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  • 21. Oktober 2020 - 15:06:04
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Endlich wieder da!

Autor Thema: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen  (Gelesen 15486 mal)

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D.J.

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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #240 am: 24. September 2020 - 13:55:23 »

Ich denke auch, dass die Fixierung auf eine Epoche auch unheimlich geholfen hat. Da gibt es eh so vieles zu recherchieren und zu lesen ... SYW kann ja ein Comeback erleben, aber vorerst bin ich ausreichend mit Napoleon beschäftigt ;)

Hier eine Kostprobe meiner aktuellen Arbeiten

Die Fremdenbrigade
Kleve-Berg, Westphalié und Irlandaise. Italeri 6002, die werde ich auch so zierlich belassen und nicht gegen die 6066er von 2005 austauschen


Leichte Brigade
Voltigeure von Zvezda, da kommt eventuell eine zweite Einheit dazu, denn ich habe gestern mal meine Kruschelkiste durchsucht, und ausreichend Minis dafür gefunden. Eine Base der neuen Italeris habe ich magnetisiert, damit sie auch plänkeln können ;)


Schwere Brigade
Hier sind ausschließlich Bases mit drei bis vier Miniaturen pro Reihe eingesetzt. Eine dritte Linieinfanterie kommt dazu, die steht derzeit auf dem Maltisch. Zusammen mit den beiden Batterien schwere Kanonen (regeltechnisch größere Reichweite) eine Hausnummer, denke ich ;)


Die Garde
Hier breche ich die übliche Größe meiner Einheiten von 4 Bases und stelle 5 Bases pro Regiment auf. Wo die Garde antrabt, darf sie ruhig den Horizont verdunkeln. Hier habe ich gestern in der Kruschelkiste auch weitere Gardisten gefunden, da muss ich aber noch schauen, ob ich damit ein Regiment zusammenbekomme


Der Divisionskommandeur und seine Leibgarde aus Husaren
Maréchal Arthur Dupont ;) Ist natürlich ein Pseudonym, denn der Gute ist in Cognac inkognito unterwegs :P


Die Division als Ganzes, der aktuelle Stand
Ich denke, damit kann ich demnächst auf 135 * 90cm gut was aufstellen ;)
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D.J.

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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #241 am: 27. September 2020 - 10:10:50 »

Die letzten Truppen sammeln sich unter dem Adler des Kaisers

Eingeweihte und Interessierte wissen es eh, aber wenn man von der napoleonischen Epoche und ihren Konflikten wie Peninsular War oder Waterloo (mit Quatre Brass, Ligny und La Haye Sainte) spricht, denkt man als Neuling in dieser Epoche meistens an Briten und Franzosen oder an Preußen und Russen gegen Frankreich. Die - zumeist erzwungene - Beteiligung von deutschen Soldaten wird eher wenig bedacht.
Dabei habe ich schon vor etwa 2 Jahren, als ich in das historische Tabletop und speziell diese Epoche eingestiegen bin, durch Zufall entdeckt, dass der von Napoleon gegründete „Rheinbund“ verpflichtet war, Kontingente für Napoleons Kriege zu stellen.
Die Regimenter Kleve-Berg und Westphalié habe ich damals direkt mit ein paar unglücklichen Posen aus der Italeri Packung #6002 zusammengestellt. Zusammen mit den irischen Wildgänsen des Regiments Irlandaise hatte ich eine kleine Fremdenbrigade zusammen, die im Peninsular War (Spanienfeldzug) Napoleons auf Seiten Frankreichs kämpfte.

Doch das ist mir etwas zu wenig, zumal es außer der Kings German Legion aus Hannover auf Seiten der Briten noch mehr deutsche Soldaten kämpften.Die Rede ist vom Großherzogtum Nassau, dass als Mitglied des sogenannten „Rheinbundes“gezwungen war, ebenfalls Soldaten für Napoleons Feldzug in Spanien zu stellen. Die Rheinbundstaaten mussten zusammen 63.000 Soldaten stellen, wobei auf das Herzogtum Nassau 1680 Mann entfielen.
Schon im August 1808 marschierten die Nassauer zur Unterstützung der französischen Truppen nach Spanien. Die Organisation und die Uniformen wurden dabei bis auf die Farben von den Franzosen übernommen. Ein Bataillon bestand somit aus einer Grenadierkompanie, einer Voltigeuerkomapnie und vier Füsilierkompanien. Die Voltigeure, die ich mit der vorerst letzten Mal-Aktion für meine französische Division ausgehoben habe, wurden in der Schlacht bei Talavera vollständig aufgerieben.
 
