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Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte

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D.J.:
(Nicht ganz ernst gemeinte Antwort auf die Frage zur Faszination der Franzosen)
Für mich liegt die Faszination an den Franzosen kulinarisch begründet.
Wie kann ein Volk, dass sich der besten Küche der Welt rühmt, solche Armeen aufstellen und solche Erfolge feiern?
Und wie kann gleichzeitig die englische ... naja als Küche möchte ich das jetzt nicht bezeichnen, eher als Nahrungsaufnahme, dann diesen Riesen mit Hilfe Verbündeter bezwingen?
Da liegt die größte Faszination drin vergraben
;)


 ;D Neee, Spaß beiseite:
Als Kölner meiner Generation (vermutlich der Letzten, die noch so aufgewachsen ist) nimmt man den Einfluss des napoleonischen Frankreichs meist mit der Muttermilch auf.
Es fängt mit der berühmten Hausnummer 4711 an, um die sich in Köln etliche Legenden ranken, die doch nur Marketing sind und geht über viele kölsche Lehnwörter wie Trottoir für Bürgersteig, Malör für ein kleines Unglück, Lamäng für etwas das man aus Routine macht, und etliche andere Lehnwörter wie Bredullje, Feez, blümerant, Plümmo, Kamesol, Paraplü oder Fassong, die mein Opa väterlicherseits gerne nutzte und mir erklärte.
Dazu kommen die verschiedenen Funken, die Karnevalsvereine mit ihren Kostümen die an Uniformen erinnern. Selbst wenn mak Karneval als Erwachsener nicht mehr mag, weil er ein für touristische Zwecke ausgeschlachtetes und ritualisiertes Massenbesäufnis geworden ist, sind die einfach schön anzuschauen und man fragt sich, wie es damals gewesen sein mag, als diese Soldaten über die Straßen flanierten oder marschierten.
Da kommt Eins auf das Andere und plötzlich sieht man die selbst gegossenen Zinnfiguren, die Soldaten aus dieser Zeit zeigen bei einem Onkel und das war's dann.
;)
So war das bei mir.
Sorry für's OT, aber das war hier ein schöner Moment, um das mal zu erzählen :)

Maréchal Davout:

--- Zitat von: D.J. am 24. November 2022 - 07:00:48 ---Als Kölner meiner Generation (vermutlich der Letzten, die noch so aufgewachsen ist) nimmt man den Einfluss des napoleonischen Frankreichs meist mit der Muttermilch auf.
Es fängt mit der berühmten Hausnummer 4711 an, um die sich in Köln etliche Legenden ranken, die doch nur Marketing sind und geht über viele kölsche Lehnwörter wie Trottoir für Bürgersteig, Malör für ein kleines Unglück, Lamäng für etwas das man aus Routine macht, und etliche andere Lehnwörter wie Bredullje, Feez, blümerant, Plümmo, Kamesol, Paraplü oder Fassong, die mein Opa väterlicherseits gerne nutzte und mir erklärte.
Dazu kommen die verschiedenen Funken, die Karnevalsvereine mit ihren Kostümen die an Uniformen erinnern. Selbst wenn mak Karneval als Erwachsener nicht mehr mag, weil er ein für touristische Zwecke ausgeschlachtetes und ritualisiertes Massenbesäufnis geworden ist, sind die einfach schön anzuschauen und man fragt sich, wie es damals gewesen sein mag, als diese Soldaten über die Straßen flanierten oder marschierten.
Da kommt Eins auf das Andere und plötzlich sieht man die selbst gegossenen Zinnfiguren, die Soldaten aus dieser Zeit zeigen bei einem Onkel und das war's dann.
;)
So war das bei mir.
Sorry für's OT, aber das war hier ein schöner Moment, um das mal zu erzählen :)

--- Ende Zitat ---

Das ist im Rheinland vielleicht nochmal besonders. Ich als Niedersachse bin auch mit vielen der typischen französischen Lehnwörter aufgewachsen wie Garage, Portemonnaie etc. Begriffe, die du nennst, wurden auch z.B. in Berlin benutzt.
Letztlich war Frankreich und die dazugehörige Sprache DIE Leitkultur Europas aus der frühen Neuzeit über Barock und Rokoko kommend. Das betraf natürlich erstmal die Höfe, das hat die Intelektuellen aber beeinflusst, also auch das entstehende Bildungsbürgertum und seine Literatur. So bin ich dann da auch dran gekommen.
Aber auch schon Rittergeschichten, Minne etc. wurden vielfach in Frankreich entwickelt, auch wenn sie von Artus u. Co. handelten, haben die Briten die Geschichten nur allzu oft aus Frankreich reimportiert. Und unsere Grimms haben ihre Geschichten sehr oft als französischen Vorversionen gestilliert.
Was das Miltär angeht, haben in napoleonischer Zeit die meisten sehr viel Sieger Frankreich seit 1805 versucht zu kopieren: Korpssystem, Plänklergefecht/Tirailleure, massierte Infanterie in Tiefe, Rolle von zusammengefasster Kavallerie und Artillerie, Beweglichkeit der Artillerie - es ist so viel.
Dann kommen die tollen, abwechslungsreichen, elegant geschnittenen Uniformen, die vielen Waffengattungen dazu. Da kommen z.B. Russland oder England nicht dran, obwohl ich deren Uniformen auch ganz schick, aber viel weniger abwechslungsreich finde.

Für viele bleiben eher Reste des im dt. Nationalismus gepflegten Franzosenhasses über, gepaart mit Witzen über die weiße Fahne Frankreichs (Bourbonen, Kapitulationsflagge) und deren Niederlagen 1871 oder 1940. Hatte da auch so ein paar Warhammer-Spielgefährten, die so reagierten, als ich 2012 verkündete, dass ich das napoleonische Frankreich als Projekt beginnen würde.
Naja, nun spiele ich alle napoleonischen Armeen (schleiche immer wieder um die Osmanen herum...). Moralisch war da niemand ein Lamm und ihren Reiz haben sie alle :)

Maréchal Davout:
Hallo,

Lange habe ich keine Preußen mehr gezeigt. An sich ist die Armee auch schon fertig, aber ich habe noch keine Jäger explizit gemacht:







Die Modelle sind von HäT. Ein Trommler ist von Revell.

Wie gefallen sie euch?

Viele Grüße
Felix

D.J.:
Garage und Portemonnaie nutze ich heute noch, statt Geldbörse und Carport :D Ja, der Einfluss der französischen Leitkultur ist sehr groß und bei mir fruchtete er dann letztendlich in der Kombination mit den bunten Uniformen, im Interesse an dieser Epoche. Es dauerte zwar eine ganze Weile, bis dieses Interesse einen Halt fand, aber es war eben immer da :)

Die Jäger sehen toll aus und der Revell-Trommler fällt nicht auf in den Reihen der "Hätisten" Der sieht übigens sehr gut bemalt aus. Von dem würde ich gerne ein etwaas größeres / helleres Bild sehen, weil du da in die Uniform richtig Liebe zum Detail reingesteckt hast.


Maréchal Davout:

--- Zitat von: D.J. am 28. November 2022 - 05:58:02 ---Die Jäger sehen toll aus und der Revell-Trommler fällt nicht auf in den Reihen der "Hätisten" Der sieht übigens sehr gut bemalt aus. Von dem würde ich gerne ein etwaas größeres / helleres Bild sehen, weil du da in die Uniform richtig Liebe zum Detail reingesteckt hast.

--- Ende Zitat ---

Danke! Mal sehen, wann ich da Zeit für Fotos finde. Die sind schon wieder tief verpackt. 😉

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