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Autor Thema: Erfahrungen mit historischem Tabletop in 1/72?  (Gelesen 788 mal)

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Frank

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Erfahrungen mit historischem Tabletop in 1/72?
« am: 06. April 2019 - 00:58:19 »

Hallo,

vorab muss ich gestehen, das meine Kenntnis ├╝ber Tabletop nahezu gegen Null tendiert. Ich habe ein paar mal bei BO (1. Vers.) und BA (1. Vers.) ├╝ber die Schulter geschaut und das war es auch schon ├╝berwiegend. Beide Systeme wurden in 1/72 gespielt, was nach meiner Meinung auch ganz gut funktionierte.

Nat├╝rlich habe ich mir auch 15mm-Systeme angesehen, wobei mir PBI (2. Vers.) im Gegensatz zu FoW (3. Vers.) durchaus zusagte. Der Truppeneinsatz bei PBI war z.B. sehr ├╝bersichtlich, w├Ąhrend mir bei FoW die Platten einfach zu voll mit Dickblechen und anderem schwerem Ger├Ąt waren.

Da ich aber in 1/72 gr├Â├čere Vorr├Ąte besitze als die meisten ├╝berlebenden Modellbaul├Ąden, wollte ich hier erst einmal weitermachen. Bei WK 2 kein Problem, aber beim Sichten meiner Best├Ąnde bin ich auch auf einige mittelalterliche Vorr├Ąte gesto├čen. Abgesehen von Revells franz├Âsischen Rittern aus dem 100-j├Ąhrigem Krieg noch -zig Guss├Ąste und Einzelfiguren der gleichen Epoche oder zumindest f├╝r diese verwendbar. Zwar nicht genug f├╝r eine vollst├Ąndige Armee (oder gar 2), aber immer noch zuviel, um es zu ignorieren. Also immerhin ein Grundstock f├╝r 2 k├╝nftige Truppen.

Ich suche daher ein inr 1/72 spielbares System mit Schwerpunkt Hoch- und Sp├Ątmittelalter, wobei mir nat├╝rlich FoG und DBx auffielen.

Mein erster Gedanke war, die Bases von 4 auf 6 cm zu verbreitern und die Basentiefe um den Faktor 1,5 zu erh├Âhen, damit die Gr├Â├čenunterschiede stimmig bleiben. Aber damit wird es ja wohl kaum getan sein. Wer hat hier Erfahrungswerte in 1/72, kann mir etwas ├╝ber die Basierung, Vor- und Nachteile der Systeme schreiben?

Ich muss nat├╝rlich zugeben, das mir bei dem dem Gedanken, Platten von 1,8 x 1,2 um den Faktor 1,5 zu vergr├Â├čern graust, da ich mich schon im Geiste sehe, wie ich Figuren in der Tischmitte bewegen will und dabei die ganze Platte abr├Ąume. Auch kostet es mich eine gewisse ├ťberwindung, mir z.B. einen Schildwall oder einen Gewalthaufen vorzustellen, der nur aus 4 Figuren nebeneinander bestehen soll, aber Spiel ist nun einmal nicht Realit├Ąt und so muss die ├ästhetik leider Abstriche machen.

Vielen Dank im Voraus.

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hunwolf

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Re: Erfahrungen mit historischem Tabletop in 1/72?
« Antwort #1 am: 06. April 2019 - 16:47:01 »

Hallo, Frank,
es gibt durchaus Regeln, wo du deine Truppe auch rein optisch gut darstellen kannst. Bei Systemen, die mit festen Basen arbeiten, liegt es an dir, wie gro├č du deine Armee denn haben willst. Du kannst jedes System nach oben aufpimpen, es ist letztlich eine Frage des Platzes. Und es gibt Regeln, wie Armageddon, die ohne Basen auskommen, etwa weil sie mit Sechseckfeldern operieren, wo du locker 300 Figuren in 1/72 pro Seite spielen kannst.

Du musst dir halt klar werden, was du willst. Ah, und weils mir grad einf├Ąllt: ich glaube, es war Decebalus, der hier im Forum einen Beitrag ├╝ber verdoppelte Elemente geschrieben hat, und es gibt z.B. auch in Armati das Format "Epic Stile", wo du das Format der normalen Einheiten mal 1,5 nimmst.
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Mar├ęchal Davout

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Re: Erfahrungen mit historischem Tabletop in 1/72?
« Antwort #2 am: 06. April 2019 - 17:04:33 »

Hallo Frank,

Ich kann Hunwolf nur zustimmen und wollte gerade das gleiche raten bzgl. der Entscheidung, wie gro├č du deine Armee haben willst.
Gerade im Hoch- und Sp├Ątmittelalter, deinen angepeilten Epochen hat ein Gro├čteil der Konflikte doch sehr typisch in kleineren Aktionen stattgefunden, so dass vier Modelle nicht wer wei├č was repr├Ąsentieren m├╝ssen.

