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  • 17. November 2019 - 21:28:07
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Endlich wieder da!

Autor Thema: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte  (Gelesen 129416 mal)

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Maréchal Davout

  • Edelmann
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Hm... ich denke, im Moment gefÀllt mir die Schuppenvariante am besten, also ein kleines GebÀude, das nicht komisch neben den 1/72er aussieht.

In unserer ersten großen Schlacht habe ich dieses Haus, das nur geringfĂŒgig ĂŒber 100x100mm lag, genommen. Das ging ganz gut - darin war dann eine Garnison britischer Eliteinfanterie, die bis zur Niederlage der Briten ihre Stellung verteidigt hat.

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chris6

  • Fischersmann
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Das sieht echt schön aus! Du hast ja auch einen riesen Outpu! Ich habe mit dem Regelsystem auch schon immer mal geliebÀugelt. Wie spielt es sich denn so?
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Maréchal Davout

  • Edelmann
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Insgesamt spielt es sich ziemlich flĂŒssig. Wir hatten die Regeln vor der ersten Schlacht schon recht gut intus. Beim Aufbauen haben wir erstmal die riesige Masse an Truppen handeln mĂŒssen und uns gefragt, ob es Sinn macht, die Position der einzelnen Einheiten je nach StĂ€rke genau abzuwĂ€gen.

Wenn es erstmal losgeht, ist der simultane Artilleriebeschuss und das PlĂ€nklergefecht recht zĂŒgig abgehandelt und die Bewegung der Truppen geht schnell von der Hand. Ein bischen muss man nur zirkeln, um jedes Korps im Umkreis ihres Kommandeurs zu halten. Der Kampf ist sehr einfach gehalten, geht schnell und ist blutig, so dass man nicht unbedingt traurig ist, wenn geschwĂ€chte Brigaden zurĂŒckfallen, um sich geordneter wieder zu sammeln. Meine bisherige Erfahrung ist, dass das Spiel im Fortschreiten immer schneller wird. Es dauert aber, bis eine große Armee wirklich desintegriert (den Breakpoint erreicht). Dadurch ist das Ganze oft ein zĂ€hes, blutiges Ringen, was ja nicht so fern von vielen Schlachten der Zeit war.
Die Fastplay-Regeln haben wir noch nicht ausprobiert, durch sie wird es wohl noch schneller, mĂŒssen wir mal gucken, ob dadurch auch besser. Eine große Schlacht mit 50 000 Mann oder mehr auf beiden Seiten bekommen wir aber bisher nicht in drei Stunden hin, da sollte man sich etwas mehr Zeit nehmen.

Was sich als etwas schwierig herausstellte, war das stĂ€ndige nachschauen auf dem Referenzzettel, welche Einheit wie stark war. Mittlerweile habe ich ĂŒber das support-forum http://www.deepfriedhappymice.com Tipps bekommen, wie man die \"Verwaltung\" der Einheiten vereinfachen kann.

Insgesamt wird durch das System fĂŒr mich das vollstĂ€ndige Spielen von Schlachten wie Ulm, Waterloo, Asspern-Essling usw. spielbar. Der Witz bei dem ganzen ist das Befehlssystem (Ressourcen-Management mit command points). Es schafft eine gelungene Simulation der Möglichkeiten und Grenzen eines Feldherrn, der Bedeutung guter Korpskommandeure in der eigenen Armee besonders in großen Schlachten (wie Davout!). Diese Regeln schaffen auch strategische Tiefe!
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Maréchal Davout

  • Edelmann
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Hier nochmal meine erste schwere Kavallerie: KĂŒrassiere! WĂŒrdet ihr einige farblich abweichende Pferde in kommenden Brigaden untermischen? An sich waren die Pferde der schweren Kav. doch solange man guten Zugriff hatte, groß und dunkel, ne?







