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  • 27. Mai 2022 - 14:20:01
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Autor Thema: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen  (Gelesen 58589 mal)

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Maréchal Davout

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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #855 am: 30. April 2022 - 09:37:23 »

Cooles, kleines Überfallszenario mit den Wagen! Manchmal fallen die Würfel eben, wie sie fallen und das dann einseitig ;)

Die Schlacht wird ja schon ziemlich groß, toll! Da bin ich mal auf den Verlauf gespannt. Vielleicht könnten die Armeen noch etwas Freiraum an den Flanken vertragen zum Manövrieren und Taktieren sowie vielleicht etwas schwieriges Gelände hier und da (z.B. ein Geröllfeld oder ein paar Bäumchen).

Nur falls es dich interessiert oder du es ungewollt nicht mehr auf dem Schirm hast: Die britischen Geschützlafetten müssten grau und die französischen olivgrün sein. Ansonsten gern ignorieren ;)
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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #856 am: 30. April 2022 - 14:00:09 »

Cooles, kleines Überfallszenario mit den Wagen! Manchmal fallen die Würfel eben, wie sie fallen und das dann einseitig ;)

Oh ja, wem sagst du das mit den verhexten Dingern!  :o

Die Schlacht wird ja schon ziemlich groß, toll! Da bin ich mal auf den Verlauf gespannt. Vielleicht könnten die Armeen noch etwas Freiraum an den Flanken vertragen zum Manövrieren und Taktieren sowie vielleicht etwas schwieriges Gelände hier und da (z.B. ein Geröllfeld oder ein paar Bäumchen).

Da fehlt es mir leider an Platz, mit nur 120x120cm :( Aber so geht auch, bzw. ging auch :)

Nur falls es dich interessiert oder du es ungewollt nicht mehr auf dem Schirm hast: Die britischen Geschützlafetten müssten grau und die französischen olivgrün sein. Ansonsten gern ignorieren ;)

Ach, verdammich! Schon wieder aufgefallen ;)
Ich wollte das immer ändern, habe es aber großzügig "prokastiniert" und jetzt ... peinlich das ;)

Das Spiel ist wie geagt gespielt, der Bericht mit zig Bildern kommt asap :)
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Maréchal Davout

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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #857 am: 01. Mai 2022 - 14:54:13 »


Ach, verdammich! Schon wieder aufgefallen ;)
Ich wollte das immer ändern, habe es aber großzügig "prokastiniert" und jetzt ... peinlich das ;)

Das Spiel ist wie geagt gespielt, der Bericht mit zig Bildern kommt asap :)

Naja, wenn du nun mal ran willst: es ist ja schnell gemacht :)

Auf Bericht und Bilder freue ich mich!
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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #858 am: 02. Mai 2022 - 07:13:25 »


Ach, verdammich! Schon wieder aufgefallen ;)
Ich wollte das immer ändern, habe es aber großzügig "prokastiniert" und jetzt ... peinlich das ;)

Das Spiel ist wie geagt gespielt, der Bericht mit zig Bildern kommt asap :)

Naja, wenn du nun mal ran willst: es ist ja schnell gemacht :)

Auf Bericht und Bilder freue ich mich!

Inzwischen ist alles wieder gut verpackt und verstaut, da ich alter Hobbyschmetterling die Zeiten wechsele :)
Der Bericht kommt so schnell ich kann, ab heute haben wir Urlaub und, wie man vermutlich an der Uhrzeit zu der ich das hier poste erkennt, etwas vor  ;D
Ich klemme mich aber dahinter.
 :D
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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #859 am: 08. Mai 2022 - 15:01:08 »

Grüße aus dem Urlaub :)









































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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #860 am: 08. Mai 2022 - 15:05:16 »



























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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #861 am: 08. Mai 2022 - 15:08:34 »





















Und damit verabschiede ich mich vorerst vom historischen TT und widme mich ein wenig der Zukunft ;)
Aber ich komme wieder zurück!
Immerhin ist Spanien noch zu befreien ;)
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Maréchal Davout

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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #862 am: 10. Mai 2022 - 07:16:47 »

Danke für den Spielbericht!

