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Endlich wieder da!

Autor Thema: Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte  (Gelesen 14475 mal)

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thrifles (Koppi)

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Diesmal möchte ich Euch etwas über meine frühen \"Tabletoperfahrungen\" erzählen.

Dabei gibt es noch eine kleine Zustandsbeschreibung der 70er Jahre, ein paar Buchtipps, und ein paar angemalte Figuren von mir.
Lasst Euch überraschen.

http://thrifles.blogspot.de/
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http://www.thrifles.blogspot.com/

 http://www.dminis.com/thrifles/galleries/

\" ... Artillerieeinheiten der wichtigsten Nationen (Preußen, Österreich, Russland, Großbritannien ...) sind \"gefärbt\". Das Holz der Kanonen ist bei den Preußen z.B. blau, weil das die Farbe der Nation im Spiel ist (grün für Russland usw.). Das alles sieht scheiße und spielzeugmäßig aus...\"
Zitat aus einer Besprechung von Napoleon Total War

Driscoles

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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #1 am: 22. Juli 2015 - 07:57:01 »

Genau diese Bücher hatte und habe ich auch.
Großer Spaß.
Wir haben eine ähnliche Vergangenheit!
Gruß
Björn
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Schrumpfkopf

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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #2 am: 22. Juli 2015 - 09:19:30 »

Schoener Post. Was Du beschreibst war sicherlich, zumindest in Deutschland, die Tabletoptechnische Steinzeit. Ich habe keines der gezeigten Buechern besessen, und habe mir eigentlich direkt nach WasIstWas D&D gekauft. Gnade der spaeten Geburt. :--)
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970 - 01:00:00 von 1437552587 »
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Moon

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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #3 am: 22. Juli 2015 - 09:19:38 »

Absolut beide Daumen hoch zu dem Blog!!!
Dein Schreibstil gefällt mir. Ist gut zu lesen und ich kann mir gut vorstellen wie es damals für Dich war.
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Strand

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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #4 am: 22. Juli 2015 - 09:56:37 »

Das ist eine sehr schöne Beschreibung der 70er Jahre.   :thumbup:
Ich kenne die Bücher nicht, bin aber dennoch neugierig geworden, um mir die Battlegame Books-Serie einmal anzuschauen (Es gab übrigens auch einen SciFi-Ableger namens Galactic War.). Da ich nach Airfix erstmal zehn Jahre in RPGs und später CoSims vergraben war, bevor ich zum Tabletop gekommen bin, ist da noch vieles Neuland.
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DerAndereSkaby

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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #5 am: 22. Juli 2015 - 10:12:59 »

Vielen Dank für die schöne Lektüre!
Das mit den Rittern hatte ich auch - allerdings die italische Version...
Zum tabletop bin ich dann etwas später (1984) mit diesem Buch:
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Hanno Barka

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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #6 am: 22. Juli 2015 - 10:53:57 »

:thumbsup:
Ich kann mich noch an die Zeit erinnern - nur warn in Österreich nicht die Sonntage Autofrei sondern man durfte sich selber einen Tag aussuchen, dafür gabs dann ein Pickerl auf der Windschutzscheibe, damit man sehen konnte wenn man am betrefffenden Tag das Auto verbotenerweise in Betrieb nahm, und wir hatten sogar nur 2 Fernsehprogramme... Aber sonst gings hier genauso zu.
Nur bei den Computern muß ich Dir widersprechen, die kannte man schon. Man konnte damit Pong spielen - oder zum Mond fliegen, dazwischen  halt  nicht viel ;)
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Mit meiner brandneuen ergonomischen Gamingtastatur geschrieben. Kryptische Wortschöpfungen sind tastatur-, geschicklichkeits- und koordinationsbedingt und nicht als Zeichen geistigen Verfalls zu werten!

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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #7 am: 22. Juli 2015 - 11:27:34 »

Der schreibstill gefällt wirklich, ich hatte richtig Lust immer wieter zu lesen...machst du in der richtig was beruflich? die Darstellung der 70er fand ich auch sehr lustig.
ich bin erst 1978 geboren und wie die Jungfrau zum Kind gekommen ist,bin ich ins Hobby gekommen....Ein alter Mann sagte, dass macht Spaß und er hatte recht. Aber halt sehr spät irgendwann mit 19 oder...
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Tellus

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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #8 am: 22. Juli 2015 - 11:57:44 »

Herrlich diese Reise in die Vergangenheit. Liest sich ein wenig wie \"Achtung Schweinehund\" von Harry Pearson.

