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  • 06. Dezember 2019 - 14:04:59
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Autor Thema: Montrose´s Feldzug in Schottland 1644-1645 (ECW) (2.FoGR-Spielbericht: Aberdeen)  (Gelesen 509 mal)

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Sorandir

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Nachdem ich mich die letzten Monate im Hobby fast nur mit Fantasy und Sci-Fi beschäftigt habe, wirds mal wieder Zeit für gutes altes historisches Wargaming.

Bei der Epoche bin ich wieder in meiner "Wohlfühlzone", der Renaissance d.h. Europa im 17. Jahrhundert.

Kürzlich hatte ich seit einigen Jahren mal wieder meine kleine 15mm Armee der schottischen Covenanter für den englischen Bürgerkrieg (ECW) in der Hand. Da ich von meinen letzten beiden Schottland-Urlauben auch neue Literatur über dieses Thema mitgebracht hatte, nahm ich mir vor, ein paar Schlachten aus Montrose´s Highland-Feldzug 1644-1645 nachzuspielen.

Dabei kommt mir zugute, dass es sich um verhältnismäßig kleine Armeen handelte, so dass ich ohne allzu großen Aufwand die noch fehlenden Einheiten spielfertig bekommen sollte.

Ob meine Motivation reicht, den ganzen Feldzug durchzuspielen, weis ich noch nicht, aber irgendwo muss man ja mal anfangen :-)

Zum historischen Hintergrund und den einzelnen Schlachten werde ich nicht allzu viel schreiben da das bei Wikipedia & Co. gut nachgelesen werden kann.

Grundsätzlich geht es darum, dass James Graham, Marquis of Montrose im engl. Bürgerkrieg von König Charles I. beauftragt wurde, in Schottland eine Armee aufzustellen und das feindliche Regime der schottischen Covenanter anzugreifen. Es sollte versucht werden, das Regime in Edinburgh zu stürzen um Schottland wieder an die Seite des Königs zu bringen, oder zumindest mit einer Armee den König in England zu unterstützen, da dort dessen Feldzug überhaupt nicht gut lief oder mindestens die Schotten davon abzuhalten, weitere Truppen auf Seiten der Parliamentarians nach England zu schicken...

Merkmal des Feldzuges ist, dass für Montrose die Unterstützung hauptsächlich aus den Highlands und Irland kam. Währenddessen kämpfen die Veteranen der Covenanter, die in den schwedischen Armeen des 30jährigen Krieges ihr Handwerk gelernt haben, in Nordengland und Nordirland. Deswegen sind die Covenanter gezwungen, in Schottland schnell Armeen auszuheben, die hauptsächlich aus untrainierten Rekruten und Bürgern bestehen.

Militärhistorisch soll es dieser Feldzug gewesen sein, in dem die Highlander von Montrose selbst oder seinem Verbündeten Alisdair McDonald (McColla) den berühmten Highland-Charge gelernt haben, in dem sich die Highlander rennend auf ca. 50m dem Gegner nähern, eine komplette Salve ihrer Musketen und Pistolen abgeben und dann mit Schwert, Dolch (dirk), Tartsche und Claymore in den Nahkampf stürmen.

Als Regelwerk benutze ich Field of Glory-Renaissance mit dem Armeebuch Wars of Religion, da hierin die beteiligten Armeeaufstellungen enthalten sind und das Regelsystem passende Ergebnisse liefert, die sich "richtig" anfühlen.
« Letzte Änderung: 03. September 2019 - 20:09:23 von Sorandir »
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Sorandir

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1.Schlacht: Tippermuir 01.September 1644
https://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Tippermuir

Der Kern von Montroses Armee besteht aus irischen Truppen, die unter ihrem schottischen Anführer Alisdair McDonald (McColla) von Nordirland in die Highlands übergesetzt haben. Sie erhielten Verstärkung vor allem vom Clan McDonald aus den westlichen Isles und Highlands. Montrose marschiert Richtung Perth. Eine hastig aufgestellte Covenanter-Armee legt sich ihm bei Tippermuir (heute: Tibbermore) ca. 3 Meilen vor Perth in den Weg.


Die Armee der Covenanter


Montrose´s Irish und Highlander Armee. Da er keine Reiterei hatte, stellte er seine Highlander nur 3 Reihen tief auf, um eine Überflügelung durch gegnerische Berittene zu verhindern und ggfs. seinerseits den Gegner zu überflügeln. Die beiden Irischen Brigaden im Zentrum (Bildmitte) stehen tiefer in der klassischen Pike&Shot-Formation.




