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Autor Thema: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte  (Gelesen 206764 mal)

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Mar├ęchal Davout

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Re: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
« Antwort #2925 am: 30. November 2020 - 19:49:39 »

Genau!
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Mar├ęchal Davout

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Re: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
« Antwort #2926 am: 30. November 2020 - 19:49:47 »

Bataille de Mont Saint-Jean:
mir fehlt der genaue ├ťberblick ├╝ber die Situation am rechten Fl├╝gel Wellingtons, aber ich habe den Eindruck, dass die dortigen Truppen auch vor dem Zusammenbruch stehen. Das Zentrum ist m. E. verloren, die Armee wird zerschlagen. Eigentlich m├╝sste Wellington den R├╝ckzug antreten, um die englischen Truppen vor der Vernichtung zu bewahren (was f├╝r seine Karriere wichtiger als die Verteidigung Br├╝ssels ist imho). Da es aber nur um das Gewinnen eines TT-Spiels geht, wird nun die anglo-alliierte Armee verheizt, um die Chancen der Preu├čen zu verbessern.
Der fr├╝he Einsatz der Gardegrenadiere und Gardekavallerie ist ja ganz erfolgreich gewesen, Napoleon hat diese Truppen allerdings eher f├╝r den Coup de gr├óce aufgespart. Ist aber verst├Ąndlich, weil der Franzosenspieler eben wei├č, dass er m├Âglichst schnell Wellington zerschlagen muss, da er sonst in eine hoffnungslose Unterzahl kommt. In gewisser Weise ist das Drehbuch f├╝r den Ablauf der Schlacht schon vor Spielbeginn klar. Die Alternativen sind nicht gerade ├╝ppig.

cheers

Man k├Ânnte aus dieser Analyse rauslesen, dass Waterloo eine langweilige Schlacht ist, weil die "Alternativen nicht [...] ├╝ppig" sind und vieles am Vorgehen "vor Spielbeginn klar". Aber interessant, spannend wird es beim Spielen komischerweise trotzdem und scheinbar ja auch beim Nachverfolgen als Leser, wie ich euren R├╝ckmeldungen entnehme.

"Eigentlich m├╝sste Wellington den R├╝ckzug antreten, um die englischen Truppen vor der Vernichtung zu bewahren (was f├╝r seine Karriere wichtiger als die Verteidigung Br├╝ssels ist imho). Da es aber nur um das Gewinnen eines TT-Spiels geht, wird nun die anglo-alliierte Armee verheizt, um die Chancen der Preu├čen zu verbessern."
Ich freue mich immer, wenn die Simulation, die sich aus Spielregeln und Entscheidungen der Spieler hier ergibt, deiner Analyse n├Ąher kommt, als du denkst! Aber ich m├Âchte dem Verlauf nicht spoilernd vorgreifen (manches kommt euch vielleicht l├Ąnger vor, als es im Spielverlauf ist, da ich hier zuletzt sehr ausf├╝hrlich die Auseinandersetzungen Pulse f├╝r Pulse beschrieben habe. Schauen wir aber mal, wie lange die anglo-alliierte Armee verheizt werden kann... :)
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Mar├ęchal Davout

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Re: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
« Antwort #2927 am: 30. November 2020 - 19:59:55 »

Ich finde die Massen an Artillerie der Preu├čen sch├Ân. Ob sie noch rechtzeitig kommen um Napoleons Truppen aufzurollen ist eben ein va-banque-Spiel. So ganz fehlt mir die Einsicht wie die Chancen Wellingtons noch sind ein bisschen standzuhalten. Die Frage ist wie rasch die Preu├čen es schaffen die Kavallerie in gr├Â├čerer Zahl vor zu werfen, um genug von Napoleons rechtem Fl├╝gel zu binden, damit Wellington etwas von seinem linken Fl├╝gel abziehen kann, um rechts zu verst├Ąrken.