Gute Nacht!
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Maréchal Davout

  • Edelmann
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Hier mal die versammelte Armee mit zwei neuen Brigaden Infanterie. Im ersten Foto gleich vorn rechts ist eine Brigade mit weißen Gamaschen (die anderen haben bisher schwarze, was schöner aussieht aus meiner Sicht). Der Großteil der Infanterie, der noch kommt, hat Schutzhosen an, die bisherigen hier nicht. Ich habe doch auch mal knieend schießende aufgestellt, auch wenn das wohl nicht so (oft) vorkam.













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Thomas Kluchert

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Wirklich top, dein Ausstoß und die PrĂ€sentation. Ich finde du machst es genau richtig. Die einzelnen Figuren finde ich zwar nicht wirklich schön, aber in der Masse auf dem Spielfeld hat es genau die richtige Wirkung.
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Decebalus

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Zitat von: \'Maréchal Davout\',\'index.php?page=Thread&postID=155322#post155322
Was sich als etwas schwierig herausstellte, war das stÀndige nachschauen auf dem Referenzzettel, welche Einheit wie stark war.

Das ist bei Fast Play Grande Armee besser. Da die Brigaden hier Standard-GrĂ¶ĂŸen haben, haben sie auch gleiche Werte. Man kann also Verluste mit Markern anzeigen udn braucht keine Liste. Nachteil ist natĂŒrlich, dass man historische Schlachten nicht so gut udn genau umsetzen kann.
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Maréchal Davout

  • Edelmann
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zu Thomas: Danke, das motiviert zum weitermachen!

Ja, Fastplay gegenĂŒber dem originalen Grande Armee auszutesten, wird interessant. Mein einer Freund in der Gruppe meint, dass es ihm wichtig ist, dass man \"Hammer\"-Einheiten in der Armee hat und somit die unterschiedlich starken Brigaden wichtig sind. Was ich ĂŒberlege ist, dass man z.B. ein Korps in dem z.B. 4 Brigaden sind, eine Elite mit 7 Strengths points, und drei auf Veteranenstatus mit 4, 5 und 6 strenght points, man die drei letzeren alle auf 5 setzt - schon wird es einfacher. Wir gucken mal rein, wie genau das bei Fastplay gelöst ist!
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Decebalus

  • BĂŒrger
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Zitat von: \'Maréchal Davout\',\'index.php?page=Thread&postID=155297#post155297
Nebenbei muss ich mir noch ĂŒberlegen, wie ich Dörfer und Gehöfte bauen möchte. Dörfer wie Fuentes, die in der Schlacht von Fuentes 1811 zentraler Schauplatz der KĂ€mpfe waren, sollen im Spiel von einer 100x100mm-Base dargestellt werden, d.h. die meisten Bauwerke mĂŒsste man andeuten und stark verkleinert (auch im Vergleich zu den Figuren) darstellen. Große Siedlungen/Befestigungen können auch aus mehreren dieser 100x100mm-Bases bestehen. Habt ihr da gute Ideen wie man vorgehen sollte?

Es gibt die Lösung, wie Du sie als Beispiel gezeigt hast. Mn nimmt ein maßstabsgerechtes Haus, dass dann als ganzes Dorf zĂ€hlt. Passt zwar zu den Figuren, gibt einem aber nicht das \"GefĂŒhl\" um ein Dorf zu kĂ€mpfen.

Im Wargaming gĂ€ngig ist auch die Methode etwa eine GrĂ¶ĂŸe kleinere GebĂ€ude zu nehmen. D.h. also in Eurem Fall 15mm HĂ€user. Die wirken meist noch halbwegs passend zu den Figuren und erlauben es dann wenigstens 2-3 HĂ€user zu nehmen, was etwas glaubwĂŒrdiger wirkt. Viele HĂ€user extra fĂŒr Wargaming sind auch quasi \"Zwitter\", d.h., sie haben zwar zum Maßstab passende TĂŒren und Fenster, aber eine wesentlich kleinere GrundflĂ€che.

Letztlich ist es eine GefĂŒhlssache. Empfindest Du Deine Basen als Brigade, dann willst Du auch eher ein Dorf darstellen. Empfindest Du die Base eher als 20 Figuren, dann können die auch um ein Haus kĂ€mpfen.

