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Autor Thema: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen  (Gelesen 3621 mal)

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D.J.

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Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« am: 20. Dezember 2018 - 07:40:03 »

Da mein alter Aufbauthread einer französischen Armee für die Zeit von 1800 bis 1815, hier speziell für den Peninsular War, durch den Foren-Dump verloren ging, möchte ich ihn hier erneut aufbauen.
Vorab möchte ich mich aber für die zahlreichen Hilfen bedanken, die ich hier erhalten habe! Riothamus, Marechal Devault und Pappenheimer sind nur einige, die mir beim »Knöpfchenzählen« und mit viel Zuspruch und tatkräftiger Hilfe unter die Arme gegriffen haben.
Dafür möchte ich euch an dieser Stelle nochmal ganz herzlich danken  :)

Also dann ... 14. Juni anno 2018

Nachdem Saga bei mir, auch mangels aktiver Mitspieler, leider im Sande verlaufen ist, habe ich mir überlegt, meine alte Liebe neu zu beleben.
Historisches "spielen" mit 1:72 Miniaturen.
Diese Größe begleitet mich, wie bestimmt sehr viele andere auch, bereits seit meiner Kindheit. Damals waren die Schachteln von Minifigs und Airfix wie kleine Schatztruhen. Und auch heute noch, mit 51, hat sich an dem Gefühl so eine Schachtel in Händen zu halten und schließlich zu öffnen, nichts geändert. Da ist immer noch der Knirps in mir der vor Spannung und Freude kichern und Jauchzen möchte Ein Feeling, das mir bei anderen Maßstäben und Spielsystemen etwas verloren gegangen ist.
Im Urlaub fand ich in Garmisch-Partenkirchen einen Müller Drogeriemarkt. Von dieser Kette wusste ich seit einem Besuch in Nürnberg, dass sie ein recht ansehnliches Spielwaren- bzw. Modellbauprogramm führen. Also schaute ich online nach und fand die ersten Packungen meiner alten Liebe, Miniaturen aus der Zeit Napoleons in 1:72.
Einen Mitspieler habe ich dann auch rasch gewonnen, nachdem ich ihn mit einem Mitbringsel aus dem Urlaub vom Historischen TT überzeugt habe  ;)

Der Bestand
Folgende Boxen habe ich mir aus dem Urlaub mitgebracht bzw. kamen in den ersten Wochen nach dem Urlaub noch dazu

1 x Britische Infanterie von 1815 - Italeri 6095 (Mitbringsel zum shanghaien des Mitspielers)
2 x Italeri - 6002 - franz. Infanterie
1 x Italeri - 6080 - franz. Leichte Kavallerie
2 x Italeri - 6018 - franz. Garde Artillerie

Welche Regeln sollen es werden?

Da Warlordgames so frei waren, ihre Regeln zu Black Powder frei als pdf zum Download anzubieten, ist dies auf alle Fälle Fälle eines der Regelwerke, die ich gerne einmal bespielen möchte. Black Powder ist allerdings in Englisch und dem ersten Durchblick nach relativ komplex. Daher wird mit "Kugelhagel" definitv ein deutsches Regelwerk bei mir Einzug halten und Priorität genießen.

Nachtrag aus der Zukunft
Es sind defintiv die Regeln zu Kugelhagel geworden, nach denen wir spielen und unsere Armeen aufbauen. Inzwischen ist auch »Kugelhagel – Generals« dazugekommen, um weitere Mitspieler zu gewinnen
« Letzte Änderung: 20. April 2019 - 13:19:32 von D.J. »
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D.J.

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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Unboxing
« Antwort #1 am: 20. Dezember 2018 - 07:49:38 »

Britische Infanterie von 1815 - Italeri 6095



Von außen verspricht die Box einen ganzen Sack voll Rotröcke und gibt auch gleichzeitig auf der Rückseite Tipps für die Farbwahl. Wer sich hier wundert: Ja, auch Italeri hat Acrylfarben im Angebot und die Farb-Tipps beziehen sich in erster Linie auf die dort zusammengemischten Rezepturen. Dennoch, eine nette Hilfe, die ich gerne in Anspruch nehme, da sich sogar manche Farbtafeln und Bücher für historische Uniformen manchmal widersprechen und Italeri hier offenbar immer einen Mittelweg zwischen Authentizität und machbarer Farbwahl sucht.





In der Box erwarten uns dann drei Gussrahmen voll Rotröcke. Die Posen der Soldaten sind gut gemischt und wissen mir zu gefallen, auch wenn ich eine (die im Halbknkien schießende) etwas unglücklich finde. Viel wichtiger jedoch ist, dass die Miniaturen alle ausnahmslos aus sehr guten Foremn stammen und sehr detailreich daherkommen! So gut hatte ich die 1:72er nicht in Erinnerung. Das kann natürlich auch an meinem Alter und der Zeit zwischen meinen letzten 1:72ern liegen, oder aber daran, dass ich in meiner Kindheit und Jugend meist Airtfix bzw. Minifigs hatte, die sich leider auch heute noch teilweise durch etwas ausgefranste Güsse mit einigem an Graten selber in den Wertungen nach unten drücken.
Die Italeri Miniaturen dieser Box beweisen aber, das Details und gute "Hinterschnitte" und Tiefen nicht alleine den 28mm Modellen von Perry & Co. vorbehalten sind.
Wer sich für die historische Korrektheit interessiert, dem empfehle ich einen Blick auf die Besprechung von Plastic Soldier Review.

