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  • 05. Juli 2020 - 18:07:09
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Endlich wieder da!

Autor Thema: HoW: Italien 1742-1748  (Gelesen 3417 mal)

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D.J.

  • Gast
Re: HoW: Italien 1742-1748
« Antwort #45 am: 15. Juli 2019 - 14:55:37 »

Ah! Ein Spielbericht! Den speichere ich mir f├╝r sp├Ąter ab :D
Danke f├╝r deine M├╝hen :)
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Mar├ęchal Davout

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Re: HoW: Italien 1742-1748
« Antwort #46 am: 15. Juli 2019 - 18:40:26 »

Ich fand das Szenario auch sehr spannend! Cool, dass es auch so knapp war - ist einem ja nicht immer verg├Ânnt... Ich bin mir nicht so sicher, ob die Siegchancen der Franzosen nicht zu hoch sind, aber wenn es so knapp war, spricht das ja eher dagegen. Ebenfalls Dank f├╝r den Spielbericht! :)
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Pappenheimer

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Re: HoW: Italien 1742-1748
« Antwort #47 am: 15. Juli 2019 - 18:48:56 »

Die Franzosen haben f├╝r sich, dass sie deutlich mehr Truppen haben und keine Miliz oder so Kram.

Die Piemontesen hatten das Gel├Ąnde auf ihrer Seite. Theoretisch k├Ânnte man auch die H├Ąlfte der Infanterie in Pontebernado verschanzen.
Die Schanze war ja "heavy cover" und da die Franzosen angreifen mussten, gerieten sie zeitweise ins Kreuzfeuer meiner Artillerie. Vielleicht h├Ątte ich diese sofort aufdecken sollen, als sie in Feuerreichweite (50cm) kam. Hier habe ich vielleicht sinnloserweise auf einen ├ťberraschungseffekt gesetzt. 

Au├čerdem waren die 3 Linienbataillone im Schnitt qualitativ deutlich besser als die 7 franz. Bataillone.
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Mar├ęchal Davout

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Re: HoW: Italien 1742-1748
« Antwort #48 am: 16. Juli 2019 - 09:31:56 »

Danke f├╝r die Erg├Ąnzung! Ich habe f├╝r meinen Spieltisch tats├Ąchlich ein unglaublich kompliziertes Modul (er besteht eigentlich aus 6 60x60cm Modulen mit Rasen ├╝ber die ich dann zumeist nochmal die GW-Matte werfe). Eines dieser Module kann man ersetzen durch eins mit einem riesen Felsen, an dessen Fu├č eine tiefe Schlucht ist, in der ein Wasserfall entspringt und ├╝ber die eine H├Ąngebr├╝cke geht. Sehr aufwendiges, sch├Ânes Teil, aber f├╝r die meisten Schlachten wenig zu gebrauchen... Nimmt halt auch 1/6 des normalen Tisches (ohne Anbauten) an Fl├Ąche weg. Wenn ich aber mal im Gebirge spielen sollte oder speziell f├╝r besondere Skirmish-Szenarien w├Ąre das Teil mal cool in einem Gefechtsbericht zu pr├Ąsentieren.
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Pappenheimer

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HoW Schlacht bei Rottofredo 1746
« Antwort #49 am: 12. November 2019 - 17:01:30 »

├ťberraschenderweise kam ich doch vor ein paar Tagen zu einem wohl finalen Spielchen HoW f├╝r dieses Jahr. Ein alter Freund kam mit seiner Freundin vorbei und war dann auch von den Regeln und den Figuren etc. ungemein angetan, auch wenn er selber eher Kings of War Historical oder LR spielen wird, wenn er seine Perry Fig├╝rchen fertig hat.



AUSTRIANS
CinC FZM Botta Adorno (Dash.)

1) Avantgarde : Neuhaus (Dep.)
1 x fusiliers (small)
5 x grenadiers

2) Right Wing - B├Ąrnklau (Dash.) - killed on a 8-12 (replaced by Andlau (Dep.))
2 x fusiliers

3) Serbelloni (Dash.)
2x Dragoons
2x Cuirassiers

4) FML Lucchesi ? (Dep.)
2 x hussars
1 x Dragoons
1 x Cuirassiers

5) Brig. Vogter (Dep.)
2 x fusiliers
1x light artillery

6) Gen. Meligini (Dep.)
2 x fusiliers

7) Gen. Harsch (Dep.)
1 x fusiliers
1 x med. artillery


BP 11

ALLIES
CinC Duc de Maillebois (Dep.)

