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  • 26. Mai 2019 - 00:20:09
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Autor Thema: 'NAM: "Der Stich ins Wespennest", 25th ID vs. VC, Search & Destroy  (Gelesen 138 mal)

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Zerknautscher

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Der Stich ins Wespennest
Vorneweg: Ist etwas lĂ€nger geworden. Es ist womöglich sinnvoll die Übersichts- bzw. die Bewegungskarte in einem zweiten Tab offen zu haben. :-[



Vietnam, Hau Ngiah Provinz, 1969
Im Rahmen einer groß angelegten RĂ€umungsoperation durchstreift eine verstĂ€rkte Infanteriekompanie der 25th Infantry Division „Tropic Lightning“ zum wiederholten Mal ihr Operationsgebiet. Die unmotivierten „Grunts“ stapfen durch kniehohes Elefantengras und Reisfelder auf ein Dorf zu, das den Viet Cong bekanntermaßen unterstĂŒtzt. Auf dem Fluss treiben ein paar Boote, Bauern verrichten ihr Tagewerk; Charlie hat sich noch nicht blicken lassen. Bis jetzt.

Listen
Tropic Lightning Infantry Company
HQ (2x M16-Team)
Medic Team (unbewaffneter SanitÀtstrupp)
1st Platoon (7x M16 Team, 2x M60 Team)
1st Platoon Tank Attachment (1x M48 ‘Star’)
2nd Platoon (7x M16 Team, 2x M60 Team)
2nd Platoon Tank Attachment (1x M48 ‘Bunny’)
Scout Platoon (7x M16 Team)

Anti-Air Battery (2x M42 ‘Duster’)
Medevac Dustoff (1x UH-1 Huey)
Red Team (2x AH-1G Cobra)
Artillery Battery (3x 105mm Haubitzen)
„Charlie Bird“ (1x UH-1) Das ist der Command & Control Helicopter, auch genannt Charlie-Charlie, Chuck-Chuck oder schlicht C&C. Vom Hubschrauber aus dirigiert der Bataillonskommandeur seine Einheiten am Boden; im Spiel fungiert er als fliegender Artilleriebeobachter.

Local Forces Infantry Batallion
HQ (2x AK47 Team)
Local Forces Infantry Company (13x Rifle Team, 1x leichtes MG, 3x RPG-2)
Main Force Infantry Company (13x AK47/SKS Team, 1x leichtes MG, 3x RPG-7)
Flugabwehr Zug (3x 12,7mm DShK schweres FlaMG)
Bunker (drei einzelne, versteckte Bunker mit schwerem MG)
Mörser Zug (3x 60mm Mörser)
Guerilla-Raketenartillerie (6x 122mm Raketenstartrampe)

Außerdem verfĂŒgten die Viet Cong ĂŒber insgesamt 6 Teams Kollaborateure aus dem lokalen Widerstand und 6 Sprengfallen. Die Kollaborateure können Missionsziele verlegen und Artillerie einrichten, dĂŒrfen vom Gegner aber nicht beschossen werden, da es sich nach außen hin um Zivilisten handelt. Sie können jedoch von Infanterie- und Fahrzeug-Teams verhört und in Gewahrsam genommen werden. Wenn sie einen Fertigkeitstest zur Verlegung eines Missionsziels vergeigen werden sie ebenfalls entfernt.

Die Sprengfallen darf der Viet Cong zu Beginn eines eigenen Zuges unter gegnerischen Teams platzieren, die dann in ihrer nĂ€chsten Bewegungsphase testen mĂŒssen, ob sie die Falle auslösen. Meist beschrĂ€nkt sich die Wirkung darauf den Gegner aufzuhalten.

