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  • 23. März 2019 - 06:23:41
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Endlich wieder da!

Autor Thema: Die Geschichten von Nicodemus van Darkheim (UPDATE 29.01.: neue See-Matte und Geländeteile)  (Gelesen 1163 mal)

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Sorandir

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Die Geschichten von Nicodemus van Darkheim
Frostgrave – Dungeon (Solo-Kampagne)

Inspiriert durch die vielen hier gesehenen Beiträge über Frostgrave, selbstgebaute Dungeons und nicht zu letzt Don´s aktuelles Projekt (Danke Don …!), habe ich mich auch mal (wieder) diesem Setting zugewandt.

Obwohl bei uns im Spieleclub die Meinung zu Frostgrave nicht schlecht ist, kamen wir über einige Testspiele noch nicht hinaus. Ich hab daher die Kampagne vorerst als Solo-Kampagne gestartet.
Ich finde ein Dungeon ist solo besser zu bespielen und exploren, als eine komplette Spielplatte. Ich spiele nur eine Seite/Heldengruppe, die Gegner sind spielgeneriert und „KI-gesteuert“. Zu Beginn habe ich mir aus Styrodur schnell 10 Boden-Segmente gebastelt (7 Gänge und 3 Räume), die nacheinander aufgedeckt werden. Dazu habe ich mir einen „Floorplan-Generator“ ausgedacht, der (sehr vom alten Warhammer Quest inspiriert) mittels Spielkarten die Art des nächsten Bodensegmentes bestimmt. Für jedes Segment wird gewüfelt, ob es zu einem Angriff kommt, das Feld ereignislos ist, eine Falle ausgelöst wird oder (sehr unwahrscheinlich) kampflos ein Schatz entdeckt wird.  
Kommt es zu einem Angriff, verwende ich die Random encounter-table von Frostgrave.
In einem Dungeonraum wird 2x auf der Tabelle gewürfelt, im letzten Raum (sozusagen dem vielgeliebten Endkampf), wird 3x auf der Tabelle gewürfelt.

Ich benutze die Frostgrave-Regeln wie sie im Buch stehen mit folgenden Anpassungen für die Solokampagne:
- statt 1W20 werden 2W10 benutzt
- Heldengruppe maximal 4-5 Modelle groß
- Bewegungen werden im Dungeon halbiert

Ich habe bereits Material für zwei Themenräume:

Die Bibliothek:
Im Frühjahr baute ich bereits einige Bücherregale und -stapel aus Styrodur, die auch im Dungeon gut passen.



Die Waffenkammer:
Aus Gussrahmenresten und verschiedenen Plastikteilen baute ich zwei Waffenständer und einen Rüstungsständer mit Kettenhemd und Helm.



Fürs erste ausgestattet, kann es ersteinmal losgehen...
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Sorandir

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Die Story
Mittelpunkt der Solokampagne ist der Nekromant Nicodemus van Darkheim. Nur er sammelt, wie in den Frostgrave-Originalregeln, Erfahrung und kann Stufen aufsteigen.

Doch hören wir ihn selbst:
„Mein Name ist Nikodemus van Darkheim. Sie sagen zu mir Nekromant, Todeszauberer, Schwarzmagier, nennt es wie ihr wollt. Dies sind meine Memoiren, die meine Taten weit über mein Ende hinaus bewahren und aufzeichnen werden, auf dass mein Name nie in Vergessenheit gerate.

Nachdem es mir in meiner letzten Behausung zu ungemütlich wurde (zu eng zogen sich die Kreise von Inquisition und Hexenjägern) zog ich mit meinem Lehrling Lucian gen der gefrorenen Stadt, Felstad.

Wir schlugen unser Lager in Schnakenloch auf. Eine dieser schmutzigen Trabantendörfer, in der sich allerlei Gelichter ansiedelt, das von den Schätzen und Gefahren Felstads angelockt wird.
Mit meinem letzten Gold heuerte ich zwei Söldlinge an. Einer davon ein heruntergekommener Templer, der andere ein Armbrustschütze, fett wie ein Schwein.



Nekromant Nicodem mit melancholischem Templer (links) und dickem Armbruster (rechts)

Anders wie viele der Abenteuerer die hier leben, habe ich mich entschieden, nicht die oberirdische Stadt zu erkunden, sondern deren Keller, Verliese, Gewölbe und unterirdische Höhlen.