Ja, die preu├č. Artillerie kommt so geballt sch├Ân r├╝ber, ne? :) B├╝low hat nur zwei Kavalleriebases. Die sind im Moment mehr mit Feuerwehraufgaben besch├Ąftigt, vor allem gegen Milhauds umtriebige K├╝rassiere... Lange binden k├Ânnen die aber so oder so nichts, vor allem, weil die franz. Gardeartillerie so steht, dass schnell vorr├╝ckende Kavallerie auch schnell dezimiert werden sollte und dahinter stehen dann D┬┤Erlons Lanciers  (und Reste der Gardekavallerie) bereit, um sie zur├╝ckzuwerfen.
Da das Zentrum wohl so ziemlich von der Kaisergarde beherrscht wird, wie Tattergreis auch schon erkannte, ist es sehr schwer f├╝r Wellington noch was von links nach rechts zu verlagern. Am besten geht das mit den wenigen Brigaden, die sich im R├╝ckraum sammeln k├Ânnten und dann zum rechten Fl├╝gel geschickt werden. Jenseits des Schlachtfelds hat Wellington hier noch 10 Zoll bespielbaren Raum (off-table entlang der brit. Plattengrenze), den ich auch nutze und von wo die Briten gesammelte Einheiten immer wieder "reinmarschieren" lasse. Kompliziert wird das erst, wenn die Franzosen in diesen Raum vorsto├čen... Die brit. Moral h├Ąngt mittlerweile auf jeden Fall am seidenen Faden.
« Letzte ├änderung: 30. November 2020 - 21:05:34 von Mar├ęchal Davout »
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D.J.

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Re: Waterloo-Spiel Herbst 2020
« Antwort #2928 am: 01. Dezember 2020 - 06:19:44 »

@D.J.: deine ausf├╝hrliche Besch├Ąftigung mit den letzten Teilen der Schlacht hatte ich nat├╝rlich schon gesehen, gelesen und auf den einen Punkt ja auch schon inhaltlich reagiert (was zum Schach-Austausch f├╝hrte. Habe mich sehr ├╝ber deine ausf├╝hrliche Reaktion gefreut! Wollte nur mit etwas (gespielter) Aufregung was zur Schachgeschichte sagen ;)

Dann bin ich beruhigt. Ich dachte schon, du h├Ąttest mich ├╝berlesen :P

Freut mich, dass es dir gef├Ąllt. Die Analyse finde ich auch passig. Sch├Ân, dass man das zumindest im Groben verstehen kann.  :D

Ja, ich kann bislang sehr gut folgen! Danke dir f├╝r deine M├╝hen :)
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Mar├ęchal Davout

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Re: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
« Antwort #2929 am: 01. Dezember 2020 - 11:13:03 »

Sehr gern, D.J.!
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Mar├ęchal Davout

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Waterloo-Spiel Herbst 2020
« Antwort #2930 am: 01. Dezember 2020 - 12:47:54 »

So, jetzt mal Richtung Abschluss, wo der Herbst auch dem Ende entgegen geht...



Nach konzentriertem Artilleriefeuer des n├Ąchsten Unterspielzugs ist die letzte brit. Brigade auf dem H├╝gel dem Ende nahe, die hellblauen braunschweiger Husaren sind nach dem Beschuss auch gebrochen, isoliert steht noch eine Batterie Fu├čartillerie und feuert aus den letzten Rohren - nicht mehr lange...



Das Zentrum h├Ąlt die Kaisergarde im Griff, obwohl manche Brigade hier auch schon recht angeschlagen ist, was evtl. zu Angriffen (z.B. durch die Scots Greys) einl├Ądt...
Links oben sieht man, dass sich die Gardeartillerie schon Richtung Preu├čen orientiert (sie ist auch schon in Reichweite).



So wird denn auch eine der vorn stehenden preu├č. reitenden Batterien von der Gardeartillerie zerschossen und oben wird eine weitere von franz. K├╝rassieren ├╝berrannt, nachdem sie es nicht mehr schaffte zu entkommen... Mal sehen, welcher ├ärger sich noch mit den schwachen K├╝rassieren oben im Bild machen l├Ąsst...



Die Preu├čen nach ihren n├Ąchsten Bewegungen. Die Landwehrkavallerie (Dunkelblau, wei├č-gelbe Lanzenwimpel) hatte versucht, eine K├╝rassierbrigade zu werfen, war aber zur├╝ckgeworfen worden.



