Sweetwater Forum

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  • 07. MĂ€rz 2026 - 10:26:13
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Autor Thema: Interview mit Ludger Fischer zur Entwicklung der deutschen Tabletop-Szene  (Gelesen 5982 mal)

0 Mitglieder und 2 GĂ€ste betrachten dieses Thema.

Yogsothoth

  • Kaufmannstochter
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  • BeitrĂ€ge: 90
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Liebe Freunde des Tabletops,

was wĂ€re ein Spiel ohne eine launige Unterhaltung ĂŒber das Hobby und ein paar Anekdoten aus vergangenen Tagen? 
Wir "MĂŒnsterland Wargamer" haben daher zur Abwechslung ein ADLG-Spieletreffen auch noch fĂŒr ein Interview mit einem Veteranen der ersten Stunden des Hobbys genutzt und es auf unseren Blog gesetzt.

FĂŒr interessierte Leser ist hier der Link:

https://muenster-wargaming.blogspot.com/2021/07/das-munsterland-wargaming-interview.html

Viele GrĂŒĂŸe,

Yogsothoth
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Es ist nicht tot was ewig liegt

bis dass die Zeit den Tod besiegt!

Sunzi

  • Schneider
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  • BeitrĂ€ge: 275
  • 28 mm Fantasy + Mittelalter

Vielen Dank, ich finde sowas immer extrem spannend und habe hier wirklich viel gelernt! Ganz spannender Einblick in genau die Phasen die mich sehr interessieren: wie fing das alles an?

Als Hinweis um den Artikel etwas inklusiver und "anfĂ€ngerfreundlich" zu gestalten wĂ€re die AbkĂŒrzungen einmal auszuschreiben ( "WHFRPG (= Warhammer Fantasy Role Playing Game Anm. der Red.)" oder mit einem erklĂ€renden Link zu unterlegen. 
« Letzte Änderung: 26. Juli 2021 - 18:04:21 von Sunzi »
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Wellington

  • Edelmann
  • ****
  • BeitrĂ€ge: 3.934

Sehr interessant, aber ich hab noch nie von dem Herrn gehört.
Und immer wieder faszinierend wie die Paralleluniversen (turnierorientierte Spieler, kampagnenorientierte Spieler, "casual" Spieler) nebeneinander existieren.
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Weniger labern, mehr spielen ...

Wellingtons Martktplatz

Sunzi

  • Schneider
  • ***
  • BeitrĂ€ge: 275
  • 28 mm Fantasy + Mittelalter

Es ist ein ziemliches "Rabbit Hole", da ich ĂŒber den Namen - der mir auch nichts sagte, aber was zu erzĂ€hlen hatte er ja - noch ein paart mehr Artikel zum Beginn von Wargaming, Fantasy Wargaming in Deutschland finden konnte.
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Rusus

  • BĂŒrger
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    • Mini-Rusus

Ja, schöner Artikel und interessant zu lesen.
Soviel ich weiß, ist Ludger derjenige, der zusammen mit Willi die PBI-Spiele auf der CONflict prĂ€sentiert.
Witzig, die angesprochene Übersetzung der WRG 6. von Hobby Products habe ich auch noch zuhause irgendwo rumfliegen. MĂŒsste noch aus den frĂŒhen 90ern stammen.
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Gruß und Nice Dice
Rusus

Angefarbelte PĂŒppchen 2009:158 2010:139 2011:262 2012:223 2013:205 2014:502 2015:333 2016:378 2017:25 2018:120 2019:865 2020:885 2021:346 2022:291 2023:340 2024:193 2025:435 2026: 20
Mini-Rusus: https://mini-rusus.blogspot.com

Sorandir

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  • BeitrĂ€ge: 2.263
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Ja, Ludger ist ein echtes Urgestein und immer nett, sich mit ihm zu unterhalten. Er hat immer ein paar Wargaming Anekdoten auf Lager.
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Mein BLOG:
sorandirsgallery.blogspot.com

- Kurpfalz Feldherren -

vodnik

  • BĂŒrger
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  • BeitrĂ€ge: 2.008
    • 0

... ich habe mit ihm DBA bei Volker in ZĂŒrich gespielt, dummerweise hat er gewonnen, mit Chinesen...
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...DBX-Regeln zum \'Runterladen: DBA2:2 + so... noch mehr: R19 fur\'s 19. Jahrhundert + andere Regeln...