Lage

Karte des Einsatzgebiets mit den fĂŒnf Missionszielen in ihren Ausgangspositionen.
(A) Startposition des Medic Teams, Scout Platoons und 1st Platoons mit ihrem angeschlossenen Panzer.
(B) Startposition des Kompaniechefs, 2nd Platoons, ihres M48 und der beiden Duster.
(C) Nordwesten des Dorfes
(D) sĂŒdlicher Wald
(E) sĂŒdöstliches WaldstĂŒck
(F) Ablauflinie 1 des Viet Cong
(G) örtliche Basis des Viet Cong
(H) sĂŒdliche Reisfelder
(I) Dorfeingang

Die amerikanische Infanterie durchkĂ€mmte das Operationsgebiet entlang zweier Hauptvorstoßrouten. Der Kompaniechef, 1st Platoon, sowie ein M48 und die beiden Flakpanzer (B) sollten den Fluß ĂŒberqueren und in Richtung Dorf (C) vorstoßen, um dieses zu durchsuchen. Ein Kamerateam der Abendnachrichten war dort gerade dabei einige Soldaten bei ihrer Arbeit zu behindern.



Weiter sĂŒdlich sollten die Scouts, 2nd Platoon und ein M48 namens ‚Bunny‘ (A) die sĂŒdliche Straße kontrollieren (F). Hier war ein Squad US-Soldaten in einen Hinterhalt geraten und erwartete nun VerstĂ€rkung.





Der Bataillonskommandeur dirigierte das Vorgehen von seinem Befehlshubschrauber aus. Zwei Cobra-Kampfhubschrauber kreisten ĂŒber dem Einsatzgebiet und hatten Befehl jegliche Bewegung am Boden zu melden und ggf. zu bekĂ€mpfen.
Es war nur: Am Boden bewegte sich erst einmal sehr wenig. Lediglich eine auffĂ€llig hohe Anzahl an Zivilisten war auf den Beinen: Sie bewegten die abgeschnittenen Soldaten im SĂŒdwesten dazu, sich zum Waldrand zurĂŒckzuziehen und lockten Reporter und Soldaten vom Dorf ans Flussufer (sĂŒdöstlich (C)). Unbemerkt von den Amerikanern verlegten sie auch ein Waffenlager innerhalb des sĂŒdlichen Waldes (D).

Entgegen aller Vorsicht und Doktrin schlug sich die Besatzung des Playboy-Panzers eine Bresche bis ans Flussufer sĂŒdlich des Dorfes, wo sie neben sich ein Viet Cong-Waffenlager und vor sich ein Sampan auf dem Fluss vorfanden. OrdnungsgemĂ€ĂŸ befragten sie die Besatzung des Bootes, deren Rufe und Winken die Jungs im Panzer allerdings nicht ĂŒberzeugen konnten




Im Dorf (C) war mittlerweile der Kompaniechef angekommen und befragte ebenfalls einige umtriebige Bauern. Sicherheitshalber wurden diese in Gewahrsam genommen.



Weit weg von den Amerikanern, am anderen Ende des Schlachtfelds, brachten einige FreiheitskÀmpfer ihre 60mm Mörser in Stellung (E). Diese konnten jedoch nicht weit genug feuern, weshalb sich die Besatzungen daran versuchten ihren Genossen beim VerrÀumen der VorrÀte zu helfen. Deren reges Treiben hatte jedoch bereits die Cobras angelockt, die ihren Fund meldeten, eindrehten und nach der Waffenfreigabe das Feuer eröffneten. Gatlingkanonen und Granatwerfer deckten den Waldrand ein und in Ermangelung anderer Ziele richtete der Kommandeur sogar noch die bereitstehende Artilleriebatterie auf die Viet Cong ein.



Bisher sah es nicht gut aus fĂŒr den Viet Cong: Zwar war es dem lokalen Widerstand gelungen drei Missionsziele dem Zugriff der Amerikaner vorerst zu entziehen, allerdings war die HĂ€lfte der UnterstĂŒtzer aufgeflogen und die leichten Mörser vernichtet, ohne einen einzigen Schuss abgegeben oder ein Missionsziel evakuiert zu haben. Der Panzer am Flussufer bereitete den Kommunisten dabei besondere Kopfschmerzen; er hatte ein exzellentes Sichtfeld, stand vollgedeckt und konnte nicht ohne weiteres flankiert werden. Einzig auf der SĂŒdflanke gab es einen gewissen Erfolg: hier hatten sowohl die Scouts als auch Soldaten des 2nd Platoon versteckte Sprengfallen ausgelöst und ihren Vormarsch deshalb vorerst gestoppt. Mehr als eine kleine Verschnaufpause wĂŒrde dies den Kommunisten jedoch nicht verschaffen.