Was für mich die Nassauer so interessant macht ist die Tatsache, dass sie sowohl auf Seiten Frankreichs kämpften, als auch nach der Kapitulation und der Rückkehr Napoleons auf Seiten der Allierten gegen Frankreich. Sie bilden damit eine wichtiger Kerneinheit in dieser Epoche und waren an vielen (spielerisch spannenden) und historisch wichtigen Konflikten beteiligt.
Durch ihre doppelte Einsetzbarkeit erlauben mir die Nassauer es zudem, sowohl in Spanien, als auch 1815 bei Waterloo, mit ihnen meine Truppen zu verstärken und auch mal gewagte „was wäre wenn ...“-Szenarien zu spielen, in denen die Geschichte einen anderen Verlauf genommen hat. Dabei habe ich mit den Nassauern für beide Seiten die Möglichkeit, eine schöne Varianz in die Aufstellung der jeweiligen Streitkräfte zu bringen.

(Quellen: Geschichte als Hobby: Sehen - Lesen - Spielen https://thrifles.blogspot.com/search?q=nassauer
Wikipedia: Herzoglich Nassauische Armee https://de.wikipedia.org/wiki/Herzoglich_Nassauische_Armee#Napoleonische_Zeit)


Die Nassauer Voltigeure entstehen
Nachdem ich das letzte französische Regiment für die schwere Brigade mit den Miniaturen der Italeri Packung #6066 fertigegestellt hatte, ging es an die Voltiguere von Zvezda.Diese hatten mir schon vor 2 Jahren Probleme bereitet, da der Kunststoff der russischen Firma beim Auspacken ziemlich müffelte und sich als Resistent gegen jeden Grundierungsversuch mit Army Painter Spray erwies. Da ich mir in absehbarer Zeit noch Nassauer der Firma Hät für die Zeit von Waterloo (1815) auf Seiten der Briten kaufen werde, und diese Minis bzw. diese Firma für ihren knetgummiartigen Kunststoff bekannt und gefürchtet ist, waren die Zvezda-Minis dankbare Experiment-Modelle.

Grundiert habe ich sie von Hand (Pinsel), indem ich sie nach einem üblichen Spülibad einmal kurz mit Ochsegalle abrieb (wirkt leicht entfettend). Danach kam eine dünne Schicht GW Base Corax White in einer 3:1 Mischung mit Ochsengalle auf die Figuren. Als die getrocknet war, folgte eine dünn aufgebürstete Schicht Corax White pur. Das hielt perfekt und verdeckte keine Details. Dennoch sind einige Details der Zvezda-Miniaturen, wie Gesichter und Gurte, doch arg verwaschen gegossen. Schade, aber ich denke auf Spiel-Abstand nicht mehr so wichtig.



Da ich die Miniaturen mehrfach mit GW Nuln Oil abdunkeln wollte, habe ich ein recht helles Grün angemischt, damit die Figuren später auf dem Feld besser wirken. Für Detailaufnahmen sind sie aber leider nicht geeignet.



Dennoch sind sie mir, auf einer gewissen Distanz betrachtet, recht zufriedenstellend gelungen, finde ich



Die Nassauer Voltigeure habe ich der Fremdenbrigade zugeschlagen, da mir dies im Bezug auf den Spanienfeldzug passender erschien. Für einige "was wäre wenn ..." Szenarien werde ich sie bestimmt auch in Belgien einsetzen, aber da kommen wie gesagt noch passende Nassauer von Hät auf Sieten der Briten dazu, was diese hier für Frankreich dann obsolet macht.
Wie auch immer, damit ist meine französische Division fertig :)
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D.J.

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28. Regiment of Foot North Gloucestershire - Ein Regiment entsteht Teil 1
« Antwort #242 am: 28. September 2020 - 11:21:42 »

oder
Wie geht der D.J. an seine Regimenter für sein napoleonisches Projekt?
 
Vielleicht ist das ja für den Einen oder Anderen interessant zu sehen, wie ich so an die Aufstellung meiner Regimenter für mein großes Napoleon-Projekt gehe. Daher erde ich hier in den nächsten Tagen darüber berichten, wie ich Schritt für Schritt vorgehe.

Mal mehr, mal weniger, aber am Ende doch immer wieder ... die Recherche
Nachdem ich eine erste Version meiner französischen Division fertiggestellt hatte (mehr geht ja bekanntlich immer), wandte ich mich meinen Briten und ihren Alliierten zu. Dabei stellte ich zuerst fest, dass ich erschreckend wenige Preußen habe! Für eine Schlacht bei Ligny und damit das Auge etwas Abwechslung bekommt, ist das ein unhaltbarer Zustand, an dem ich aber vorerst nichts ändern kann oder werde. Dennoch fand ich mich vor der ersten Aufstellung und Organisation meiner Sammlung schließlich auf der Seite der Plastic Soldier Review wieder, wo ich zuerst nach Preußen suchte. Dort informierte mich dann gleichzeitig genauer über den Inhalt meine Italeri #6095 Packungen.
Britische Infanterie, Waterloo 1815. http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=1188
Letzte Reihe des Gußrahmens … offensichtlich Figuren des 28. Fußregiment (North Gloucestershire)
Wow!
Das klang faszinierend, und so recherchierte ich ein wenig weiter.

