Als Karte hatte ich den Spielplan des Brettspiels „Pericles“ von Herman ausgewählt. Jedes Feld war eine Region, in der es drei Städte geben konnte. Durch Aktionen und vor allem Siege konnten die Städte ihr Bündnis wechseln. Jedes Bündnis bestimmte jede Runde neu einen Strategen, der die Züge auf dem Plan ausführte, und einen Archon, der Geldfragen entschied und für die Zuteilung der Generäle zu den Armeen wichtig war. Die anderen Spieler hatten das Amt der Priester und konnten Omen vergeben (= einmalige PIP-Rerolls). Der folgende Bericht ist etwas ergebnisorientiert, in eckigen Klammern stehen Regelerklärungen. Es gilt die übliche Notierung für die Ergebnisse, diese entsprechen der Reihenfolge im Text, nach dem / stehen die Punkte eines Unterstützers, der drei Elemente in die Schlacht geführt hat. 3/1 – 0/1 bedeutet also die erste Seite hat gewonnen, wobei der Unterstützer einen Punkt machte, während die zweite Seite mit einem Punkt verlor, der ebenfalls vom Unterstützer gemacht wurde.

Phalanxen gegeneinander. Man sieht unsere tieferen Basen. Bei vielen Bildern erkenne ich selbst die Armee nicht mehr, daher gibt es auch keine Zuordnung zu einzelnen Schlachten
Der peleponnesische Krieg begann im Jahr 431 v. Chr. (wir ersparen uns hier die Zählung nach Olympiaden). Während schon im Vorfeld wüste Beschimpfungen ausgetauscht worden waren [per WhatsApp], marschierten jetzt die Armeen in verschiedene Regionen ein, um ihre Interessen gewaltsam durchzusetzen. Bei Amphipolis führte Nikias die Schwarzmeergriechen gegen die Thebaner unter dem spartanischen Feldherr Brasidas siegreich ins Feld [4 – 2]. Bei Korinth trafen die Heimatarmeen aufeinander: Die Athener unter Kleon gegen die Spartaner unter Archidamos [3 – 4]. Bei Chaldike scheiterte die thessalische Armee unter dem Spartaner Lysander gegen eine Heimatarmee aus Chaldike [=other Greeks] unter Alkibiades [1 – 4]. Und auch die Aetolier unter Pericles überwanden die Armee der Stadt Syracus unter Kleomenes in Corkyra [4 – 2]. Die Überraschung war perfekt: gegen jede Erwartung hatten die Athener drei Siege und nur eine Niederlage in den ersten Feldzügen erreicht. Gleichzeitig war auch die athenische Flotte aktiv, um die unterlegene spartanische Flotte zu jagen. [Im folgenden spielten die Spieler fast immer die gleichen Armeen, weshalb diese nicht mehr angeben werden.]

Thessalische Reiter
Die folgenden Feldzüge im Jahr 427 v. Chr. verliefen ausgeglichener. Der peleponnesische Bund gewann unter Brasidas gegen Alkibiades [4 – 3] und unter Kleomenes mit den Thessaliern gegen Kleon [4 – 1]. Der attische Seebund wiederum gewann unter Pericles gegen Lysander [4 – 3] und unter Nikias gegen Archidamos [5 - 1]. Allerdings wurde die spartanische Flotte jetzt endgültig vernichtet und Sparta verzichtete ab diesem Zeitpunkt auf jede Kontrolle des Meeres. Doch das Ergebnis war trotzdem katastrophal für Athen, durch den Verlust des Zugangs zum Schwarzen Meer verlor Athen die Getreideversorgung, wodurch eine Hungersnot ausbrach [-3 Pkte. für Athen]. Durch eine völlige Blockade der Seeverbindungen nach Ägypten sollte Athen allerdings für den Rest des Krieges dieses Problem beheben.

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