Französische Linieninfanterie 180? - 1815 - Italeri 6002



Bei diesem Set scheint es sich, zumindest was die historische Korrektheit angeht, um eines der schwächeren Sets von Italeri zu handeln. Es kam erstmalig 1995 heraus und damals hat der Modellbauer sich offenbar einige "historische Freiheiten" herausgenommen, die ernstere Spieler eventuell vergraulen könnten. Ich selber muss gestehen, dass mir bei einem dicht gestellten Regiment von 1:72ern weder die fehlenden noch unkorrekt geschneiderten Schwalbenschwänze der Uniformjacken auffallen, noch ob es sich um drei vier oder mehr Knöpfe an den Gamaschen handelt. Da muss ich gestehen, passen meine Augen aber auch das "historische Gewissen", denn ich möchte eher spielen, denn alte Schlachte exakt zu simulieren.
Daher bin ich, sofern keine groben Schnitzer wie M16, Mac10, schusssichere Westen, Stahlhelme oder Bundeswehr-Knobelbecher eingebaut wurden, relativ schmerzfrei gegenüber solchen Fehlern.





Denn dafür bietet auch dieses Set von Italeri wieder eine einwandfreie Verarbeitung mit wunderbaren Miniaturen. Auch die Posen gefallen mir, diesmal ohne Ausnahme, denn ich kann durch den Kauf einer zweiten Box z.B. ein vollständiges angreifendes Regiment bzw. Linie darstellen. Pro Box habe ich zudem zwei Kommando-Einheiten / Bases in den beiden identisch gegossenen Gussrahmen. Diese Kommandotrupps umfassen je einen Fahnen- / Adlerträger, einen Trommler, einen Captain, einen Sergeanten.
Bei den Adler / Standarten werde ich schauen, ob ich die vorgeschlagenen Muster des Modellierers übernehme, oder ob ich mit Hilfe von Papier die Standarten passend zum Peninsular War / Spanischen Unabhängigkeitskrieg anpassen muss.
Was kann man mit dem Inhalt der Box darstellen?
50 Mann abzüglich zwei Kommandanten mit Gefolge = 42 Soldaten pro Box.
Wenn ich die auf 6 Mann pro Base stelle habe ich 6 Bases Infanterie plus 2 Kommandobases = 2 Kleine Regimenter für die ersten Spiele "Kugelhagel". Wenn ich nur 4 pro Base unterbringe habe ich sogar 10 +2 Bases, was dann schon volle Mannstärke wäre².
Bei einer Box wären also schon erste Spiele "Kugelhagel" machbar, denn klein passt und vergrößern geht immer  Mit einer zweiten Box kann ich meine zwei kleinen 3-Base Regimenter die Sollstärke von 5 Bases erhöhen, habe noch Material / Soldaten für Ermüdungsmarker ... auch hier wieder für knapp 10 Duplonen unschlagbar in Preis-Leistung
Fazit
Historisch etwas freizügig zwischen 1806 (?) und 1815 wandernd, bietet dieses Set jedoch dem Einsteiger oder historisch nicht ganz so korrektem Spieler einen erstklassigen Start z.B. für das System Kugelhagel. Dort kann man mit zwei kleinen Einheiten a 3 Bases schon ordentlich spielen und mehr geht immer.
Die Details der Miniaturen sind sehr gut herausgearbeitet, der Kunststoff ist etwas weicher, als der der Briten (siehe oben)
Die Posen gefallen mir machen aber eine zweite Box vielleicht doch notwendig, wenn man eine ganze Linieneinheit gerne stürmend oder ladend darstellen mag.
Aber bei dem Preis ist das in meinen Augen eine lässliche Sünde.

Französische Garde- bzw. Linien Artilierie, Italeri 6018



Da rollt sie also an, die aufgeprotzte Artillerie meiner Franzosen
Zwei Boxen habe ich mir von dieser Packung gegönnt und damit (für Kugelhagel-Regeln) 4 Batterien mit mir leider unbekannter Ladung. Ich kann zu meinem Leidwesen keine 12-Pfünder von einer Kartätsche unterscheiden. Aber das soll mich nicht aufhalten
Aber wer Napoleon sagt und spielen will, der meint damit eben auch Kanonen, den der kleine Korse war immerhin ausgebildeter Kanonier, nachdem seine Mutter gegen eine Laufbahn bei der Marine interveniert hatte.
Ohne ordentliche Batterien an Artillerie geht der Napo-Spieler eben nicht aus dem Haus.

