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  • 27. Oktober 2020 - 09:29:57
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Endlich wieder da!

Autor Thema: Die Schlacht aus dem Nebel  (Gelesen 1199 mal)

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preussischblau

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Die Schlacht aus dem Nebel
« am: 11. Dezember 2019 - 20:09:40 »

Wir schaffen es nur 2 oder 3 Mal im Jahr, eine gepflegte Keilerei abzuhalten, dieser Tage war es wieder mal soweit. Wie ├╝blich marschieren die Preu├čen gegen die Habsburger auf. Die ├ľsterreicher werden unterst├╝tzt von den Sachsen und den Bayern.

Das Spielfeld ist etwa 180 x 180 cm, wir spielen nach Black Powder Regeln mit leichten Modifikationen, wie auch die letzten Male: Es gibt pro Spieler 12 Reroll-M├Âglichkeiten beim Befehlswurf. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das dem Spielspa├č und den Spielfluss extrem zutr├Ąglich ist.

Aufstellung im Dunkeln



Die Schlachtaufstellung erfolgt bei Dunkelheit, Morgennebel wabert. Keiner der Gener├Ąle wei├č, wo die Truppen des Gegners stehen. In der Praxis war das ein gro├čer Sichtblocker diagonal ├╝ber das Spielfeld. Die Aufstellzone geht recht weit nach vorne, so dass schnelle Action angesagt ist und keine Zeit f├╝r Korrekturen der Aufstellung bleibt. Vorne im Bild oben die ├ľsrerreicher, hinten die Preu├čen.

Der ├ľsterreicher geht auf Nummer sicher mit einer klassischen Aufstellung: Starke Mitte, Artillerie gleichm├Ą├čig verteilt, Kavallerie an den Fl├╝geln.

Der Preu├če auch mit einer klassischen Aufstellung, aber alles andere als Nummer sicher: Schiefe Schlachtordnung, mit einem sehr starken Fokus auf dem rechten Fl├╝gel. Dort sind die gesamte Kavallerie und Artillerie zusammengezogen.





Der Plan ist, das W├Ąldchen an der rechten Flanke im Handstreich zu nehmen und dann ├╝ber den rechten Fl├╝gel zu attackieren. Riskante Sache, denn zwar sichern die Elitetruppen die Mitte, aber auf der linken Flanke der Preu├čen ist es ganz sch├Ân luftig. Das k├Ânnte verh├Ąngnisvoll werden. Und tats├Ąchlich: Nachdem sich der Nebel gelichtet hat, steht die linke Flanke den starken Einheiten der ├ľsterreicher gegen├╝ber, samt ungeduldig trappelnder Kavallerie, die viel zu viel Platz zum Man├Âvrieren an der ├Ąu├čersten Flanke hat. Oh weh.



Husaren voraus!

Der Preu├če erw├╝rfelt die Initiative. Er ignoriert die schwache linke Flanke und genau nach Plan prescht das 7. Husarenregiment von Malachowski in das W├Ąldchen, um es im Handstreich zu besetzen. Die Regel hier: Wald ist Sicht- und Bewegungsblocker f├╝r alle Einheiten au├čer den Pl├Ąnklern. Man kann aber durchschie├čen. Es bleiben aber zwei schmale Passagen offen. Schon im ersten Zug bedrohen die Husaren die Flanke der ├ľsterreicher, w├Ąhrend die gesamte Schlachtreihe langsam vorr├╝ckt.



Der ├ľsterreicher reagiert geradezu souver├Ąn: Er l├Ąsst seine gesamte Front ebenfalls bedrohlich vorr├╝cken. Das geht dank noch aufgeprotzter Artillerie viel schneller als bei den Preu├čen.

Mit einer eleganten Bewegung verstellen die ├Âsterreichischen Husaren den preu├čischen den Weg. Trotz leichter ├ťbermacht der Preu├čen: F├╝r eine Attacke ist es viel zu eng, au├čerdem ist die feindliche Infanterie gef├Ąhrlich nahe.