Das 28. Regiment of Foot North Gloucestershire …
… war ein Linieninfanterieregiment der britischen Armee, das schon 1694 aufgestellt wurde. Während der Reform durch den Staatsekretär Hugh Childer wurde es 1881 mit dem 61. Fußregiment (South Gloucestershire) zusammengelegt, um das Gloucestershire-Regiment zu bilden.

Das war zwar interessant, aber hellhörig wurde ich erst als ich las, dass das ursprüngliche Regiment im März 1801 Teil der britischen Expeditionstruppe war, die in Aboukir Bay in Ägypten landete, um sich Napoleons Armee des Ostens zu widersetzen. Eine Anekdote ist mir dabei besonders ins Auge gesprungen:
Während der Schlacht von Alexandria, durchbrach die französische Kavallerie die Linien der Briten und begann parallel zu dem Angriff in der Front auch von dort im Rücken des Regiments anzugreifen. Die Soldaten des 28th erhielten Befehl „Hinterer Rang, 28.! Recht über das Gesicht". Eine Verteidigung also, bei der die Soldaten Rücken an Rücken kämpften und sich in zwei dünnen Reihen dem Feind stellten.
Potzblitz und Donnerwetter!
Mal ganz davon abgesehen, dass ich mir nach dieser Lektüre inzwischen überlege - zumindest im kleineren Umfang - nach Ägypten zu schielen und Napoleon als ersten Konsul antreten zu lassen, ist dies auch eine Erklärung dafür, dass die Miniaturen auch auf der Rückseite ihres Tschakos ein Abzeichen tragen. Einmalig in der Geschichte der britischen Armee, wenn ich nicht falsch liege. Hier stand dann fest, dass ich das Regiment entsprechend mit meinen Figuren von Italeri aufbauen würde.

Ich recherchierte weiter und fand sogar einen Bezug zu einem cornwell'schen "Sharpe's Rifles“ Roman, (Sharpe's Beute https://www.amazon.de/Sharpes-Beute-Sharpe-Serie-Bernard-Cornwell-ebook/dp/B004T1P8XK/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&dchild=1&keywords=bernard+cornwell+sharpe%27s+Prey+deutsch&qid=1601281869&s=books&sr=1-1) der während der Schlacht von Kopenhagen spielte. Bei dieser „Schlacht“ versenkten die Briten die Flotte der Dänen und besetzten und schliffen die Stadt, um zu verhindern, dass die Schiffe Napoleon in die Hände fallen würden oder die dänischen Händler in irgendeiner Weise Frankreich unterstützen.
Die Dänen hatten nie vor, ihre Schiffe den Franzosen zu überlassen.
Aber sie planten auch nicht, ihre Schiffe ohne Weiteres den Briten zu überlassen.
Heute würde man das wohl einen „chirurgisch präzisen Präventivschlag mit bewusst kalkulierten Kollaterlaschaden“ nennen.
Ein dunkles Kapitel der so gerne hochgelobten britischen Kriegsgeschichte aus dieser Epoche.

Wie auch immer, das Regiment wurde also auch nach Dänemark geschickt, nahm an der besagten „Schlacht“ von Kopenhagen im August 1807 teil und landete im Juli 1808 in Portugal, um im Peninsular War zu dienen, dem Kampf gegen die Franzosen unter Napoleons Spanienfeldzug. Einen Tag nach der Schlacht von Coruna wurde das Regiment von der Halbinsel evakuiert, wobei eine Abteilung zurückblieb und an der Schlacht von Talavera im Juli 1809 teilnahm. Es folgten weitere Einsätze in Spanien, die Verfolgung der französischen Armee nach Frankreich. Ich bin mir hier nicht ganz sicher, kann mir aber vorstellen, dass das Regiment in einigen der „Sharpe's Rifles“ Romane von Cornwell auch Erwähnung findet oder sogar aktiv mitwirkt. Das 28th North Glouchesterchire war eines der wenigen Veteranenregimenter der Halbinsel, das für die Hundert-Tage-Kampagne zur Verfügung stand und im Juni 1815 in der Schlacht von Quatre Bras und in der Schlacht von Waterloo als Teil der von James Kempt kommandierten 8. Brigade kämpfte. Aufgrund seiner Aktionen in dieser Kampagne wurde das Regiment in den Briefen und Meldungen des Herzogs von Wellington besonders erwähnt.
Donnerwetter!, war mein erster Gedanke, als ich die Recherche an diesem Punkt beendete, um mich nicht darin zu verlieren.
Schande über mich!, war mein zweiter Gedanke, denn ich hatte schon einen Teil der Soldaten aus der ersten Packung in andere Regimenter verbastelt, als ich noch keine tiefere Recherche betrieben habe!
Das wollte ich diesmal ändern und rechnete mir aus, dass ich 4 bis 5 Bases zu je 6 Miniaturen mit den verbliebenen Minis aufstellen könnte. Die 95th Rifles, das war klar, bekamen von mir schon besondere Liebe ab (da bastele ich noch an einem zweiten Regiment, eventuell den 60th Rifles) Dann sollte auch ein Regiment wie das 28th North Gloucestershire eine Portion besondere Beachtung erhalten, zumal die Figuren entsprechend modelliert waren.