A) Brig. Loi-de-Lion (Dith.)
3 x Piquets (Small) ÔÇô in Cascines

B) MdC Chevert ? (Dep.)
4 x cavalry

C) Marquis la Carte (Dep.) ?
3 x inf.

1 x medium artillery

D) Comte de Danois (Dep.) ?
3 x inf.

E) Belle-Isle (Dash.) ?
2 x cavalry
2 x dragoons

BP 8

Rottofredo and Sarmato light cover
Tibone and stream fordable
River Po not fordable
Cascines light cover


Victory conditions:


AUSTRIANS:

defeat the enemy


FRENCH

Major victory

lead 10 Points to Castel San Giovanni

Minor victory

lead 8 Points to Castel San Giovanni

(1 Point for Units with 0-2 hits, 0,5 Point for Units with 3 hits)

Soll ich den Bericht lieber in einem Briefstil oder lieber ganz unverbl├╝mt runterschreiben? Eure Meinung ist gefragt.  ;D

Morgen geht es hier weiter.
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tattergreis

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Re: HoW: Italien 1742-1748
« Antwort #50 am: 12. November 2019 - 20:45:10 »

Briefe unterliegen dem Datenschutz, deshalb bitte ich von einer Ver├Âffentlichung abzusehen :)
Bitte einfach nur gegebene Befehle notieren und darstellen, inwiefern sie ausgef├╝hrt wurden. Dann noch ein paar Verlustzahlen und die Analyse kann beginnen.

cheers
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R.I.P. Gabi

Pappenheimer

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Rottofredo 1746 2
« Antwort #51 am: 13. November 2019 - 11:27:11 »

Mein Kumpan und ich teilten uns die Franzosen. Ich hatte den Oberbefehl und er hatte den Befehl ├╝ber die Piquets und die Rolle von Chevert.
Sein Auftrag war mit den Piquets den Feind so lange wie n├Âtig hinzuhalten und eventuell eine Umfassung durch den linken ├Âsterreichischen Fl├╝gel unter Lucchesi zu verhindern, der uns den R├╝ckzugsweg ├╝ber die Stra├če nach Castel San Giovanni abschneiden konnte.

Pallas Athene ├╝bernahm die Rolle von Feldzeugmeister Botta Adorno, w├Ąhrend die Freundin meines Kumpans den linken Fl├╝gel mit den Truppen Lucchesis, Harschs, Meliginis und Vogters dirigierte.
Die M├Ądels hatten eigentlich einen recht einfachen Auftrag. Unsere Vorposten ├╝berrennen oder ausflankieren und uns am Abzug hindern.


Sogleich lie├č Neuhaus seine Grenadiere vorr├╝cken. Da der Raum zu eng war, schickte er zwei Trupps auf der Stra├če nach Rottofredo in Marschkolonne.


Chevert entschied sich seine Kavallerieregimenter in einem weiten Bogen nach S├╝den zu f├╝hren.
Der Chevalier de Belle Isle hatte in seiner urspr├╝nglichen Position keine Chance zur├╝ck zu gehen ohne seinen Weg mit den Brigaden meines Zentrums zu kreuzen. Daher entschied ich, dass er vorr├╝cken musste, um eine Umgehung unserer Piquets etwa durch Serbellonis Kavallerie oder B├Ąrnklaus F├╝siliere zu verhindern. Dazu entfaltete der Chevalier seine Truppen in zwei Treffen en Bataille.
Die ├Âsterreichische Infanterie ging s├╝dlich und n├Ârdlich der Kirche vor.


Die erste Angriffswelle der ├Âsterreichischen Avantgarde wurde abgewehrt. W├Ąhrend das s├╝dlichste Piquet die Schanze bei der Kirche r├Ąumte, f├╝gte das mittlere den anr├╝ckenden ├Âsterreichischen Grenadieren empfindliche Verluste zu. Das n├Ârdliche Piquet schlug die angreifenden F├╝siliere sogar in die Flucht.