Vielleicht müsstest du dich entscheiden, ob du beim Abfassen der Texte eine reine Pro-Frankreich-Haltung hast oder strikt neutral bleibst. So mutet für mich der Wechsel zwischen "Noch halte ich aber Spanien" zu "immerhin ist Spanien noch zu erobern" seltsam an.
Witzig finde ich an der Solo-Dynamik, dass du dich mehr über "ungerechtes" Würfelglück ärgerst, als wenn man gegen einen anderen spielt und sich einfach über sein eigenes Glück freut. Insgesamt scheint der Wunsch stärker, dass durchschnittliche Ergebnisse, die eher der höheren Wahrscheinlichkeit entsprechen, erzielt werden.

Der Moment als die zwei zusammengefasste Batterien Franzosen  (korrekt, oder?) von einem Schwarm Plänkler vernichtet wurden, während die gesamte Grande Armée zusah, war in der Tat schmerzhaft und seltsam.

Spielst du die franz. Dragoner hier als Kürassiere? Im Text nennst du sie Kürassiere als sie im Nahkampf mit den British Heavy Dragoons sind...

Freue mich auf jeden Fall darauf, dass du zum Historischen zurückkehrst dann :)
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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #863 am: 13. Mai 2022 - 08:32:06 »

Danke für den Spielbericht!

Zurück aus dem Urlaub und von ein paar kurzen Städtetouren, zuerst einmal ein großes Danke für dein Feedback :)

Vielleicht müsstest du dich entscheiden, ob du beim Abfassen der Texte eine reine Pro-Frankreich-Haltung hast oder strikt neutral bleibst. So mutet für mich der Wechsel zwischen "Noch halte ich aber Spanien" zu "immerhin ist Spanien noch zu erobern" seltsam an.

Ja, das stimmt. Da ich den Bericht aber recht flott runtergetippt hatte, ist mir das so gar nicht aufgefallen  :-\
Sorry!

Witzig finde ich an der Solo-Dynamik, dass du dich mehr über "ungerechtes" Würfelglück ärgerst, als wenn man gegen einen anderen spielt und sich einfach über sein eigenes Glück freut. Insgesamt scheint der Wunsch stärker, dass durchschnittliche Ergebnisse, die eher der höheren Wahrscheinlichkeit entsprechen, erzielt werden.

Jein. Durchschnittliche Ergebnisse wirken in einem Solospiel immer besser, da man so als Unbeteiligter nicht den Verdacht bekommt, das Ganze sei gestellt, wenn du verstehtst was ich meine?
Spielerisch war es aber auch verblüffend, was da für Extreme enststanden sind, dass muss ich gestehen.

Der Moment als die zwei zusammengefasste Batterien Franzosen  (korrekt, oder?) von einem Schwarm Plänkler vernichtet wurden, während die gesamte Grande Armée zusah, war in der Tat schmerzhaft und seltsam.

Ja. Absolut.
Hier war ich wirklich kurz davor die Sache abzubrechen und neu zu beginnen. Dafür fehlte mir aber irgendwie auch der Nerv und ich war zudem neugierig, wie sich das Spiel entwickeln würde, wenn ich manche Dinge einfach mal so hinnehme, wie abstrakt sie auch wirken mögen.
Kugelhagel ist ein tolles Einsteigersysteme und ich habe bisher alle Einheiten "von der Stange" gespielt, also nicht mit Sonderregeln individualisiert. Trotzdem hatte manches ein merkwürdiges Gefühl hinterlassen, auch schon bei früheren Spielen.
Ich vermute einfach mal, ich bin einfach kein Einsteiger mehr und habe, selbst mit meiem rudimentären Wissen um diese Epoche, inzwischen andere Ansprüche an ein Spiel. Das soll nciht überhebich klingen oder als Kritik, aber im Moment gibt mir Kugelhagel nicht exakt das, was ich mir wünsche.
 
Spielst du die franz. Dragoner hier als Kürassiere? Im Text nennst
du sie Kürassiere als sie im Nahkampf mit den British Heavy Dragoons sind...

