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  • 14. November 2019 - 12:04:58
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Endlich wieder da!

Autor Thema: »Das ewige Spiel« - Ein Soloabenteuer für Frostgrave - oder ...  (Gelesen 244 mal)

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D.J.

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Ein ewig langer Spielbericht, damit ich endlich mal anfange alle meine Bauprojekte auch zu malerisch zu beenden

Um meinen Projektthread "D.J. malt quer durch die Systeme und Zeiten" wieder etwas vom Ballast meiner Fantasysachen zu befreien, verlagere ich die zukünftigen Bau- und Malprojekte zum Thema "Frostgrave" hierhin.
Alrik aus meinem letzten Spielbericht "Die Prüfung" ist in diesem erzählerischen Projekt meine Hauptfigur. Alle Figuren die ich für dieses "ewige Spiel" einsetze, will ich dafür vorher bemalt haben. Die Bases lasse ich dabei bewusst noch aus, da ich mir über ihre Gestaltung noch nicht ganz klar bin.

Durch diesen fortlaufenden Spielbericht möchte ich mich selbst an die Kandare nehmen, um mich nicht weiterhin in tausend Kleinstprojekten zu verzetteln und endlich mal meinen Turm und die restlichen Teile meines Dungeons fertig zu bemalen. Die fertigen Bauten, Gelände und Minis werde ich rein spielerisch / erzählerisch einbauen.
Das Projekt ist also für mich auch ein Motivationsding.
Ich hoffe es macht euch auch Spaß mir bei diesem Projekt zu folgen :)


1. Teil
Die Krieger


Alrik war in Talarn, einem heruntergekommenen kleinen Dorf unweit der gefrorenen Stadt. Seine Einwohner lebten scheinbar von den mutigen Abenteurern auf ihrem Weg nach Felstad, die hier auf ihrem Weg eine Rast einlegten. Und dieses Einkommen der Bewohner durch diese Wagemutigen war offenbar gut, denn Alrik hatte keine kranken oder unterernährten Menschen gesehen. Die Kinder spielten fröhlich kreischend im Schlamm der Straßen, zwischen den mehr und mehr verfallenden Häusern des Dorfes.
Er saß im Tänzelnden Pony, der einzigen Herberge des Dorfes. Obwohl die Bezeichnung Herberge vollkommen unpassend war. Das Tänzelnde Pony bestand nur aus einem winzigen Schankraum, der an eine doppelbödige Scheune grenzte, wo Mensch und Tier für einen Silberling gemeinsam die Nacht auf alten Stroh verbringen konnten, Flöhe und anderes Ungeziefer im Preis inbegriffen. Der Wein war sauer, das dunkle, alte Bier schmeckte nach Spülwasser mit Pferdepisse. Der Wirt war grummeliger Zwerg der hinter einem krude zusammengehauenen Tisch der ihm als Theke diente stand, und grimmig die Bestellungen ausführte. Seine Schürze war eine himmelschreiende Beleidigung für jeglichen, hygenischen Mindeststandard und hinter ihm stand ein wild zusammengehauenes Weinregal, dessen Holz noch so frisch war, dass es harzte und nach Wald roch. Der einzige, angenehme Geruch in diesem Hort der winzigen und bissigen Mehrbeiner und gescheiterten Existenzen, die auf ein besseres Leben hofften, sofern ihnen das Glück in Felstad hold war. Alrik kratzte sich ausgiebig am Oberschenkel, wo ihn ein Flohbiss malträtierte.

 