Der Gro├čteil der preu├č. Infanterie strebt der H├╝gelkette, also Briten und Franzosen dort entgegen, um Wellington direkt zu unterst├╝tzen und sich nicht vom Bollwerk Papelotte aufhalten zu lassen.



Wie bereits angeteasert, greifen die Scots Greys die schw├Ąchste Gardeeinheit auf dem H├╝gel an - gute Chancen diese zu brechen!



Noch ein ├ťberblicksbild zum Zentrum.



Der rechte Fl├╝gel Wellingtons: von rechts nach links - zwei Brigaden k├Ânnen sich ganz an der Flanke mal wieder eine schwache franz. Brigade zu zweit vornehmen, um hier etwas Raum und Zeit zu erkaufen. Die schwache brit. Brigade auf dem H├╝gel kann nur noch stehen, sie ist stark gef├Ąhrdet... Die Fu├čartillerie in der Mitte hat es tats├Ąchlich wieder bis zur eigenen Linien zur├╝ckgeschafft und einige franz. Artilleriesalven ├╝berstanden.  Die reitenden franz. Artillerie auf der H├╝gelkuppe nimmt jetzt nach und nach die drei Brigaden Hills hinter dem H├╝gel auseinander, was den finalen Sto├č auf diese vorbereitet...



Im Zentrum verdr├Ąngen rechts im Bild die Linieninfanteristen der Braunschweiger eine Brigade Junge Garde, w├Ąhrend die Scots Greys tats├Ąchlich die Gardeinfanterie vor sich brechen! Direkt vor ihnen stehen nun die Reste der leichten Gardekavalleriebrigade. Die sind aber wohl zu schwach um die Scots Greys gef├Ąhrden zu k├Ânnen, im Gegenteil k├Ânnten diese verf├╝hrt sein ihren Angriff weiter voranzutragen...
Die letzte Truppe Junge Garde auf der Anh├Âhe ist nun auf einmal sehr gef├Ąhrdet durch Reservekavallerie und braunschweiger Infanterie.
Die Lifeguards konnten ├╝brigens noch eine Batterie reitende Artillerie vernichten, wurden dann aber auch gebrochen (sie waren im Grunde nur noch eine Schwadron zuvor).



Die leichten brit. Truppen ganz am rechten Fl├╝gel sind wieder siegreich - eine weitere franz. Infanteriebrigade gebrochen und die reitende Artillerie der Franzosen direkt vor ihnen sollte sich wohl etwas zur├╝ckziehen, gef├Ąhrdet aber gleichwohl  die Briten hier.



Das Zentrum aus franz. Sicht: Napoleon ist inzwischen bis LHS nachger├╝ckt, um k├╝rzere Befehlswege zu erm├Âglichen. Hier sieht man auch, dass die Junge Garde auf der H├╝gelkuppe nicht ganz isoliert ist. Mehrere Gardeinfanteriebrigaden sind noch in Schlagdistanz, um Hilfe leisten zu k├Ânnen.



Die preu├č. Flanke aus franz. Sicht: D┬┤Erlons Brigaden sind zwar in der Unterzahl, aber in gewisser Weise hat Napoleon den Vorteil der inneren Linie, da die Garde und auch Lobau f├╝r m├Âgliche Verst├Ąrkungen nicht so weit weg sind. Zus├Ątzlich steht Papelotte als Wellenbrecher noch gut.



Auch konnte D┬┤Erlon Papelotte am Ende des letzten Spielzugs durch Elitekompanien verst├Ąrken, so dass die Verluste (vor allem durch den Beschuss der preu├č. Haubitzenbatterie) ausgeglichen wurden. Sch├Ân, dass nicht immer nur die Briten in diesen Geh├Âften sitzen, sondern endlich auch mal die Franzosen!



Nun greifen die Chasseurs der Alten Garde (oben links im Bild) die Scots Greys auf dem H├╝gel an. Noch weiter links oben im Bild kann man gerade so noch erkennen, wie die beiden Brigaden Junge Garde (im grauen Mantel) die Braunschweiger auf der Kuppe angreifen!
Die leichte Gardekavallerie schafft es, sich zur├╝ckzuziehen, bevor sie gebrochen werden kann (selbst wenn sich Gardeeinheiten dank ihrer hohen Moral gut wieder sammeln k├Ânnen, l├Âsen sie jedesmal, wenn sie brechen einen Extramalus bzgl. Breakpoint aus, da alle Einheiten demoralisiert, wo immer Garde gebrochen wird). Also dies lieber vermeiden!