Doch mehr, so schien es, wĂŒrden sie auch nicht brauchen. Nachdem sie sich geduldig den Vormarsch der Amerikaner in die angedachten ‚kill zones‘ angesehen hatten, verließen die Infanteriekompanien nach und nach ihre BereitstellungsrĂ€ume ĂŒber die TunnelausgĂ€nge, die im gesamten Gebiet verstreut lagen. Als erstes schlug die 1. Kompanie der ‚Haupttruppe‘ an der sĂŒdlichen Straße zu.



Sie deckten die Scouts und das 2. Platoon mit Maschinen- und Sturmgewehrfeuer ein, sodass diese ihre Kameraden nicht sicher evakuieren konnten. Die Scouts waren sofort niedergehalten und hatten immer mehr Verwundete zu beklagen.
Die Rache der amerikanischen Kriegsmaschinerie folgte auf dem Fuße: 10,5cm Granaten zerschlugen bald den Hinterhalt der Vietnamesen, die sich angeschickt hatten, die Scouts zu ĂŒberrennen. Doch der Schock saß den Amerikanern tief in den Knochen und das Tempo der KĂ€mpfe zog ab jetzt nur noch an.



Im Nordosten (G) verließ kurz danach eine der lokalen Kompanien den StĂŒtzpunkt und nahm sich der fliehenden Zivilisten an. Kurz darauf drehten erneut die Cobras ein und deckten das gesamte Gebiet mit 2,75“ Raketen ein. Auch die amerikanische Artillerie stimmte in das Feuer mit ein.



 Die Überreste der Kompanie schleppten sich nach SĂŒden in Richtung Fluss, zum nĂ€chsten Missionsziel, wurden jedoch auf dem Weg von den Hubschraubern erbarmungslos verfolgt und aufgerieben.



Doch sofort darauf wurde die nĂ€chste Kompanie ins Gefecht geworfen, eben da, wo die soeben vernichtete erste lokale Kompanie sich neu formieren wollte.  Unter den Garben der amerikanischen Kampfhubschrauber halfen sie den TrĂ€gern beim Evakuieren der VorrĂ€te und stĂŒrmten danach aus dem WaldstĂŒck nach Westen.

Erst nach und nach wurde den Amerikanern klar was geschah: aus dem nördlichen WaldstĂŒck (G) strömten immer mehr Truppen: Ein Zug schwerer 12,7mm Fla-MG sowjetischer Bauart sicherte das WaldstĂŒck gegen die Hubschrauber ab, wĂ€hrend eine zweite Kompanie der Haupttruppen mit modernen Sturmgewehren und RPG-7 Raketenwerfern in Richtung des Dorfes vorrĂŒckte. Gedeckt wurde der Vormarsch aus dem Feuer dreier zuvor verborgener und nun besetzter MG-Bunker, die als Kette vom Wald bis zum Fluss reichten.

Das Blatt hatte sich gewendet. Der erste Zug im Dorf wurde von dem massiven FeuerĂŒberfall der Vietnamesen völlig unvorbereitet getroffen und musste schwere Verluste hinnehmen. Die KĂ€mpfer des Viet Cong schlugen sich unter direkter FĂŒhrung des D Truong vorwĂ€rts, durch das Feuer der amerikanischen Flakpanzer und Kampfhubschrauber.
 


Im SĂŒdwesten (D) waren die Scouts immer noch niedergehalten; RĂŒckstoßfreie 57mm-GeschĂŒtze waren dort (F) vom Gegner in Stellung gebracht worden. Sie feuerten aus so großer Entfernung, dass die Scouts das Feuer nicht erwidern konnten. Da es ihnen auch nicht gelang sich einzugraben stiegen die amerikanischen Verluste in gefĂ€hrlichem Maße. Aus dem Osten nĂ€herte sich die lokale Kompanie, die sich um den Panzer und das Waffenlager im Wald kĂŒmmern wĂŒrde.



Allerdings sorgten die ‚Beehive‘-Granaten von ‚Bunny‘, und das nun direkt neben ihm positionierte 2nd Platoon dafĂŒr, dass die kommunistische Infanterie nach SĂŒden auswich. Trotz einiger Verluste gelang der weitere Vormarsch und das Eindringen in den Wald, wo sie die stark dezimierten und gebrochenen Scouts ĂŒberrennen sollten.