Gleichzeitig pirschen sich die Pl├Ąnkler des Banal-Grenzinfanterieregiments Nr. 2 in das W├Ąldchen und decken die preu├čischen Husaren aus sicherer Deckung mit gezieltem St├Ârfeuer ein. Zwar ist die Feuerkraft gering, aber es droht immer ein Gl├╝ckstreffer (in Form einer 6), der die Einheit disorderen k├Ânnte. Daher ziehen sich die Preu├čen schnell au├čer Schussweite der Pl├Ąnkler zur├╝ck, denn gegen diese k├Ânnen die Reiter im Wald ├╝berhaupt nichts ausrichten. Der forsche Angriff auf das W├Ąldchen ist mit einer l├Ąssigen Reaktion es ├ľsterreichers gestoppt.



Die ├ľsterreicher bauen Druck auf

Umso energischer geht es in der Mitte zur Sache: Die Artillerie der ├ľsterreicher schie├čt zerm├╝rbendes Feuer und mit bedrohlicher Pr├Ązision schl├Ągt sie blutige Schneisen in die Reihen der Preu├čen. Es dauert nicht lange, und die erste Einheit muss einen Breaktest machen ÔÇô das war knapp! Die Preu├čen m├╝ssen sich reorganisieren.



Die Preu├čen weichen zur├╝ck

Das war ein kurzer und erfolgloser Vorsto├č: Auf der rechten Flanke m├╝ssen auch die Dragoner zur├╝ck und nach links, um einerseits Platz f├╝r die zur├╝ckweichenden Husaren zu machen und andererseits in Reichweite der linken Flanke zu gelangen, damit der Bedrohung dort begegnet werden kann. Weiter und weiter dr├╝cken die ├ľsterreicher mit ihrer ├ťbermacht auf ihrer rechten Flanke die Preu├čen auf deren linker Flanke zur├╝ck. Noch h├Ąlt sich die Kavallerie zur├╝ck, die Gefahr des kompletten Flankierens schwebt wie ein Damoklesschwert ├╝ber den preu├čischen Einheiten, die unruhig zur├╝ckweichen und sich auf ganzer Front immer weiter nach Links zur bedrohten Flanke ausrichten. Das schwache und z├Âgerliche Abwehrfeuer richtet keinen Schaden an.





Durch das Verschieben der Front ist die Eliteeinheit der Preu├čen, das 8. Regiment von Amstell, in die Reichweite der ├Âsterreichischen Artillerie gelangt, die erbarmungslos weiter in die dichten Reihen feuert und mit unverminderter Pr├Ązision auch diese Einheit disordered und dezimiert. F├╝r Gegenfeuer der Musketen ist die Reichweite aber zu gro├č.



Schockangriff!

Die Preu├čen sind in die Defensive geraten und verlieren immer mehr Boden. Bis jetzt. Denn auf einen koordinierten Befehl hin greift die Infanterie an. Ohne langes Vorgepl├Ąnkel oder vorbereitende Salven geht es unvermittelt in den Nahkampf! In der Mitte st├Â├čt das 7. Regiment von Bevern, unterst├╝tzt vom 34. Regiment Prinz Ferdinand gegen die Bayerische Preysing Infanterie vor. Die Elitetruppe der Preu├čen kann nicht mitkommen, die ist immer noch vom Artilleriefeuer geschw├Ącht. Aber darauf wird keine R├╝cksicht genommen.





Es beginnt ein z├Ąhes Ringen im Zentrum. Auch die Artillerie der Preu├čen mischt ein bisschen mit, aber vollkommen lustlos und uninspiriert wird Salve um Salve verbeigeschossen. Eine Schande f├╝r die ganze Waffengattung!

Blutrausch

Gleichzeitig st├╝rmt auf dem rechten Fl├╝gel das 40. F├╝silier-Regiment von Kreytzen gegen das Infanterieregiment 13, Moltke Infanterie an, unterst├╝tzt vom 10. Dragoner-Regiment Graf Finckenstein. Die ├ľsterreicher sind vollkommen perplex und er├Âffnen das Abwehrfeuer und schaffen es, die Reihen der preu├čischen F├╝siliere auszud├╝nnen. Dann aber prallen die gut ausgebildeten Nahk├Ąmpfer der Preu├čen auf die ├ľsterreicher und deren Bajonette richten ein furchtbares Blutbad an. Beide Regimenter haben unterst├╝tzende Einheiten, der ├ľsterreicher sogar die eigenen Husaren im R├╝cken. Aber die F├╝siliere sind harte und erfahrene Nahk├Ąmpfer und schlachten die geschockten M├Ąnner der Molke Infanterie mit erschreckender Brutalit├Ąt ab (Nahkampf-W├╝rfelwurf verkackt, Breaktest verkackt). Binnen k├╝rzester Zeit ist die Einheit vernichtet.





