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Autor Thema: [Tutorial] Making of My biggest Dungeon  (Gelesen 677 mal)

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Skirmisher

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[Tutorial] Making of My biggest Dungeon
« am: 26. April 2018 - 09:07:07 »

Mein (bislang) größter Dungeon hat mich 10 Nachmittage, Styrodur und Leim gekostet. FĂĽr Interessierte oder ähnlichartige Bauvorhaben hier nun mein Tutorial dazu  :)

Die Idee fĂĽr diese modulare Dungeonwand-Bauweise hat mehrere Entwicklungsschritte hinter sich:
Erstmalig hatte ich diese Bauweise aus H-förmigen Segmenten bei meinem modularen Bunker verwendet. Schon damals dachte ich, dass man das auch gut mit Dungeonwänden bewerkstelligen könnte, doch da ich zu dieser Zeit auch an wandlosen Dungeonbodenplatten werkelte, verwarf ich die Idee wieder.

Kurz darauf erschien das Dungeon-Set von Urban Matz und ich dachte: „Jip, das wäre der Plan gewesen. Sieht echt gut aus“.

Lange Rede, kurzer Sinn – nachdem mir ein Kumpel neulich ein paar massive Styrodurbaustellenreste mitgebracht hatte und ich das Zeug nun irgendwie verkleinern musste, entschied ich mich vorletzten Freitag dazu, das Projekt H-Dungeon doch noch anzugehen.
Hier nun also der Bericht dazu.


1. Der Prototyp

Zunächst gab es einen Prototypen:


Naja – zumindest wurde das erste Wandsegment von mir zum „Prototypen“ erklärt, nachdem ich feststellte, dass da noch erheblicher Verbesserungsbedarf besteht. Eckpfeiler und Zwischenwände sollten in jeder Reihe schon durchgehend gleichhohe Steine haben.


Nach etwas rumgeskizze und -gerechne hatte ich sogar einen richtigen Plan fertig, jetzt wĂĽrde ich nur jede Menge Steine in drei verschiedenen Dicken (6mm, 7mm und 8mm) brauchen.

Also wurde der HeiĂźdrahtschneider vorgeglĂĽht.


2. Steinschneider

Ich weiss nicht, wie oft ich in dieser einen Woche den Heißdrahtschneider angeschmissen habe – zu oft auf jeden Fall. Wenigstens ist mir der Draht bei dem ganzen Projekt nur einmal gerissen.

Los ging es jedesmal mit ein paar flachen Platten in 6, 7 oder 8mm Stärke.
Daraus wĂĽrden die Wandsteine entstehen.


Die Eckpfeiler bekamen eine Grundfläche von 2,5cm x 2,5cm.


Vor der nun folgenden Schneideorgie kam noch ein anderer wichtiger Schritt: Texturieren.
Alle Styrodurschnitte von mir mit Alufolie für eine steinartige Oberfläche eingedrückt.

Das hätte ich natürlich auch im Nachhinein – nach dem Klebevorgang – machen können, doch vom Prototypen her wusste ich, dass das a.) nicht so die stabile Angelegenheit ist, b.) die Druckstellen so leider steinübergreifend sein würden (die sollen ja nicht wie ein großer Felsen mit „eingemeißelten“ Ritzen aussehen) und c.) ich sicher hier und da was übersehen würde.

Also wurde vorher den Steinen Textur verpasst – und zwar nach für nach an allen Seiten, schließlich wollte ich später beim Verkleben nicht jedesmal nach der richtigen Oberfläche suchen.


Erst anschlieĂźend kam der HeiĂźdrahtschneider zum Einsatz.


Waren ein paar Steinstreifen fertig, wurden deren Schnittseiten erstmal wieder mit der Alufolie bearbeitet. Je größer die zu texturierende Fläche, desto praktischer.
Nervig war das, schlicht und einfach von der Masse her.

Hinweis:
Ich empfehle Nachahmern daher, immer zwischen Schneiden und Kleben (siehe den nächsten Schritt) ab und an zu wechseln – ist besser für die Motivation (und wer will schon eimerweise die Steine sammeln).



Nachdem die frischen Schnittkanten ebenfalls optisch versteinert waren, ging es in die nächste Schnittrunde…


…und im Anschluß wurde wieder texturiert.

Klar, ich hätte damit natürlich auch bis zum Ende warten können, doch dann hätte ich jeden fummeligen Stein einzeln – Seite für Seite – texturieren müssen.
Neeeee.

