Epochen > Absolutismus und Revolution
Was sind die Unterschiede zwischen dem SYW und den Napoleonischen Kriegen
xothian:
--- Zitat ---Der siebenjährige Krieg ist nicht wirklich den Kabinettskriegen zuzuordnen. Es fehlen z.B. die Belagerungen.
--- Ende Zitat ---
da waeren die sachsen jetzt aber beleidigt weil du ihnen unterstellst sie haetten sich sofort ergeben ;)
was ist mit pirna, prag, olmuetz, schweidnitz etc ... nicht immer erfolgreich aber mehr als genug fuer mich
ausserdem ist belagerungen per se kein definitionsgrund fuer kabinettskriege ... dass der WSS mehr belagerungen und auch groessere schlachten aufweist (auch wenn leuthen knapp, und kunersdorf weit mehr als 100k) hat darauf keinen einfluss
der schlesische erbfolgekrieg befindet sich halt am ende dieses kriegstypus und der pfaelzische an seinem anfang .. unterschiede sind hierbei nur allzuverstaendlich
cheers chris
tattergreis:
--- Zitat von: \'DonVoss\',index.php?page=Thread&postID=82579#post82579 ---Ich suche natürlich nach den etwas comichaften typischen vielleicht sogar überspitzten Eigenschaften (Franzosen in Angriffskolonne kriegen in den Napokriegen +2 auf Moral und so).
--- Ende Zitat ---
Die Angriffskolonne der Franzosen im SYW sollte anders aussehen, wenn man sie überhaupt zulassen will (ich kenne sie nur als Theorien), der Bonus in der Attacke wäre aber auch für den SYW durchaus begründbar ( s.Guibert, Maurice de Saxe, Voltaire), genauso ein Malus beim Moraltest unter Feindbeschuss.
cheers
J.S.:
wurde zwar im grunde schon alles gesagt,aber ich geb trotzdem mal meinen senf dazu
SYW stelle ich mir persönlich recht langweilig als 28mm tabletop vor, ähnlich wie die ganze ganze \"dark age\" schiene,wo einfach 2 schildwälle aufeinander zugeschoben werden und dann beginnt das muntere auswürfeln. wenns schon das 18.jhd und 28mm sein muss, dann würde ich persönlich eher den AWI bevorzugen.
tattergreis:
@J.S.
Zwei Schlachtreihen (+2 zweite Treffen) aufeinander loszuschieben ist auch nicht geplant, hier mal ein diesbezügliches Zitat aus einem anderen thread dazu:
--- Zitat ---Die Teaser (gemeint sind die table top teaser)sind auf jeden Fall interessanter für mich als ne offene Feldschlacht. Das hatte ich bei 20 Napo-Schlachten: ich stell hier auf, du da drüben und dann prügln wir uns in der Mitte: gääääähhhn.
Ich will beim SYW was Spannenderes... :thumbup:
--- Ende Zitat ---
tabletop is what you make it.
Ich zum Beispiel freue mich auf die Streitigkeiten, wer auf der rechten Seite aufmarschieren darf, und wer als erster schießen darf (“Messieurs les Fritzes, s’il vous plait tirez le premier.”)
cheers
Davout:
Bei zwei Dingen kann ich nicht zustimmen. Inwiefern soll die Kavallerie im SYW langsamer gewesen sein als in der Nappizeit? Das Gegenteil dürfte der Fall gewesen sein, denn im Vergleich zur Kavallerie des 18. Jh. war die napoleonische der reinste Schrott. Gerade die französische bewegte sich praktisch nie schneller als im Trab. Man vergleiche das mal mit der Kavallerie Friedrichs. Sodann war es keineswegs so, dass es zwischen den Regimentern und dem Armeebefehlshaber keine Zwischenstufen gab. Was ist denn mit den Brigade-, Flügel- und Treffenführern? Das waren zwar keine selbständig agierende Kommandeure, sie hatten aber alle ihre Kompetenzen und Funktionen.
Die Armeen des 18. Jh. kämpften in einer Art Gesamtverbund ähnlich antiken Vorbildernm wobei sie aber, anders als z.B. bei der römischen Legion, weit mehr taktische Untergliederungen hatten. Der Unterschied zum frühen 19. Jh. liegt vor allem darin, dass dort die Untereinheiten eigenständiger agieren konnten und sollten. Ein weiterer wesentlicher Unterschied war, dass im 19. Jh. die administrativen mehr und mehr identisch zu den taktischen Formationen wurden. Im 18. Jh. wurde die OdB immer wieder neu komplett zusammengestellt und teilweise sehr formal noch dazu. Ein Beispiel ist die preußische Kavallerieverteilung bei Kesselsdorf.
Was die Betrachtung von 1806 betrifft, so kann ich da auch nicht beipflichten. Ein Problem der Preußen bestand darin, dass sie erst kürzlich eine Divisionsstruktur eingeführt hatten, die sich auf ein bei den Franzosen bereits überholtes Vorbild bezog. Mit dieser Neuerung war man nicht gut genug vertraut, was auch zur Niederlage beitrug. Man kann sich fragen, ob die Preußen mit einer traditionelleren Vorgehensweise nicht besser gefahren wären. Die Österreicher hatten damit jedenfalls besser abgeschnitten.
Viele Grüße
Davout
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