Das bedeutet: Auch die unterst├╝tzenden Nachbareinheiten m├╝ssen einen Breaktest machen. Das Infanterieregiment 26, die Puebla Infanterie, die unmittelbar neben der Moltke Infanterie steht, ist durch den Blutrausch der Preu├čen, die ihr Kameraden in k├╝rzester Zeit vernichteten, derma├čen geschockt, dass sie in vollkommener Panik die Flucht ergreifen (auch hier Breaktest verkackt). Nur die Husaren bleiben unbeeindruckt.



Reiter aus dem Wald

Die preu├čischen J├Ąger des Freibataillon von Schack tr├Âdeln nicht herum: Kaum h├Âren sie den Schlachtenl├Ąrm, schon huschen sie in das W├Ąldchen und besch├Ąftigen die ├Âsterreichischen Pl├Ąnkler. Die haben jetzt keine Zeit mehr, sich um die vorbeist├╝rmenden Husaren zu k├╝mmern und bleiben im Dickicht des Waldes.

Die Husaren der ├ľsterreicher m├╝ssen jetzt zur├╝ck, denn ihre Kameraden der Moltke Infanterie wurden gerade vernichtend geschlagen, und jetzt bedroht der Feind die Flanke.

Dann ├╝bernimmt die Kavallerie der Preu├čen die F├╝hrung auf dem rechten Fl├╝gel. M├╝helos prescht das 10. Dragoner-Regiment Graf Finckenstein an den blutbespritzen Kameraden der siegriechen F├╝siliere des 40. Regiment vorbei und verfolgt die ├Âsterreichischen Nadasdy Husaren des 2. Regiments. Diese haben freies Feld erreicht und stellen sich ihren gleich starken Verfolgern. Aber sie k├Ânnen ja nicht in den Wald sehen. Dort steht jetzt das 7. Husarenregiment von Malachowski in Lauerstellung. Sie haben gleich zu Beginn erfolglos das W├Ąldchen zu besetzen versucht und sich seitdem dort im Hintergrund gehalten. Jetzt schl├Ągt ihre Stunde. In vollem Galopp preschen sie aus dem Wald hervor ÔÇô mit voller Wucht schlagen sie den Husaren der ├ľsterreicher, die sie gerade mit den preu├čischen Dragonern duellieren, in die Flanke. Die ├ťbermacht ist erdr├╝ckend, die Gewalt des Flankenangriffes rei├čt Ross und Reiter in Fetzen.

(leider keine Bilder davon, Jugendschutz)





Das Ende

Jetzt ist die linke Flanke der ├ľsterreicher vollkommen pulverisiert. Die Generalit├Ąt steht vollkommen im Hemde da und muss sich eilig verdr├╝cken. Nur die Artillerie der ├ľsterreicher h├Ąlt aufopferungsvoll die Stellung. Sie hat bereits mehrere Volleys in die angreifenden Preu├čen versenkt und zwei heftige Artilleriebarragen ├╝berstanden (die preu├čischen Kanoniere vollkommen inkompetent auch diesmal). Aber jetzt stehen die Kanoniere zwei feindlichen (wenn auch untauglichen) Kanonen, dazu den furchterregenden Kreytzen F├╝silieren und der gesamten Reiterei der Preu├čen gegen├╝ber. Sie sterben den Heldentod.

Die Kavallerie f├Ąllt den Einheiten in den R├╝cken, Diese sind teile stark geschw├Ącht, teils stehen sie bereits im Nahkampf. Sie sind dem Untergang geweiht. Die ├ľsterreicher sind geschlagen.






Epilog

Auf der anderen Flanke wurde es tats├Ąchlich eng f├╝r die Preu├čen. Das Abwehrfeuer war viel zu z├Âgerlich und uneffektiv. Nur dem Zaudern der ├ľsterreicher ist es zu verdanken, dass sie nicht ├╝berrannt wurden. Aber das ist angesichts der Ereignisse am anderen Ende des Schlachtfeldes allzu verst├Ąndlich.