Gleiches galt ĂĽbrigens auch fĂĽr die Eckpfeiler:
Nach dem Texturieren wurden die Blöcke in quadratische Scheiben von 6, 7 bzw. 8mm geschnitten, bis jeweils ein großer Plastikbecher voll damit war.


ZurĂĽck zu den WandstĂĽcken zwischen den Eckpfeilern.
Wie schon bei meinem Friedhofsprojekt (das ich immer noch nicht vorgestellt habe, wie ich gerade mal wieder feststelle) wählte ich keine rechteckige Ziegelform für meine Steine, sondern verpasste ihnen ein quadratische Grundfläche von 1,5cm Kantenlänge:
So lassen sich die Steine später viel leichter stapeln, sehen von der Seite aber trotzdem wie rechteckige Ziegel aus.


Bei den Säulen habe ich dagegen von Anfang an eine bequemere – und vor allem eine hier benötigte stabilere – Bauweise gewählt:
So besteht jede Säulen-Etage nur aus zwei Steinen (einfach die 2,5cm Steine irgendwo nahe der Mitte halbiert), die dann bei jedem Stockwerk eine 90°-Drehung verpasst bekamen.



3. Leiming the Mauer

Schließlich ging es an den „Zusammenbau“ der Mauern. Um nicht immer wieder neu zu messen bzw. mich zu vertun/schräg zu kleben, hatte ich mir eine schienenartige Formvorlage (für 1x 20cm, 2x 15cm und 1x 10cm lange Wandteile) aus Styrodur gebastelt:


Diese wurde dann reihenweise mit Steinen gleicher Stärke gefüllt, anschließend kam Holzleim drauf und die nächste Steinreihe. Dank der provisorischen Führungsschiene und ihrer stützenden Funktion waren auch eingefallene Wandbereiche oder Nischen so leicht hinzubekommen.


Das Kleben ging eigentlich jedesmal ziemlich flott – bis mein Steinvorrat mal wieder aufgebraucht war:
Natürlich habe ich mir immer ein paar große Portionen Steine zurecht geschnitten, jedesmal sechs 0,4l Plastikbecher randvoll mit 6, 7 bzw. 8mm Wand- bzw. Pfeilersteinen. Solch eine Ladung reichte für ungefähr acht Wandsegmente ( = 2 gefüllte Schienen).


Hinweis:
Die Eckpfeiler wurden erst nachdem alles fertig war mit den Wänden verleimt, sonst hätte ich keine H-Form hinbekommen (siehe Bild).



4. Haltlose TĂĽren

Statt selbstgezimmerter Türen wollte ich diesmal auf die „Dungeon Saga“-Exemplare von Mantic zurückgreifen, die ich mir irgendwann mal besorgt hatte.


Um diese habe ich dann einfach die Mauern herum gebaut (da Leim auf Plastik nicht hält, waren schlampige Kleckse auch kein Drama) und später die aufliegende Wand einfach abgezogen:
So können geschlossene TĂĽren problemlos „geöffnet“ werden – wunderbar  :)



5. Details

Die Monotonie aus Schneiden und Kleben versĂĽĂźte ich mir mit einigen Details (auĂźerdem muss man geleimte Steine auch ab und an mal etwas antrocknen lassen).

Eingefallene Mauern, Nischen und gebogene Vertiefungen entstanden aus halbierten Steinen (quasi richtige Ziegel jetzt), später verpasste ich den Bruchstellen mit etwas Milliput noch „Bases“ für Schuttstellen aus Vogelsand.


Aus Styrodur „schnitzte“ ich Bretterbohlen, die ich hier und da an bereits fertige Wandsegmente klebte.


Auch dieses eingefallene Regal besteht aus einfachem Hartschaum.


Hier und da habe ich dann auch noch Stoffreste verwendet.
Zuerst wurden sie mit einer Schere auf alt getrimmt, dann mit Leim „aufgehangen“ und schließlich mit Leimwasser eingestrichen.


Immer wenn was fertig war oder Leim trocknen musste, wandte ich mich wieder meinem HeiĂźdrahtschneider bzw. den sechs Plastikbechern zu.


6. Wandmalerei

Nach genau einer Woche „stumpfer“ Schneide- und Klebearbeit fiel mir auf, dass ich inzwischen schon mehr als genug Wandsegmente beisammen hatte – Zeit für die Bemalung!

Ein ganzer Hobbynachmittag ging (mal wieder) für die Grundierung drauf – 2/4 schwarze Abtönfarbe plus 1/4 Wasser sowie 1/4 Holzleim wurden angerührt und dann alle 60 Elemente eingefärbt (die Türen hab ich allerdings mit Spray grundiert).