 ;D ;D ;D Erwischt! Ich habe da schon in der Liste irgendwie einen kapitalen Zwölfender geschossen und das überhaupt nicht bemerkt. Gespielt habe ich sie als Dragoner als beschrieben als Kürassiere ... haken wir das bitte einfach als veritable Hirnflatulenz ab  ;D ;D ;D
 
Freue mich auf jeden Fall darauf, dass du zum Historischen zurückkehrst dann :)

Definitv!
Der kurze Ausflug in die Zukunft ist schon wieder beendet, da ich doch nicht das Regelwerk gefunden habe, dass ich für meine Idee nutzen mag. Daher mache ich im Moment eine Pause vom aktiven Teil des Hobbys (Spielen & Malen) und sichte neue Regeln. Hierbei in erster Linie historische Regeln, sofern ich Reviews und Spielberichte finden kann, die einen guten Eindruck vermitteln.
Da die guten Regeln aber alle in Englisch sind, dauert das etwas länger, da ich dort ungeübt bin. Aber gut, der Nerd wächst ja an seiner Aufgabe und ein gänzlicher Anfänger der englischen Sprache bin ich ja auch nicht. Nur stark eingerostet und mein Wortschatz muss eben auch etwas aufpoliert werden.
;)
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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #864 am: 13. Mai 2022 - 08:37:59 »

Das sind richtig schöne Mengen von Truppen.

Mir macht Dein Bericht gerade durch die zahlreichen Bilder richtig Spaß.

Weiter so!
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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #865 am: 13. Mai 2022 - 10:20:13 »

Das sind richtig schöne Mengen von Truppen.

Mir macht Dein Bericht gerade durch die zahlreichen Bilder richtig Spaß.

Weiter so!

Danke dir :)
Es geht hier weiter, sobald ich den geplanten Systemwechsel vollzogen habe. Im Moment suche & sichte ich noch Berichte und Reviews zu Lasalle Version 1 :)
Bisher liest und schaut sich das super an! Der wichtigste Punkt ist für mich eben der, dass es auch solo spielbar sein sollte. Aber auch da mache ich mir keine größeren Sorgen bisher, da sich der Ablauf so gestaltet, wie ich auch andere Spiele ngehe. Also wie eine Schachaufgabe, bei der man ja auch für den jeweiligen Gegenpart sinnvoll agieren muss.
Wo ich noch herumsuche, ist der Unterschied zu Lasalle 2.
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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #866 am: 13. Mai 2022 - 11:49:22 »

Nachtrag zum Systemwechsel
Decebalus hat mich, wenn auch unbewusst, auf sein Quatre Bras Regelwerk aufmerksam gemacht.

(Zitat aus dem folgenden Thread "Napoleonische Großsysteme" hier in der Rubrik, Hervorhebung von mir)
Meinst Du wirklich eine Base= ein Regiment, oder doch eher: eine Spiel-Einheit= ein Regiment.

Von den oben erwähnten Regeln mit mehreren Basen pro Spiel-Einheit haben ja einige den Maßstab, dass eine Base etwa einem Regiment entspricht. Die Spieleinheit ist dann aber eben eine Brigade.

Bei Volley & Bayonet, das ja eine Base=eine Spieleinheit hat, sind die Einheiten oft auch keine Brigaden, sondern Regimenter. (VnB hat bis zu 6 Stärkepunkte pro Einheit, und jeder Stärkepunkt sollen 500 Mann sein. Wenn Du da Österreicher von 1809 hast, dann haben die oft Regimenter von 2500 Mann, da nimmt man dann in VnB eine Einheit für und fasst die nicht zu Brigaden zusammen.)

Regeln bei denen Spieleinheiten Regimenter sind, gibt es eher wenig, da Regimenter in der napoleonischen Zeit ja mehr Verwaltungsgrößen als Kampfeinheiten waren. Ich kenne zwei Regeln:
- Field of Glory hat m.W. eine Spieleinheit gleich ein Regiment. Dem kann man dann auch bestimmte Truppen zuordnen, z.B. Jäger, Artillerie etc. (FoG ist halt in besonderem Maße Geschmackssache.)
- Meine eigenen Quatre Bras-Regeln haben ebenfalls eine Spieleinheit = ein Regiment von zwei Bataillonen.

Tatsächlich kannst Du aber auch einfach ein Bataillons-Regelwerk nehmen und Deine Schlachtaufstellung runterrechnen (sogenanntes "Bathtubing"). Wird wahrscheinlich auch funktionieren.