Die Packung kommt dann auch mit einem (meiner Meinung nach) absolute erstklassigem Material daher! Zwei Kanonen, ein Wagen mit Nachschub, zwei kleine Haufen Kanonenkugeln und eine Mannschaft.
Mon dieu!
Damit kann ich sowohl aufgeprotzte (vom Wagen gezogene und in Bewegung befindliche) Artilerie darstellen, als auch abgeprotzte (aufgestellte) 4 Kanonen mit zwei Mannschaften, die abwechselnd die Kanonen bedienen, während die jeweils andere mit Wasser gekühlt wird.
Die Posen der Figuren sind klasse. Da ist der Offizier mit dem Fernrohr, der "Kugelschlepper", der "Kühler" mit dem Wassereimer und der "Zünder" ... als ich die Packung im Urlaub öffnete, habe ich nur kurz reingeschaut und direkt die Rahmen wieder zurückgeschoben. Zu groß war der Drang vielleicht doch schon mal zu schauen, welche Minidioramen man auf einem Arti-Base basteln könnte.
Klinge ich begeistert?
Gut.
Denn ich bin begeistert
Egal ob da jetzt wirklich alles historisch korrekt ist (laut Plastic Soldier Review ist dieser Punkt sogar ausgezeichnet gelungen), die Figuren erzählen mir direkt mal eine Geschichte für ihre Bases.
Der Wagen, der Nachschub bringt. Der Offizier, der seine Mannschaft einweist, die Kugelhaufen, die Kisten, die Kanonen ... die ganze "Action" und Dynamik der Bewegungen in den Minis hat mich vor knapp zwei Wochen (und jetzt schon wieder) total umgehauen.
Es gibt, wie bisher bei all meinen Packungen von Italeri) sehr wenige Gussgrate, keine Brüche an dünnen Bereichen und wieder sehr viele schöne Details an den Minis.
Zwei Strich hoch und Feuer auf Kommando!





Fazit
Ein absolut lohnenswerter Kauf, der auch historisch eher korrektere Spieler begeistern, zumindest aber erfreuen dürfte.
Feine Details, saubere Schnitte, schöne Posen mit einer sehr guten Dynamik.
Auch hier ein wunderbares Preis-Leistungsverhältnis.

Anmerkung außer der Reihe:
Bisher scheine ich überhaupt sehr viel Glück mit der Qualität meiner Packungen gehabt zu haben.
Historische Schnitzer ausgenommen habe ich bisher wirklich nur eine sehr hohe Qualität zum kleinen Preis bekommen und finde, das diese Packungen sich hinter keinem Blister von GW oder den Perry Brüdern verstecken müssen.
Sicher, 1:72 ist sehr klein zu bemalen und man wird nicht alle Details so schön rausarbeiten können, wie bei den 8mm größeren Cousins der kleinen 72er. Aber mit ein wenig Mühe lassen sich bestimmt schon auf die Bases kleine Dioramen zaubern, die ihre eigene Geschichte erzählen.
Wer also gerne mal unverbindlich in historische Systeme schnuppern möchte, ist mit 1:72 als Maßstab gut bedient, auch wenn er sicherheitshalber vorher in seiner Umgebung fragen sollte, ob dieser Maßstab dort bespielt wird. Der benötigte Lagerplatz ist im Gegensatz zu 28mm zudem sehr gering und dürfte keine Hemmschwelle bieten.

Französische Voltigeure (Scharfschützen / Plänkler / Leichte Infanterie), Zvezda 8042



Sie sind endlich zu mir gekommen, meine Voltigeure der leichten Infanterie
Das Erste, was mir auffiel: Der Kunststoff "duftet" leicht aus. Ist mir bei den Italeri-Packungen nicht so aufgefallen. Der Geruch ist mir aber nicht unbedingt unangenehm gewesen. Das nächste, das mir auffiel: Die Rucksäcke muss man an die Minis kleben!
DAS wird spaßig, denke ich!



Alle drei Gussrahmen für die Truppen sind absolut (!) detailliert gearbeitet und haben (historisch passend) die große Feder der Voltigeure am »Deckel«. Das hebt sie schon so sehr gut von den einfachen Infateristen ab. Dazu kommen sehr gute Posen, bei denen ich mir jetzt schon überlege, wie ich eine Reservelinie und eine Reihe plänkelnder Voltigeure auf den Bases darstellen werde. Die Detailtreue scheint mir sogar noch um ein ode rzwei Prozent stärker zu sein, als bei den ohnehin schon sehr guten Italeri-Gussrahmen.
Das Plastik fühlt sich für mich einen Tacken weicher an, als der weicheste Gussrahmen der Italeri Packungen. Das bedeutet, dass ich beim Entfetten und Grundieren sehr gut auf eine ordentliche Deckung achten muss und nach dem Bemalen vielleicht doch über den Einsatz von Klarlackspray nachdenken sollte.
Der Kommandogussrahmen ist extra gehalten. Einzig das Horn erscheint mir arg groß geraten, aber was soll's? Die Franzosen waren schon immer ein wenig exaltiert, da passt so ein großes Horn für einen kleinen Bläser schon wieder



Fazit
Mit der vorliegenden Zvezda Box macht man absolut nichts verkehrt. Egal ob Dioramenbauer oder TTler, hier bekommt man für sein Kleingeld in meinen Augen große Ware.
Für mich bedeutet das, dass ich mir demnächst mal die Kürassiere (schwere Reiterei) und evtl. die polnischen Lanzenreiter von Zvezda mal näher ansehe. Meine Sammlung umfasst jetzt zwar etwa 179 Figuren, aber geht ja bekanntlich immer und bei 1:72 sowieso

Nachtrag aus der Zukunft
Ich habe eine ganzen Rutsch fertig bemalter, holländischer Lanzenreiter geschenkt bekommen! Das war schon unglaublich und ich schäme mich auch ein wenig, dass ich sie noch nicht basen konnte.
Die Bemalung ist absolut grandios und sobald ich dazu komme, reiche ich hier ein Bild dieser famosen Miniaturen ein!