Der rechte Fl├╝gel von links nach rechts: Lobaus Infanterie wurde von Napoleon nun auch endlich wieder zum Angriff befohlen. Doch dessen Brigaden sind recht schwach und marschieren eher unwillig den H├╝gel an... Die vorderste Brigade ist zudem ├Ąu├čerst schwach (1 St├Ąrkepunkt, aber die Briten vor ihnen haben auch nur 1 St├Ąrkepunkt, sehr riskant...).
Die schwere franz. Artillerie dahinter hat erstmal kein Schussfeld mehr, weil alles zu eng ist, sollten sie schon Richtung Preu├čen verlagert werden?
Die brit. Brigade auf der H├╝gelkuppe (eher rechts) wurde dann tats├Ąchlich von franz. Infanterie gebrochen (doch auch diese ist nun recht schwach mit Blick auf einen n├Ąchsten Kampf).
Ganz rechts konnten die beiden reitenden Batterien franz. Artillerie zur├╝ckgezogen werden und sind bereit, die flanke der Gr├╝nr├Âcke zu beschie├čen, eine schwache Brigade Reilles konnte noch ganz an den Fl├╝gel gezogen werden und sichert ihre Flanke gegen die leichten Briten, auf der anderen Seite sichern die Lanciers.



Das Zentrum: Wenn das Lord Uxbridge noch miterlebt h├Ątte! Die Chasseurs der Alten Garde st├╝rmen (links) die H├╝gelkuppe an, Vive l┬┤Empereur rufend, doch werden sie von den schweren Dragonern auf ihren hellgrauen Pferden tapfer und stoisch empfangen... und zur├╝ckgewiesen (leider ist einiges an Gardeartillerie inzwischen in ihrer Flanke aufgefahren).
Doch daneben k├Ânnen die beiden Brigaden Junge Garde die Braunschweiger endg├╝ltig brechen und die die Ehre des Kaisers wieder herstellen, aber auch das hat Verluste gekostet.
Die Grenadiere der Alten Garde marschieren derweil den H├╝gel (wieder) hinauf, um die L├╝cke, die die Chasseurs gelassen haben, zu f├╝llen.



Brit. leichte Dragoner und Husaren schaffen es einmal, sich etwas zur├╝ckzuhalten, neu auszurichten, um m├Âglicherweise demn├Ąchst franz. Artillerie wegnehmen zu k├Ânnen.

Der Spielzug endet und die Frage ist, ob diesmal die brit. Armeemoral kollabiert.



Rechts im Foto sieht man die unwiederbringlich vernichteten/gebrochenen Einheiten (durch sie allein ist der Breakpoint ├╝berschritten, so dass am Ende jeder Runde gew├╝rfelt werden muss seit letztem Spielzug). Links (durcheinander hingestellt) die diese Runde gebrochenen Einheiten, die man nun versuchen kann, zu sammeln. Jede Einheit bei der das scheitert, verringert die Chance den aktuell anstehenden Break-Test zu bestehen. Wellington setzt alles an Command Points, was er hat an, um das Sammeln zu unterst├╝tzen, reitet also zwischen den demoralisierten Truppen hin und her und gibt alles, um sie zum Stehen zu bringen.
Tats├Ąchlich schafft er es nochmal, dass sich die meisten Sammeln. Dennoch braucht er f├╝r den Breaktest eine 3 auf 2 sechsseitigen W├╝rfeln. Es wird eine 1 und 2 gew├╝rfelt und Britannia muss noch eine weitere Runde k├Ąmpfen!
Das war echt krass am Tisch, so ein Gl├╝ck - die Chance den Wurf zu stehen war 1/18! Die Franzosen mussten ├╝brigens auch einen Breaktest machen, aber bei ihnen waren die Chancen mind. umgekehrt verteilt, es zu schaffen (18/1), sie schafften es also auch und konnten die meisten Brigaden direkt unter dem Auge des Kaisers sammeln. Aber auch Frankreich muss nun jede Runde auf Breakpoint testen...
Der Wetterwurf ergab keinen Wechsel (was nun bedeutet, dass Matsch beziehungsweise trockenerer Boden in dieser Schlacht keine Rolle mehr spielen wird).
W├╝rde das II. Korps endlich kommen? Die Chancen waren nun sehr hoch, aber der Wurf ergab, dass sie erst n├Ąchste Runde (dann allerdings automatisch) erscheinen w├╝rden. Das I. Korps kommt automatisch im Zug nach dem I.. Nach dem ├╝bergl├╝cklichen Breaktest f├╝r Wellington war dies eine bittere Pille, hie├č es doch, dass noch l├Ąnger auf viele preu├č. Verb├Ąnde zu warten war...

