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Autor Thema: Siamtigers Log-o-rama / Chaosbunker  (Gelesen 855615 mal)

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SiamTiger

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Chaosbunker - Warhammer Open Maastricht 2026
« Antwort #1185 am: 26. April 2026 - 08:11:34 »

 Ich war gestern auf der Warhammer Open in Maastricht.
   
 Einiges an Bildern geschossen, davon sind 80 im Bericht gelandet, den ich auf zwei Artikel verteilt habe, zwecks Lesbarkeit und Ladezeiten. Hier ein paar Eindrücke:
   
 WHO_Maastricht26-02.jpg height=1080
   
 WHO_Maastricht26-14.jpg height=1080
   
 WHO_Maastricht26-42.jpg height=1080
   
 WHO_Maastricht26-58.jpg height=1080
   
 WHO_Maastricht26-78.jpg height=1080
   
 WHO_Maastricht26-38.jpg height=1080
   
 Warhammer Open Maastricht 2026 - Teil 1
   
 Warhammer Open Maastricht 2026 - Teil 2

SiamTiger

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Chaosbunker - 3d gedruckte Felsformationen
« Antwort #1186 am: 29. April 2026 - 07:15:57 »

 Letztes Jahr habe ich eine Reihe von Felsformationen gedruckt, basierend auf den Stone Trove Dateien von Dana McDonald.
Furucius Stone Trove height=200 Furucius Stone Trove height=200
Das Projekt stammt ursprünglich von Kickstarter, und mittlerweile kann man die Sets in verschiedenen Bundles auf MyMiniFactory kaufen. Es gibt auch einige Shops mit Händlerlizenz, falls man keinen eigenen Drucker hat.
 Alle Teile wurden auf einem Bambu Lab A1 Standard gedruckt, mit dem High-Quality-PLA-Profil und einer Schichthöhe von 0,08 mm. Das liefert bereits ein sehr sauberes Ergebnis, aber auf den Oberflächen, auf denen noch Layerlinien sichtbar waren, habe ich mit einer 1:1-Mischung aus Spachtelmasse und weißer Acrylfarbe nachgearbeitet. Ich habe einfach eine relativ dicke Schicht auf diese Stellen aufgetragen und sie vollständig aushärten lassen, bevor ich weitergemacht habe.
Stone Trove by Dana McDonald height=200 Stone Trove by Dana McDonald height=200 Stone Trove by Dana McDonald height=200 Stone Trove by Dana McDonald height=200
Nachdem die Spachtelmasse getrocknet war, habe ich die Stellen mit einer Feile geglättet (ich nehme eine Bananenpfeile aus der Drogerie) und das gesamte Modell mit einer ordentlichen Schicht mittelgrauer Grundierung versehen. Ich verwende den Spectrum Primer (matt grau), der bei Action für unter 3 Euro pro Dose erhältlich ist. Er ist matt, hat ein solides Mittelgrau und ist spottbillig.
Stone Trove by Dana McDonald height=200 Deth Wizards - The Town Part 1 height=200
Sobald die Grundierung getrocknet war (was in der Sonne ziemlich schnell geht), habe ich die Felsen mit einem dunkleren Grau und die Verzierungen mit einem dunkleren Braun grundbemalt. Verwendet habe ich Marabu Acrylfarben (Nr. 079 Dunkelgrau und 045 Dunkelbraun). Wenn man die Grundierung weglässt, sollte man wahrscheinlich eine zusätzliche Schicht einplanen: Die Deckkraft ist ganz solide, aber nicht herausragend.
Stone Trove by Dana McDonald height=200
Für das Gelände selbst nutze ich statt fertiger Produkte wie Dark Tone von Army Painter eine eigene Wash-Mischung, einfach weil sie günstiger ist. Ich mische Liquitex Matte Gel Medium mit Liquitex Carbon Black Acryl-Tinte, Wasser und einer Acrylfarbe meiner Wahl. Da ich die Felsen eher bräunlich statt schwarz haben wollte, habe ich Ocker hinzugefügt. (Das Bild zeigt die dunklere Wash, die ich auch bei den Deth Wizards / Briarwood Gebäuden verwendet habe, falls man eine visuelle Referenz möchte.)
Deth Wizards - The Town Part 4 height=200 Deth Wizards - The Town Part 4 height=200
Ich trage eine großzügige Schicht auf das gesamte Gelände auf, achte darauf, dass sie in alle Vertiefungen läuft, und lasse dann alles gründlich trocknen. Manchmal gehe ich noch einmal drüber, trage eine zweite Schicht auf oder dunkle gezielt einzelne Bereiche ab, um den Kontrast zu verstärken.
Stone Trove by Dana McDonald height=200 Stone Trove by Dana McDonald height=200 Stone Trove by Dana McDonald height=200
Dieser Schritt braucht recht lange zum Trocknen, aber danach geht es ans Trockenbürsten. Zuerst bürste ich mit einer 1:1-Mischung aus Grau und Weiß, anschließend setze ich sehr leichte Akzente nur mit Weiß. Christian hatte Battlefield Grass Green von Army Painter dabei, was perfekt für unser Retro-Event gepasst hat. Eine dünne Schicht Holzleim, das Gras leicht andrücken, damit es gut sitzt, und zum Abschluss eine Versiegelung – und das Gelände ist einsatzbereit.
Stone Trove by Dana McDonald height=200 Stone Trove by Dana McDonald height=200 Stone Trove by Dana McDonald height=200 Stone Trove by Dana McDonald height=200
Das Ergebnis passt farblich sehr gut zu unseren Spielmatten, und wir haben die Felsen später auch für unsere Showcase-Fotos wiederverwendet, weil sie den Bildern eine schöne Tiefen geben.
Stone Trove by Dana McDonald height=200 Warhammer 40,000 - Chaosbunker Classics height=200 Warhammer 40,000 - Chaosbunker Classics height=200 Warhammer 40,000 - Chaosbunker Classics height=200
Ich kann das Stone Trove Set sehr empfehlen. Es ist in verschiedenen Bundles erhältlich, von kleineren Zusammenstellungen bis hin zur kompletten „All-in“-Option. Mit diesen paar zusätzlichen Arbeitsschritten, die für die gesamte Charge etwa vier Stunden gedauert haben, holt man nochmal eine Menge aus den Modellen heraus.
 

SiamTiger

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Chaosbunker - Age of Sigmar Spearhead Stadt der Asche
« Antwort #1187 am: 03. Mai 2026 - 12:56:04 »

 Mit reichlich Verzögerung aus logistischen Gründen kam dann auch irgendwann mal Spearhead Stadt der Asche /City of Ash bei mir an.
   
 Für 175 EUR das Set, zwei Spearhead Truppen und vor allem für mich interessant, Gelände. Was sich dann als ein einzelner Gussrahmen entpuppte enthält zwei Ruinen-Ecken und fünf Relikt-Objectives.
   
 AoS_CityofAshBld01.jpg height=1080
   
 Gute Gussqualität, scharfe Details, ein Design das sich angenehm von den Realmscape-Ruinen unterscheidet. Aber die Holzbalken hat Passformprobleme mit sichtbaren Lücken, der "Geländefussabdruck" ist eher klein, und die Objectives wirken eher wie Dekoration als echte Spielelemente.
   
 AoS_CityofAshBld14.jpg height=1080
 AoS_CityofAshScl1.jpg height=1080
   
 Der Mordheim-Vibe den die Box verspricht, also Menschen vs. Skaven, Ruinenstadt und knappe Ressourcen, funktioniert thematisch, aber die Geländemenge hält das Ganze klar im Spearhead-Format statt im sich in den Bereich eines wirklichen Skirmish heranzuwagen.
   
