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  • 17. Februar 2019 - 01:41:00
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Autor Thema: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Segelschiffen  (Gelesen 619 mal)

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Pappenheimer

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Schiffen
« Antwort #15 am: 15. Januar 2019 - 11:46:07 »

"Longitude"
UK 2000
Regie: Charles Sturridge
Darsteller: Jeremy Irons, Anna Chancelor, Michael Gambon, Ian Hart

Handlung:
20. Jh.: Der Offizier Rupert Gould kehrt mit schweren seelischen Schäden aus dem 1. Weltkrieg zurück. Zurück zuhause gelingt es ihm kaum mehr sich in sein Familienleben einzufügen. Als Ausgleich beginnt er sich zusehends wissenschaftlich mit dem Chronometer von Harrison zu beschäftigen. Seine Ehe führt in eine Schlammschlacht in der Öffentlichkeit, während seine Arbeiten zusehends größere Beachtung in der Öffentlichkeit finden.
18. Jh.: Nach einem schrecklichen Schiffsunglück erkennt die Royal Navy, dass die Längengradbestimmung auf den Schiffen von enorm hoher Bedeutung ist. Daher wird ein Preis dafür ausgelobt. Der Tischler John Harrison macht die Entwicklung eines funktionierenden Chronometers zu seiner Lebensaufgabe. Doch auch als ihm die Herstellung desselben gelingt und er durch seinen Sohn hinlänglich erprobt worden ist, versagt ihm die Kommission die Anerkennung und zögert die Herausgabe des Preisgeldes sogar dann noch heraus, als Harrison den König überzeugt hat.

Der Film ist recht typisch für Miniserien aus UK mit einem Staraufgebot, fast einem who is who des britischen Films dieser Zeit. Heike Makatsch als Queen Charlotte fand ich eine drollige Idee. Leider sind die endlosen Debatten vor der Broad of Longitude auf die Dauer sehr sehr ermüdend. Was eigentlich Spaß macht sind die Szenen der Entwicklung des Chronometers (der heute noch als eine der wichtigsten Erfindungen Großbritanniens gilt) und die Erprobung auf den Schiffen mit all den Widrigkeiten an Bord eines Schiffes. V.a. sieht man hier mal ein Kriegsschiff aus der Sicht eines Forschers, während diese sonst in den meisten Filmen als sowas wie verschrobene Sonderlinge auftreten wie in Filmen über Cook oder in den Bounty-Verfilmungen.
Erstaunlich fand ich den Versuch teilweise Linienschiffe in Formation segelnd zu zeigen. Mit dem Tricktechnikstand 2000 offenbar noch sehr schwierig und nicht wirklich überzeugend gelöst. Die Reise mit Cook sieht besser aus.
Den Handlungsstrang aus dem 20. Jh. hätte man sich auch sparen können, auch wenn Jeremy Irons, Anna Chancelor und Barbara Leigh-Hunt schauspielerisch ihre Sache gut machen.
Es gibt wohl auch die eine oder andere Schwäche bei der Ausstattung wie z.B. zu moderne Gemälde im Hintergrund oder sowas. Aber insgesamt ordentliche TV-Qualität. Für Fans der Marine sehenswert.

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« Letzte Änderung: 18. Januar 2019 - 10:43:46 von Pappenheimer »
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Pappenheimer

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Schiffen
« Antwort #16 am: 15. Januar 2019 - 12:17:35 »

Aber ist schon nicht ganz falsch, so richtig viele gute Dinger wie des "Königs Admiral" fallen mir spontan auch nicht ein, wie ist man hier eigentlich auf das Thema gekommen ?
Mich interessieren einfach Filme. Vieles schaue ich mir nebenbei an, während ich male. Z.B. auf "John Paul Jones" bin ich auf einer Suche zum Film zum Malen gestoßen.
Immer nur "Kings and Generals"-Dokus sind doch auch auf die Dauer öde.
So ein Thread hilft manchmal nen Film finden, den man nicht kennt.
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Pappenheimer

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Schiffen
« Antwort #17 am: 17. Januar 2019 - 17:15:47 »

"Master and Commander"
USA 2003
Regie: Peter Weir
Darsteller: Russel Crowe, Paul Bettany, James d'Arcy, Max Pirkis, Richard McCabe

Obwohl hier schonmal erwähnt, will ich noch ein paar Worte zu dem Film verlieren.

