. Man kann also mischen, es gibt auch echte High Ende Hersteller. Aber zum Spielen brauche ich erstmal ein bisschen Kanonenfutter. Daher eine kleine Abkürzung:



Abk.: Fertig bemalte Figuren

Bei Ebay habe ich etwa 150 bereits bemalte Figuren für 60 Euro geschossen, siehe Bildchen oben. Die Qualität ist durchwachsen nach meinen Ansprüchen; gemessen an den Maßstäben, die hier im Forum vorgelegt werden, eher (sau)mäßig. Zudem hat der Verkäufer so dusselig verpackt, dass einiges beschädigt und Farbe abgeplatzt ist. Also wird ein bisschen renoviert, nicht zu viel, soll ja mal losgehen mit dem Spielen. Die weniger gelungenen Einheiten werden irgendwann mal gegen besser bemalte ersetzt. Mal sehn, ob das klappt. Jedenfalls hab ich schonmal erste Bases gebastlt.

So kann ich parallel einige Figuren basieren und man sieht Fortschritt, während ich neue Figuren mit den etwas besseren neuen Formen mit Wechselköpfen gieße. Diese entstehen also von Null:
- Rohmaterial einschmelzen
- Figuren gießen
- Figuren entgraten
Erst dann geht’s ans Grundieren und Anpinseln. Was das angeht, hab ich noch was zu lernen.

Werde an allen Fronten (wie der olle Fritz) herumbasteln: Gießen, Entgraten, Bemalen, Basieren, Marker bauen, Spielfläche, Sachen probieren, Historie nachlesen, etc. Alles so, wie es kömmt, kreuz und quer.

Gruß, Stefan
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970 - 01:00:00 von 1484041821 »
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Dareios

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Siebenjähriger Krieg in 40mm mit selbst gegossenen Figuren
« Antwort #1 am: 02. Februar 2016 - 05:28:20 »

Das ist mal ein super charmantes Projekt! Da freu ich mich auf deine ersten Ergebnisse. Gerade in Sachen 7JK passen solche Old School Figuren ja hervorragend.
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Franz

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Siebenjähriger Krieg in 40mm mit selbst gegossenen Figuren
« Antwort #2 am: 02. Februar 2016 - 09:22:46 »

Figuren selber zu giessen ist eine Freude.
Man kann ganze Einheiten erschaffen und seine Armee preiswert aufbauen.

Aber diese Figuren und dieser Maßstab ?
Der Maßstab ist nicht mehr gängig und die Figuren sind flach und einförmig.
Die Einheiten wirken für mich statisch und leblos.

Auch 1/72 oder 28mm Figuren kann man selbergiessen, da der Nachguß für den Eigenbedarf erlaubt ist.
In diesen Maßstäben ist es auch leichter, Gleichgesinnte zu finden.
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von Napoleon

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Siebenjähriger Krieg in 40mm mit selbst gegossenen Figuren
« Antwort #3 am: 02. Februar 2016 - 09:24:54 »

Viel Erfolg! Ich bin schon sehr auf die ersten Resultate gespannt.  :thumbsup:
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vodnik

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Siebenjähriger Krieg in 40mm mit selbst gegossenen Figuren
« Antwort #4 am: 02. Februar 2016 - 09:33:51 »

...viel Erfolg auch von mir. Ich habe mich nicht zuletzt aus Platzgründen für 15mm Figuren entschlossen. Selber Giessen funktioniert eigentlich in jedem Massstab, wird für kleinere Figuren aber immer fieser X(  X(  X(
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Siebenjähriger Krieg in 40mm mit selbst gegossenen Figuren
« Antwort #5 am: 02. Februar 2016 - 09:51:17 »

Selber gießen in 1/72? Da müßte man die Formen selbst erstellen...mit Hinterschneidungen....bei teils sehr dünnen Teilen wie die Gewehre....erscheint mir schwer zu machen...