Meinen unnützen Lehrling Lucian nahm ich bei den ersten Ausflügen in die gefrorene Stadt nicht mit. Er soll mir vielmehr aus den lokalen Begräbnisstätten frische Leichen beischaffen, damit mir die Zombies nicht ausgehen. Er mault zwar und faselt ewas von wegen „wenn ich in den Ruinen umkomme, geht mein unschätzbares Wissen mit mir verloren“ usw.
Aber ich habe nicht vor, mein mühsam erworbenes Wissen und meine Macht allzu schnell an den kleinen Schwanzlutscher weiter zu geben.“




Lucian lässt sich von einem seltsam aussehenden Totengräber die Ruhestätten der vor kurzem Verstorbenen zeigen um \"einige Minuten in Andacht\" bei ihnen alleine zu sein :-)

1.Spiel
„Bereits bei unserer ersten Tour, kurz nachdem wir den Eingang betreten hatten, fiel uns ein blutrünstiger Zombie von hinten an. Er sprang dem fetten Armbrustschützen ins Genick und biss und riss an seinem Fleisch. Das war zu viel für den jämmerlichen Schuft und er rannte schreiend davon. Mir blieb nur noch der Templer und ein Zombie, den ich selbst beschworen hatte. Nachdem wir den Angriff aus dem Hinterhalt abgewehrt hatten, kämpften wir uns durch die unterirdischen Gewölbe weiter. Wir schlugen uns recht wacker, fanden auch einen unbewachten Schatz, aber im letzten Raum lauerte ein niederer Dämon auf uns.



Er schaltete den Templer aus und ich musste den Dämon alleine zur Strecke bringen.“



Nach dem Spiel:
Da Nicodemus einige Gegner alleine besiegen musste und dies mit seinem Zauber „Knochenpfeil“ auch gut und gerne tat, bekam er einiges an Erfahrung und stieg auf die 4.Stufe auf. Er konnte aus einem Grimoire den Schild-Zauber lernen, verbesserte seine Fähigkeiten Kämpfen und Knochenpfeil-Zaubern und erhöhte seine Lebenskraft.
Der ausgeschaltete Trempler und Armbrustschütze überlebten ihre Verletzungen ohne bleibende Schäden.

„Mit dem gefundenen Gold kaufte ich mir einen scharfen zweihändigen Kampfspeer und heuerte zwei Schatzjäger an. Der eine heißt Theoden und er sagt, er käme aus einem fernen Grasland, in dem es viele Pferde gäbe. Was er dann hier und zu Fuss zu suchen hat, weis ich nicht.
Den zweiten nannte ich Marco. Er behauptet aus einem sonnenverbrannten Land Andalusien zu kommen und dass er noch nie im Leben Schnee gekannt hätte, bis er nach Felstad kam. Verdammte Lügner, alle beide!“.    


2.Spiel
„Ein neuer Tag, ein neuer Keller. Ich beschwor mir einen Familiar und einen frischen Zombie.
Hier wimmelte es vor großen Ratten, halbverhungerten Wölfen, einigen Ghulen und kleinen Imps. Ich vergaß meine Leute mit meinem neuen Schild-Zauber zu schützen, was Marco auch gleich mit einer schweren Verwundung bezahlte. Wiedereinmal musste ich mit Gefolgsmann und Zombie alleine weiter. Nachdem Theoden von einem stinkenden Werwolf übel zugerichtet wurde, kam er doch noch in den Genuss des magischen Schildes.



Endkampf in Spiel 2.

