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Autor Thema: KI im Wargaming, eure Erfahrungen  (Gelesen 395 mal)

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khde

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KI im Wargaming, eure Erfahrungen
« am: 19. August 2026 - 14:46:49 »

Tach erstmal,

das schöne an unserem Hobby ist ja die Bandbreite, ein bisschen wie beim Musik machen, am Anfang steht eine Idee dann kommt die Frage was brauche ich dafĂŒr und wie setzte ich das um. Tonart, Skalen, Text und reicht die Blockflöte oder doch eher die Strat mit einem 20 Peavy Boxen oder das komplette ableton Set Up.

Im Sinne dieser Vielfalt wollte ich nun mal nur den Bereich KI anschauen. Wenn jemand davon nichts hĂ€lt, aus welchen GrĂŒnden auch immer, dann ist gut und richtig. Der braucht dann ab hier nicht mehr weiter lesen. Es wird dann langweilig.

Hier nun meine kurzgefasste Frage: Was macht ihr mit KI? Womit habt ihr schon Erfahrungen? Was funktioniert, wie hat es funktioniert? Etc.

Ich nutzte je nach Gelegenheit Claude, Perplexity, Mistral oder Gemini. Hier mal unsortiert meine Anwendungen:

Regeln, Regelvergleiche, Armeeliste. Die Ki holt sich Informationen meistens aus Foren, da Regeln aus urheberrechtliche GrĂŒnden ja so öffentlich nicht verfĂŒgbar sind. Da sind dann bei Armeelisten manchmal interessante Ideen dabei, anderes scheint eher. Ebenso kann eine strukturierte Regeldarstellung auch manchmal nĂŒtzlich sein. Wobei mein Prompting meistens noch zu spontan ist, Ergebnisse könnten oft strukturierter sein.

Szenarienentwicklung klappt eigentlich erstaunlich gut. Sebastian77 hatte ja schon etwas berichtet. Auch Kampagnen konnte KI gut entwickeln. Zwei Sachen fielen mir auf. Ganz banal kennt die KI natĂŒrlich nicht, welche Figuren bzw. welches Terrain verfĂŒgbar ist oder nicht. Das andere war bei Blackpowder, es kennt natĂŒrlich nicht die ganzen Hausregeln die im Einsatz sind nicht. Es kann dadurch etwas Verve verloren gehen.

Recherche ist ein zweischneidiges Schwert, da ich sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Uniformvergleiche klappten ganz gut aber manch andere Fragestellungen war dann oft mit Fehler behaftet. Vielleicht hĂ€tte das Prompting besser sein mĂŒssen. Wie gesagt, ich lerne da noch.

Bildbearbeitung habe ich nur etwas gemacht. Beispielweise Schwarz/Weiß Fotos in Farbe konvertiert. Da haben die verschiedenden KIs einen Interpretationsspielraum aber fĂŒr manche Anwendungen fand ich es nĂŒtzlich. Was ich noch nicht abgeschlossen habe, ist fĂŒr Ronin mir die Figuren Karten zu machen. heißt Minis abfotografien, in Zeichnung umwandeln und mit Werten auf schicken Hintergrund. So etwas verlangt etwas mehr Vorbereitung, wofĂŒr ich die Zeit noch nicht ĂŒber hatte. Die guten KIs zur Bildbearbeitung sind leider auch nicht kompett frei.

Was noch auf der Liste steht: aus Fotos/Bilder eine STL generieren und mal schauen ob/wie KI auch fĂŒr SolitĂ€r-Spiele geht.

Schreibt doch bitte mal, was ihr schon gemacht habt, was eure Erfahrungen sind. Das wĂŒrde mich sehr interessieren.

LG Karl
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They got guns, We got guns, All God’s chillun got guns!
I’m gonna walk all over the battlefield, ‘Cause all God’s chillun got guns!

Sebastian77

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Re: KI im Wargaming, eure Erfahrungen
« Antwort #1 am: 20. August 2026 - 14:28:43 »

Hallo Community.