 Vollständige Review mit Fotos: 
 Age of Sigmar Spearhad Stadt der Asche

SiamTiger

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Chaosbunker - Stargrave Quarantine 37
« Antwort #1188 am: 06. Mai 2026 - 19:54:18 »

 Wir haben Stargrave im Laufe der Jahre auf diesem Blog ausführlich behandelt, beginnend mit dem Grundregelwerk und den verschiedenen Plastikbausätzen für Besatzung, Soldaten, Söldner, Plünderern und Automatons. Die letzte Erweiterung, die wir uns angesehen haben, war Dead or Alive, die Solo-Erweiterung, die ursprünglich als kostenloses PDF begann und 2024 umfassend überarbeitet wurde. Nun ist es an der Zeit, die übrigen Erweiterungen durchzugehen – und das bedeutet, dorthin zurückzukehren, wo alles begann: Quarantine 37, die erste vollständige Erweiterung für Stargrave aus dem Jahr 2021.
   
Stargrave - Quarantine 37 height=300
   
  Worum geht es?   Die Imperiale Forschungsstation 37 beherbergte einst fast zehntausend Wissenschaftler, die an biologischer und chemischer Forschung arbeiteten. Sechs Monate vor dem Letzten Krieg verstummte sie – keine Notrufe, keine Rettungskapseln, nur eine einzige sich wiederholende Nachricht: „Diese Station steht unter Quarantäne. Nicht nähern.“ Jetzt, nach dem Krieg, da unabhängige Crews die Ruinen der Galaxie durchkämmen, wurde die Station wiederentdeckt. Was auch immer dort geschehen ist, die Technologie im Inneren ist ein Vermögen wert.
 Das ist die Ausgangssituation von Quarantine 37, und sie funktioniert gut. Joseph A. McCullough gibt in der Einleitung offen zu, dass er sich nicht zwischen zwei klassischen Sci-Fi-Horror-Archetypen entscheiden konnte, Zombies oder außerirdische Insekten, und sich am Ende einfach für beides entschied. Die Station ist groß genug für beide Bedrohungen, je nachdem, durch welche Luftschleuse man eintritt.
 Das Ergebnis sind zwei separate Mini-Kampagnen mit jeweils vier Szenarien. Die erste, The Shuffling Dead, führt die Crews tief in die von Zombies verseuchten Bereiche der Station, bis sie eingekesselt werden und sich den Rückweg zum Schiff freikämpfen müssen. Die zweite, Strike from the Shadows, stellt die Crews einem Schwarm außerirdischer Insekten gegenüber, die sie immer tiefer in ihren Bau treiben, bis es schließlich zur direkten Begegnung mit der Königin kommt. Darüber hinaus enthält das Buch zwei neue Captain-Hintergründe (Aristokrat und Jäger), acht neue Fähigkeiten, sechs neue Soldatentypen, eine Tabelle mit fortschrittlicher Technologie als Beute sowie ein Bestiarium mit Zombies, Insekten und allem dazwischen.
   
Stargrave - Quarantine 37 height=300
   
  Erster Eindruck   Quarantine 37 ist ein 96-seitiges Softcover und entspricht in der Produktionsqualität dem Grundregelwerk. Das Layout ist sauber und konsistent, die Illustrationen von Biago D'Alessandro sind lebendig und atmosphärisch, und die Szenenfotos zeigen Spieltische, die passend für das Science-Fiction-Horror-Setting gestaltet sind.
 
  • Kapitel 1: Neue Hintergründe und Fähigkeiten
  • Kapitel 2: Neue Soldaten und Regeln
  • Kapitel 3: The Shuffling Dead (4 Szenarien – Zombie-Kampagne)
  • Kapitel 4: Strike from the Shadows (4 Szenarien – Alien-Kampagne)
  • Kapitel 5: Going Solo (Solo-Regeln, basierend auf Dead or Alive)
  • Kapitel 6: Back to the Ship! (4 Szenarien – Solo-Kampagne)
  • Kapitel 7: Fortgeschrittene Technologie
  Besonders auffällig ist, wie gezielt die beiden Kampagnen auf ihre jeweiligen Bedrohungen zugeschnitten sind. Die Zombie-Kampagne erinnert stark an klassischen Belagerungshorror: langsames Vorrücken, schier endlose Zahlen und ein Gefühl unausweichlicher Bedrohung. Wer Doom gespielt hat und sich fragt, wie das auf dem Spieltisch aussehen würde, bekommt hier eine ziemlich passende Antwort. Die Insektenkampagne hingegen ist klar von Alien inspiriert. Die Kreaturen lauern im Schatten, die Spannung steigt durch ein „Ping“-System, das die Spieler im Unklaren lässt, was sich ihnen nähert, und alles gipfelt in einer Begegnung mit der Königin. Diese Anspielungen sind nicht subtil – und genau das ist gewollt. McCullough setzt beide Tropen konsequent um, und die Szenarien sind genau darauf ausgelegt.
 Die neuen Soldatentypen – insbesondere die Ravaged (infizierte Überlebende zwischen Zombie und Lebendigem) und der Trophy-Taker (eine kaum versteckte Predator-Anspielung) – sind sinnvolle Ergänzungen, die gut ins Setting passen, statt wie bloßes Füllmaterial zu wirken.
  Wie spielt sich Quarantine 37?   Beide Kampagnen nutzen das kompetitive Format des Grundregelwerks: Zwei Crews wetteifern um Beute, während weitere Gefahren allen das Leben schwer machen. Die Zombie-Kampagne führt Hastians Seuche und Wiederbelebungsregeln ein. Von Zombies getötete Soldaten können wieder auferstehen, was jedem Nahkampf eine zusätzliche Bedrohungsebene verleiht. Die Alien-Kampagne nutzt das Ping-System: verdeckte Marker bewegen sich über das Spielfeld und werden erst sichtbar, wenn sie in Sichtlinie eines Crewmitglieds kommen. Manchmal ist es nichts – manchmal sind es drei Krieger-Insekten. Die Unsicherheit ist der Kern des Systems.
 Die Szenarien sind gut aufgebaut und steigern sich sinnvoll. Die Zombie-Kampagne beginnt kontrolliert in einem Labor, in dem am Ende jeder Runde Zombies aus Kapseln auftauchen können, und endet in einem verzweifelten Durchbruch durch eine Horde. Die Insektenkampagne verläuft spiegelbildlich: zunächst Spannung, am Ende ein Finale im Thronsaal mit der Königin.
 Kapitel 5 ergänzt eine Solo-Kampagne mit vier Szenarien, die aus beiden Kampagnen adaptiert wurden. Die Solo-Regeln verändern den Ablauf, etwa indem die Kreaturenphase direkt nach der Captain-Phase eingefügt wird. Sie sind bewusst einfach gehalten und wirken rückblickend wie ein Vorläufer dessen, was Dead or Alive später deutlich ausgearbeitet hat.
  Wie geht es weiter?   Quarantine 37 war die erste von sechs Erweiterungen für Stargrave. Weitere sind:
 
  • Dead or Alive – Solo-Regeln
  • The Last Prospector – Verfolgungsjagd zwischen Asteroiden mit Schwerelosigkeit und Dschungelumgebungen
  • Hope Eternal – Solo- und Koop-Kampagne
  • Side Hustle – Kartendeck mit 40 Nebenmissionen
  • Bold Endeavour – Regeln für Schiffe als strategische Basis
  • Death Vector – bringt Terminator- und Cyberpunk-Elemente ins Spiel
  • Acceptable Losses – erscheint im November 2026
  Wir werden uns in den kommenden Monaten mit den restlichen Erweiterungen befassen.
   
Stargrave - sci-fi wargames in the ravaged galaxy height=200
   
  Fazit   Quarantine 37 macht genau das, was eine gute erste Erweiterung tun sollte: Es nimmt das offene Grundsystem und füllt es mit thematisch stimmigem Inhalt. Zwei Kampagnen, zwei klassische Sci-Fi-Horror-Konzepte – beide konsequent umgesetzt. Die Zombie-Kampagne erinnert an Doom, die Insektenkampagne an Alien, und beide liefern spannendes, erzählerisches Skirmish-Gameplay.
 Neue Hintergründe, Soldaten und Fähigkeiten fügen sich nahtlos ein, ohne das Spiel unnötig zu verkomplizieren. Die Solo-Kampagne ist eher ein Zwischenschritt, aber im Kontext der späteren Entwicklungen sinnvoll und bietet einen Vorgeschmack auf die vollwertige Erweiterung.
 Wenn du das Stargrave-Grundregelwerk besitzt und überlegst, ob sich die Erweiterung lohnt: ja, tut sie. Sie ist als Softcover für 20 GBP oder digital für 16 GBP erhältlich und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot
« Antwort #1189 am: 11. Mai 2026 - 07:27:33 »

 Great Escape Games hat die US Cavalry in ihr Sortiment an Plastikbausätzen für Dead Man's Hand aufgenommen. Finanziert wurden sie über eine Kickstarter-Kampagne im November des vergangenen Jahres. Falls ihr sie im Rahmen der Kickstarter-Kampagne verpasst habt, keine Sorge: Ihr könnt sie jetzt im Onlineshop oder über verschiedene Händler weltweit bekommen, in Deutschland u.a. bei Miniaturicum.
   
Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=196 Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200
   
Das Boxset DMHP006 „US Cavalry“ enthält 10 mehrteilige Plastikminiaturen für eine UVP von 18 GBP und gibt euch die Möglichkeit, US Cavalry zu Fuß sowie Einheiten der 9th und 10th Buffalo Soldiers zu bauen. Wir haben von beiden Kits – also der Fuß- und der berittenen Version – jeweils einen Test-Gussrahmen im ersten Quartal 2026 erhalten und holen das nun in eigenen Reviews nach.
 Der Guss ist sauber umgesetzt. Es gibt nur wenige Gussgrate, keine Probleme mit Gusshäuten, und die Details sind scharf. Der Aufbau des Gussrahmens ähnelt den anderen Bausätzen der Reihe oder auch den Plastiksets, die ihr beispielsweise von North Star kennt. Jeder Gussrahmen enthält genug Teile, um fünf Miniaturen zu bauen, dazu mehrere Optionen für Pistolen, Kavallerie-Karabiner, verschiedene Taschen und insgesamt 16 verschiedene Köpfe pro Gussrahmen. Außerdem sind ein Hund und ein Kaktus enthalten.
   
Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200 Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200
   
Jeder Gussrahmen enthält fünf unterschiedliche Beine, von denen einer die längere Uniform des Offiziers trägt. Auch die Oberkörper kommen in fünf verschiedenen Ausführungen, mit unterschiedlichen Halstüchern, einer mit Hosenträgern und einer mit geöffneter Uniformjacke.
   
Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200 Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200 Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200
   
Jetzt müssen wir uns für die Bewaffnung entscheiden. Wie oben erwähnt, gibt es verschiedene Optionen: fünf Sätze Arme mit Karabinern, fünf Sätze Arme mit Pistolen oder Revolvern, einen mit Säbel und einen mit Signalhorn. Ich habe eine gemischte Auswahl gewählt, um euch die Bandbreite der Optionen zu zeigen.
   
Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200 Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200
   
Zur Auswahl stehen insgesamt 16 verschiedene Köpfe mit Kepis und Kavallerie-Stetsons, darunter unterschiedliche Gesichter und Gesichtsausdrücke.
   
Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200 Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200
   
Die Köpfe sind stellenweise etwas zu groß, und einige der Hälse passen nicht besonders gut auf die Körper, ohne dass man sie ein wenig nachfeilen oder anpassen muss.
   
Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=367
   
Im letzten Schritt fügen wir die optionalen Kleinteile zum Bausatz hinzu. Jeder Gussrahmen enthält einen Hund und einen Kaktus sowie mehrere Holster und Flaschen.
   
Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200 Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200
   
Einige der Köpfe sind in beiden Kits gleich, also sowohl bei der berittenen als auch bei der unberittenen Version, sodass ihr beide Varianten eurer Modelle bauen könnt. Genau so, wie ihr es vielleicht von einigen der alten Western-Reihen aus Zinn kennt.
   
Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200
   
Der Maßstab der Plastikbausätze von Great Escape Games passt zu den Plastikmodellen von u.a. Gripping Beast und North Star, sodass ihr sie gut miteinander kombinieren könnt. Wenn ihr diese Old-West-Miniaturen beispielsweise mit Sci-Fi-Bits aus Stargrave verwenden wollt, um ein bisschen Space Western-Atmosphäre zu erzeugen, etwa wie bei Galaxy Rangers oder Bravestarr, passt der Maßstab hier sehr gut.
 Zum Thema Maßstab seht ihr hier einen Vergleich der Plastikmodelle neben Artizan Design (links), Boot Hill Miniatures (Mitte) und den alten Wargames Foundry-Miniaturen (rechts). Einige der älteren Foundry-Miniaturen liegen näher bei 25 mm und fallen je nach Basegestaltung etwas aus dem Rahmen.
   
Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200 Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200
   
Da sind sie also: unsere kleine Einheit US-Cavalry.
   
Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200 Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200
  Fazit   Eine interessante Ergänzung des Sortiments. Die Kavallerie ist eine beliebte Fraktion, bekannt aus vielen Filmen und meist dramaturgisch für ihren gerade noch rechtzeitigen Auftritt, wenn sie das Blatt in einer Schlacht wendet oder im letzten Moment die Helden rettet.
   
 Wir haben hier auf dem Blog bereits 2021 die Plastik-Gunfighters für Dead Man's Hand besprochen, und mein Urteil fällt ziemlich ähnlich aus. Das Sortiment ist gewachsen und bietet nun mehr Variation über die Bausätze verteilt. Das ist eine großartige Sache, ebenso wie die Produktionsqualität, an der es wirklich nichts auszusetzen gibt: Ihr bekommt saubere Güsse mit ordentlichen Details. Mein einziger Kritikpunkt sind die Proportionen. Manche Arme, vor allem die, bei denen beide Hände einen Karabiner halten, wirken etwas klein, besonders im Vergleich zu den großen Köpfen. Und obwohl die doppelten Köpfe nützlich sind, hätte ich mir etwas mehr Variation bei den Gesichtsausdrücken gewünscht. Da die US Cavalry in Bezug auf ihre Ausrüstung ein eher festes Layout hatte, fehlt hier nicht viel: Ihr bekommt Pistolen und Gewehre sowie die Optionen für den Offizier und den Musiker. Eine Fahne oder ein Stab wären eine interessante Ergänzung gewesen, und ich hätte mich gefreut, wenn so etwas in den Teilen auf dem Gussrahmen enthalten gewesen wäre.
   
 Aus diesen Gussrahmen lassen sich ordentliche Einheiten bauen. Die Posen sind gut gewählt, ebenso wie die auf dem Gussrahmen enthaltenen Optionen. Und es ist natürlich ein großer Vorteil, Zugang zu Plastik zu haben, wenn man größere Spiele oder Schlachten spielen möchte, etwa die American Indian Wars. Außerdem gibt es inzwischen insgesamt fünf Plastikboxen zur Auswahl – zwei Gunfighter-Kits, zwei berittene Gunfighter-Kits und die berittene US Cavalry – was reichlich Spielraum zum Kit-Bashen und Umbauen bietet.
   
 Dass sie zur Finanzierung dieser Bausätze auf eine Kickstarter-Kampagne gesetzt haben, ergibt ebenfalls Sinn. Wild-West-Tabletop ist ein Nischenthema, und Plastik wird normalerweise für größere Stückzahlen eingesetzt, die man bei Skirmish-Spielen in der Regel nicht braucht. Daher ist es genau der richtige Weg, mit Crowdfunding die Nachfrage nach solchen Ergänzungen der Reihe zu testen.
   
 Wenn ihr mehr über die US Cavalry lesen möchtet, empfehle ich diese beiden Osprey-Bücher: Men-at-Arms 33 US Cavalry und Men-at-Arms 168 US Cavalry on the Plains 1850 - 90, wobei das letztere von beiden das relevantere ist.
   
 
  • Produktionsqualität: 4/5
  • Design: 3/5
  • Optionen: 3/5
  • Preis-Leistungs-Verhältnis: 4/5
  • Zusammenbau: 3/5

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Dead Man's Hand - US Cavalry beritten (Review)
« Antwort #1190 am: 15. Mai 2026 - 12:18:11 »

 Der zweite Teil der US-Cavalry-Reihe für Dead Man’s Hand von Great Escape Games ist eine Box berittener Soldaten: die Mounted U.S. Cavalry. Sie setzt die Linie der Cowboys (und Cowgirls) zu Pferd fort und passt perfekt zur US Cavalry. Die berittene US Cavalry wurde im März 2026 per Kickstarter finanziert und wurde im April und Mai dieses Jahres ausgeliefert.
   
