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Autor Thema: Makedonische Hypaspisten  (Gelesen 315 mal)

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hunwolf

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Makedonische Hypaspisten
« am: 18. M├Ąrz 2019 - 19:29:25 »

Hi, Freunde,
ich habe einen Schmerzen. Ich habe von Brummb├Ąr etwas ganz tolles eingetauscht, und jetzt stehen Makedonen ganz oben auf der zu-erledigen-Liste. Aber da gehen die Probleme los. ich m├Âchte zwei Einheiten Hypaspisten aufstellen, was die Armeeliste hergibt. Aber: Hypaspisten und Argyraspiden waren die Elite der Pezhetairen. Bei den Argyraspiden ist das Erkennungs- und Unterscheidungsmerkmal klar. Doch gibt es, au├čer dass sie Lanzen und keine Sarissen trugen, ein sicheres Erkennungsmerkmal f├╝r Hypaspisten? Schildfarbe? Einheitliche Tunika? Ich kann bei mir nichts finden. Vielleicht kann mir ja jemand auf die Spr├╝nge helfen.
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Riothamus

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Re: Makedonische Hypaspisten
« Antwort #1 am: 19. M├Ąrz 2019 - 02:46:47 »

In Makedonien waren das im Prinzip Phalangiten, die mit Schilden und Lanze statt Pike als Hopliten bewaffnet waren. Daher waren sie auch besser als Leibw├Ąchter einsetzbar, was wohl der Grund f├╝r sp├Ątere unterschiedliche Entwicklungen war. Es kommt also auch auf die genaue Zeit an. Woanders diente die Bezeichnung einfach f├╝r Leichtbewaffnete mit Schilden, die von anderen Leichtbewaffneten unterschieden wurden, weil sie auch mal einem Angriff standhalten konnten. W├Ârtlich hei├čt es ja nur soviel wie 'Schildtr├Ąger'. In einem Teil der heutigen Literatur geht das durcheinander, wohl auch, weil sie mitunter wie leichtere Truppen eingesetzt wurden. Da sie den Pezhetairen zugeordnet waren, f├╝r die ├╝brigens  f├╝r Situationen bei der der langen Sarissa kein Kampfwert zukam, k├╝rzere Lanzen und Schilde bereitlagen, w├╝rde ich sie sonst ├Ąhnlich gestalten. Sicher wurden sie auch mal unger├╝stet eingesetzt, da sie auch zu Aufgaben jenseits der Schlachtlinie herangezogen wurden, und zum Denken der griechischen Oberschicht w├╝rde auch passen, dass sie leichtbewaffnet waren, wenn die Pezhet├Ąren Schilde trugen, d├╝rfen aber dennoch nicht mit Leichtbewaffneten verwechselt werden.

Aber das ist nicht mein Schwerpunktthema und ich wei├č nicht, ob nicht irgendeine Quelle etwas besonderes dazu berichtet. Angesicht der Hintergr├╝nde w├Ąren solche Besonderheiten aber sehr wahrscheinlich sowieso zeitlich und r├Ąumlich beschr├Ąnkt.
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Riothamus

Kniva

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Re: Makedonische Hypaspisten
« Antwort #2 am: 16. April 2019 - 09:06:00 »

M. E. sind Hypaspisten und Argyraspiden ein und die selbe Truppe. Die Argyraspiden ("Silberschildner") tauchen erst auf, als Alexander in Indien k├Ąmpft, also 329 v. Chr. Zeitgleich verschwinden die Hypaspisten meines Wissens aus den Quellen und tauchen nie wieder auf. Meines Wissens nach erhielten die Hypaspisten zur Ehrung ihrer Verdienste mit Silber beschlagene Schilde und daraus folgend den Ehrennamen. Gleichzeitig scheinen sie ihre alte Funktion als flexible Truppe verloren zu haben; jedenfalls tauchen die Argyraspiden sp├Ąter auch unter den Diadochen immer nur als Phalangiten auf.
Der Grund daf├╝r d├╝rfte einfach sein: Die Herren waren nicht mehr die J├╝ngsten! Klingt jetzt komisch, aber kurz vor seinem Tod entlie├č Alexander die Argyraspiden aus Altersgr├╝nden aus dem Asienheer und schickte sie unter dem Kommando des (ebenfalls nicht mehr taufrischen Krateros) zur├╝ck nach Europa. Dort kamen sie nie an, weil Alexanders Tod und die Thronstreitigkeiten sie wieder zur├╝ck ins Get├╝mmel f├╝hrten. Da galten sie dann wirklich als altehrw├╝rdige Veteranen.

Gru├č

Kniva
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hunwolf

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Re: Makedonische Hypaspisten
« Antwort #3 am: 16. April 2019 - 18:11:21 »

Danke sehr. Wegen Argyraspiden und Hypaspisten: dieselbe Argumentation habe ich bei Beloch gefunden, dann wiederspricht Habicht zum selben Thema diesen Argumenten vehement. Gehrke sagt eigentlich nichts konkretes dazu und Bengtson auch nicht. Bei H├Âlbl hab ich ebenso nichts gefunden.
Aber ich denke, ich habe das Problem f├╝r mich gel├Âst. Mal sehen, wie es wird. Versuch macht kluch, oder so... ;)
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