Als aber im letzten Raum ein Ghul eine meisterliche Attacke landete, halfen dem Schatzjäger alle magischen Schilde nichts und er ging zu Boden. Ich tötete währenddessen mit einem „Konchenpfeil“-Zauber eine Riesenratte und machte mit meinem neuen Kampfspeer den Ghul nieder. Die Beute musste ich dann aber alleine ins Lager schleppen. Ich fand ein paar neue Folianten, unnütze Spruchrollen und Tränke.
Ich hab Bekanntschaft gemacht mit einem alten senilen Magier, einem Verzauberer. Nach einigen Flaschen Rotwein gab er mir den Hinweis, dass ich in der Nähe in ein uraltes Laboratorium einziehen kann. Überraschenderweise war es zwar nicht Ungeziefer-, dafür aber Monster-frei.
Hier kann ich noch einige Experimente unternehmen und mehr Erfahrungen erlangen.  
Wir sind jetzt schon wiederholt auf Dämonen und Untote gestoßen, die teilweise immun gegen meine Zauber sind. Über kurz oder lang werden wir auch auf welche treffen, die noch nichtmal durch normale Waffen verwundbar sind. Deshalb verkaufe ich ein paar Schätze und lege mir einen magischen zweihändigen Kampfspeer zu. Sollen sie nur kommen !“      


Nach dem Spiel:
Auch die beiden Schatzjäger überlebten das Spiel ohne Blessuren. Der Nekromant suchte sich ein Laboratorium als Lagerstätte aus und bekommt dadurch nach jedem Spiel ein bischen mehr Erfahrung. Diesmal stieg er sogar gleich in die 9.Stufe auf. Er steigerte wieder Kamf- und Lebenskraft, verbesserte nochmal die Chance den Knochenpfeil zu zaubern und lernte den Zauber Giftpfeil von den Witches.


Das 2.Spiel vor dem Endkampf (quadratischer Raum oben).



Die aktuelle Truppe (v.l.n.r): Theoden (Schatzjäger), Marco (Schatzjäger), Nicodemus, Templer, Armbrustschütze
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DonVoss

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Ha...sehr geile Idee und gleich wieder schöne Umsetzung.
Deine Schreibe is toll. Nicht zu viel und doch mit guter Athmosphäre... :thumbup:

Gamling habe ich auch gerade zweckendfremdet auf dem Malboard. Waren schon schöne Minis die GW damals rausgebracht hat... :love:

Cheers,
Don
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R3n3

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Woah, Sehr cool, Danke fürs teilen :-)
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 \"We had guns and drums and drums and guns,
Hurroo Hurroo
We had guns and drums and drums and guns
The enemy never slew ya
Johnny I hardly knew ya\"

Strand

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Fantastische Schreibe und Umsetzung! Du bist echt ein Meister der Bitzbox. Was andere für teuer Geld als Resin-Dungeon-Inventar erwerben, zauberst Du aus Überresten.  :thumbup:
Dickes Plus auch für die Verwendung von einigen nostalgischen Mordheim-Minis.
Die Räume an sich sehen noch etwas arg karg aus, was den Wiederspielfaktor mindert, aber bei Deinem Output ist das sicherlich nur ein Zwischenstand. ;)
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Sorandir

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Vielen Dank für die netten Kommentare  :)
... und es geht weiter, diesmal raus aus dem Dungeon

Nicodemus der Nekromant:
\"Als ich letzthin mit meinem untauglichen Lehrling Lucian bei einem Eintopf aus Innereien und Schafhirn zusammen saß, erzählte er von einem unterirdischen Friedhof. Es soll sich um das Mausoleum eines vor Jahrhunderten gestorbenen Kollegen handeln, dessen untote Kreationen noch immer seine Grabstätte und deren Schätze bewachen. Lucian konnte überraschenderweise auch in Erfahrung bringen, wo der Eingang zu dieser seltsamen Grabeshöhle zu finden sei. Als Belohnung für seine ausnahmsweise nicht völlig unnützen Nachforschungen, gestattete ich ihm sogar, uns bei der Plünderung des Mausoleums zu begleiten. Ich rief die Söldlinge zusammen und wir brachen auf.  

Einige Stunden später sah ich, dass Lucian völlig untertrieben hatte. Ich rechnete mit einer überschaubaren Höhle, statt dessen trafen wir auf eine riesige unterirdische Kaverne, in die beim großen Erdbeben ein ganzer Straßenzug, mitsamt dem Mausoleum gerutscht war !
Selstamerweise waren fast alle Gebäude zerstört, bis auf die Grabstätte des Nekromanten ....
Es war hier unten sogar warm genug, dass sich einige halbverfaulte blauschwarze Bäume halten konnten. Außerdem gab es weder Eis noch Schnee.