Durch den Leimanteil in dem Gemisch ziehen sich die Trocknungszeiten und für das anschließende „Abstellen“ frisch bepinselter Teile kann man auch nicht alles auf einmal in Farbe tauchen, was den zeitlichen Aufwand einfach mal verdoppelt.

Hinzu kam noch das „Ritzenausbessern“ mit einem feinen Pinsel – durch die Einzelsteinkonstruktion gibt es immer wieder Nischen, Schlitze und Freiräume, wo noch immer Styrodur hell aufblitzt, was man aber im noch nassen Zustand bei Nicht-Tageslicht so gut wie gar nicht ausmachen kann.

Doch genug gejammert – irgendwann wurde ich halt fertig.
Anschließend kam die eigentliche Grundfarbe – ein Anthrazid aus 1/3 schwarzer und 2/3 weisser Abtönfarbe.


Danach gab es etwas Weiss zum Grundton dazu und es wurde trockengebürstet. Da ich nebenbei zur akustischen Beschallung ein YouTube-Video am Laufen hatte, hatte ich eine Zeitmessung – ganze 2h hat das erste Trockenbürsten gedauert…
…2 Stunden….
…für’s bloße Trockenbürsten..!
WTF?!


Naja, der zweite Durchgang mit einem abermals aufgehellten Grundton dauerte dann nur noch ’ne halbe Stunde – drauf geschissen letztendlich.


Nach dem zweiten TrockenbĂĽrsten beschloss ich: Enough is enough.
Reicht’s auch irgendwann einfach mal.


Schließlich verdünnte ich noch ein braunes und ein schwarzes Wash, um mit ihnen einzelne Steine zur optischen Auflockerung etwas einzufärben.


Tja, soviel dazu.


7. Letzte Schliffe

SchlieĂźlich mussten noch die Mantic-TĂĽren und die diversen Details angemalt werden, aber das waren im Vergleich zur Vorarbeit nur noch Peanuts.


Und schlieĂźlich war ich fertig mit dem ganzen Zeug  :)


Fazit und Empfehlung

Insgesamt habe ich 10 Tage an diesem Dungeon gearbeitet, darunter zwei Wochenenden, an denen ich zwar nicht 24 Nonstop durchgeackert habe, aber einfach mehr Zeit hatte als an normalen Werktagen. Dank Styrodurspende und Zugriff auf vorhande Leim- und Farbvorräte habe ich gefühlt keinen Cent für dieses Projekt ausgeben.
Und es ging echt fix!

Ich habe ja nicht Non-Stop die Nächte durchgeackert, sondern nebenbei immer noch was anderes gemacht und alles einfach mal stehen lassen. Und dann nach nur einer Woche hatte ich die Schiene 12x gefüllt.

Und bei dem Ergebnis – kann ich nur jedem Interessierten empfehlen, ist alles nicht so wild.
Wechselt einfach immer etwas zwischen Schneiden, Kleben und Verzieren – das ist abwechslungsreicher und ihr habt ständig neue Ergebnisse, das pusht ganz gut.
Und haltet bloĂź Ordnung (Stichwort: Plastikbecher)!

Dann ist das alles ganz easy.

Ein lezte Warnung aber trotzdem noch an Nachbauer:
Laut meiner Hochrechnung habe ich über 4224 Steine verballert – ohne Styrodurschneider wird das ’ne ganz andere Kiste, es sei denn, man hat Hunderte von Cutterklingen parat und die Geduld eines Findlings.

Wobei – man weiss ja nie  ;)

[Zum Originalartikel]
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Hanno Barka

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[Tutorial] Making of My biggest Dungeon
« Antwort #1 am: 26. April 2018 - 11:10:10 »

Besser als Hirst Art!
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Graue Maus A.D. - Jetzt im Dienst Karthagos nördlich der italischen Alpenpässe.

Riothamus

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[Tutorial] Making of My biggest Dungeon
« Antwort #2 am: 26. April 2018 - 11:13:22 »

Ein wirklich tolles Tutorial, gut erklärt und alle wichtigen Schritte beschrieben. :thumbsup: , :thumbsup: , :thumbup: mit * und Eichenlaub.