Parmenion

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  • BeitrĂ€ge: 1.917
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Durch einen Zeitungsartikel in den frĂŒhen 90er ĂŒber ihn und die damilige WRG6th Szene bin ich zum "richtigen" Tabletop gekommen.
Auf vielen Messen und Veranstaltungen haben wir dann so ab 2008 PBI  prĂ€sentiert. Nach der letzten ACTION (dort schon mit Willi zusammen) habe ich dies aber irgendwie nicht weiter verfolgt/ durchgefĂŒhrt.

Schöne Zeiten ;D.

Parmenion
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Sebastian77

  • Schneider
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  • BeitrĂ€ge: 297
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Hallo, Hallo,

 ein schönes Interview, es leuchtet einen mir absolut verborgen gebliebenen Teil des Tabletopgame aus. Was im Ruhrgebiet oder MĂŒnsterland Gang und GĂ€be war, ist im lĂ€ndlichen Teil des Hochstift Paderborn unbekannt geblieben und war schon verkehrstechnisch total unmöglich.
 Allerdings waren Matchbox & Revell Soldaten , Zinnfiguren sowie H0 Modellbahnen in fast jedem mir als Kind bekanntem Haushalt in recht großer Menge vorhanden. FĂŒr Kinder gab es damals in den Dörfern unter der Egge nur sehr wenig verschlossene RĂ€ume. Den Schritt zum organisierten Spielen mit Regeln, WĂŒrfeln & MaßstĂ€ben  haben wir damals nicht geschafft. Obwohl wir auch mit Heroquest oder DSA BerĂŒhrung hatten.
 Eine mir bekannte Szene  hat dann erst GW geschaffen, mit Vollsortiment und eigener "deutscher" Hobbypublikation. Damit kam ich dann ca. 2000 in Hannover/Kassel in Kontakt.

M. f. G.   Sebastian77

 
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vodnik

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  • BeitrĂ€ge: 2.008
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Hoi 77er
Die Tabletopwelle ist bis zu uns in die Schweiz geschwappt, ohne GW-Sachen in die Hand nehmen zu mĂŒssen. Möglich dass in lĂ€ndlichen Gebieten alles viel anders ist, aber mit gespitzten Ohren bekommt man doch so einiges mit. Seit etwa 2005 gelten solche Ausreden nicht mehr, oder???
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Sebastian77

  • Schneider
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  • BeitrĂ€ge: 297
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Hallo Vodnick,

 leider kann ich Dir nicht zustimmen. Wenn es 1985 noch recht leicht war, an Figuren, Farben & Materialien zu kommen,  wurde es nach der deutschen Wiedervereinigung so ab 1992 schon verkehrstechnisch schwieriger.  Buslinien wurden gekĂŒrzt, verĂ€ndert oder eingestellt. Kleinere LĂ€den schlossen, andere nahmen Figuren, Farben oder Fahrzeuge aus dem Programm.
Heute werden Airfix oder Revell Figuren nicht mehr im Kaufhaus verkauft. Revell Aqua Color ist kaum im Angebot,  oder bekannt, dabei wird das Zeug in der Gegend hergestellt. Mit dem Bus kommt man eventuell 2 mal am Tag ins Nachbardorf, Anschluß an die Regionalbahn eigentlich nicht vorgesehen.
 FĂŒr einen Kontakt zu einer Tabletop Szene braucht es eine Basis, einen Erstkontakt, einen Kristallisationskeim. Diesen giebt es aber nicht. 
   Eine gute ErsteinschĂ€tzung erlaubt das Kursangebot der Volkshochschulen.  Weder in den KursbĂŒchern der VHS Paderborn, Höxter, Bad Driburg, Bad Homburg noch Frankfurt am Main habe ich jemals etwas zu Tabletop Games gefunden,  von AG s an Schulen weiß ich auch nichts.
   Das schwierige fĂŒr die Bewohner grĂ¶ĂŸerer "Metropolregionen" ist das totale des Dreisatzes aus "nicht hinkommen"; "nicht vor Ort zu kaufen" und "nicht bekannt" zu verstehen. Muss man mal erlebt haben,  um den Umfang dieser Problematik zu verstehen.  Die Existenz von Figuren im 15mm Maßstab dĂŒrfte 9,9 von 10 Menschen im Regierungsbezirk Detmold (OWL) unbekannt sein,  was damit anzufangen ist, ebenfalls.