Als der Juckreiz soweit in Schach gehalten war, griff er nach seinen Becher Wein und seufzte. Seine Wunden hatte die Herrin der Illusionisten geheilt. Sein Handgelenk zwickte zwar noch ein wenig bei der Kälte, aber sonst war er wieder der Alte. Nur sein Stolz hatte gelitten. 500 läppische Gold hatte er für die drei Artefakte erhalten, die er für seine Prüfung zum vollwertigen Magier finden musste. 500 Gold für drei wunderbare magische Artefakte, die das Zehnfache wert waren.
Was für eine Schande!
Aber Alrik wollte mehr. Er hatte die Zeit im Refugium der Chronomanten und Illusionisten genutzt und herausgefunden, wohin man ihn für seine Prüfung geschickt hatte. In den sogenannten Tempel der Geheimnisse.
Hier hatten die Priester einer längst vergessenen Gottheit Schätze angesammelt. Gold, Edelsteine und vor allem magische Artefakte! Die Magier des Refugiums schickten ihre Prüflinge dorthin, um gefahrlos diese Schätze zu bergen. Niemand sonst kam ohne Weiteres in diesen Tempel, geschweige den lebend wieder hinaus. Zudem war es ein ungeschriebenes Gesetz, dass auch sonst keiner der Chronomanten, Beschwörer, Elementarmagier, Illusionisten und Thaumaturgen des Goldenen Zirkels dort eindringen dürfte. Zu groß war bei längeren Aufenthalten die Gefahr etwas zu wecken, dass dort seit Äonen schlief und Welten erträumte.
Alrik hatte beschlossen dieses Gesetz zu brechen.
Scheiß auf das alte Böse, dass dort schlafen sollte.
Er wollte rein in den Tempel, sich greifen was wertvoll und wenn möglich magisch war und dann raus da, zurück in die Wärme des Südens, wo er geboren war. Sonne, guter Wein, leicht bekleidete Frauen die ihm willig helfen würden, seine eroberten Schätze zu verprassen ... aber das lag noch in einer Zukunft, die er weder sehen noch betreten konnte. Vor dem Vergnügen hatten die Götter den Kampf gesetzt.
Er seufzte erneut und verzog das Gesicht, als der saure Wein seinen Hals herab brannte. Jetzt saß er also in dieser von den Göttern verlassenen Einöde in einem stickigen Raum und suchte nach Gefolgsleuten, die ihn bei seiner Suche begleiten würden. Das Tänzelnde Pony war ihm im Refugium hinter vorgehaltener Hand empfohlen worden. Nur hier würde er Gestalten finden, die verrückt genug waren, einem Magier in die gefrorene Stadt zu folgen.
Missmutig und lauernd ließ er seinen Blick unauffällig schweifen.
Hinter ihm saßen an einem Tisch zwei Männer, die eindeutig Kämpfer waren, zumindest aber Schatzsucher. Einer hatte seinen Rucksack an den Tisch gelehnt und sah aus, wie ein ehemaliger Infanterist eines großen Heeres. Seine Kleidung war zerschlissen, aber seine Rüstung sah ordentlich und gepflegt aus. Zu seinen Füßen lag ein großer Wolfshund. Schlafend offenbar, aber dennoch aufmerksam und auf Gefahren achtend. Dem Infanteristen gegenüber saß ein Krieger in voller Rüstung. Feine Muster schwangen sich in Bögen über das Metall des Harnischs und des Helmes. Das Gesicht dieses Kriegers war nicht zu sehen, aber Alrik war sich sicher, das ein gleiches Muster die Haut und das Gesicht des Mannes überzogen. Alrik vermutete, dass er ein Nomade war, ein Mann aus den Wüsten weit im Osten der Welt. Ein wandernder Krieger, auf der Suche nach einem ehrenvollen Tod, um eine alte Schuld zu begleichen.





Alrik wandte sich wieder seinem Becher zu und dachte nach.
Ein Schatzsucher, ein Wolfshund und ein Ritter aus den wüsten Landen mit dem Wunsch auf einen ehrenvollen Tod.
Wären das seine Gefolgsleute?
Könnte er sie sich leisten?
Er atmete tief durch, trank seinen Becher leer und ging an den Tisch.

***

»Nennt mich Ishmael«, sagte der Nomade. Er deutete auf den Soldaten ihm gegenüber. »Das sind Starbuck und sein Hund Moby.«
Auf eine Geste des Mannes setzte sich Alrik und stellte den Krug Wein auf den Tisch.
»Ihr seid das Hirn, und wir sollen eure Muskeln auf der Suche nach Schätzen sein«, murmelte Starbuck in seinen Becher. »Aber seid gewarnt, wir sind nicht billig zu haben.«
Alrik nickte. »Das habe ich mir gedacht. Große Reichtümer bergen große Gefahren. Niemand stellt sich ihnen für eine Kartoffel und einen Silberling.«
Starbuck sah auf, und der Blick seiner Augen bohrte sich in Alriks Gesicht. »Ihr seid ein Chronomant. Altes Gesicht, junger Körper.« Er atmete tief durch. »10 Gold für meinen Hund und jeweils 100 Gold für mich und Ishmael. Was wir finden, wird zu gleichen Teilen unter uns aufgeteilt, egal ob magisch oder nicht.«
Alrik zog scharf die Luft zwischen den Zähnen ein. »Das sind Preise, die man für die Dienste eines Ritters und einen Ordensritters zahlen muss, wenn man bei ihren Oberen um ihre Dienste anfragt! Bei allem Respekt, ihr seht mir nicht nach dieser Art von Kämpfern aus.«
Starbuck lachte freudlos auf. »Mag sein, Magier. Aber glaubt mir, wir sind jedes einzelne Goldstück wert. Da schwöre ich Schwert und Stab drauf.«
Alrik horchte auf und sah Ishmael zustimmend nicken. Der Schwur verriet ihm, dass die beiden offenbar Ausgestoßene des Ritterordens der schwarzen Rose waren. Gefürchtete Nahkämpfer, furchtlos auch im Anblick der schlimmsten Gefahren. Konnte es wahr sein, was dieser Starbuck sagte? Waren sie wirklich ehemalige Ordensritter, auch wenn sie eher wie gewöhnliche Schatzjäger wirkten? Zugegeben, ihr Auftreten und ihre Ausrüstung sahen aus, als würden sie aus den Waffenkammern eines Ritterordens stammen. Aber sollte er den beiden trauen?
Starbuck bemerkte sein Zögern.
»Schlagt ein, oder lasst es bleiben.«
»Ihr fragt gar nicht nach dem Ziel der Reise?«
»Warum? Wir gehen dorthin, wo uns das Schicksal haben will.«
»Und den Weg dorthin lasst ihr euch vergolden.«
»Wenn du gut in etwas bist, tue es niemals umsonst«, kam die dunkle Stimme Ishmaels aus einem Helm.
Alrik dachte noch einen Moment nach, dann griff er entschlossen in eine seiner Taschen und holte einen kleinen Lederbeutel hervor.
»10 für die Dienste eures Wolfshundes, und jeweils Hundert für euch und euren Ordensbruder. Die Beute teilen wir fünfzigfünfzig.«
Starbuck lächelte kalt.
»Gut gehandelt und akzeptiert, Magier. Wann geht es los?«
»Sobald ich uns ein Reisegefährt beschafft habe, dass uns schnell und sicher an unser Ziel bringt.«




