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Projekte - Scheitern gehört zum Hobby dazu....
hallostephan:
Jaja, wenn man es verticken kann geht es ja. Das letzte wsr mit Kumpel ACW die kleinen. Aber die bin ich wieder losgeworden. Ja möglichst testen wenn man unsicher ist oder so aufhören dass es jemand anders weitermachen kann. Das wäre ideal. Ich finde es nicht schlimm, eine Blase geplatzt was man alles…..
meyer:
Ich finde es toll was manche hier so auf die Beine stellen, vor allem die richtig großen Sachen, bei denen eine ganze Gruppe beteiligt ist. Aber auch die vielen kleinen Projekte sind toll. Das wichtigste dabei ist, Leidenschaft aufzubringen, tolle Minis, tolles Gelände und nicht zuletzt ein interessant präsentierter Hintergrund. Leidenschaft erkennt man z.B. auch an Spielberichten, die besten Spielberichte sind die, wo die Einleitung besser ist als der eigentliche Spielbericht! Da hat sich einer richtig beschäftigt, da steht einer im Stoff, der liebt das! Ok, ich schweife ab.
Wenn Leute ihre Projekte nicht fertigbekommen, das ganze als Weg sehen, respektiere ich das. Mein Weg ist das aber nicht, das könnte ich nicht. Ausnahmen bestätigen dabei die Regel ;).
Bei mir hat sich der Begriff Projekt langsam verschoben oder besser gesagt erweitert.
Am Anfang war es das klassische Armeeprojekt, die bestimmte Punktezahl die man in einer Fraktion erreichen wollte. Mit jedem Projekt nahmen der historische Bezug und die Recherche einen immer größeren Stellenwert ein, Bücher kaufen, Museums- oder Schlachtfeldbesuche und immer wieder Internetrecherche.
So richtig auf den Geschmack gekommen bin ich, als wir zu zweit eine Präsentation für die Do or Dice gemacht haben. Da haben wir noch auf viele vorhandene Komponenten (Platte, Minis) zurückgegriffen, das hat sich aber inzwischen geändert. Seitdem liebe ich es, bestimmte Szenarien zu entwerfen und zusammenzubasteln um diese dann auf einer Con o.ä. vorzustellen.
Dabei bin ich dann recht stringent und ziehe die Sache gnadenlos durch, will sagen, dass dann dieses Projekt klar im Vordergrund steht. Logisch mogelt sich mal die eine oder andere unpassende Mini auf den Maltisch, das ist jedoch die Ausnahme. Aber sowas lockert gelegentlich mal auf. Denn ich vermeide es inzwischen, mich zeitlich unter Druck zu setzen. Wenn die Recherche erstmal ein Jahr dauert, sei es drum! Wenn das gesamte Projekt zwei Jahre dauert, Scheiss drauf!
Wenn ich Bock auf ein bestimmtes Projekt habe, mach ich es, egal ob da noch jemand Lust zu hat oder nicht. Das ist für mich ok, ich muss keinen überzeugen. Nichtsdestotrotz habe ich immer wieder Unterstützung bei den Projekten, seien es einzelne Minis, sei es das Play-Testing oder zuletzt sogar eine „ganze US-Division“. Außerdem brauche ich immer die Bestätigung anderer, z.B. beim Plattenbau. Und ja, auch die Kritik gehört dazu. Ohne konstruktive Kritik in Foren oder im Freundeskreis wären die Ergebnisse nicht mal halb so gut. Auch wenn das erstmal unangenehm sein kann, wenn da jemand anmerkt das da was nicht richtig passt.
Was mir aber bei allen Projekten bisher wichtig war, ist die Vermeidung von Zinnhaufen. Ich habe keinen Schrank voller ungeöffneter oder unbemalter Boxen. Das geht gar nicht bei mir, da kommen wohl leichte autistische Züge durch! Möglich das ich da recht allein auf weiter Flur stehe, sei es so. Klar habe ich auch Reste, unbemalte Figuren die übrig geblieben sind, aber die Menge ist überschaubar. Und es gibt tatsächlich einen „Schandfleck“, ein richtiges unvollendetes Projekt! Meine Briten bzw. Hannoveraner für Waterloo habe ich bisher nicht fertigbekommen, und es sieht auch nicht so aus das es da jemals weiter geht. Habe nach der 3rd Division und ein bisschen Kavallerie aufgehört, nun fristet da so eine Schachtel 15mm Napoleonics ihr Dasein und ruft mich gelegentlich.
Und was macht man mit den fertigen Projekten? Versuchen immer wieder mal rauszukramen und zu bespielen. Verkaufen? Habe ich schon mal drüber nachgedacht, aber ich glaub da gibt es keinen guten Markt für. Außerdem hängt man doch an den Sachen! Und noch habe ich Platz, noch. Vielleicht kann man die Platten irgendwann einem Club überlassen. Aber eigentlich stellt sich mir aktuell nicht die Frage was ich mit fertigen, „abgespielten“ Projekten mache. Aktuell stellt sich mir die Frage was ich mit den Projekten mache, die fertig sind aber noch nicht präsentiert wurden. Ich sitze quasi in einem Stau. Die Projekte sind aufgrund der Pandemie nicht unter die Leute gekommen. Da gibt es Nachholbedarf, und das nächste Projekt ist in der Pipeline, das folgende schon in der Planung...
Danke für den Anstoß, sich bei dem Thema mal ein wenig selbst zu reflektieren, zumindest habe ich es versucht...
flytime:
Ein rundum gelungener Text der auch ein wenig zur Selbstreflektion anregt. :)
Bommel:
Ein toller Bericht in vielerlei Hinsicht.
Es hat mich mal zum Nachdenken gebracht. Und ich lese hier viele weitere interessante Ansätze und Gedanken. Interessant für mich die Definition Projekt wie vorschnell sagt man," lass uns ein Projekt starten." Und selten führt man es als Gruppe zu Ende. Viele der genannten Gründe für das Scheitern kann ich voll nachvollziehen.
Ich würde meine Projekte weiterhin wohl Projekte nennen, aber es sind dann wohl eher Ideen, mit denen ich mich nun gerade länger beschäftigen will und was dazu machen will. Ich um berufsbedingt langfristig planen und es läuft in geordneten Bahnen ab, so dass ich mir einen Wechsel gerne im Hobby erlaube. Das einlesen in dad Hobby, das Besorgen der Minis (am liebsten Perrys), das Bemalen der Minis, all das ist sowas schön. Dad muss ich nicht allen hier extra erklären.
Leider wechsele ich die Ideen, sobald wir hier mal was anders gespielt haben oder ich wieder einen anderen Roman gelesen haben...
Dad sind hier nur meine spontane Ideen.
Fasaar:
Toller Artikel! Kann mich auf jeden Fall darin wiederfinden.
Insbesondere am Anfang des Hobbies hat man viel zu viele Projekte/Ideen, die sich nicht realisieren lassen; war zumindest bei mir so (zu viele Epochen, zu viele verschiedene Maßstäbe, oft für diesselbe Thematik). Mit der Zeit steigt dann auch der Malstandard/Anspruch an sich selbst. Hätte fast zur Gesamtaufgabe des Hobbies geführt.
Irgendwann habe ich meine Sammlung begonnen zu verkleinern. Zusätzlich; wenn etwas neues kommt, muss erst etwas abgeschlossen sein. Und dann schaue ich immer, dass es möglichst so universell einsetzbar ist (sowohl Maßstab, Basierung und Thematik).
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