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Autor Thema: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn  (Gelesen 1711 mal)

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Commissar Caos

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Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« am: 04. Februar 2019 - 22:58:26 »

In der Nacht des Blutmondes.
Der Eisregen rot wie Fleisch und scharf wie Dornen.
Das Kind ward geboren auf den Planken des Drachenschiffes. Groß wie ein Kalb.
Die Mutter gab ihr Leben.
Der Vater voller Zorn, übergab das Kind dem Meer.


Die kalte See umschlang das Kind, doch barg es auf einer Scholle aus Eis.
Getragen mit dem Sturm, durch die schwarzen Wellen, auf kalten Floß.
Die große Bärin, rastlos, ihrer Jungen beraubt.
Neugierig, schnüffelnd, geführt zum Kind in der gefrorenen Gischt.
Kein Schrei, nur Kraft.
So zog die große Bestie unter ihr verschneites Fell das Kind.




"Seit einem Mond verfolgte die Gruppe aus Jägern bereits die Fährte. Durch hüfthohen Schnee, schwarze Fichtenwälder und schroffe Felsformationen folgten Sie schweigend der Spur der Bestie. Der erste Jäger führte die Männer entlang eines tiefen, schwarzen Fjordes weit ins Landesinnere. Hier, wo die steinerne Narbe sich bereits zu einen schmalen Fluss verjüngt hatte, endete die Fährte. Anspannung durchdrang die klirrende Luft wie ein wärmendes Feuer. Leise und mit geübten Bewegungen befreiten die Krieger ihre Waffen von ihrer Schicht aus Eis.

Vorsichtig durchschritten sie das ausgefächerte Flussbett, welches zu seinen Flanken mit dem turmhohen Fichtenwald verschmolz. Mit dumpfen Grollen kippte ein Baum in Gruppe und mit donnerndem Brüllen zerriss die Bestie einen der Männer und zerstampfte bereits den nächsten. Pfeile schnellten blitzartig von den Sehnen und schlugen dumpf durch das dichte Fell der großen Bärin. Tobend vor Schmerz und Wut zerbrach sie zwei weitere ihrer Peiniger bis der Pfeil des ersten Jägers ihre Kehle durchbohrte und sie glucksend brüllend zum Stillstand kam.

In diesem Moment brach eine weitere Bestie aus dem Gehölz. Schreiend und klagend stürzte sie sich auf einen der Jäger und tötete ihn. Der erste Jäger hatte bereits den nächsten Pfeil auf die Sehne gelegt, doch er zögerte. Im Gegensatz zu der großen Bärin, tötete diese Bestie nicht mit Zähnen oder Klauen. Sie umklammerte die Köpfe ihrer Opfer mit ihren großen Pranken und brach Ihnen mit einem gewaltigen Kopfstoß die Schädel. Auch ihre Bewegungen waren weniger animalisch, sondern vielmehr kontrolliert.
Der erste Jäger riss sich aus seiner Verwunderung und schoss. Mit nunmehr einem halben dutzend Pfeilen im Leib, sank das Ungetüm protestierend auf die Knie. Ein Handzeichen des ersten Jägers bedeutete seinen Männern den Beschuss einzustellen. Er zog seinen Dolch und näherte sich langsam seinem schnaufenden Opfer.
Frische Schneeflocken legten sich bereits auf sein zotteliges Äußeres. Lange blickte er in die hasserfüllten Augen. Dann umspielte ein Lächeln sein verwittertes Gesicht. Dieses Wesen hatte die Größe eines Ogers und doch war es keine Bestie. Dieses Wesen war ein Mensch. Ein wilder Mensch, der noch niemals unter seinesgleichen gelebt hatte. Die Götter waren großzügig. Das Fell der großen Bestie und ein außergewöhnlicher, ungezähmter Sklave.
Die Gunst des Fürsten wird mit den Jägern sein."





Als Bjørn von den Jägern als Sklave in ihr Dorf gebracht wurde, schätzen die Nordmänner ihn bereits auf über 30 Sommer. All die Jahre lebte er allein mit der großen Bärin in der Wildnis Norscas. Er sprach keine Sprache der Menschen und konnte nichts mit der Gemeinschaft und ihren Gepflogenheiten anfangen. Da er die meiste Zeit nur brüllte und versuchte jeden zu töten der ihm zu nahe kam, steckten die Nordmänner ihn in eine tiefe Grube. In diese Grube warfen sie Abfälle, tote Tiere und Sklaven. Weitere 3 Jahre verbrachte Bjørn in dieser Grube. Halvdan Trollauge der Dorfhäuptling fand Gefallen an der Art wie Bjørn seine Gegner mit einem Kopfstoß tötete und da er nur mit Bären sprechen konnte kam er alsbald zu seinem Beinahmen „Bærenstyrn“.
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Hanno Barka

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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #1 am: 05. Februar 2019 - 00:01:40 »

Geile Bemalung - bin gespannt ob die Saga weitergeht :)
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #2 am: 05. Februar 2019 - 00:14:28 »

Das ist der Stoff für einen sehr guten Film :)

Macht Lust auf mehr.