 Zur Zeit ist mein groesstes Problem der im KI Chat erzeugte digitale Noise, ein durch die KI im Chat erzeugter Informationsbrei. Dieser fĂ€llt erst dann auf, wenn man die erarbeiteten Figurenprofile in eine stabile Form bringen lĂ€sst. Die generierte PDF bringt erst an die OberflĂ€che, was da im Hintergrund zusammen gebraut wird.

Ein zweiter Punkt ist ein stĂ€ndiges ĂŒberprĂŒfen von Eingaben, Wirkung, Verarbeitung und Ergebnis. Bei der Erstellung einer gegen die KI bespielbaren Karte, gleich der Spielflaeche fĂŒr das reale Bewegen realer Figuren, tauchen reale Probleme auf. Zum Beispiel ĂŒbereinander legen von Objekten, Freihalten von Straßen und PlĂ€tzen von HĂ€usern oder Hecken durch die KI. HierfĂŒr benutze ich jetzt zum Beispiel die Anweisung in einer Distanz von 10 cm zum Schnittpunkt der Kreuzung.

Punkt 3 ist Navigation auf der Spielflaeche. Ein Koordinaten System mit einer X und einer Y Achse ist  wohl notwendig, eine Karte mit einem Gitter Raster wĂ€re wohl auch eine Alternative, Hexfeld Matten zum Beispiel.

 M. f. G.   Sebastian
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Sebastian77

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Re: KI im Wargaming, meine Erfahrungen
« Antwort #2 am: Heute um 04:25:11 »

Hallo,
 Nach 2 Spielen gegen die KI habe ich 2 mal gewonnen, allerdings hatte ich einen mitteleren Schwierigkeitsgrad gewĂ€hlt und habe mir mal dezent 70% mehr Figuren auf den Tisch gestellt. Also ca. 7 zu 4. War die Idee. Allerdings hatte ich im ersten Spiel 2 Centipedes zum ReinwĂŒrfeln, waren sehr lĂ€stig, tödlich. Im 2ten Spiel kam dann ein Ankheg rein , killte meinen Leader, und noch eine Spezialwaffe (Panzerfaust), auch der Alienspawnpoint war echt lĂ€stig. Hier fingen die Probleme an, die KI wollte diese 4 Alien Pistoleros in 1 1" Hex stappeln, hat sie dann nach kurzer Diskusion irgendwie am Rand verteilt. Einer dieser 4 war dann in Runde 5 der last evil standing, mir blieben von 2 Helden und 7 Soldiers noch 2 Soldiers, diese standen auch im ersten Spiel noch. Habe das ganze als Kampagne laufen lassen, beide Seiten 250 Punkte Startwert, Human Defense Force nach 2 Spielen bei 550 Punkte (+200, +100).
Die Alian Aliance startete ebenfalls mit 250 Punkten, hatte immer nur max. 70% meiner Figuren auf dem Tisch, Okay, ĂŒber den Spawn Point waren es plötzlich doch fast genau so viele, aber ein knapper Missionsgewinn war drin. Die Alien Aliance liegt jetzt bei 400 Punkten, aufgestellt durch KI nach Regeln der Alien Hives ( OPR fĂŒr Tyraniden/Zerg) und einigen Orc Marauders & Goblins.
 Die Ki ist bei spielen auf Hexgrid im OPR GFF Format gut verwendbar, lĂ€uft aber (noch) nicht störungsfrei. Man muß stĂ€ndig mitlesen, Figuren auf dem Hexgrid mĂŒssen real bewegt werden, bei unklaren ZĂŒgen oder Ergebnissen ist nachzufragen. Die KI rĂ€umt erkannte Regelfehler ein, man muß halt nachfragen, auch eventuel mehrfach darauf hinweisen, was nach eigener Erkenntnis schiefgelaufen ist.
Gelegentlich den KI Chat zusammenfassen lassen, harte Absatzkanten in die Texte , Kapitel, einziehen und bitten den "Noise" , das Hintergrundrauschen aus dem KI Chat heraus zu filtern.Ach ja, Schussweiten waren durch Fog of war auf 6" beschrÀnckt, daher keine absoluten Todeszonen, war bei Mortheim mal so ein Problem.

M. f. G.   Sebastian
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