 Falls ihr es verpasst habt: Wir haben die US Cavalry zu Fuß hier im Blog bereits früher vorgestellt.
   
Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=196 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200
   
Die Packung Mounted US Cavalry (DMHP007) enthält 10 mehrteilige Plastikminiaturen für eine UVP von 28 GBP. Genau wie das Infanterie-Set liefert es euch die Teile, um US Cavalry zu Pferd zu bauen, sowie Optionen für die 9th und 10th Buffalo Soldiers. Wir haben für diese Review ein Paket erhalten, das einer halben Box entsprach, mit drei verschiedenen Gussrahmen.
 An der Gussqualität gibt es nichts auszusetzen. Die Gussgrate sind absolut im Rahmen, und die Anordnung auf den Gussrahmen verschwendet kaum Platz. Ihr bekommt saubere Güsse, die die Details ordentlich einfangen. Die berittenen Modelle kommen außerdem mit Gussrahmen für die Pferde und ovalen Bases. Soweit ich das beurteilen kann, und da ich die anderen berittenen Sets selbst nicht in der Hand hatte, sind die Pferde bei den verschiedenen berittenen DMH-Sets identisch.
 Jeder Gussrahmen enthält genug Teile, um fünf Miniaturen zu bauen. Im Fall der US Cavalry umfasst das Waffenoptionen, 16 verschiedene Köpfe, ein paar Taschen und Holster. Die Pferde haben fünf verschiedene Posen und verschiedene Satteltaschen und Gepäckstücke.
   
Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200
 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200
 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200
   
Hier ist ein Vergleich der US-Cavalry-Köpfe von beiden Gussrahmen. Wie ihr sehen könnt, sind einige identisch oder zumindest sehr ähnlich. Zuerst fand ich das eine großartige Idee, weil man so dieselbe Figur beritten und zu Fuß darstellen kann. In der Praxis wirkt es aber eher wie eine verpasste Chance. Diese Gussrahmen kommen ohnehin paarweise, also zwei pro fünf Modelle, sodass ihr im Karton jeweils eine Dopplung jedes Kopfes bekommt. Da hätten sie stattdessen noch ein paar weitere
 Gesichter oder Posen hinzufügen können, und das Set hätte von mehr Variation profitiert.
   
Dead Man's Hand - US Cavalry on Foot DMHP006 height=200
   
Fangen wir mit den Pferden an. Wie erwähnt, gibt es fünf verschiedene Posen, sie sind mit Buchstaben gekennzeichnet, und man sollte die Körper untereinander mischen können. Zusätzlich zu den Pferden gibt es auf dem Gussrahmen reichlich Satteltaschen und weiteres Gepäck. Der Zusammenbau ging schnell und völlig problemlos.
 Sie stehen stabil auf den Bases. Die Pferdeköpfe sind vielleicht nicht die schönsten Sculptings, aber sie erfüllen absolut ihren Zweck.
   
Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200
   
Als Nächstes kommen die Reiter. Die Beine haben einen breiten Stand, damit sie sauber auf den Pferderücken passen. Kleine Details, wie die unterschiedlichen Gürtelschnallen und der untere Teil der Offiziersjacke, helfen dabei, sie voneinander zu unterscheiden. Dazu kommen verschiedene Torsos, die auf den Designs aufbauen, die wir schon von den unberittenen Körpern kennen.
 Auch die Waffenoptionen in diesem Set sind ähnlich, nur sind die Posen an das Tragen zu Pferd angepasst. Um die Vielfalt zu zeigen, haben wir uns für einen Säbel beim Offizier, ein Signalhorn und eine Mischung aus Karabinern und Pistolen/Revolvern entschieden.
   
Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200
   
Es gibt hier ebenfalls verschiedene Köpfe. Wie oben erwähnt, sind einige davon identisch mit den unberittenen Versionen.
   
Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200
   
Ich habe den Kopf von einem der Offiziere vom unberittenen Gussrahmen verwendet, um die Figur wiedererkennbarer zu machen. Darüber hinaus könnt ihr sie untereinander mischen, nicht nur innerhalb dieses Sets, sondern auch mit anderen DMH-Kits. Das ist tatsächlich der einzige Schritt im gesamten Bau, der nicht ganz so geschmeidig verläuft, wie er könnte. Das Kugelgelenk zwischen Köpfen und Hälsen sitzt nicht immer sauber, deshalb muss man in manchen Fällen etwas vom Hals abnehmen, damit die Köpfe nicht zu hoch auf dem Körper sitzen.
   
Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200
   
Jetzt zu den optionalen Kleinteilen. Wir haben die verschiedenen Taschen und Gegenstände von den Pferde- und Reitergussrahmen genutzt, um den Miniaturen etwas mehr Abwechslung zu geben. Ihr könnt ihnen Holster und verschiedenes Ausrüstungszeug mitgeben.
   
Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200
   
Wie bereits erwähnt, kann man einige der Figuren fast identisch oder zumindest sehr ähnlich bauen, sodass man sie sowohl zu Fuß als auch zu Pferd verwenden kann. Außerdem möchte ich euch noch ein Vergleichsbild der Plastikminiaturen neben Artizan Design links, dem älteren Wargames Foundry in der Mitte und Boot Hill Miniatures rechts zeigen. Einige der älteren Foundry-Miniaturen kommen eher in die Nähe von 25 mm und fallen je nach Basegestaltung entsprechend auf.
   
Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200
   
Und um den Review abzuschließen, zeigt die letzte Bildserie unsere Kavalleristen zu Pferd.
   
Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200
 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200
   
  Fazit   Der Aufpreis, um eure US Cavalry zu Pferd zu bekommen, liegt bei weiteren 10 GBP gegenüber dem Set zu Fuß. Ich halte das für fair, denn ihr bekommt zwei Gussrahmen für die Pferde und zwei für die Bases. Andere Reihen halbieren den Inhalt oft, sobald man zu berittenen Miniaturen greift. Wenn man das als Maßstab nimmt, sind 28 GBP für 10 berittene Miniaturen ein besseres Angebot als 18 GBP für 5 berittene Miniaturen.
 Ich habe kein Problem mit dem Crowdfunding. Ganz im Gegenteil. Da Old-West-Gaming eine Nische ist und die meisten Spiele in diesem Genre Skirmish-Spiele sind, die ihren Fokus eher auf Schießereien in der Stadt als auf berittene Miniaturen legen, kann ich den Vorteil sehen, die Nachfrage auf diese Weise abzusichern.
 Ich finde es wirklich gut, dass wir für diese Epoche nun mehr berittene Miniaturen aus Plastik haben. Gerade in einem Setting wie dem Wilden Westen, in dem Pferde ein so zentrales Element sind, fand ich es immer etwas schwierig, nur so wenige berittene Optionen zu haben. Oder zum Beispiel bei Foundry, die einige ihrer Sets neu verpackt haben: Da konnte es passieren, dass ihr dieselbe Figur zu Fuß und zu Pferd in unterschiedlichen Sets hattet und später doppelte Figuren bekommen habt, wenn ihr eure Truppe erweitern wolltet. Dieser Ansatz ist flexibler. Und auch wenn es ein netter Bonus ist, eure reguläre Cowboy-Bande zu Pferd zu haben, ist das hier aus meiner Sicht noch wichtiger. Ich meine, sie sind buchstäblich die Kavallerie. Außerdem öffnet es das Spiel für Szenarien, die mit unberittenen Miniaturen nicht wirklich Sinn ergeben, wie einen Zugüberfall oder ein Gefecht in der offenen Prärie.
 Bis hierhin ist das ein solides Set. Mein einziges Problem sind die Proportionen, was dasselbe Problem ist, das auch das Infanterie-Set hat. Einige Hände und Arme, besonders die, die die Gewehre greifen, wirken im Vergleich zu denen mit Pistolen/Revolvern klein. Und dann gibt es noch das Problem mit den Köpfen. Die meisten davon brauchen etwas Nacharbeit, damit sie sauber auf den Schultern sitzen. Wie ich schon im Review erwähnt habe, sind 16 verschiedene Köpfe eigentlich mehr als genug, aber es wäre noch besser gewesen, wenn das Set nicht schon innerhalb der Box Dopplungen enthalten hätte, zumal einige der gleichen Designs auch im anderen Set vorkommen. In manchen Fällen habt ihr so viermal denselben Kopf über zwei Sets hinweg, und das ist schade, weil diese Plätze für noch mehr Variation hätten genutzt werden können.
 Trotzdem lassen sich aus diesem Set dynamische Miniaturen bauen. Sie fangen die Bewegung von Soldaten zu Pferd gut ein, und die Armposen passen schön. Und falls euch etwas fehlt, gibt es noch zwei weitere berittene Cowboy-Sets. Darüber hinaus gibt es noch viel mehr Plastikminiaturen, mit denen man kombinieren kann — je nachdem, ob man im Wilden Westen bleiben oder in Horror-West wie Dracula’s America oder sogar in noch stärker in Richtung Sci-Fi / Wild-West / Steampunk gehen möchte.
 Ich hatte euch im anderen Review schon einige Osprey-Buchtipps gegeben, und das möchte ich hier gern wiederholen. Die Ausgaben Men-at-Arms 33: US Cavalry und Men-at-Arms 168: US Cavalry on the Plains 1850–90 liefern euch mehr Hintergrund zu diesen Modellen.