Handlung: 1805 ist die "HMS Surprise" unterwegs um ein französisches Kriegsschiff aufzuspüren, das Jagd auf die britische Walfangflotte bei den Galapagosinseln macht. Der ebenso charismatische wie erfahrene Captain Aubrey hat aber nicht nur mit Franzosen zu kämpfen, sondern auch mit seiner Mannschaft, die manchmal kurz vor der Revolte steht, mit Aberglauben und nicht zuletzt seinem eigenen Freund, dem Schiffsarzt, der die Suche nach seltenen Tierarten gern über das militärische Unternehmen stellt. Manchmal wird aus der Jagd durch die "Surprise" auch eine Flucht der Briten, wenn der Feind mal den Wind auf seiner Seite hat.

Man muss wohl nicht viele Worte über den Film verlieren. Sicherlich ein Meilenstein in der Filmgeschichte. Manchmal beruhigend wie es Weir schafft einen Film auch mit dem täglichen Dienst an Bord anzufüllen. Die Outtakes machen das Leben an Bord sogar noch lebendiger - unbedingt suchen! V.a. die Seesoldaten kommen da stärker vor. Anders als wohl in jedem anderen Film ist nicht nur Crowe und Bettany sondern auch das Schiff der Hauptdarsteller, denn das Schiff ächzt, stampft und windet sich durch die Wellen, ganz wie es Stevenson so meisterlich in "The Pilot" beschrieb. Wie eine Frau so zärtlich liebt auch der Käpt'n sein Schiff und wie Ärzte behandeln die Zimmerleute das geschundene Mädchen nach einem Gefecht. Die Nahkämpfe wirken so mitreißend und realistisch wie ich es noch nie in einem Film gesehen habe, auch weil die Enge auf den Decks während der Kämpfe vorkommt. So kann kein "Held" wie man es aus alten Schinken gewohnt war elegant fechten. Das ist ein Hauen und Stechen und man meint aber dennoch Lehrsätze aus Angelos Fechtbuch anzuschauen. Auch die Nahaufnahmen braucht dieser Film nicht zu scheuen, denn man sieht wie liebevoll z.B. die Kragenspiegel auf die Kadettenuniformen genäht sind. Mir hat der Film viel Spaß gemacht und wer ihn langweilig findet, na der tickt halt einfach anders als ich. Wir haben den 2 mal Nachts im Kino gesehen und woanders kommt die bombastische Wirkung der Kamerafahrten, der Schiffsaufnahmen, Gefechte und der Weite des Meeres garnicht richtig rüber. Daher habe ich die DVD selten angesehen. Fast überflüssig zu sagen, dass die Schauspielerriege einfach fantastisch besetzt ist.
Das einzige Manko fand ich bei den Franzosen, die nicht nur stereotyp daher kamen, sondern mir auch weniger akkurat recherchiert wirkten. Eher wie verlauste Italiener (also dem Stereotyp von Italienern), obwohl dem franz. Kapitän Intelligenz und Kultiviertheit unterstellt wurde. Vielleicht ist es auch garnicht so schlimm, dass es nie zu einer Fortsetzung kam. In der Konsequenz (keine Frauen als Hauptrolle, der Schiff beginnt und endet auf dem Meer, keine Häfen, sinnlosen Liebeleien etc.) wirklich ungewöhnlich. Für mich wohl der beste Film zum Thema, vielleicht sogar einer der besten Filme überhaupt. Auch ein cooler Soundtrack mit dankbarerweise nicht bombastischem Sound durchweg, sondern auch Shanties und zeitgen. Musik wie Boccherini.
Für Freunde der Segelschiffära ein Muss.

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D.J.

