In den Feldzügen der folgenden Jahre, 423 v. Chr., behielt Athen die Oberhand. Pericles gewann gegen Kleomenes [4 – 0]. Alkibiades gewann mit Unterstützung durch Kleon gegen Brasidas, der durch Söldner-Peltasten unter Archidamos unterstützt wurde [2/2 – 1/0]. Nikias überwältigte in einer wilden Reiterschlacht mit den Skythen der Schwarzmeergriechen die Thessalier unter Lysander [4 – 0].
Schwarzmeergriechen mit Skythen in der Mitte
Der Krieg ging weiter (419 v. Chr.). Jetzt endlich wandten die Spartaner das Schlachtenglück und gewannen alle Schlachten. Archidamos mit Unterstützung von Kleomenes gewann gegen Kleon mit Unterstützung von Alkibiades bei Samos [3/1 – 0/1]. Lysander überwand Nikias bei Corkyra [4 – 3]. Vor allem mißlang die Sizilienexpedition von Pericles gegen eine Verteidigung unter Brasidas [0 – 4]. Hier der kleine Hinweis, dass die Spartaner im ganzen Krieg keine nennenswerten Verluste unter ihren Vollbürgern hatten [Sparta hatte eine Sonderregel für die Garde der Armeeanführer, die bei Verlust verloren gehen konnte].
Phalanxen gegeneinanderWar es die kriegerische Erschöpfung? Während sich Sparta auf die Verbesserung seiner politischen Position konzentrierte, rüstete Athen auf, nützte seine Stärke aber nicht aus, so dass eine außergewöhnlich ruhige Phase mit nur einer Schlacht folgte (415 v. Chr.). Die Heimatarmee von Sparta unter Lysander mit Unterstützung durch Kleomenes gewann gegen die Heimatarmee von Athen unter Alkibiades mit Unterstützung von Kleon auf Lesbos [4/1 – 0/0]. Wie sich das Schlachtenglück und die politische Orientierung zu Sparta verlagert hatte, zeigten die Tribute [durch eine Ereigniskarte]. Sparta kontrollierte inzwischen zehn Regionen, Athen nur noch sechs. Auch die folgenden militärischen Erfolge Athens konnten den Vorsprung Spartas nicht mehr gefährden. In den folgenden Feldzügen (411 v. Chr.) gewann Pericles dank der extra aus Ägypten angerückten Unterstützung durch Kleon gegen Lysander mit Unterstützung von Kleomenes bei Amphipolis [3/2 - 3/0]. Und Nikias überwand Archidamos in Thessalia [4 – 2]. Nur Brasidas konnte mit den Trippen aus Syrakus einen Sieg für Sparta gegen Alkibiades erreichen [4 – 0].
Das war wohl die strategische Situation der vorletzten RundeDer Krieg näherte sich dem Ende. Da immer noch die politische Situation Spartas so viel besser war, drohte die Niederlage für Athen [wie alle wussten, gab es am Ende eine Éndabrechnung der kontrollierten Regionen]. Es ging also um alles oder nichts. Doch vorher der politische Schock: Alkibiades beschloss die Seiten zu wechseln [eine Sonderregel des Charakters] und flüchtete nach Sparta. Dort musste daraufhin ein Scherbengericht ausgerufen werden [um die Teams gleich groß zu halten, musste jetzt auch ein Spartaner die Seiten wechseln]. Doch die spartanischen Generäle, durch die gemeinsamen Mahlzeiten von Blutsuppe zu einer verschworenen Gemeinschaft verbunden, wollten keinen ihrer Mitbürger vertreiben und ließen die Götter entscheiden [d.h. sie würfelten aus, wer wechseln musste]. Es traf Lysander, der eingedenk seines Ruhmes seine sofort vergebene neue Rolle als athenischer Stratege mit Pflichtbewusstsein ausfüllte. Und das Wunder geschah! Athen gewann alle vier Schlachten der letzten Kriegsphase (407 v. Chr.). Kleon [gespielt von mir] gewann mit den Schwarzmeergriechen gegen die Syrakusaner von Kleomenes [4 – 2]. Auch Pericles [gleich mein zweites Spiel] setzte sich gegen den übergelaufenen Alkibiades mit den Thessaliern durch [5 – 0]. Nikias führte die athenische Armee, die ihre Verluste mit thrakischen Reitern aufgefüllt hatte [Ereigniskarte], in den Sieg gegen die Spartaner unter Brasidas [4 – 0]. Und dann die ewige Schlacht [in der Zeit schafften wir zwei Spiele]: Nach einem 90° Frontwechsel gewannen die Aetolier unter Lysander für den attischen Seebund den letzten Sieg gegen König Archidamos [5 – 2].
Spartaner bis zum HorizontSo ein knappes Ende! Athen gewann schließlich mit 40 Ruhmpunkten gegen Sparta mit 39. Nach den Regeln sollte das Ergebnis für die Kapitulation der unterlegenen Stadt stehen (historisch hat ja am Ende Athen kapituliert). Aber das Ergebnis war so knapp, dass ich es eher als Ermattungsfrieden bezeichnen würde. Die ruhmreichsten Generäle der Bündnisse waren (= Ruhmpunkte des eigenen Bündnisses plus persönliche Ruhmpunkte):
Nikias (Athen) 71
Lysander (Sparta/letzte Runde Athen) 65
Pericles (Athen) 64
Brasidas (Sparta) 60
Archidamos (Sparta) 55
Kleon (Athen) 55
Alkibiades (Athen, letzte Runde Sparta) 52
Kleomenes (Sparta) 51
Kavalleriegetümel. Thessalier gegen AthenerDas Fazit war insgesamt sehr positiv. Es gab diesmal viel Neues in den Regeln. Besonders gut kam das Team-Spiel an (der Seitenwechsel von Alkibiades mißfiel einigen). Auch die etwas an ein Brettspiel erinnernde Vermischung von Truppenbewegungen, neutrale Städte gewinnen, Tribut erheben oder Truppenausheben kam sehr gut an. Obwohl diese Aktionen wechselnd nur von einem Spieler (dem Strategen) durchgeführt wurden, waren eigentlich alle immer aufmerksam dabei. Sehr intensiv wurde auch das Auffüllen der Armeen für die Schlachten betrieben. Während das reguläre Aufstocken von Verlusten strategische Aktionen kostete, konnte immer umsonst mit Horden aufgefüllt werden, was kaum genutzt wurde. Sehr teure Söldner (=Aux-Elemente) nur für die Schlacht wurden jedoch regelmässig gekauft. Es gab auch Möglichkeiten, die in den Regeln angelegt waren, aber nicht genutzt wurden. Das ist natürlich für zukünftige Kampagnen interessant. Obwohl die Regeln Big Battle DBA sehr leicht machten, kam es nicht einmal dazu. Die Spieler innerhalb der Teams konkurrierten vielleicht miteinander um den Erfolg, aber die Möglichkeiten zum Back-Stabbing wurden nicht ergriffen. Und auch die problemlose Möglichkeit, andere Armeen als die eigene innerhalb des eigenen Bündnisses zu spielen, wurde nicht so oft genutzt, wie ich erwartet hatte.
Noch mehr Griechen.