Anmerkung:
Alrik beginnt "das ewige Spiel" als neuer Magier. Ishmael und Starbuck (Figuren aus Moby Dick ;) ) sind tatsächlich ausgestoßene Ritter des Ordens der schwarzen Rose. Sie haben die entsprechenden Fähigkeiten und die Kosten laut Tabelle auf Seite 23, Regelbuch Frostgrave.
Den Tisch habe ich neu gebaut. Die Becher sind zwei Stücke dünner Strohhalm und einige Weichplastikstöpsel, mit denen man Ohrstecker am Ohrläppchen festklemmt.
Die habe ich meiner Frau aus ihrem Bastelsortiment ... hm ... enteignet :D
Die muss ich noch anders bemalen, da haftet Acrylfarbe nur schwer drauf.
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Re: »Das ewige Spiel« - Ein Soloabenteuer für Frostgrave - oder ...
« Antwort #1 am: 06. November 2019 - 15:44:56 »

2. Teil
Das Schiff der Elemente


Der Wolfshund Moby knurrte ungehalten. Aber Ishmael und Starbuck schienen die Reise zu genießen.
Alrik hatte mit dem Hinweis auf einen alten Schwur, dass sie jederzeit bestimmten Schulen der Magie helfen würden, den Elementargeistern ein kleines Boot abgetrotzt. Ein Schiff, dass sowohl zur See als auch an Land fahren würde. Aber Poseidon, Herr der Meere und Gewässer, hatte ihn gewarnt, als er das Schiff den kleinen Fluss hinab an das Dorf sandte. Sein Bruder Geb, der Herr über die Knochen der Erde, würde das Schiff wieder in seiner Gewalt haben wollen. Er hatte es in einem ehrlichen Spiel gegen Poseidon verloren und schmollte seitdem mit seinem Bruder. Sobald sie das Wasser des Flusses verlassen würden, musste Alrik mit dem Unmut Geb's rechnen. Einem Zorn, den nur ein Opfer besänftigen könnte.
Aber auch das war nicht sicher.
Geb war habgierig und gab nur unter großem Getöse und Schmerz etwas her, das unter seiner Kontrolle stand, was jeder Zwerg sofort bestätigen würde.



Das Boot glitt über das weiße Land, als wäre es auf See. Die schneebedeckte Erde schien sich zu verflüssigen, teilte sich vor dem Boot und verdichtete sich am Heck wieder zu ihrer ursprünglichen Form. Ishmael stand schweigend am Bug des kleinen Schiffes und genoss offenbar den Fahrtwind.



Starbuck erwies sich als talentierter Steuermann. Er umschiffte Bäume, Wurzeln und Felsen, als wäre es für ihn das normalste der Welt, ein derartiges Schiff über Land zu steuern. Moby kauerte dicht neben ihm. Dem Wolfshund gefiel diese Art zu reisen offenbar überhaupt nicht.



Vor ihrer Abreise hatte Alrik für 10 Gold noch ein Fass eingelegte Heringe gekauft und einen Alten Recken angeheuert, der einen guten Speer sein Eigen nannte. Er sollte Lasten tragen, Feuer machen, Essen zubereiten und sich ganz allgemein um alle anfallenden Arbeiten kümmern, welche für die Abenteurer zu nieder waren. Er hatte ganz offensichtlich ebenfalls Erfahrung mit der Seefahrt. Schweigend stand er auf der Ausguckplattform des kleines Schiffes und starrte, unbeeindruckt über dessen Fähigkeiten, in die endlos weiße Weite des gefrorenen Landes.



