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  • 26. Februar 2021 - 22:47:11
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Autor Thema: 4 Kartons voll Büchern  (Gelesen 642 mal)

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Riothamus

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4 Kartons voll Büchern
« am: 06. Februar 2021 - 15:30:16 »

Ich bin überraschend an so ca. 75 Bücher zum WW2 gekommen. An sich recht nett, da ich da doch eher weniger informiert bin. Klar, wir haben in der Schule die Zeit doppelt und dreifach durchgenommen und im Studium kommt man auch nicht daran vorbei, doch stehen da eher Themen wie der Holocaust oder die Gleichschaltung im Vordergrund, weniger Panzer, Ausrüstung und Kriegsverlauf. Und das Thema liegt eben schon weit nach der mich eher interessierenden Zeit. Jetzt habe ich da aber ein Problem. Auch wenn mir viele Titel und Autoren etwas sagen, bin ich unsicher womit ich beginnen soll.

Neben 12 Romanen von Konsalik und anderen sind es Sachbücher, aber auch einige Stücke aus dem III. Reich. Zunächst aber mal ein Teil der Sachen, die ich auf Anhieb einordnen kann.

Da ist zunächst eine gekürzte Version der berühmten Memoiren von Churchill, betitelt 'Der zweite Weltkrieg'. Klar, wer sich ernsthaft damit beschäftigt kommt daran nicht vorbei, auch wenn auf meiner Liste eher eine vollständigere Ausgabe steht - diese ist etwa so dick wie die 'Befreiung Afrikas' allein.

In vielen Bücherschränke wird auch Raymund Cartier "Der zweite Weltkrieg" stehen und ich vermute, dass dies ein guter Einstieg in die Lektüre ist. Cartier war französischer Journalist, dem seine Tätigkeit während der Besetzung Frankreichs verboten wurde. Als Angehöriger der Militärpolizei konnte er später auch hohe Offiziere befragen. Dennoch wird ihm genügend Distanz bescheinigt. Ich habe sein Werk irgendwie als Standard abgespeichert, zudem ist es für eine Ausgabe der 60er geradezu mit Fotos gespickt.

Weit verbreitet sind sicher auch die Schriften von Paul Carell, der die Sicht des Krieges für viele Bundesrepublikaner geprägt hat. Allerdings gibt es da so einige Versäumnisse. Er hat seine eigene Vergangenheit als Pressechef von Ribbentrops und Obersturmbannführer nicht wirklich aufgearbeitet. Zudem gelangen ihm zweifelhafte Kunststücke, wie in seinem Buch über den Angriff auf die UdsSR das Wort 'Juden' nicht zu verwenden. Und auch innerhalb rein militärischer Meinungen beschränkte er sich häufig auf eine Ansicht, wenn ich es richtig im Kopf habe. Sein 'Die Wüstenfüchse', das ich schon als Heranwachsender las, würde ich wegen seiner spannenden Darstellung und weil es - korrigiert mich da, falls ich falsch liege - sein Erstlingswerk ist und noch nicht so dezidiert ein harmloseres Bild erzeugt. dennoch immer noch empfehlen. Die beiden anderen von ihm in den Kisten enthaltenen Werke sind 'Verbrannte Erde - Schlacht zwischen Wolga und Weichsel' sowie 'Sie kommen!' über die Ladung in der Normandie.

Telford Tayler, 'Die Nürnberger Prozesse' trifft unser Thema nur am Rande, aber der Standpunkt eines der damaligen Hauptankläger vom Anfang der 90er Jahre ist interessant für das Thema. Zudem auch sicher besser lesbar als vieles, was deutsche Autoren hervorgebracht haben, was ja ein wichtiger Grund dafür ist, dass Autoren wie Carell einen solchen Erfolg hatten.

Auch über Schlicht / Angolia 'Die deutsche Wehrmacht - Uniformierung und Ausrüstung 1933-1945 Band 1 Das Heer' aus dem Motorbuchverlag bin ich schon gestolpert. In seiner Fülle ist es eher ein Handbuch zum Nachschlagen. Das hätte ich gebraucht, als ich meine späten Deutschen bemalte. Nun, vielleicht kann ich ja noch etwas ändern. Hierzu lautet meine Frage, wie zuverlässig es ist, da ich das wirklich nicht beurteilen kann.