Dass es genau 10*10cm sein mĂŒssen, halte ich auch nicht fĂŒr zwingend. Ich denke, da ist etwas Spiel je nach GebĂ€udemodell.

M.E. ist es unnötig, die HĂ€user lose auf eine Grundplatte von 10*10cm zu setzen, um sie bei Besetzung gegen die Truppen auszutauschen. Du kannst auch ein festes Dorf basteln und dann durch einen Marker (etwa einen FahnentrĂ€gerje nach Nation) die Garnison oder Besatzung zeigen. Die besetzende Brigade nimmt man solange einfach vom Tisch. Bei vielleicht drei Dörfer pro Schlacht sollte man da noch den Überblick behalten.
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Maréchal Davout

  • Edelmann
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Hier die nĂ€chsten zwei Brigaden, die sich in die Armee einreihen. In Zukunft werden modernere Modelle kommen, fast alle Zvesda-Sets sind sehr detailliert und in guten Posen (http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=835, http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=965, http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=738). Auch die neue Linieninfanterie von Italeri ist besser von den Posen als die alte, aber es macht mir auch Freude, meine ganz alten Minis zu bemalen und Teil einer großen französischen Armee werden zu lassen.







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Maréchal Davout

  • Edelmann
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Zum Thema GebÀude/Dörfer/Gehöfte:

Decebalus sagte:
Zitat von: \'Decebalus\',\'index.php?page=Thread&postID=155383#post155383
Im Wargaming gĂ€ngig ist auch die Methode etwa eine GrĂ¶ĂŸe kleinere GebĂ€ude zu nehmen. D.h. also in Eurem Fall 15mm HĂ€user. Die wirken meist noch halbwegs passend zu den Figuren und erlauben es dann wenigstens 2-3 HĂ€user zu nehmen, was etwas glaubwĂŒrdiger wirkt. Viele HĂ€user extra fĂŒr Wargaming sind auch quasi \"Zwitter\", d.h., sie haben zwar zum Maßstab passende TĂŒren und Fenster, aber eine wesentlich kleinere GrundflĂ€che.
Ich will mal selbst einige \"Dörfer\" etwas verkleinert nach dieser Idee bauen (ein iberisches Dorf, ein La Haye Saint usw.). Leicht vergrĂ¶ĂŸerte TĂŒren etc. sind eine Idee mit der ich mal spielen werde.
Zitat von: \'Decebalus\',\'index.php?page=Thread&postID=155383#post155383

Dass es genau 10*10cm sein mĂŒssen, halte ich auch nicht fĂŒr zwingend. Ich denke, da ist etwas Spiel je nach GebĂ€udemodell.
Sehe ich genauso. Wollte nur die Maße aus den Regeln angeben. Um den raren Platz auf dem (immer zuengen) Spieltisch zu entlasten, könnte man sogar auf ca. BrigadebasegrĂ¶ĂŸe gehen (also 7,5x7,5cm). GrĂ¶ĂŸer als 10x10 zu gehen, wĂŒrde das Bauen erleichtern.
Zitat von: \'Decebalus\',\'index.php?page=Thread&postID=155383#post155383

M.E. ist es unnötig, die HĂ€user lose auf eine Grundplatte von 10*10cm zu setzen, um sie bei Besetzung gegen die Truppen auszutauschen. Du kannst auch ein festes Dorf basteln und dann durch einen Marker (etwa einen FahnentrĂ€gerje nach Nation) die Garnison oder Besatzung zeigen. Die besetzende Brigade nimmt man solange einfach vom Tisch. Bei vielleicht drei Dörfer pro Schlacht sollte man da noch den Überblick behalten.
So haben wir es bisher auch gemacht und so wĂŒrde ich es weiter halten. Wenn man tatsĂ€chlich das eigentliche GebĂ€ude/Dorf wegnehmen wĂŒrde, sobald es von einer Einheit besetzt wird - diese wĂŒrde dann auf einer als Befestigugn markierten Base mit Maueroptik stehen - könnte man die MĂŒhe schöner Dörfer auch gleich sein lassen, da oft schon Garnisonen in einem Dorf starten und dort bleiben werden. Wenn man den Platz fĂŒr Innenhöfe udn dergleichen hat, wollte ich auch ein paar Mann einzeln jeweils dort hineinstellen, um die Verteidiger etwas stimmungsvoll darzustellen.
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Pappenheimer

  • Edelmann
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  • BeitrĂ€ge: 3.549
    • Wackershofen Anno Domini / Landleben 17.Jh.

