Sweetwater Forum

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  • 04. Juli 2020 - 04:45:34
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Endlich wieder da!

Autor Thema: Steinhagel - Regeln für historisches Tabletop in der Antike (auf Deutsch)  (Gelesen 32829 mal)

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McCloud

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Also die Skorpione sollen mindestens auf 4x4 cm Basen stehen, besser auf 5x5 sieht wieder einfach schöner aus und man bekommt die Besatzung besser drauf.
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GeDa

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McCloud,

ich hab noch mal die Armeeliste angesehn. Es gibt ja Mobile Skorpionbatterien und Skorpionbatterien für 125 u. 135 Punkte.
Wären die aus der Warlordgames Packung \"Imperial Roman Legionaries\" dann die Normalen? Und die Mobilen dann die auf den Eselskarren?

Danke schon mal!
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Mit freundlichen Grüßen
Gerd

\"Wir lieben Menschen, die frisch heraus sagen, was sie denken.
Vorausgesetzt, sie denken dasselbe wie wir.\"

Mark Twain

Eversor

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So habe ich das jedenfalls verstanden, Skorpion ist das \"stationäre\" geschütz und mobiler Skorpion die carroballista

McCloud

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@GeDa

Ja, genauso ist es gemeint.
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Wellington

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Also ich hatte jetzt mal die Gelegenheit die Regeln zulesen und bin nicht begeistert, auch wenn hier der totale Hype wegen \"Deutsch und Einfach\" herrscht. Hauptpunkte die mich stören:

- Die Sprache des Buches ist doch sehr verschnörkelt und verwurschtelt.
- Die Einheiten sind zu beweglich, ich sag nur die tanzende Warband.
- Das Aktivierungssystem ist nett, aber schiesst doch etwas übers Ziel hinaus. Wie ich verstanden habe ist die Qualität der Truppen völlig egal bei der Aktivierung und ein Ass haut dann doch ziemlich rein in Vergleich zu den anderen Regeln.
- Die Waffen Regeln, z.B. beim Pilium, finde ich sehr seltsam.

Gesamteindruck ist dass es eine relativ konzeptlose Variation von HC ist. Bin da in meinem Spielerkreis nicht der einzige der das so sieht. Mir fehl die wirkliche Innovation und ne klare Linie bei den Regeln. Dann lieber doch gleich HC.
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Weniger labern, mehr spielen ...

Wellingtons Martktplatz

Marcel1988

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ich hab es finde es toll hatte mir eteas mehr armee liesten gewünscht aber das kann ja noch kommen
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Lektor

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Worin unterscheidet sich denn Steinhagel von den übrigen Regelwerken für die Antike? Was ist besser als bei WAB, HC oder CoA? Überzeugende Kaufargumente habe ich bisher noch keine gelesen.
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Wellington

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Anscheinend nur die Tatsache dass es Deutsch ist.
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Wellingtons Martktplatz

Rebel Girl

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So nachdem ich ja auf meines auch noch warte, könnte man damit auch Samurai´s spielen und gibt es evtl auch Listen?
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Werit

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Zitat von: \'Ghibelline\',\'index.php?page=Thread&postID=166251#post166251
Anscheinend nur die Tatsache dass es Deutsch ist.
Du musst es ja nicht spielen, zwingt dich ja keiner. Du hast ja eh eine große Auswahl die du beackerst:
Zitat
WAB, COE, FOG, Basic Fog, Impetus, Warmaster Ancients, Black Powder,
General de Brigarde, Father Tilly, WRG 6th, LOTOW, LOTHS, Triumph and
Tragedie, Rapid Fire, Battle of The Five Armies, Battlefleet Gothic,
Babylon5, Man O War, Saga, Saga Middle Earth.
Ich werde mir Steinhagel noch zulegen. Gestern die ersten Schritte Kugelhagel gemacht.

Gruß

Martin
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General Thomas J. Jackson

kiralyfc

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ja genau die tatsache gibt bei mir nen großen anstoß mich für diese regeln zu interessieren.dazu kommt dass man nicht studiert sein muss um das zu spielen.es ist übersichtlich und einfach zu erlernen. :gamer4:
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MacGuffin

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Was ich für Einsteiger in solche Epochen noch interessant finde, ist die geringe Figurenzahl.
Über die Qualität der Regeln kann ich aber nichts sagen. Kugelhagel habe ich bisher einmal gelesen (genau wie Black Powder, ein halbes Lasalle und ein wenig FoG:N), aber mir fehlt die Erfahrung in der Epoche und ein paar Spiele (Napoleoniker, so dachte ich, sind in meiner Gegend rar - aber so ganz stimmt das zum Glück nicht! 8o ).
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Boredom\'s not a burden anyone should bear.
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-Zuvor bekannt unter dem Nutzernamen Oberst Manuell.-

McCloud

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Bevor es einen kleinen Spielbericht gibt, noch ein paar Anmerkungen:

@RebelGirl: bis jetzt gibt es noch keine Samurailisten, das soll dich aber nicht davon abhalten welche zu entwickeln. Hat der Don ja auch mit Italian Wars zu Kugelhage gemacht.