SiamTiger

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Chaosbunker - Mai 2026 Rückblick
« Antwort #1191 am: 01. Juni 2026 - 07:18:55 »

 Post-Chaosbunker Classics   Willkommen im Juni! Wir sind fast bei der Hälfte von 2026 angekommen, und ich arbeite immer noch die Dinge auf, die wir an diesem Wochenende gemacht haben. Ich habe damit begonnen, die einzelnen Armeebilder in eigenen Beiträgen zu zeigen, einschließlich der Icons, die ihr vielleicht aus alten White-Dwarf Spielberichten kennt.
   
Warhammer 40,000 - Chaosbunker Classics Imperial Fists Retribution Force height=200 Warhammer 40,000 - Chaosbunker Classics Imperial Fists Retribution Force height=300
   
Ich habe viele Fotos und Screenshots aus alten Magazinen gemacht und sie nachgebaut. Leider sind durch einen Dateifehler alle Ork-Icons verloren gegangen, die ich bereits vorbereitet hatte, und ich muss sie neu zeichnen. Das ist etwas, das ich mir vielleicht am nächsten langen Wochenende vornehme.
   
Warhammer 40,000 - Battle Report Ressources height=200 Warhammer 40,000 - Battle Report Ressources height=200
   
Außerdem haben wir auf zwei verschiedenen deutschsprachigen Podcasts über das Event gesprochen, und zwar in der neuesten Folge von Games ’n Dice sowie bei Beim Imperator Nichts Neues.
  Aufholen bei den Reviews   Wie versprochen konnte ich, jetzt wo die Classics hinter mir liegen, bei einigen Reviews aufholen. Ich habe die US Cavalry für Dead Man’s Hand in beiden Varianten behandelt, also beritten und zu Fuß, ebenso wie das neueste Boxed Set für Age of Sigmar Spearhead: City of Ashes.
   
Dead Man's Hand - Mounted US Cavalry DMHP007 height=200 Age of Sigmar - Spearhead City of Ash height=200
   
Ich habe Stargrave wieder aufgegriffen, beginnend mit dem Review zu Quarantine 37 und The Last Prospector, und dazu wird etwa alle drei Wochen etwas Neues folgen.
   
Stargrave - Quarantine 37 height=300 Stargrave - The Last Prospector height=300
   
Da die Berichterstattung über die Chaosbunker Classics nicht nur Hobby-Inhalte umfasst, wird es auch Retro-Reviews geben. Um dafür eine passende Referenz zu haben, habe ich einige Fahrzeuge für Referenz- und Größenvergleiche gekauft, die wir ebenfalls in die Reviews aufnehmen werden.
   
Warhammer 40,000 - Vehicle Kits height=200
   
  Vorbereitung für CONflict   Die CONflict Rheinland 2026 fand dieses Wochenende statt, und ich habe noch etwas weiter an Gelände gearbeitet, um den Tisch mit passendem Terrain zu füllen. Wir haben unsere Retro-Armeen mitgebracht und ein King-of-the-Hill-Szenario mit drei Spielern gespielt. Darüber wird es einen eigenen Artikel geben. Ich war vor allem damit beschäftigt, die restlichen Felsformationen fertigzustellen und Kakteen zu bauen, mit Tutorials dazu, die noch folgen.
   
Warhammer 40,000 - Cactus Terrain height=200 Warhammer 40,000 - Cactus Terrain height=200
   
  Imperial-Assault-Kampagne   Wir hatten diesen Monat zwei Brettspielabende. Die erste war das Chewbacca Nebenmission Celebration / Festtag, und sie begann dank eines glücklichen Eröffnungsschusses (Havoc Shot von Fenn Signis) und des Schadens, den wir in der ersten Runde gemacht haben, sehr gut. Es war trotzdem ein knappes Spiel, denn die Imperialen können mehr Wookiees gefangen nehmen, wenn sie auf Masse gehen, während man selbst nur mit seiner Heldengruppe befreien kann.
   
Star Wars Imperial Assault Boardgame - Celebration height=200 Star Wars Imperial Assault Boardgame - Celebration height=200
   
Die zweite Mission, die wir gespielt haben, war die erzwungene Mission Captured / Gefangen. Es ist ein wenig unbefriedigend, dass man dem Imperial-Spieler zwar seine Belohnung verwehren kann, aber selbst keine bekommt, wenn man gewinnt. Unsere Gruppe und der Spielleiter haben inzwischen ziemlich große Fortschritte gemacht, und einige Kombinationen sind mittlerweile sehr effizient. Ich habe auch festgestellt, dass die Effekte recht hart sind, da die Spieler durch Betäuben oder Blutung meist nicht einfach einen Würfel oder Boni verlieren, sondern in der Regel direkt die gesamte Aktion.
   
Star Wars Imperial Assault Boardgame - Captured height=200 Star Wars Imperial Assault Boardgame - Captured height=200
   
  Horus Heresy Hören   Ich bin selbst überrascht, dass ich diesen Monat wieder einen weiteren Schwung Horus-Heresy-Hörbücher geschafft habe. Zu Monatsbeginn hatte ich bei The Crimson King / Der Rote König noch weniger als zwei Stunden übrig. Bei einigen langen Fahrten und Hobby-Sessions beim Geländebau habe ich recht viel Zeit in Tallarn und Ruinstorm / Untergangssturm gesteckt, und inzwischen bin ich bei Old Earth / Alte Erde angekommen.
 Tallarn ist wieder eine Sammlung von Geschichten, die aber eng miteinander verbunden sind und deshalb wie eine lange Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln funktionieren. Es ist eines der Bücher, das die Auxilia-Streitkräfte stärker in den Fokus rückt. In Ruinstorm / Untergangssturm kehren wir zum Imperium Secundus zurück und sehen, wie die drei Primarchen versuchen, Terra zu erreichen. Beide Bücher sind unterhaltsam.
 Bei Old Earth hatte ich erwartet, dass es wieder ein Buch über Vulkan sein würde, und auf die vorherigen war ich nicht sonderlich scharf, weil sie sich für meinen Geschmack etwas gezogen hatten. Old Earth / Alte Erde ist aber eher eine weitere Shattered-Legions-Geschichte, die erzählt, wie Vulkan Shadrak Meduson begegnete und was daraus folgte. Ich bin mit dem Buch noch nicht durch, aber ich bin etwa zu zwei Dritteln fertig, und bisher ist es ziemlich fesselnd.
   