Sehr beeindruckend, was Du aus den Airfix-FigĂŒrchen (Ari) rausgeholt hast. Warum sollen knieend schießende unĂŒblich gewesen sein? Das war doch im Falle von Salvenfeuer usus! Das mit den Grenadieren jeweils pro Bat. finde ich sogar ganz reizvoll. Zumal ja die Infanteristen, die ich bei Dir sah, ohnehin noch die Uniform vor der Bardin-Reform haben, auch wenn die SchĂ¶ĂŸe zu kurz sind. Doch insgesamt wirkt es ganz hĂŒbsch.
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Maréchal Davout

  • Edelmann
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  • BeitrĂ€ge: 2.605
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Danke, Pappenheimer!

Ja, nach wie vor gefĂ€llt es mir, in den Brigaden die Grenadiere noch mit BĂ€renfellmĂŒtzen darzustellen, es bringt auch etwas Abwechslung in die Reihen. Ich finde die Uniform vor der Bardin-Reform ohnehin schöner, eigentlich die ansprechendste Infanterieuniform der napoleonischne Kriege fĂŒr mich. Meine Armee bewegt sich uniformtechnisch also grob zwischen der EinfĂŒhrung des Tschako fĂŒr die Linie und 1812. So ist es auch passender, dass die Grenadiere vielfach BĂ€renfellmĂŒtzen tragen. Am Ende will ich natĂŒrlich Schlachten von Austerlitz bis Waterloo spielen, aus praktischen GrĂŒnden mit den gleichen Modellen. Es werden auch noch Linienregimenter mit der spĂ€ten Uniform (nach Bardin-Reform) dazukommen.

Knieende Linie:
Zitat von: \'Pappenheimer\',\'index.php?page=Thread&postID=155429#post155429
Warum sollen knieend schießende unĂŒblich gewesen sein? Das war doch im Falle von Salvenfeuer usus!
Mein Kenntnisstand ist, dass es in napoleonischer Zeit wenige Gelegenheiten gab, in denen französische Infanterie im ersten Glied gekniet hat. Das Gliederfeuer wurde zumeist im Stehen ausgefĂŒhrt. FĂŒr diese Details bin ich aber auch kein Fachmann. Vielleicht kann mein Namensvetter Davout hier, falls ich richtig liege, das (mit Verweisen) bestĂ€tigen, wenn er es lesen sollte. :)
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BarbaraA

  • Kaufmannstochter
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  • BeitrĂ€ge: 59
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Die sehen richtig gut aus.


Vielleicht hast du die Frage weiter oben schon beantwortet.. wie schaffst du es, das die Farbe nicht abblÀttert? Ich habe mal Verlustmarker gebastelt und selbst beim Kanonenrohr blÀtterte die Farbe ziemlich schnell ab.
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Maréchal Davout

  • Edelmann
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  • BeitrĂ€ge: 2.605
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Farbhaftung/AbblÀttern: Diese Erfahrung habe ich nicht. Ich finde die Tipps zum Bemalen von Weichplastikfiguren von Frank aus dem Wargaming Club Hamburg (Tactica!) ausgezeichnet, was das angeht -> hier der Link zu Franks Artikel: http://tabletopdeutschland.wordpress.com/2012/12/01/das-bemalen-von-weichplastikfiguren-teil-3-die-maltechnik/

Die Diorama-Großbases, auf denen man die Figuren festklebt, schonen aber auch die einzelne Miniatur und ihre Bemalung.
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