Und die Figur dazu sieht klasse aus.
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D.J.

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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #3 am: 05. Februar 2019 - 14:27:57 »

 :o Ganz großes Kopfkino!
Gefällt mir :)
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Hanno Barka

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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #4 am: 05. Februar 2019 - 15:16:02 »

Und noch einen extra Coolnesspunkt für die Norscakarte aus der glorious 3rd Edition! :D
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Commissar Caos

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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #5 am: 08. Februar 2019 - 21:11:58 »

Vielen Dank!
Wir werden sehen wie lang die Saga wird
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Commissar Caos

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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #6 am: 27. Februar 2019 - 22:20:23 »

Die Jagd nach dem Geisterschwert

So begab es sich, dass Bjørn sein erstes Abenteuer bestritt. Er schloss er sich einer unerschrockenen Heldengruppe an, welche das legendäre Geisterschwert in den stinkenden Katakomben der Kanalisation von Nuln wiederentdecken wollten.


Mit lautem Krachen stürzte der gang hinter den Heroen ein. Der Rückweg war versperrt.


unerschrocken stürmt Bjørn voran


und wird hinterrücks von einem Meuchelmörder der Rattenmenschen attackiert


Zu gleicher Zeit öffnet der Slayer eine Truhe und findet einen stinkenden alten Käse


angelockt von dem umwerfenden Geruch wird unsere Heldengruppe von einer ganzen Rotte der hinterhältigen Skaven angegriffen


Bjørn kämpft tapfer gegen die Übermacht, blutet aber schon aus vielen Wunden


Nachdem alle Gegner mit Hilfe seiner Mitstreiter erledigt wurden, sieht sich Bjørn mit einer ganz anderen Herausforderung konfrontiert


doch bevor der klobige Hühne sich auf den wackligen Steg wagen muss tauchen erneut Feinde auf


Die meisten seiner Freunde sind bereits über die wacklige Planke gelangt. Bjørn steht mit dem Rücken zur Kloake


Weiter vorne sahen sich Bjørns Kameraden mit einem mächtigen Rattenoger konfrontiert


Bjørn überwand seine Bedenken und stieg über die schmale Planke um seinen Mitheroen gegen die neue Bedrohung beizustehen.


Natürlich rutschte er auf dem glitschigen Holz aus und fiel in die Kloake


Während der Barbar hilflos in Abwasser von Nuln herumplantscht kämpfen der Jäger und der Zauberer verzweifelt gegen den brutalen Rattenoger. Zu allem Überfluss werden sie auch noch von der gegenüberliegenden Kanalseite mit Schlleudern aufs Korn genommen.


Fluchend und triefend klettert Bjørn aus der Kloake.


Selbst der Slayer musste die Nase rümpfen, als Bjørn an ihm vorbei stürmte um sich gegen den Oger zu werfen. Doch die Gefährten hatten das Monstrum bereits erschlagen.


Nachdem der Zauberer mehr als 6 mal versucht hatte, Bjørn von seinen Verletzungen zu heilen, beschließt der Hühne nicht mehr auf den Hokus-Pokus zu setzen und macht sich an die Erkundung der Umgebung


Zwischen rostigen Folterinstrumenten wurde Bjørn sogar fündig und ergatterte einen dringend benötigten Heiltrank


Nachdem die Helden die kurze Verschnaufpause nutzen konnten um sich neu zu formieren, war es an der Zeit den verbliebenden Teil der Kanalisation zu erkunden


Hinter dem schweren Tor offenbarte sich ein großer Raum voller stinkendem Abwasser. Doch in einem abgewetzten Lederbeutel auf gegenüberliegenden Seite befand sich das Geisterschwert!


Die Hexenjägerin und der Jäger bemannten sogleich das kleine Boot und paddelten zur begehrten Trophäe.