Direkt am Poufer befahl Serbelloni seiner Kavallerie geschwind vorzur├╝cken. Ein Regiment Dragoner st├╝rmte am weitesten voraus, auch weil es nicht von B├Ąrnklaus Infanterie behindert wurde. Dieses Regiment isoliert aufzureiben war nun das Vorhaben des Chevalier de Belle-Isle.


Da ich voller Erstaunen feststellte, dass die Piquets und die Dragoner am Po den Feind hinhielten, ├Ąnderte ich meine Absichten im Zentrum v├Âllig. Statt mit langsamen R├╝ckw├Ąrtsbewegungen mich abzusetzen, wobei ich Front gegen den Feind lassen wollte oder zumindest mein erstes Treffen Infanterie zur Abwehr der nachdr├Ąngenden ├ľsterreicher einzusetzen gedachte, lie├č ich nun meine Infanterie in Kolonnen umformen.
Chevert entwickelte au├čerhalb der Kanonenreichweite von Vogters leichter Artillerie seine vier Regimenter in Schlachtlinie.
Der Chevalier de Belle-Isle lie├č die Dragoner zur Abwehr von Serbellonis Kavallerie zur├╝ck und befahl den beiden restlichen Einheiten den R├╝ckzug.
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Pappenheimer

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Rottofredo 1746 3
« Antwort #52 am: 13. November 2019 - 14:23:33 »


Nachdem nun unsere Dragoner die f├╝hrende Einheit von Serbellonis Kavalleriefl├╝gel in die Flucht geschlagen hatte, mepfahl ich Chevert die Piquets zur├╝ck zu nehmen, da sie ohnehin ihren Zweck erf├╝llt hatten.
Inzwischen ├╝berquerte ein Drittel der Grenadiere unter Neuhaus die Br├╝cke inmitten unserer Piquets, die drohten umzingelt zu werden.
Cheverts Kavallerie setzte sich ├╝ber den Tibone ab, da Lucchesi nicht vermocht hatte rechtzeitig seinerseits nachzusetzen.


Unsere Dragoner empfingen erneut einen Ansturm durch Serbellonis Kavallerie und schossen hinein. Derweil erneuerte Neuhaus seine Angriffe auf die vor ihm liegenden Cascinen.


W├Ąhrend der eine erfolgreich war, wurde der zweite erneut unter hohen Verlusten abgewehrt. Unsere Piquets leisteten nun seit 2 Stunden erfolgreichen Widerstand gegen eine 3-fache ├ťbermacht.

Morgen geht's weiter.
« Letzte ├änderung: 14. November 2019 - 08:49:02 von Pappenheimer »
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D.J.

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Re: Rottofredo 1746 2
« Antwort #53 am: 13. November 2019 - 15:00:07 »

Morgen geht's weiter.

Ich freu mich schon und halte Kaffee und Pl├Ątzchen bereit :D
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Pappenheimer

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Rottofredo 1746 4
« Antwort #54 am: 14. November 2019 - 09:15:26 »


Nun war das schier undenkbare geschehen. Belle-Isles Dragoner hatten die anst├╝rmenden K├╝rassiere und Dragoner derart heftig mit ihrer Salve mitgenommen, dass eines der Regimenter in die Flucht geschlagen und das andere zum R├╝ckzug gezwungen wurde, vor allem da der Raum am Po zu eng war und kein R├╝ckzugsweg vorhanden war. Damit war Serbellonis Kavalleriefl├╝gel gebrochen und die Einheit, die sich zur├╝ckgezogen hatte, verlie├č auch fluchtartig das Feld.
Endlich kam nun B├Ąrnklau mit seinen Bataillonen anstelle von Serbelloni zum Einsatz. Doch es war zu sp├Ąt.


Im Zentrum setzten sich unsere verbliebenen Piquets langsam ab. S├╝dlich der Kirche hatte ein Trupp von uns beide Brigaden unter Vogter und Meligini im Schach gehalten, da ein Bataillon der Angreifer sogar einmal zum R├╝ckzug gezwungen werden konnte.
Botta Adorno konnte nur einen Trupp von Neuhaus Grenadieren hinter Rottofredo in den R├╝cken meiner Kolonnen feuern lassen.