Französische leichte Kavallerie / Husaren, Italeri 6080



Auf sie mit Gebrüll, für le général, für la grande Nation!
(fiktiver Schlachtruf meiner leichten Kavallerie)

Was wäre ein feines Gefecht zu Zeiten Napoleons ohne Linien tapferer Männer, das Donnern der Kanonen und ... dem grollenden Klang einer herangaloppierenden Einheit leichter Reiterei?
Richtig.
Arg langweilig
Deshalb, und weil ich mit jeweils zwei Packungen Artillierie und Linieninfanterie schon ausreichend Material an der Hand hatte bzw, bekommen würde, habe ich mir direkt noch einmal französische Husaren gegönnt.
Gefunden habe ich sie schon wieder auf der Onlineseite der Müller Drogeriemärkte, wo ich auch die anderen »Italeris« bereits entdeckt und gekauft hatte.
Drei große und ein Kleiner Gussrahmen sind in dieser prallen Packung enthalten.





Auf den ersten Blick scheinen die (von mir scherzhaft als »Achsellüfter« bezeichneten Figuren) mit dem erhobenen Säbel in der Überzahl der vorhanden Posen zu sein. Aber da 1:72 Minis aus Weichplastik sind, kann mit kochendem Wasser und einer Schüssel Eiswasser die Minis soweit aufweichen, dass man ein oder zwei Reiter den Arm auch nach vorne strecken lassen kann, was sie noch dynamischer macht.
Warum das nicht vom Hersteller vorgesehen ist, versteht man, wenn man die wirklich prallvolle Packung in Händen gehalten hat. Da ist für solche Posen einfach kein Platz mehr gewesen.
Aber der Aufwand sich zwei oder drei Reiter entsprechend zurechtzubiegen (in kochendem Wasser erhitzen, den Arm mit dem Säbel vorsichtig nach vorne biegen und dann die Mini in Eiswasser "abschrecken") in Grenzen hält, sehe ich da keinen Minuspunkt.
Laut Plastic Soldier Review sind die Figuren historisch nicht ganz korrekt. Es würden Schafsfelle oder ähnliches über den Sätteln fehlen, wenn ich das richtig verstanden habe. Gut, das ist natürlich ärgerlich, wenn man historisch sehr korrekt spielen oder sammeln mag. Mich als reinen Spieler schreckt das weniger ab.
Im Gegenteil, ein Detail weniger, über dessen Bemalung ich mir den Kopf zerbrechen muss.
Die Qualität des Gusses ist wie bisher von Italeri gewohnt sehr gut. Die Details sind gut erkennbar, wenn auch nach innen zur Brust der Figur des Reiters hin teilweise etwas verwaschen. Aber das ist schon Meckern auf hohem Niveau, denn die vorhandenen Details wollen auch erst einmal vernünftig bemalt werden.
Trotz der wenigen Posen ist die Dynamik des Sets durch die Pferde sehr gut zu spüren und sorgt schon für kribbelige Finger, was den Aufbau der Bases betrifft.
Ansonsten gibt es wenig mehr zu sagen, als das was ich nicht bereits bei den anderen Italeri-Packungen meines Aufbaus beschrieben habe. Wenig bis keine Gussgrate, bis auf ein paar (an der Figur nicht gut erkennbare) Verwaschungen sind alle Hinterscheidungen und Tiefen sehr schön zu erkennen und ich denke, dass mit einem guten Dip oder Wash sich die Details dieser Minis auch wieder sehr gut herausarbeiten lassen.

Fazit
Kanonendonner vermischt sich mit dem Krachen der Musketen und dem Klang der Trommeln und Trompeten. Linie um Linie marschieren die Soldaten der Grande Nation nach vorne, drängen forsch und unerschrocken auf den rotberockten Feind ein.
Zufrieden blickt der kleine dicke General Diejäi Bonaparte auf den Spieltisch vor sich. Genüßlich zieht er eine Karte von Stapel, dreht sie um und grinst, als sie ein Pik As zeigt  ;)
3 Aktionen für seine Husaren! Hufe donnern plötzlich über das Schlachtfeld, die Husaren lachen und rufen ihre Lust am Zweikampf heraus.
Die Schlacht verläuft ganz nach seinem Willen.

French Grenadier Guards, Revell, Set 02570 / Gussrahmen aus der Packung Schlacht bei Waterloo 1815 - 200 Jahre

Platzhalter, Text und Bilder folgen
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D.J.

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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Erste Bemalungen
« Antwort #2 am: 20. Dezember 2018 - 07:50:20 »

Letztes Jahr hatte ich ja schon begonnen meine Miniaturen zu bemalen. Ein erstes Spiel wurde dann auch mit halbfertigen Einheiten bereits gespielt, aber dann kamen Zeitmangel, Alltag und Krankheit dazwischen, sodass vieles halbfertig liegen blieb. Also habe ich mir für 2019 vorgenommen, zuerst einmal alle diese begonnen Projekte zu beenden, bevor ich mir neues Material zulege.
And here are the Results ;)

Les Règiments de Kleve-Berg et de Westphalie
Als Napoleon 1808 das neue Großherzogtum »Kleve-Berg« erschaffte, benannte er Düsseldorf als dessen Hauptstadt.
Düsseldorf? :o
Japp.  ::)
Für mich als Kölner eine derartige Beleidigung, dass ich umgehend ein Regiment des Großherzogtums bemannen musste.
Das Königreich Westfalen war eine künstliche Schaffung nach dem Frieden von Tilsit. König wurde Napoleons Lieblingsbruder Jerome. Hier wurde das Regiment Westphalie ausgehoben. Beide Regimenter haben in Spanien für Napoleon gekämpft. Die Desertastionsrate war aber unglaublich hoch, sodass ich beschloss beide Regimenter unter der Mindest-Sollstärke von 4 Bases darzustellen. Im Gegenzug sollten sich beide Regimenter bei jedem Spiel unterstützen, also als doppeltes Regiment auftreten.