Horus Heresy - The Crimson King height=300 Horus Heresy - Tallarn height=300 Horus Heresy - Ruinstorm height=300 Horus Heresy - Old Earth height=300
   
Da wir der Siege of Terra näherkommen und ich festgestellt habe, dass im Bogen der finalen 10 Bücher noch weitere Bücher als Nebenhandlungen hinzugekommen sind, muss ich die Übersicht über die Hörbücher aktualisieren.
  Zerstreuung   Nach den Chaosbunker Classics und nachdem ich völlig im Tunnel war, um alles rechtzeitig fertigzubekommen, habe ich mir im Mai etwas Zeit für Erholung und Freizeit genommen. Forza Horizon 6 wurde veröffentlicht, mein drittes Spiel der Reihe, und ich habe mir die Premium Edition geholt, die den Early Access freigeschaltet hat.
 Ich habe in diesem Monat auch einige LEGO-Sets gebaut. Ich habe sogar ein Set davon mit auf meine Geschäftsreise genommen, um die Abende im Hotel zu füllen, und ich habe die sehr schön gemachte Razor Crest Polybag für meinen Sohn mitgebracht.
   
Forza Horizon 6 - Welcome to Japan height=200 Lego - 42223 1966 Ford GT40 MKII Race Car height=200 Lego - 30728 Razor Crest height=200
   
  Was kommt im Juni?   Im Juni werde ich einige der Artikel fertigstellen und veröffentlichen, an denen ich gerade arbeite, vor allem die Retro-Geländeserie und die nächsten Schritte bei den Imperial Fists. Ich bin außerdem zu einem historischen Spielbericht eingeladen worden, auf den ich mich ebenfalls freue.
   
 Was Veranstaltungen angeht, ist bis September tatsächlich nicht allzu viel los. Dazwischen findet zwar FeenCon statt, aber das ist für mich kein fest eingeplanter Termin. Die nächste Veranstaltung, die wirklich in meinem Kalender markiert ist, ist das Rhein-Main-Multiversum am 12. und 13. September.

SiamTiger

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Chaosbunker auf der CONflict 2026
« Antwort #1192 am: 03. Juni 2026 - 17:36:00 »

 Letztes Wochenende fand die neueste Ausgabe von CONflict Rheinland in Langenfeld bei Leverkusen statt. Wie schon in den Vorjahren hatten wir dort unseren eigenen Tisch, diesmal mit etwas Retro-Gaming zu Warhammer 40.000 2. Edition.
 CONflict ist ein geschlossenes, nur auf Einladung zugängliches Event, das von Freitagabend bis Sonntagnachmittag läuft, wobei einige Leute, so wie wir drei, nur am Samstag bleiben. Dinge wie der Veranstaltungsort, der Parkplatz und so weiter haben wir in den letzten Jahren bereits behandelt, deshalb spare ich mir das in diesem Jahr. Wer Interesse hat, kann sich einfach die Berichte seit 2022 anschauen:
   Da das Catering dieses Jahr erweitert wurde, hatten wir mehr Platz im Auto für Miniaturen und anderes, und ich brachte zwei IKEA-Samla-Boxen voller Gussrahmen und Bausätze für den Bring & Buy mit. Als wir gegen 10:30 Uhr ankamen, war schon ziemlich viel los, und wir machten zuerst einen kleinen Rundgang, bevor wir unseren eigenen Tisch aufbauten.
   
CONflict Rheinland 2026 height=200 CONflict Rheinland 2026 height=200
Aufgrund der 50+ Bilder geht es hier weiter
« Letzte Änderung: 03. Juni 2026 - 17:42:32 von SiamTiger »
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SiamTiger

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Chaosbunker - Juni 2026 Rückblick
« Antwort #1193 am: 01. Juli 2026 - 07:36:37 »

 Halbzeit für 2026!   Das Jahr ist halb rum und wir haben schon einiges erlebt. Die CONflict Rheinland war zwar Ende Mai, aber die Berichterstattung ist erst im Juni online gegangen, daher hier noch mit aufgeführt. Wieder einmal mit eigenem Tisch, gut was gezockt und 'nen runden Tag gehabt. Was will man mehr?
   

   
Es ist allerdings etwas schade, dass das nächste Tabletop Event nach aktuellem Stand erst im September sein wird, das Rhein Main Multiversum 2026 in Nidderau. Da müssen also noch private Sessions eingeschoben werden in der Zwischenzeit.
 Apropos private Spielsessions, die gab es im Juni auch. Ich habe mich mit Team Würfelkrieg zum Zocken und Grillen verabredet, und wir haben ein paar Runden What a Tanker! gespielt. Das wird auf jeden Fall mit weiteren Spielen nachgeholt. Highlight war auf jeden Fall noch die Tour mit dem Willys Jeep.
   

   
Und auch wenn ich nicht selbst auf der Salute war, hat mir Stahly von TaleofPainters dankbarerweise einen Goodie-Bag mitgebracht. Es ist schon etwas her, dass ich selbst auf der Salute war, aber die Würfel und Eventminiaturen sammel ich gerne.
   

   
  Oldhammer Terrain   Für den Spieltisch zur CONflict wurden noch fleißig Kakteen gebaut, damit wir auch in der kleineren Runde ausreichend Terrain hatten. Das wurde dann auch direkt für das Armeebild von Florians Chaos Space Marine genutzt. Natürlich darf das Tutorial nicht fehlen - das findet ihr hier.
   

   
Aber dabei bleibt es nicht, es wird noch mehr Gelände benötigt, daher bastle ich gerade an verschiedenen Fahrzeugwracks. Das erste ist eine "eBay-Rettung", ein Leman Russ Kampfpanzer.
   

   
  Rückkehr zum zweiten Weltkrieg   Mit dem Kickstarter zur Panzerdivision Cerberus von Ambush Miniatures ging es für mich nach längerer Pause auch mal wieder zurück zum Setting des Zweiten Weltkriegs. Ich habe Hausregeln für die E-Serie und Löwen geschrieben, für Bolt Action und Konflikt '47. Für What a Tanker! haben wir auch was vertestet im Rahmen des Spielberichts, das muss ich noch für das Blog fertig formatieren.
 Und was ich auch nach langer Pause mal wieder gemacht habe, eine Review zu "historischen" Panzern, dem E-10 und E-25. Ich muss sagen, mir hat das mit den Hausregeln ziemlich Spaß gemacht, ich bin da sehr verlockt mich mit meinen Feldumbauten und Beutefahrzeugen auseinander zu setzen und zu schauen, was da noch nicht in den Armies of... Bänden abgedeckt ist.
   

   
  Imperial-Assault-Kampagne   Auch hier ging es weiter. Wir haben mit der Gruppe die Mission Großzügige Spende (engl. Generous Donation) gespielt und man merkt die Tücken des Late-Game Content. Die Schere im Balancing geht auf und wir müssen schauen, wie es sich mit den restlichen Missionen verhält.
 Der nächste Termin ist gerade mit den Familien mit Kindern in der Runde etwas schwierig, da die Sommerferien begonnen haben. Vermutlich wird es erst wieder im August weiter gehen.
   

   
  Horus Heresy   Dieses Mal nicht nur ein Update bei den Hörbüchern, sondern ähnlich wie mit dem Weltkriegs-Content auch mal wieder Adeptus Titanicus gewidmet. Im Rahmen des Big Summer Preview hat Games Workshop eine Vorschau auf die nächste Neuheiten Welle für Legions Imperialis / Adeptus Titanicus gegeben, was ein paar bisher nur in Resin erhältliche Optionen aus Plastik für Warlords und Reaver Titanen abbilden wird.
 Mit Hinblick dass die Battle of Uulda nun auch schon etwas her sind und meine Legio Astraman noch nicht komplett fertig, wäre dies auch noch ein Thema, dass es in Angriff zu nehmen gilt.
 Im Juni habe ich Old Earth abgeschlossen, war überrascht über den Umfang an weiteren Handlungssträngen, Abseits der Salamanders. Wir haben Eldrad Ulthran und  Narek, die die Geschichte der Kabale abschließen, der Verrat an Shadrak Meduson durch Jehu Aug und der Ankunft von Vulkan auf Terra. Ich habe mit The Burden of Loyalty weiter gemacht, bin hier allerdings noch nicht so weit gekommen, da ich zum einen weniger alleine mit dem Auto unterwegs und mein Android Auto neuerdings beim Einsteigen den Titel bei 0:00 beginnt, was bei Musik nicht weiter schlimm wäre aber bei Hörbüchern doch recht nervig. The Burden of Loyalty ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, und mir hat Cybernetica sehr gut gefallen, eine Geschichte um einen Techmarine der Raven Guard, der zum Zeitpunkt des Fall des Mars auf dem Planeten war. Ich stecke gerade in Ordo Sinister, was dann wieder den Bogen zu Adeptus Titanicus schließt.
   