Beide Schlachtlinien marschieren aufeinander zu. Die kleine Reiterabteilung von Lord Elcho verlässt die Linie um die Highlander zum ungeordneten Vorrücken zu provozieren, muss aber schon bald Verluste durch gegnerische Bogenschützen (ja die gab es bei den Hochländern sporadisch noch) einstecken.


Die schottischen Royalisten rücken auf ganzer Linie entschlossen vor und sobald die Musketenschützen beider Seiten in Reichweite sind, entspinnt sich das Feuergefecht.


Während die Covenanter aus allen Rohren schießen, antworten manche Highlander mit Bögen und geworfenen Steinen (sic!)


Trotz um ihn herumfliegendem Blei findet der Highlander-Kommandant Alaisdair McColla noch die Zeit, für ein schnelles Bild zu posieren  ;D


Die Abteilung Lanziere der Covenanter mag nicht mehr im Pfeilbeschuss aushalten und greift aus Verzweiflung die McDonalds of Keppoch an...


...die verstehen aber keinen Spass und zerhauen die paar Reiter. Der Rest galoppiert vom Schlachtfeld, durchbricht aber bei seiner Flucht noch ein Infanterieregiment und bringt es in Unordnung.

Fortsetzung folgt ...
« Letzte Änderung: 07. August 2019 - 17:20:11 von Sorandir »
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Sorandir

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Tippermuir (2.Teil)



Auf der rechten royalistischen Flanke nimmt Montrose es mit zwei Gegnern auf (rechts). Aber die gegnerische Infanterieinheit gibt langsam nach.
Aber im Zentrum schaffen es die Bauern und Bürger von Perth, einige Iren das fürchten zu lehren (links im Bild).



Kurz darauf brechen die Iren und werden von den jubelnden Covenantern verfolgt.


Auch McCollas Iren tun sich schwer: die gegnerischen Zwangsverpflichteten wollen einfach nicht gegenüber den professionellen irischen Soldaten nachgeben.


Die tapferen Highlander von Lord Kilpont, die zu Beginn des Gefechtes noch wild Lord Elchos Kavallerieangriff abwehrten, werden sogar von schlecht trainierter Infantrie der Covenanter überrannt. Auf diesem Bild wurde die Einheit bereits als Verlust entfernt. Die Covenanter in der Bildmitte wenden sich um, um McCollas Flanke und Rücken zu bedrohen.


Zuletzt setzt sich aber doch die Kampfstärke von McCollas Iren durch und sie reiben ihren Gegner auf.


Auch Montrose treibt alles vor sich her und hat den linken Flügel der Covenanter komplett geschlagen.
Damit bricht die Armee der Covenanter und viele weitere Verluste werden bei der Verfolgung der Geschlagenen durch die erbarmungslosen Iren und Highlander verursacht.
(Eine Erzählung besagt, dass man die 3 Meilen von Tippermuir bis Perth auf den Leichen gehen konnte ohne einmal echten Boden berühren zu müssen. Eine offensichtliche Übertreibung, aber die Mehrzahl der über 1000 Toten der Covenanter, sind wohl wirklich erst bei der Flucht entstanden).

Fazit:
Der Refight endete historisch mit einem Sieg der Royalisten. Allerdings haben sich die Covenanter-Rekruten bedeutend besser geschlagen als ihre historischen Vorbilder. Durch teils sehr gute Würfel der Covenanter, wäre das Gefecht fast für Montrose verloren gegangen.

Perth fiel nach dem Sieg von Tippermuir an Montrose und er erhielt dadurch dringend benötigte Versorgung an Geld, Munition, Waffen und Lebensmittel. Aber er hatte dann weniger Truppen zur Verfügung als vorher, da viele Highlander heimkehrten um ihre Beute in Sicherheit zu bringen und von ihren Heldentaten zu erzählen. Sie würden zwar bald wieder vielleicht mit weiteren Begeisterten zurückkommen, aber bis dahin blieb Montrose fast nur seine irische Brigade.
Währenddessen schickten die Covenanter bereits eine zweite Armee aus Osten heran, um einem weiteren Vorstoß von Montrose zu begegnen. Schon 2 Wochen später kam es zur nächsten Schlacht bei Aberdeen.
... aber das ist eine andere Geschichte (bis dahin muss ich erstmal mein 3.irisches Regiment anmalen
 ;))
« Letzte Änderung: 09. August 2019 - 11:27:39 von Sorandir »
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Driscoles

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Hallo,
das sieht alles sehr schön aus.
Toller Bericht.
Björn
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Maréchal Davout

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Guter, spannender Spielbericht, danke!
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D.J.