In 25mm gibt es Napos zum selber gießen von PrinceAugust Formen....hatte ich mal begonnen bevor ich wußte, daß man Figuren fertig kaufen kann. Von PA gibt es auch 40mm Formen für den Zeitraum ca 17-18 JH. Aber die Formen von PA sind aus Kautschuk und sicher nicht so robust wie Nürnb.Meisterzinn.

Super Projekt und ich finde es wieder mal schade, daß irgendwie die richtig tollen Sachen so weit weg von mir statt finden....jajajaja....ich könnte ja selber was cooles machen, aber ich brauch halt immer Mitstreiter, die mich pushen... ;( ;(
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Graf Gaspard de Valois

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Siebenjähriger Krieg in 40mm mit selbst gegossenen Figuren
« Antwort #6 am: 02. Februar 2016 - 11:11:59 »

Ach sieh an! :D
Die Formen habe ich doch auch noch!
Das muß ich auch wieder mal ausprobieren!
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preussischblau

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Siebenjähriger Krieg in 40mm mit selbst gegossenen Figuren
« Antwort #7 am: 02. Februar 2016 - 20:28:01 »

Moin,

Vielen Dank für die vielen Rückmeldungen! Franz, ich weiss, dass es für den privaten Gebrauch zwar erlaubt ist, trotzdem fühlt sich das Abformen und Nachgießen für mich nicht richtig an. Der Aufwand, gute Formen herzustellen, ist zudem ganz erheblich, und sicherlich mit etlichen Fehlversuchen verbunden, das Problem der Details und hinterschneidungen wurde ja schon angesprochen. Aus genannten Gründen (vornehmlich dem ersten, den ich gönne den Modelleuren ihren Profit), und weil ich keine Lust habe, mit Silikon rumzupanschen, nehme ich fertige Formen, die zum Selbermachen gedacht sind. Dass es NMZ Formen sind hat historische Gründe. Zudem ist viel Material schon vorhanden und ich komme gut mit den Dingern klar. Mehr zur Motivation und warum hab ich bei der Vorstellung geschrieben.

Der große Maßstab ist für mich als Grobmotoriker von Vorteil. Platz spielt überhaupt keine Rolle. Cool, wa? Das ist so, weil ich eh keinen habe, für keinen Maßstab, ich muss immer ausser Haus.

So, heute Abend mal ein bisschen herumgegossen, etwa 2 Stunden. Erst wird der olle Gießheinrich eingestöpselt, der braucht ein Viertelstündchen zum Warmwerden. Gleich mal einen Packen alter Figuren reingestopft, leer sollte der nicht betrieben werden.



Nach etwa 15-20 Minuten ist alles eingeschmolzen (später, wenn er warm ist geht’s schneller). Alte Figuren aller Hersteller, teils oxidiert. Man kann auch bemalte Figuren einschmelzen, die Farbe stinkt dann hinweg und die Reste schwimmen oben auf der Schlacke und sollten entfernt werden. Heute aber keine Lust auf Stink und offene Fenster, daher nur die ollen grau angelaufenen von Ebay von anno irgendwann.



Man erkennt die richtige Temperatur an dem gelblich-blauen Überzug, kommt im Händifoto nicht so deutlich rüber. Wenn alles heiß ist, kann man Material nachschmeissen, das schmilzt dann ruckzuck.





Die Formen von Nürnberger Meisterzinn sind aus Aluminium. Das macht sie recht widerstandsfähig. Man muss sie gut über einer Kerzenflamme einrußen. Das ist sehr wichtig, denn in gerußten Formen flutscht das flüssige Zinn viel besser, und die Gießlinge lassen sich viel leichter herausklopfen.

Die rechteckigen Einsätze sorgen dafür, dass die Figur ein Loch im Kragen hat, in das später der Kopf gesteckt werden kann. Das ist eigentlich ganz schlau gemacht. Vor allem die dünnen Teile wie Beine und Gewehre samt Bajonett müssen gut gerußt werden, es kann vorkommen, dass das Zinn die Form an den Stellen nicht ganz ausfüllt. Das kostet aber nur Zeit und kein Material, denn die Figur samt Anguss kann gleich wieder eingeschmolzen werden, wenns mal nix geworden ist.