Es wird nie gekl├Ąrt werden k├Ânnen, ob das Zur├╝ckweichen der Preu├čen vor dem Angriff eine durchtriebene Verwirrungstaktik, Unsicherheit oder Unentschlossenheit des Generals war. Der Effekt des konzentrierten Angriffes war jedoch durchschlagend.

Die Grenzer der ├ľsterreicher und J├Ąger der Preu├čen haben irgendwann den Anschluss an die Schlacht verloren. Was in dem W├Ąldchen geschah, war nunmehr vollkommen unerheblich f├╝r den Ausgang der Schlacht, und so pirschten sie genauso leise wie sie gekommen waren, wieder nach Hause.



War ziemlichÔÇŽ

ÔÇŽ dynamisch diesmal, daher fehlen ein paar Bilder. Das hat weder was mit dem Bier und schon gar nichts mit dem spanischen Rotwein zu tun, ganz sicher nicht!
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D.J.

  • Gast
Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #1 am: 12. Dezember 2019 - 05:08:10 »

Lesefutter! Und dann wieder diese wundersch├Ânen selbst gegossenen Figuren!
Danke dir :D
Feedback erfolgt umgehend nach dem Lesegenuss :D
Vorab danke dir f├╝r deine M├╝hen :)
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Brummb├Ąr

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Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #2 am: 12. Dezember 2019 - 07:19:01 »

Supersch├Âner Spielbericht!!!!
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Pappenheimer

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Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #3 am: 12. Dezember 2019 - 12:00:11 »

Der Anfang war ja wirklich seltsam. Kavallerie gegen ein Geh├Âlz, W├Ąldchen oder dergleichen einzusetzen klingt ja in der Tat erstmal mindestens unorthodox. Bemerkenswert ist dabei dann doch der Ausgang der Schlacht.

Es ist bei BP schon heftig, dass umstehende Einheiten wegen der Flucht einer einzigen Einheit gleich mal nen Breaktest ablegen m├╝ssen. Passt aber wohl irgendwie zur Philosophie des Regelwerks. Dass dann auch noch derselbe versiebt wurde, ist schon bitter.

Erstaunlich fand ich, dass die ├ľsterreicher offensichtlich so unflexibel agierten. Hier zeigt sich wieder, dass ein schlichtes aufeinander zu marschieren der Armee doch irgendwie sinnlos ist. Wie die Preu├čen richtig erkannten, standen die ├ľsterreicher dann so dicht, dass ihr Fl├╝gel von mehreren Seiten aufgerollt werden konnte. Da die verbliebene Kavallerie auf der falschen Seite war, h├Ątten die Preu├čen an der Stelle, als ihr die Partie habt enden lassen, wohl einfach das Aufrollen der ├Âsterreichischen Linie fortgesetzt. Eine schreckliche Niederlage ist die offensichtliche Folge. Ein Fehler des ├Âsterr. Spielers auch, dass er nicht etwa ein 2. Treffen oder wenigstens eine Brigade in Reserve aufgestellt hatte, um solche F├Ąlle parieren zu k├Ânnen.

Toller Spielbericht. Wie immer prima anschaulich beschrieben und bebildert.  :)
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chris6

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Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #4 am: 12. Dezember 2019 - 12:08:21 »

Super Bericht mit tollen Bildern! Ich bekomme da immer Lust meine Formen im Keller zusammen zu suchen....
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preussischblau

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Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #5 am: 12. Dezember 2019 - 14:55:57 »

Das mit der Kavallerie im Wald h├Ątte klappen k├Ânnen, wenn...
... der Gegener seine Pl├Ąnkler nicht ebenfalls dort in der N├Ąhe platziert h├Ątte
... die Infanterie schnell hinterhergekommen w├Ąre

Aber stimmt schon, der ├ľsterreicher hat etwas langsam reagiert und auch die Artillerie, die sp├Ąter einges bewirkt hatte, zu lange hinten stehen lassen. Man merkt schon wozu Reserverven gut sein k├Ânnen. Wobei der rechte Fl├╝gel der ├ľsterreicher dank Anwesenheit der Dragoner schon sicher war. Die Gefahr einer ├ťberfl├╝gelung hat die Preu├čen da vorsichtig bleiben lassen.