Ich kann mich auch noch an die Zeit erinnern in der das Umschalten in ein anderes Fernsehprogramm noch wortwörtlich zu nehmen war. Da gab es tatsächlich einen Drehschalter am Fernseher. Gezappt wurde damals noch nicht, man musste dafür ja aufstehen und zum TV laufen.

Wirklich erstaunlich das Du die Sachen noch hast.
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Frank

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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #9 am: 22. Juli 2015 - 12:34:45 »

W A H N S I N N ! ! ! - Nicht nur jemand, der die Bücher noch kennt, sondern sie auch noch hat. Und dazu die 1/72-Airfix-Figuren von High Chaparal. :)

Ich hatte nur das Ritter-Buch. Kann sogar sein das ich es noch in irgendeiner Ecke liegen habe, aber leider garantiert ohne die Papierfiguren. :(

Die anderen Bücher habe ich leider nie bekommen.

Naja, bei mir fing es mit dem \"Kriegsspielen\" ähnlich an. Anfangs war alles noch ganz einfach:

Meine Timpo-Indianer, verstärkt durch einen \"Saladin\" vonne Bude, mussten gegen einen Lego-Bunker anrennen. Später habe ich dann begriffen, das Indianer keine Panzerwagen hatten und habe sie gegen mein Wildwest-Fort antreten lassen, das von den Airfix-Highländern und einer Unions-Kanone mit ein paar Cowboys verteidigt wurde.

Und dann kam die wahre Einstiegsdroge: \"Der letzte Tag\" mit John Wayne, Sean Connery, Gerd Fröbe (unvergesen), Loriot (!) und Co. Man(n) wie lange musste ich damals betteln, bis ich den Film Abends im Fernsehen sehen durfte. Meine Mutter war am nächsten Morgen ganz entsetzt, als in der Grundschule fast alle aus meiner Klasse den Film gesehen hatten.

Es folgte das Unvermeidliche:

Das Airfix-Gun Emplacement, eine \"1000-Figuren-Packung\" mit blauen und grünen Soldaten (im Urlaub aus Belgein), dazu 2 Stukas aus Metall (auch aus Belgien) und und...  im Nachhinein betrachtet muss ich damals viele belgische Händler im Urlaub in De Panne glücklich gemacht haben. :)

Später wurden die Figuren dann größer: Airfix 1/32 Britsh Parachuters in der Airfix-Ruine gegen die Aussies (die waren damals irgendwie cooler als die Deutsche Infanterie). Und dann begann die Eisenzeit bei mir: Alteisen um genau zu sein: Das SdKfz 251 mit Grennies von Tamiya! Gefühlte x Jahre Taschengeld sparen (50 Pfennige pro Woche!) und einen kleinen Zuschuss von der Oma, bis die 19,95 DM endlich zusammen waren. Vom Klebstoff ganz zu schweigen. :)

Egal was es zu kleben oder zu bemalen gab, ich musste es haben! Airfix und Atlantic gross und klein, Matchbox, Tamiya, sogar so eine ganz neue Firma... Italeri oder so ähnlich mit Ihrem Marder III. :)

Die Gebäude und Landschaften... erst aus Lego, später aus Pape und Papier (irgendwie hatte ich immer viel zu wenige Rückseiten von Zeichenblöcken) und das Wichtigste: Ladycracker! Wargaming ohne Krawumm... nööö - damals undenkbar! :)

Und die Regeln waren damals auch einfacher: Anstatt fremdsprachige Regelwerke im Umfang des Telefonbuches von Tokio hiess es nur: Ich bin / Du bist dran - Peng! - Der ist tot.

O.k., wir hatten nur 3 Fernsehprogramme, aber die hatten mehr zu bieten als das heutige Proll-TV. Ich sach nur \"Des Teufels Admiral\" mit Gregory Peck, jeden Sonntag einen Western und mehr Sandalenfilme als ich aufzählen könnte im Mittagsprogramm (!), im Vorabendprgramm dann die Shiloh-Ranch (idiotischerweise im ZDF  immer zeitglich mit dem ARD-Sportstudio - bei nur einem Fernseher pro Familie spielten sich wahre Tragödien ab!). Und unsere Raumschiffe waren auch besser als die heutigen! Die wurden noch mit Bügeleisen und Duschköpfen gesteuert und starteten mit einer Brausetablette Unterwasser. :) :) :)

Boah ey, da werden Erinnerungen wach!
« Letzte Änderung: 01. Januar 1970 - 01:00:00 von 1437561851 »
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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #10 am: 22. Juli 2015 - 12:40:36 »

Ps.:
Zitat
Gnade der spaeten Geburt. :--)

Gnade? Nix Gnade, aber mein Mitleid hast Du.