Dann ist alles bereit. Mit dem Schraubenzieher entferne ich ab und zu die Schlacke auf dem geschmolzenen Zinn. Die Formenhälften werden von einer Stahlklammer zusammengedrückt.



Dann geht’s flott: Die heiße Zinn/Blei Legierung wird zügig reingegossen. Obacht, dass die Form nicht überläuft.





Die heiße Flüssigkeit erkaltet in den Aluformen sehr schnell, so dass man schon nach wenigen Sekunden entformen kann. Kautschuk- oder Silikonformen halten die Wärme länger, da muss man eine halbe bis eine Minute warten. Jetzt sind Form und Klammer heiß, also Vorsicht mit den Fingern.

Die neueren Formen haben mehrere Kammern, so dass man unabhängig voneinander verschiedene Teile gießen kann. Hier sind es ein stehender und ein kniender Soldat, und mehrere Köpfe mit unterschiedlichen Kopfbedeckungen. Die Gesichter sind leider nicht so doll, und haben den Gussgrat mitten im Gesicht. Das muss leider sein, denn Hinterschneidungen gibt es bei Aluformen nicht. Man muss also später etwas im Gesicht herumfeilen. Aua.



So sieht die Form gleich nach dem Öffnen aus. Alles glänzt, alles neu! Man sieht, das ein bisschen Metall an den Trennkanten durchgelaufen ist, ein kleiner Seitenschneider und ein paar Feilen machen das klar.



Mit etwas leichtem Klopfen lösen sich die Figuren samt Anguss. Wer nicht ordentlich einrußt, der muss ganz schön feste klopfen… Es kommt bei dieser Form öfter vor, dass die Figurenbasis nicht ganz ausgegossen wird. Ist mir wurscht, es reicht zum Aufkleben, und auf der 6er-Base sieht man das später eh nicht mehr. Manchmal muss man nicht nur klopfen, sondern mit der Zange ein bisschen am Anguss hebeln. Mehr Ruß…



Man sieht, wie der Ruß an der fertigen Figur hängenbleibt. Nach 2-3 Güssen, manchmal nach jedem Guss muss die Form eingerußt werden, Gut investierte Zeit, das Rausklopfen ist viel nerviger und zeitraubender. Außerdem wird klar, dass die Figur vor dem Lackieren gut abgewaschen werden muss. Ich nehme dazu Scheuermilch und die guten Zahnbürsten von Dr. Best. Aber das kommt erst später. Zuerst muss entgratet und befeilt werden.



Jetzt werden erstmal die Angüsse grob entfernt und die kleinen daneben gelaufenen Tropfen wieder eingeschmolzen. Dann kommen auf der anderen Seite die Köpfe dran. Diese Form hat vier Eingüsse: 2 Figuren und ein Kopf auf der einen, vier verschiedene Köpfe auf der anderen Seite. Manche Formen haben extra Waffen oder andere Kleinteile, die man dazu gießen kann.



So sieht es aus, wenn man ungeduldig nicht abwartet, bis das Zinn heiß genug ist, oder durch ein Fenster kalte Luft reinweht. Die Gewehre und Bajonette fehlen, die Oberfläche nicht hochglänzend, sondern etwas matt. Nochmal einschmelzen…



Die Ausbeute nach gemütlichen eineinhalb Stunden. Leider ist der Kopf mit der hohen Grenadiermütze in einer anderen Form. Man kann aber gut tauschen. Nachdem die erste Einheit als Musketiere mit Dreispitz entstanden ist, sollen jetzt Grenadiere her. Inzwischen habe ich auch die Form mit dem Granatenschmeißer, der kommt später auf die Bases mit den Grenadieren. Aber erstmal genug für heute. Vielleicht bekommt ja jemand Lust, alte Formen zu reaktivieren.



Bis denn, Gruß, Stefan
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970 - 01:00:00 von 1484042040 »
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bräzl

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Siebenjähriger Krieg in 40mm mit selbst gegossenen Figuren
« Antwort #8 am: 02. Februar 2016 - 20:51:06 »

Find ich Klasse :good3:
Die Figuren sehen ganz gut aus. Bin auf mehr gespannt.
Zeig die auch mal bemalt.
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Riothamus

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Siebenjähriger Krieg in 40mm mit selbst gegossenen Figuren
« Antwort #9 am: 02. Februar 2016 - 20:57:53 »

Cooler Thread!