 

Zudem wieder eine Gelegenheit an den leeren Anfängerbereich zu erinnern.
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GruĂź

Riothamus

blackmail82

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[Tutorial] Making of My biggest Dungeon
« Antwort #3 am: 26. April 2018 - 11:33:16 »

Spitze, vielen Dank fĂĽr die ganzen Tipps und guten Beschreibungen. Besonders das mit der vorgefertigten Schiene macht das Ganze wohl um einiges einfacher. Klasse!
Fürs Grundieren wär sicher ne Airbrush gut...dachte ja erst, dass man einfach die schwarze Schicht weglassen kann, aber Du hast Recht. Man hat immer Ritzen und Löcher, die man nicht sieht. Also sollte eine erste schwarze Schicht schon sein. Mit der Airbrush und Schwarz würde man diese Ritzen aber bestimmt in einem Durchgang füllen können. (hab selber leider keine Airbrush-Erfahrungen)
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[Tutorial] Making of My biggest Dungeon
« Antwort #4 am: 26. April 2018 - 17:48:09 »

Ich hätte vermutlich auch die Ritzen mit schwarzem Spray mir vorknöpfen können - nach der Leimgrundierung wäre da vermutlich nicht wirklich viel passiert, hab dann aber die Präzision des Pinsels vorgezogen - mit ner Sprühdose kann man sich da vermutlich auch gut verzielen, weiss nicht, wie \"strahlig fein\" eine Airbrush dagegen in die Spalten kommt.
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[Tutorial] Making of My biggest Dungeon
« Antwort #5 am: 29. April 2018 - 22:53:05 »

Kerzen

An einigen Stellen ist der Dungon recht üppig mit Kerzen ausgestattet. Da Kerzen kaufen ganz schön ins Geld gehen kann, habe ich selbst welche gedreht:


Was man braucht?

Etwas Abklebeband und handelsĂĽblichen Draht.
Wer seine Kerzen in einen zerlaufenen Wachsfleck stehen haben will, benötigt außerdem noch etwas Modeliermasse wie Greenstuff oder Milliput.


Einfach grobe 2-3cm von dem Draht abschneiden und mit einem rund 2cm langen Klebebandstreifen mehr oder weniger eng umwickeln – je nachdem, wie dick die Kerzen am Ende sein sollen.

Anschließend die Gebilde in der Mitte zerschneiden und schon hat man zwei Kerzen. Danach muss man nur noch die Dochtenden zurecht schnippeln und hier und da die Kerzen für unterschiedliche Größen etwas kürzen – fertig sind die Rohlinge.
Kann man vermutlich auch fĂĽr Miniatur-Dynamitstangen in Western-Settings verwenden.

Wer nun noch Wachspfützen will, knetet sich einfach ein paar davon zurecht und steckt je nach Größe und Geschmack eine oder mehrere Kerzen hinein (als Untergrund am besten eine Plastikfolie nehmen, auf der die Modeliermasse nicht festklebt).


Bei der Bemalung ist von klassischem Weiss über rote Kerzen ’ne Menge Spielraum drin. Ich war faul und habe meine Kerzen einfach mit einem Knochenton grundiert, danach noch etwas weisses Spray drüber genebelt und abschließend die Dochtenden schwarz gefärbt.

Fertig waren die Kerzen.


[Originalartikel]
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[Tutorial] Making of My biggest Dungeon
« Antwort #6 am: 30. April 2018 - 11:21:40 »

DIY Dungeon Mobiliar


Da ich immer noch über massig Styrodurvorräte verfüge, habe ich mir schnell ein paar Tischplatten und die dazugehörigen Beine zurecht geschnitten und mit dem Bleistift texturiert:


Styrodur – ist das nicht ein bißchen zu empfindlich?
Papperlapapp – ich will damit ja nicht in den Boxring und da ich alles mit einem gehörigen Schuß Leim grundiere, sollte auch so ein filigraner Tisch ausreichende Stabilität besitzen. Zumindest solange niemand darauf einschlägt ;)

Naja – und da gerade der Leim zwischen Tischbeinen und -platten trocknen musste und ich eh noch im Bastelmodus war, hab ich gleich noch etwas weitergewerkelt (wenn man schon mal dabei ist):

Aus ein paar Styrodurwürfeln und rechteckigen Hartschaumplättchen waren schnell sechs Stühle gezimmert und aus meiner Verschnittbox hatte ich noch vier fehlgeschnittene Türen, die mit einem Bleistift schnell in Betten verwandelt wurden. Ein altes T-Shirt wurde mit Leimwasser in Kissen und Bettdecken verwandelt – fertig waren die Kojen!

Na, und da man Schalter in jedem Dungeon gebrauchen kann, habe ich aus zwei halbierten, runden Holzscheiben, etwas Schachlickspieß und Hartschaum als Base noch zwei große Hebel gebaut – alles innerhalb weniger Minuten.