Klar, dass ich das natürlich umgehend sichte! Die Vorteile sind einfach zu groß, um daran vorbeizugehen.
Sobald ich da mehr weiß, berichte ich mal von meinem ersten Eindruck.
An dieser Stelle nochmal meinen Dank an ihn für seine Mühen :)
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Maréchal Davout

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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #867 am: 13. Mai 2022 - 23:54:09 »

Toll, wie ausführlich und wertschätzend du wieder auf das Feedback eingehst!
Lasalle könnten wir dann ja quasi zeitgleich und im Austausch kennenlernen 🙂 Decebalus‘ Zusammenfassung der großtaktischen Systeme war auch mal wieder gut für die Erinnerung. Da kommt auch wieder gut raus, was ich an La Grande Armée mag und dass es innovativer ist als das viel jüngere Blücher.
Bin auch gespannt, wie dir Quatre Bras gefällt!
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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #868 am: 14. Mai 2022 - 10:12:33 »

Toll, wie ausführlich und wertschätzend du wieder auf das Feedback eingehst!

Das Forum und das Hobby leben ja vom Austausch. Daher ist mir das schon wichtig, da nicht immer nur mit markigen Einzeilern zu antworten, sondern auch mal Farbe zu bekennen. Gerade dann, wenn mir ein Fehler unterlaufen ist ;)
Ist zwar nur ein Hobby, aber aus Fehler lernt man ja, was letztendlich auch den Spaß am Hobby steigert :)

Lasalle könnten wir dann ja quasi zeitgleich und im Austausch kennenlernen 🙂 Decebalus‘ Zusammenfassung der großtaktischen Systeme war auch mal wieder gut für die Erinnerung. Da kommt auch wieder gut raus, was ich an La Grande Armée mag und dass es innovativer ist als das viel jüngere Blücher.
Bin auch gespannt, wie dir Quatre Bras gefällt!

Quatre Bras habe ich jetzt einmal durchgelesen und finde es super geschrieben.
Sobald ich wieder im Alltagstrott bin, werde ich versuchen mir die Regeln nach und nach zu erspielen. Es sieht aber jetzt schon nach einem tollen System aus, dass auch für Solisten wunderbar geeignet ist.
Ich denke, damit werde ich beginnen, also es zu erspielen und zu berichten :)

Etwas Off Topic dazu:
Da ich bei meinem Einstieg in das historische Tabletop vor ein paar Jahren ein echter Sammler war, habe ich mir damals, bevor ich die ersten Miniaturen kaufte, auch viele Regelwerke gekauft. Teils als PDF (die immer noch auf meiner externen Festplatte lagern) teilweise als Print (Kugelhagel Generals, SAGA, Ära der Magie etc.), die dann aber auch nach und nach mangels Interesse oder Mitspielern wieder abgestoßen wurden. Begonnen hatte es mit dem kostenlosen Download der ersten Fassung von Black Powder, andere habe ich mir dann gekauft, weil eben preiswert und / oder via ebook-Reader lesbar ...
Dann habe ich mir aber wegen der bessern Bildschirmqualität - und weil die Ink-Technik augenschonender ist als das LCD-Display meines alten Tekstore-Readers - einen Kindle gekauft, der mit PDF trotz Konvertierung Probleme hat, weshalb ich die PDF am PC hätte lesen müssen. Dass hat dann auch dazu geführt, dass meine Externe fast zu einem Regelbuchfriedhof wurde, auf dem ich nun nach und nach uralte Leichen exhumiere ;D
So zum Beispiel Song of Drums and Shakos oder Lasalle, die ich damals dann "für später mal gelagert" habe, weil ich am PC eigentlich keine Regeln lesen mochte.
Vielleicht ist das "Regelsammeln" ja eine Macke von mir, die ich seit den 80ern und den damaligen Pen&Paper Rollenspielen habe, aber jetzt bin ich froh, dass ich doch auf ein paar Regelsysteme zurückgreifen kann, die ich mir damals gekauft und dan mehr oder weniger vergessen habe.
Haben ist immer besser Brauchen ;) 
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Re: Solohagel in 1:72 - Franzosen, Briten, Preußen
« Antwort #869 am: 17. Mai 2022 - 15:07:20 »

Systemwechsel / -erweiterung und Generationenkämpfe Vater vs. Sohnemann

Der Alltag hat mich seit gestern wieder in seinen ... zärtlichen Fingern ;) Das bedeutet, dass nur der Brötchenjob die Überlegungen und Aktivitäten in Sachen Hobby unterbricht. Na gut, ein wenig Familie kommt auch noch hinzu  ;)
Aber das gibt mir ein gute Überleitung zu meinem geplanten Systemwechsel im historischen Tabletop.