@marcel1988 ja, weitere Listen sind geplant und kommen dann wieder als kostenlose PDF

Hier nun der versprochene Spielbericht zwischen Römern und Dakern.

Spieldauer 40 min, also sehr schnell und blutig.

Figurenanzahl

Römer: sechs Einheiten mit zusammen 50 Figuren

Barbaren: sechs Einheiten mit zusammen 54 Figuren

Armeeaufstellung:

Römer:

zwei Einheiten Legionäre, zwei Einheiten Auxiliarinfanterie, eine Einheit Schleuderer und ein Skorpion

Barbaren:

vier Einheiten Krieger, eine Einheit Falxkämpfer, eine Einheit Bögenschüzen

Ausgangslage:

Eine römische Kolonne wird auf dem Marsch von Dakern überfallen.

Die Daker bauten also einen Hinterhalt auf, sagten dazu dem Spielleiter wie sie ihre Truppen im Hinterhalt positionieren wollten. Danach baute der römische Spieler seine Marschkolonne auf und dann wurden die Nebelmarker der Truppen im Hinterhalt entsprechend des vorbereiteten Plans aufgestellt.

Es hätten auch beide Seiten mit Nebelmarkern spielen können, doch dann hätte es für den Spielbericht am Anfang keine schönen Bilder gegeben.

Der römische Feldherr war etwas unvorsichtig, weil er seine leichten Aufklärungstruppen ans Ende seiner Marschkolonne stellte, um an der Spitze seine kampfkräftigsten Einheiten, also seine Legionäre, zu haben.



Das sollte sich rächen, weil dadurch die Truppen, die im Hinterhalt lagen, erst sehr spät aufgeklärt wurden und er so quasi blind in die Falle tappte.



Zu allem Überfluss hatten die Daker auch noch den ersten Spielzug, als Truppen die im Hinterhalt lagen, zogen jedoch eine \"8\" für den römischen Spieler. Diese zwei Aktionen verwendete er aber auf eine Einheit (Formationswechsel und Bewegung), anstatt beide vorderen Kohorten in Gefechtsformation zu bringen.



Anstatt nun seinen Joker zu spielen, um die Initiative zu behalten, zog auch er vom Aktivierungsstapel und zog prompt eine Karte für die Daker, die sie nutzten, um auf die römische Marschkolonne zuzustürmen und sie in den Nahkampf zu verwickeln.

Der römische Feldherr erkannte seinen Fehler und spielte einen Joker, als der Gegner diese Möglichkeit selbst nicht nutzte, und versuchte die Situation zu retten indem er seine Hilfstruppen den Legionären zu Hilfe schickte, doch sie erreichten den Nahkampf nicht.



Das Spielfieber hat uns mitgerissen, deshalb haben wir auch vergessen ein Bild für den Bericht zu machen, aber konnten uns dann doch noch rechtzeitig besinnen.

Der Daker zog erneut, da er seine Joker nicht vergeuden wollte und diesmal wieder für die Römer (erneut eine \"8\", also zwei Aktionen), die nutzten Ihre Chance und griffen mit den Legionären sowohl die Bogenschützen als auch mit der Auxiliarkohorte die Krieger an, die mit den Legionären bereits im Nahkampf standen. Die Marschkolonne der Legionäre hat den ersten Ansturm der Krieger, die sehr schlecht trafen und den Nahkampf nur um einen Zähler gewannen, bloß überstanden, weil sie den ersten Moralwerttest im Spiel ignorieren dürfen. Die gleiche Sonderregel rettete auch die Leionärskohorte, die die Bogenschützen angriff, da sie im Pfleilhagel schwere Verluste erlitten und zu einem Moralwerttest gezwungen worden wären. Jedoch rächten sie sich im folgenden Nahkampf an den feigen Bogenschützen, die allerdings von ihrem Erfolg im Beschuss beflügelt, ihren Moralwerttest bestanden.

Auch die Axiliarkohorte konnte das Blatt nicht zugunsten der Römer wenden, denn auch die Krieger hielten Stand.

Im Gegenzug wurde nun ein Ass (vier Aktionen) für die Daker gezogen und alles auf eine Karte setzend stürmte eine Einheit Krieger vor, um die zweite Auxiliarkohorte in der Flanke zu packen, auch auf die Gefahr hin dann allein ohne weitere Möglichkeiten isoliert zu stehen. Der Plan ging nicht auf. Die Vernichtung der Hilfstruppen scheiterte, denn der Nahkampf endete unentschieden.