(Quelle: https://thrifles.blogspot.com/2017/12/westfalen-und-kleve-berg-im-peninsular.html?fbclid=IwAR3LveqQOFH5TI_D4NqQ_CVxk9Zsi5YkE_AG2ROF7BGSNO7fOnR37fTMMRk)






»Die Wildgänse kommen«
Nein, es handelt sich nicht um Richard Burton, Roger Moore, Richard Harris und Kollegen im gleichnamigen Antikriegsfilm, sondern um die Irische Brigade der Grande Armèe.
Sie gehören in den größeren geschichtlichen Kontext, der letztendlich zu dem - für unser Spiel interessanten - Punkt führte, an dem die Franzosen auch ausländische Söldner einsetzten.
Die irischen Söldner bzw. ihre Regimenter blieben dabei weitgehend unter sich und ihr Spitzname lautete Wildgänse.
(Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Brigade_irlandaise und https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%A9giment_Irlandais )

Ich habe für mich entschieden, vorerst nicht die ganze Brigade Irlandaise auszuheben, sondern nur zwei Regimenter. Für die Uniformen habe ich die Vorgaben des »Règiment Irlandaise«, also grün und weiß als Hauptfarbe, übernommen. Genutzt habe ich eine Mischung aus Miniaturen der Packung Italeri #6002 »French Line Infantry« und Zvezda #8042 »French Voltigeurs«
Spieltechnisch (Kugelhagel) zählen die »Wildgänse« in meiner Armee zur Leichten Linieninfaterie, die auch plänkeln kann. Die Einheit »O'Gilwy« hat zudem von mir die Fähigkeit »Scharfschützen« erhalten. Um dies darzustellen besteht sie im Gegensatz zu ihrer Schwestereinheit »Berwick« aus 5 Bases, von denen aber 3 Bases nur mit jeweils 2 Schützen belegt sind. Ebenso hat »O'Gilwy« keine eigene Standarte, da ich sie plänkelnd dargestellt habe. Scharfschützen wedeln eben nicht mit grünen Tüchern, wenn sie angreifen ;)






Französische Voltigeure (Scharfschützen / Plänkler / Leichte Infanterie)
Die Voltigeure waren eine Truppe der französischen Infanterie unter Napoleon, in denen vor allem kleinere und schnelle Männer eingesetzt wurden. Sie sollten urspürnglich mit der Kavallerie als »Beisitzer« hinten auf dem Pferd nach vorne zur Schlacht gebracht werden, wurden aber im Endeffekt Spezialisten für das zerstreute Gefecht, bzw. Plänkler. Sie waren sehr gute Schützen und damit eine ganz spezielle Truppe, die das Gefecht in kleinem Maßstab suchte, also weniger die großen Linien. Die Voltigeure wurden mehr und mehr von eigenständoigen Einheiten den verschiedenen Infanteriebataillonen zu geordnet.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Voltigeure )
Genutzt habe ich hierfür Zvezda #8042 - French Voltigeurs
Das Erste, was mir beim Auspacken auffiel: Der Kunststoff "duftete" leicht aus. Diese öfter genante Eigenheit von 1:72 Miniaturen ist mir bei den Italeri-Packungen bisher nicht so aufgefallen. Der Geruch war mir aber nicht unbedingt unangenehm gewesen. Alle drei Gussrahmen für die Truppen sind absolut (!) detailliert gearbeitet, aber das Plastik fühlte sich für mich einen Tacken weicher an, als der weicheste Gussrahmen meiner bisherigen Italeri Packungen. Das bedeutete, dass ich beim Entfetten und Grundieren sehr gut auf eine ordentliche Deckung achten musste und nach dem Bemalen vielleicht doch über den Einsatz von Klarlackspray nachdenken sollte.
Leider hat das nicht gut funktioniert und die Voltigeure haben mich letztes Jahr bereits mehrere Wochen gekostet, in denen ich immer wieder an ihnen arbeitete, denn sowohl Grundierung (grau) als auch später die Farben wischten sich immer wieder ab. Ich vermute, dass die Minis trotz gutem Spülen und abwaschen, immer noch Weichmacher (Nphalate) ausgedünstet haben. Vor ein paar Tagen habe ich endlich vier Bases mit Hilfe von Klarlack griffsicher fertigstellen können und verzichte vorerst auf den Kommandogussrahmen und sehe dieses Projekt vorerst als abgeschlossen an.