Die ersten Arbeiten
Nach dem üblichen Bad im lauwarmen Spülibad habe ich die Figuren (wie immer) mit einem Pünktchen Holzleim (Ponal) auf Schraubverschlüsse geklebt. Dadurch kann ich direkt komplette Regimenter bearbeiten und kann die Figuren nach Belieben in den Fingern drehen und wenden, ohne sie mit den Fingern direkt berühren zu müssen.
Wie man sieht haben die Schraubverschlüsse schon so einige Miniaturen getragen ;) 



Da ich keinen Standartenträger für meine Briten habe, nuzte ich eie Eigenschaft der 1:72 Miniaturen, die andere Figuren aus Hartplastik oder Zinnlegierungen nicht haben:
Sie lassen sich mit Geduld, kochendem Wasser und Eiswasser in begrenztem Umfang umformen. Hierfür nahm ich einen der Offiziere, der seinen Säbel über den Kopf erhoben hat. Den legte ich für ca. 5 Minuten in kochendes Wasser, bog den rechten Arm so weit es ging herunter und legte ihn dann kurz in Eiswasser, um das "Formgedächtnis" des Weichplastiks zu überlisten. Als Stange dient mir ein Kettelstift mit Öse aus dem Schmuckbedarf, den ich mit Sekundenkleber auf der Base und an der Hand festgeklebt habe.



 Anschließend habe ich die Figuren per Pinsel grundiert, da die Wetterlage im Moment nicht so stabil ist, dass ichauf dem Balkon mit Sprühgrundierung arbeiten könnte. Und im Keller ist die Lüftung nicht gegeben, was meinen Lungen nicht in den Kram passt ;)

Also habe ich von GW die Base Farbe "Grey Seer" mit etwas Ochsengalle verdünnt und eine dünne Schicht als Grundierung aufgetragen. Durch die Ochsengalle verdünnt sich die Farbe, ohne dabei an Deckkraft zu verlieren. So kann man mit etwas Übung gleichmäßig und deckend ohne Spray grundieren und dennoch die feinen Details solch kleiner Miniaturen erhalten.



Im nächsten Teil werde ich die Grundfarben auftragen und dabei überwiegend GW Contrast und Vallejo AIR Farben nutzen.
Bis dahin ... have a good time and enjoy painting your puppies  ;D

(Quelle:www.pagesix.com )
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tattergreis

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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #243 am: 28. September 2020 - 11:41:00 »

Zitat
Recht über das Gesicht
Sehr schöne Übersetzung...
Es ist immer interessant, die Hintergrundgedanken zu einem Projekt zu erfahren. Je mehr Herzblut in eine Einheit geht, desto besser.
Vgl. auch Saint-Exupéry, Der kleine Prinz Kap. 21:
Zitat
Der kleine Prinz ging wieder zu den Rosen.

    »Ihr seid nicht wie meine Rose, noch seid ihr nichts«, sagte er. »Niemand hat sich mit euch vertraut gemacht, und ihr habt euch niemandem vertraut gemacht. Ihr seid, wie mir mein Fuchs zuvor gewesen war. Er war nur ein Fuchs wie hunderttausend andere. Aber ich habe ihn zu meinen Freund gemacht und jetzt ist er einzigartig in der Welt.«
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Many aspects of military operations—...are quantifiable and,
therefore, part of the science of war. Other aspects—the
impact of leadership, complexity of operations, and uncertainty regarding enemy intentions—belong to the art
of war.

Pappenheimer

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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #244 am: 28. September 2020 - 11:59:40 »

Sehr schöne Voltigeurs! Ich mag die und hoffe auf mehr.  :)

Deine Bemal-Bilder finde ich auch sehr inspirierend. Von mir wird's auch vom nächsten Spiel mal ein Foto geben wie es unter der Matte aussieht.  ;D
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D.J.

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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #245 am: 28. September 2020 - 12:24:26 »

Zitat
Recht über das Gesicht
Sehr schöne Übersetzung...

Rear Rank, 28th! Right About Face ... ich wüsste nicht, wie ich mit meinen Wahnsinns-Englischkenntnissen und meiner abgeschlossenen Militärkarriere das anders hätte übersetzen sollen ;)

Es ist immer interessant, die Hintergrundgedanken zu einem Projekt zu erfahren. Je mehr Herzblut in eine Einheit geht, desto besser.