Das Gros meiner Infanterie aber marschierte unbeschadet auf der Stra├če nach Castel San Giovanni ab.


Die Schlacht war so ziemlich das Gegenteil vom historischen Ausgang. Die ├ľsterreicher verloren 4 Einheiten (2x Dragoner, 1 x K├╝rassiere, 1 x F├╝siliere), wir nur einen Trupp Piquets. Wir hatten uns aber auch anders als der historische Maillebois nicht auf eine wirkliche Schlacht eingelassen, um den Feind vom Leibe zu halten. Das hatten eigentlich unsere Dragoner und Piquets alleine geschafft.
Cheverts Kavallerie hatte lediglich demonstriert und das sogar au├čerhalb der Kanonenreichweite der ├ľsterreicher, die kunstvoll versucht hatten mit Lucchesis Kavallerie um Harsch und Vogters Infanterie herum zu man├Âverieren und dabei wohl entscheidend Zeit verloren hatten. Vielleicht h├Ątten die ├ľsterreicher lieber ihren Oberbefehlshaber zu Vogter gestellt, der dann rascher den Bach ├╝berquert h├Ątte.
Wir hatten aber auch wirklich viel Gl├╝ck mit unseren Dragonern, die abgesessen so gut k├Ąmpften wie noch nie.

Entsprechend den Szenarioregeln ein Unentschieden, aber deutlich mit Vorteilen f├╝r die Franzosen, die zweifelsohne den R├╝ckzug der Armee in einer Runde 7 oder 8 bewerkstelligt h├Ątten.
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Mar├ęchal Davout

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Re: HoW: Italien 1742-1748
« Antwort #55 am: 10. Februar 2020 - 09:57:21 »

Interessanter Schlachtbericht, danke daf├╝r! War ein vorbildlich ausgef├╝hrtes R├╝ckzugsgefecht und die ├ľsis waren mal wieder zu langsam ;)
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Pappenheimer

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Bassignana 1745 Teil 1
« Antwort #56 am: 27. April 2020 - 21:33:10 »

Ich habe auch ein Szenario zur Schlacht bei Bassignana geschrieben. Leider kam ich nicht zum Abtippen hier, da ich trotz oder wegen zahlreicher Veranstaltungsabsagen einiges um die Ohren hatte.



PIEDMONT & AUSTRIANS
CinC Carlo Emanuele (Dash.)

Can move in turn 1 after the moves of A + B.

1) Right Wing : Liguane (Dep.)
2 x dragoons

2) Center: DÔÇÖAix (Dep.)
3 x infantry
1 x light artillery

3) Left Wing : GL de la Chiesa (Dep.)
1 x grenadiers
1 x militia
1 x light artillery

4) Independent - Piedmontese
1 x cavalry

5) Independent - Austrians
1 x infantry

6) Schulenburg (Dith.) - Austrians - arriving near Bassignana on a 5-6 (turn 5), 3-6 (turn 6), 2-6 (turn 7)
2 x infantry
1 x light artillery

7) Serbelloni (Dep.) - arriving near Bassignana on a 5-6 (turn 5), 4-6 (turn 6), 3-6 (turn 7)
2 x cuirassiers

BP: 4,5 / 6,5

FRENCH & SPANISH
CinC Duc de Maillebois (Dep.) & De Gages (Dith. ÔÇô attached to the right column)

A) De Gages (Dith.) ÔÇô move first
3 x infantry (small)

B) Pignatelli (Dep.) ÔÇô move second
2 x cavalry (small)

C) Arambou (Dep.)
2 x infantry (small)

1 x light infantry (small)
1 x cavalry (small)
1 x light artillery

D) M. de Montal (Dep.)
2 x infantry
1 x medium artillery

E) Senneterre (Dep.)
2 x infantry
1 x light artillery

F) Comte de Danois (Dep.)
2 x Cavalerie

G) MdC de Grammont (Dep.)
2 x infanterie

H) Chevert (Dep.)
1 x Cavalerie
1 x Dragons

BP : 7

W├Ąhrend des Sommers 1745 war den Franzosen und Spaniern der Einfall in Norditalien gelungen, nachdem der ├Âsterreichische Versuch sich Neapels zu bem├Ąchtigen in der Schlacht bei Villetri misslungen war.