Wir schwärmten in zwei Gruppen aus und sofort erschienen die ersten Skelette aus dem Friedhof und wankten auf uns zu.
Marco konnte in ihrer Nähe bereits eine Schatzkiste ausmachen und stürmte gedankenlos darauf zu.



Kurze Zeit später lag er blutend am Boden.



Ich stieg auf einen Haufen Felsen, Trümmer und Knochen. Von dort hatte ich einen guten Überblick über das Schlachtfeld.
Ich bemerkte einen erstaunlicherweise unversehrten Sarg, ohne erkennbaren Grund in der Mitte des Weges liegen.



Mit einem Telekinese-Zauber holte ich ihn zu uns her und ließ ihn von meinem beschworenen Zombie in Sicherheit zerren.



Der Armbrustschütze (rechts) erkletterte eine Ruine und konnte von dort gut den Feind beschießen.
Eine besondere Skurilität war das Skelett mit einem Kürbiskopf. Wahrscheinlich hatten die fortwährenden Beschwörungen zu sehr an der geistigen Gesundheit des verblödeten Nekromanten gezehrt.



Mit einer Kombination von Schadenszaubern, Armbrustbolzen und der scharfen Klinge des Templers kamen wir gut voran und hielten die ununterbrochen herbeiwankenden Skelettkrieger auf.
Es gelang uns noch zwei weitere Schatzkisten ohne größere Schwierigkeiten zu bergen. Danach zogen wir uns ins Lager zurück.
Beim Abmarsch bemerkte ich noch weitere Stellen, die einer Untersuchung wert sind.
Also befahl ich einen weiteren Angriff für die nächste Nacht\"


Nach dem Spiel:
Es handelte sich um das Szenario \"Das Mausoleum\" aus dem Regelbuch. Der Mechanismus, dass jede Runde neue Skelette aus dem Mausoleum erscheinen, schien mir für ein Solospiel gut passend.
Allerdings stellten sich die Skelette mit 1 Lebenspunkt als sehr fragil heraus, man musste sie nur anhusten damit sie umfielen.
Daher war es ein realtiv müheloser Durchgang für Nicodemus´Bande.
Marco erholte sich ohne Verletzungen und Nicodemus konnte in die 12.Stufe aufsteigen. Er steigerte wieder Kampf- und Lebenskraft und verbesserte zwei seiner Zauber.
Ich beschloss, das gleiche Szenario nochmal unter erschwerten Bedingungen zu spielen. Dazu vergrößerte ich den Abstand der Schatzmarker zu den Tischkanten und gab den Skelettkriegern 10 statt 1 Lebenspunkt. Außerdem würden es gepanzerte Skelette werden, die ein wenig besser kämpfen können.
Zusätzlich erhöhe ich die Wahrscheinlichkeit für herumstreifende Monster.

Also: stay tuned, Fortsetzung folgt.
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Gabriel Flavius

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Gute Arbeit. Sehen sehr schön aus die Modelle und das Gelände :hi:
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Steinhagel und unsere WAB Gruppe auch unter Facebook Seite  https://www.facebook.com/groups/1875217505823308/

Strand

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Wieder 1a-stimmiger Spielbericht! Und Dein Gelände kann man gar nicht genug loben. :thumbup:
Ich finde die Frostgrave-Methode mit den fragilen Skeletten eigentlich gar nicht schlecht. Skelette sind per definition Minions und sollten schnell sterben. Wäre es nicht auch eine Möglichkeit gewesen, die Anzahl entsprechend zu erhöhen? Oder hat da das Limit der verfügbaren Minis zugeschlagen?
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Sorandir

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Vielen Dank wieder für die lobenden Worte  :)

@ Strand:
Ich konnte es vorher nicht gut abschätzen, wie stark das war, jede Runde neue Skelette zusätzlich zu den Random Events beim aufnehmen eines Schatzes.
Auch ein 1-Lebenspunkt-Skelett haut dir ja mit einer guten Attacke einen Soldaten weg. Und viel mehr (schön basierte und aufgehübschte) Skelette habe ich derzeit tatsächlich auch nicht wirklich und mag nicht meinen alten Untotenarmee Kram nehmen, bis ich den noch bischen überarbeiten konnte.
Aber die Skelette performten wirklich schlecht und so war die Änderung vonnöten.
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Sorandir

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4. Spiel (Mausoleum II)

„Hier nun der Bericht über unseren Angriff in der darauf folgenden Nacht, nachdem wir schon einmal zum Mausoleum des alten Nekromanten vorgestoßen waren:

Um den erneuten Abstieg vorzubereiten, beschwor ich einen Familiar und einen Zombie. Außerdem gewährte ich dem alten Templer die Gunst meines magischen Schildzaubers.
Nach den Erfahrungen der letzten Nacht rechnete ich mit wenig Widerstand und reicher Beute: Wie sehr ich mich doch täuschen sollte !