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Schiffen
« Antwort #18 am: 18. Januar 2019 - 05:30:56 »

Gelesen und Wort für Wort abgenickt.
Ein Film, wo auch die Umgebung und das Schiff eine Hauptrolle spielen, wo (in diesem Fall wirklich unnütze) Liebeleien einfach nicht vorhanden sind, die Musik mitreißt und stimmig ist und vor allem der Alltag (an Bord) richtig spannend gezeigt werden.
Ist auch einer meiner Lieblingsfilme :)
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So, jetzt nimmt sich jeder noch ein Eis und dann reiten wir los. :D

Winston

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Schiffen
« Antwort #19 am: 18. Januar 2019 - 19:50:49 »

Für mich wohl der beste Film zum Thema, vielleicht sogar einer der besten Filme überhaupt.

Vollste Zustimmung. Kommt für mich persönlich einem "perfektem" Film so nahe wie es nur möglich ist.
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Pappenheimer

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Schiffen
« Antwort #20 am: 11. Februar 2019 - 12:57:50 »

"Tripoli"
USA 1950
Regie: Will Price
Darsteller: John Payne, Maureen O'Hara, Lowell Gilmore, Phillip Reed

Eine Art Kompensation dass die USA keinen Vorwand für Kolonialfilme à la "Khartum" hatten. Der Untertitel könnte auch lauten "perfekt geschminkt in der Wüste". Selbst im Staub der Sahara sitzt die Pomadetolle des Amerikaners und der Lippenstift der Sexbombe...

Handlung: Anders als der Titel vermuten lässt, geht es nicht um Tripolis. Stattdessen erhält der Lieutenant der Marines, O'Bannon, 1805 den Befehl einer Expedition nach Derna. Das Hauptproblem dabei ist, dass er mit dem intriganten  Hamet Karamanly kooperieren soll, der durch diese Operation hofft auf den Thron in Tripolis zu gelangen, auch wenn er seine Leibgarde garnicht einsetzen will. Das US-Geld schafft nur wenige Freiwillige anzulocken und bis auf eine Handvoll Marines und die Söldner des Hauptmanns Demetrios ist die Truppe militärisch unbrauchbar. Da die Berberpiraten die Wasserstellen auf dem Weg vom Nil nach Derna zerstören, wird der Marsch eine Herausforderung. Obendrein droht Prinz Hamet die ganze Expedition an seinen Bruder zu verraten. Doch mit Hilfe der Mätresse des Prinzen gelingt es die Pläne zu hintertreiben und in die Straßen von Derna vorzudringen, wo sich O'Bannon heldenhaft schlägt und allein die Zitadelle erobert (!), deren Kanonen beinahe das Geschwader des Commodore Barron vernichtet hätten.

Die Schauwerte reduzieren sich auf die schönen Augen und das Minenspiel von Maureen O'Hara. Der Rest ist steif inszeniert. Eine Szene an der Oase, wo Damen scheinbar nackt planschen, war für die ansonsten ziemlich biedere Filmarbeit hier recht schlüpfrig. Die Marines wie überhaupt alle Soldaten haben Uniformen im Theaterstil, wobei sie teilweise eher an Western erinnern, abgesehen von den Tschakos. Entsprechend gibt es auch typische Westerncharaktere wie der raubeinige Lieutenant O'Bannon, der naive Lt. Tripp und der erfahrene und gewitzte Sergeant. Nur dass diesmal die US-Kavallerie äh US-Marines einen sinnlosen Reiterangriff gegen Festungsmauern anreiten.
Die Schiffsmodelle wirken teilweise wie aus Pappe, aber immerhin der Bauart nach nach dem Zeitschnitt, auch wenn manche hier als Zweidecker auftreten, obwohl das Geschwader nur aus kleineren Fahrzeugen bestand.

Darsteller **
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« Letzte Änderung: 11. Februar 2019 - 12:59:22 von Pappenheimer »
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Plasti

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Schiffen
« Antwort #21 am: 11. Februar 2019 - 14:04:56 »

Der Film hört sich mehr nach Sandwüste nicht nach Wasser an ???