Alrik murmelte während der ganzen Fahrt leise Beschwörungen an Ariane, die Göttin der guten Winde und Lüfte, auf dass sie ihnen weiterhin die Segel des Schiffes mit gutem Wind erfüllen möge. Das kostete ihn Kraft, die er nur mit Kräutern, die er sich für 50 Gold vor ihrer Abreise erworben hatte, wieder auffüllen konnte. Dennoch schwächte ihn die permanente Anstrengung.

Anmerkung:
Alrik beginnt das Spiel mit -2 Gesundheit. Erst wenn er eine komplette Nachtruhe von acht Stunden ohne Unterbrechung ruhen konnte, wird diese wieder auf normalen Startwert aufgefüllt. Wird seine Ruhe unterbrochen, so startet er ab dem Zeitpunkt der Unterbrechung mit -1 Gesundheit (1 Punkt wurde durch Kräuter und Ruhe aufgefüllt) Sollten ihm die Kräuter im Spiel ausgehen (noch 5 Portionen), bevor er vollends wieder genesen ist, verliert er jeden weiteren Tag der Reise permanent eine Gesundheit.

Das Schiff hat einen abnehmbaren Mast. Es ist ein Flohmarktfund, den ich in einem Spielbericht (glaube ich?) vorgestellt habe. Ein Beiboot zu einem Playmobil-Piratenschiff :)
Das Schiff ist zu 99% fertig. Es fehlt nur noch eine Laterne, die ich mir noch besorgen muss, sowie eine Taurolle. Für die Bespannung des Segels habe ich noch keine Lösung gefunden, da der Mast abnehmbar bleiben soll. Da muss ich nochmal schauen, wie ich das hinbekomme.
Der Alte ist ein Statist, den ich aus meiner SAGA-Bande entliehen habe, daher hat der ein eckiges Base mit Gras.
Man möge mir den kleinen faux pas in Sachen Style und Optik bitte nachsehen
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Re: »Das ewige Spiel« - Ein Soloabenteuer für Frostgrave - oder ...
« Antwort #2 am: 07. November 2019 - 10:41:56 »

Ein freier Tag dank Arzttermin ... das will ausgenutzt werden ;)

3. Teil
Eine ungeplante Rast






Es dämmerte allmählich und sie waren kurz vor einem Wald, als das Schiff plötzlich zum Stehen kam. Eine gewaltige Stimme erklang aus dem Nichts.
»Ich will mein Schiff zurück!«
Alrik rappelte sich auf. Verdammt! Geb hatte sie entdeckt!
»Gebt mir mein Schiff!«
»Das Schiff gehört deinem Bruder Poseidon«, rief Alrik. »Er hat es in einem ehrlichen Spiel gewonnen und mir aufgrund der alten Schwüre für eine Weile überlassen.«
»Kein Spiel! Kein Gewinn! Ich will mein Schiff!«
Erneut schüttelte sich das Schiff und der Alte fiel schreiend vom Ausguck. Mit einem knochenzerberstenden Schlag landete er auf dem gefrorenen Boden. Ehe jemand reagieren konnte verschlang die Erde den hilflos Schreienden.







»Geb! Da hast du ein Opfer. Nun lasse uns bitte weiterfahren«, rief Alrik verzweifelt.
Ariane war immer noch bei ihnen. Der Wind blies unvermindert in das Segel, aber Geb hielt das Boot fest. Der Mast knarzte schon bedenklich. Lange würde er nicht mehr halten. Moby heulte und war kaum noch zu halten.
»Nein! Keine Schwüre, keine Opfer! Es ist mein Schiff! Gebt es mir zurück!«
Alrik griff zu einem Strohhalm.
»Geb, ich bitte dich nur um eine sichere Passage bis zu dem Wald dort vorne. Dann sollst du dein Schiff zurückbekommen.«
»Nur bis zu dem Wald, Sterblicher! Danach werde ich mein Boot und alles was darauf ist zu mir zurückholen!«
Kaum war die letzte Silbe der donnernden Stimme verklungen, als das Schiff einen Satz vorwärts machte. Alrik taumelte und stieß gegen Mast. Sogar Ishmael musste sich vorbeugen und festhalten. Starbuck konnte das Schiff kaum noch steuern, während sie auf den Wald zu rasten.





Kaum hatten sie den Waldrand erreicht, als Alrik seine Gefolgsleute zur Eile drängte.
»Los! Runter vom Boot! Schnell!«
Starbuck und Ishmael folgten dem Befehl und Moby machte einen gewaltigen Satz, froh aus diesem Ding endlich entkommen zu können.
Der Boden rings um das Schiff wurde weich und wellte sich. Die drei Männer und der Wolfshund rannten auf dem schwankenden Boden um ihr Leben auf den Waldrand zu.
Keine Sekunde zu spät erreichten sie ihn!
Das Boot versank in der Erde.