W├╝rden die Briten noch einen Breaktest durchstehen? W├╝rden sie bis dahin den Franzosen so viele Verluste zuf├╝gen k├Ânnen, dass die Franzosen brachen und es so - am Ende vielleicht sogar rein-preu├č. -  Sieg f├╝r die Allianz gegen Napoleon k├Ąme?

Was meint ihr?

(Fortsetzung folgt)


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D.J.

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Re: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
« Antwort #2931 am: 01. Dezember 2020 - 14:27:23 »

Ooooh ... die Lage ist f├╝r Frankreich nicht von ├ťbel, denn eure Lordschaft von Gernegro├č und M├Âchtegern sp├╝rt das Schwitzwasser die Kerbe hinab perlen ;D
(Merksatz: Scheint dir die Sonne auf die Knifften, geht dir die Sanella stiften! :o)
Aber die Preu├čen!
Die k├Ânnten das erhoffte, wei├če Gold sein, um den Hintern eurer Lordschaft wieder trockenzulegen!
Puuuuh, da bin ich echt unsicher, ob der Kaiser das noch richten kann, wenn diese ├Ąrgerliche Sache mit den Briten und ihren Lakaien l├Ąnger dauert.
Ich bin gespannt, verwette aber keinen Sou an Sold, solange die Preu├čen ante Portas stehen ;)
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Pappenheimer

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Re: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
« Antwort #2932 am: 01. Dezember 2020 - 14:55:26 »

Naja, ich frage mich ja, was dieses sich nun noch weiter zur├╝ckhaltende preu├čische Korps auch noch ausrichten sollte. Bei der Geschwindigkeit des ersten preu├č. Korps, das eintraf, w├╝rden die doch auch noch Stunden brauchen um auch nur in Gesch├╝tzreichweite von Papelotte zu kommen. Wahrscheinlich ist bis dahin Mitternacht... Wenn es so unwahrscheinlich war, dass Wellington diesmal das Sammeln ├╝berstand, m├╝sste schon ne Menge schief gehen, dass er die n├Ąchste Runde (Stunde?) ├╝berlebt. Die Franzosen m├╝ssen halt sehr vorsichtig gegen├╝ber den Preu├čen agieren. Der Angriff mit Lobau gegen die britische Linke scheint ja am ehesten noch Aussichten zu haben, da alles, was man ins Zentrum warf, leicht mittlerweile auch zwischen "Briten" und Preu├čen aufgerieben werden k├Ânnte.

Was mir bei dem Spiel besser gef├Ąllt als bei vorigen, dass der Spieler von Napol├ęon eben auch zu knabbern hat und die Preu├čen einen eigenen Faktor darstellen, die aber auch was zu tun kriegen und nicht erst kommen, als Wellington alles weggeblasen hat.
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tattergreis

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Re: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
« Antwort #2933 am: 01. Dezember 2020 - 15:47:16 »

Die wichtige Frage ist meines Erachtens nicht, ob Wellingtons Truppen brechen, sondern wie sp├Ąt es ist.
Wenn es erst Nachmittag ist, dann schwebt Napoleon noch in der Gefahr, eine vollst├Ąndige Niederlage gegen zwei preu├čische Korps zu erleiden, ist es abends, dann k├Ânnte er einen strategischen Sieg erringen, einfach wenn er das Schlachtfeld behauptet (wir wissen ja, dass Grouchy bei Wavre gewinnt :) )
Wie schon erw├Ąhnt, ist das Eintreffen von preu├č. Truppen im Raum Plancenoit viel interessanter und wirksamer als das Eintreffen am linken Fl├╝gel Wellingtons. Zieten w├╝rde durch Bedrohen der Nachschubwege Napoleon den angesprochenen Vorteil der inneren Linie ja wieder nehmen.

