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Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte

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Pappenheimer:

--- Zitat von: Maréchal Davout am 28. Januar 2021 - 13:17:33 ---Vielleicht auch nicht - aber ich finde, du machst das selbst sehr gut angesichts der schwierigeren Quellenlage. Was ist bei deinen österreichischen Husaren denn besonders fraglich? Hatten die z.B. wohl so ähnliche Schabracken wie hier im Vordergrund bei meinen Kürassieren zu sehen oder weiß man genau sowas z.B. nicht?

--- Ende Zitat ---
Die Verwirrung kommt einfach durch den Wechsel der Uniformierung während der "Epoche".

Mal als Beispiel: Nadásdy Husaren. Die sollen wohl laut einer Quelle 1740 blaue Uniformen, dann 1750 die von mir gezeigten grünen gehabt haben. Wann der Wechsel war, ist für mich nicht zweifelsfrei erkennbar. Morier hat scheinbar die "neue" Uniform 1748 gemalt. Also dürfte sie 1748 oder kurz (?) zuvor eingeführt worden sein. Wenn man anschaut wie zusammengeschmolzen praktisch alle Regimenter am Ende des Österr. Erbfolgekrieges waren, ist es aber die Frage, ob man in Wien gerade nichts besseres zu tun hatte als neue Uniformen anzuordnen. Denkbar wäre auch, dass die Inhaber in Eigenregie neue Uniformen ausgeben ließen und diese dann sukzessive an die Fronttruppen geliefert wurden. Deswegen habe ich ja auch für Karolyi einfach zwei verschiedene Farbtöne für die Husaren bemalt (helleres und dunkleres Blau) und dann auch die verschiedenen Hosen.
Mir scheint es mittlerweile so, dass Maria Theresia 1741-48 eben vorrangig mit der Armee arbeiten musste, die ihr von Karl VI. hinterlassen wurde. Diese passte der Größe nach zu dem Imperium ihres Vaters. Doch waren die Einnahmen durch den dauerhaften Verlust Schlesiens geschrumpft. Das führte wohl zu der Heeresreduktion nach dem Krieg, die mir anfangs widersinnig erschien. Eigentlich hätte MT nicht weniger sondern mehr Regimenter gebraucht um 1756/57 Schlesien zurück zu gewinnen. Aber wenn dann diese Regimenter eh mangels finanzieller Mittel massiv unter der Soll-Stärke blieben, waren vielleicht weniger aber dafür "volle" Regimenter sinnvoll. Obendrein hatte MT ja die neuen ungarischen Regimenter dazu bekommen. Die haben sich in den 1740ern bewährt (wie bei Weißenburg). Die neuen moderneren bzw. an das Aussehen der "deutschen" Infanterie angepassten Uniformen spiegeln ein bisschen die Integration der Ungarn in das Gesamtheer wider.

Maréchal Davout:
Ah, verstehe. Das ist interessant. In napoleonischer Zeit sind die Ungarn dann ja sehr gut integriert - uniformtechnisch zwar spezifisch, aber nicht weit weg von den deutschen Truppen. Cool ist, dass es auch 1809 noch so Sondertruppen wie die ungarischen Insurrectio-Husaren gab.

Riothamus:
Auch die Ungarn sind wieder sehr gut geraten.

Ja, die Recherche kann schon schmerzvoll sein, insbesondere, wenn es kaum belastbares Material gibt. Wie war denn der reguläre Turnus des Uniformwechsels? Röcke wurden bei den meisten Armeen ja 2 Jahre getragen. Oder war in Österreich die Regimentswirtschaft noch freier? Und dann kommt noch hinzu, dass Herrschaftswechsel oft mit Uniformwechseln einhergingen. Nun begann hier ja schnell der Krieg. Da kann so etwas dann natürlich auch mal warten. Leider habe ich zu diesen beiden Aspekten für die Ösis keine Literatur.

Maréchal Davout:

--- Zitat von: Riothamus am 29. Januar 2021 - 09:10:34 ---Auch die Ungarn sind wieder sehr gut geraten.

Ja, die Recherche kann schon schmerzvoll sein, insbesondere, wenn es kaum belastbares Material gibt. Wie war denn der reguläre Turnus des Uniformwechsels? Röcke wurden bei den meisten Armeen ja 2 Jahre getragen. Oder war in Österreich die Regimentswirtschaft noch freier? Und dann kommt noch hinzu, dass Herrschaftswechsel oft mit Uniformwechseln einhergingen. Nun begann hier ja schnell der Krieg. Da kann so etwas dann natürlich auch mal warten. Leider habe ich zu diesen beiden Aspekten für die Ösis keine Literatur.

--- Ende Zitat ---

Danke! Für das 18. Jh. weiß ich das leider auch nicht.

Maréchal Davout:
Hallo,

Nun kommt die aus meiner Sicht noch schönere Linieninfanterie mit Raupenhelm dran:



Im Zentrum des Bildes sind 9 Infanteriebrigaden - sowohl deutsche als auch ungarische Einheiten -dargestellt. Die Minis sind aus dem Esci- und dem Italeri-Set zum Thema, ergänzt um wenige Strelets -Offiziere.
Im Vordergrund sieht man schon Teile der Grenadiere und leichten Kavallerie und im Hintergrund Avantgarde-Truppen (Jäger und Husaren in gemischten oder leichten Brigaden).

Wie gefallen sie euch?

Viele Grüße
Felix

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