Die Lanciers rouges
Ich bekam letztes Jahr ein großes Konvolut an Kavallerie geschenkt :D Dabei waren wunderbar bemalte, holländische Lanzenreiter, die ich jetzt endlich basen und einsetzen werde. Mein Anteil an diesen wundervollen Miniaturen ist also absolut gering bis nicht vorhanden, aber trotzdem wollte ich sie hier vorstellen, da ihre Basierung eines der Projekte ist, die ich mir für dieses Jahr vorgenommen und in den letzten zwei Tagen abgeschlossen habe.
Es müsste sich um das Set »Esci # 218 - 'Polish Lancers' French Cavalry« handeln, dass hier genutzt wurde. http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=94



Grenadiers à cheval de la Garde impériale
Hinter diesem sperrigen Namen versteckt sich ein Regiment der schweren Kavallerie, das Napoleon immer als taktische Reserve diente. Ihre größten Auftritte waren bei der Schlacht von Austerlitz, als sie die russische Gardekavallerie in die Flucht schlugen, einer drohenden Einkesselung in der Schlacht bei Preußisch Eylau entkamen oder als sie sie die bayerische Kavallerie in der Schlacht von Hanau zurückschlugen.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/…/Grenadiers_%C3%A0_cheval_de_la_G… )

Auch diese Miniaturen gehören zu dem Konvolut, dass ich letztes Jahr geschenkt bekam. Wie schon die Lanciers rouge hatte ich mir für dieses Jahr als eines meiner fixen Projekt vorgenommen, sie endlich zu basen und einzusetzen. Verwendet wurde vermutlich das Set »HaT #8013 - French Horse Grenadiers« Also auch hier ist mein Anteil an den Miniaturen minimal bis nicht vorhanden, aber ich finde dennoch, dass sie angemessen gezeigt werden sollten.

« Letzte Änderung: 12. Januar 2019 - 09:43:33 von D.J. »
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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Gelände
« Antwort #3 am: 20. Dezember 2018 - 07:55:23 »

Tja, ich konnte nicht widerstehen und habe mir noch im alten Jahr auf ebay ein Konvolut an H0 Gebäuden geschossen :)
Diese sind alle auf die eine oder andere Art reperaturbedürftig, auf alle Fälle aber noch zu sehr Plastik, um als echtes TT-Gelände durchzugehen. Da habe ich also demnächst einiges zu tun beim Sichten, Umbauen, Reparieren und Altern der Gebäude.







Natürlich werde ich nicht alle Gebäude verwenden können. Die Fliegenpilze zum Beispiel passen weder zu Napoleon noch zum ACW ;) Aber da mache ich mir keine Sorgen, irgendwer kann die bestimmt verwenden.
Die Größe der H0 Gebäude im Bezug auf die 1:72 Miniaturen meiner Armeen ist auch so ein Punkt. Den werde ich durch Umbauen und "höher ansetzen" richten. Eigene Bases, die Häuser höher ansetzen, damit die Türen höher wirken etc.
Es gibt viel zu tun.
Ich freu mich drauf.
 :D

Nachtrag:
Nach kurzer Recherche weiß ich jetzt auch, wie ich die Häuser "unbemerkt höher legen" kann, um den Höhenunterscheid 1:72 zu H0 (1:84) etwas abzumildern

Weyden, heute Weiden und ein Stadtteil Kölns, war um 1800 - 1815 ein sogenanntes "Straßendorf", also eine lose Dorfgemeinschaft, die sich an der mit Kopfsteinpflaster befestigten Aachener Straße im Laufe der Zeit zwischen Königsdorf (heute Frechen) und Junkersdorf (heute ebenfalls ein Stadtteil Kölns) gebildet hatte. Beidseitig der Aachener Straße standen um 1794 in Weyden sowohl kleinere Fachwerkhöfe (teils mit kleinen Gärten), kleinere Anwesen als auch ein größeres Landhaus mit einem sogenannten Wirtschaftsgebäude. Ebenfalls befand sich hier ein langgestrecktes Zollhaus auf der Aachener Straße, in dem in kurfürstlicher Zeit der entsprechende Zoll erhoben wurde.

Hier kann ich ansetzen, denn alle Häuser hatten neben der gepflasterten Straße auch leicht erhöht angelegte Trottoirs (Bürgersteige). Die Eingänge waren entweder ebenerdig mit diesen Bürgersteigen, oder leicht nach oben oder unten versetzt. Ich kann also die Gebäude auf eigene Bases mit Trottoir setzen, die Eingänge dabei um ca. 5mm erhöhen oder entsprechend tiefer ansetzen. Die Türrahmen kann ich notfalls auch verlängern bzw. mit wenigen Stufen arbeiten, was sie höher wirken lässt.
Wenn ich also eine Anlehnung an das Straßendorf Weyden anno 1794 erreiche würde der Größenunterscheid zwischen 1:72 Minis und H0 Gebäuden schon nicht mehr ganz so krass ausfallen und ich kann die Gebäude, wie geplant, als Spieltisch-Deko einsetzen.
:)

« Letzte Änderung: 26. Dezember 2018 - 12:51:18 von D.J. »
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Mahud

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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
« Antwort #4 am: 20. Dezember 2018 - 09:30:28 »

Oh, das wird was feines :D

Die Kürassiere von Zwezda habe ich auch.
Im Vergleich mit Revell/Italeri wirken die viel wichtiger.

Magst Du, wenn es ans bemalen geht Deine Erfahrungen mit uns teilen?

Habe mit Italeri Figuren bisher Pech gehabt ( Farbe blättert ab). Bei den Revell Minis hatte ich nie solche Probleme.
Grüße
Mahud
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Da fällt mir gerade nichts ein....