Etwas umfangreicher war da mein „Adventurers Table“ – eine optionale Tischplatte mit Tellern (aus Locherpappe), Krügen (aus Wäscheleine), ’ner deftigen Wurst (aus Greenstuff – yamyam), Spielkarten und einer Schatzkarte (aus Pappe) sowie eine Schwert aus einem Fireforge-Gußrahmen.


Nach dem der Leim bei allen Komponenten richtig getrocknet war und eine schwarze Grundierung aus 2/4 Abtönfarbe, 1/4 Leim und 1/4 Wasser ebenfalls der Verdunstung gefröhnt hatte, wurde alles mit Farben und Washes bearbeitet:


FĂĽr die Adventurers Tischplatte werden bei Bedarf einfach zwei Tisch zusammengeschoben und die beinlose Platte darauf gelegt.


Sieht doch passable aus – gekauft wären das locker 20 Euronen gewesen, so dagegen habe ich vollends gespart und hatte auch noch etwas Bastelspaß (auch wenn Frau Skirmisher dieses Puppenhaus-Interieur langsam unheimlich wird).


Ein paar Bilder mehr gibt es noch im Originalartikel.
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[Tutorial] Making of My biggest Dungeon
« Antwort #7 am: 12. Mai 2018 - 14:53:42 »

Weiter geht es mit selbstgebasteltem Dungeon-Mobiliar.

Es hört ja nie auf:
Gerade als ich mit dem ersten Set aus Betten, Tischen & Co fertig geworden war, stolperte ich über ein nettes Video zu Erstellung von Waffenständern.

Und da mein Biggest Dungeon ja sowieso gar nicht voll genug werden kann, hatte ich schon schon die ersten Utensilien in der Hand, noch bevor das Video ganz zu Ende war.

Das Ganze geht recht fix:
Ein paar Eisstiele zu Regalen verzimmert und alles einfach schön mit Krams voll stellen (hab mich dabei aus Boxen von Fireforge und Oathmark bedient).


Danach wurde alles farblich eingeholzt und schließlich das ganze restliche Gehänge noch Stück für Stück bemalt.


Regal Eins hat alles, was der Krieger aus der Abteilung Nahkampf gebrauchen kann:


Der zweite Waffenständer ist für Fernkämpfer interessant:


Dann gibt es noch ein paar Speere für jene, die sich nicht recht entscheiden können:


Und schlieĂźlich auch noch einen RĂĽstständer (die Kettenhemden aus Greenstuff habe ich gehörig verkackt, aber auf Distanz ist ’s erträglich  ;)  ):


Die 1-2 Nachmittage (Hobby-)Arbeit haben sich auf jeden ausgezahlt, langsam wird das auch mein fullest Dungeon.


Wer mehr wissen will, findet die Links im Originalartikel.
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Graf Gaspard de Valois

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[Tutorial] Making of My biggest Dungeon
« Antwort #8 am: 12. Mai 2018 - 15:18:33 »

Sehr schön geworden! :thumbsup:
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opa wuttke

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« Antwort #9 am: 12. Mai 2018 - 16:11:18 »

Lecker !
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Maréchal Davout

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« Antwort #10 am: 12. Mai 2018 - 16:50:11 »

Gefällt mir auch sehr gut!
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Dareios

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[Tutorial] Making of My biggest Dungeon
« Antwort #11 am: 13. Mai 2018 - 14:14:26 »

Die Waffenständer sehen echt knorke aus. Gefällt mir alles sehr gut. Insbesondere die Steinfarben finde ich gelungen.
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Riothamus

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« Antwort #12 am: 13. Mai 2018 - 20:54:22 »

:thumbsup: , :thumbsup: , :thumbup: mit * und Eichenlaub.
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[Tutorial] Making of My biggest Dungeon
« Antwort #13 am: 13. Mai 2018 - 21:31:55 »

Dein Dungeon bringt mich zum Träumen...  :love:  
So einen will ich auch mal haben, wenn ich groĂź bin!
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( Tellus, 15.07.08 )

Hanno Barka

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[Tutorial] Making of My biggest Dungeon
« Antwort #14 am: 13. Mai 2018 - 22:19:34 »

Irgendwie krieg ich Lust auf so ein altes D&D Hack and Slay Abenteuer aus der Jugend - k.a. warum...

DM: Ihr kommt um die Ecke und seht eine grĂĽne schleimig-
Mage: Feiaboll!
Elf: Mädschick Misseil!
DM: Schnecke, ca 4 cm lang (wĂĽrfelt) - ok, jetzt nicht mehr...
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