»Mist!« fluchte Alrik. »Da geht unser Fass mit den eingelegten Heringen und unsere gesamte Ausrüstung unter.«
Starbuck lachte leise auf.
»Scheiß auf die Heringe. Ich konnte Fisch noch nie gut essen. Läuft mir immer tagelang hinterher.«
Alrik schüttelte den Kopf. Dieser Mann hatte seltsame Prioritäten. »Wir sollten noch ein Stück in den Wald gehen und dort ein Lager aufschlagen«, sagte er. »Ich brauche Ruhe. Das alles hat mich Kraft gekostet.«
Starbuck nickte dem Magier zu und sah zu Moby. Es folgte ein Moment, der auf Alrik wirkte, als würde der Soldat stumme Zwiesprache mit den Tier halten. Auf ein Nicken Starbucks hin rannte Moby in den Wald.




»So viel zur Treue eines Wolfshundes«, murmelte Alrik.
»Er ist treu.«
»Und warum läuft er dann weg?«
»Er besorgt uns was zu essen.«
Alrik runzelte die Stirn. Nicht um ersten Mal fragte er sich, ob dieser Starbuck magische Kräfte besaß. Oder hatte er ein gut verstecktes magisches Artefakt, dass ihm diese Kräfte verlieh? Eines, dass Alriks Sinne noch nicht aufgespürt hatten?
Schweigend drangen die drei Männer in den verschneiten Wald ein.

Anmerkung:
Starbuck hat einen Ring der Tierbändigung, weiß aber nicht um die Kräfte des Rings. Der Ring kann nur Wolfshunde bändigen und erlaubt eine telephatische Kommunikation mit maximal einem Wolfshund. Durch diese eher schwache magische Kraft, ist Alrik bisher entgangen, dass einer seiner Gefolgsleute etwas für ihn wertvolles besitzt.
Den Wald habe ich nur schnell zusammengezimmert, da ich mit den Bäumen sehr unzufrieden bin. Die entlauben sich so schnell, als hätte ich Agent Orange darüber ausgekippt!
Wegen der Fotoqualität muss ich mal schauen, ob ich da für die nächsten Bilder nicht besser meine Handycam nutze. So ganz glücklich bin ich nicht mit den bisherigen Bildern.
Teil 4 wird etwas dauern, da zwei Geländestücke für diesen Teil noch nicht fertig sind und ich am Wochenende wegen eines Bolt Action Treffens und privatem Kram vermutlich nicht dazu komme, die so schnell fertig zu bekommen. Wird also schlimmstenfalls Montag, bis der Teil kommt. Dafür geht es dann hoffentlich flott zum sechsten Teil, da ich dann eine ganze Handvoll bereits fertiger Minis einsetzen kann ;)
« Letzte Änderung: 07. November 2019 - 14:45:39 von D.J. »
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Re: »Das ewige Spiel« - Ein Soloabenteuer für Frostgrave - oder ...
« Antwort #3 am: 07. November 2019 - 11:13:07 »

Und hier ein "Trailer" zum 4. Teil "Ein unerwartetes Wiedersehen" ;)



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Nischenspieler

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Re: »Das ewige Spiel« - Ein Soloabenteuer für Frostgrave - oder ...
« Antwort #4 am: 07. November 2019 - 12:19:28 »

An einem anderen Ort zu einer anderen Zeit saß Ludio in seiner Nische und starrte gebannt auf ein technisches Artefakt, durch das er die Gruppe beobachtete. Er konnte von hier aus keinen Einfluss auf das Geschehen nehmen, doch beobachtete er genau jeden Schritt der Gefährten.
« Letzte Änderung: 07. November 2019 - 12:21:49 von Nischenspieler »
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D.J.

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Re: »Das ewige Spiel« - Ein Soloabenteuer für Frostgrave - oder ...
« Antwort #5 am: 07. November 2019 - 12:58:22 »

An einem anderen Ort zu einer anderen Zeit saß Ludio in seiner Nische und starrte gebannt auf ein technisches Artefakt, durch das er die Gruppe beobachtete. Er konnte von hier aus keinen Einfluss auf das Geschehen nehmen, doch beobachtete er genau jeden Schritt der Gefährten.