Besonders freut mich Waldemar Becker, Das Kriegsende 1945 im ehemaligen Hochstift Paderborn aus der heimatkundlichen Schriftenreihe der Volksbank Paderborn. An deren, meist sehr guten Hefte ist schwierig zu kommen und auch dies stand wie Cartier und Taylor schon länger auf meiner Liste.

Weiter geht es im nächsten Post etwas systematischer mit den Büchern aus der NS-Zeit.
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Gruß

Riothamus

Riothamus

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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #1 am: 06. Februar 2021 - 16:04:50 »

Sicher nicht als solches lesen werde ich das Reichsministerialblatt, Jahrgang 1938 und das Reichsversorgungsblatt, Jahrgänge 1935-1945. Dann ist da das Lesebuch 'Bausteine zum Dritten Reich - Lehr- und Lesebuch des Reichsarbeitsdienstes', Leipzig o.J., 5. Auflage. Nun. Auch das eher eine Quelle für Themen außerhalb unseres Bereichs.

Fritz Otto Busch, 'Narvik - Vom Heldenkampf Deutscher Zerstörer (1940)' war damals sehr erfolgreich, ist aber als Kriegsberichterstattung auf Linie der Partei natürlich nur mit entsprechenden modernen Werken heranzuziehen.

So ist es natürlich auch mit Fritz von Forell, 'Mölders und seine Männer' vom 1941.

Adolf Hitler, 'Bilder aus dem Leben des Führers' müsste von 1936 sein. Eine reines Propagandawerk mit Fotos zum Einkleben. Es stammte ja auch vom Cigaretten-Bilderdienst. Ich habe mal gehört, dass es schließlich mit den schon eingeklebten Bildern ausgeliefert wurde, weil es zu zahlreichen, sagen wir, Respektlosigkeiten gekommen war. Ich habe aber keine Ahnung, ob das stimmt. Im berühmten Vorwort versucht Goebbels den Begriff 'Propaganda' umzudeuten. Für uns sind die Bilder mit Uniformen und Panzern interessant.

Für uns Figurenmaler interessanter ist ein weiteres Propagandawerk: 'Der Kampf im Westen - Die Soldaten des Führers im Felde, 2. Band.' Der Text ist mit zahlreichen Farbfotos versehen und dazu gehört eine der alten metallenen 3D-Brillen ("Raumbildbetrachter"), die mitsamt vier Stapeln schwarz-weißer 3D-Bilder im dicken Einband sitzt. Natürlich alles Propaganda, was aber an dem Quellenwert für Ausrüstung, Waffen und Uniformen nichts ändert.

So, passenderweise klingelt es nach den Propagandaschinken. Im nächsten Post wird es wieder moderner.
« Letzte Änderung: 06. Februar 2021 - 18:55:44 von Riothamus »
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Riothamus

meyer

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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #2 am: 06. Februar 2021 - 16:26:02 »

Bin gespannt was du noch ausgräbst...

Der Band "Schlicht / Angolia 'Die deutsche Wehrmacht - Uniformierung und Ausrüstung 1933-1945 Band 1 Das Heer" ist sehr gut für Recherchen zu Unifomrierung und Ausrüstung des Heeres. Ich nutze es oft. Wenn man aber auf schöne bunte Fotografien hofft, wird man enttäuscht.

Ja der Carell ist schon toll zu lesen. Aber wie du selber feststellt, hat er das Bild des Krieges, vorallem an der Ostfront geprägt, und dieses Bild ist nicht immer so ganz richtig (um es diplomatische auszudrücken).