Ein Skelettkrieger betritt den Ort des Geschehens.

Es hätte mich stutzig machen sollen, aber ich könnte schwören, dass sich das Gelände zwar nur ein wenig, aber doch bemerkbar verschoben hatte. Außerdem lagen wieder Schatztruhen in Sichtweite, als ob sie extra jemand für uns aufgestellt hätte. Vor allem der schwarze Sarg stand wieder im Weg, obwohl ich sicher bin, dass wir ihn gestern vor der Höhle zertrümmert haben !
Trotzdem, wir hatten gestern gutes Gold und einige Spruchrollen gefunden, also befahl ich die Männer vorwärts.



Mein Zombie pirscht sich an ein Skelett heran. Ich genieße es immer, wenn sich diese hirnlosen Kreaturen gegenseitig zerfleischen.

Wieder zog ich den schwarzen Sarg mittels Telekinese zu uns und ließ ihn vom Zombie vom Feld schleppen. Wie sehr sich die Ereignisse gleichen …
Wir fanden später unter einem Haufen Knochen einen großen Beutel Gold. Wollte uns hier jemand ködern ?



Theoden bemerkte eine Schatzkiste in einiger Entfernung und lief darauf zu, fand sich aber bald in Schwierigkeiten. Es stellte sich heraus, dass diese Skelette besser gepanzert waren, besser kämpften und viel stabiler waren … wer hatte sie dermaßen gut auf uns vorbereitet ?



Auch Marco zog schnell die Aufmerksamkeit eines Skelettkriegers auf sich. Zu allem Unglück materialisierte sich auch noch ein Gespenst am verrosteten Friedhofszaun (hinten).
Hier bewahrheitete sich eine meiner Befürchtungen: wir hatten damit einen Gegner, den nur ich mit meiner magischen Waffe verletzen konnte.
Ich hörte das Blut in meinen Ohren rauschen und setzte mich in Bewegung.



Marco lenkte das Gespenst mit verdattertem Schwertgefuchtel ab und ich durchbohrte es von hinten mit meinem Kampfspeer.

Urplötzlich hörten wir ein wildes Brüllen....



Ein Troll, groß wie ein Baum, erschien auf einem Podest. Scheinbar war er vom Kampflärm auf uns aufmerksam geworden. Das stinkende Vieh ist ein schwerer Brocken für uns zu schlucken.



Ich und Lucian schossen zwei Knochenpfeil-Zauber auf ihn, die beide trafen. Aber der verwundete Troll wurde davon nur noch wütender !
Auf mein Handzeichen bewegt sich der Templer mit einem schicksalsergebenen Blick zum Himmel, um sich dem Troll zu stellen.
Ich weis nicht, was diesen vom Glauben abgefallenen Ordensritter in meiner unheiligen Gesellschaft hält, aber er ist jede Goldmünze wert die er mich kostet.
Immer mehr Skelette quollen aus dem Mausoleum und umzingelten uns. Aber wir mussten denen Zeit erkaufen, die unsere geraubten Schätze in Sicherheit bringen sollten.



Auch der Troll sprang vom Podest und griff an. Ein furchtbarer Keulenhieb traf mich und raubte mir kurz die Sinne. Während der Troll auf den templer einprügelte, musste ich einen Heiltrabk schlucken, damit ich den nächsten Schlag überleben konnte. Das wilde Kampfgetümmel wurde langsam verzweifelt.
Lucian, Theoden und der Armbrustschütze waren bereits dabei, die Kaverne zu verlassen. Unerwarteterweise brachen sie ihren Rückzug ab und eilten uns zur Hilfe. Dabei kam der Armbrustschütez unter die Streitaxt eines Skelettkriegers und wurde niedergeschlagen.
Gerade als ich mich wieder aufrappelte, sah ich das unglaubliche: mit aller Gewalt fuhr die Trollkeule wie ein Blitz auf den Templer herab und gleichzeitig durchstieß dessen uraltes Bastardschwert den stark blutenden Troll. Beide sanken, ineinander verkrallt, regungslos zu Boden.