M. f. G.   Sebastian77

 
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vodnik

  • BĂŒrger
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  • BeitrĂ€ge: 2.008
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...OK, die deutschen Wiedervereinigung ist mehrheitlich ohne meine Genehmigung abgelaufen. Ich habe bamals meine DBM.FĂŒhler nach Karlsruhe gerichtet. Ich habe da meine ersten DBM-Partien bestritten, mit Leuten, die jetzt DBMM spielen. Dann kam die Zeit von Bad-Urach, wo wir ein Wochenende im Februar in einer JuHe bis zu 8 Partien gespielt haben. Wir waren ab & zu mit 5 Schweizern vertreten. Aus Berlin kamen bis zu 10 Leuten angereist. Daneben haben wir jedes Jahr in Ulm DBA gespielt bis etwa 2016. Aber noch viel frĂŒher war ich 2 mal am KOMIKOM oder so in Koblenz...
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Riothamus

  • König
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Ich kann Sebastian77 da nur bestĂ€tigen. Die theoretische Existenz von TT war im Hochstift Paderborn bekannt, aber den ersten Wargamingladen habe ich in MĂŒnster gesehen. Mittlerweile gibt es einen GW-Laden in Paderborn, dafĂŒr im Kreis aber nur noch zwei oder drei ModellbaulĂ€den, keinen mehr in der Paderborner Innenstadt. Modelleisenbahnerbedarf ist noch zu haben. Es gab aber vor Covid wöchentliche Treffen, allerdings wohl vorwiegend Warhammer und Saga-Versuche, wenn ich mich recht erinnere. Darauf wurde ich hier im Forum aufmerksam gemacht. Nur fand zum selben Termin mein Training statt. Mal sehen wie es jetzt wird, der fragliche Ort liegt gĂŒnstig fĂŒr AuswĂ€rtige an der Bahnhofsstraße und der Fahrplan wird mittlerweile auf Bedarf und AnschlĂŒsse ausgelegt. Es ist also besser geworden. Zur Zeit sind mir viele Leute aber zuviel Stress. Ich hoffe, dass das besser wird und dann mal sehen. Den Sport muss ich wohl sein lassen, so dass der Termin frei wird. Mal sehen wie ich mich dann fit halte. Jedenfalls habe ich meine unfertigen 1/72 und 28mm DBA-Projekte aus dem Schrank geholt, um etwas zum VorfĂŒhren fertig zu machen. GelĂ€ndekĂŒnstler werde ich nicht mehr, da können meine tristen UntergrĂŒnde noch lĂ€nger auf Ersatz warten. Was will ich sagen? Seht die Situation vielleicht auch als Chance.

Nun, @Topic: Ohne Ludgers Tipps, hĂ€tte ich mich wohl nie getraut meine Römer zu bemalen. Auch wenn ich ihm noch nicht in Persona begegnet bin, habe ich dennoch mitbekommen, wie viel er fĂŒrs Hobby getan hat.
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Gruß

Riothamus

Yogsothoth

  • Kaufmannstochter
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  • BeitrĂ€ge: 90
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Hallo,

zunĂ€chst einmal vielen Dank @Sunzi fĂŒr die konstruktive Kritik, ich werde auf jeden Fall noch ErlĂ€uterungen zu den AbkĂŒrzungen einfĂŒgen. Vermutlich wĂ€re auch eine kurze Vorstellung des Interviewpartners besser, das werde ich auf jeden Fall berĂŒcksichtigen, falls wir noch einmal etwas Ähnliches machen.