Bin also gespannt  :) .
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Riothamus

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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #3 am: 06. Februar 2021 - 18:19:35 »

Ah, danke! Ich hatte erhofft dass ich den Band zur Uniform und Ausrüstung des Heeres jetzt als Referenzwerk nehmen kann. Und ja, Carell ist natürlich problematisch. Aber ich habe bisher ja nur 'Die Wüstenfüchse' gelesen, da will ich nicht über die späteren Bücher zu harsch urteilen. In Afrika wurde ja Einiges bewusst heimlicher getan, weil es zu einen Rommel als störend empfand und man die Soldaten in der ungewohnten Umgebung nicht zu sehr belasten wollte, wenn ich es richtig in der Erinnerung habe. Dadurch wirkt es sich bei dem Thema nicht so aus.

Weiter geht es mit diesen großformatigen, reich bebilderten Bänden, die man nur in einem großen Sessel oder an einem Pult richtig lesen kann.

Janusz Piekalkiewicz, Der zweite Weltkrieg: Der Autor war schon als Jugendlicher im polnischen Widerstand und hat am Warschauer Aufstand teilgenommen. Nach Lagerhaft und Kriegsende wurde er Journalist. Er ist bekannt für seine gründliche Recherche und seinen neutralen Standpunkt. Manche werfen ihm vor, zu deutschfreundlich zu schreiben. Doch das große Lob, dass Sebastian Haffner ihm im Vorwort ausstellte und die Tatsache, dass er in diesem Werk einfach nur objektiv das Geschehene berichtet, dürften die Lektüre empfehlen.

Wladimir Karpow, 'Russland im Krieg 1941-1945': Bei diesem Autor kenne ich mich dann kaum noch aus. Meine Erinnerung sagte irgendwie russischer Militär und Kriegsveteran, was Wikipedia bestätigte. Nach seiner Laufbahn beim Militär war er Journalist und Schriftsteller, dies Buch kann ich aber nicht weiter einordnen.

Alexander Lüdeke, Der zweite Weltkrieg: Zur Abwechslung mal tatsächlich ein Militärhistoriker. Allerdings ist das Buch zwar modern aufgemacht mit vielen Bildern, Karten, bunte Zeichnungen von Militärgerät und Erklärkästen, hat aber weniger Text als Bilder. Ganz ohne es zu lesen mag es zwar durch seine Abbildungen eine Fundgrube sein, kann im Text aber nur eine Übersicht bieten, wenn hier nicht auf geringem Platz viele Fakten präsentiert werden, woran das Teetisch-und-Sessel-Format zweifeln lässt.

Willmott, Cross und Messenger: Der zweite Weltkrieg: Vereinfacht gesagt tun sich ein Militär, ein Militärhistoriker und ein Journalist/Autor zusammen. Der bekannteste ist natürlich Willmott, der schon mehr zum Thema schrieb. Es fehlen die mehr technischen Bildchen, die Fotos sind stimmungsvoller, der Text mehr und kleiner geschrieben als bei Lüdeke; sonst ist die Optik vergleichbar.

Dann ist da die 'Chronik 1945 - Tag für Tag in Wort und Bild' aus dem Chronik Verlag. Ich denke, hierzulande brauche ich zu dem Format nichts zu schreiben. Dabei war auch die 'Chronik des Zweiten Weltkriegs' vom selben Verlag. Ich nehme an, dass es sich - trotz der dicke des Bandes - um eine verkürzte Version der der Bände zu den Kriegsjahren handelt.

Kurt Zentner, beide Bände der 'Illustrierten Geschichte des Zweiten Weltkriegs' und der erste Band der 'Illustrierten Geschichte des dritten Reiches'. Vom äußeren Format her sind die Bände weniger sperrig. Ähnlich wie Carell problematisch. Zentner war jüdischer Herkunft und hat sich durch die Mitarbeit an der Propaganda des III. Reichs gerettet. Ich habe beide Werke nicht gelesen und vermag sie also nicht selbst zu beurteilen. (Zentner hatte ich nur dunkel im Kopf und musste wieder bei Wikipedia spicken, um das zusammenzubringen, was mir einfiel.)

Dann gab es auch Autobiografisches zu finden.