Vom grunds├Ątzlichen Vorgehen her habe ich es mit einem Napoleonischen Projekt und 1/72 vor sechs Jahren ├Ąhnlich angefangen und aus gleichen Gr├╝nden. Im Nachhinein bin ich vom Ma├čstab und meinen Erfahrungen im Gaming und beim Bemalen nicht entt├Ąuscht worden: https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,13957.1830.html

Bevor gleich alle kommen und dir raten, es doch lieber in diesem oder jenem Ma├čstab (ja, die 100j├Ąhriger Kriegssachen der Perrys in 28mm sind auch toll!) zu probieren, mach es ruhig in 1/72! Du hast die Minis, die Proportionen sind toll, ein sch├Âner Kompromiss aus m├Âglicher Masse und trotzdem noch genug Details an der Einzelfigur zu erkennen. Die Sachen von Revell, Italeri und Zvezda lassen einen tolle Sachen f├╝r das Sp├Ątmittelalter machen.

DBA w├Ąre eine Variante, mit Deus Vult! habe ich keine Erfahrungen, aber es soll doch ein Massensystem sein und wird f├╝r 28mm angeboten. Das m├╝sste mit 1/72 umso besser vom Platz und vom Aufbau einer gr├Â├čeren Armee funktionieren. Man k├Ânnte wohl auch Kings of War und sowas mit Mittelalterfiguren spielen. Steinhagel (wie Kugelhagel, nicht mein Liebstes) und Hail Caesar (gewisse Warhammer-├ähnlichkeiten, da bin ich auch nicht der gr├Â├čte Fan) auch... Ein System, dass in erster Linie f├╝r 28mm ist, in 1/72 machen und sich ├╝ber den zus├Ątzlichen Platz freuen, scheint mir eine geschickte Variante.

Antike habe ich in 1/72 auch gemacht, aber erstmal nur als SAGA/Skirmish-Ansatz. Sowas w├Ąre mit 1/72 sicher auch m├Âglich.

Viele Gr├╝├če und frag gern genauer nach!
Felix
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Decebalus

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Re: Erfahrungen mit historischem Tabletop in 1/72?
« Antwort #3 am: 07. April 2019 - 00:16:21 »

Fast alle Regelwerke sind auch in 1/72 spielbar. ├ťblich sind meistens die Basengr├Â├čen f├╝r 28mm, die ja bei den meisten Systemen angegeben sind.

Die Frage ist immer, wer m├Âgliche Spielpartner sind. Aber das stellt sich in allen anderen Gr├Â├čen genauso.
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Frank

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Re: Erfahrungen mit historischem Tabletop in 1/72?
« Antwort #4 am: 07. April 2019 - 21:12:25 »

Hallo,

zuerst einmal vielen Dank f├╝r Eure Hilfe. ├ťber die genannten Spielsysteme werde ich mich informieren. Etwas Auswahl und ein Blick ├╝ber den Tellerrand kann nie schaden. :)

Bzgl. der fehlenden Gegenspieler ist dieses kein Problem - ich bin chronischer Solospieler "im stillen K├Ąmmerchen". :)
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hunwolf

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Re: Erfahrungen mit historischem Tabletop in 1/72?
« Antwort #5 am: 08. April 2019 - 07:49:04 »

Jeder so, wie er will. Aber allein ist das nicht langweilig? Es fehlt doch das befruchtende, die anderen Ideen im Spiel, auch wenn man auf den Wettkampfcharakter keinen Wert legt. Wo bist du denn zu Hause? Es gibt sicher nette Leute bei dir in der Gegend, mit denen du dich verabreden k├Ânntest.
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Mar├ęchal Davout

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Re: Erfahrungen mit historischem Tabletop in 1/72?
« Antwort #6 am: 08. April 2019 - 08:13:45 »

Mir ist noch eingefallen, dass man Impetus und Field of Glory wohl auch in Betracht ziehen k├Ânnte...

Zeig auf jeden Fall bitte Fotos deiner wachsenden Armeen - anders als hier wird sie ja wom├Âglich niemand zu Gesicht bekommen aus der Community und das w├Ąre doch auch schade.