Kommen außer den "Pappschiffe" auch noch andere vor? Und nein ich meine nicht die Wüstenschiffe.

Kurz gefragt ist der Film wirklich aus der Kategorie für den Thread?
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Pappenheimer

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Schiffen
« Antwort #22 am: 11. Februar 2019 - 14:29:28 »

Kurz gefragt ist der Film wirklich aus der Kategorie für den Thread?
Im Prinzip soviel Schiffe wie in "Paul Jones", wo auch vieles an Land spielte. Es geht eben um die Amphibische Aktion der Amis gegen die Barbareskenpiraten. Am Anfang spielt die Handlung auf der USS Essex und am Ende kommt Barrons Geschwader vor. Angeblich ist Lt. Tripp der erste Marineoffizier, der eine "Kavallerie"attacke anführen darf. Im Film heißt es auch die kampffähigen Männer seien nur 70 oder so, während das Englische Wikipedia immerhin mehrere hundert Söldner auf Seiten der amerikanischen Landmacht angibt. Außerdem ist ein Angriff von See und Land gleichzeitig natürlich anders als im Film behauptet Garnichts seltenes in der Kriegsführung.
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Plasti

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Schiffen
« Antwort #23 am: 11. Februar 2019 - 14:45:03 »

Ok dann habe ich den Thread Tittel nicht richtig verstanden.

Da wäre so Filme wie "Die Männer der Emden" auch hier passend?
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Pappenheimer

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Schiffen
« Antwort #24 am: 11. Februar 2019 - 14:52:26 »

Ok dann habe ich den Thread Tittel nicht richtig verstanden.

Da wäre so Filme wie "Die Männer der Emden" auch hier passend?
Nee, soll eigentlich um Age of Sails gehen.

Also Segelschiffzeitalter, so 1400-1865. Also bis die Dampfschiffe so ziemlich völlig die Segler ablösen.

Man kann aber gut mal nen eigenen Thread zu 1865+ machen. :)
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Plasti

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Segelschiffen
« Antwort #25 am: 11. Februar 2019 - 15:03:02 »

Ok nur Segelschiffe.

Da haben wir ja schon sehr viele Filme benannt.
Da bleibt nicht mehr viel.
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khde

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Segelschiffen
« Antwort #26 am: 13. Februar 2019 - 10:17:53 »

"Der Admiral - Kampf um Europa"

Lt wiki: Im Goldenen Zeitalter sind die Niederlande sehr wohlhabend und eine Großmacht zur See. Nach dem Tod von Admiral Maarten Tromp wird Michiel de Ruyter als sein Nachfolger bestellt. De Ruyter erzielt große Erfolge als Admiral der Kriegsflotte der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen und schafft es mit seinem Flaggschiff De Zeven Provinciën die Engländer zu schlagen. In der Republik ist jedoch ein interner Machtkampf ausgebrochen zwischen Republikanern, mit Ratspensionär Johan de Witt als Anführer und den Orangisten, welche die Statthalterschaft wieder einführen und Prinz Wilhelm III. auf den Thron setzen wollen. Als De Witt 1672 ermordet und Wilhelm III. als Statthalter der Niederlande eingesetzt wird, schickt man De Ruyter auf eine unmögliche Mission. Er stirbt 1676 während der Seeschlacht bei Augusta.

Ich fand es unterhaltend mal eine andere Seefahrernation im Mittelpunkt zu haben. Es mE einen gewissen Pathos der mich manchmal etwas störte aber das ist leider öfters so bei Filme über bestimmte Helden oder große Persönlichkeiten.

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They got guns, We got guns, All God’s chillun got guns!
I’m gonna walk all over the battlefield, ‘Cause all God’s chillun got guns!