Ich sah wie Theoden die letzte Schatztruhe aus der Höhle trug und gab das Signal zum Rückzug.



Mit einem unterirdischen Aufstöhnen rappelten sie die verbliebenen Skelette auf und verfolgten uns solange, bis wir die Höhle hinter uns ließen.
Unsere Verwundeten würden wir später holen“


Nach dem Spiel:
Das Szenario funktionierte wesentlich besser als der vorherige Durchgang. Durch ein Gespenst, das nur vom Zauberer verwundet werden konnte, wesentlich härtere Skelettkrieger und nicht zuletzt den Troll, ergab sich ein sehr spannendes Spiel. Diesmal wurden einige Gefolgsleute ausgeschaltet oder waren kurz davor und auch Nicodemus wäre fast draufgegangen.
Man hat einfach das Gefühl, dass sich der Zauberer seine Erfahrung und Schätze auch verdienen musste :-)
Der Armbsutschütze überlebte unverletzt, aber der Templer muss das nächste Spiel aussetzen um sich von seiner Verwundung zu erholen.
Nicodemus stieg in die 16.Stufe auf und konnte sich mit dem gesammelten Gold einen Grimoire kaufen, mit dem er den Hexenspruch „Trank brauen“ lernen konnte. Außerdem steigerte er wieder Lebenskraft und die Zauberchancen für Familiar- und Zombiebeschwörung.
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Barbossa

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Coole Idee mit der Solo Kampagne, und stimmiges Gelände!!
Aber die Spielberichte treiben mir immer ein sattes Schmunzeln ins Gesicht :D
Schlummert da etwa ein verstecktes Schreibertalent :whistling:  :thumbup:
Juckt mich auf jeden Fall meine Jungs auch mal ins Gefecht zu schicken :rolleyes:
Werde das Geschehen auf jeden Fall im Auge behalten.
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Nimm was du kriegen kannst, und gib nichts wieder zurück! :smiley_emoticons_pirate2_biggrin:

Graf Aujeszky

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Gefällt mir so was von. Schöne Platten und tolle Berichte.
Das System mit den 2w10 haben wir auch in den letzten zwei Spielen getestet, nur für Nah-/Fernkampf Auswürfeleien, werden wir wohl beibehalten, um den Modis etwas mehr Sinn zu geben.
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cuckoo

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Tolle Fotos, wunderbare Story, so macht das Lesen von AAR wirklich Spaß. Bitte mehr davon!!

Sorandir

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Nicodemus der Nekromant erzählt:

\"In der Nähe des ehemaligen Händlerviertels soll es eine alte Turmruine geben, in der seit einiger Zeit ein mysteriöses bläuliches Leuchten zu sehen ist. Von der Umgebung dort erzählt man sich, dass seit kurzem ein unnatürlich hohes Auftreten von Dämonen aller Arten bemerkbar ist.

Dämonen bedeuten große Gefahren, aber vielleicht gibt es dort auch Geheimnisse und Reichtümer zu entdecken. Irgend etwas geht dort vor sich !

Lucian fand heraus, dass sich erst vor wenigen Tagen eine Abenteuerergruppe dorthin verirrt hatte und es keiner von ihnen zurück schaffte. Aber es soll laut Lucians Nachforschungen Überlebende vor Ort geben, die vielleicht Informationen haben. Wie das zusammen passen soll ist mir schleierhaft. Wahrscheinlich ist es nur ein neuerlicher Schlamassel, in den uns die unausgegorenen Gerüchte die mein verblödeter Lehrling aufschnappt, führen.

Trotzdem: meine Neugierde war geweckt und ich befahl meinen Söldlingen sich reise- und kampffertig zu machen.

Da der alte Templer noch seine Wunden aus dem letzten Kampf pflegen musste, nahm ich wieder die beiden Schatzjäger Theoden und Marco mit.