Was wieder eine gro├če Rolle spielte war, dass Kommandow├╝rfe wiederholt werden konnten. Verkackte Kommandow├╝rfe waren immer eine gro├če Bremse und Quelle von Frustration. Mal sehn, irgendwann werde ich die 2. Edition BP besorgen, mal sehen, ob da ein paar Hakeleien des Regelwerkes ausgeb├╝gelt wurden.

@chris6: Mach mal, genau das passende Wetter daf├╝r :-)
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Pappenheimer

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Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #6 am: 12. Dezember 2019 - 15:52:45 »

Was wieder eine gro├če Rolle spielte war, dass Kommandow├╝rfe wiederholt werden konnten. Verkackte Kommandow├╝rfe waren immer eine gro├če Bremse und Quelle von Frustration. Mal sehn, irgendwann werde ich die 2. Edition BP besorgen, mal sehen, ob da ein paar Hakeleien des Regelwerkes ausgeb├╝gelt wurden.
Eine gute Variante liefert HoW. Wenn man auch den Kommandowurf versemmelt, darf man sich immerhin IMMER zur├╝ckziehen (au├čer Einheiten, die sich gerade sammeln). Das ist schon ganz gut. Denn das bedeutet, dass man zumindest eine gewisse Chance hat der Gefahr zu entgehen von der Flanke angegriffen oder sonstwie in ung├╝nstiger Lage attackiert zu werden.
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preussischblau

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Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #7 am: 12. Dezember 2019 - 16:01:01 »

So eine Notl├Âsung ist immer hilfreich. Ich fings allerdings auch sehr frustrierend, wenn ein Angriffsplan steckenbleibt, weil ein Blunder gew├╝rfelt wird. Mein Rekord waren sechs (6!) in einem Spiel. Bei aller Liebe zu den Unw├Ągbarkeiten von Schlachten, am Ende isses ein Spiel, das Spa├č machen soll. Aber dazu habe ich ja in diversen fr├╝heren Spielberichten schon ausf├╝hrlich gejammert.

https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23489.0.html
https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,22339.0.html

Ich finde, ein guter Indikator ist es, wenn man nach dem Spiel nicht ├╝ber W├╝rfelgl├╝ck, sondern Taktik spricht.
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D.J.

  • Gast
Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #8 am: 13. Dezember 2019 - 05:07:23 »

Ein wunderbarer Spielbericht mit (wie immer) viel Eye-Candy :)
Sehr gut gef├Ąllt mir auch hier wieder der Einblick in Black Powder, das ich bisher mangels Masse noch nicht anspielen konnte.
Die Idee der Re-Rolls f├╝r die Kommandow├╝rfe scheint mir sehr wichtig gewesen zu sein, denn wie du sagst: Es soll ein Spiel sein das Spa├č macht, trotz all der Unw├Ągbarkeiten einer Schlacht. Udn wenn man nur dank "W├╝rfelgl├╝ck" keinen Zug geplant durchbringt, hat das weder was mit Spielspa├č noch mit Unw├Ągbarkeit zu tun. Da bin ich voll bei dir.
Das scheint eine Schw├Ąche von BP zu sein, die ihr aber diesmal super in den Griff bekommen habt, wie es scheint :)

Nochmal vielen lieben Dank f├╝r deine M├╝hen und diesen wundervollen Bericht :D
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preussischblau

  • Leinwandweber
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Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #9 am: 13. Dezember 2019 - 06:50:35 »

Danke f├╝r die bunten Bl├╝mchen!

Die Kommandow├╝rfe lassen sich in BP ja konfigurieren. Es wird am Anfang eine "Kommandeurs-Kompetenz" festgelegt, irgendwo zwischen 6 und 11 (oder so). Geht ein Wurf mit 2 W 6 dr├╝ber, ist der Zug wegen gescheiterter Befehls├╝bermittlung schon zu Ende. Nicht nur die Bewegung der betroffenen Einheit, alle Befehle dieses Kommandeurs (wie haben inzwischen 2 Chefs pro Seite). Geht er darunter, dann gibt es 1-3 Bewegungen, je nachdem, wie viel drunter. wir nehmen immer 9 als Kommandowert, so dass bei einer 9 und 8 eine Bewegung, einer 7 zwei Bewegungen und einer 6 und darunter drei Bewegungen m├Âglich sind. Es gibt auch Modifikatoren und Regeln f├╝r einzelne Einheiten, au├čerdem spielt es eine Rolle, wie weit der Kommandeur entfernt steht, pro 12 Zoll gibt es einen Abzug. Macht aus "sportlichen" Erw├Ągungen Sinn, aber kann schon ganz sch├Ân bremsen.
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D.J.