Karsten

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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
« Antwort #5 am: 20. Dezember 2018 - 09:39:12 »

Hallo Mahud,
hast Du die Figuren vorher entfettet und grundiert?
... Karsten
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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
« Antwort #6 am: 20. Dezember 2018 - 10:19:38 »

Hallo Mahud :)

Ja, auf alle Fälle werde ich dazu etwas schreiben und ein paar Bilder einfügen.
Bis dahin aber auf alle Fälle den Tipp von Karsten beachten!

Die 1:72er Miniaturen sind aus Weichplastik. Das lässt sich etwas anders bemalen, als die größeren 28mm Figuren.
Der Wichtigste Schritt ist das Entfetten.
Die gewünschten Miniaturen schneide ich aus dem Gussrahmen und klebe sie mit Holzleim auf Plastikdeckel von Pfandflaschen. Damit kann ich sie leichter handhaben, ohne die Finger auf die Miniaturen legen zu müssen. Die lassen sich dann auch leichter halten.



(Foto vor dem Grundieren, nach dem Entfetten. Zwei Miniaturen wurden außer der Reihe zur Probe bemalt.)

Danach gebe ich sie kurz in ein lauwarmes Bad mit Spülwasser (ca. 2 Minuten), spüle sie klar ab und wo sich der Leim gelöst hat, klebe ich sie nach. Dabei habe ich dann Einweghandschuhe an, damit das Hautfett nicht wieder auf die Miniaturen kommt.

Wenn sie gut getrocknet sind, grundiere ich sie mit Acryllack. Ich selber verwende den von Armypainter, meist grau, weil ich dann sowohl dunklere Stellen leichter bearbeiten kann, als auch die hellen nicht so stark bemalen muss. Man kann aber auch direkt farbige Grundierung nutzen. Zum Beispiel blau, wenn man im ACW die Union vor sich hat, oder Grüntöne für die British Rifles oder den WWII. Ich selber bin da sehr vorsichtig, und bleibe lieber bei grauer Grundierung, weil sie die Farben nicht so sehr verfälscht. Weiße Grundierung kann dunkle Stellen erschweren und schwarze im Gegenzug die helleren.
Als Farben würde ich auf die von GW oder Valejo zurückgreifen. Die haben eine große Palette an Tönen und sie für den Modellbau perfekt.

Ich hoffe, der kurze Ausblick war hilfreich?
Mehr kommt wie gesagt auf alle Fälle, wobei ich aber nicht DER Maler vor dem Herren bin ;)
Aber für Einsteiger-Tipps sollte mein Können reichen :)
« Letzte Änderung: 20. Dezember 2018 - 10:23:27 von D.J. »
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Karsten

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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
« Antwort #7 am: 20. Dezember 2018 - 10:26:33 »

Ich mache es tatsächlich so wie D.J. mit den gleichen Materialien. Hat sich somit wohl nicht nur bei mir bewährt.
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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
« Antwort #8 am: 20. Dezember 2018 - 10:34:13 »

@Karsten
Ich hatte beim Malen bisher nur ein paar Probleme mit sehr hellen Farben (Weiß und Gelb) und teilweise bei den Voltigeuren von Zvezda. Da wollte auch die Grundierung nicht so recht.
Gehst du mit einer Schicht Grundierung über die Miniaturen oder mit zwei dünnen?
Ich mache immer zwei sehr dünne Schichten drauf.
Dabei halte ich die Spraydose ca. 20cm von oben über die Miniaturen und "wedele" damit während des Sprühens nicht zu zügig und gleichmäßig einmal vor und einmal zurück über sie hinweg. Da sie auf den Verschlüssen stehen, bekommen sie so rundherum von dem Farbnebel genug ab.
Dann trocknen die Miniaturen (notfalls wirklich einen ganzen Tag, je nach Wetter. Die stehen dann überdacht auf dem Balkon, bevor die ganze Hütte nach nach der Grundierung müffelt :D ) anschließend stelle ich sie so in einer Reihe auf, dass ich ich die Seiten bearbeiten kann, ebenfalls mit "wedeln", Abstand und darauf achtend, dass ich gleichmäßig arbeite, ohne Details zu verdecken.

Ist etwas aufwändig, aber bisher haben wirklich nur die Zvezdas etwas Probleme gemacht.
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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
« Antwort #9 am: 20. Dezember 2018 - 11:03:56 »

@D.J.
Je nach Detailgrad der Modelle gehe ich ein- bis zweimal mit der Armypainter-Grundierung, so wie Du, an die Sache. Bei wirklich guten Modellen (mit viel Tiefe) zweimal leicht grundieren. Etwas mache ich dann doch anders. Ich stelle die Modelle in einen auf der Seite stehenden Karton und sprühe von der Seite. Der Karton bewirkt, dass der Sprühnebel sich leicht von allen Seiten auf das Modell legt und sich nicht im Raum verteilt. Man muß die Modelle natürlich trotzdem im Karton drehen und alle Seiten besprühen. Wie gesagt ganz leicht und dann um auch wirklich alles zu erwischen oft zweimal. Farbtöne sind bei mir auch grau bis helle Farben. Aufgrund der nachlassenden Sehkraft kann ich dann beim Bemalen auf einem dunklem Untergrund (schwarzes Holzbrett) durch den dadurch entstehenden Kontrast jedes Detail genau erkennen. Bei mir trockenen die Grundierungen recht schnell. So nach einer Stunde Trocknung gehe ich dann an die Feinarbeit. - Ja, die ganze Hütte müffelt nach Grundierung und ich bekomme jedes mal einen Anschiss von meiner Familie.
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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
« Antwort #10 am: 20. Dezember 2018 - 11:17:49 »