Japp. Jetzt wo der große Druck für das Aufstellen der spielbereiten Minis weg ist, kann es in die Tiefe gehen :)

Sehr schöne Voltigeurs! Ich mag die und hoffe auf mehr.  :)

Danke dir :)

Deine Bemal-Bilder finde ich auch sehr inspirierend. Von mir wird's auch vom nächsten Spiel mal ein Foto geben wie es unter der Matte aussieht.  ;D

Huch! Habe ich da etwas nicht weggeschnitten?
Peinsam, das ;)
Ne, Spaß beiseite:
Ich bin nicht DER Künstler vor dem Herren. Aber ich habe (und tue es aktuell immer noch) mich immer über solche Werkstattberichte und Blicke hinter die Kulissen gefreut :) Da konnte ich selber viel für mich mitnehmen.
Und so versuche ich ein wenig zurückzugeben.
Quid pro quo, eben :)
« Letzte Änderung: 28. September 2020 - 12:28:41 von D.J. »
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D.J.

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28. Regiment of Foot North Gloucestershire - Ein Regiment entsteht Teil 2
« Antwort #246 am: 29. September 2020 - 13:21:14 »

oder
Der Spaß geht weiter  ;D
 

Die Farbpalette ...
... die ich für das Regiment bisher genutzt habe, besteht aus GW Contrast und Shades, Vallejo AIR und Vallejo Game Color Farben. Die AIR sind, wie der Name vermuten lässt, für Airbrush gedacht, lassen sich aber auch prima mit dem Pinsel verarbeiten. Shades wie "Nuln Oil" oder auch einfache Farben wie "Negro Black" von Vallejo oder GW Abadon Black gehören eh dazu



Die ersten Farben
Im ersten Schritt habe ich auf die Grundierung aus GW Base Grey Seer eine dünne Schicht Contrast Blood Angels unverdünnt mit einem feinenPinsel aufgetragen. Mit etwas Übung kann man die Contrast Farben (oder eben die AIR) recht gut über die Miniaturen "leiten". Auf die Hosenbeine kam in diesem Schritt nur eine Lage Nuln Oil
Danach wurden die Tschakos schwarz gefärbt, wobei ich die Messingschilder vorne und hinten frei gelassen habe.






Im nächsten Schritt habe ich alle Riemen und Gurte mit Vallejo Weiß (Bone white?) nachgezogen. Als Letztes habe ich dann die Messingschilder mit Vallejo Glorius Gold bemalt und die berühmten Feldflaschen von außen mit Contrast Snakebite Leather, innen mit blauer Vallejo AIR.
Da ich immer eine Farbe nach und nach auf alle Figuren des Regiments male, ist die erste schon wieder "arbeitsfähig" trocken, wenn die letzte Miniatur eines Farbschrittes fertig ist.
Das klingt fürchterlich langweilig, aber etwas Musik, Teee (Earl Grey natürlich ;D ) und die Zeit vergeht wie im Flug.
Hat wie gesagt etwas von meditieren


Bisher handhabe ich das also alles, wie es auch @Schmagauke in seinem kurzen Tutorial so erstklassig beschrieben hat, auf das ich hier hinweisen möchte
https://www.tabletopwelt.de/index.php?/topic/162310-quatre-bras-in-20mm-das-mammutprojekt/&do=findComment&comment=5254085
An dieser Stelle noch einmal meinen Dank an ihn :) 👍
« Letzte Änderung: 29. September 2020 - 13:29:11 von D.J. »
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D.J.

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28. Regiment of Foot North Gloucestershire - Ein Regiment entsteht letzter Teil
« Antwort #247 am: 29. September 2020 - 13:27:44 »

oder
Auf ihr Hunde, oder wollt ihr ewig auf Schraubverschlüssen kleben?  ;)

Der Rest der Bemalung ist bei mir nur noch halbes Dösen ohne Schnarchen für Feinheiten 😉 Da ich diese Woche noch einige andere Dinge zu tun habe, habe ich gestern abend und heute Morgen ein wenig Gas gegeben.

Die Farben
Genutzt habe ich für die letzten Schritte folgende Farben
- Contrast Cygor Brown. Mit etwas Ochsengalle only für die Musketen mit Wasser stärker verdünnt, um damit die goldenen Parts etwas abzudunkeln und die Hautpartien zu washen
- Revell Aqua Color 35 - Hautfarbe ... für mich die beste Hautfarbe auf dem Markt
- Vallejo Game Color Bloody Red. Die habe ich mit einem Tröpfchen Contrast Blood Angels Red gemischt (minimalst nur) um die roten Parts der Uniform aufzuhellen
- Vallejo Elfic Flesh. Decken und Futterbeutel, die ich dann ebenfalls mit dem stark verdünnten Cygor Brown gewasht habe
- (Nicht auf dem Bild) GW Averland Sunset für die Kragen und Armelbeschläge
- (Nicht auf dem Bild) Vallejo Modell Color Reactive Green für die Pompons / Federn auf den Tschakos, denn die hier bemalten Minis sind von der leichten Infanterie des 28th wie man an den Schulterflügeln erkennen kann





Die Figuren vor dem Basen.
 