Und einer schlafenden Gottheit, die in einem Tempel in ewigen Gefägnis Welten erträumte, gefiel das sehr :D
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Re: »Das ewige Spiel« - Ein Soloabenteuer für Frostgrave - oder ...
« Antwort #6 am: 07. November 2019 - 15:42:36 »

Den heutigen, dank Arzttermin freien Tag, ausnutzend, hier noch ein kleiner Nachschlag :)

4. Teil
Ein unerwartetes Wiedersehen


Alrik und seine beiden Gefolgsleute erreichten eine Ruine, die mitten im Wald stand. Eine alte Handelsstation oder das Haus einer Gruppe Holzfäller … er wollte sich da nicht festlegen und war dankbar für eine windgeschützte Ecke und eine Rast während der Nacht.
Als sie die Ruine erreichten fanden sie dort mehrere Fässer und Kisten, in denen teilweise verschimmelte Vorräte lagerten. In der einzigen windgeschützten Ecke der Ruine waren die Überreste eines Lagerfeuers. Es stank trotz der guten Frischluftzufuhr fürchterlich. Ein beißender Geruch in einer Mischung aus alter Tavernenlatrine und trächtiger Wildschweinbrunft.
»Wir sind wohl nicht die Ersten, die hier vorbeikommen«, sagte Starbuck. »Wir sollten wachsam sein. Vielleicht bekommen wir ja noch Besuch.«
Moby schnüffelte aufgeregt und mit aufgestelltem Nackenfell an den Fässern und Kisten.









Einige Zeit später saß Alrik am Feuer und aß seine Kräuter. Moby hatte der Gruppe drei kleine Hasen gefangen, von denen sie zwei über den Feuer gebraten hatten. Der dritte war für Moby, der das tote Tier mit wenigen Happen ausgeweidet und sich dabei behaglich schmatzend die blutige Schnauze abgeleckt hatte.
Jetzt stand Ishmael schweigend auf den Überresten des ersten Stockwerks der Ruine und hielt Wache. Moby und Starbuck lagen eng aneinander vor dem Feuer und schliefen. Arliks Augen wurden schwer und dann fiel auch er in einen traumlosen Schlaf.





***

»Urlack will das Schiff haben.«
Odorf verdrehte die Augen. »Urlack kann das Schiff nicht haben. Es ist in der Erde versunken.«
Der Ork knurrte. »Urlack hat das gesehen. Er ist ja nicht nicht blind oder dumm. Urlack ist sogar sehr intellent!«
Odorf behielt seine Zweifel an dieser Aussage für sich, während er neben dem Häuptling der Waldorks durch den dunklen Wald schlich. »Urlack will auch zaubern können. Wann kann Urlack den Zauberer endlich fangen und essen?«
»Sobald wir den Zauberer und seine Männer gefunden habe, kann Urlack den Zauberer braten, essen und die magische Kraft des Zauberers wird in ihn fahren«, erklärte Odorf zum gefühlt tausendsten Mal ihren Pakt.
»Und der halbe Mensch und Dieb der Meister will auch wirklich kein Stück davon haben?«
Odorf schüttelte den Kopf. »Es heißt Halbling, nicht halber Mensch, und ich bin ein Meisterdieb. Und nein. Zauberer liegen dem Halbling schwer im Magen. Er bevorzugt Schwein und Wild, gut durchgebraten.«
»Bäääh! Durchgebratenes Fleisch! Wie kann man dat drüjje Zeuch nur essen?« Urlack schwieg einige Schritte. Dann wandte er sich erneut zum Halbling um. »Und das Schiff? Wird Urlack sich so ein Schiff zaubern können, wenn er den Zauberer gegessen hat?«
»Aber sicher«, versicherte Odorf und versuchte nicht genervt zu klingen. Urlack grunzte zufrieden.
Ein Waldork trat aus dem Dunkeln an sie heran und grunzte und schnaufte etwas in der Sprache der Waldorks. Odorf verstand kaum etwas. Dann wandte sich Urlack zu dem Meisterdieb um.
»Der Zauberer und seine Menschen sind da vorne, in einer Urine«
Odorf sah in die Richtung und bemerkte einen schwachen Lichtschein, wie von einem Lagerfeuer.