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Ah! Ein Spielbericht! Der Link wird zum späteren Genießen und Feedback geben abgespeichert :D
Danke dir für deine Mühen :)
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Pappenheimer

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(1.Spielbericht: Tippermuir)
« Antwort #6 am: 09. August 2019 - 13:59:11 »

Eindeutig nicht mein Konflikt, aber die Erzählweise finde ich sehr gelungen. Man sieht, dass es tatsächlich scheinbar eher um das individuelle Glück bei den Kämpfen ging und ich dacht auch zwischendrin, jetzt geht's für Montrose schlecht aus.

Vielen Dank fürs Teilen und den Einblick auch in FOG.

Ich freue mich schon auf mehr.  :)
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flytime

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Sehr schöner Bericht. :)
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But me and my true love will never meet again. On the bonnie, bonnie banks of Loch Lomond.

Sorandir

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Re: Montrose´s Feldzug in Schottland 1644-1645 (ECW) (Update 28.08.19)
« Antwort #8 am: 28. August 2019 - 13:08:02 »

Kleiner Zwischenbricht zur nächsten Schlacht: Aberdeen 1644

Wiki: https://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Aberdeen_(1644)

Die zweite Schlacht in meiner ECW-Schottlandkampagne des Marquis of Montrose:



Projektfortschritt:

Da in dieser Schlacht fast ausschließlich die irische Brigade der Royalisten kämpfte, fehlte mir hierfür noch die dritte Einheit, die dann bemalt und basiert wurde.


Die irische Brigade



In der Armeeliste ist auch McCollas Bodyguard eine interessante Auswahl, da es sich um bogenbewaffnete Highlander in überlegener Qualität handelt. Ich habe bei ihnen das Maximum von 6 Basen aufgestellt:



Außerdem hab ich noch ein weiteres Highland-Command fertig gemacht (links im Bild)

Szenariovorbereitungen:

Nach dem Sieg von Tippermuir habe ich Montrose zum Great Commander befördert, der bessere Boni und eine größere Kommandoweite im Spiel hat.

Da in den Schlachtbeschreibungen von Feuergefechten die Rede ist, die von den Iren dominiert werden und sie außerdem deutlich weniger Piken als üblich gehabt haben sollten, stellte ich die Einheiten im Spiel mit einem Pike:Shot-Verhältnis von 1:5 statt den üblichen 2:4 dar.

Die Verteidiger von Aberdeen hatten auf dem Papier viermal so viel Reiterei wie die Royalisten. Ein Teil davon griff nicht in die Schlacht ein, sei es mangels klarer Befehle, Verwirrung oder Feigheit. Da dieser Teil keinerlei Rolle spielte, habe ich ihn auch nicht aufgestellt, sodass die Überzahl in Reiterei "nur" 3:1 ist.

Spielbericht folgt. (...)
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D.J.

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Re: Montrose´s Feldzug in Schottland 1644-1645 (ECW) (Update 28.08.19)
« Antwort #9 am: 29. August 2019 - 04:58:02 »

Spielbericht folgt. (...)

D.J. auch :D
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(Sir Philip Anthony Hopkins)

Sorandir

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Aberdeen Freitag 13.09.1644

Historischer Hintergrund:
Weniger als 2 Wochen nach dem Sieg von Tippermuir kommt es vor Aberdeen zu einem weiteren Gefecht.

Im östlichen Schottland ist die Unterstützung für König Charles I. vergleichweise hoch. Montrose plant, Aberdeen einzunehmen um einen festen Stützpunkt zu bekommen, welcher gleichzeitig auch über einen Hafen verfügt, über den ggfs. Truppen und Hilfsgüter von oder zur Armee des Königs in England geschickt werden können.

Auch wenn die Bürger von Aberdeen Sympathien für die Sache des Königs haben, so untersteht die Stadt einem Magistrat aus unnachgiebigen Covenantern aus den Familien der Forbes und Crichtons, die den Iren und Highlandern auf keinen Fall die Stadt überlassen wollen. Außerdem ist die Stadt mit ca. 500 Mann des regierungstreuen Fife Regimentes garnisoniert, welches sowohl zur Stadtverteidigung, als auch zur Unterdrückung royalistischer Tendenzen dient.