Bester Gru├č
Marechal Davout
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D.J.

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Re: Erfahrungen mit historischem Tabletop in 1/72?
« Antwort #7 am: 08. April 2019 - 11:39:43 »

Das mit dem Solo-Spiel daheim gegen sich selber ist kein Problem.
Bei Kugelhagel gibt es eine Solo-Variante wobei ich jetzt unsicher bin, ob die nur in Kugelhagel - Generals (ACW) enthalten ist, oder auch in der neuen dritten Auflage.
Ich habe noch die Generals-Variante und plane auch mangels Mitspielern (der Letzte ist inzwischen voll im GW-Fieber aufgegangen und spielt regelm├Ą├čig Kill Team, 40k und AoS und hat kein Zeit mehr f├╝r Kugelhagel) in naher Zukunft den Siebenj├Ąhrigen Krieg in 1:72 gegen mich selbst auszutragen.

Ich w├╝rde mich ├╝ber bebilderte Berichte freuen :D
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Keiner von uns kommt hier lebend raus! Also h├Ârt auf, euch wie Andenken zu behandeln. Esst leckeres Essen, spaziert in der Sonne, springt ins Meer, sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid albern, seid komisch. F├╝r nichts anderes ist Zeit.
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Mar├ęchal Davout

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Re: Erfahrungen mit historischem Tabletop in 1/72?
« Antwort #8 am: 08. April 2019 - 12:36:41 »

Ich habe noch nie gegen mich selbst gespielt, aber wie ist das denn bei Kugelhagel geregelt mit den Aktionen der Gegner? Ich dachte jetzt, man spiele einfach nacheinander beide Seiten... Das k├Ânnte man mit so ziemlich jedem Regelwerk. Ich stelle es mir anstrengender vor, weil man keine Pause hat und st├Ąndig die Perspektive wechseln muss.
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D.J.

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Re: Erfahrungen mit historischem Tabletop in 1/72?
« Antwort #9 am: 09. April 2019 - 08:36:01 »

Die Aktionenanzahl bestimmt sich wie beim Zwei-Spieler Modus ja durch die gezogenen Karten. Je h├Âher die Karten, desto mehr Aktionen hast du zur Verf├╝gung.
F├╝r das Solo-Spiel bist du aber ebenso wie die "KI" gegen die du spielst an eine gewisse Priorit├Ątenliste gebunden, welche Aktionen zuerst abgehandelt werden m├╝ssen. Weder du noch dein virtueller Gegenspieler kann also einfach so Aktionen nach Gutd├╝nken durchf├╝hren, sondern muss sich an diese Liste halten.
Klingt erstmal nach "naja, nice to see"
Aber wenn du es mal gespielt hast wirst du sehen, dass es super spa├čig ist :D
Denn pl├Âtzlich m├╝ssen z.B. Nahk├Ąmpfe abgehandelt werden obwohl du lieber eine andere Einheit bewegen w├╝rdest, oder es m├╝ssen Erm├╝dungen abgebaut werden, obwohl diesen Zug lieber was ganz anderes machen w├╝rdest ... mit dem Verlauf des Spiels wird es richtig schwer, auf beiden Seiten da auch auf l├Ąngere Sicht zu planen und es bleiben unabw├Ągbare Variablen, die du mit einbeziehen musst.
Es funktioniert super :)

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Re: Erfahrungen mit historischem Tabletop in 1/72?
« Antwort #10 am: 09. April 2019 - 09:05:24 »

interessant :)
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Frank Bauer

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Re: Erfahrungen mit historischem Tabletop in 1/72?
« Antwort #11 am: 05. Mai 2019 - 11:00:56 »

1/72 ist ein sch├Âner, wenn auch im Wargaming weniger verbreiteter Ma├čstab im Wargaming als 28mm oder 15mm. Besonders auserhalb von WWII. Als Inspiration m├Âge dir auch folgender Thread dienen, wenn es auch eine andere Epoche ist. FoG in 1/72 funktioniert super, man braucht aber einen gro├čen Tisch, wenn man mit vollen 800 Punkte Armeen spielen und man├Âvrieren will.
https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,6394.0.html
In dem tollen Thread von Frank Becker mit den Karthagischen Truppen sind leider die Bilder inzwischen nicht mehr sichtbar, wie ich gerade gesehen habe. Schade.
« Letzte ├änderung: 05. Mai 2019 - 11:13:27 von Frank Bauer »
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