Heinrich Haape, Endstation Moskau 1941/42 - Tagebuch eines Frontarztes. An der Zusicherung des Vorworts, dass am Tagebuch keine Änderungen vorgenommen wurden, wage ich schon wegen des Charakters von Tagebüchern, die selten durchgehend verständlich für andere geführt werden, etwas zu zweifeln. Aufgrund einiger Leseproben liegt die Vermutung nahe, dass die Einträge für die Veröffentlichung zumindest verbunden und vielleicht ausgeführt wurden, wenn sie nicht komplett überarbeitet sind. Sonst kann ich nichts dazu sagen.

Paul Schmidt, 'Statist auf diplomatischer Bühne 1923-1945 - Erlebnisse des Chefdolmetschers im Auswärtigen Amt mit den Staatsmännern Europas': Diplomatenerinnerungen von 1949. Der Titel und wohl auch das Buch verschweigen allerdings, dass er Dolmetscher Hitlers und SS-Standartenführer war.

Lew Kopelew, 'Aufbewahren für alle Zeit! Aus Ostpreußen in russische Straflager - Ein Sowjetmajor im Widerstand': Ins Gulag kam er, weil er Gräueltaten russischer Truppen kritisierte. Nach Stalins Tod entlassen, arbeitete er als Autor und Uni-Dozent bis er wieder in Konflikt mit den Machthabern geriet. Er lebte schließlich im Exil in Köln und trat für Versöhnung ein. Seinen Namen habe ich bisher eher nicht mit dem Krieg in Verbindung gebracht.

Dann war da auch eine Goebbels-Biographie, ganz langweilig von einem Historiker:
Ralf Georg Reuth: Goebbels. Irgendwie befremdlich, dass er andererseits auch über Helmut Kohl und Angela Merkel schrieb. Aber die Geschichte ist eben manchmal so.

Die Bücher sind noch nicht durch, aber ich muss jetzt erstmal was anderes machen.
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Riothamus

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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #4 am: 06. Februar 2021 - 18:22:54 »

Sieht ja nach einem richtigen Schatz aus. Glückwunsch.
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Sunzi

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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #5 am: 06. Februar 2021 - 21:28:17 »

Scheint ja etwas angestaubt zu sein, aber wenn Du den Platz hast :D Danke fur den detaillierten Einblick!
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Darkfire

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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #6 am: 06. Februar 2021 - 22:04:15 »

Ich glaub ich habe inzwischen einen Karton mit WW2 Büchern bei mir rausgeschmissen, das so viel Unfug am Markt ist...wobei ich mich jetzt da speziell auf Bücher über Wehrtechnik und Trruppenorganisation beziehe. Echte Perlen sind da eher selten, gerade über Panzer muß man immer wieder auf (z.T. relativ teure) Spezialbände zurückgreifen. Jean Restayn "Panzer und Kampffahrzeuge"  wäre zu empfehlen, vielleicht ist es ja dabei.

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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #7 am: 07. Februar 2021 - 09:49:36 »

Natürlich ist bei einem Thema wie dem 2. Weltkrieg viel Unsinn und auch Schlechtes im Umlauf. Trotzdem ist es ja so das man ohnehin mehr als ein Buch zu einem speziellen Punkt hat. Da wird schnell klar was Quatsch ist und trotzdem hab ich da schon manch gutes Bild gefunden. Genauso ist es ja mit dem oben genannten Paul Carrel, man muss nicht alles glauben was in so einem Buch steht und als Roman mit geschichtlichem Hintergrund geht das als Erbstück ja noch durch. In den 60er Jahren wüsste man ja auch längst nicht so viel wie wir heute wissen.
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Darkfire

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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #8 am: 07. Februar 2021 - 10:41:43 »

Natürlich ist bei einem Thema wie dem 2. Weltkrieg viel Unsinn und auch Schlechtes im Umlauf. Trotzdem ist es ja so das man ohnehin mehr als ein Buch zu einem speziellen Punkt hat. Da wird schnell klar was Quatsch ist und trotzdem hab ich da schon manch gutes Bild gefunden. Genauso ist es ja mit dem oben genannten Paul Carrel, man muss nicht alles glauben was in so einem Buch steht und als Roman mit geschichtlichem Hintergrund geht das als Erbstück ja noch durch. In den 60er Jahren wüsste man ja auch längst nicht so viel wie wir heute wissen.

