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Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte

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Maréchal Davout:
Hups, vertippt! Nee, 1/72 müssen sie schon sein, sonst sind die Musketen- und Kanonenkugeln auch zu klein, um den Briten viel zu helfen😉

Maréchal Davout:
Und hier kommt der nächste Teil des Spielberichts:

Auf der Flanke waren Vandeleurs Husaren aufgrund einer ungewollten 6 gezwungen gewesen, die Kürassiere in ihrer Nähe anzugreifen und General Vandeleur hatte sich spontan und voller Tapferkeit (valour) der Attacke angeschlossen.



Tatsächlich gewann die Briten und warfen die angeschlagenen Kürassiere zurück! Vandeleur kam dabei selbst in Gefahr, überstand aber alles.

Die Briten konnten tatsächlich die Initiative erneut an sich reißen (!). Die britischen schweren Gardereiter hatten zuvor die leichte Gardekavalleriebrigade nach kurzem und für beide Seiten verlustreichem Kampf den Hügel hinabgetrieben.



Nun eröffneten die vier Batterien (3x9pfünder und 1x 6pfünder in der Flanke) das Feuer auf die berittenen Grenadiere der Alten Garde. Sie konnten diese auf 2 Stärkepunkte zusammenschießen, was die Götter doch sehr viel beherrschbarer machte.
In der Folge konnten dann Horse- und Life Guards in die Gardegrenadiere zu Pferd rauschen, deren Schwadronen durch den schweren Artilleriebeschuss noch in Unordnung waren. Die Götter richteten den maximalmöglichen Schaden an, wurden durch die Übermacht aber vollständig aufgerieben.



Der Hügel war - für den Moment - wieder britisch!



Nun kam der Revanche-Unterspielzug für Frankreich. Hougomont sollte endlich fallen und den Weg für das Korps Reille endlich Richtung linker brit. Flanke freimachen. Zum dritten Mal stürmten zwei Brigaden auf das Gehöft ein...



Gleichzeitig ließ Kellermann seine gesamte schwere Kavallerie aus Kürassieren, Carabiniers und Dragonern das britische 1. Korps unter Orange angreifen.
Außerdem wurde die reitende Artillerie nachgeholt, um die Karrees zu beschießen, auch Lobaus Korps war herangekommen und seine erste infanteriebrigade sowie eine Brigade Chasseurs a Cheval stürmten den Hügel hinauf und direkt in den Nahkampf.

Auch Napoleon hatte sich hinter die Front begeben, um direktere Kontrolle über den linken Flügel auszuüben.



Rechts des Zentrums führte Ney und auch da gab es nur eins: Angriff! So stürmten schon einmal abgeschlagene Brigaden D´Erlons den Hügel hinauf. Diesen folgte aber ein anderes Kaliber - die Gardeinfanterie, Reihe um Reihe, Brigade um Brigade würden sie versuchen, dass Zentrum der Briten zu zerschlagen.



Rechts oben im Bild: die leichte Gardekavalleriebrigade war zuvor ja nur zurückgedrängt worden und so ritten sie wieder eine Attacke, diesmal zunächst auf eine Batterie Fußartillerie im Weg, die nicht mehr entkommen konnte. Daneben greift eine Brigade leichter Kavallerie D´Erlons (hier durch Linienlanciers dargestellt) ein britisches Karree an. Picton selbst droht in diesem Getümmel unterzugehen und kann sich gerade noch ins Karree retten.



Am rechten französischen Flügel versucht Milhaud doch noch alles, um seinen Auftrag auszuführen trotz der tollkühnen (und bisher erfolgreichen) britischen leichten Reiterei unter Vandeleur. Zwei seiner Kürassierbrigaden krachen in die Husaren und light dragoons, die es nicht mehr schaffen, sich zu entziehen. Wieder reitet Vandeleur ins Getümmel und so sucht auch Milhaud mitgerissen von seinen Kürassieren den direkten Kampf - Vive l´Empereur!

(werden das beide überleben und überlebt die britische Flanke diesen Kampf...? Fortsetzung folgt)

Maréchal Davout:
Weiter:

Zwischenbemerkung: Die Würfel an den Brigaden zeigen die noch verbliebenen Stärkepunkte der Einheit an (so kann man sich tatsächlich auch anhand der Fotos etwas über die verbleibende Mann- und Kampfstärke der Truppen informieren).



Am vorderen Rand der Hügelkuppe sieht man Posonby´s schwere Dragoner, die sich bereitmachen, die leichte Gardekavallerie zurückzuwerfen oder zu brechen. Darunter treten die KGLer in Grün gegen eine Infanterie-Brigade D´Erlons an und werden beim Ansturm der franz. Kolonnen gebrochen - nun gibt es nur noch eine Infanteriebrigade in Pictons Korps, die die Stellung hält!



Fast die gesamte Front der Briten ist nun in schwere Kämpfe verwickelt. Und was für Frankreich nachkommt, ist eher stärker als die erste Angriffswelle.



Die britischen Batterien 9pfünder am rechten Flügel sind die Brigaden angeschlossen. So geben sie dann auch Kartätschenfeuer als Reaktion auf den Kürassierangriff Kellermanns. Einige Verluste müssen die schweren Reiter hinnehmen, bevor sie auf die Anhöhe schwärmen.