Denn mein Jahrestag, mit dem ich den Abschluss von 0,55 gelebten Jahrhunderten begehe, steht kurz bevor.
Das nahm mein Sohn, mit dem ich ab und an bereits kleinere Spiele in Kugelhagel gespielt habe, letzten Samstag zum Anlass, mich mal wieder für ein Spielchen anzufragen, sobald er mit Frau und Kind umgezogen ist. Dabei haben wir ein wenig über meine letzte Großschlacht mit Kugelhagel gesprochen, einigen merkwürdigen Situationen mit diesem System, meinen angedachten Systemwechsel bzw. -erweiterung ... und plötzlich wurde ich aus meinem Arbeits- und Spielzimmer hinauskomplimentiert, damit er sich mit meiner Frau mal kurzschließen könne.
Hm ... ich wage mal zu spekulieren, dass sich da etwas entwickeln wird. Neue Püppies? Neues Regelwerk?
Er hat bei mir die kleinen Warlord Epic-Minis gesehen und seine Augen leuchteten auf.
Klar.
Papa malt ja auch, er hat damit dann weniger am Hut ;)
Da bin ich mal gespannt, was kommt!

Aber zurück zu den harten Fakten.
Wir haben auch über das Regelwerk von Decebalus gesprochen, Quatre Bras.
Es ist auf deutsch, hat also keine Sprachbarriere, man benötigt keine Unmengen an Figuren und mit meiner Sammlung an 1/72ern könnte ich aktuell zumindest jeweils zwei einfache Divisionen bereits aufstellen und mit Plänklern sogar etwas umfangreicher. Aber da geht ja bekanntlich immer noch was und da sind für dieses Jahr sowieso schon ein paar weitere Erweiterungen geplant.
Während ich also noch Lasalle 1 im Hinterkopf behalte (und zuerst eindeutschen muss, damit ich es besser erklären kann), haben Filius & Senior beschlossen, in den nächsten Wochen ein oder zwei Spiele Quatre Bras zu daddeln :)

Quatre Bras - Ein napoleonisches Tabletop von Decebalus
2010 hat Decebalus zur damaligen Hamburger Tactica ein eigenes System erarbeitet, dass es mehreren Spielern mit einer überschaubaren Menge an Miniaturen und einem nicht zu üppigen Zeitaufwand ermöglicht, kleine bis mittlere Schlachten in der napoleonischen Epoche zu spielen. Das System ist frei erhältlich, der aktuelle Stand (2013) ist hier frei (!) erhältlich.
https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,6505.0.html

Ein erster Eindruck
Eine erste "Lesung" der Regeln habe ich bereits vorgenommen und es hat mir sehr großen Spaß gemacht. Ich betone das bewusst, denn Regeln lesen ist so ein wenig ein notwendiges Übel. Es gehört zum Hobby eben dazu, hat auch seinen eigenen Reiz ... aber Hand auf's Herz:
Es geht nichts über das Spielen selber ;)
Die Regeln von Quatre Bras sind übersichtlich, leicht zu lesen und gut verständlich und wirken sehr professionell. Dazu kommt, dass sie sich auf das Nötigste beschränken, also ohne das der Text mit großen Nebentexten, Anekdoten und Bonmonts angereichert ist, die sonst gerne mal ein Regelwerk etwas aufblähen. Man glaubt dem Autor einfach auch so, dass er weiß wo er hin möchte, wie er das erreicht und dass er weiß wovon er redet.
An dieser Stelle meinen Respekt vor dieser Leistung! (Ich bin nebenberuflich Autor und weiß wie schwer es manchmal sein kann, das, was man sieht oder meint, in verständliche Worte zu packen. Man kann sagen, dass 10 Minuten vergnüglichen Lesens etwa 10 bis 15 Stunden konzentrierte Arbeit bedeuten.)