@D.J.
Je nach Detailgrad der Modelle gehe ich ein- bis zweimal mit der Armypainter-Grundierung, so wie Du, an die Sache. Bei wirklich guten Modellen (mit viel Tiefe) zweimal leicht grundieren. Etwas mache ich dann doch anders. Ich stelle die Modelle in einen auf der Seite stehenden Karton und sprühe von der Seite. Der Karton bewirkt, dass der Sprühnebel sich leicht von allen Seiten auf das Modell legt und sich nicht im Raum verteilt. Man muß die Modelle natürlich trotzdem im Karton drehen und alle Seiten besprühen. Wie gesagt ganz leicht und dann um auch wirklich alles zu erwischen oft zweimal.
Ah, das mit dem Karton habe ich schonmal gehört. Ich hatte aber bisher die Befürchtung, dass sich gerade bei den 1:72ern dichtere Wolken bilden könnten, die sich ungleichmäßig auf die Figuren legen.
Dann probiere ich das beim nächsten Grundieren mal aus, weil der Aufwand mit der windgeschützten Ecke auf dem Balkon doch recht groß ist (rundherum frei  :( )

Farbtöne sind bei mir auch grau bis helle Farben. Aufgrund der nachlassenden Sehkraft kann ich dann beim Bemalen auf einem dunklem Untergrund (schwarzes Holzbrett) durch den dadurch entstehenden Kontrast jedes Detail genau erkennen.
Oh, ein guter Tipp! Ich habe bisher auf grünen Schneidematten gearbeitet. Aber ein schwarzes Brett klingt gut, gerade auch weil meine Augen nicht mehr die besten sind.Danke dir  :)

Bei mir trockenen die Grundierungen recht schnell. So nach einer Stunde Trocknung gehe ich dann an die Feinarbeit. - Ja, die ganze Hütte müffelt nach Grundierung und ich bekomme jedes mal einen Anschiss von meiner Familie.
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 ;D ;D ;D *lachflash*
Ja, diese Blicke kenne ich von meiner Holden, wenn die Minis nicht ausreichend gelüftet wurden :D
Daher mein Tipp an Mahud, die gut trocknen / lüften zu lassen.
Nicht, dass er nachher Ärger wegen meinen Tipps bekommt :D

@Mahud
Ich habe hier einen Blog gefunden, wo das Bemalen von 1:72 Miniaturen exzellent beschrieben wird!

https://tabletopdeutschland.com/2012/11/20/das-bemalen-von-weichplastikfiguren-teil-1-die-vorbereitung/

Besser kann ich es auch nicht erklären und nach diesem (für mich perfektem) Ratgeber bemale ich auch.
Ich habe den eben gesucht, konnte aber den Link nicht finden.
Wenn du aber noch weitere Fragen hast, nur zu :)
Dafür ist das Sweetwater ja da :)
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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Gelände
« Antwort #11 am: 21. Dezember 2018 - 10:12:31 »

Ich habe gestern Gelände von Italeri und SCI bekommen, dass ich sowhl im ACW als auch hier nutzen kann. Der Einfachheit halber verlinke ich hier einfach mal auf meinen entsprechenden Aufbauthread für die Könföderierten im ACW ;)
https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,23247.msg275772.html#new
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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
« Antwort #12 am: 22. Dezember 2018 - 07:51:42 »

Moin
In Spüliwasser haben die Jungs gebadet.
Grundiert ( mit Armypainter Spray ) in der Werkstatt.
Und wie oben geschrieben hatte ich mit Rebellen ( und Esci ) noch nie diese Probleme...

Für Franz. Linientruppen ist die Italeri Box 6060 oder war es 6066 wärmstens zu empfehlen.
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Da fällt mir gerade nichts ein....

D.J.

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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
« Antwort #13 am: 22. Dezember 2018 - 09:00:29 »

Dann kann es am Plastik liegen, evtl. am Weichmacher, der durch hohe Temperaturen schneller ausdünstet? Da habe ich mit meinen Zvezda-Voltigeuren auch so meine Probleme  :(

Für die Linientruppen ist das die Packung Italeri #6066. Die sieht richtig gut aus und steht auf meiner Einkaufsliste. Aber zuerst kommen (hoffentlich noch vor Weihnachten!) 3 Packungen preußische Infanterie von Revell zu mir :D
Ist ein Weihnachtsgeschenk von meiner Frau, die sich plötzlich doch sehr unsicher war, ob die Jungs das richtige für mich sind. Daher - und weil sie evtl. erst nach den Feiertagen ankommen - weiß ich jetzt schon Bescheid :D

http://www.plasticsoldierreview.com/Review.aspx?id=615

Langsam sollte ich mir mal eine Agenda für das nächste Jahr machen, was ich alles bemalen und bebauen will ;)

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tgsrt

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Re: Aufbau einer französischen Armee - 1:72 - Peninsular War
« Antwort #14 am: 22. Dezember 2018 - 13:19:40 »

Oh ja, ne kleine Agenda wäre nicht das schlechteste....
Nächstes Jahr soll bei mir auch mal wieder  das eine oder andere in 1/72 laufen!
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