Hougomont ist auch endlich gefallen. Sogleich macht sich Reilles Korps bereit, seine starke Infanterie dem Prince of Orange und Lord Hill (also dem I. und II. brit. Korps am rechten brit. Flügel) entgegenzuschicken.



Die disziplinierten Truppen, die die rechte britische Flanke decken, geführt von Maitland und Halkett z.B. weisen die schwere Kavallerie Frankreichs auf voller Front ab, mehr noch - 2 schwere, franz. Reiterbrigaden Kellermanns werden gebrochen!



Derweil kommt es am linken Flügel Wellingtons zum Show-down zwischen dem Franzosen Milhaud und Vandeleur. Wild ist das Reitergefecht, dem zwei Salven der britischen Horse Artillery vorausgegangen waren, die die führende Kürassierbrigade nochmals schwächten. Im folgenden Kampf wurde die Kürassierbrigade gebrochen und Milhaud wurde von einem Säbel aus dem Sattel gehauen und wart nicht mehr gesehen, so dass sein Adjutant die Führung über das "Korps" übernahm - aber was blieb ihm? Zwei Batterien franz. reitender Artillerie, zwei zurückgedrängte Brigaden Kürassiere (mit 1 und 2 Stärkepunkten), während Vandeleur immer noch mit seinen zwei Brigaden leichter Kavallerie und seiner Royal Horse Artillery (2 Batterien) die Flanke hielt.

Allerdings hatten D´Erlons Brigaden derweil den äußersten Flügel von Pictons Linien gebrochen. Im Moment hielt sich hier also fast nur noch Kavallerie (Vandeleur und Uxbridges Reserve), die aber auch schon ordentlich abgekämpft war.



Das Überblicksfoto des Zentrums aus der Vogelperspektive zeigt die Lage: Letztlich haben die Briten die zweite Angriffswelle überall zurückgewiesen. 3 Britische Brigaden sind gebrochen und 3 Batterien Artillerie sind gebrochen,


vor allem die rechte Flanke mit Orange und Hill steht noch recht stabil. Aber  Pictons Linie existiert im Grunde nicht mehr (eine Brigade KGL kann sich noch halten und etwas Artillerie). Und die franz. Garde zu Fuß war noch nicht im Gefecht, sie wird als nächstes antreten, um das Zentrum zu nehmen. Was kann Wellington dem noch entgegen setzen?
Gerade verlagert er die leichte Brigade der Braunschweiger Richtung Picton, die Reserven von Lord Hill müssen wohl auch das Zentrum stärken, um hier mit Mühe und Not durchzuhalten...

Wie lange wird dieser höllische Spielzug noch dauern (je mehr Unterspielzug schon waren, desto höher wird die Chance, dass der Spielzug mit dem nächsten Wurf endet, aber Würfel sind Würfel)? Und wann kommen endlich die ersten Preußen (die dann aber auch noch einen gehörigen Anmarschweg brauchen, bis sie Wellington direkt entlasten können)?

Ich hoffe, es macht euch noch Spaß!? Mir macht es riesig Spaß, die britische Höhe mit allen Mitteln zu versuchen zu halten, während Massen von Franzosen da hochstürmen. Der Gegenangriff der Lifeguards/Horse Guards und Vandeleurs heldenhafte Verteidigung der linken Flanke waren aus britischer Sicht zwei Highlights.
Insgesamt würde ich sagen, dass die Franzosen gut stehen. Sie haben schon einige Federn gelassen, aber das gemacht, was sein muss. Beide Gehöfte sind erobert, was den Franzosen real nicht gelungen ist.

(Fortsetzung folgt)

Pappenheimer:
Beeindruckende Kämpfe der Kavallerie.

Ich komme nur nicht derzeit so lange an den Rechner, sonst würde ich mehr kommentieren. Aber ich studiere Deinen Berichtfortgang eifrig.  :)

D.J.:

--- Zitat von: Maréchal Davout am 11. November 2020 - 19:17:18 ---Ich hoffe, es macht euch noch Spaß!?
--- Ende Zitat ---

Ist der Papst katholisch?
Wohnt der Bär im Wald?
Aber sicher macht das Spaß!  ;D


--- Zitat von: Maréchal Davout am 11. November 2020 - 19:17:18 ---Mir macht es riesig Spaß, die britische Höhe mit allen Mitteln zu versuchen zu halten, während Massen von Franzosen da hochstürmen. Der Gegenangriff der Lifeguards/Horse Guards und Vandeleurs heldenhafte Verteidigung der linken Flanke waren aus britischer Sicht zwei Highlights.
--- Ende Zitat ---

Das war aber auch schön erzählt und bebildert :)
 

--- Zitat von: Maréchal Davout am 11. November 2020 - 19:17:18 ---Insgesamt würde ich sagen, dass die Franzosen gut stehen. Sie haben schon einige Federn gelassen, aber das gemacht, was sein muss. Beide Gehöfte sind erobert, was den Franzosen real nicht gelungen ist.
--- Ende Zitat ---

Der Preis war hoch,aber das Gefecht (für mich) um so spannender zu lesen :)


--- Zitat von: Maréchal Davout am 11. November 2020 - 19:17:18 ---(Fortsetzung folgt)
--- Ende Zitat ---

Ich freu mich drauf :D

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