Clausewitz hat ├╝ber den Feldzug von 1815 geschrieben, er hat vehement darauf hingewiesen, wie waghalsig Napoleon vorging. Und egal wie kritisch man TT als Simulation gegen├╝bersteht  ;), so kann man doch auch bei diesem Spiel erkennen, dass selbst ein beeindruckender Sieg Napoleons gegen Wellington ihn nicht nach Br├╝ssel f├╝hrt.
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Mar├ęchal Davout

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Re: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
« Antwort #2934 am: 01. Dezember 2020 - 19:55:38 »

Ooooh ... die Lage ist f├╝r Frankreich nicht von ├ťbel, denn eure Lordschaft von Gernegro├č und M├Âchtegern sp├╝rt das Schwitzwasser die Kerbe hinab perlen ;D
(Merksatz: Scheint dir die Sonne auf die Knifften, geht dir die Sanella stiften! :o)
Aber die Preu├čen!
Die k├Ânnten das erhoffte, wei├če Gold sein, um den Hintern eurer Lordschaft wieder trockenzulegen!
Puuuuh, da bin ich echt unsicher, ob der Kaiser das noch richten kann, wenn diese ├Ąrgerliche Sache mit den Briten und ihren Lakaien l├Ąnger dauert.
Ich bin gespannt, verwette aber keinen Sou an Sold, solange die Preu├čen ante Portas stehen ;)

 ;D Ja, den Sieg haben die Franzosen noch nicht in der Tasche!
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Mar├ęchal Davout

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Re: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
« Antwort #2935 am: 01. Dezember 2020 - 20:03:51 »

Naja, ich frage mich ja, was dieses sich nun noch weiter zur├╝ckhaltende preu├čische Korps auch noch ausrichten sollte. Bei der Geschwindigkeit des ersten preu├č. Korps, das eintraf, w├╝rden die doch auch noch Stunden brauchen um auch nur in Gesch├╝tzreichweite von Papelotte zu kommen. Wahrscheinlich ist bis dahin Mitternacht... Wenn es so unwahrscheinlich war, dass Wellington diesmal das Sammeln ├╝berstand, m├╝sste schon ne Menge schief gehen, dass er die n├Ąchste Runde (Stunde?) ├╝berlebt. Die Franzosen m├╝ssen halt sehr vorsichtig gegen├╝ber den Preu├čen agieren. Der Angriff mit Lobau gegen die britische Linke scheint ja am ehesten noch Aussichten zu haben, da alles, was man ins Zentrum warf, leicht mittlerweile auch zwischen "Briten" und Preu├čen aufgerieben werden k├Ânnte.

Was mir bei dem Spiel besser gef├Ąllt als bei vorigen, dass der Spieler von Napol├ęon eben auch zu knabbern hat und die Preu├čen einen eigenen Faktor darstellen, die aber auch was zu tun kriegen und nicht erst kommen, als Wellington alles weggeblasen hat.

Ich h├Ątte auch gern gehabt, dass die Preu├čen alle fr├╝her gekommen w├Ąren. Pirch und Ziethen kommen nun zum sp├Ątest m├Âglichen Zeitpunkt (vom W├╝rfeln her), B├╝low ist nur einen Zug fr├╝her gekommen als der sp├Ątest m├Âgliche Zeitpunkt und h├Ątte bei besserem W├╝rfeln auch fr├╝her kommen k├Ânnen. Trotzdem finde ich gut, dass sie nicht zu fixen Zeitpunkten kommen.

Dein Rat f├╝r Napoleon, vorsichtig zu sein, ist gut. Wenn er jetzt unvorsichtig Brigaden gegen die Preu├čen verliert und seine Moral bricht, w├Ąre es ein alliierter Sieg.

Ich sch├Ątze, es ist jetzt so 18:30-19 Uhr (gut zwei, zweieinhalb Stunden Helligkeit bleiben...). Es wird in der Tat knapp f├╝r die nachfolgenden preu├č. Korps noch zur Wirkung zu kommen.