Als Montrose eine Abordnung schickt und die Stadt zur Übergabe auffordert und ansonsten mit Mord und Plünderung droht, wird seine Aufforderung von den Verantwortlichen brüsk abgelehnt. Auf dem Rückweg zum Lager von Montrose, wird ein Trommler seiner Delegation hinterrücks aus der Stadt erschossen.

Die Verweigerung der Übergabe, der Mord an seinem Parlamentär und die Tatsache, dass die Truppen Aberdeens den Waffenstillstand nutzen um bereits zur Schlacht aufzumarschieren, macht Montrose wütend: es soll kein Pardon für Aberdeen geben.

Hier der Spielbericht zur nächsten Schlacht der Kampagne:

Szenariovorbereitungen:
- nach dem Sieg von Tippermuir habe ich Montrose zum Great Commander befördert, der bessere Boni und eine größere Kommandoweite im Spiel hat.
- da in den Schlachtbeschreibungen von Feuergefechten die Rede ist, die von den Iren dominiert werden und sie außerdem deutlich weniger Piken als üblich gehabt haben sollten, stellte ich die Einheiten im Spiel mit einem Pike:Shot-Verhältnis von 1:5 statt den üblichen 2:4 dar.
- die Verteidiger von Aberdeen hatten auf dem Papier viermal so viel Reiterei wie die Royalisten. Ein Teil davon griff nicht in die Schlacht ein, sei es mangels klarer Befehle, Verwirrung oder Feigheit. Da dieser Teil keinerlei Rolle spielte, habe ich ihn auch nicht aufgestellt, sodass die Überzahl in Reiterei "nur" 3:1 ist.
- der Befehlshaber der Covenanter, Lord Burleigh, war kein Soldat, sondern lediglich der Vorsitzende des hiesigen Kriegsausschusses. Er war in dieser Schlacht nur Befehlshaber, weil niemand anders zur Verfügung stand. Deshalb beschloss ich, ihn im Spiel nur das nötigste kommandieren zu lassen und sich auf keinen Fall bei einer Einheit am Nahkampf zu beteiligen.

Spielbericht:


Die Anfangsaufstellung

Die Covenanter waren in Überzahl, daher stellte Montrose seine Einheiten an den Flanken wieder flacher auf, damit sie nicht von der gegnerischen Reiterei überflügelt oder umgangen werden konnten.
Auf seiner linken Flanke befand sich, vorgelagert zur gegnerischen Kampflinie, ein kleinere Musketierabteilung bei den Gebäuden den sog. Justice Mills. Diese war unterstützt durch Reiterei und konnte potentiell die gesamte Linie bedrohen, wenn die Royalisten ins Zentrum vorrücken. Daher übernahm Montrose selbst das Kommando über eine Einheit Iren und bewegte im Eiltempo auf den Vorposten zu. Der Rest der Armee ging etwas langsamer vor, auch um ihre leichte Artillerie (die sie bei Tippermuir erbeutet hatten) in Reichweite zu ziehen.


Vorposten der Covenanter bei den Justice Mills

Die Covenanter hielten ihre Stellung auf einem erhöhten Hang (im Spiel dargestellt durch einige Hügel) und beschoss ohne großen Erfolg mit ihrer mittleren Artillerie die Iren im Zentrum. Nur eine weitere Musketenschützeneinheit marschiert von hinter der Linie in die Lücke zwischen den Justice Mills und der Hügelkette.



Nachdem Montroses Iren den Vorposten in ein Feuergefecht verwickelt hatten, ritten beide Kavallerieeinheiten der Covenanter auf den Feind zu. Die Lanziere gegenüber von Montrose formierten sich zum Angriff.

Auf der anderen Flanke beschossen mit Karabiner bewaffnete Reiter caracolierend das 3.Regiment der Iren.



In starkem Kontrast zu ihren historischen Vorbildern gelang es den Reitern sogar, deutliche Verluste bei den Iren zu verursachen und diese an den Rand der Flucht zu bringen.



Erst als Alasdair McColla heraneilte, gelang es das schlimmste zu verhindern und die Iren zu sammeln.



Als beide auf Reichweite waren entwickelte sich im Zentrum ein anhaltendes Feuergefecht zwischen Covenanter mit Artillerie auf dem Hang und den tiefer stehenden Iren und deren leichter Artillerie.