Genau die Gussform war damals in meiner Anfängerbox. Ich hatte mal überlegt damit eine Truppe für Song of Drums and Shako zusammenzustellen. Aber die wirken erst in der Formation richtig gut.

Aber das gequetschte Aussehen ist eher kultig als unansehnlich. Das war ja auch bei den alten Zinnfiguren, man denke an Little Wars, so.
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Gruß

Riothamus

Pedivere

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Siebenjähriger Krieg in 40mm mit selbst gegossenen Figuren
« Antwort #10 am: 03. Februar 2016 - 07:55:44 »

das nenne ich mal ein cooles Projekt.

40mm Formen gibt es ja auch von PrnceAugust in Gummi - ich bin ziemlich sicher daß Du die noch billiger übers englische ebay bekommst. Allerdings muß man da wahrscheinlich Ausschuß einkalkulieren, weil ja Gummi mehr verschleißt.

kleiner Tipp - das mit dem einrußen ist ja eine nette Idee, aber dadurch schließen die Kontakflächen weniger gut so daß Du mehr Gußüberschuß zum abfeilen hast. I würde es mal mit Graphitpulver versuchen oder ein Flußmittel in das Metall kippen vor dem Guß - wenn Du nichts kriegst tuts auch eine halbe aspirin Tablette. Oder du wischst vor dem Gießen einfach die Kontaktflächen ab.

Viel Erfolg
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Franz

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Siebenjähriger Krieg in 40mm mit selbst gegossenen Figuren
« Antwort #11 am: 03. Februar 2016 - 08:50:50 »

Toller Bericht.

Es gibt auch ein weißes Pulver, das sich Gießwunder nennt, mit dem man die Form einpudern kann.
Es ist so ähnlich wie Talkum, wobei Talkum selbst nicht gut funktioniert.
Das Zinn fließt schneller und es läßt sich leichter entformen, wie bei Dir mit dem Ruß.
Auftragen tut man es mit dem Pinsel, was sehr schnell geht.

Formen selber zu bauen ist in der Tat nicht einfach.
Ich hatte schon viele Fehlversuche, weil ich das falsche Silicon genommen habe.
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JensN

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« Antwort #12 am: 03. Februar 2016 - 08:56:29 »

Das Einrußen mit einer Kerze hört sich aufwändig an.
Nimm doch Talkumpuder @Franz, wieso funktioniert das nicht so gut ??.
Das hat bei mehreren tausend Abgüssen bei mir gut funktioniert.
Zwar Silkonformen für 1:72 Figuren, aber egal. Bei meinen damaligen NMZ Formen gings auch gut.
Mit einem Pinsel (am besten Makeup-Pinsel aus Frauchens Schminkkoffer klauen)
die Form \"bestäuben\" und los geht\'s ....
Wird Deinen Ausstoß in 1,5 Std merklich erhöhen.
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« Antwort #13 am: 03. Februar 2016 - 09:11:56 »

Erinnert mich alles daran wie es war als ich ein kleiner Junge war: Geschichts-AG mit nem durchgeknallten Geschichtslehrer, der immer \"Seine langen Kerls marschieren lassen\" wollte. Bemalt gekriegt haben wir nie was und mehr an der Werkstatt rumgebaut als alles andere. Aber nett war es dennoch. Toll soviele Pläne zu spinnen. Wir wollten sogar einfach ein Diorama, ich glaube zur Schlacht bei Kunersdorf, aufbauen.
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Franz

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« Antwort #14 am: 03. Februar 2016 - 09:13:30 »

Hallo Jens,

ich hatte Zinn Speichenräder gegossen mit Gieswunder, wobei ca. jedes zweite nur gelang.
Als es ausging habe ich Talkum genommen und es ist mir keines mehr gelungen.

Gruß
Franz
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