Wir entdeckten in unmittelbarer Nähe des seltsamen Turmes einen Eingang zu einem alten Keller. Plötzlich rutschten wir auf der eisglatten Kellertreppe ungebremst und unangekündigt in die Tiefe.

Unglücklicherweise hatten sich zwei Trolle den Eingangsbereich offensichtlich als Unterschlupf ausgesucht.

Nach einem kurzen Moment der Konsternation führte das zu einem chaotischen Handgemenge, das die Trolle mit ihrem Leben, Theoden aber mit einer schweren Verletzung bezahlte.


Bereits im ersten Raum ergab sich der Kampf mit den zwei Trollen. (Die Biester passen noch nicht einmal auf das Bodenplan-Segment !)


Marco wurde komplett ausgeschaltet und wir ließen ihn erstmal zurück.


Der letzte Troll kämpft mit dem Rücken zur Wand (buchstäblich)

Nach dem Kampf fanden wir einen verwundeten Heiduk, ein Überlebender der Abenteuerer, von denen Lucian gehört hatte.



Er brabbelte etwas von einem furchtbaren Dämonenangriff, dem seine Gruppe zum Opfer fiel und dass es in diesem Keller irgendwo noch einen Gefährten von ihm geben soll, der eine wichtige Karte bei sich hat. Nachdem er mir alles gesagt hatte, erlöste ich ihn von seinem Leiden und nahm sein Gold.

Mit Schildzauber und Heiltrank päppelte ich den blutspuckenden Theoden soweit wieder auf, dass er sich auf den Beinen halten konnte.



Ein weiterer Raum, ein weiterer Unterschlupf für alle möglichen Viechereien. Diesmal ein weißer Höhlenbär mit beeindruckenden Ausmaßen. Bei ihm waren noch zwei Wölfe, die allesamt über uns herfielen. So eine seltsames gemeinsames Auftreten von verschiedenen Raubtieren gibt mir zu denken. Vielleicht befindet sich hier in der Nähe ein Zugang zu den verborgenen Höhlen der uralten Bestienbeherrscher, von denen ich bereits gehört hatte...

Die Wölfe waren nicht das Problem, aber der zottige Bär machte uns zu schaffen.  



Doch zu guter Letzt trieben wir die Bestie in die Enge und machten ihr den Garaus.

Aber Theoden hatte durch die vorangegangenen Kämpfe schwer zu leiden und nur mit letzter Kraft konnte er mit mir Schritt halten. Doch der wahnsinnige Tropf stürzte sich kurz darauf in einen unnötigen Nahkampf mit einem Skelettkrieger und, wie es heisst: Hochmut kommt vor dem Fall... mit einem unerwartet heimtückischen Schlag hieb das Skelett den verwundeten Theoden nieder. Fortan würden mir nur meine beschworenen Zombies zu Seite stehen.

Bei dem letzten Raum handelte es sich um einen Wohnraum. Am Bett lag eine weitere Leiche der Abenteuerergruppe. Aber mir gefror der Atem, als zwei unheilig fließende Gespenstergestalten in schwarzen Kutten auf uns zukamen.



Es kostete mich viel Kraft und Zaubermacht und ich musste zweimal neue Zombies beschwören, bis die Gespenster endlich besiegt waren.



Als Lohn winkte mir dieser ungeplünderte Raum und, wie angekündigt, fand ich bei der Leiche des Soldaten eine zerknitterte, nahezu unlesbare Karte. Ich ließ von meinen hirnlosen Zombies alle Schätze und Verwundeten des Trupps in mein Laboratorium schaffen und machte mich an das Entziffern der Karte...

Die Karte wurde in einem gebogenen hohlen Drachenzahn aufbewahrt und zeigt den Weg zur Ruine eines alten Zaubererturmes, in dem es viel Wissen und Schätze zu bergen geben soll. Ich kann es kaum abwarten, bis meine Söldlinge soweit ausgeheilt sind, dass wir uns dahin aufmachen können.\"
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Schrumpfkopf

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Super Minis und das Gelaende funktioniert auch richtig gut. Augenschmaus und nette Story. :--)
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Esst mehr Schwein, es schmeckt so fein.