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Segelschiffen
« Antwort #27 am: 13. Februar 2019 - 14:48:53 »

Von den Trailern her fand ich die Ausstattung dieses Films ziemlich mies. Ein Mix aus drei Jahrhunderten. Aber anschauen würde ich ihn gern mal, v.a. weil es mich reizt zu sehen wie die geschafft haben die riesigen Seeschlachten dieser Zeit rüberzubringen.
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Pappenheimer

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Segelschiffen
« Antwort #28 am: 14. Februar 2019 - 09:28:44 »

"Pakt des Bösen 2 - Die Rückkehr"
Russland 2011
Regie: Oleg Ryaskov
Darsteller: Pyotr Kasilov, Anna Snatkina, Sergej Chonishvili

Handlung: Wie schon in ähnlichen Formaten, irgendjemand soll eine Person XY irgendwo auf der Erde suchen. Russland nach dem Tod Peter des Großen. Plakhov wird vom russ. Geheimdienst angeheuert um den Schatz des Freimaurerordens (kein Witz!) aufzuspüren. Dafür soll er sich nach England begeben, wo er natürlich sofort auf die Zielperson trifft. Wohin danach die Reise geht, weiß scheinbar keiner, da die Zielperson den Ort des Schatzes eh nicht verraten will. In einem Hin und Her kommt Plahkov mit dem Pirat Ben Andersson aneinander, der eigentlich auch ein Russe ist von denen es offensichtlich in der Karibik nur so wimmelt. In unzähligen Scharaden geht es um Schätze mehr oder minder hübsche Frauen, Sklavenmärkte und Seegefechte, die allerdings teilweise völlig unlogisch sind. Schließlich wird scheinbar gegen Ende vergessen, worum es denn eigentlich ging, denn vom Freimaurerschatz ist dann garnicht mehr die Rede, sondern von den Ersparnissen von Ben Andersson, der dann irgendwann seine Liebste heiraten muss, da sie sich seinen Schatz unter die Nägel gerissen hat.

Dieser Film ist eine typische russische Produktion, aber eine die sich stärker als Komödie gibt. Leider ist der Humor ausgesprochen hölzern wie auch die Schauspielkunst der Darsteller.
Von der Ausstattung her erinnert alles stark an "Pakt der Bestien" mit Historismusgebäuden, modernen Fenstern, modernen Spielkarten und Ausstattung, die so an Dekostücken aus dem Versandhaus erinnert.
Die Schiffe sind meistenteils ein und dasselbe und das mit PC-Animation dubliziert. Nur am Ende wird als Schiff, das Plahkov und die anderen Chaoten aufnimmt ein gescheiter Nachbau - vielleicht die "Shtandart"(?) - verwendet. Leider war kein Geld für ein wirkliches Schiff für den Großteil des Films vorhanden, so dass das "Schiff" in den übrigen Szenen z.B. bei den Szenen auf "Deck" viel kleiner aussieht, als dann in der Totalen(sic!).
Die Bauten, wenn die Handlung in Boston oder London spielen soll, sehen nach Pappe aus.
Ebenfalls typisch für diese Filme ist allerdings, dass die Uniformen wieder recht stimmig sind.
Das Drehbuch ist wie üblich bei solchen russischen Filmen ausgesprochen hirnrissig und verdirbt dadurch jegliche Spannung. Manchmal gibt es durch einen schlampigen Schnitt sogar offensichtliche Widersprüche (Rotröcke im Hintergrund im Nahkampf, dabei in der nächsten Runde erst der Befehl zum Angriff gegeben wird etc.). Ein Grund soll sein, dass man eine russ. Miniserie einfach zu einem "Film" zusammen schnitt. Das ergab ein 2 1/2 stündiges Monster von einem in weiten Teilen sich abnutzenden Film, der immer langweiliger wird.

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JensN

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Re: Kanonendonner über'm Meer - Filme mit großen Segelschiffen
« Antwort #29 am: 14. Februar 2019 - 15:53:05 »

"Hornblower"


Miniserie. Sehr nett gemacht.
Nichts für Knöppezähler, aber gut gemachte Unterhaltung, für Leute mit
Interesse an Napoleonik und Seefahrt ..


https://de.wikipedia.org/wiki/Hornblower


https://www.youtube.com/watch?v=xlEgUXLDQ-w
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