  • Gast
Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #10 am: 14. Dezember 2019 - 07:38:09 »

Ah, danke dir :)
So weit war ich bei den Regeln noch nicht vorgedrungen, da es eben noch an spielbarer Masse mangelt.
Das hilft dabei, das Geschehen auf eurem Schlachtfeld tiefer einzuordnen.
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Sorandir

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Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #11 am: 14. Dezember 2019 - 09:04:16 »

Sch├Âner Spielbericht.
F├╝r meinen Geschmack ist die Platte bischen zu vollgestopft und mir w├Ąrs zu wenig Platz zum man├Âvrieren gewesen.
Und Kavallerie im Wald ...  :-\

Aber der Gesamteindruck stimmt, die Figuren kommen in der Masse wirklich gut und sch├Âne Marker habt ihr auch.  :D
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- Kurpfalz Feldherren -
http://www.kurpfalz-feldherren.de

preussischblau

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Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #12 am: 14. Dezember 2019 - 19:02:52 »

Das ist f├╝r unsere Verh├Ąlnisse sogar viel Platz, vorher war es noch enger. Aber diesmal gab es keine Platzprobleme: Wir haben alle Entfernungen (bis auf 2 Ausnahmen) von BP 1:1 auf cm umgerechnet, das macht alles um den Faktor 2,5 kompakter. Ansonsten br├Ąuchte man ja Riesentische - und das klappt auch ganz bei den Bases und Figuren.

Wir haben je eine Einheit weggelassen, aber wegen Spielgeschwindigleit, nicht wegen Platz. Weil es uns an Praxis mangelt und wir immer wieder nachschlagen m├╝ssen, dauert es viel l├Ąnger als bei den Profis.

Es werden trotzdem weiter Einheiten dazukommen, so dass wir in Zukunft w├Ąhlen k├Ânnen. Mehr Kavallerie oder Artillerie oder.... daf├╝r m├╝ssen wir aber erst ein Punktesysten aust├╝fteln, Anf├Ąnge gibt es schon. Das BP System hilft nur sehr bedingt weiter. Aber das das soweit ist, sind die Seiten symmetrisch, gleiche Chancen f├╝r beide Spieler. Trotzdem wollen wir auch mal Angriff auf Befestigung und sowas ausprobieren, da wirds zwangsl├Ąufig asymmetrisch.

Und was den Wand und die Kavallerie angeht: Die sollten nur schneller als die Infanterie da sein und erst mal Handt├╝cher auslegen - war im Nachhinein nicht die beste Idee, auch wenn sie am Schluss dank der guten Position gut was gerissen haben.
« Letzte ├änderung: 14. Dezember 2019 - 22:35:09 von preussischblau »
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D.J.

  • Gast
Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #13 am: 15. Dezember 2019 - 07:56:38 »

Trotzdem wollen wir auch mal Angriff auf Befestigung und sowas ausprobieren, da wirds zwangsl├Ąufig asymmetrisch.

 :o Da freue ich mich jetzt schon drauf! Dazu bitte einen BEricht, und wenn es nur eine Handvoll Bilder sind!

Und was den Wand und die Kavallerie angeht: Die sollten nur schneller als die Infanterie da sein und erst mal Handt├╝cher auslegen - war im Nachhinein nicht die beste Idee, auch wenn sie am Schluss dank der guten Position gut was gerissen haben.

 ;D Herrlich :D
Danke dir f├╝r den Lacher am Morgen :D
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Mar├ęchal Davout

  • Edelmann
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Re: Die Schlacht aus dem Nebel
« Antwort #14 am: 15. Dezember 2019 - 08:25:56 »

Sch├Âner Spielbericht! Danke 😊
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