»Ruine«, verbesserte er den Häuptling der Waldorks unbewusst. Urlack schnaubte unwillig.
»Urlack ist nicht dumm! Das da hinten ist kein Ruine. Es ist eine Urine! Da pissen immer die Wildschweine hin. Urlack mag die Urine. Es riecht gut und dort kann man immer gut frisches Schwein fangen.«
Beklemmende Bilder der vergangenen Festmahle der Waldorks krochen in Odorfs Gedanken hoch, die er schnell wieder verdrängte. Er verzog schmerzhaft das Gesicht. Dort, wo ihn der Schild des Skeletts getroffen hatte, war sein Wangenknochen eingedrückt. Er hatte sich zwar mit einem Heiltrank die schlimmsten Folgen der Verletzung heilen können, aber dieses Andenken würde er vermutlich für immer behalten.
Dreimal verdammter Alrik!
Nur mit viel Glück hatte er schwerverletzt den Ausgang aus dem Tempel erreichen können, immer auf der Flucht vor der Banshee und den anderen Bewohnern des Tempels. Dann war er mehrere Tage im Wald umher geirrt, bis er auf die Waldorks traf. Da er so klein war hatten sie glücklicherweise beschlossen ihn nicht zu essen.
»Zu wenig Fleisch auf den Knochen«, hatte Urlack gegrunzt.
Danach hatte Odorf alle Register seiner Redekunst gezogen und die Waldorks davon überzeugt, dass sie die wenigen Abenteurer, die hier durch diesen Wald kamen, als viel fettere und lohnendere Beute jagen sollten. Die Kräfte der Abenteurer würden dann auf sie übergehen. Für die Waldorks klang das logisch und für Odorf war das ein lohnendes Geschäft, da er die Schätze der Getöteten für sich behalten durfte. Dann, bei einem seiner wenigen Besuche in einem der Dörfer um Felstad, wo er einen Teil seiner Schätze gegen vernünftigen Proviant eintauschte, hörte er, dass wieder eine Gruppe Abenteurer nach Felstad unterwegs war. So weit so normal. Aber diese Gruppe würde von einem Chronomanten angeführt! Eilig war Odorf daraufhin zum Stamm der Waldorks zurückgekehrt und hatte mit Urlack einen neuen Pakt geschlossen.
Der Zauberer, und seine Begleiter für Urlack und seinen Stamm, das Gold und alles »Gedöns«, wie Urlack die Ausrüstung der gefangenen Abenteurer nannte, für Odorf.
Ein letzter Raubzug, eine verspätete Rache und dann ein Leben in Saus und Braus.
Der Schmerz verging und Odorf grinste hämisch, als sich die Waldorks an die Ruine anschlichen.
Rache und Gold.
Was konnte es schöneres geben?

***

Alrik schreckte auf. Starbuck hatte ihn leise geweckt und hielt ihm die eine Hand auf den Mund, während er mit anderen dem Magier deutete, still zu sein. Ein leises Knarzen ertönte auf den Dielen über ihnen als Ishmael langsam herunterglitt. Er deutete mit zwei Fingern auf seine Augen und hob dann eine Hand und spreizte alle fünf Finger ab. Danach hob er sich nochmal und hielt nur drei Finger hoch.
Er hatte also 8 Gestalten entdeckt, übersetzte Alrik in Gedanken.
Ishmael tat so, als kratze er sich wie ein Affe unter den Armen, dann spannte er einen imaginären Bogen.
Waldorks? Mit Bogenschützen?
Weiter konnte Alrik nicht übersetzen, denn ein Pfeil sirrte heran und landete zitternd in der Wand hinter ihnen. Er schlug Starbucks Hand von seinem Gesicht und die Schlacht begann



Anmerkung:
Mit der Ruine bin ich noch nicht so glücklich. Die Farben sehen live zwar besser aus als auf dem Handybild hier, aber ich brauche noch Bast, damit ich Stroh darstellen kann und der matschige Boden ist noch nicht so, wie ich den gerne hätte.
Die Bäume des Waldes sind nach wie vor ätzend :( Meine Herren, einmal angeguckt, schon keine Nadeln mehr, oder was?
Da werde ich wohl mal selber mal Bäume basteln müssen *gruselschauder*

Alrik beginnt diesen Kampf mit -1 Gesundheit, da er keine vollständige Nachtruhe hatte. Er hat jetzt noch 4 Portionen Heilkräuter und sollte sich allmählich mal Gedanken machen, wie an eine komplette Mütze Schlaf kommt ;)

Den Kampf werde ich mit etwas Glück morgen austragen können, schlimmstenfalls erst am Sonntag. Der Erscheinungstermin vom 5. Teil Die Schlacht an der »Urine« zieht sich also diesmal wirklich etwas hin.
« Letzte Änderung: 07. November 2019 - 15:49:20 von D.J. »
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Tabletop Generals

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Re: »Das ewige Spiel« - Ein Soloabenteuer für Frostgrave - oder ...
« Antwort #7 am: 07. November 2019 - 18:57:54 »

Sehr cool, vielen dank für diese kleinen Geschichten. Hat viel Spaß gemacht zu lesen. Gerne mehr.
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Re: »Das ewige Spiel« - Ein Soloabenteuer für Frostgrave - oder ...
« Antwort #8 am: 08. November 2019 - 13:36:56 »