Der Flaggenschwenker Marke Eigenbau



Die Truppe mit einem Teil der Kommandostruktur





Den Drummer mit dem Hammer habe ich bewusst nicht in Gelb gemalt. Auch mein Masochismus kennt Grenzen ;)


Jetzt werden die Bases geschnitzt, alle Mann fein säuberlich aufgereiht und dann ist das Regiment feddisch :)
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Pappenheimer

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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #248 am: 29. September 2020 - 15:41:50 »

Schöne Präsentation.

Es geht voran.  :)

Hast Du auch von HäT die Dragoner?
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Maréchal Davout

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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #249 am: 29. September 2020 - 16:50:02 »

Ja, tolle Fortschritte! Und das Projekt scheint langsam auch über die anfangs geplanten Ausmaße zu wachsen ;) Warum also nicht auch normale Heavy Dragoons - statt HäT könnte man auch Waterloo1815 nehmen, auch wenn da nicht viele Posen dabei sind, die man oft nutzen möchte (eh wenige, und dann noch einer, der gerade erschossen wird dabei).
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D.J.

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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #250 am: 30. September 2020 - 06:32:24 »

Schöne Präsentation.
Es geht voran.  :)

Danke dir :)
Die erste große Schlacht rückt in greifbare Nähe.

Hast Du auch von HäT die Dragoner?

Nein, noch nicht.
Zuerst kommt noch eine britische Einheit mit 5 Bases Stärke (vermutlich die Linieninfanterie des 28. , da die beiden Italeri-Packungen das noch hergeben) und die Schotten werden endlich auf vier Bases angehoben. (Anmerk.: Mit der Größe 5 Bases kennzeichne ich für meine Spiele die "Garde" bzw. Reserve, da diese Größe zwar bessr aussieht, aber auf meinem Tisch èn masse einfach zu groß ist. Also wird sie eben besonderen Einheiten zugewiesen.)
Daneben schau ich mal, ob ich mit den Preußen aus meiner Kruschelkiste von vor 2 Jahren noch ein Regiment gestellt bekomme.
Danach schiele ich in Richtung Nassauer, die ich gerne auf beiden Seiten einsetzen würde, je nach Einsatzgebiet :D
Das würde aber auch, zusammen mit ein paar Niederländern, den "internationalen" Aspekt bzw. Aufbau von Wellingtons Armee bei Waterloo schön repräsentieren. Briten (incl, KGL), Preußen, Nassauer, Niederländer ... das wird schön bunt undmehr geht bekanntlich ja immer :)
 
Ja, tolle Fortschritte! Und das Projekt scheint langsam auch über die anfangs geplanten Ausmaße zu wachsen ;)

Definitiv ;D
Das Projekt entwächst seinen Startschwierigkeiten und mit den neuen Maltechniken und der Akzeptanz, dass ich persönlich diese Miniaturen eben nicht wie 28er oder gar 34er auf Vitrinen- oder Nahaufnahmenstandart bemalen, hat einiges verändert.
Ich gehe es einfach lockerer an, auch wenn ich im Moment etwas Gas geben kann :) 

Warum also nicht auch normale Heavy Dragoons - statt HäT könnte man auch Waterloo1815 nehmen, auch wenn da nicht viele Posen dabei sind, die man oft nutzen möchte (eh wenige, und dann noch einer, der gerade erschossen wird dabei).

Muss ich mir mal anschauen, da ich die Firma noch nicht so intensiv auf dem Radar hatte.
Ich muss eh beizeiten mal beginnen, mir Marker für Ermüdung und eventuell aktivierung zu basteln. Die Wüfel neben die Einheiten zu legen ist irgendwie nicht so schön und die wenige Buchführung, die bei Kugelhagel notwendig ist, möchte ich ungern noch auf mein Tischchen mit den Datenkarten verlegen.
Der ist bein Spiel soweit schön frei und übersichtlich und soll auch so bleiben :)
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D.J.

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Pläne? Oh ja, die habe ich auch!
« Antwort #251 am: 30. September 2020 - 14:29:11 »

Aber die ändern sich eh meistens wieder und überleben selten den Kontakt zum Internet und den falschen Seiten ;)