Die Lage war Ernst, doch die Schlacht noch nicht verloren. Unter Leitung des Kompaniechefs konnten die Soldaten des 1st Platoon ihren Auftrag im Dorf erledigen.



Wo war eigentlich ihr Panzer? Der war bereits frĂŒh im unwegsamen GelĂ€nde zurĂŒckgefallen, doch der Kompaniechef hatte nicht warten wollen und seine Leute angetrieben das Dorf so schnell wie möglich zu erreichen. Diese Zerfaserung der eigenen KrĂ€fte sollte sich nun rĂ€chen: Ohne die Feuerkraft des Panzers fiel der erste Zug bald unter halbe SollstĂ€rke und die beiden Duster wurden am Dorfeingang (I) von den RPG-7 in kurzer Folge abgeschossen. WĂ€hrend sich nun der Kompaniechef und der erste Zug zurĂŒckzogen, kam der Panzer gerade an der Front an und fand ein Bild der VerwĂŒstung vor. Seine Aufgabe war es nun den RĂŒckzug zu decken.



Ohne Flankenschutz durch die begleitende Infanterie erlag die Besatzung jedoch, trotz einiger Ă€ußert effektiv platzierter ‚Beehive‘ Granaten kurze Zeit spĂ€ter dem Ansturm der wĂŒtenden Viet Cong.



Zu diesem Zeitpunkt hatten die Amerikaner drei Fahrzeuge verloren, und mindestens 50% Verluste in zwei von drei InfanteriezĂŒgen zu beklagen. Beim RĂŒckzug ĂŒber die BrĂŒcke wurde dann auch noch der stellvertretende Kompaniechef wie aus dem Nichts von einer Salve 122mm Raketen getötet.



Trotz ihrer gewaltigen Feuerkraft war es ihnen nicht möglich den Vietnamesen nachhaltigen Schaden zuzufĂŒgen. Die Zahl der Gegner schien endlos zu sein und sie schlugen aus allen Richtungen und ohne Pause zu. Es sah dĂŒster aus fĂŒr ‚Tropic Lightning‘.



Der CO war bereits dabei die abgekĂ€mpften Reste seiner Kompanie von einer Notlandezone am Fluss auszufliegen, als er vom 2nd Platoon die Meldung erhielt, dass das Waffenlager im sĂŒdlichen Wald ausgerĂ€uchert sei. PrioritĂ€t hatte nun die Rettung der Scouts. Dazu sollten die verbliebenen Trupps des 1. Platoons Deckungsfeuer vom Flussufer geben, wĂ€hrend das 2. Platoon den Angreifern der lokalen Kompanie im Wald in die Flanke fallen wĂŒrde. So könnten die Scouts sich aus dem Wald absetzen, nachdem sie die gesamte Schlacht ĂŒber ihre Kameraden verteidigt hatten.



Doch die Vietnamesen waren schneller. BetĂ€ubt und erschĂŒttert vom anhaltenden Feuer der rĂŒckstoßfreien GeschĂŒtze hatten die Scouts keine Chance gegen die aus wenigen Metern aufspringenden Vietnamesen und ergriffen die Flucht. Nun hing alles am 2nd Platoon. Wenn sie es nicht schafften das Missionsziel freizukĂ€mpfen und zu evakuieren wĂ€re die Schlacht verloren. Beide Seiten hatten schwere Verluste eingesteckt und beide Seiten standen kurz vor einem Sieg.



Der zweite Zug rĂŒckte zĂŒgig durch das Unterholz vor. Der ZugfĂŒhrer gab das Zeichen zum Angriff. Das Sturmabwehrschießen der Vietnamesen war erstaunlich prĂ€zise und verursachte Verwundungen im FĂŒhrungstrupp in einem der SchĂŒtzenteams. Doch der geballte Zorn der Amerikaner brach sich mit Granaten und FeuerstĂ¶ĂŸen Bahn. Die verstörten Überreste der zweiten lokalen Kompanie flohen Hals ĂŒber Kopf aus dem Waldgebiet und zerstreuten sich im GelĂ€nde. Eine dritte Kompanie konnte das lokale Kontingent nicht stellen, ihre Reserven waren nach fast 90 Mann Verlusten aufgebraucht.