Natürlich ist mir der (ideelle) Wert eines Buches bewusst, benutze sie ja auch gerne. Und deswegen habe ich früher auch so gehandelt ("Die Wüstenfüchse" habe ich auch, sogar selbst gekauft), aber gerade beim Thema WW2 habe ich in den letzten Jahren eine Cäsur gemacht, weil die Informationen, die mich interessieren, doch gut im Netz zu finden sind (Originalfotos, Farbaufnahmen von erhalten Fahrzeugen oder Reenactments). Und deswegen hab ich für mich entschieden, das "Papiervolumen" zu diesem Thema zu reduzieren, beziehungsweise mich auf Neuanschaffungen zum Thema Militärtechnik zu beschränken.

Aber ich wollte den Thread nicht übernehemen (SORRY)... ::)
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Riothamus

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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #9 am: 07. Februar 2021 - 13:05:26 »

Oh, der Thread soll ja auch als Anregung dienen, sich über Bücher zum Thema auszutauschen, schreib also ruhig weiter. Und ich komme wohl erst morgen dazu weiterzuschreiben. Soviel Schnee an einem Tag gab es hier zuletzt in den 80ern. Das bestärkt mich wieder darin, ein Befürworter der Klimaerwärmung zu sein. ;)

Es ist natürlich eine Naturkonstante, dass es niemals genug Regalplatz gibt und ich kann noch nicht sagen, welche Bücher ich behalte. Es ist ja doch zum großen Teil populärwissenschaftlich. Auf der anderen Seite gibt genau das eine Fülle an Bildquellen.

Restayn ist nicht dabei. Die Techik fehlt leider fast ganz. Aber da ich zum WW2 nur so 10 Bücher hatte, die Hälfte so Sachen wie 'Angriffshöhe 4000' und 'Verdammter Atlantik', kann ich mich da schon ergänzen. Es ist ja nicht so, dass ich die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts gänzlich uninteressant finde, nur beschäftige ich mich lieber mit anderen Zeiten. Und da ist eben dann die Sache mit dem Regalplatz und dem Bücheretat. Einiges aus der Sammlung wie Cartier stand vage auf der Anschaffungsliste, falls ich mal Ressourcen dafür übrig habe. Angesichts dieses, ja, kleinen Schatzes wird die Liste erweitert.

Was ich mir nie angeschafft hätte, wären die Sammelhefte "Das III. Reich" aus dem Jahr-Verlag und den 70ern. Die sind sensationsheischend und teils mit sehr fragwürdigen Artikeln herausgeracht worden, um mit dem Geld andere Zeitschriften zu stützen, wie der Verleger offen zugab. Es sind aber auch immer wieder einzelne seriöse Artikel dabei gewesen und es wurden sehr viele Quellen abgedruckt, die den 5 Sammelheftern immer noch einen gewissen Wert geben. Wohlgemerkt: Es steht zwar III. Reich drauf, reduziert das Thema aber Großteils auf den Krieg. Um das Thema auszupressen wurde dann nahtlos mit "Der III. Weltkrieg" weitergemacht, worin spätere Konflikte thematisiert werden sollten. Davon ist auch noch ein Sammelband dabei und ich weiß nicht, ob es davon überhaupt mehr gab. Herausgeber war übrigens der schon genannte Zentner. Das war sicher eine der, wenn nicht die meistkritisierte Publikation zum Thema im Nachkriegsdeutschland. Dennoch werden darin ganz einfach viele Quellen wie Zeitungsartikel zugänglich gemacht, was es, wenn man damit umgehen kann, wertvoll macht. Und dann sind die Sammelhefte natürlich selbst eine Quelle für die Nachkriegszeit und ihren Umgang mit dem Thema, den sie sogar selbst thematisieren.

Und ja, Sunzi, die Sammlung ist nicht ganz aktuell. Auch das ist ein Grund für den Thread. Wenn ich den Rest vorgestellt habe, werde ich ganz dreist fragen, was da aus heutiger Sicht noch an Wichtigem fürs Hobby fehlt. Einen Tipp zu den Panzern habe ich dank Darkfire ja jetzt schon.