Ich habe mich in seliger Dummheit (und dank meiner schlechten Augen) total verhauen und kann erst einmal kein weiteres, britisches Regiment aufstellen, ohne dass sich dem geübten Beobachter (und mir als Mitwisser) die Nackenhaare aufstellen.
Mein Fehler:
Ich habe die ersten beiden Regimenter aus diesen Schachteln ohne tiefere Recherche einfach mal generisch als "Rotrock auf Gras & Sand" bemalt und garniert. Jetzt, nach vernünftiger Recherche, fehlt mir dann doch eine weitere Schachtel Briten #6095 aus Italien, damit ich da noch ein schönes Regiment aufstellen kann, ohne die Geschichte mit Füßen zu treten.
Spaß beiseite:
Ich bin wahrlich kein Knöpfchenzähler und die "generischen" Rotröcke sind in ihrer bunten (und ahnunglos zusammengestellten) Mischung für mich zum Spielen auch okay. Da habe ich eben einfach losgelegt und zum Spielen reicht es ja auch. Aber jetzt, nachdem ich zu dieser Packung recherchiert habe, werde ich keine 28er North mit KGLern oder 1st Foot Guard in einem Regiment mischen. Da kommt dann doch der (wenn auch nur marginal) geschichtsbewusste Spieler in mir durch  :-\

Wie auch immer, nachdem ich mich also in der Bucht schlau gemacht habe, wo ich eine der derzeit fast überall vergriffenen Packungen bekomme, habe ich mir überlegt direkt noch ein wenig "Beifang" zu angeln, damit sich das Porto auch lohnt. Nassauer habe ich ja bereits für beide Seiten durch meine Voltigeure von Zvezda, mit denen ich geübt habe, auch hartnäckigen Kunststoff mit Farbe zu verhübschen (Peninsular = Frankreich, Belgien = Briten und Alliierte). Schotten habe ich soweit genug, ich bin kein großer Tartan-Maler. Niederländische / polnische Lanzenreiter habe ich noch bemalte aus einer Spende hier, die muss ich nur basen ...
Mitten in diesen Gedanken versunken fand ich dann bei einem Anbieter sowohl meine Briten als auch das Set HaT - 8096 - Waterloo Netherlands Militia and Belgian Infantry
(Link zu PSC: http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=601)

Die letzte Packung denn alle anderen, die ich fand, kommen aus Weitweitweggegenvielporto oder Hastebesetlltkriegsteabernichtwegenzoll. Also habe ich prophylaktisch erst einmal zugeschlagen :)
48 Niederländische Belgier haben oder brauchen macht schon einen Unterschied.
Sobald sie hier sind, geht es weiter mit dem Bemalen und eventuell werde ich entweder noch mehr Niederländer erbeutet haben,oder ich plane mit den Figuren mal etws vollkommen anderes, als eine „Klon-Armee“

Das war mein Wort zum Bergfest (Mittwoch) ;)


P.S.:
Ich sagte ja etwas weiter oben schon, dass diese speziellen Briten fast überall vergriffen scheinen. Das trifft aber auch auf sehr viele andere 1:72er Soldaten aus dieser Epoche zu. Entweder werde die nur in geringer Stückzahl produziert, oder aber der Maßstab ist doch verbreiteter, als man denken mag.
Als Romantiker alter Schule gehe ich ja von Letzterem aus ;)
« Letzte Änderung: 30. September 2020 - 14:33:04 von D.J. »
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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #252 am: 01. Oktober 2020 - 12:22:38 »

Erhältlichkeit der Minis: es ist wohl bei so ziemlich allen Firmen so, dass sie bei einem neuen Set eine bestimmte gar nicht so kleine Anzahl herstellen und auf den Markt bringen.
Viele Leute wie Koppi/Thrifles kaufen sich auch noch aus nostalgischen Gründen oder warum auch immer Referenzexemplare jedes Sets. Andere Horten wie bei 28mm für alle Fälle zig Sets einer Sorte oder brauchen für ein Dioramenprojekt wirklich viele des gleichen Typs (Wenn die Posen denn passend dafür sind).
So kommen schon tausende Exemplare eines Sets auf den Markt.

Wenn man später als zur Veröffentlichung gezielt was braucht, merkt man, dass nichts regelmäßig nachproduziert wird. Entweder sind Restposten noch bestellbar oder solche kann man noch bei sowas wie Müllerfilialen unterbringen. Manchmal werden einzelne Sets auch wieder aufgelegt, wie es vor ein paar Jahren mit den Zvezda-Voltigeuren war. Davor hat das Set im Netz 49 Euro gekostet...
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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #253 am: 01. Oktober 2020 - 12:49:14 »

Erhältlichkeit der Minis: ich verfolge diesen Thread still und aufmerksam und bin gerade etwas erschrocken was ich hier lese zu dem Thema Preise und Verfügbarkeit. Dabei muss ich gestehen das ich den Markt in 1/72 völlig aus dem Blick verloren habe. Ich hatte lange Zeit gesammelt und gehörte auch zu den Koppis und Thrifles die mindestens ein Exemplar haben musste  ;).
Nun male ich bestimmt schon seit 18 Jahren nicht mehr in 1/72. Man wie die Zeit vergeht.

Abschließend, D.J. sehr schöne Beiträge, klasse Bilder und immer Interessant wenn einer von seinem Hobby erzählt. Mit der Ochsengalle kann ich mich nicht anfreunden, nichts für ungut. Aber so hat jeder seinen Weg sein Hobby zu bestreiten.
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D.J.