Um die Situation doch noch zu retten und die Legioären aus dem lästigen Nahkampf zu befreien, schloss sich der römische Feldherr der Einheit Legioäre an, um mit seinem letzten Joker eine zusätzliche Attacke in den Nahkampf einzubringen. Es wäre sinnvoller gewesen, das im vorrangegangenen Nahkampf zu tun, als die Auxiliarkohorte in den Nahkampf stürmte, da sie mehr Attacken hatte, denn die Legionäre waren ja immer noch in ihrer Marschformation gefangen und hatten somit nur eine Attackte zu Verfügung. Die Auxiliartruppen kämpften zwar ebenfalls mit, jedoch nicht als Angreifer, wodurch ihr Trefferwurf nicht verbessert wurde.

Doch der Tribun musste sich den Legionren anschließen, da die Hilfstruppen bereits alle ihnen zur Verfügung stehenden Aktionen verbraucht hatten.



Der Nahkampf endete schlecht für die Römer, sie wurden zu einem Moralwerttest gezwungen, die Anwesenheit des Feldherrn rettete sie jedoch, auch wenn er dadurch seinen Joker verlor.

Daraufhin stürmte der Kreigsherr der Daker ebenfalls in den Nahkampf. Er besaß noch beide Joker, wodurch er zwei Attacken mit in den Nahkampf einbrachte. Allerdings konnte auch er kein Ergebnis erzielen. Beide Seiten wollten einfach nicht zurückweichen.



Jedoch gelang es zur gleichen Zeit einer Einheit Krieger, die mit den Bogenschützen im Nahkampf stehenden Legionäre in der Flanke anzugreifen und aufzureiben.



Nun war nach der Neupositionierung nach dem gewonnenen Nahkampf, der Weg frei, sich in den bestehenden Nahkampf zu werfen.





Dies brachte die Entscheidung: Die Anzahl der Gegner war zu groß und die heldenhaften Truppen des Imperiums wurden an Ort und Stelle niedergehauen.

Die siegreichen Daker stürmten auf die letzten römischen Truppen zu.



In der Zwischenzeit hatten sich aber die Schleuderer in den Nahkampf geworfen und die Krieger zum Rückzug gezwungen.



Die Römer nachten sich für den letzten Ansturm bereit. Die Krieger stürmten sowohl auf die Schleuderer als auch die Hilfstruppen zu, konnten aber nur die Hilfstruppen erreichen und auch vernichten, sahen sich dann jedoch dem Skorpion gegenüber, das seine Haut teuer zu verkaufen gedachte und eine Pfeilsalve auf die Krieger losließ, die sie auch promt vom Feld jagte.





Damit endete das Spiel, der Aktivierungsstapel war aufgebraucht, die Römer bis auf die Schleuderer und das Skorpion vernichtet, die Daker allerdings auch gebrochen, da sie jedoch ihr Ziel erreicht hatten, die römische Kolonne zu vernichten, war es ein klarer Sieg für die Feinde Roms.
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970 - 01:00:00 von 1402402376 »
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Lektor

  • Totengräber
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Danke für den Bericht! Ich habe jetzt verstanden, dass die Einheiten mit Spielkarten aktiviert werden. Braucht man den erwähnten Spielleiter für jede Art von Szenario? Die \"Nebelmarker\" haben vermutlich mit richtigem Nebel nichts zu tun. Bei \"König Krieg\" wird mit Dummies für nicht erkannte Einheiten gespielt. Muss man sich das hier ähnlich vorstellen? Aber die Marker kommen doch sicher nur bei Hinterhalten zum Einsatz?

Mussten die Schleuderer keinen Moraltest machen bevor sie attackierten?
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DonVoss

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Danke Martin...; (
Jetz muss ich auch n paar Römer fertig machen. ..:D

Ich denke der Spielbericht zeigt sehr anschaulich,  wo die Vorteile von Kugel-/Steinhagel liegen.
-wenige Einheiten (Martin zeigt auch sehr schön,  dass man mit wenig Figuren starten kann)
-cooles Aktivierungssystem über Karten (kein schnödes IgoYougo), dazu die Joker-Regel, da kommt ne Menge Grübelei auf: Klasse!

Dicke Vorteile für mich sind dazu die Multiplayertauglichkeit und die Kampftabelle, bei der frische Einheiten besser testen als angeschlagene.

Kugel-/Steinhagel ist für mich bestimmt nicht der Endpunkt der Wargamingregeln, aber als Start und für Low-Battallions gibts für mich z.Z. nix Besseres. Das das Ganze kurz und bündig in deutsch is natürlich ne coole Dreingabe.

Cheers,
Don
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