Der dritte Grund ist, dass ich von vielem zwar gehört habe, aber allenfalls einen kleinen Teil gelesen habe. Da bietet sich an, dass ich mich nach der Lektüre nochmal dazu äußere. Mal sehen, ob sich etwas an der Beschreibung, bzw. Beurteilung ändert.
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Riothamus

Blüchi

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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #10 am: 07. Februar 2021 - 13:30:26 »

War Carel nicht der Autor von "Unternehmen Barbarossa" und "Verbrannte Erde" ? Hab die beiden vor fast 30 Jahren gelesen und das einzigste an was ich mich erinnern kann ist der Spion "Werther" oder so ähnlich.....weiß man mittlerweile wer dieser Herr war ? War es Hitlers Klavierspieler ?
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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #11 am: 07. Februar 2021 - 13:35:26 »

Schöner Erklärung, hab für WW2 so um die 300 Bücher mittlerweile. So 2/3 schon einmal oder mehrfach gelesen. Sind natürlich einige nicht ganz objektive Bücher dabei. Ich glaube das älteste ist über den Kampf in Norwegen, ist noch während des Krieges erschienen. Sind in den letzten Jahren viele englische Bücher hinzu gekommen. Dafür bin ich was WW1 und davor angeht eher schwach Aufgestellt mit 40 Büchern oder so. Ich kann selbst sehr einseitigen Büchern was abgewinnen, da ich das mit der anderen Seite vergleichen kann. Das ist das was ich an den Büchern von Piekalkiewicz so mag, erstmal beide Propaganda Seiten und dann was war wirklich.
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Riothamus

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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #12 am: 07. Februar 2021 - 16:54:28 »

@ Blüchi : Ja, die sind auch von Carell. Zum Spion kann ich aber nichts sagen.
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Riothamus

thrifles (Koppi)

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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #13 am: 07. Februar 2021 - 17:24:43 »

Hoffentlich nicht aus einem Nachlass. Wenn ich die Titel da lese, ist das schon komisch, weil ich da doch auch einige von habe.
Cartier fand ich schon immer - unter der Berücksichtigung des damaligen Forschungsstandes sehr gut.
Piekalkiewiczs Ansatz - erst Dokumente, dann Text - war damals, als die in den 80er Jahren erschienen, echt was neues in der populärwissenschaftlichen Literatur zum Thema.
Die Bücher von Zentner, ich habe die Illustrierte Geschichte des Dritten Reichs, und die Bände über den Krieg, waren, auch wieder unter dem Aspekt damaliger Forschungslage sehr interessant, und die habe ich immer wieder mal gelesen.
Carell. Tja. Man kennt heute die Historie. Seine und die Wirklichkeit des Krieges. An einigen Stellen schreibt er auch einfach falsches (Beschreibung in "Sie kommen". Die Darstellungen am Abschnitt Utah und der Kampf um die Widerstandsnester stimmt so nicht).
Aber. der Typ konnte halt irgendwie spannend schreiben. War ja auch so ausgebildet. Oje, oje. Deshalb kann ich die vier Bücher von ihm auch nicht wegwerfen.
Schlicht/Angolia in vielem sehr detailliert. Aber irgendwie schlecht zu lesen, und bei gewissen Sachen, wo ich nachgeschaut habe, fehlten mir dann auch Infos, die man heute in günstigeren Publikationen findet. Das kann man aber zu nem echt guten Preis verkaufen, weil es so einen Bibelanspruch in sich trägt.
Aber irgendwie kann ich mich von den jetzt beschriebenen Büchern nicht trennen, weil sie alle in ihrer Art auch einzigartig sind.
Wer sich heute umfangreich informieren will, der sollte halt einfach das 10 bändige Werk Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg kaufen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Deutsche_Reich_und_der_Zweite_Weltkrieg
Das ist DIE Referenz.
Ansonsten noch die Bücher von Neitzel, Töppel, Frieser,  Peter Lieb, Takuma Melber und als Nichthistoriker noch Keusgen (Normandie).
Dann kann man im Grunde alles ältere in die Tonne treten, wenn dann da nicht die unbestimmten nostalgischen Erinnerungen wären, und vor allem Bücher wegwerfen so etwas wie Bücher verbrennen ist. Ich kann das sooooooooooooooooo schlecht. :'(


