Und trotzdem hat mich die Serie irgendwie unterhalten, wenn man die Gedanken beiseite schiebt und was ich hier tatsächlich gut fand im Gegensatz zu den andern Filmen, sie durften mal das Nutzen nach dem Sie benannt sind Musketen abfeuern.Ehrlicherweise muss man aber sagen, dass die Musketiere hier KEINE Musketen haben und auch von der Funktion her nichts mit der militärischen Einheit gemein haben. Sie haben Arkebusen und da sie praktisch nie zu Fuß in einer Formation den König eskortieren oder Wache stehen am Palast, werden die Arkebusen auch garnicht gebraucht.
Ich habe jetzt mal den 2. Teil und den Anfang des 3. Teils gesehen und konnte mich vor Lachen nicht halten. Ich hatte ja durch Teil 1 gedacht, dass es sich um eine Story handelt, die sich praktisch so einfach fortsetzt. Aber offenbar ist es doch eher wieder das Konzept, dass die Folgen untereinander nur ein bisschen zu tun haben und v.a. wird es noch (unfreiwillig) lustiger.
PT 2 - "Sleight of Hand"
Regie: Toby Haynes
Darsteller: Luca Pasqualino, Hugo Speer, Howard Charles, Jason Flemyng
Handlung: Hier gibt es angelehnt an das Komplott von Guy Fawkes und Co eine Verschwörung den König und die Königin zu ermorden. Statt den Redelsführer Vadim (
) einfach umzubringen, lässt man ihn zusammen mit D'Artagnan als Spion unter der Gruppe aus dem Gefängnis entkommen, obwohl das sogar einmal die Königin in Lebensgefahr bringt, was man ja eigentlich verhindern will (
). D'Artagnan trifft sich daraufhin mehrfach ungeschickt mit seinen Musketier-Kumpels und liefert diesen dann einen "Plan" des Anschlages, welcher ganz offensichtlich eine Finte ist, da Vadim von Anfang an ebenso offensichtlich den trotteligen Musketier durchschaut, der ja auch nur für eine Banalität in Haft sitzt (dass Haftstrafen im 17.Jh. garkein Ding sind, nur so nebenbei...). Anschließend versuchen die religiösen Fanatiker den ebenfalls katholischen König mit Bombenattrappen (
) zu töten, während Vadim allein (
) in den Louvre eindringt um in einer Schatzkammer, die von ganzen 2 Pappnasen bewacht wird die Kronjuwelen zu klauen...Hier in der Folge gefiel mir vor allem, dass die Handlung nochmal hirnrissiger war in einem Umfang, der schon schwer an "Der Kurier der Kaiserin" mit Jürgen Wussow aus den 1960ern erinnerte, wo auch seltsamste Konstelationen vorkommen. Dafür, dass die Handlung hinten und vorne keinen Sinn ergibt und wohl auch so eigentlich nicht ernst gemeint ist, sind die Folgen aber - insbesondere diese - viel zu lang. Der dämliche Versuch D'Artagnan einzuschleusen und der Anschlag etc. hätte auch in einer klassischen 25-30 Minuten Folge reingepasst. Der Rest sind unnötige Dialoge wie wenn die Musketiere in so nem modernen Wohnzimmer mit Ambientekamin rumstehen und darüber beraten, ob D'Artagnans Einsatz nicht zu gefährlich sei. Was hat Vadim davon, dass die Komplizen keine echten Bomben kriegen? Das habe ich garnicht verstanden. Schießpulver hat er ja genug. Bei dem Berg an Fässern - woher er die sich auch leisten konnte (?) - hätte er ja gleich ähnlich wie beim Londoner Parlament gleich das ganze Schloss in die Luft gesprengt. Deswegen war ich nachher auch enttäuscht, als es keine so große Explosion gab. So richtig hielt ich mich aber vor Lachen nicht mehr, als "Vadim" - wer heißt im Frankreich des 17. Jh. bitteschön Vadim??? - mutterseelenallein ohne auf irgendeinen Widerstand zu stoßen durch das Schloss laufen und Bomben schmeißen kann.
Insgesamt könnte Milady verführerischer sein. Ihre Rolle hab ich bis jetzt nicht verstanden. Aber Part 3 ist ja offenbar auch in der Hinsicht noch skuriler.
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Fechtszenen *





Da kann man sich ja jetzt mal konkrete Gedanken machen.