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Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
Maréchal Davout:
Die Führung Österreichs ist aus einem Strelets-Set dazu. Ich muss sagen, dass die Hand in echt nicht so verkehrt aussieht. Zusätzlich kommt noch der Effekt vergrößernder Fotos im Vergleich zum Blick auf Minis aus Armlängenentfernung hinzu.
Auf Armlänge sieht das in Ordnung aus. Die Stirn des Franz ist auch auf vielen Abbildungen ausgeprägt, allerdings ist das bei der Mini etwas übertrieben.
Livree der Diener: Ich muss sagen, dass ich da eine Übertragungsannahme vom russischen Hof zum Habsburgischen gemacht habe. Bei den Russen gab es zumindest Anlässe, wo auch 1812 die Gäste noch Kniebundhosen, Seidenstrümpfe usw. trugen, ebenfalls Diener.
Meine mich auch an Kutschenabbildungen zu erinnern, wo der aussteigende Herr neumodisch lange Hosen, Frack, Zylinder usw. trägt, die Diener, die hinten auf der Kutsche mitfahren aber Dreispitz und altmodischen Rock. Belege habe ich gerade nicht im Kopf und auch keine Zeit zur Suche. Vielleicht kann mir da jemand helfend beispringen oder mich korrigieren ;)
Gruß
Felix
Pappenheimer:
--- Zitat von: \'Maréchal Davout\',\'index.php?page=Thread&postID=180575#post180575 ---
Livree der Diener: Ich muss sagen, dass ich da eine Übertragungsannahme vom russischen Hof zum Habsburgischen gemacht habe. Bei den Russen gab es zumindest Anlässe, wo auch 1812 die Gäste noch Kniebundhosen, Seidenstrümpfe usw. trugen, ebenfalls Diener.
Meine mich auch an Kutschenabbildungen zu erinnern, wo der aussteigende Herr neumodisch lange Hosen, Frack, Zylinder usw. trägt, die Diener, die hinten auf der Kutsche mitfahren aber Dreispitz und altmodischen Rock. Belege habe ich gerade nicht im Kopf und auch keine Zeit zur Suche. Vielleicht kann mir da jemand helfend beispringen oder mich korrigieren ;)
--- Ende Zitat ---
Prinzipiell sind Kniebundhose, Seidenstrümpfe etc. 1812 überhauptnicht altmodisch. Es ist halt das, was man bei offiziellen Anlässen erwartet. Pantalons (lange Hosen) waren eher was für Spaziergänge. Auf einem Ball sah man sowas bis in die zweite Hälfte der 1810er Jahre garnicht und auch dann gab es noch Kniebundhosen.
Bei Livreen waren eigentlich Zweispitze oft üblich. Manchmal gab es aber auch noch Dreispitze. Wenn die Diener irgendwas mit Reiten oder auch Fahren zu tun haben, trugen sie oft sowas wie Jockey-Kappen mit Schirm (gab es auch schon im 18.Jh.).
Der Schnitt der Röcke hängt meines Erachtens oft mit dem Anlass zusammen. Der klassische Habit à la Francais mit oder ohne (v.a. bei Bürgerlichen) Stickereien war an allen Höfen für zumindest die wichtigeren Anlässe obligatorisch. Bürgerliche trugen am Konsuls- oder dann am Kaiserhof schlichte schwarze Anzüge, die aber vom Schnitt her oft dem Habit à la Francais entsprachen. Ein gutes Beispiel für Hofmode nach 1800 (hier in Samt, daher wohl unbestickt): http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Charles-Maurice_de_Talleyrand?uselang=de#mediaviewer/File:Talleyrandseated0002.jpg
Angeblich soll ja Napoléon viele restriktive Vorschriften für die Kleidung an seinem Hof erlassen haben, um der Seidenindustrie Frankreichs unter die Arme zu greifen. Er selber trug seine schlichte Gardeuniform, während die Hofchargen bestickte Seidenanzüge trugen.
Der ungefähre Schnitt der männlichen Hofkleidung erinnert dabei oftmals ans Ancien-Régime. Im Detail aber waren die Taillen bspw. höher als vor 1795, die Krägen sehr hoch etc.. Manche Relikte der Hofkleidung blieben sogar als skurile Details. Ein Beispiel ist der Haarbeutel, der mangels Zopf, dann auch schonmal, wenn man einer zeitgen. Abb. folgt, auf den Rücken des Rockes gepinnt wurde. Die, freilich nach wie vor oftmals gepuderten Haare, waren dann nach 1805 in der Regel zu kurz, um da noch einen Haarbeutel zu befestigen.
Weitere Habit à la Francais um 1800:
http://parisbouge.s3.amazonaws.com/news-upload/1057/habit-complet-italie-vers-1810-3686713092.jpg
Hofanzug von Berthier: http://www.sothebys.com/content/dam/stb/lots/PF1/PF1450/384PF1450_78PD5_1.jpg
Maréchal Davout:
Hi, so nach Franz kommt nun Erzherzog Karl dran - der vielleicht begabteste, wenn auch vielleicht zu vorsichtige Schlachtenlenker Österreichs. Er besiegte Napoleons Truppen bei Aspern-Essling.
Die Minis kommen alle aus dem Strelets-Generalstabsset (Briten und Ösis), ebenso der Kartentisch, den ich nett finde (wobei die Frage ist, wo solche Tische auf dem Schlachtfeld aufgestellt worden wären...). Das Pferd ist allerdings von Italeri. Eins der wenigen Pferde, die mal in der sehr realistischen Pose des Grasens dargestellt werden!
Was meint ihr?
Schwarzenberg kommt als nächstes dran.
Gruß
Felix
Pappenheimer:
Finde ich irgendwie ganz hübsch.
Und zum Tisch: Bauernhaus, resp. Pfarrhaus aufgemacht, 2 Grenadiere rein: Tisch raus. :D Der Tisch scheint mir garnicht abwegig. Sowas stand ja überall rum. Außerdem waren die Stäbe oftmals in Gehöften oder in der Nähe davon untergebracht und leiteten auch von dort so manche Schlacht. Was dann noch fehlt sind vielleicht 1-2 Stühle.
Old Guard:
Hallo Felix,
ich muß schon sagen, diese Generalstabsfiguren haben doch irgendwie originelle Charakterköpfe - um es mal positiv zu formulieren. Vor allem mit der Augenbemalung hast Du ihnen richtig Leben eingeflößt (würde ich mir in dem Maßstab noch nicht zutrauen). Sonst finde ich Strelets ja supergrottig, dieses Set zumindest würde ich wegen dem britischen Generalstab aber auch gerne erwerben.
Gruß,
Markus
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