Unzählige gurgelnde Wasserleichen wurden von verrosteten Eisenstangen daran gehindert in die Kammer einzudringen


Bjørn hatte ein schweres Fass mit Schwarzpulver geschultert, welches er in einem kurzweiligen Anflug von taktischer Finesse bis zum Eingang der großen Kloake schleppte, als er und der Slayer von ein paar streunenden Riesenfledermäusen attackiert wurden, welche der Zwerg beim Suchen nach Schätzen aufgescheucht hatte.


Die Hexenjägerin und der Jäger gelangten unterdessen mit ihrer wertvollen Beute zurück an den Steg. Dabei mussten sich gegen eine immer weiter steigende Zahl von Abwasserzombies erwehren, welche stetig in den Raum strömten, nachdem die Bergung des Geisterschwertes durch einen versteckten Mechanismus die Gitter öffnete, die die Zombies zurückhielten.


Bjørn befestigte eine brennende Lunte an dem Pulverfass und zog sich dann zu seinen Kameraden zurück.


Unzählige  Zombies schleppten sich aus dem offenen Tor und an dem brennenden Pulverfass vorbei.


Doch auch durch den schmalen Abwasserkanal an der Seite der großen Kammer schlurften nun Horden von Zombies durch das stinkende Wasser und drohten den Helden den Weg abzuschneiden.


Auf seinem Rückzug trampelte Bjørn rücksichtslos über die geplünderte Leiche des unglücklichen Kanalisationswächters, während immer mehr Zombies aus der großen Kammer stolperten.


Unnötiger Weise scheuchte Bjørn während des Rückzugs eine weitere Rotte von Riesenfledermäusen auf.


Während immer und immer mehr Zombies in die Gänge stolpern, brennt die Lunte herunter und..


....Bumm!
Der Großteil der Zombies verteilt sich in einem Regen aus Gedärm und Gliedmaßen im Dungeon.


Nur die Zombies, die durch die Abwasserkanäle waten bleiben von der Explosion verschont. Allerdings stellen sie für die Flucht der Heroen keine Bedrohung mehr da.
Alle Helden schaffen es unversehrt aus den Katakomben von Nuln.


Abschließend noch ein Gesamtbild des wunderschönen Dungeons. Konzipiert, erbaut und geleitet vom meisterhaften Dungeonarchitekten "Zombie". Vielen Dank für deine Gastfreundschaft!   
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #7 am: 27. Februar 2019 - 22:38:35 »

Einfach traumhaft :P :P :P :P :P
Super Geschichte und super erzählt :)
Super Figuren und super Dungeon :)

Einfach nur traumhaft!
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D.J.

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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #8 am: 28. Februar 2019 - 05:09:57 »

Absolut genial erzählt, wahnsinns Bilder (die auf mich absolut professionell erzählend wirken!), Minis und Platte sind einfach nur spitze ... danke dir für deine Mühen und diese wundervolle Morgenlektüre beim ersten Kaffee :D
Gerne mehr davon.
Richtig viel mehr :D
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #9 am: 28. Februar 2019 - 08:49:20 »

Jaja, so sind sie die Björns !
Weltklasse Spielbericht, super Minis und ein Geländetraum. Der überflutete Raum ist der Hammer.
Absolut stimmungsvoll das Ganze !
Grüße
Björn
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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #10 am: 28. Februar 2019 - 10:42:42 »

Bin bisher nur durch die Bilder gerauscht (Lesen kommt später), aber ein sehr schöner und detailreicher Dungeon.

P.S.: Und das erste Mal, dass durchsichtige Basen wirklich gut wirken. Die Idee mit den halben Zombies finde ich klasse.
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Hanno Barka

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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #11 am: 28. Februar 2019 - 11:30:05 »

Wirklich ganz grosses Kino!
Encore!
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DonVoss

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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #12 am: 28. Februar 2019 - 20:07:53 »

Der Dungeon ist der Oberhammer. Wirklich cool geworden.
Wirklich toll, was man für eine super Geschichte in dem relativ überschaubaren Raum erzählen kann. Da zeigt sich wieder, dass der beste Dungeon nicht unbedingt der Größte ist.

Wirklich super sind auch deine Schreibe und die Fotos...Klasse Bericht.

Cheers,
Don
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Pinguinbär

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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #13 am: 28. Februar 2019 - 20:19:08 »

Einfach nur toll, danke für die Bilder und die schöne Geschichte!
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Velox

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Re: Die Saga von Bjørn Bærenstyrn
« Antwort #14 am: 28. Februar 2019 - 22:10:54 »

toller dungeon ich finde die im Abwasser "watenden" Zombies mit (ohne) ihre abgesäbelten Füße klasse
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