K├Ânig Carlo Emanuele hatte hinter dem Fluss Tanaro mit seiner kleinen Armee eine weit auseinander gezogene Stellung ├╝ber etliche Kilometer bezogen. Es ging darum den Feind am ├ťbergang ├╝ber den nahe gelegenen Po zu hindern. Was Carlo Emanuele nicht wusste war der Niedrigstand des Tanaro, welcher das ├ťberqueren des Flusses zu einer Leichtigkeit machte. Der K├Ânig war deswegen vollkommen ├╝berrascht, als er vom Vordringen der bourbonischen Truppen erfuhr.



Der K├Ânig (moi) war entsprechend schockiert, als ihm ein Offizier meldete, dass binnen Minuten der Feind in dem k├Âniglichen Hauptquartier von Montecastello eintreffen w├╝rde.



Insbesondere die Stadt Bassignana war nur durch wenige ├Âsterreichische Infanterie gedeckt und konnte mit ein wenig Pech im Handumdrehen durch die spanische Infanterie unter de Gages eingenommen werden.


Entsprechend blieb meine gr├Â├čte Hoffnung f├╝r meinen linken Fl├╝gel, dass dort Schulenburg mit seiner Avantgarde so schnell wie m├Âglich erschien ehe mir die Gegner alle Knochen im Leib zerbrachen.


Notfalls w├╝rde ich in den Raum zwischen Fiondi und Pacetto zur├╝ckgehen und dort die Geb├Ąude als Deckung einnehmen.


Rasch setzten die Franzosen s├╝dlich von Pavone ├╝ber den Tanaro, w├Ąhrend sich Liguanes Kavallerie dagegen str├Ąubte sich zu r├╝hren. Meine Grenadiere, die zwischen Pavone und dem Wald von Montecastello standen, waren beinahe auf sich allein gestellt, als zwei Infanteriekolonnen auf sie zurollten.
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Bassignana 1745 Teil 2
« Antwort #57 am: 28. April 2020 - 21:35:04 »


Chiesa sollte bis zur letzten Kartusche Rivarone verteidigen, w├Ąhrend die Spanier und Franzosen an allen Abschnitten mit viel Energie vorgingen.


Auf die Gefahr hin, dass der K├Ânig selbst gefangen genommen wurde, begab er sich zu Liguane. Es gelang, dass sich Liguane dadurch endlich am Wald entlang zur├╝ck zog.


Nur die Piemontesischen Garden konnten Montecastello verteidigen. Die erste Angriffswelle konnte zur├╝ck geworfen werden.


De la Chiesa hatte immerhin 2 Bataillone und leichte Artillerie um die spanischen drei Bataillone abzuwehren.


Ich hielt es f├╝r gut, auch wenn meine Reiterei bei Bassigna von der spanischen leicht ├╝berrannt werden konnte, beschloss ich mit der piemontesischen Kavallerie anzugreifen.


De Montals Angriff wurde abgewiesen. Aber da waren ja noch 2 weitere Brigaden weiter flussaufw├Ąrts.


Die spanische Attacke auf Rivarone wurde durch das Ausschalten der leichten Artillerie durch Chiesas Gesch├╝tze ersch├╝ttert.


Daf├╝r vermochten die Franzosen Seneterres die piemontesischen Gardisten in der Flanke zu fassen, da sich die Garde geweigert hatte, die Stellung zu r├Ąumen.


Die letzten Reiter Pignatellis sammelten sich nicht mehr und verlie├čen ├╝berst├╝rzt das Terrain.


D'Aix konnte immerhin seine Grenadiere retten und stellte sie in das piemontesische Biwak, um sich den nachdr├Ąmgenden Franzosen unter Maillebois entgegen zu stemmen.


Seneterres Brigade besetzte Montecastello. Liguane richtete sich zur Abwehr hinter Fiondi ein.


Seneterres Bataillon wurde durch Feuer aus Montecastello vertrieben. Auch wenn Chiesa eines seiner Bataillone zur├╝ckziehen musste, hielt er stand und der spanische Angriff auf Rivarone schien ins Stocken geraten.
De Gages hingegen hatte mittlerweile die ├ľsterreicher vor Bassignana in die Stadt zur├╝ck gedr├Ąngt. Doch daf├╝r, dass sie 1:3 unterlegen waren, hatten sich die ├ľsterreicher gut behauptet.