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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #254 am: 01. Oktober 2020 - 14:38:45 »

Danke dir, Felix, für deinen Einblick. Ich bin eben nicht so tief bzw. so lange "in der Szene", dass ich da Hintergrundwissen in irgendeiner Form hätte  :-\ Ich finde deine Ausführungen sehr interessant *freu*
Ja, Dioramenbauer und Sammler ... die hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Die finden für mich irgendwie immer nur in 28mm oder sogar größer statt, obwohl 1:72 ja eigentlich die perfekte Größe ist.
Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäume nicht mehr ;)
 
Wenn man später als zur Veröffentlichung gezielt was braucht, merkt man, dass nichts regelmäßig nachproduziert wird. Entweder sind Restposten noch bestellbar oder solche kann man noch bei sowas wie Müllerfilialen unterbringen.
Ja, wobei es dort aber im Moment (zumindest online, lokal habe ich noch keine Sets auf Lager gesehen) auf sehr oft heißt "Ausverkauft"  :-\

Manchmal werden einzelne Sets auch wieder aufgelegt, wie es vor ein paar Jahren mit den Zvezda-Voltigeuren war. Davor hat das Set im Netz 49 Euro gekostet...
:o Das ist jetzt aber ein Späßken, dass du dir mir erlaubst, oder?  :o 49€ für die Zvezda, die bei mir zur Hälfte zwei Jahre lang im Karton lagen? Ich habe also vor kurzem ein kleines Vermögen dilletantisch mit Acryl und Pigmenten eingeferkelt???
 :o
Riechsalz!
Wo ist mein Riechsalz?!
 ;D

Ne, Spaß beiseite:
Das ist ja krass!

Erhältlichkeit der Minis: ich verfolge diesen Thread still und aufmerksam ...

Was mich gerade ungemein freut  :D  :D  :D

... und bin gerade etwas erschrocken was ich hier lese zu dem Thema Preise und Verfügbarkeit. Dabei muss ich gestehen das ich den Markt in 1/72 völlig aus dem Blick verloren habe. Ich hatte lange Zeit gesammelt und gehörte auch zu den Koppis und Thrifles die mindestens ein Exemplar haben musste  ;).
Nun male ich bestimmt schon seit 18 Jahren nicht mehr in 1/72. Man wie die Zeit vergeht.


Ja, das ist schon verrückt :)
Für mich sind die 1:72er seit meiner Kindheit immer mal wieder auf dem Schirm erschienen, waren nie ganz weg ... und jetzt erst, im gestandenen Mannesalter komme ich dazu, diese kleinen ernsthaft zu sammeln, bemalen und zu bespielen. Letzteres, das gebe ich unumwunden zu, ist für mich immer noch absolut großartig, und bei aller Liebe z.B. zu Herr der Ringe von GW, lassen die Kleinen Weichplastik-Soldaten ihre großen 28mm Brüder gerne mal hintenan stehen.
Die Pause, die ich einlegte, war vielleicht notwendig, damit ich Abstand bekomme und mir selber klar werde, wo ich mit ihnen hin möchte. Jetzt sind sie ein fester Bestandteil meines Hobbys Tabletops :)
   
Abschließend, D.J. sehr schöne Beiträge, klasse Bilder und immer Interessant wenn einer von seinem Hobby erzählt. Mit der Ochsengalle kann ich mich nicht anfreunden, nichts für ungut. Aber so hat jeder seinen Weg sein Hobby zu bestreiten.

Das freut mich sehr, danke dir für das Lob :)
Ja, Ochsengalle ... ich glaube, jeder Hobbyist schwört da auf seine ganz persönlichen Wundermittelchen und Schlangengifte ;D Und das ist für mich ja ein Teil des ganzen Spaßes! Zu sehen und darüber zu reden, wie und womit anders was machen und erreichen :)
Wenn wir alle die gleichen Ideen und Vorlieben hätten ... gruslichst!

Und wo ich gerade hier bin ... ich habe mir bei einem Onlinehändler aus meinem Lieblingsurlaubsland (das, wo die Linieninfanterie in kornblumenblauen Uniformen und Raupenhelmen stolziert ;D ) ein paar neue Spielsachen geordert, die zusätzlich zu den Briten (Asche auf mein Haupt) und der kleinen Packung Niederländer kommen :)
- HAT French Wurst Wagon
- HAT French Baggage Wagon
- HAT French Infanterie marching (ich brauche mehr Franzosen, habe ich festgestellt!)
- HAT Dutch Infanterie (damit ich die Süd-Niederländer aka Belgier besser unterstützenkann, die ja aus der anderen Bestellung zu mir kommen)

Dann ist aber auch erstmal Schluss mit shoppen, denn vor lauter Malen und Basteln verpenne ich ja fast die nächste große Schlacht ;)
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2020 - 14:49:03 von D.J. »
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