Du hast das Beste verpasst! Wie kann ein Tourist aus Europa der in einem Hotel in Florida eincheckt die Gefühle eines Kolumbus oder der Wikinger nachvollziehen, als diese das erste mal Neuland sahen? :D :D :D
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Nikolai

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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #11 am: 22. Juli 2015 - 13:37:58 »

Mein TT begann mit der Lego Ritterburg. Oh man hab ich mir die gewünscht und es kamm Weihnachten und ich hatte die Burg immer noch nicht und dann packte ich dieses Riesen Paket aus und ich war das Glücklichste Kind auf der Welt. Da war sie die neue Lego Ritterburg. Die gute aus gefühlten tausenden gelber Lego Steinen. Ned das neue Zeug mit vorgefertigten Mauermodulen wie bei einem fertig Haus. Ich war Wochen lang nicht mehr ansprechbar und meine Oma hatte sehr lange ruhe vor mir.

Dann war lange nichts und dann kam die Lehre und dann bin ich jeden Tag an so einem komische Laden vorbei gegangen mit Comics und so Figuren. Bis ich mich da dann mal rein getraut habe und dann ging in den Laden sehr viel von meinem Lehrlinksgehalt verloren. An diese guten alten Plastik GW Imperialen Soldaten. So 40 Stück zum zusammen bauen im Gussrahmen in einer Box. Waren die geil. Ah ja, die gute alte Zeit.
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Yogsothoth

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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #12 am: 22. Juli 2015 - 15:46:46 »

Hallo!

Oh, großartig! Meine relevanten Kindheits- und Jugendjahre lagen eher in den 80er, aber das tolle Buch \"Ritter, Waffen. Reiterspiele\" hatte ich auch! Das war auch für mich eine prägende Kindheitserfahrung. Ich habe damals sogar angefangen, ähnliche Spiele mit Papierfigürchen selbst zu machen, für Römer usw.  :)

Leider sind die Bücher heute sehr schwer zu kriegen, ich habe schon für meinen Sohnemann danach gesucht.

Ein anderer wichtiger Impuls auf meinem Weg zum Tabletop-Hobby damals waren die Jugendbücher von Wolfram zu Mondfeld in unserer Dorfbücherei. Die hatten sehr ähnliche schwarz-weiße Zeichnungen von allen jeweils beteiligten Truppentypen, wie die \"Armies and Enemies\"-Reihe von WRG. Vor allem den Band \"Der sinkende Halbmond\" über die Schlacht von Lepanto 1571 hatte ich permanent entliehen. Wir haben das dann wie besessen mit Playmobil oder im Garten mit Holzschwertern nachgespielt.

Bis heute befällt mich regelmäßig immer wieder mal die Idee, endlich mal mit heutigen Mitteln etwas mit Renaissance-Galeeren im Mittlemeer zu spielen....

Gruß,

Yogsothoth
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Frank Bauer

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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #13 am: 22. Juli 2015 - 17:05:10 »

Koppi,
der Text ist der KNALLER! Ich habe ihn eben hier im Büro gelesen und musste mich extrem beherrschen, nicht vor Lachen unter den Schreibtisch zu purzeln. Eine wunderbare Reise in unsere Jugend, auch wenn ich Jungspund 4 Jahre jünger bin als du. Daher gingen diese Bücher leider auch an mir vorbei. Was für ein Verlust! Mein Leben hätte viel früher viel toller werden könnene, wenn ich diese Bücher besessen hätte.
Ich mußte meine Airfix Waterloo Männchen zwar nach einer epischen Choreographie von Angriffen und Gegenangriffen, Artilleriebombardements und Kavalleiregefechten umwerfen, aber leider ohen Regeln. Briten und Franzosen-Männlein waren übrigens immer zusammen auf der Guten Seite, also der britischen. Die Briten waren viel bessere Soldaten, denn sie haben ja Waterloo gewonnen. Die Franzosen waren nur Verlierer und konnten nix. Dafür mußten schlechtere Männchen herhalten. WWII Engländer, Russen und Amerikaner von Atlantic. Die waren nicht so gut und perfekt für die Verliererseite.
Und ich hatte erst ab 1983 keine Zeit mehr. Sie hieß Beate.
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http://www.hamburger-tactica.de:thumbup:

Driscoles

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Tabletop im Jahr 1975 - eine kleine persönliche Geschichte
« Antwort #14 am: 22. Juli 2015 - 17:12:08 »

Ich war auch mal mit einer Beate zusammen.
Nächster 70`s old school thread.

Mädchennamen.

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