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http://www.thrifles.blogspot.com/

 http://www.dminis.com/thrifles/galleries/

\" ... Artillerieeinheiten der wichtigsten Nationen (Preußen, Österreich, Russland, Großbritannien ...) sind \"gefärbt\". Das Holz der Kanonen ist bei den Preußen z.B. blau, weil das die Farbe der Nation im Spiel ist (grün für Russland usw.). Das alles sieht scheiße und spielzeugmäßig aus...\"
Zitat aus einer Besprechung von Napoleon Total War

Darkfire

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Re: 4 Kartons voll Büchern
« Antwort #14 am: 07. Februar 2021 - 23:41:41 »


Was ich mir nie angeschafft hätte, wären die Sammelhefte "Das III. Reich" aus dem Jahr-Verlag und den 70ern. Die sind sensationsheischend und teils mit sehr fragwürdigen Artikeln herausgeracht worden, um mit dem Geld andere Zeitschriften zu stützen, wie der Verleger offen zugab. Es sind aber auch immer wieder einzelne seriöse Artikel dabei gewesen und es wurden sehr viele Quellen abgedruckt, die den 5 Sammelheftern immer noch einen gewissen Wert geben. Wohlgemerkt: Es steht zwar III. Reich drauf, reduziert das Thema aber Großteils auf den Krieg. Um das Thema auszupressen wurde dann nahtlos mit "Der III. Weltkrieg" weitergemacht, worin spätere Konflikte thematisiert werden sollten. Davon ist auch noch ein Sammelband dabei und ich weiß nicht, ob es davon überhaupt mehr gab. Herausgeber war übrigens der schon genannte Zentner. Das war sicher eine der, wenn nicht die meistkritisierte Publikation zum Thema im Nachkriegsdeutschland. Dennoch werden darin ganz einfach viele Quellen wie Zeitungsartikel zugänglich gemacht, was es, wenn man damit umgehen kann, wertvoll macht. Und dann sind die Sammelhefte natürlich selbst eine Quelle für die Nachkriegszeit und ihren Umgang mit dem Thema, den sie sogar selbst thematisieren.

Ich muß zugeben, als ich mir die Hefte zugelegt habe, gab es nicht viel anderes...nämlich wirklich in den 70ern. Da ich mich schon immer mehr für die technische Seite des Militärs und für Modellbau interessiert habe, gab es doch in den Heften eine Fülle von z.T. Farbaufnahmen (aus dem "Adler"). Und als 15jähriger fragt man halt selten nach der Ideologie die dahintersteht. Wie Du schon schreibst, heute sind es nur noch Zeitdokumente...wie viele Bücher und Zeitschriften aus den 70ern und 80ern. Und ich bin jetzt wahrscheinlich jetzt auch schon Zeitzeuge  ;)

Einen Tipp zu den Panzern habe ich dank Darkfire ja jetzt schon.

Wenn Du da mehr Interesse hast und nicht zu tief einsteigen willst, gäbe es noch den ewigen Klassiker "Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr" von Werner Oswald/Jürgen Plate..ein sehr kompletter Typenkatalog. Wenn Du mehr über einzelne Fahrzeuge suchst, dann wäre die Ledwoch Reihe aus Polen sehr gut und günstig, leider sind da nur die Bildunterschriften zweisprachig oder die, etwas teureren "Nuts and Bolts" mit deutsch/englischen Text (wobei die älteren Bände vergriffen sind). Und natürlich die unsterbliche Militärfahrzeug-Reihe von Walter Spielberger aus dem Motorbuchverlag. Und wenn man nur Bemalungsvorlagen sucht, dann die beiden oben empfohlenen Reihen und, die leider nur noch schwer erhältlichen, "Panzer Colors" von Bruce Culver aus dem Squadron Verlag...obwohl schon von 1976 im immer ein Standard.
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