Nun galt es keine Zeit zu verlieren – fĂŒr beide Seiten. Die abgekĂ€mpfte, aber noch einsatzfĂ€hige zweite Kompanie der Haupttruppen im Dorf (C) sollte nach der Zerstörung des Panzers abgezogen und nach Auffrischung weiter sĂŒdlich neu eingesetzt werden. Dies war ein riskanter, aber nach dem Ausfall der lokalen VerbĂ€nde notwendig erscheinender Schritt. Riskant deshalb, weil nicht sicher war ob die Verlegung gelingen wĂŒrde; es bestand die Möglichkeit, dass die Kompanie fĂŒr den Rest der Schlacht ausfiel.

Der zweite Zug der Amerikaner hatte sich nach dem erfolgreichen Sturmangriff neu positioniert. Auch der Medic war mittlerweile eingetroffen und nahm den einzelnen fire teams ihre Verwundeten ab. Die Cobras und ‚Bunny‘ waren ebenfalls unterwegs zum 2nd Platoon. Hier wĂŒrde die Schlacht entschieden werden. Die Evakuierung gestaltete sich jedoch zeitaufwĂ€ndiger als geplant. Eine letzte Gelegenheit fĂŒr die Kommunisten den Amerikanern das Ziel abzuringen.
Und tatsĂ€chlich, die Verlegung gelang und die aufgestockte Haupttruppenkompanie startete ihren Angriff von der sĂŒdlichen Straße aus (F). Ein weiteres Mal konzentrierten die Amerikaner ihre gesamte Feuerkraft auf die anrĂŒckenden Gegner und ein weiteres Mal kĂ€mpften sich diese durch Artillerie und MG-Feuer Schritt fĂŒr Schritt vorwĂ€rts. Doch Entschlossenheit allein reichte nicht aus. Die Verluste waren horrend und bald hatten die Amerikaner ihre Verwundeten evakuiert und das Gefecht fĂŒr sich entschieden. Die ĂŒberlebenden Volksarmisten und FreiheitskĂ€mpfer spalteten sich in ihre 3-Mann-Zellen auf und zogen sich in die Sicherheit des Tunnelsystems zurĂŒck. Der StĂŒtzpunkt im nördlichen Wald wurde fĂŒrs Erste verlassen; sicher wĂŒrden die Amerikaner in grĂ¶ĂŸerer Zahl zurĂŒckkehren oder den Wald trotz der NĂ€he  zum Dorf mit B-52 bombardieren.

US ARMY VICTORY!



 Bodycount
VC: Scout Platoon zerstört (1), Duster-Batterie zerstört (1), M48 Tank Attachment abgeschossen (2). Zwei Missionsziele evakuiert (2)
USA: 4 Infanteriekompanien zerstört (4), Mörser Zug zerstört (1), drei Missionsziele durchsucht (3)

Damit stand es am Ende 6 zu 8. Zwei Punkte Unterschied = ein hart erkÀmpfter Minor Victory.



Rote Kreuze = endgĂŒltige Position des Missionsziels

Was fĂŒr ein Spiel! Das war eines der spannendsten und unterhaltsamsten Spiele, die ich je gespielt habe, mindestens was Flames Of War, Team Yankee und ‘Nam angeht. Am Anfang sah es wirklich gut aus fĂŒr die Amerikaner: Mit Ausnahme des liegengebliebenen Panzers lief alles nach Plan. Klar, dass der lokale Widerstand die Missionsziele verschob war nervig, aber eigentlich kein Problem. Auf der Gegenseite gab es nur die leichten Mörser, die sofort weggeputzt wurden und dann hatten die Vietnamesen erst einmal echt Pech und bekamen keine Reserven ran. Dann aber erschienen diese Schlag auf Schlag. Als dann in einer Runde direkt drei Einheiten im gleichen Tischviertel (wohlgemerkt ist der Erscheinungspunkt zufĂ€llig!) auftauchten war fĂŒr die Amerikaner wirklich die Kacke am Dampfen. In Kombination mit vielen verrissenen Infantry Saves der Amerikaner (3+) und bestandenen Vernichtungstests der Vietnamesen (5+) kippte das Spiel auf einmal völlig. Mein Gegner zog seine Einheiten zurĂŒck, gab aber nicht auf, sondern sammelte seine verbliebenen Truppen und warf die Viet Cong entschlossen vom letzten, entscheidenden Missionsziel. Am Ende hatten die Amis 3 von 5 Zielen erobert und damit gewonnen. Hat mein GegenĂŒber ĂŒberzeugt vielleicht auch nochmal eine Truppe fĂŒr das Spiel anzuschaffen; war seine zweite Partie mit von Stoppelhopser geliehener Truppe.