Dennoch hatten die Franzosen immerhin Pavone in ihrer Hand und weitere franz├Âsische Kavallerie ├╝berquerte den Tanaro.


Erfolgreich verteidigten sich die ├ľsterreicher gegen de Gages Infanterie in Bassignana.


De la Chiesa wies die n├Ąchste spanische Angriffswelle gegen Rivarone ab.


Da traf genau zum richtigen Zeitpunkt Schulenburgs Infanterie ein. Das w├╝rde doch zumindest den Mut der Spanier sinken lassen oder nicht?
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Pappenheimer

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Bassignana 1745 Teil 3
« Antwort #58 am: 29. April 2020 - 19:47:45 »


Das frische franz├Âsische Bataillon, das sodann Montecastello besetzt hatte, wurde von meinen Grenadieren und Kart├Ątschenfeuer in die Flucht geschlagen.


Vor Rivarone sah es f├╝r die bourbonischen Truppen nicht viel besser aus. Nach dem Verlust der leichten Artillerie hatte Arambou schon schlechte Karten, denn de la Chiesa vermochte sein erneut erholtes Bataillon rechts vorzuf├╝hren. Wieder wurden Spanier zur├╝ckgeschlagen und ich ├╝berlegte, ob ich von de la Chiesas Truppen nicht welche an eine andere Front heran bringen sollte - das obwohl ich Desportes extra von d'Aix Richtung Rivarone geschickt hatte.


Ganz nahe Rivarone b├╝├čte Pignatelli sein letztes Kavallerieregiment ein, da ich die Piemontesische Kavallerie demselben in die Flanke sandte.


Nur an meinem linken Fl├╝gel sah es schlecht aus. Liguane hatte zwar eine gute Linie eingerichtet, aber die heranst├╝rmenden franz├Âsischen Reiter zwangen eines von seinen Regimentern zum R├╝ckzug.


Ich hatte zwar die Spanier in meinem Zentrum vernichtend geschlagen. Aber meine linke Flanke stand so ziemlich offen. Die Franzosen schienen eine Strategie entwickelt zu haben wie sie mein Zur├╝ckgehen ausnutzen sollten. Sie brauchten nur den Wald zwischen Montecastello und Pavone durchqueren, um die wenige Infanterie, die ich im Biwak zu stehen hatte, auszuhebeln.


Langsam traf endlich auch Schulenburgs Reiterei ein. Waren sie das Z├╝nglein an der Waage? Sie standen doch sehr weit von Liguanes gef├Ąhrdetem Fl├╝gel.


Trotz der Erfolge gegen die Spanier, hatten die Franzosen offenbar Blut geleckt. Das konnte - zwar knapp - noch gef├Ąhrlich werden.


Der Marsch des Regiments Desportes nach Rivarone, lie├č sich nicht mehr r├╝ckg├Ąngig machen. Auch wenn es dort faktisch keine Kontrahenten mehr gab, hatte ich die Besatzung von Rivarone zur├╝ck gezogen. Waren sie nun frei, um d'Aix auszuhelfen?


Bassignana wurde weiterhin knapp gehalten. Aber de Gages hatte zuviel Zeit verloren. Schulenburgs Bataillone trafen bereits ein.


Liguane verlor aber andererseits seine zweite Einheit, die sich ebenfalls hinter Pacetto zur├╝ckfallen lie├č.


Zeitgleich wurde Arambous letztes Bataillon in die Flucht geschlagen und damit h├Ątte in der bourbonischen Formation ein Loch geklafft, wenn es denn irgendwie Sinn ergeben h├Ątte dort hinein zu sto├čen. Denn wegen der westlich Fiondi vorr├╝ckenden Franzosen musste ich bef├╝rchten kurz vor dem Sieg vom Feind doch noch ├╝berrannt zu werden.


De Gages z├Âgerte tats├Ąchlich zu lange und Schulenburg griff ein und zerstreute die letzte Hoffnung der Spanier sich zumindest Bassignanas zu bem├Ąchtigen um dort eine Abwehrstellung einzurichten bis die Franzosen von S├╝den her zur Hilfe k├Ąmen.


