Der Guss ist sauber umgesetzt. Es gibt nur wenige Gussgrate, keine Probleme mit Gusshäuten, und die Details sind scharf. Der Aufbau des Gussrahmens ähnelt den anderen Bausätzen der Reihe oder auch den Plastiksets, die ihr beispielsweise von North Star kennt. Jeder Gussrahmen enthält genug Teile, um fünf Miniaturen zu bauen, dazu mehrere Optionen für Pistolen, Kavallerie-Karabiner, verschiedene Taschen und insgesamt 16 verschiedene Köpfe pro Gussrahmen. Außerdem sind ein Hund und ein Kaktus enthalten.
Zum Thema Maßstab seht ihr hier einen Vergleich der Plastikmodelle neben Artizan Design (links), Boot Hill Miniatures (Mitte) und den alten Wargames Foundry-Miniaturen (rechts). Einige der älteren Foundry-Miniaturen liegen näher bei 25 mm und fallen je nach Basegestaltung etwas aus dem Rahmen.
Fazit Eine interessante Ergänzung des Sortiments. Die Kavallerie ist eine beliebte Fraktion, bekannt aus vielen Filmen und meist dramaturgisch für ihren gerade noch rechtzeitigen Auftritt, wenn sie das Blatt in einer Schlacht wendet oder im letzten Moment die Helden rettet.
Wir haben hier auf dem Blog bereits 2021 die Plastik-Gunfighters für Dead Man's Hand besprochen, und mein Urteil fällt ziemlich ähnlich aus. Das Sortiment ist gewachsen und bietet nun mehr Variation über die Bausätze verteilt. Das ist eine großartige Sache, ebenso wie die Produktionsqualität, an der es wirklich nichts auszusetzen gibt: Ihr bekommt saubere Güsse mit ordentlichen Details. Mein einziger Kritikpunkt sind die Proportionen. Manche Arme, vor allem die, bei denen beide Hände einen Karabiner halten, wirken etwas klein, besonders im Vergleich zu den großen Köpfen. Und obwohl die doppelten Köpfe nützlich sind, hätte ich mir etwas mehr Variation bei den Gesichtsausdrücken gewünscht. Da die US Cavalry in Bezug auf ihre Ausrüstung ein eher festes Layout hatte, fehlt hier nicht viel: Ihr bekommt Pistolen und Gewehre sowie die Optionen für den Offizier und den Musiker. Eine Fahne oder ein Stab wären eine interessante Ergänzung gewesen, und ich hätte mich gefreut, wenn so etwas in den Teilen auf dem Gussrahmen enthalten gewesen wäre.
Aus diesen Gussrahmen lassen sich ordentliche Einheiten bauen. Die Posen sind gut gewählt, ebenso wie die auf dem Gussrahmen enthaltenen Optionen. Und es ist natürlich ein großer Vorteil, Zugang zu Plastik zu haben, wenn man größere Spiele oder Schlachten spielen möchte, etwa die American Indian Wars. Außerdem gibt es inzwischen insgesamt fünf Plastikboxen zur Auswahl – zwei Gunfighter-Kits, zwei berittene Gunfighter-Kits und die berittene US Cavalry – was reichlich Spielraum zum Kit-Bashen und Umbauen bietet.
Dass sie zur Finanzierung dieser Bausätze auf eine Kickstarter-Kampagne gesetzt haben, ergibt ebenfalls Sinn. Wild-West-Tabletop ist ein Nischenthema, und Plastik wird normalerweise für größere Stückzahlen eingesetzt, die man bei Skirmish-Spielen in der Regel nicht braucht. Daher ist es genau der richtige Weg, mit Crowdfunding die Nachfrage nach solchen Ergänzungen der Reihe zu testen.
Wenn ihr mehr über die US Cavalry lesen möchtet, empfehle ich diese beiden Osprey-Bücher: Men-at-Arms 33 US Cavalry und Men-at-Arms 168 US Cavalry on the Plains 1850 - 90, wobei das letztere von beiden das relevantere ist.
- Produktionsqualität: 4/5
- Design: 3/5
- Optionen: 3/5
- Preis-Leistungs-Verhältnis: 4/5
- Zusammenbau: 3/5




