Der Vorposten bei den Justice Mills begann bereits nachzugeben, als die gegnerischen Lanziere Montroses Iren angriffen. Da die Iren ihre Linie verlängert hatten und flach standen, konnten sie den Reitern zunächst keine allzu kompakte Gegenwehr bieten und es entspann sich ein längeres Handgemenge.



Die irischen Schützen die nicht im Nahkampf gebunden waren, konnten allerdings mit zwei oder drei guten Salven den gegnerischen Vorposten bei den Gebäuden in die Flucht schlagen. Als sie ihre Infanterie fliehen sahen, erlitt die Moral der Lanziere einen ersten Knacks.

Im Anschluss strömten immer mehr Iren von den Rändern der Einheit ins Handgemenge und die Reiter gerieten noch weiter unter Druck.

Die Musketeneinheit der Covenanter war mittlerweile heran, um ihrer Kavallerie Rückenunterstützung zu geben. Die wenigen royalistischen Kavalleristen der Gordons entschlossen sich zu einem Angriff auf die Musketenschützen.



Der verpatzte Angriff der royalistischen Reiter (mitte unten) gegen die Musketeers der Covenanter.

Dieser schlug aber katastrophal fehl und die Gordons wurden in ein aussichtsloses Handgemenge gezerrt, das sie recht bald verloren und vom Schlachtfeld flohen. Zur gleichen Zeit brachen aber auch die Lanziere der Covenanter und so geschah es, dass beide siegreichen Infanterieeinheiten in der Verfolgungsbewegung in kurzer Entfernung aneinander vorbeiliefen. Montroses Iren waren schneller bei der Umformierung und konnten sich auf die Covenanter-Musketiere ausrichten und sie von der Flanke beschießen, bis auch diese sich zudrehen konnten.


Zwischenstand

Auf der rechten royalistischen Flanke schafften es die Iren endlich, das äußerst verlustreiche Feuergefecht mit den caracolierenden Reitern der Covenanter für sich zu entscheiden, als diese brachen und flohen.

Aber die Iren waren dermaßen geschwächt, dass auch sie sofort auseinander getrieben wurden, nachdem sie sich auf das Fife Regiment der Covenanter auf dem Hügel zubewegt hatten und eine Musketensalve auf lange Reichweite abbekamen.



Der gegenseitige Beschuss im Zentrum zwischen zwei Covenanter-Regimentern samt mittlerer Artillerie auf der einen Seite und Highlander, Iren und leichte Artillerie auf der anderen Seite hatte bisher nur eine Covenanter-Einheit leicht ungeordnet. Montrose entschied, dass hier die Entscheidung zu suchen war: er übernahm persönlich das Kommando über die Highlander und Alasdair McColla schloss sich den Iren an.



Sie stürmten zusammen den Hang hoch und in den Nahkampf. Die Covenanter nahmen dem Kampf nur halbherzig an. Durch den Vorteil, dass sie hügelabwärts kämpften, hielten sie noch eine Weile stand, aber die besseren Nahkampffähigkeiten der Highlander und Iren machten sich unweigerlich bemerkbar. Wenig später gaben die beiden Covenanter-Regimenter auf und flohen.



Damit war die Armee der Covenanter gebrochen und Montrose konnte sich einen weiteren Sieg auf die Fahnen schreiben.



Auch dieses Spiel entsprach dem historischen Ausgang, auch wenn zwischendurch ein royalistischer Sieg in Gefahr war, als die Reiterei versagte und ein Regiment Iren durch Beschuss zerstreut wurde. Aber im Nahkampf sind die Iren und Highlander den Covenantern einfach überlegen bzw. wenigstens gleichbürtig, wenn die Covenanter in einer vorteilhaften Position stehen.
« Letzte Änderung: 04. September 2019 - 08:05:53 von Sorandir »
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Strand

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“Never trade the joy of playing for the pursuit of victory, and lead by example.”

Maréchal Davout

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Dem muss ich mich anschließen - super Bericht!
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D.J.

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Gestern abend konnte ich (endlich) beide Berichte nacheinander genießen.
Nicht ganz "mein" Konflikt, aber sehr schön aufbereitete Berichte, dass auch ich mich zurechtfinden konnte. Herausgekommen sind 2 super "Fotoromane", die mir richtig Spaß gemacht haben :D
(Im Gegensatz zu "Escape Plan 2", der so grottoid war, dass wir nach 20 Minuten entnervt aufgegeben haben. Aber gut. Konnte ich immerhin deine Spielberichte endlich lesen ;) )

Vielen lieben Dank für deine Mühen :)
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