Der K├Ânig begab sich ins Angesicht des Feindes an den kritischsten Punkt der Schlacht. Die ersch├╝tterten piemontesischen Grenadiere hatten endlich genug und zogen sich zur├╝ck.


Gleichzeitig war die franz├Âsische Kavallerie kurz davor ├╝ber Pacetto vorzusto├čen und dadurch meinen R├╝ckzugsweg zum Po abzuschneiden oder meine Infanterie im R├╝cken zu greifen.


Das rot uniformierte Regiment La Marine, das von Anfang an im spanischen Feuer geblutet hatte, konnte den im Wald bei Rivarone erscheinenden Franzosen nicht weiter die Stirn bieten und musste sich genauso wie die Grenadiere bei Fiondi zur├╝ckziehen. Das konnte nur in Chaos enden!


Immerhin blieb meine piemontesische Kavallerie zuverl├Ąssig und schlug ihren dritten Gegner mit einer Attacke aus dem Feld!


Liguane lie├č seine Reiterei hinter Pacetto halten um sie zu sammeln, lie├č also mehr oder minder d'Aix im Stich.


Schulenburg war viel zu weit weg, um etwas zu bewirken.


Seine schmucke Infanterie lieferte sich mit de Gages Truppen ein Feuergefecht.


Mein Zentrum war offensichtlich in die Zange genommen.


Es trat eine v├Âllige Verwirrung ein, als meine Grenadiere in die zur├╝ckgehenden M├Ąnner vom La Marine hinein stolperten, wodurch La Marine fl├╝chtig wurde.

Da aber fiel mir auf, dass die Franzosen nicht mehr anders konnten als den R├╝ckzug anzutreten. Zu hoch waren ihre Verluste gewesen - vor allem aber die Spanischen.

Turn 1
French/Spaniards: 7 P
Pied./Austrians: 4,5 P


Turn 2
French/Spaniards: 6,5 P
Pied./Austrians: 4,5 P

Turn 3
French/Spaniards: 5,5 P (2 units lost)
Pied./Austrians: 3,5 P (1 unit lost)


Turn 4
French/Spaniards: 5 P (1 small cavalry lost)
Pied./Austrians: 3,5 P

Turn 5
French/Spaniards: 3 P (3 Units lost)
Pied./Austrians: 4,5 P (Austrian infantry arrived!)


Turn 6
French/Spaniards: 3 P
Pied./Austrians: 5,5 P (Austrian horse arrived!)

Turn 7
French/Spaniards: 1,5 P (2 small Span. Units lost, 1 unit with 4 hits)
Pied./Austrians: 4 P (1 Piedmont unit lost, 1 Piedmont unit with 4 hits)

Das Eintreffen der ├ľsterreicher hatte mich gerettet, auch wenn Montecastello und Pavone verloren waren.
Die Franzosen und Spanier standen kurz vor dem Zusammenbruch. Schulenburg h├Ątte eine Runde weiter wahrscheinlich de Gages Brigade ├╝berrannt, die sich kaum in dem Raum vor Bassignana sammeln konnte.
Eine faszinierende Schlacht. Pallas Athene hatte gut gespielt, vielleicht die Spanier zu unerbittlich gegen Rivarone eingesetzt. Die Franzosen h├Ątten nur einen Ticken schneller an Montecastello vorbei str├Âmen brauchen und meine Armee w├Ąre im Eimer gewesen.
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D.J.

  • Kaufmannstochter
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Re: HoW: Italien 1742-1748
« Antwort #59 am: 01. Mai 2020 - 07:41:49 »

Wqas f├╝r ein epischer Spielbericht! Die Miniaturen, der Tisch, das Gel├Ąnde ... wunderbares Augenz├╝ckerchen :D  Die Handlung ein spannendes Gefecht, dem ich aufgrund seiner MAsse nicht immer leicht foglen konnte, aber daf├╝r war die Spannung umso gr├Â├čer :)
Sehr sch├Âne Morgenlekt├╝re auf einem Feiertag.
Danke dir f├╝r deine M├╝hen :)
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