   
  Was kommt im Juli?   Nach dem ich Forza Horizon fast schon durchgespielt habe, habe ich mir doch noch Anno 117 gekauft, da es im Angebot war und mich mit den Tutorials in der Kampagne auseinander gesetzt, fühle mich aber im Endlos-Spiel wohler.
 Die Temperaturen haben viel Hobby leider nicht zugelassen und ich bin im Endspurt vor meinem Urlaub, der mich wieder Richtung Mittelmeer bringen wird. Dafür habe ich sogar noch ein kleines Projekt, dass ich eigentlich mit in den Urlaub nehmen müsste. Ich halte euch auf dem Laufenden!

SiamTiger

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Chaosbunker - What a Tanker! Review
« Antwort #1194 am: Heute um 21:10:59 »

Die TooFatLardies haben sich mit Spielen wie Chain of Command oder Sharp Practice einen soliden Ruf dafür erarbeitet, Tabletopsysteme zu entwickeln, die das historische Gefühl über die Komplexität des Regelwerks stellen. Mit What a Tanker! kehrten sie 2018 zum Zweiten Weltkrieg zurück und veröffentlichten Regeln für Panzergefechte mit Fahrzeugen verschiedener Nationen jener Zeit. Und auch wenn ich auf LARDwerp 2022 damals nicht die Gelegenheit hatte, das Spiel auszuprobieren, konnte ich es letzten Monat endlich mit Team Würfelkrieg nachholen, und ich möchte meine Erfahrungen mit den Regeln in diesem Review mit euch teilen.
   
Zur groben Einordnung der Spielgröße: Wenn ihr ein Tabletop sucht, das sich ähnlich anfühlt wie World of Tanks und euch in den Kommandositz eines WWII-Panzers setzt, ohne euch in Tabellen und Markern zu ertränken, solltet ihr weiterlesen.
   
Too Fat Lardies - What A Tanker! height=299
Da die Veröffentlichung schon ein paar Jahre zurückliegt, sind die gedruckten Regeln etwas schwerer zu bekommen (~30 GBP / 35 EUR), aber keine Sorge, die digitale Version könnt ihr im Shop für 17 GBP herunterladen.

Worum geht es?

What a Tanker! ist ein Tabletop für zwei oder mehr Spieler, das im Zweiten Weltkrieg angesiedelt ist. Jeder Spieler kontrolliert einen oder mehrere Panzer, mit dem Ziel, die Fahrzeuge der gegnerischen Seite auszuschalten. Das entweder durch anhaltenden Schaden oder einen katastrophalen Treffer. Das Spiel deckt den gesamten Zeitraum von 1940 bis 1945 ab, und im Regelbuch sind Panzerlisten für verschiedene Nationen wie das Deutsche Reich, die USA, die Sowjetunion, Großbritannien, Frankreich, Italien und Japan enthalten.Diese Listen sind umfangreich. Allein auf deutscher Seite findet ihr alles von den frühen Panzer-II- und Panzer-III-Varianten der Blitzkriegsjahre über die Arbeitspferde der mittleren Kriegsjahre wie den Panzer IV F2-G und den StuG III bis hin zu den Schwergewichten des Kriegsendes: Panther, Tiger I, Jagdpanther und Königstiger. Auch die Alliierten sind sehr gut abgedeckt. Britische Spieler können sich von A13 Cruisern und Matilda IIs über Cromwells und Sherman Fireflies bis zum Churchill Mk VII vorarbeiten, während die Amerikaner von M3 Stuarts und Grants über die verschiedenen Sherman-Varianten bis zum M26 Pershing gelangen. Sowjetische Spieler erhalten einen spannenden Weg durch T-34-Varianten, schwere KV-Panzer und den furchteinflößenden IS-2. Jede Nation hat außerdem eine Karriereleiter, die den Panzerfortschritt Jahr für Jahr abbildet, sodass man ein echtes Gefühl für den historischen Kontext bekommt, in dem sich die Streitkräfte im Laufe des Krieges entwickeln.  Das System ist bewusst weitgehend maßstabsneutral. 15 mm und 28 mm sind die natürlichste Wahl für Clubabende und Conventions, aber niemand hindert euch daran, 1:35-Modelle auf einer Modellbauveranstaltung aufzustellen und damit für eine wirklich beeindruckende Präsenz auf dem Tisch zu sorgen.
Die Karriere- und Kampagnenebene, das sogenannte Kill-Ring-System, sorgt für einen schöne Fortschritt. Panzer sammeln durch Siege Kill Rings, schalten Bonuskarten frei und erreichen schließlich Panzerass-Status, was der Besatzung wiederum erlaubt, auf ein stärkeres Fahrzeug umzusteigen. Das ist ein eleganter Kreislauf, der sich sehr gut für eine Ligastruktur im lokalen Club oder für eine Kampagne über mehrere Spielsitzungen eignet.   

Erster Eindruck
Das PDF ist eine sauberes, vollfarbiges Produkt. Das Layout ist großzügig, ohne aufgebläht zu wirken. Die Seiten haben Luft, die Diagramme sind klar, und die Illustrationen tun genau das, was sie sollen: Bewegungsbögen, Sichtlinien und Feuerpositionen ohne Unklarheiten erklären. Erwartet nicht die stimmungsvollen Schlachtfeldillustrationen eines Osprey Produkts, aber der funktionale Ansatz kommt dem Regelbuch zugute. Alles, was man braucht, ist leicht zu finden.  Die digitale Version enthält außerdem ausdruckbare Marker, Karten und Spieltafeln, sodass ihr ohne weitere Anschaffungen außer den Modellen selbst direkt loslegen könnt. Das ist eine durchdachte Ergänzung. Bei der gedruckten Version gab es außerdem ein optionales physisches Kartendeck, das man erwerben konnte, wenn man seine eigenen Karten nicht kopieren oder ausdrucken wollte.
Mit 17 GBP liegt das PDF im oberen Bereich für ein Regelbuch dieser Größe. Allerdings ist What a Tanker! auch ein vollständiges, in sich geschlossenes System: Die Panzerlisten der verschiedenen Nationen sind alle enthalten, es gibt keine Armeebücher nachzukaufen und keine Erweiterungen, die zum Spielen nötig wären. Für einen kleinen Verlag ohne die Auflagen von Warlord Games oder Games Workshop ist die Preisgestaltung nachvollziehbar, zumal die physische Ausgabe bei etwa 35 EUR liegt.
   