Ich kann Sebastian77 ebenfalls zustimmen, dass es auf dem Lande frĂŒher unglaublich schwer war, ĂŒberhaupt etwas von dem Hobby mitzubekommen, geschweige denn Kontakte zu knĂŒpfen. Vor allem in der Zeit vor dem Internet und ohne eigene Kreditkarte als Jugendlicher...
Mein Weg in die historische Sparte des Hobbys begann Ende der 80er mit "Johnny Reb", das ich im zarten Alter von 11 oder 12 Jahren ĂŒber einen Rollenspielversand ergattert hatte. Die Regeln wurden dann mit dem Wörterbuch halbwegs gelernt und mit 1:72 Figuren von ESCI, Revell und Airfix gespielt, das ging sehr gut, obwohl wir auf das Sortiment im lokalen Spielzeugladen angewiesen waren und der Mangel an Kavallerie und Artillerie zum Verzweifeln war. Die im Regelwerk abgebildeten 15mm Figuren gaben uns RĂ€tsel auf, was war das nur und wo konnte man sowas herbekommen?
Bei einer Exkursion in die Großstadt (MĂŒnster  ;)) bekam ich dann ca. 1990 die im Interview erwĂ€hnte 6. Auflage der WRG (Wargames Research Group) Regeln in die HĂ€nde, die dt. Übersetzung von Ludger Fischer eben. Es gab dort auch direkt die passenden "Historical Heroes" von Hobby Products und ich habe meine ersten SpĂ€trömer gekauft. Die 15mm Figuren von HP waren damals exzellent und sind heute sogar immer noch gut im Vergleich mit moderneren Serien. Dass es diese Regeln ("Regeln fĂŒr Tabletopspiele 3000 v. Chr. bis 1485 n. Chr.") mit passenden 15mm Figuren in die Mainstream Spielzeug- und SpielegeschĂ€fte geschafft haben, war ein entscheidender Durchbruch zur Etablierung dieser Art des Tabletops in Deutschland ĂŒber einen sehr kleinen Kreis hinaus, glaube ich.
Trotzdem schmorten wir mit ein paar Jungs im Dorf weiterhin im eigenen Saft und es war dann Ludger Fischer mit seinen freundlichen Antworten zu Regelfragen und einer Einladung zum Spielen in den im Interview erwĂ€hnten Treffpunkt in Wuppertal, der unserer kleinen Gruppe dann Ende der 90er den Kontakt zu einer grĂ¶ĂŸeren, vernetzten Szene vermittelt hat.

Viele GrĂŒĂŸe,

Yogsothoth
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bodoli

  • Schuster
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  • BeitrĂ€ge: 329
    • KOMICON

Auch ich habe das intensive Spielen mit WRG 6te und Ludger begonnen (weil ich keine "richtigen" Nappy-Regeln gefunden hatte.)
... Die Regeln wurden dann mit dem Wörterbuch halbwegs gelernt und mit 1:72 Figuren von ESCI, Revell und Airfix gespielt, das ging sehr gut, obwohl wir auf das Sortiment im lokalen Spielzeugladen angewiesen waren und der Mangel an Kavallerie und Artillerie zum Verzweifeln war. Die im Regelwerk abgebildeten 15mm Figuren gaben uns RÀtsel auf, was war das nur und wo konnte man sowas herbekommen?
...
Es kommt mir vor, als erzĂ€hlt hier jemand aus meiner Jugend.  :)
... Mein Weg in die historische Sparte des Hobbys begann Ende der 80er mit "Johnny Reb", das ich im zarten Alter von 11 oder 12 Jahren ĂŒber einen Rollenspielversand ergattert hatte. ...
Mein Einstieg war mit "Napoleons Battles in Miniatures", aber mit 11/12 war JR bestimmt auch eine harte Jugend.  ;D
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"DBA was aimed at intelligent eight-year olds and players who had visited the bar, but proved challenging to 40 year old sober American
lawyers." - Phil Barker, Slingshot 281

KOMICON - \"Ganz schön schick, was ihr hier so auffahrt!\"