Spiel insgesamt: Ja, es ist knapper als jedes bisherige Spiel bei mir. Wenn ich bisher Napoleon spielte, habe ich so deutlich gewonnen, dass die Preu├čen dann auch egal waren und wenn ich Wellington war, war Napoleon auch so gut im Schach, dass er einfach kapituliert hat, sobald auch noch die Preu├čen kamen, diesmal ist es schon offener...
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Mar├ęchal Davout

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Re: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
« Antwort #2936 am: 01. Dezember 2020 - 20:10:09 »

Die wichtige Frage ist meines Erachtens nicht, ob Wellingtons Truppen brechen, sondern wie sp├Ąt es ist.
Wenn es erst Nachmittag ist, dann schwebt Napoleon noch in der Gefahr, eine vollst├Ąndige Niederlage gegen zwei preu├čische Korps zu erleiden, ist es abends, dann k├Ânnte er einen strategischen Sieg erringen, einfach wenn er das Schlachtfeld behauptet (wir wissen ja, dass Grouchy bei Wavre gewinnt :) )
Wie schon erw├Ąhnt, ist das Eintreffen von preu├č. Truppen im Raum Plancenoit viel interessanter und wirksamer als das Eintreffen am linken Fl├╝gel Wellingtons. Zieten w├╝rde durch Bedrohen der Nachschubwege Napoleon den angesprochenen Vorteil der inneren Linie ja wieder nehmen.

Clausewitz hat ├╝ber den Feldzug von 1815 geschrieben, er hat vehement darauf hingewiesen, wie waghalsig Napoleon vorging. Und egal wie kritisch man TT als Simulation gegen├╝bersteht  ;), so kann man doch auch bei diesem Spiel erkennen, dass selbst ein beeindruckender Sieg Napoleons gegen Wellington ihn nicht nach Br├╝ssel f├╝hrt.

Also, wie eben geschrieben, wohl so 18:30 ist es. Es k├Ânnte noch f├╝r einen Einsatz von Pirch und Ziethen reichen. Hm... es ist so verf├╝hrerisch, sie ├╝ber die Stra├če (und da wo B├╝low bei mir aufmarschierte) kommen zu lassen. Der Weg auf der anderen Seite des Bois de Ohain ist weiter ins Geschehen und es gibt keine Stra├če da (da ist die Bef├╝rchtung, dass man aufgrund der knappen Zeit vor Dunkelwerden nicht mehr ins Geschehen kommt)... Aber deine Argumente sind schon gut f├╝r einen Aufmarsch dort (Richtung Placenoit). Geht die Schlacht in einen zweiten Tag und Napoleon behauptet seinen R├╝ckzugsweg, sollte dann eigentlich ein Eintreffen Grouchys spieltechnisch m├Âglich sein? (wie cool w├Ąre das denn?)
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Mar├ęchal Davout

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Waterloo-Spiel Herbst 2020
« Antwort #2937 am: 01. Dezember 2020 - 20:55:05 »

So, weiter geht┬┤s:



Neuer Pulse im neuen Spielzug - unten im Foto seht ihr vier Brigaden, die sich wieder gesammelt haben.



Hier nochmal die preu├č. Seite des Spielfelds. Wenn jetzt ein Korps quasi entlang der unteren Kante auf die Franzosen zu marschierte, w├Ąre der Weg sehr weit...
Milhaud hat auf jeden Fall seine 3. K├╝rassierbrigade wieder (wurden gesammelt), die beiden anderen konnten leider keine St├Ąrkepunkte zur├╝ckgewinnen, weil sie innerhalb von 6 Zoll zu Feinden am Ende des Zuges waren.



Das Zentrum aus franz. Sicht: einige Brigaden konnten um LHS gesammelt werden. Infanterie von Reille, Kavallerie von Lobau und eine Gardeinfanteriebrigade.



Artilleriephase! Die Briten haben den Franzosen hier kaum etwas entgegen zu setzen: rechts wird die eine leichte Brigade durch zwei Batterien gebrochen, in der Mitte ergeht es der mittleren brit. Brigade unterhalb der Anh├Âhe genauso. Nun stehen wenigstens wieder ein paar Reserven dahinter, um die L├╝cken vorerst zu f├╝llen.