Und wenn ihr das hier immer noch lest, hier ein kleiner „Fun Fact“: Der Vietnamkrieg ist ja berĂŒchtigt dafĂŒr ein Krieg ohne klare Fronten gewesen zu sein, bei dem die gleichen Einheiten immer wieder die gleichen Gebiete durchstreiften. Ohne, dass es irgendeine Relevanz fĂŒr das Spiel gehabt hĂ€tte, aber einfach, weil ich dazu Lust hatte, habe ich deshalb fĂŒr dieses Spiel den Tisch versucht genau so aufzubauen wie am 16.02.2018, als ich gegen Stoppelhopser (und damit die gleiche Truppe) die gleiche Mission gespielt habe. Es hat also quasi ein Jahr spĂ€ter ein neuer Kompaniechef wieder einmal das gleiche Gebiet durchsucht. :D Den alten Bericht (auf Englisch) gibt es hier: Lightning Rod
« Letzte Änderung: 15. Mai 2019 - 23:06:14 von Zerknautscher »
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Re: 'NAM: "Der Stich ins Wespennest", 25th ID vs. VC, Search & Destroy
« Antwort #1 am: 13. Mai 2019 - 15:41:13 »

Diesen Bericht werde ich mir in Ruhe am Wochenende durchlesen.
Mit den Karten im Hintergrund, wie von dir vorgeschlagen.
Im Hintergrund lĂ€uft dann der Ritt der WallkĂŒren von Wagner.
Mann, ich liebe den Geruch von Kaffee am Nachmittag ;D
Wo zur Hölle ist mein Surfbrett???
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Re: 'NAM: "Der Stich ins Wespennest", 25th ID vs. VC, Search & Destroy
« Antwort #2 am: 15. Mai 2019 - 16:47:10 »

So, ich war doch zu neugierig und wollte nicht bis zum WE warten.
Donnerwetter, was fĂŒr ein geiler Film Roman Spielbericht!
Das war ja ein Hin- und Hergewoge!
Dann Charlie, der ĂŒberall und nirgends zugleich war ... ganz großes TT-Kino!

Lustig ist deine Anekdote, dass just in jenem Gebiet vor einem Jahr schon einmal ein "Col. Kurtz" herumgestreift ist ;D Alles in allem ein Wahnsinsbericht, den ich bestimmt noch ein weiteres Mal lesen werde.
Vielen Dank fĂŒr deine MĂŒhen :)
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Re: 'NAM: "Der Stich ins Wespennest", 25th ID vs. VC, Search & Destroy
« Antwort #3 am: 15. Mai 2019 - 23:27:33 »

 ;D Danke, freut mich, dass es gefallen hat! Ich weiß auch, dass es etwas viel geworden ist, aber die Runde hat mich auch einfach "geflasht".  :D
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D.J.

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Re: 'NAM: "Der Stich ins Wespennest", 25th ID vs. VC, Search & Destroy
« Antwort #4 am: 16. Mai 2019 - 05:22:18 »

Oh, das mit dem "Viel" ist schon okay so. Mehr sogar, das ist sogar richtig gut geworden!
Also das ist absolut kein Problem :)
AusfĂŒhrliche Berichte lese ich immer sehr gerne, vor allem wenn sie so spannend aufgebaut sind.
Daher der Vergleich Roman oder Film ;D
Das war einfach ganz große Unterhaltung fĂŒr den TT-Nerd in mir :)
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