Mit welchen Miniaturen kann ich spielen?
Quatre Bras ist da sehr frei. 35mm, 28mm, 1/72 ... das ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Wichtig sind hier, wie auch in vielen anderen Systemen, die Bases.
Zitat
2.2.Aufstellung und Gliederung der Armeen
Jeder Spieler kommandiert ein Corps der napoleonischen Zeit aus etwa 3-4 Divisionen mit je 3-6 Regimentern. Das wären also minimal an Figuren (bei unserer Basierung) pro Spieler: ein Corps-General (als Rundbase mit drei oder mehr Figuren), zwei Divisionsgeneräle (als Rundbase mit ein bis zwei Figuren) 3 Infanterie-Regimenter (je 4 Basen mit 4 Figuren = 48 Figuren) eine Artilleriebatterie (ein oder zwei Kanonenmodelle plus Bedienung) zwei Kavallerie-Regimenter (je 3 Basen mit 2 Figuren = 12 Reitermodelle).


Das ist stemmbar, finde ich. Zumal viele, die schon länger dabei sind, sowieso auf einen guten Grundstock an Miniaturen zurückgreifen können und ein Neueinsteiger wird auch nicht direkt mit Koffern voller zu bemalender Figuren erschlagen, die er zum Spielen benötigt.

Der oder die Schauplätze und ganz persönliche Anpassungen
Die sollten ein gewisses Maß haben. 120 x 240cm sind empfehlenswert.
Da beginnt mein ganz persönliches Dilemma: Ich habe nur 120x120cm zur Verfügung, die kann ich allerdings fest aufgebaut stehen lassen. Auch bekomme ich keine drei bis vier Divisionen aufgestellt. Das hat mich trotz der Größe meiner Sammlung an 1/72ern verblüfft.
Aber wie gesagt: Das Hobby hat für mich kein fixes Ende und mehr geht eh immer ;)
Bleibt also der Tisch.
Da ich nur 120x120cm zur Verfügung habe, und auch die meisten Spiele zu zweit oder solo gespielt werden, werde ich Quatre Bras versuchsweise mit jeweils 2 großen Divisionen aufspielen. Das ist knapp die Hälfte der empfohlenen Menge, sollte aber für meinen Schauplatz reichen.

Voll auf die Glocke, alternative Geschichte oder historisch korrekt
Historisch korrekt ist immer reizvoll und auch eine Empfehlung des Autoren. Je nach Platz, Zeit und Sammlung kann man hier bequem einen Ausschnitt einer größeren Schlacht nachfühlen und eventuell ja auch die Ergebnisse einzelner Teilaspekte zu einem größeren Ganzen verbinden.
Als Alternativen gibt es aber auch schön erklärte (und spannend klingende!) Möglichkeiten, wie das Pick-up Game oder das Begegnungsgefecht, die hier hervorragend erklärt werden.

Auch aufgrund des beengten Schauplatzes in meinem kombinierten Arbeits- und Spielzimmer, wird es also bei mir öfter auf eine dieser beiden Alternativen hinauslaufen.
Aber dazu später mehr, denn damit endet auch der erste Teil meier Besprechung und "Erspielung" des Systems.
Jetzt heißt es, tiefer in den Aufbau der Divisonen vordringen, eventuell noch den einen oder anderen Kommandeur aufhübschen (und vor allem meine Artillerie! Die habe ich recht fantasymäßig angepinselt  :-[ ) und ein spannendes Spielfeld aufbauen.

Ein erstes Fazit aber schon jetzt:
Quatre Bras gefällt mir! Gelungener Aufbau der Regeln, verständliche Sprache, keine Schnörkel. Mit ca. 35 Seiten, einigen leicht verständlichen Diagrammen und tollen Bildern von 28mm Miniaturen auch schön "handlich"
Dass es auf Deutsch ist und zudem auch noch kostenfrei erhältlich, sind Sahnehaube und Kirsche auf diesem Hobbykuchen :)
Eine Verkostung mit weiteren Erfahrungen folgt, sobald ich zum Spielen gekommen bin.

:)
« Letzte Änderung: 17. Mai 2022 - 15:09:54 von D.J. »
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