Auch die Scots Greys werden durch Beschuss gebrochen.



Bevor die Briten L├╝cken f├╝llen k├Ânnen, rollt der franz├Âs. Angriff los - Vive l┬┤Empereur! Ganz rechts greift eine Brigade die z├Ąhe leichte Truppe an der Flanke an. Zwei Brigaden Reilles (dunkle Legers) gehen gegen die Fussbatterie und die geschw├Ąchte Infanteriebrigade daneben vor und eine sehr schwache Brigade Lobaus greift die ebenso schwache Truppe links an. Sehr auf den franz. Sieg hier bauend, geht auch die reitende Artillerie der Franzosen vor.



Die Junge Garde auf der Anh├Âhe wird nun kr├Ąftig verst├Ąrkt. Links st├╝rmen die Gardegrenadiere zu Fu├č den H├╝gel hinab und greifen Pictons letzte z├Ąhe Brigade hier an. Flanierend greifen zus├Ątzlich noch die Grenadiers zu Pferd ein - das sollte das Ende dieser Gr├╝nr├Âcke sein.

Unten im Foto sieht man, dass neben anderen Einheiten auch die Lifeguards wieder gesammelt sind.



Ganz oben in diesem Bild sieht man, wie Milhaud seine K├╝rassiere einsetzt, um mit zwei Brigaden die eher schwache preu├č. Landwehrformation am ├Ąu├čersten linken Fl├╝gel B├╝lows anzugreifen



 - wieder reitet General Milhaud pers├Ânlich die Attacke mit und unterst├╝tzt seine Truppen mit Tapferkeit!



Die preu├č. Artillerie gibt auch wieder alles!







Die ungest├╝men Angriffe Lobaus und Reilles!



In diesem ├ťberblicksbild ist unglaubliches als Ergebnis der K├Ąmpfe zu sehen: von linsk an - Die alte Garde wird zur├╝ckgeschlagen von Pictons Frontbrigade! In der Mitte verteidigt die schwache Brigade Rotr├Âcke ebenso und bricht die angreifende Infanterie Lobaus, ebenso verteidigen die Niederl├Ąnder weiter rechts gegen Reilles recht starken Angriff.



Nur Milhauds K├╝rassiere brechen die preu├č. Einheit an der ├Ąu├čersten Flanke erfolgreich! Wenn sie hier so weitermachen, besiegen sie B├╝low noch im Alleingang oder hacken sich zumindest bis in die Flanke der schweren Artillerie vor  ;D Bevor hier wieder Entr├╝stung entsteht - das ist sehr unwahrscheinlich, aber sie sind ein Dorn in der Flanke B├╝lows...

(Fortsetzung folgt)
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D.J.

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Re: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
« Antwort #2938 am: 02. Dezember 2020 - 05:37:36 »

Zitat
In diesem ├ťberblicksbild ist unglaubliches als Ergebnis der K├Ąmpfe zu sehen: von linsk an - Die alte Garde wird zur├╝ckgeschlagen von Pictons Frontbrigade! In der Mitte verteidigt die schwache Brigade Rotr├Âcke ebenso und bricht die angreifende Infanterie Lobaus, ebenso verteidigen die Niederl├Ąnder weiter rechts gegen Reilles recht starken Angriff.

Das war f├╝r mich der Satz dieses Spielzuges!
Ich lese mir das alles gleich noch einmal in Ruhe in mit hom├Âophatisch verbareichten Koffein durch, aber das musste ich jetzt loswerden.
Wahnsinn, was da abgeht!
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Pappenheimer

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    • Wackershofen Anno Domini / Landleben 17.Jh.
Re: Grande Armee in 1/72: Aufbau der napoleon. Armeen und Spielberichte
« Antwort #2939 am: 02. Dezember 2020 - 08:29:03 »

Ein echt spannender Kampf. B├╝low wird ja entgegen steuern und 2-3 Brigaden Infanterie im Karree schie├čen die ungest├╝men K├╝rassiere zu Brei. Da h├Ątte ich keine Bedenken...
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