Danke dir :)
Der nächste Teil wird aber etwas dauern. Da ist nächste Woche ein Attack-Wing-Turnier, dass ich ausrichte, die Ruine ist wegen einem dummen Baufehler schwer als Ruine eines Fachwerkhauses zu erkennen (Querbalken fehlen *faceplam* und die Balken sind noch zu hell) und muss ausgebessert werden, ich brauche nochen paar Bäume die NICHT nadeln oder flocken  ... aber ich bleibe dran :)
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Re: »Das ewige Spiel« - Ein Soloabenteuer für Frostgrave - oder ...
« Antwort #9 am: 08. November 2019 - 17:17:32 »

Schaffst du schon, viel Spaß und Erfolg mit dem Turnier.
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Re: »Das ewige Spiel« - Ein Soloabenteuer für Frostgrave - oder ...
« Antwort #10 am: 09. November 2019 - 07:27:51 »

Danke dir :)
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Re: »Das ewige Spiel« - Ein Soloabenteuer für Frostgrave - oder ...
« Antwort #11 am: 13. November 2019 - 14:57:42 »

Wie befürchtet komme ich diese Woche nicht zum Ausspielen der »Schlacht um die Urine«  :-\ Eine halbe Stunde ist mir zu wenig, da ich auch noch vieles nachblättern muss. Dazu kommt, dass mir die alte Ruine einfach nicht mehr gefällt. Eine Neue muss mit dem neuen, eckigen Turm irgendwie kompatibel sein, da ich mir aus Platzgründen ungern Gelände bauen mag, dass nach einem Einsatz verstaubt.
Also habe ich aus der Not eine Tugend gemacht.
Eine halbe Stunde ist für die nächsten geplanten Arbeiten am Turm zu wenig, ebenso zum Spielen. Aber die neue Ruine … da kann man in der Zeit das eine oder andere schon machen, trocknen lassen etc. Seit Montag bin ich da immer mal wieder für ein paar Minuten am werkeln.

Der langen Rede kurzer Sinn:
And … here … we … go ;)






















Aktueller Stand der Dinge:
Die Ruine wird untenherum »gemauert«, oben kommt Fachwerk drauf. Das Dach soll teilweise eingestürzt sein. Auf dieses Obergeschoss kommt man nur durch den Turm (unten rein, auf die Galerie, raus zur Balustrade an der Rückseite wo auch die Tür zu diesem Geschoss ist.)
Das habe ich bewusst so gebaut, da ich es spannender finde, wenn man für die Erkundung des Stockwerks erst durch die anderen Teile gehen muss.
Eventuell wird das Dach auch dicht und nicht eingestürzt sein, aber das entscheide ich (wie immer) spontan ;)
Pläne?
Ich schmiede viele Pläne, aber mache es am Ende doch anders :D





Und weil ich gerade von Plänen rede* ... ;)



*Rangers of Shadow Deep ist ein Frostgraveableger, der bewusst auf Solo- bzw. kooperative Spiele ausgelegt ist. Er spielt, wie der Name vermuten lässt, öfter in bewaldeten Grenzgebieten.
Ein Baumhaus kann ich aber für beide Systeme nutzen, egal ob ich nun als (mit der Gesamtsituation unzufrieder Ranger) oder als Machtgieriger Magier unterwegs bin ;)


 
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Re: »Das ewige Spiel« - Ein Soloabenteuer für Frostgrave - oder ...
« Antwort #12 am: 13. November 2019 - 18:18:04 »

Man sieht schon:
Du möchtest beim basteln viel Kaffee mit Milch und Zucker trinken.
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Fertige Minis 2017:
28mm gebastelt: 13
28mm bemalt: 88

Fertige Minis 2016:
28mm gebastelt: 271 Figuren
28mm bemalt: 198 Figuren
18mm: 114 Infanterie, 52 Kavallerie, 10 Kanonen, 3 Protzenwagen
6mm: 65 Infanterie, 42 Fahrzeuge
1/3000: 71 Schiffe

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Gestern war ich dann noch schnell etwas fleissig.
Die Ruine ist jetzt rundherum "gemauert"





Der Kaminofen ist gemauert, hat Feuerholz und einen Schürhaken. Die Oberseite und die Kanten werden natürlich noch "ergrauen", der Pfeiler hinten ebenso. Der runde Part am Kamin wird metallisch (vermutlich Bronze). Die Oberseite werde ich nicht abdecken, da kommt eh noch der Kamin hoch und wenn die zweite Etage drauf steht, sieht man das eh nicht mehr.





Die Tür habe ich mit Hilfe eines Zahnstochers beweglich hinbekommen :D Der dient als Scharnier.



 

Heute abend beginne ich mit der Bemalung des Untergeschosses, dass dann schon als Ruine für die Schlacht dienen kann. Da werde ich nur grob die reste eines Obergeschosses dauflegen, damit die Geschichtsverfälschung (neue Bilder für den vorherigen Bericht) nicht so krass ausfällt und sich auf die bisherigen Bilder beschränkt.

Ordnung muss sein!



 ;D
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