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Wie spielt sich What a Tanker!?
Das Herz des Spiels ist das Command-Dice-System. Zu Beginn jeder Aktivierung wirft ein Spieler sechs D6. Die Ergebnisse bestimmen, welche Aktionen in diesem Zug zur Verfügung stehen: 
  • 1 – Drive (Bewegung und Turmdrehung)
  • 2 – Target Acquisition (Zielsuche und Erfassen eines Gegners)
  • 3 – Aim
  • 4 – Shoot
  • 5 – Reload
  • 6 – Wild Dice (flexibel, kann jedes andere Ergebnis ersetzen oder für Initiativenboni aufgehoben werden)
  Der Reiz liegt in der Spannung. Eine komplette Angriffssequenz (erfassen, zielen, schießen, nachladen, noch einmal schießen) erfordert genau die richtige Mischung an Ergebnissen, und die Würfel spielen nicht immer mit. Ganze Aktivierungen können vergehen, ohne dass ein Schuss fällt, einfach weil die Zahlen nicht passen. Das ist entweder sehr stimmungsvoll oder frustrierend, je nachdem, wie viel Zufall ihr mögt. In der Praxis funktioniert es gut, aber eine Hausregel, die ich empfehlen würde, ist: Erlaubt den Spielern, drei Würfel gegen ein beliebiges einzelnes Ergebnis ihrer Wahl zu tauschen. Die mehrstufige Feuerabfolge ist anspruchsvoll genug, sodass eine längere Reihe unhilfreicher Würfe einen Panzer für ein oder zwei Züge praktisch handlungsunfähig machen kann, ohne viel Gegenwehr.
Die buttoned/unbuttoned-Mechanik ist eine schöne Idee: Kommandanten mit dem Kopf aus der Luke erfassen Ziele leichter, nehmen aber bei Treffern zusätzliche Strike Dice. Das ist eine kleine Entscheidung, die spürbare taktische Spannung erzeugt, besonders sobald das Schießen beginnt.
Der Panzerschaden wird über die Reduzierung der Command Dice abgewickelt. Verliert man genug, verlässt die Besatzung das Fahrzeug. Drei Netto-Treffer gegen die Panzerung, unabhängig von der Fahrzeuggröße, setzen einen Panzer außer Gefecht. Das hält das Spiel zügig, auch wenn das bedeutet, dass der Ausgang, sobald eine Durchschlagswirkung endlich gelingt (was gegen schwerere Fahrzeuge der späten Kriegsjahre durchaus hart erkämpft sein kann) sehr plötzlich kommen kann. Apropos Spätkrieg: Die Dynamik verändert sich deutlich, wenn man von Early-War-Fahrzeugen zu den schwereren Geräten übergeht. Frühe Gefechte fühlen sich oft wie ein raues Hin und Her an, bei dem Schüsse regelmäßig abprallen. Spätkriegsszenarien und What-If-1946-Szenarien mit Königstigern und ähnlichen Kolossen spielen sich ganz anders, deutlich bedachter, wobei Flankenmanöver und Positionierung eine viel größere Rolle spielen.
Das Spiel belohnt Spieler, die taktisch über die Reihenfolge ihrer Würfel nachdenken, statt einfach nur zu werfen und zu reagieren. Vor allem der Wild Dice ist ein ständiges kleines Rätsel: Jetzt einsetzen, um einen verlorenen Command Die zurückzuholen, ihn in einen dringend benötigten Shoot-Würfel umzuwandeln oder ihn für einen Initiativvorteil im nächsten Zug aufheben?
Wir haben eine Reihe von drei Spielen als kleine erzählerische Kampagne gespielt, um ein Gefühl für die Mechanik der Regeln sowie für die Einheitenprofile und Unterschiede zu bekommen. Die erste Mission nutzte Early-War-Fahrzeuge, um feindliches Gebiet zu infiltrieren (alliiertes Frankreich gegen Panzer Lehr), mit etwa 20–25 Punkten pro Seite. Danach folgte das Stehlen von Prototypen aus der Panzerfabrik mit Spätkriegsfahrzeugen und etwa 45 Punkten pro Seite, und schließlich eine dritte Mission, in der die Prototypen über den Hafen von Antwerpen außer Landes gebracht werden sollten. Das alles spielte sich an einem langen Nachmittag bis in den (frühen) Abend ab, was euch eine gute Vorstellung von der Spieldauer geben sollte.
   
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Was kommt als Nächstes?
Das Grundregelbuch ist der Einstiegspunkt, aber das Kampagnen- und Karrieresystem bietet viel Wiederspielwert, ohne dass weitere Anschaffungen nötig wären. Eine Clubliga, die auf dem Kill-Ring-Fortschritt basiert, könnte eine ganze Saison lang allein mit den Grundregeln laufen, und mit sieben verschiedenen Nationen zur Auswahl, die über die verschiedenen Jahre hinweg jeweils eine ordentliche Auswahl an Panzern bieten, steckt viel Abwechslung im System. Wenn euch ein bestimmtes Fahrzeug fehlt, findet ihr wahrscheinlich irgendwo in den langen Listen ein ähnliches Einheitenprofil, das ihr stattdessen verwenden könnt. Es entsteht also nicht wirklich das Gefühl, dass etwas fehlt. Und ehrlich gesagt, das einzige was ich mir vorstellen könnte, wären auch nur mehr Szenarien vorstellen als die drei, die ihr im Regelbuch bekommt, ohne das Spiel unnötig aufzublähen.  Es gibt keine offiziellen Erweiterungen, aber Fan-Inhalte existieren durchaus, zum Beispiel Cold War Tanker, das euch eine Liste von Panzern und Fahrzeugen an die Hand gibt, um die Regeln mit verschiedenen Fahrzeugen aus den 1980er Jahren zu nutzen. Es gibt sogar What a Tanker! 40k, dass mehr als 100 Einheitenprofile aus dem düsteren Warhammer Universum abbildet. Außerdem werde ich in einem kommenden Artikel hier Hausregeln und Einheitenprofile für die sehr späten Prototypen von Ambush Miniatures ergänzen.

Fazit
What a Tanker! tut genau das, was es sich vorgenommen hat. Es fängt das Chaos und die Entscheidungsfindung des Panzerkommandos in einem Regelwerk ein, das leicht genug für Conventions und lockere Clubabende ist, und bietet gleichzeitig genug taktische Tiefe, um erfahrene Spieler zu belohnen. Das Command-Dice-System ist einfallsreich und thematisch stimmig, auch wenn eine kleine Hausregel einige der raueren Kanten glätten kann.  Während andere Zweiter-Weltkrieg-Regelwerke oft auf die Größenordnung Zug- oder Kompanieebene setzen, ist es nicht dasselbe, dort einfach nur Infanterie und andere nicht motorisierte Einheiten wegzulassen, anstatt ein echtes Regelwerk für ein ordentliches Panzergefecht aufzusetzen. Und danach stellt sich die Frage, was ihr von so einem Spiel erwartet. Wenn ihr mit weniger Modellen pro Seite spielt, besonders ab 28 mm aufwärts, schafft ihr möglichen Raum für mehr Mikromanagement. Es hängt aber davon ab, ob das gewünscht ist und ihr so tief in Buchhaltung von Treibstoff, Munition und Schadensbereichen einsteigen wollt. Andere Spiele, die sich auf Panzergefechte konzentrieren, sind Achtung Panzer! oder die Flames of War / World of Tanks-Kollaboration Tanks.  Im Vergleich zu Achtung Panzer! liegt What a Tanker! auf einem ganz anderen Punkt des Spektrums zwischen Simulation und Bier-und-Brezel-Spiel. Achtung Panzer! ist stärker simulationsorientiert und deutlich weniger "casual". What a Tanker! ist schnell und verzeihend genug, dass man einem neuen Spieler die Regeln während des Aufbaus erklären und ihn innerhalb von zehn Minuten Würfel werfen lassen kann. In dieser Hinsicht kommt es den 15mm-Spielen von Battlefront / Gale Force 9 näher, die Tanks und das World of Tanks Miniatures Game anbieten (letzteres basiert auf dem Tanks Skirmish). Der Hauptunterschied besteht hier darin, dass ihr bei What a Tanker! jeweils einen (oder mehrere) Panzer übernehmt, während ihr bei Tanks ein kleines Panzerplatoon kommandiert und daher schnellere, weniger auf das einzelne Fahrzeug fokussierte Regeln verwendet.  Wenn ihr also eine vollwertige Panzersimulation sucht, seid ihr hier falsch. Wenn ihr ein schnelles, unterhaltsames und thematisch starkes WWII-Panzerspiel sucht, das alle schnell einbindet und unvergessliche Momente erzeugt (inklusive des gelegentlichen unwarteten Explosionsereignisses durch einen kritischen Treffer) dann habt ihr mit What a Tanker! eine klare Empfehlung.
   
 What a Tanker! ist ein Spiel von Too Fat Lardies.
« Letzte Änderung: Heute um 21:54:02 von SiamTiger »
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